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Lernfeld 3A (Subject) / Körperpflege,Hygiene,Vitalzeichen,Haut,Temperatur (Lesson)

Wendler,Alexander,Kriglstein,Dimler,Zilles,Hoffman,Böcher,Engel,

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  • Was sind die Ursachen eines Dekubitus? Ursachen Dekubitus entsteht durch andauernden oder regelmäßig auftretenden starken Druck auf die Haut. Dabei ist der äußere Druck größer als der Blutdruck in den feinsten Blutgefäßen (Kapillaren), womit die Durchblutung unterbunden ist. Die Unterversorgung der Haut mit Sauerstoff und Nährstoffen lässt sie absterben und es treten Entzündungen am toten Gewebe auf. Diese Infizierung mit Erregern greift auf noch gesundes Gewebe über und führt zu geschwürartigen tiefen Löchern. Weil zu starker Außendruck die Ursache für den Dekubitus ist, sind in den meisten Fällen bettlägerige Patienten betroffen. Doch auch übergewichtige Menschen mit sitzenden Tätigkeiten oder Behinderte im Rollstuhl sind Risikogruppen. Lokalisiert ist der Dekubitus an exponierten Körperstellen, an denen der Knochen wenig mit Bindegewebe oder Muskeln abgepolstert ist. Kreuzbein, Hüfte, Schultern, Fersen und Ellenbogen sind daher die häufigsten Areale des Dekubitus.
  • Symptome, Beschwerden & Anzeichen eines Dekubitus Symptome, Beschwerden & Anzeichen Die Symptome eines Dekubitus zeigen sich an Veränderungen des Hautbildes. Der Krankheitsverlauf wird in vier Stadien unterschieden, die teils von großen Schmerzen begleitet werden. Grad 1: Das erste Anzeichen für einen Dekubitus ist eine Hautrötung, die auch bei Druckentlastung bestehen bleibt. Drückt man mit dem Finger auf die gerötete Stelle und sie verfärbt sich nicht weißlich, sondern bleibt gerötet, hat das Wundliegen den ersten Grad erreicht. Zudem kann an der betroffenen Hautstelle eine leichte Schwellung oder Verhärtung und Wärme fühlbar sein. Grad 2: Schreitet die Entwicklung des Druckgeschwürs voran, dringt es nach und nach tiefer in die Haut ein. Der Dekubitus zweiten Grades ist als flaches Geschwür erkennbar. An der betroffenen Stelle bilden sich Abschürfungen oder Blasen. Noch ist die Schädigung im Oberflächenbereich der Haut, nämlich in der Epidermis (Oberhaut) und Teilen der Dermis (Lederhaut), zu erkennen. Grad 3: Der Dekubitus zieht sich bis in die Unterhaut und auch das darunter liegende Gewebe wird unwiederbringlich in Mitleidenschaft gezogen. In diesem Stadium liegt eine offene tiefe Wunde vor. Kommt es zu einem Keimbefall, treten zudem faulige Gerüche auf. Grad 4: Das Druckgeschwür reicht bis zu den Muskeln, Knochen und Sehnen. Auch dieses Gewebe wird mit zerstört. Die Betroffenen leiden unter enormen Schmerzen.
  • Diagnose und Verlauf Diagnose & Verlauf Dekubitus diagnostizieren ist in erster Linie eine Sache der Beobachtung. Eine Sichtkontrolle sollte sich auf die besonders gefährdeten Körperstellen konzentrieren. So kann auch ein Laie den Dekubitus bereits im Anfangsstadium anhand roter Hautflecken erkennen. Schon ein Dekubitus II Grades ist so augenfällig, dass ihn niemand übersehen kann. Freilich wird der Arzt einen Abstrich von der Wunde nehmen, um die richtige Behandlung einzuleiten. Die Frage nach den beteiligten Erregern spielt für die gewählten Mittel eine entscheidende Rolle. Bei einem sehr tief gehenden Druckgeschwür kann eine Röntgenaufnahme sinnvoll sein, um das genaue Ausmaß der Gewebsschädigung abzuschätzen. Die Heilung eines Dekubitus ist meistens ein sehr langwieriger Vorgang, weil es sich um einen entzündlichen und nekrotischen Prozess handelt. Besonders gravierend ist die Tendenz des Dekubitus, sich immer tiefer zu fressen. Die offene, bakteriell infizierte Körperstelle bedeutet immer auch die Gefahr einer übergreifenden Infektion. So ist eine Blutvergiftung durch Dekubitus ein stets einzukalkulierendes Risiko. Auch Knochenmarkentzündungen können durch den Dekubitus entstehen, sogar die Erreger der Lungenentzündung bahnen sich den Weg über das klaffende Druckgeschwür. Schließlich führen Schmerzen sowie die Kenntnis einer offenen und tiefen Wunde auch zu psychischen Störungen. So sind oft Depressionen und Teilnahmslosigkeit ebenfalls die Folge eines Dekubitus.
  • Pflege bei Dekubitus Wann sollte man zum Arzt gehen? Ein Dekubitus stellt eine ernst zu nehmende Wunde dar, die fachgerecht versorgt werden muss. Grundlage aller Dinge ist, einen Dekubitus durch geeignete Maßnahmen zu verhindern. Ist trotzdem ein Druckgeschwür entstanden, muss als Minimum eine Pflegefachkraft hinzugezogen werden. Es ist für pflegende Angehörige ohne Anleitung des Arztes nicht angeraten, bei einem Dekubitus selbst tätig zu werden. Ein Druckgeschwür erfordert immer eine fachgerechte Behandlung. Zugleich sind noch vor dem Abheilen des Druckgeschwürs verbesserte Maßnahmen zu installieren, die ein erneutes Wundliegen verhindern. Spezielle Anti-Dekubitus-Matratzen verhindern, dass sich bei bettlägerigen Patienten Druckgeschwüre bilden. Die Wundversorgung wird nach Art und Schwere des Druckgeschwürs ausgerichtet. Kleine und trockene Druckgeschwüre können locker mit sterilem Verbandsmaterial abgedeckt werden. Nässende Dekubituswunden müssen zunächst mit steriler Kochsalzlösung gereinigt werden. Danach kann ein luftdicht abschließender Hydrokolloidverband angelegt werden. Dieser hält die Wunde feucht. Das nässende Druckgeschwür kann abheilen, ohne mit dem angelegten Pflasterverband zu verkleben. Bei einem fortgeschrittenen Dekubitus wird abgestorbenes Gewebe zum Problem. Dieses muss ein Arzt unter Beachtung der Sterilität entfernen. Die Wundreinigung ist aufwendig. Sie wird in mehreren Phasen vorgenommen. Es ist notwendig, regelmäßige Wundabstriche vorzunehmen, um eine Infektion auszuschließen. Gegebenenfalls ist eine Behandlung mit Antibiotika unumgänglich. Besonders tief reichende Dekubitusverletzungen erfordern einen Krankenhausaufenthalt und eine chirurgische Intervention.
  • Behandlung und Therapie bei Dekubitus Behandlung & Therapie Wundliegen zu behandeln bedeutet zu aller erst Druckentlastung. Ein bettlägeriger Patient darf nicht nur auf dem Rücken liegen, sondern muss alle 2 Stunden umgelagert werden und zwar rund um die Uhr. Das erfolgt nach einem festgelegten Plan, der so ausgerichtet ist, dass der Patient nicht zu oft auf einer Körperseite zu liegen kommt. Die Pflegenden nutzen Lagerungshilfen in Form anatomisch angepasster Kissen, um dem Kranken den nötigen Halt im Bett zu geben. Spezielle Dekubitus-Matratzen passen sich plastisch der Körperform an und verteilen den Druck durch Aufliegen gleichmäßiger. Besonders effektiv wirken Wasserbetten auf die gleiche Weise gegen den Dekubitus, ebenso wie Wasserkissen, die unter dem Laken eingezogen werden können. Die Wundbehandlung beim Dekubitus durch Spülungen mit Kaliumchlorid-Lösung oder Wasserstoffperoxid zielen auf eine Bekämpfung der Infektion ab. Auch Zubereitungen in Pulverform wie Silbernitrat wirken der Entzündung entgegen. Abgestorbene Gewebsteile beseitigt der Arzt chirurgisch und entfernt damit auch einen Großteil der beteiligten Bakterien. Bei einem allgemeinen Übergreifen der Entzündung ist eine orale Gabe von Antibiotika eine unablässige Therapie beim Dekubitus.
  • Aussicht und Prognose bei Dekubitus Aussicht & Prognose Die Abheilung des Dekubitus hängt von verschiedenen Einflussfaktoren ab. Das Stadium der wunden Stellen sowie die vorliegende Grunderkrankung und das Alter des Patienten sind die wichtigsten Kriterien bei der Diagnosestellung. Je eher ein Dekubitus erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten. Besteht die Möglichkeit, dass die Grunderkrankung des Patienten heilt, ist er auf eine Bettlägerigkeit nicht mehr angewiesen. In diesen Fällen heilen die wunden Stellen meist innerhalb weniger Wochen vollständig aus. Ist der Betroffene an eine Bettlägerigkeit oder das Sitzen im Rollstuhl gebunden, verschlechtert sich die Prognose. Eine Heilung ist dennoch möglich. Gleichzeitig steigt jedoch das Risiko, nach einer Genesung erneut an der Dekubitus zu erkranken. Eine schlechte Wundheilung führt ohne eine Behandlung in den meisten Fällen zu einer weiteren Verschlechterung der Gesundheit. Bei einem ungünstigen Verlauf setzen Folgeerkrankungen ein, die zu langfristigen Behandlungen oder dauerhaften Schäden führen. Dringen Keime in die Wunden ein, besteht die Gefahr einer Blutvergiftung. Unter schlechten Voraussetzungen droht das frühzeitige Ableben des Patienten. Menschen in einem höheren Lebensalter verfügen naturgemäß über eine schwächere Wundheilung. Unter Umständen kommt es dazu, dass trotz einer medizinischen Versorgung keine Heilung des Dekubitus eintritt. Diese Patienten erleben einen chronischen Verlauf der Erkrankung.
  • Vorbeugung eines Dekubitus Vorbeugung Dekubitus durch Druckentlastung vorzubeugen ist in der modernen Pflege längst Standard geworden. Neben Umlagerungen des Bettlägerigen und Lagerungshilfen sind Maßnahmen der Hautpflege ein wichtiger Punkt. Spezielle Öle und Emulsionen unterstützen die Gesunderhaltung der Haut, durchblutungsfördernde Mittel wie Franzbranntwein sollten täglich angewendet werden. Wenn möglich sollten die Pflegenden den Patienten schrittweise mobilisieren. Schließlich sind diese Maßnahmen der aktivierenden Pflege nicht nur eine Vorbeugung des Dekubitus.
  • Nachsorge bei Dekubitus Nachsorge Nach Abheilen eines Dekubitus sollte eine ausreichende Nachsorge der betroffenen Stelle erfolgen. In Absprache mit den behandelnden Ärzten sollten hier pflegende Cremes, Hygienemaßnahmen und Versorgung des Wund- oder Narbengebiets angewandt werden. Außerdem sollte, sowohl zur Nachsorge, als auch zum Schutz vor weiteren Dekubiti, auf eine Schonung der Haut und der umliegenden Weichteile geachtet werden. Dies gilt vor allem für Stellen, die mechanisch besonders belastet werden. So sollten zum Beispiel keine zu engen Schuhe getragen werden und zu langes Liegen in einer Position sollte, wenn möglich, vermieden werden. Hier können beispielsweise polsternde Kissen unter die Fersen gelegt werden. Bei chronisch bettlägerigen Patienten empfiehlt es sich, mehrmals am Tag die Liegeposition zu wechseln und diese ebenfalls mit weichen Decken oder Kissen zu unterstützen. Ebenfalls sinnvoll ist hier die ärztliche Verordnung einer Dekubitusmatratze, die sich elektrisch aufbläst um den Auflagedruck zu vermindern. Zur Vorbeugung sollten bestehende Erkrankungen wie ein Diabetes oder Durchblutungsstörungen medikamentös eingestellt und kontrolliert werden. Dies ist ebenfalls wichtig, wenn Patienten unter noch nicht vollständig abgeheilten Dekubitusstellen neigen, da durch Grunderkrankungen Wundheilungsstörungen und bakterielle Infektionen begünstigt werden. Wenn individuell möglich, sollte vor allem bei übergewichtigen Patienten eine Gewichtsreduktion angestrebt werden. Ebenfalls ist auf eine ausreichende Trinkmenge zu achten.
  • Maßnahmen bei Dekubitus im Krankenhaus Das können Sie selbst tun Die Maßnahmen, die Betroffene eines Dekubitus selbst treffen können, um eine entsprechende Wunde zu versorgen oder gar zu verhindern, richten sich nach dem Grad ihrer vorhandenen Mobilität und ihrer Fähigkeit, die betroffenen Körperstellen richtig wahrzunehmen. An erster Stelle steht für Betroffene die Kommunikation mit Angehörigen oder Pflegekräften. Auch bei Verdacht auf einen Dekubitus oder einer gefühlten Irritation an einer nicht zugänglichen Körperstelle, sollte dringend auf eine Kontrolle gedrängt werden. Auch Hygienemaßnahmen sind relevant und durchzusetzen. Gerade nach dem Stuhlgang oder dem Urinieren müssen betroffene Körperpartien gewaschen werden. Andernfalls steigt das Dekubitusrisiko oder eine bereits vorhandene Wunde wird weiter gereizt. Die Ernährung sollte vitamin- und mineralienhaltig sein, um die Haut zu stärken. Genügend Flüssigkeit ist ebenfalls empfehlenswert. Massagen von wenig bewegten oder anderweitig gefährdeten Körperstellen helfen ebenfalls. Hier eignen sich als Massageöle vor allem Substanzen, die die Durchblutung anregen. Rosmarin oder Pfefferminze kommen hier in Betracht. Bei bereits betroffenen Stellen ist es wichtig, dass beim Lagern keine Druckpunkte entstehen. Schläuche, Falten aus Kleidung oder Bettwäsche und ähnliches müssen entfernt bzw. vermieden werden. Auch zu enge Kleidung sollte gemieden werden. Für die Wundpflege eignen sich Ringelblumensalben unterstützend. Die Möglichkeiten zur Selbsthilfe sind allerdings sehr stark vom sonstigen Krankheitsbild abhängig. Betroffene, die sehr eingeschränkt mobil sind, sollten keine Scheu vor der Kommunikation bezüglich Hygiene und anderen Maßnahmen haben.
  • Dekubitus Entstehung 2 Ursachen/Formen? Ein Dekubitus entsteht also dann, wenn die Druckbelastung zu hoch ist, beziehungsweise das Gewebe dem Druck nicht mehr standhalten kann. Dabei ist es unerheblich, ob kurzzeitig starker Druck oder über längere Zeit leichter Druck auf die Haut ausgeübt wird. Menschen aus dem medizinischen Fachbereich unterscheiden zwischen dem Druck von außen (zum Beispiel durch Falten im Bettlaken oder der Kleidung, Schienen, Katheter, Sonden etc.) dem Druck von innen (zum Beispiel bei Knochen, die nur wenig von Fett- und Muskelgewebe umgeben sind, etwa die Fersen) Wenn dann noch Reibung, etwa durch Stoffe oder Infusionsleitungen, und Scherkräfte dazu kommen, können die betroffenen Hautpartien darunter leiden. Durch den Druck kann die Haut nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden und es kommt zur Minderdurchblutung und damit zur Entstehung eines Dekubitus. Bei zu langem oder zu starkem Druck sterben die Zellen letztendlich ab. Dieser Gewebetod wird in der medizinischen Fachsprache als „Nekrose“ bezeichnet.
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  • Diese drei Faktoren spielen bei einer Dekubitus-Entstehung zusammen Diese drei Faktoren spielen bei einer Dekubitus-Entstehung zusammen Bei einer Dekubitus-Entstehung spielen drei Faktoren eine Rolle: Druck (Auflagedruck) und ScherkräfteDauer (Druckverweildauer) und IntensitätDisposition (Risikofaktoren)
  • Dekubitus-Ursache: Verminderte Durchblutung Dekubitus-Ursache: Verminderte Durchblutung Die Ursache eines Dekubitus liegt also immer in einer verminderten Durchblutung der Haut. Es reicht schon das Eigengewicht des Körperteils aus, um einen Dekubitus auszulösen. Deshalb sind besonders übergewichtige Menschen, die sich nicht mehr ausreichend bewegen, von einem Dekubitus bedroht. Aber auch untergewichtige Personen, deren knöcherne Strukturen direkt unter der Hautoberfläche liegen und nicht durch eine Fettschicht geschützt sind, haben ein erhöhtes Dekubitusrisiko.
  • Intrinsische Risikofaktoren für Dekubitus Intrinsische Risikofaktoren für DekubitusIntrinsische Dekubitus-Risikofaktoren hängen mit dem Individuum selbst zusammen und können folgende Aspekte betreffen: -Körperlicher und seelischer Zustand-Erkrankungen (zum Beispiel Arthrose, Rheumatoide Arthritis, Diabetes mellitus, Herzschwäche)-Sensibilitätsstörungen / Lähmungen (zum Beispiel nach einem Schlaganfall)-Infekte-Erhöhte Hautfeuchtigkeit-Hautschäden (zum Beispiel durch Feuchtigkeit, Inkontinenz, Pergamenthaut bei Behandlung mit -Kortison oder unzureichende Pflege der Haut im Alter)-Höheres Lebensalter-Geringe körperliche Aktivität und Mobilität-Starkes Übergewicht (Adipositas) und Untergewicht (Kachexie)-Mangelernährung und Flüssigkeitsmangel (Dehydration)
  • Extrinsische Risikofaktoren für Dekubitus Extrinsische Risikofaktoren für Dekubitus Extrinsische Dekubitus-Risikofaktoren hängen mit der Umwelt zusammen und betreffen unter anderem: Lagerung beziehungsweise PositionierungHebe- und Positionierungstechniken / ScherkräfteKatheter und SondenMedikamenteneinnahmeVerbände, FixierungenHarte Auflageflächen
  • Unterschied: Primäre Risikofaktoren für Dekubitus / sekundäre Risikofaktoren für Dekubitus Unterschied: Primäre Risikofaktoren für Dekubitus / sekundäre Risikofaktoren für DekubitusEs kann sein, dass Sie in der Fachliteratur einer weiteren Unterscheidung begegnen, nach denen die Risikofaktoren für einen Dekubitus gruppiert werden, nämlich den sogenannten primären und sekundären Risikofaktoren. Auch diese Aufteilung ist schnell erklärt: Primäre Risikofaktoren bei Dekubitus betreffen das Ausmaß an Mobilität einer Person. Der Grund: Eine eingeschränkte Mobilität ist in den meisten Fällen der Ausgangspunkt für einen Dekubitus. Faktoren, die zu einer eingeschränkten Mobilität führen, wie etwa eine Narkose oder Lähmungen, stehen also im direkten Zusammenhang mit der Krankheitsentstehung von Dekubitus. Sekundäre Risikofaktoren bei Dekubitus betreffen die Leistungsfähigkeit der Haut. Der Grund: Ist die Haut beeinträchtigt, kann sie bei einwirkendem Druck keinen ausreichenden Widerstand leisten. In der Folge besteht ein erhöhtes Risiko für Dekubitus. Faktoren, die die Haut beeinträchtigen, wie etwa Rauchen oder bestimmte Erkrankungen, begünstigen in der Folge also auch die Krankheitsentstehung eines Dekubitus.
  • Nenne Hautverfärbungen Hautverfärbungen  Hautrötung, wie sie im Normalzustand auch bei Aufregung oder körperlicher Anstrengung auftritt, ist ein Alarmzeichen für Fieber, Verbrennung, Bluthochdruck, allergische Reaktionen, Hautekzemen, Wundliegen oder flächenhaften Ausschlägen.Blässe der Haut weist hingegen auf mangelnden Aufenthalt im Freien hin, kann aber auch durch Blutarmut bedingt sein, durch innere Blutungen oder Durchblutungsstörungen. Tritt sie plötzlich auf, so bedeutet dies im Zusammenhang mit raschem Puls und Schweißausbrüchen Kreislaufversagen.Gelbfärbung entsteht bei unzureichendem Abbau des gelbbraunen Gallenfarbstoffes wie bei Lebererkrankungen oder Verlust der Gallenwege. Zuerst ist sie am Augapfel erkennbar.Blaufärbung der Haut ist zuerst an den Lippen und Fingerspitzen zu erkennen und entsteht bei Sauerstoffmangel des Blutes, etwa verursacht durch Herz- oder Lungenerkrankungen.
  • Nenne die Hautqualität Hautqualitäten  Die Spannung und Elastizität der Haut läßt mit dem Alter nach, sie wird aber auch durch Erkrankungen beeinträchtigt. Erhöhte Hautspannung kann auftreten bei Entzündungen oder Schwellungen. In diesem Fall ist die Haut gerötet oder sie glänzt. Die Ödeme (Wasseransammlung im Gewebe) können Venenentzündung, Herzinsuffizienz (Insuffizienz = Schwäche), Niereninsuffizienz und bei Allergien auftreten. Es entwickelt sich eine schmerzlose Schwellung bei glatter angespannter Haut. Bei Fingerdruck entsteht eine Delle, die sich langsam wieder ausgleicht. Spannungsverlust kann auftreten durch Flüssigkeitsverlust (Durchfall oder Erbrechen). Stark schwächende Krankheiten oder starkes Schwitzen bei Fieber führen ebenfalls dazu. Bei älteren Menschen ist das Gefühl für Durst in der Regel abgeschwächt und sie trinken daher zu wenig. Deshalb ist es sehr wichtig auf genügende Flüssigkeitszufuhr zu achten. 
  • Nenne Hautreaktionen und Veränderungen Hautreaktionen und Veränderungen Juckreiz der Haut kann entstehen durch zu häufiges Waschen und dem damit verbundenen Austrocknen der Haut. Es ist außerdem Kennzeichen von Ekzemen, Pilzerkrankungen und Allergien. Hautmale, sogenannte Neavi sind entweder angeboren oder treten später auf. Sie sind gutartige scharf umschriebene Fehlbildungen der Haut. Das plötzliche Auftreten einer Veränderung vorhandener Hautmale ist ein kritisches Zeichen; hier sollte der Arzt unverzüglich benachrichtigt werden, damit eine Krebsuntersuchung durchgeführt werden kann. Auffällige Zeichen der Veränderungen sind Entzündungen, farbliche Veränderungen, sie können auch bluten und nässen.
  • Veränderungen der Haut bei Störungen des Kreislaufsystems Veränderungen der Haut bei Störungen des KreislaufsystemsKrankhafte Störungen des Kreislaufsystems zeigen sich durch Veränderungen der Hautfarbe. Bluthochdruck bewirkt oft eine auffallend rote Gesichtshaut, bei niedrigem Blutdruck ist die Haut blass. Plötzlich auftretende Blässe, verbunden mit kleinperligem, kaltem Schweiß, ist ein Anzeichen für Schock und signalisiert drohendes akutes Kreislaufversagen. Eine vermehrte Durchblutung, beispielsweise bei Fieber, Erhitzung oder Aufregung, führt zur Hautrötung, die häufig fleckenförmig ist. Bei arteriellen Durchblutungsstörungen sind die Extremitäten kalt und blass. Venöse Abflussbehinderungen äußern sich in einer zyanotischen (bläulichen) Verfärbung der betroffenen Extremität. Ein verminderter Sauerstoffgehalt des Blutes zeigt sich ebenfalls in einer diffusen Zyanose der Haut. Sie tritt bei vielen Herz- und Lungenerkrankungen auf, aber auch bei einer Verlegung der Atemwege. Die Zyanose ist zuerst an Nägeln und Lippen erkennbar. Sensibilitätsstörungen der Haut ergeben sich bei Schäden des dazugehörigen Nervensegmentes oder bei Durchblutungsstörungen.
  • Hautveränderungen bei Stoffwechselerkrankungen Hautveränderungen bei Stoffwechselerkrankungen Auch eine Reihe von Stoffwechselerkrankungen zeigt sich oft zuerst an der Haut. Bei Diabetes mellitus kann es durch Schädigungen der Kapillargefäße und eine verringerte Abwehrkraft zu folgenden Symptomen kommen: Juckreiz ohne sichtbare Hautveränderungen, Juckreiz und Entzündungen der Mundschleimhaut, der Afterschleimhaut und an den Genitalien sowie immer wiederkehrende Hautentzündungen und Pilzinfektionen. Diese sind häufig erste Hinweise auf einen Diabetes mellitus. Bei einer Verschlechterung der Stoffwechsellage sind bakterielle Hautinfektionen, Hautabszesse und Furunkel (tiefe, schmerzhafte Entzündung des Haarbalgs) nicht selten. Störungen des Fettstoffwechsels mit krankhaft erhöhtem Blutfett können zur Einlagerung von kleinen Fetttröpfchen in der Haut der Augenlider führen. Solche Einlagerungen werden als Xanthelasmen bezeichnet. Sie treten als gelblich-bräunliche Knötchen oder als rote Papeln mit gelblichem Zentrum auf. Fettablagerungen in Streifenform (Xanthome) bilden sich manchmal auch in den Furchen der Handflächen aus, können aber auch an Sehnenscheiden, EIlbogen oder Kniegelenken auftreten. Bei Gicht kann sich infolge der Überproduktion von Harnsäure Juckreiz einstellen. Es können sich auch Gichtknoten, sog. Gichttophie, bilden. Dabei handelt es sich um Ablagerungen von Harnsäurekristallen in (Haut-)Geweben außerhalb der Gelenke. Meistens finden sich die Gichtknoten an Ohrläppchen, Händen, Füßen, Ellbogen und außerhalb der Kniegelenke. Bei Eisenmangel (Anämie), bei dem zu wenig Blutfarbstoff Hämoglobin gebildet wird, können Haarausfall, Nagelwachstumsstörungen und extreme Blässe hinweisende Symptome sein. Eine gestörte Leberfunktion bewirkt die verschiedenartigsten Hautveränderungen. Die bekannteste ist die Gelbfärbung der Haut (Ikterus) bei Leberentzündung und Verschluss der Gallenwege. Der Ikterus entsteht, wenn der gelbbraune Gallenfarbstoff Bilirubin nicht mehr ausreichend abgebaut werden kann, sich im Blut konzentriert und in der Haut ablagert. Meist besteht vorher starker Juckreiz. Schwere Leberschäden sind charakterisiert durch den Verlust der Körperhaare (Bauchglatze), eine sichtbare Venenzeichnung auf der Bauchhaut (Kollateralkreislauf um die blockierte Pfortader), Rötung der Handteller, Lacklippen, eine rote, glatte Zunge, eine Gelb- bis Gelbgrünfärbung der Haut, später eine Dunkelfärbung durch Ablagerung eisenhaltiger Pigmente, Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) sowie Nagelwachstumsstörungen und -farbveränderungen. Bei Nierenerkrankungen finden sich häufig Ödeme im Bereich der Augenlider, die mitunter erst zum Erkennen der Störung führen, was erneut die Wichtigkeit der Hautbeobachtung in der Pflege demonstriert. Die extreme Blässe nierenkranker Patienten beruht auf Blutarmut und Kreislaufschädigungen.
  • Hautbelastungen durch Medikamente Hautbelastungen durch MedikamenteWeil sie als Folge einer unerlässlichen medikamentösen Therapie auftreten, sind solche Hautprobleme leider oft unvermeidbar. Mit einer intensiven Hautpflege lassen sich jedoch die schlimmsten Auswirkungen mildern. Zu den „Hautreizern“ unter den Arzneimitteln gehören die Betarezeptorenblocker, die oft beispielsweise zur Behandlung von Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden. Des Weiteren können Diuretika, die ein Ausschwemmen des Wassers durch die Nieren bewirken und damit das Herz entlasten, zu geröteter und juckender Haut führen. Juckreiz und Rötungen können aber auch durch herzwirksame Medikamente hervorgerufen werden, die bei Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika) oder Herzmuskelschwäche (Herzglykoside) gegeben werden. Medikamentenbeanspruchte Haut findet sich jedoch nicht nur bei Herzpatienten, sondern häufig auch bei Menschen, die an Asthma leiden und dagegen Gluco­corticoide (Kortison) einnehmen oder Patienten, die gegen Rheuma und chronische Polyarthritis mit nicht­steroidalen Antirheumatika wie zum Beispiel Diclo­fenac vorgehen.
  • Veränderungen der Hautanhangsgebilde Veränderungen der HautanhangsgebildeAuch die Hautanhangsgebilde wie Haare, Nägel und Hautdrüsen können durch Erkrankungen sichtbar betroffen sein. Häufig haben schwere Allgemeinerkrankungen mit ausgeprägten Stoffwechselstörungen verstärkten Haarausfall zur Folge, der jedoch bei Genesung meist wieder zum Stillstand kommt. Ebenso können Medikamente verstärkten Haarausfall bewirken, z. B. bei einer Chemotherapie bei Krebserkrankungen. Nagelveränderungen sind Verfärbungen, Wachstumsstörungen oder sonstige Veränderungen der normalerweise glatten Oberfläche. Dazu einige Beispiele: Bei Eisenmangel sind die Nägel weißfleckig, völlig weiß bei Leberzellschäden oder schweren Herzfehlern. Auffallend langsames Wachstum findet sich vor allem bei Durchblutungsstörungen. Längsrillen treten meist im höheren Alter bei Stoffwechselstörungen auf. Querrillen sind oft die Folge von Ernährungsstörungen, chronischen Entzündungen des Nagelbettes oder Ekzemleiden. Schlegelförmige Verformungen der Finger mit gerundeten Fingernägeln können schwere Nieren-, Lungen- oder auch Herzerkrankungen anzeigen. Veränderungen der Talgproduktion können durch hormonelle oder nervliche Einflüsse zustande kommen. So ist beispielsweise für die Parkinson-Krankheit eine gesteigerte Talgproduktion typisch. Der Kranke hat ein glänzendes „Salbengesicht“. Durch Austrocknen der Haut ergeben sich sog. Austrocknungs-(Exsikkations-) Ekzeme, die sowohl durch Neurodermitis als auch durch das Alter bedingt sein können.
  • Die ABCD-Regel für die Hautbeobachtung in der Pflege bezüglich Tumorerkankungen: Die ABCD-Regel für die Hautbeobachtung in der Pflege bezüglich Tumorerkankungen: A wie Asymmetrie – ungleichmäßige, asymmetrische Form: Ein neuer dunkler Hautfleck ist ungleichmäßig geformt, d. h. nicht gleichmäßig rund, oval oder länglich. Außerdem ist es möglich, dass sich die Form eines bereits vorhandenen Flecks verändert hat. B wie Begrenzung – verwaschene, gezackte oder unebene und raue Ränder: Ein dunkler Hautfleck hat verwischte Konturen oder wächst ausgefranst in den gesunden Hautbereich. C wie Colour – (englisch = Farbe): unterschiedliche Färbungen, hellere und dunklere Flecken in einem Mal: Achten Sie auf einen Fleck, der nicht gleichmäßig in der Farbe, sondern vermischt ist mit Rosa, Grau oder schwarzen Punkten. Er weist auf ein malig­nes Melanom hin und sollte grundsätzlich ärztlich untersucht werden. Dasselbe gilt für krustige Auflagen. D wie Durchmesser – der Durchmesser ist an der breitesten Stelle größer als fünf Millimeter: Pigmentmale, die größer als 5 mm im Durchmesser sind oder eine Halbkugelform haben, sollten kontrolliert werden.
  • Hauttyp -Normale Haut Normale Haut Normale Haut – was bedeutet das? Der Begriff „normal“ wird allgemein für ein ausgeglichenes Hautbild verwendet. Der Fachbegriff für gesunde Haut lautet Eudermie. Die T-Zone (Stirn, Nase und Kinn) kann leicht fettig sein, jedoch sind Talg- und Feuchtigkeitshaushalt ausgewogen und die Haut ist weder zu fettig noch zu trocken.Merkmale normaler Haut Eine samtige, zarte und geschmeidige Beschaffenheit ist das Zeichen für eine gesunde und strahlende Haut.Normale Haut hat:  feine Poreneine gute Durchblutungeine samtige, zarte und geschmeidige Beschaffenheiteine gleichmäßig frische und rosige Farbekeine Unreinheitenund neigt nicht zur Empfindlichkeit. Mit fortschreitendem Alter kann normale Haut trocken werden. Weitere Informationen zu altersbedingter Trockenheit.
  • Hauttyp -Trockene Haut Trockene Haut Trockene Haut – was bedeutet das? Der Begriff „trocken“ wird für einen Hauttyp verwendet, bei dem weniger Talg produziert wird als bei normaler Haut. Dadurch mangelt es trockener Haut an den Lipiden, die einen Feuchtigkeitsverlust verhindern und einen Schutzfilm gegen äußere Einflüsse bilden. Das kann die Barrierefunktion beeinträchtigen. Trockene Haut (Xerose) kann in unterschiedlicher Schwere und in verschiedenen Formen auftreten, die sich nicht immer voneinander abgrenzen lassen. Von trockener Haut sind deutlich mehr Frauen als Männer betroffen. Auch wird bei allen Hauttypen die Haut im Laufe der Zeit trockener. Häufig wird im Zusammenhang mit trockener Haut über Probleme geklagt, die der Grund für 40 % aller Besuche beim Hautarzt sind.Die Ursachen trockener Haut Spannungsgefühl und spürbar raue Haut sind häufigBei älteren Frauen mit trockener Haut sind Fältchen und Falten stärker ausgeprägt.Für die Hautfeuchtigkeit sind der Wassergehalt in den tieferen Hautschichten und das Schwitzen ausschlaggebend. Die Haut verliert ununterbrochen Feuchtigkeit durch: Schwitzen: Aktiver Feuchtigkeitsverlust über die Schweißdrüsen durch Wärme, Stress und Bewegung.Transepidermaler Wasserverlust  (TEWL): Der natürliche, passive Feuchtigkeitsverlust über die Haut, bei dem täglich etwa ein halber Liter Wasser aus den tieferen Hautschichten verdunstet. Trockener Haut mangelt es an: Natürlichen Feuchthaltefaktoren (Natural Moisturing Factor = NMF), die Feuchtigkeit binden – insbesondere Urea, Aminosäuren und Milchsäure.Epidermalen Lipiden wie Ceramiden, Fettsäuren und Cholesterin, die für eine gesunde Hautbarriere benötigt werden.Dadurch kann die Barrierefunktion beeinträchtigt werden. Weitere Informationen zu trockener Haut. Weitere Informationen zur Ursache und Pflege trockener Hände.Die verschiedenen Formen trockener Haut Die Merkmale trockener Haut reichen von „etwas trockener als normal“ über „sehr trocken“ bis „extrem trocken“. In der Regel unterscheiden sich die Formen so:Innere und äußere Faktoren können den Feuchtigkeitshaushalt der Haut stören.Die Fußsohlen werden schnell trocken und rissig. Trockene HautLeicht trockene Haut kann spannen, sich rau anfühlen und stumpf aussehen. Auch ist die Haut weniger elastisch. Sehr trockene HautWenn trockene Haut nicht behandelt wird, können folgende Symptome auftreten: stellenweise leicht schuppig sichtbar rau und fleckig (manchmal sieht die Haut vorzeitig gealtert aus)Spannungsgefühleventuell auch JuckreizTrockene Haut reagiert schneller mit Irritationen und Rötungen, auch das Infektionsrisiko ist höher. Weitere Informationen unter Trockene Haut. Extrem trockene HautBestimmte Körperteile – besonders Hände, Füße, Ellbogen und Knie – neigen zu: RauigkeitRissen, häufig auch in Form von Schrunden(Rhagaden)SchwielenSchuppenhäufigem JuckreizExtrem trockene Haut betrifft häufig ältere Menschen, oder wenn die Haut an den Händen stark ausgetrocknet ist. Weitere Informationen unter raue und rissige Hände.
  • Hauttyp -Fettige Haut Fettige Haut Fettige Haut – was bedeutet das? Der Begriff „fettig“ wird für einen Hauttyp verwendet, bei dem verstärkt Talg gebildet wird. Die übermäßige Talgproduktion wird Seborrhö genannt.Die Ursachen fettiger Haut Fettige Haut neigt zu Unreinheiten. Für eine übermäßige Talgproduktion gibt es mehrere Auslöser: genetische FaktorenHormonveränderungen und -störungenMedikamenteStresskomedogene Kosmetika (Make-up, das Irritationen hervorruft)Die verschiedenen Formen fettiger Haut Ein Merkmal fettiger Haut sind sichtbare, vergrößerte Poren.Aknesymptome zeigen sich häufig in der T-Zone, besonders in der Pubertät. Fettige Haut weist folgende Merkmale auf: vergrößerte, deutlich sichtbare PorenGlanzdickere, blasse Haut: Blutgefäße sind evtl. nicht sichtbarFettige Haut neigt zu Komedonen (Mitessern) und verschiedenen Formen der Akne. Bei einer leichten Akne treten im Gesicht eine große Anzahl an Komedonen auf, häufig auch am Hals, an den Schultern, auf dem Rücken und im Brustbereich. Bei mittelschweren oder schweren Fällen bilden sich Papeln (kleine Knötchen ohne sichtbaren Pfropf) und Pusteln (mittelgroße weißlich-gelbe Eiterbläschen) und die Haut ist rot und entzündet. Weitere Informationen unter Akne.
  • Hauttyp -Mischhaut Mischhaut Mischhaut – was bedeutet das? Eine fettige T-Zone (Stirn, Nase und Kinn) und trockenere Wangen deuten auf die sogenannte Mischhaut hin.Bei Mischhaut weist die Haut in der T-Zone und an den Wangen unterschiedliche Merkmale auf. Die Ausdehnung der sogenannten T-Zone kann sehr unterschiedlich sein – von einem sehr schmalen Streifen bis zu einem ausgedehnten Bereich. Mischhaut weist folgende Merkmale auf: eine fettige T-Zone (Stirn, Nase und Kinn) vergrößerte Poren in der T-Zone, eventuell auch Unreinheitennormale bis trockene WangenDie Ursachen einer Mischhaut Die fettigeren Partien einer Mischhaut werden durch eine übermäßige Talgproduktion verursacht, die trockeneren Partien durch eine verminderte Talgdrüsenfunktion und den daraus resultierenden Lipidmangel.
  • Das Hautalter -Zwischen 20-45 Jahren Dein Hautalter bis Anfang 20Bis Anfang 20 ist Deine Haut im Optimalfall jung, elastisch, glatt und strapazierfähig. Außerdem sollte Deine junge Haut gut Feuchtigkeit aufnehmen sowie speichern können. Dies ist jedoch auch von deinem Hauttyp abhängig und kann variieren. Dein Hautalter von Anfang 20 bis Anfang 30In diesem Alter können sich bereits erste Anzeichen der Hautalterung bemerkbar machen, da die Haut weniger gut durchblutet wird und die Zellerneuerung abnimmt. Die Folgen sind eine weniger feuchte Haut und eine erhöhte Gefahr von ersten kleinen Falten im Gesicht. Neigst du zu trockener Haut, ist es hierbei besonders empfehlenswert, stark auf ausreichend feuchtigkeitsspendende Anti-Aging Cremes oder Seren mit Hyaluronsäure zurückgreifen. Zudem solltest Du Dich täglich vor der Einwirkung von UV-Strahlen auf der Haut schützen. Dein Hautalter von Anfang 30 bis Anfang 40In diesem Lebensabschnitt sind die Anzeichen deines Hautalters sind schon leichter erkennbar. Deine Kollagen- und Elastinproduktion nimmt stetig weiter ab, was dazu führt, dass Dein Gesicht von nun an sichtbarer altert. Sofern nicht ausreichend vorgebeugt wurde, können sich die Folgen von schädigenden UV-Strahlen bemerkbar machen und zu Verfärbungen oder Pigmentflecken führen. Die Dehydration der Haut schreitet voran und ein Lipidmangel ist erkennbar anhand der rauen Oberfläche Deiner Haut. Spätestens jetzt solltest Du mit Deiner Anti-Aging Pflegeroutine beginnen.  Dein Hautalter ab 45+Mit Mitte 40 sinkt sowohl beim Mann als auch bei der Frau der Hormonspiegel, was sich negativ auf die Hautqualität und die Hautdurchblutung auswirkt. Darüber hinaus wird die Konzentration von weiblichen Geschlechtshormonen wie Progesteron niedriger. Die Folge ist die Zunahme von Enzymen, die den Kollagenabbau begünstigen. Mit der Abnahme von Östrogenen bei der Frau, etwa mit Beginn der Menopause Anfang 50, fehlt es der Haut weiter an Spannkraft. Es wird weniger Wasser unter der Haut gelagert und es treten tiefe Falten im Mundwinkel, den Augenpartien (Krähenfüße) und auf Stirn auf. Auch beim Mann führt die verringerte Produktion männlicher Geschlechtshormone (Androgene), zur Veränderung der Hautqualität. Denn unter anderem wird die Talgdrüsenstimulation durch das verringerte Vorkommen des Hormons gestört. Dadurch wird die Männerhaut rauer und weniger elastisch. Mit fortschreitendem Alter lässt auch beim Mann die Muskelstärke in der Lederhaut nach - die Haut wird insgesamt schlaffer. Es kann dann zu tiefen Gesichtszügen sowie Wangensenkungen (Sagging-Effect) kommen. Sowohl für den Mann als auch für Die Frau empfehlen wir daher unsere Anti-Aging-Creme mit LSF 20.
  • Wie wird die Körpertemperatur geregelt und was ist Fieber? -Kurze Gedanken Wie wird die Körpertemperatur geregelt und was ist Fieber? Ein gesunder Körper funktioniert optimal, wenn seine Temperatur im Inneren etwa 37° C beträgt. Allerdings hat jeder seine persönliche „normale“ Körpertemperatur, die etwas höher oder niedriger liegen kann. Hinzu kommt, dass der Organismus seine Temperatur ständig an die Umweltbedingungen anpasst: Wenn man Sport treibt, steigt sie zum Beispiel an. Außerdem ist sie nachts niedriger als am Tag und am späten Nachmittag höher als morgens.
  • Wie wird die Temperatur gesteuert? Wie wird die Temperatur gesteuert? Die Temperatur im Körperinneren wird von einem Teil des Gehirns geregelt, dem Hypothalamus. Der Hypothalamus überprüft die aktuelle Temperatur und vergleicht sie mit der normalen von etwa 37° C. Ist die Körperinnentemperatur zu niedrig, sorgt er dafür, dass der Körper Wärme bildet und diese hält. Ist die aktuelle Körpertemperatur dagegen zu hoch, wird Wärme abgegeben oder Schweiß produziert, der die Haut abkühlt. Mit „Körpertemperatur“ ist genau genommen die Temperatur im Hypothalamus und in lebenswichtigen inneren Organen gemeint. Da es von außen nicht möglich ist, sie zu ermitteln, misst man die Körpertemperatur an anderen Körperstellen, die leichter zugänglich sind. Solche Messungen sind aber immer etwas ungenau.
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  • Wie entsteht Fieber? Wie entsteht Fieber? Fieber entsteht, wenn das Gehirn die Körpertemperatur höher als normal einstellt. Dies wird durch Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien ausgelöst, aber auch durch körpereigene Stoffe wie Prostaglandine. Sie werden gebildet, um die Krankheitserreger zu bekämpfen. Man spricht bei Erwachsenen von Fieber, wenn die Temperatur im Körperinneren auf 38° C oder mehr ansteigt. Als hohes Fieber gilt eine Temperatur ab 39,5° C, als sehr hohes eine Temperatur von 41° C. Eine Körpertemperatur zwischen 37,5 und 38° C wird als „erhöhte Temperatur“ bezeichnet. Bei Kindern spricht man ab einer Körpertemperatur von 38,5 Grad Celsius (°C) von Fieber, bei Säuglingen unter drei Monaten schon ab 38,0 °C. Bei kleinen Kindern funktioniert die Temperaturregelung noch nicht immer einwandfrei, zudem schwitzen sie bei Wärme weniger und auch später als ältere Kinder und Erwachsene. Sie reagieren deshalb schneller mit Fieber. Babys und jüngere Kinder haben eine höhere Körpertemperatur als ältere Kinder. Das liegt daran, dass ihre Körperoberfläche im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht größer und ihr Stoffwechsel aktiver ist. Neugeborene haben normalerweise eine Körpertemperatur zwischen 36,5 und 37,5° C.
  • Körpertemperatur: Normalwerte und Abweichungen Körpertemperatur: Normalwerte und Abweichungen Bei einem gesunden Erwachsenen liegt die normale Körperkerntemperatur bei ca. 36,5 bis 37,4 °C.4 Diese kann allerdings je nach Tageszeit, Aktivität, Gesundheitszustand oder hormonellem Zustand (Zyklus bei der Frau) zeitweilig abweichen.5 Bei großer Hitzeeinwirkung, körperlicher Arbeit und Sport etwa kann die Körperkerntemperatur auf etwa 38 °C bis 39 °C ansteigen. Dieser Temperaturanstieg ist normal und ermöglicht eine höhere Leistungsfähigkeit des Körpers bei gleichzeitig höherem Energieverbrauch.6 In einigen Organen sind die Temperaturen höher als die durchschnittlich normale Körperkerntemperatur. So beträgt bspw. die Temperatur im Herzen ca. 38,8°C. In der Leber ist diese sogar noch höher.7
  • Die Thermoregulation Thermoregulation Der Mensch ist ein homoiothermes d.h. gleichwarmes Säugetier. Dies bedeutet, dass die Körpertemperatur trotz äußerer Wärme- oder Kältebelastung konstant gehalten wird. Die Aufrechterhaltung der konstanten Körpertemperatur ist essentiell für die Erhaltung des menschlichen Stoffwechsels. Bereits kleine Abweichungen können erhebliche Veränderungen im Körper herbeiführen. So kommt der Stoffwechsel zum erliegen wenn die Körpertemperatur zu niedrig ist. Dagegen werden lebensnotwendige Proteine bei zu hohen Temperaturen zerstört.8 Bewerkstelligt wird die Konstanthaltung der Körperkerntemperatur durch die Fähigkeit der Thermoregulation, bei der ein Gleichgewicht von Wärmeproduktion und Wärmeabgabe herrscht: Wenn die Umgebungstemperatur des Körpers sinkt, wird die körpereigene Wärmeproduktion angekurbelt oder der Wärmeverlust gesenkt. Dies geschieht bspw. durch willkürliche Muskelarbeit (bewegen, laufen), unwillkürliche Muskelaktivität (zittern), Regulation der Hautdurchblutung (Zusammenziehen der Gefäße) oder Verhaltensänderung (warme Kleidung anziehen oder Heizung aufdrehen).Wenn die Umgebungstemperatur steigt, wird überschüssige Wärme durch Konduktion (Abgabe von Wärme über die Haut bei direktem Kontakt mit einem anderen Material), Konvektion (Übertragung von Wärme auf ein Medium in Bewegung, meist Luft), Wärmestrahlung und Verdunstung (schwitzen) abgegeben. Bei der Wärmestrahlung (Infrarotstrahlung) gibt der Körper kontinuierlich Energie an seine Umgebung ab, wobei das Ausmaß hauptsächlich von der Temperaturdifferenz abhängt. Ca. 60 % der Wärme verlässt den menschlichen Körper mittels Wärmestrahlung. Die Verdunstung bildet bei Umgebungstemperaturen von über 36 °C die einzige Möglichkeit der Wärmeabgabe, ist jedoch von der Differenz der Wasserdampf-Partialdrücke abhängig. Bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit ist somit kein „richtiges Schwitzen“ mehr möglich.Als zentrale “Schaltstelle” bzw. Regler für die Körperkerntemperatur dient der Hypothalamus im Zwischenhirn. Über Temperaturfühler (Thermorezeptoren) im Hypothalamus und in den peripheren Körperbereichen kann die aktuelle Temperatur “gemessen” werden (Istwert). Diese wird mit dem Sollwert des Körpers abgeglichen. Weichen Ist- und Sollwert voneinander ab, finden die – je nach Bedingung – oben genannten Regulationsmechanismen zum Temperaturausgleich statt.9 10 Die Umgebungstemperatur, bei der sich ein unbekleideter Erwachsener noch wohl fühlt, d.h. ihm nicht zu kalt und nicht zu warm ist, wird als thermoneutrale Zone oder “Behaglichkeitsbereich” bezeichnet und liegt bei etwa 27 °C bis 32 °C.
  • Körpertemperatur zu hoch Körpertemperatur zu hoch Von einer erhöhten Körpertemperatur spricht man ab einem Wert von 37,5 °C bis 38,4 °C. Ab ca. 38,5 °C wird von Fieber gesprochen. Eine Erhöhung der Körperkerntemperatur kann durch verschiedene Faktoren entstehen (siehe “Was beeinflusst die Körpertemperatur?”). Eine Körpertemperatur von über 42,6 °C ist tödlich, da ab diesem Wert Organ- und Gewebeschäden auftreten.
  • Hyperthermie HyperthermieVon einer Hyperthermie wird gesprochen, wenn die Körperkerntemperatur über 37,5 °C steigt. Es findet hierbei keine Sollwerterhöhung der Körperkerntemperatur statt, d.h. es wird entgegen der körpereigenen Thermoregulation gearbeitet (anders als dies bei Fieber der Fall ist). Die Ursachen können sein: genetisch bedingte Defekte (Maligne Hyperthermie),kurzzeitige Wärmeentwicklungen aufgrund von Flüssigkeitsmangel bei Neugeborenen (Transitorische Hyperthermie),Störungen des Thermoregulationszentrums (Zentrale Hyperthermie),eine fehlende Möglichkeit der Wärmeabgabe (Hitzschlag) odereine künstliche Hyperthermie im Rahmen einer Krebsbehandlung.I.d.R. tritt Hyperthermie bei hoher körperlicher Leistung in heißer Umgebung auf, bei nur äußerlicher Wärmebelastung ohne körperliche Arbeit dagegen eher selten. Eine Hyperthermie äußert sich neben einer erhöhten Körpertemperatur durch Symptome, wie eine gerötete, überwärmte, anfangs meist trockene Haut, eine erhöhte Atemfrequenz, Herzrasen (Tachykardie) und manchmal durch Bewusstseinsveränderungen. Selten treten Krampfanfälle oder Fieberkrämpfe als Folgeerscheinung auf.
  • Hitzschlag Hitzschlag Bei einem Hitzschlag findet eine Überwärmung des Körpers statt, während eine ausreichende Wärmeabgabe nicht mehr möglich ist. Durch alleiniges Schwitzen kann die Überwärmung daher nicht genügend kompensiert werden. In Folge dessen wird die Funktion des Herz-Kreislaufsystems gestört. Schwere Folgeschäden können lebensgefährliche Hirnödeme und Multiorganversagen sein.16
  • Fieber: Ab wann hat man Fieber? Fieber: Ab wann hat man Fieber? Bei einer Körperkerntemperatur über ca. 38,5 °C17 spricht man von Fieber (Pyrexie). Hierbei findet eine Erhöhung der Körpertemperatur als Folge einer Sollwertverstellung des Thermoregulationszentrums statt, d.h. der Körper “beabsichtigt” eine Erhöhung der Körperkerntemperatur. Die Wärmeproduktion ist erhöht und gleichzeitig wird die Wärmeabgabe konstant gehalten oder reduziert. In vielen Fällen findet Fieber aufgrund einer Immunreaktion des Körpers statt (bspw. zur Abwehr von Grippeviren). So ist die Aktivität vieler Immunzellen bei einer gesteigerten Temperatur erhöht. Gleichzeitig wird das Wachstum einiger Erreger gehemmt. Steigt das Fieber allerdings auf über 41 °C, kann es zur Zerstörung körpereigener Eiweiße (Denaturierung) und zu Störungen der Blutgerinnung kommen.18 Ab wann von Fieber gesprochen werden kann, hängt u.a. vom Messort und Messzeitpunkt ab. Bei einem gesunden Erwachsenen liegt die oral gemessene mittlere Normaltemperatur bei 36,4 bis 37,7 °C. Morgens ist die Temperatur am niedrigsten (maximal 37,2 °C) und nachmittags bis Abends höher (maximal 37,7 °C). Ableitend von diesen Werten kann bei einer morgens oder nachmittags oral gemessen Temperatur von über 37,2 °C bzw. über 37,7 °C von subfebriler Temperatur gesprochen werden.
  • Temperaturbereiche und Messorte Abhängig von der Temperatur werden verschiedene Höhen von Fieber unterschieden: Temperaturbereich 36,5 °C – 37,4 °CNormaltemperatur 37,5 °C – 38,0 °CSubfebrile Temperatur 38,1 °C – 38,5 °CLeichtes Fieber 38,6 °C – 39,0 °CMäßiges Fieber 39,1 °C – 39,9 °CHohes Fieber 40,0 °C – 42,0 °CSehr hohes Fieber Referenzwerte Fieber, abhängig vom Messort: After (rektal)Über 38,1 °C Mund (ora, sublingual)Über 37,6 °C Achsel (axillär)Über 37,6 °C Ohr (aurikulär)Über 37,6 °C Es wird zwischen verschiedenen Fierbarten unterschieden: Infektiöses FieberResorptionsfieberZentrales FieberDurstfieberToxisches FieberDreitagefieberFieber unbekannter Ursache Der Fieberverlauf ist i.d.R. gekennzeichnet durch: FieberanstiegFieberhöheFieberabfall Eine abgeschwächte Fieberreaktion kann bei Neugeborenen und älteren Personen stattfinden. Auch bei Patienten, die eine chronische Leber- oder Niereninsuffizienz haben oder Glukokortikoide oder andere antipyretische Medikamente einnehmen, kann die Fieberreaktion schwächer ausfallen
  • Körpertemperatur zu niedrig Von einer zu niedrigen Körperkerntemperatur spricht man ab einem Wert von unter 35 °C. Eine Verringerung der Körperkerntemperatur kann durch verschiedene Faktoren entstehen (siehe „Was beeinflusst die Körpertemperatur?”). Eine Körpertemperatur von unter 27 °C kann tödlich verlaufen.
  • Unterkühlung (Hypothermie) Unterkühlung (Hypothermie) Von einer Hypothermie wird bei einem Abfall der Körperkerntemperatur von unter 35 °C gesprochen.29 Eine lokal begrenzte Hypothermie bspw. an Händen oder Füßen kann Erfrierungen verursachen. Findet eine generelle Unterkühlung des gesamten Körpers statt, kann es zu schweren Gesundheitsschäden bis hin zum Tod durch Erfrieren kommen. Abhängig von der Temperatur und den einhergehenden Symptomen, werden vier Stadien der Hypothermie unterschieden: Abwehrstadium (Exzitation), 35-32°C: Kein Bewusstseinsverlust, aber Unruhe; Muskelzittern; Hyperventilation; Bluthochdruck; Herzrasen.Erschöpfungsstadium (Adynamie), 32-30°C: Teilnahmslosigkeit und Verwirrung; arrhythmische und flache Atmung; verlangsamter Herzschlag und verringerter Blutdruck; zunehmende Erstarrung der Muskeln und Gelenke.Lähmungsstadium (Paralyse) , 30-27°C: Bewusstlosigkeit; Mydriasis (Weitstellung der Pupillen); flache Atmung; extreme Verlangsamung des Herzschlags, niedriger Blutdruck.Scheintod (Vita reducta), unter 27°C: Tiefe Bewusstlosigkeit mit geweiteten lichtstarren Pupillen; evtl. Atemstillstand; Herz: Kammerflimmern oder Aussetzer der Herzaktionen.30Die Ursachen einer Hypothermie sind vielfältig. So kann ein nicht vollständig funktionierendes Wärmeregulationssystem für die starke Verringerung der Körpertemperatur verantwortlich sein (bspw. ausgelöst durch Verbrennungen, Querschnittverletzung, Hirnschädigung, Vergiftung). Auch wenn bei längerem Aufenthalt in einer kalten und/oder nassen Umgebung keine bewusste Verhaltensänderung stattfindet (Ort wechseln, warme Kleidung anziehen), kann es zu einer Hypothermie kommen. Daneben können weitere Ursachen vorliegen: Unterernährung, verminderter Stoffwechsel, Krankheit oder Verletzung, verminderte bis keine Fähigkeit mithilfe von Kältezittern Wärme zu produzieren, Gefäßerweiterungen (Vasodilatation), Schwitzen in kalter Umgebung sowie große Flüssigkeits- bzw. Blutverluste (bspw. während einer OP).31 Eine bewusst herbeigeführte Hypothermie findet für bestimmte Operationen bspw. am Gehirn, Herz und an der Aorta sowie in der Notfall- und Intensivmedizin statt, indem die Körpertemperatur für eine gewisse Zeit gezielt abgesenkt wird.32
  • Körpertemperatur im Tages-Verlauf Basaltemperatur: Körpertemperatur morgens Die Basaltemperatur, auch Aufwachtemperatur, beschreibt die individuelle minimale Körperkerntemperatur im Ruhezustand während des Schlafs. Um die Basaltemperatur erfassen zu können, wird sie morgens direkt nach dem Aufwachen gemessen. Bei Frauen schwankt die Basaltemperatur je nach Stand des Fruchtbarkeitszyklus (siehe “Körpertemperatur bei Frauen”). Körpertemperatur nachts / im SchlafWährend des Schlafs sinkt die Körpertemperatur ab und erreicht in den frühen Morgenstunden ihr individuelles Minimum (siehe “Basaltemperatur”). Im Schlaf werden verschiedene Phasen durchlaufen. Befinden wir uns im sogenannten REM-Schlaf (REM = rapid eye movement) bzw. “Traumschlaf”, ist unser Körper sehr aktiv. Wie eine 2019 veröffentlichte Studie herausfand, sind wir in dieser Phase allerdings unfähig unsere Körpertemperatur zu regulieren. Die Forscher stellten fest, dass der REM-Schlaf zunimmt, wenn die Raumtemperatur warm und angenehm ist. Spezielle Nervenzellen im Hypothalamus scheinen der Studie zufolge den REM-Schlaf dann zu steigern, wenn die Raumtemperatur „genau richtig“ und somit der Bedarf an einer Thermoregulierung des Körpers am geringsten ist.36
  • Körpertemperatur bei Babys Körpertemperatur bei Babys Gesunde Babys und Kinder haben i.d.R. eine Körperkerntemperatur zwischen 36,5 und 37,5 °C. Trotz des relativ hohen Anteils an braunem Fettgewebe, das für die Wärmeerzeugung verbrannt wird, kühlen Neugeborene wesentlich schneller aus als Kinder und Erwachsene. Sie können noch kein Muskelzittern erzeugen und sind daher nur eingeschränkt in der Lage, ihre Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Daneben ist ihre Körperoberfläche im Verhältnis zum Körpervolumen sehr groß, sodass sie schnell Körperwärme verlieren. Das Unterhautfettgewebe isoliert den Körper von Säuglingen nur unzureichend. Neben einer zu kalten Umgebungstemperatur können verschiedene Erkrankungen dazu führen, dass die Körpertemperatur des Babys absinkt.
  • Körpertemperatur im Alter Körpertemperatur im Alter Mit zunehmendem Alter nimmt die Körpertemperatur eines Menschen ab. Alle zehn Lebensjahren sinkt sie um etwa 0,1 bis 0,15 °C ab. Hierfür ist u.a. die reduzierte Ausschüttung von Pyrogenen (Fieber erzeugende Stoffe) sowie eine Abnahme der Thermoregulation verantwortlich. Aus diesem Grund weisen ältere Menschen häufig bei selbst schweren Infektionserkrankungen keine deutlich erhöhten Temperaturwerte mehr auf. Ca. 30% entwickeln kein Fieber mehr, obwohl eine starke Infektion vorliegt.40
  • Körpertemperatur bei Frauen Körpertemperatur bei Frauen Die Körperkerntemperatur von Frauen im gebärfähigen Alter hängt von ihrem Menstruationszyklus ab. So ist die Temperatur in der zweiten Zyklushälfte (nach dem Eisprung) aufgrund des Hormons Progesterons um ca. 0,4 °C erhöht und sinkt mit Einsetzen der Periode wieder auf das individuelle normale Niveau ab. Der thermogenetische Effekt des Progesterons erlaubt es somit die fruchtbaren Tage mittels Messung der Basaltemperatur zu ermitteln.41 42
  • Körpertemperatur bei Hitze Körpertemperatur bei Hitze Bei Hitze weiten sich zur besseren Wärmeabgabe die Blutgefäße, vor allem die Haut wird stärker durchblutet. Hierdurch sinkt der Blutdruck. Dieser Effekt führt im schlimmsten Fall dazu, dass das Herz den Körper und das Gehirn nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgen kann. In Folge dessen kann es zu einem Hitzekollaps kommen. Neben der Weitung der Gefäße produziert der Körper vermehrt Schweiß, um Wärme über Verdunstung abzugeben. Doch auch hier kann es gefährlich für die Gesundheit werden, wenn der Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust nicht mehr mit ausreichendem Trinken ausgeglichen wird. Die verschiedenen Wärmeabgabemechanismen hängen von der Umgebungstemperatur bzw. ihrer Differenz zu der Körperschalentemperatur ab. Bei Lufttemperaturen über ca. 26 bis 30 °C kann keine Wärmeabgabe mehr über Konduktion, Konvektion und Wärmestrahlung stattfinden (siehe auch “Exkurs: Thermoregulation”). In diesem Fall ist die Bildung von Schweiß die einzige Möglichkeit für den Körper überschüssige Wärme abzugeben. Da diese Form der Wärmeabgabe jedoch von der Luftfeuchtigkeit abhängt, stößt sie bei sehr hohen Werten (über 60%) ebenfalls an ihre Grenzen.
  • Körpertemperatur beim Sport Körpertemperatur beim Sport Beim Sport und anderen körperlichen Belastungen produziert die Skelettmuskulatur sehr viel Wärmeenergie. Die Muskeln selbst benötigen allerdings von dieser Wärmeenergie nur einen kleinen Teil. Der Rest steht als Körperwärme zur Verfügung, die mithilfe der verschiedenen Mechanismen im Rahmen der Thermoregulation wieder abgegeben wird. Bei Lufttemperaturen über 26 bis 30 °C kann dies hauptsächlich nur noch über die vermehrte Produktion von Schweiß und der damit einhergehenden Verdunstung.
  • Körpertemperatur nach dem Essen Körpertemperatur nach dem Essen Der Großteil der Wärmeenergie im menschlichen Körper entsteht durch die „Abwärme“, die bei Stoffwechselvorgängen – also der Aufnahme und Verdauung von Nahrung – freigesetzt wird. Aus diesem Grund können Mahlzeiten zu einer (temporären) Erhöhung der Körpertemperatur führen. Dies ist insbesondere bei Mahlzeiten mit großen Kalorienmengen der Fall, da bei der Spaltung der Nährstoffe viel Wärmeenergie entsteht.
  • Einfluss von Krankheiten auf die Körpertemperatur Einfluss von Krankheiten auf die Körpertemperatur Viele verschiedene Krankheiten können sich in Form einer erhöhten Körpertemperatur oder Fieber äußern. Hierzu zählen u.a. Verschiedene Infektionen / InfektionskrankheitenNierenbeckenentzündungHerzklappenentzündungTuberkuloseTumore des Immunsystems, Magen-Darm-Traktes oder der NierenErkrankungen des BindegewebesEntzündungen der BlutgefäßeRheumatologische ErkrankungenColitis ulcerosaMorbus CrohnChronische oder alkoholbedingte HepatitisSchilddrüsen- oder BauchspeicheldrüsenentzündungHormonstörungenErkrankungen des NervensystemsAllergienThrombose
  • Messmethoden: Wie wird die Körpertemperatur gemessen? Messmethoden: Wie wird die Körpertemperatur gemessen? Grundsätzlich kann bei Thermometern, die zur Körpertemperaturmessung verwendet werden, zwischen Kontaktthermometern und kontakt- bzw. berührungslosen Thermometern unterschieden werden. Während für lange Zeit noch die Messung der Körpertemperatur mit einem Quecksilberthermometer (Ausdehnungsthermometer) zum Standard zählte, werden heute zunehmend elektronische Thermometer oder solche mit Infrarotsensorik verwendet. Kontaktthermometer Elektronische Thermometer messen mit Thermistoren und Thermoelementen. Sie weisen eine sehr hohe Genauigkeit von ± 0,1 °C auf. Solche Thermometer bestehen aus einem Gehäuse, das gut Wärme leitet und in dem sich der entsprechende Sensor befindet. Elektronische Thermometer mit Thermoelementen können für die Körpertemperaturmessung an verschiedenen Körperstellen, auch invasiv, verwendet werden. Die Anzeige der gemessenen Körpertemperatur erfolgt i.d.R. über ein kleines digitales Display.Für die invasive Messung der Körperkerntemperatur bspw. während Operationen im Krankenhaus kommen Kontaktthermometer mit Thermistoren oder Thermoelementen häufig in Kathetern und Sonden zum Einsatz.59 Bei Flüssigkristallthermometern werden thermochrome Flüssigkristalle verwendet, die je nach Temperatur ihre Farbe ändern. Bei solchen Thermometern werden lediglich grobe Temperaturskalen angezeigt.60 Daneben gibt es Thermometer, die die Temperatur über den Wärmefluss messen. Dabei wird ein Teil der Haut oder des Gewebes so weit isoliert, dass keine Körperwärme mehr an die Umgebung abstrahlen kann. Auf diese Weise bildet sich ein “isothermer Tunnel” (gleichbleibende Temperatur) dessen Temperatur der Körperkerntemperatur entspricht. Kontaktlose Thermometer: Infrarotthermometer Eine kontakt- oder berührungslose Temperaturmessung ist mit Infrarotthermometern möglich. Bei solchen Thermometern wird die Infrarotstrahlung gemessen, die von Materialien und Objekten abgegeben wird. In der grundlegendsten Bauweise bündelt eine Linse die Schwarzkörperstrahlung, die von einem Objekt ausgeht, auf einen Detektor, der die Energie wiederum in ein elektrisches Signal umwandelt. Infrarotthermometer werden heute i.d.R. in Form von Ohr- oder Stirnthermometern eingesetzt
  • Messorte: Wo wird die Körpertemperatur gemessen? Messorte: Wo wird die Körpertemperatur gemessen? Abhängig davon, an welcher Körperstelle die Temperatur gemessen wird, erhält man unterschiedlich hohe Werte. Direkt lässt sich die Körperkerntemperatur u.a. an folgenden Orten messen: Rektum, Harnblase und Speiseröhre. Auch eine Messung mittels Infrarotsensor am Trommelfell im Ohr spiegelt die Körperkerntemperatur wider. Die Messung unter der Achsel dagegen liefert meist 0,5°C bis 1°C niedrigere Werte als die rektale Messung. Auch die im Mund gemessene Temperatur liegt meist 0,4 °C unter der rektal gemessenen. Je nach verwendetem Gerät bzw. Thermometer kann die Messung der Körpertemperatur an verschiedenen Messorten erfolgen: im Rektum (rektal)in der Achselhöhle (axillär)im Mund (oral): sublingual (unter der Zunge) vs. bukkal (zur Wange hinweisend)im Ohr bzw. äußerem Gehörgang (aurikulär)an der Stirn (Temporalarterie)vaginalIn der Intensivmedizin und -pflege stehen weitere Messorte zur Verfügung. Hierbei können je nach Messmethode die Temperaturen der verschiedenen Organe und des Blutes gemessen werden:7071 Nasopharynxsonde (Nasenrachenraum)Ösophagussonde (Speiseröhre)Harnblasenkatheter (häufig in der Intensivmedizin, bspw. während Operationen)Pulmonaliskatheter (über die Lungenarterien, Temperatur des Blutes)Rektalsonde (Rektum)Hautthermometer (Temperatur der Haut) Die verschiedenen Messmethoden lassen sich neben dem Messort allein auch abhängig von ihrer Invasivität unterscheiden: Nichtinvasiv: Temperaturmessungen, die über die Haut erfolgen.Wenig invasiv: Bei diesen Temperaturmessungen wird das Thermometer in eine natürliche Körperöffnung eingeführt, ohne dass es für den Patienten mit großen Komfortbeeinträchtigungen verbunden ist (Mund, Ohr, Rektum).Invasiv: Diese Temperaturmessung findet über eine Körperöffnung mit Komfortbeeinträchtigung des Patienten (Ösophagus, Harnblase, Nasopharynx), direkt im Körpergewebe (Nadelsonden) oder im Blutgefäßsystem (z. B. Pulmonaliskatheter) statt. Die genauesten Messergebnisse lassen sich mit diesen Verfahren erzielen.