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Lernfeld 2 (Subject) / information,Anleiten,Demenz,Bewegung,Haftung,Prophylaxen, (Lesson)
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- Die Thromboseprophylaxe -Thrombus Ein Thrombus ist ein durch intravasale Gerinnung im Blutkreislauf entstandenes Blutgerinnsel. Ein extravasales Blutgerinnsel bezeichnet man demgegenüber als Koagel.
- Die Thromboseprophylaxe -Phlebothrombose Definition (TVT)Tiefe Beinvenenthrombose Unter dem Begriff Phlebothrombose versteht man einen thrombotischen Verschluss tiefer Venen, der mit der Gefahr einer Lungenembolie oder der Entwicklung einer chronisch venösen Insuffizienz einhergeht. Die Phlebothrombose ist ein häufiges Krankheitsbild. Da viele tiefe Thrombosen stumm verlaufen und erst Jahre später diagnostiziert werden, kann über die wahre Häufigkeit nur schwer eine Aussage gemacht werden. Die Unterschenkelregion, meistens links, ist Prädilektionsstelle. Wie bei allen Thrombosen ist auch bei der Phlebothrombose die Kombination aus Verlangsamung der Strömungsgeschwindigkeit, Wandveränderungen und Blutgerinnungsstörung (sogenannte Virchow-Trias) entscheidend. Immobilisierung des Patienten oder Traumatisierung der Vene führen zur Stase. Beschädigung der Gefäßwand beruhen auf Verletzungen, Operationen oder Entzündungen. Als Ursache für die Gerinnungsstörung kommen hämatologische und neoplastische Erkrankungen in Frage. Patienten, die sich einem chirurgischen Eingriff im Bauch- oder Beckenbereich unterziehen mussten, sind in der postoperativen Phase besonders gefährdet, eine Phlebothrombose zu entwickeln. Auch bei Wöchnerinnen ist das Risiko erhöht.
- Die Thromboseprophylaxe -Embolus Als Embolus bezeichnet man einen über die Blutbahn verschleppten Pfropf, der im Blut nicht löslich ist. -feste Emboli (Blutgerinnsel, Gewebe, Parasiten, Tumorzellen),-flüssige Emboli (Fetttropfen, Fruchtwasser) und-gasförmige Emboli (Luftblasen).
- Die Thromboseprophylaxe -Thrombophlebitis Definition: Als Thrombophlebitis bezeichnen Mediziner Entzündungen einer oberflächlichen Vene, bei denen sich ein Blutpfropfen (Thrombus) im betroffenen Gefäß bildet. Der Wortteil „phlebitis“ steht für entzündete Vene. Symptome: Kennzeichen der Thrombophlebitis sind Erwärmung, Rötung und leichte Schwellung an der entzündeten Stelle. Begleitend treten meist stechende Schmerzen auf. Ursachen: Häufigste Ursachen einer Thrombophlebitis sind Entzündungen, die an Krampfadern oder Venenverweilkanülen entstehen. Behandlung: Die Behandlung richtet sich nach der Lage der betroffenen Vene. In den meisten Fällen gelingt es, den Thrombus durch blutverdünnende Medikamente aufzulösen. Ist das nicht möglich, kann ein Gefäßverschluss auch durch einen ambulanten chirurgischen Eingriff (Inzision) entfernt werden. Um die Entzündung und Schmerzen zu lindern, werden entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac in Form von Salben oder Tabletten angewendet. Kühlung und Druckverbände sind weitere Mittel, um Thrombophlebitis zu behandeln. Hausmittel gegen Venenentzündung: Eine Thrombophlebitis lässt sich nicht mit Hausmitteln behandeln. Behandlungsmöglichkeiten sollten immer mit einem Arzt besprochen werden. Medikamente gegen Venenentzündung: Die Behandlung richtet sich nach der Lage der betroffenen Vene. Häufige Maßnahmen sind Kühlung, Druckverband, Entfernung der Thrombose und medikamentöse Blutverdünnung. Prognose: Eine Thrombophlebitis verläuft meist komplikationslos. Ohne Behandlung kann sie sich aber zu einer tiefen Venenthrombose oder einer Embolie weiterentwickeln.
- Die Thromboseprophylaxe -Lungenembolie Definition Was ist eine Lungenembolie?Bei einer Lungenembolie ist eines der Blutgefäße, das zur Lunge führt (Lungen-Arterie), verstopft. Ursache ist meist ein angeschwemmter Blut-Pfropf (Embolus). Dieser entstammt aus einer Vene, häufig aus der Bein- oder Becken-Vene. Bei einer Lungenembolie (Lungenarterienembolie) ist ein Blutgefäß der Lunge verstopft, meist durch ein Blutgerinnsel. Die Lunge wird dann weniger durchblutet. So gelangt nur nicht genug Sauerstoff ins Blut. Wichtige Anzeichen für eine Lungenembolie sind plötzliche Atemnot und Brustschmerzen. Mitunter kommt es zum Kreislauf-Kollaps. Eine Lungenembolie ist lebensbedrohlich. Die Häufigkeit einer Lungenembolie schwankt im Jahr zwischen 35 und 115 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Eine Lungenembolie ist eine der Hauptursachen, wenn Patienten im Krankenhaus sterben. Bei etwa ein bis zwei Prozent aller Krankenhauspatienten kommt es während eines Klinik-Aufenthaltes dazu. Vermutlich wird das verstopfte Gefäß oft nicht erkannt. Nur bei einem Viertel der durch eine Lungenembolie Verstorbenen, stand die Diagnose vor dem Tod fest.
- Die Thromboseprophylaxe -Symptome Lungenembolie: Symptome Art und Schwere der Lungenembolie-Symptome hängen von der Größe des erkrankten Lungen-Bereichs ab. Sehr kleine Lungenembolien verursachen manchmal keine Beschwerden. Meistens kommt es aber zu einer recht plötzlich einsetzenden Atemnot, die von Brustschmerzen begleitet wird. Eine ausgeprägte Lungenembolie führt mitunter zu einem Kreislauf-Zusammenbruch und endet im Extremfall tödlich. Klassische Symptome der LungenembolieDie Anzeichen einer Lungenembolie hängen davon ab, ob ein großes, zentrales Lungengefäß oder ein kleineres peripheres Lungengefäß betroffen ist (zentrale bzw. periphere Lungenembolie). Grundsätzlich sind bei einer Lungenembolie folgende Anzeichen möglich: Atemnot und/oder beschleunigte AtmungHerzrhythmus-Störungen (Herzrasen, Herzstolpern)Brustschmerzen (die ggf. zum Bauch oder zur Schulter hin ausstrahlen, ggf. auch Rückenschmerzen)Angst und Unruhe-GefühlHusten und/oder BluthustenRassel-Geräusche beim AtmenSchweißausbrücheSchwindel oder Ohnmachts-AnfallWenn sehr große Gefäße von der Embolie betroffen sind oder ein großes Areal der Lunge nicht mehr durchblutet wird, kommt es sehr rasch zum Kreislauf-Zusammenbruch in Form eines Schocks. Dabei ist der Blutdruck sehr niedrig. Das Herz versucht trotzdem, genügend Blut in alle Organe des Körpers zu pumpen, und schlägt daher schneller. Hände, Arme, Füße und Beine wirken kühl, da sie am wenigsten durchblutet werden. Manchmal verfärben sich die Lippen bläulich. Sind Betroffene bei Bewusstsein, empfinden sie oft Unruhe und/oder Angst. Ist ein großes Lungen-Areal betroffen, spricht man auch von einer fulminanten Lungenembolie.
- Die Thromboseprophylaxe -Lungenembolie Vorboten Vorboten einer Lungenembolie Bevor ein Blutgerinnsel eine Lungen-Arterie verstopft, lösen sich manchmal kleine Teile davon und wandern in kleinere Lungen-Gefäße. Dies verursacht mitunter bereits Symptome wie Brustschmerzen, eine pfeifende Atmung, Husten oder Ohnmacht. Werden die Betroffenen rasch behandelt, lässt sich oftmals eine größere und gefährlichere Lungenembolie noch verhindern. Mögliche Vorboten einer Lungenembolie sollte man deshalb unbedingt ernst nehmen. Das gilt besonders bei Atemnot und Brustschmerzen, wenn gleichzeitig eine Beinvenen-Thrombose vorliegt. Eine Lungenembolie droht, wenn Teile des Blutgerinnsels in tiefen Beinvenen vom Blut mitgerissen und in die Lunge geschwemmt werden. Bei einer Beinvenen-Thrombose ist das betroffene Bein oft schmerzhaft geschwollen, rötlich verfärbt und wärmer als das andere Bein. War der Patient zuvor nicht wie gewohnt mobil und vielleicht sogar bettlägerig, ist bereits ein gerötetes Bein ein Thrombose-Alarmzeichen. Typischerweise sind Patienten nach einer OP inaktiv(er), was die Gefahr einer Lungenembolie vergrößert. Denn ohne Bewegung haben es die Venen schwerer, den Blutfluss in Gang zu halten. Dann bilden sich leicht Blutgerinnsel. Durch Inaktivität und/oder Ruhigstellung einer Gliedmaße verlangsamt sich der Blutfluss. In der Folge steigt das Risiko, dass ein Blutgerinnsel entsteht und eine Lungenembolie auslöst!
- Die Thromboseprophylaxe -Ursachen Lungenembolie Lungenembolie Ursachen und RisikofaktorenWie entsteht eine Lungenembolie? Sie entsteht dadurch, dass ein blutzuführendes Gefäß der Lunge verstopft. Diese Verstopfung hat verschiedene Gründe. Lungenembolien durch BlutgerinnselIn den meisten Fällen ist die Lungenembolie die Folge eines Blutgerinnsels, das in einer Beinvene entstanden ist (Beinvenen-Thrombose) und mit dem Blutstrom in die Lunge geschwemmt wurde. Dass sich ein solches Gerinnsel im Bein ablöst, kann ganz banale Gründe haben. Manchmal passiert das einfach beim Aufstehen am Morgen. Auch das Pressen beim Stuhlgang oder plötzliche körperliche Anstrengung kann der Auslöser sein. Eine Lungenembolie entsteht, wenn sich ein Teil eines Blutgerinnsels löst und über das Herz in eine Lungenarterie gelangt. Das losgelöste Gerinnsel gelangt mit dem Venen-Blut zum rechten Herzen und wird von dort aus in die Lunge gepumpt. Da sich die Lungen-Arterien immer weiter verästeln und entsprechend schmaler werden, bleibt das Gerinnsel irgendwann stecken und blockiert das Gefäß an dieser Stelle.
- Die Thromboseprophylaxe -Risikofaktoren Risikofaktoren Bestimmte Risikofaktoren fördern die Entstehung einer Beinvenen-Thrombose, die dann ihrerseits eine Lungenembolie verursachen kann. Hierzu gehören: RauchenEinnahme der Anti-Baby-Pille oder Hormonersatztherapien (z.B. in den Wechseljahren)Bewegungseinschränkung (Bettlägerigkeit, Gips-Verbände)Krebs-Erkrankungen oder -BehandlungenOperationen (vor allem am Unterleib, Hüft- oder Kniegelenk)Übergewichtlängere FlugreisenHerz- und Lungen-ErkrankungenGerinnungs-Störungen des Bluteshöheres Lebensalter (ab 50 bis 60 Jahre)Thrombosen bei Familien-AngehörigenChronisch-venöse Insuffizienz, KrampfadernAuch eine Schwangerschaft und das Wochenbett bergen ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel, die dann den Blutstrom behindern - entweder an Ort und Stelle (z.B. in Form einen Beinvenenthrombose) oder anderswo im Gefäßsystem (z.B. im Rahmen einer Lungenembolie). Ein spezielles Risiko dafür besteht etwa nach künstlicher Befruchtung, bei einer Mehrlingsschwangerschaft sowie einer Präeklampsie. Häufiger ereignen sich gerinnselbedingte Gefäßverschlüsse (wie eine Lungenembolie) auch nach einem Kaiserschnitt, bei starkem Blutverlust im Rahmen der Geburt und nach einer Früh- oder Totgeburt.
- Die Thromboseprophylaxe -Behandlung Lungenembolie Lungenembolie: Behandlung Bei Verdacht auf eine Lungenembolie sollten Sie sofort den Notarzt rufen! Der Patient sollte sich möglichst wenig bewegen. Sonst besteht die Gefahr, dass sich weitere Gerinnsel ablösen und ein Gefäß blockieren. Bei Herz-Kreislauf-Stillstand muss man sofort mit der Wiederbelebung beginnen! Der Notarzt wird gegebenenfalls die Wiederbelebung fortsetzen und bei Bedarf den Patienten künstlich beatmen. Atmung und Kreislauf des Patienten müssen schnellstens stabilisiert werden, um Organ-Schäden (etwa am Gehirn) zu verhindern. Der Arzt versorgt den Patienten auch mit Medikamenten wie Blutverdünnern und Schmerzmitteln. Im Krankenhaus erfolgen dann notwendige Untersuchungen und weitere Maßnahmen der Lungenembolie-Therapie. Diese richten sich nach der Schwere der Erkrankung. Entscheidend ist, ob der Patient kreislaufstabil ist und wie hoch das Risiko für eine Frühsterblichkeit ist (Versterben innerhalb von 30 Tagen). Daran orientiert sich die Behandlung. Sie erfolgt in der Regel stationär im Krankenhaus (ggf. auf der Intensivstation). Patienten mit einer leichten Lungenembolie und geringem Risiko können unter Umständen auch ambulant betreut werden.
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- Die Thromboseprophylaxe -Gerinnungshemmer GerinnungshemmerBei einer Lungenembolie erhalten Patienten im Allgemeinen gerinnungshemmende Medikamente (Antikoagulanzien genannt). Diese sorgen dafür, dass sich keine neuen Blutgerinnsel bilden und bestehende Gerinnsel nicht vergrößern. Kleine Blut-Pfropfe baut der Körper selbst ab. Oft erhält der Patient zuerst einen Gerinnungshemmer als Spritze oder per Infusion, zum Beispiel Heparin, und zwar über mehrere Tage. Danach beginnen die Patienten mit der Einnahme eines Gerinnungshemmers in Tablettenform. Mittlerweile gibt es auch gerinnungshemmende Wirkstoffe, die sich schon direkt nach der Diagnose als Tablette verabreichen lassen – also ohne, dass vorher gerinnungshemmende Spritzen oder Infusionen erforderlich sind. Die Einnahme eines Gerinnungshemmers in Tablettenform ("orale Antikoagulation") erstreckt sich über mehrere Monate. Manche Patienten müssen Antikoagulanzien auch längerfristig einnehmen. Bei einer leichten Lungenembolie genügen oft Gerinnungshemmer als alleinige Therapie.
- Die Thromboseprophylaxe -Medikamente bei schwerer Lungenembolie Medikamente, die das Blutgerinnsel auflösen Bei einer schwereren Lungenembolie reicht die gerinnungshemmende Therapie nicht aus. Das Blutgerinnsel in der Lunge muss gezielt beseitigt werden, um die Durchblutung des Lungengewebes wiederherzustellen. Das lässt sich durch sogenannte Thrombolytika (auch Fibrinolytika) wie Streptokinase und Urokinase erreichen. Patienten erhalten diese Mittel direkt ins Blut. Diese Form der Lungenembolie-Therapie wird medikamentöse Thrombolyse oder Lyse-Therapie genannt. Sie ist bei einer Lungenembolie sehr wirksam. Es besteht jedoch das Risiko ernster Nebenwirkungen: Dazu zählen Blutungen im Körper, etwa im Gehirn. Daher wägt der Arzt Nutzen und Risiko der Lyse-Therapie beim jeweiligen Patienten sorgfältig ab. Am häufigsten wird die Methode bei Menschen mit schwerer Lungenembolie und instabilem Kreislauf angewendet. Diese "hämodynamisch instabilen" Patienten haben nämlich ein hohes Risiko für (tödliche) Komplikationen. Deshalb ist es hier besonders wichtig, das Gerinnsel in der Lunge schnell zu beseitigen.
- Thromboseprophylaxe -Katheter und Operation bei Lungenembolie Blutgerinnsel mittels Katheter entfernen Bei manchen Patienten ist eine medikamentöse Thrombolyse nicht erfolgreich oder aber zu riskant, etwa weil das Blutungsrisiko zu hoch ist. Dann gibt es die Option, das Blutgerinnsel im Lungengefäß mithilfe eines Katheters zu entfernen. Ein Arzt oder eine Ärztin führt dazu den Katheter vorsichtig über eine Vene in das betroffene Gefäß ein und schiebt ihn bis zum Blutgerinnsel vor. Über den hohlen Katheter lassen sich winzige Instrumente einführen, um den Blutpfropf in kleine Teile zu zerlegen. Es besteht auch die Möglichkeit, über den Katheter ein Thrombolytikum direkt in die zu behandelnde Gefäßstelle zu geben (mitunter unter Ultraschall-Unterstützung). Für diese lokale Verabreichung genügt eine geringere Dosis als bei Verabreichung der Thrombolytikums über eine Vene. Damit ist das Blutungsrisiko geringer. Der Katheter wird über eine Vene eingeführt und bis zum Blutgerinnsel vorgeschoben. Anschließend kann das Gerinnsel durch Instrumente am Katheter zerkleinert und durch Abgabe eines Medikaments (Thrombolytikum) aufgelöst werden. Blutgerinnsel in einer offenen Operation entfernenManchmal ist die Lungenembolie-Behandlung mittels Katheter erfolglos. Dann lässt sich das Blutgerinnsel unter Umständen in einer offenen Operation entfernen. Der Eingriff wird pulmonale Embolektomie genannt. Patienten erhalten dafür eine Vollnarkose. Für die Dauer der Operation übernimmt dann eine Herz-Lungen-Maschine die Aufgaben der beiden Organe.
- Die Thromboseprophylaxe -Virchow Trias Die Virchow-Trias beschreibt die ursächlichen Faktoren der Entstehung einer Thrombose bzw. einer Phlebothrombose (tiefe Venenthrombose). Sie ist nach dem deutschen Pathologen Rudolf Virchow (1821–1902) benannt. Demnach wirken auf die Entstehung von Thrombosen im Wesentlichen drei Faktoren ein: Endothelalterationen (Veränderungen bzw. Schäden an der Gefäßwand): Virchow stellte fest, dass Blutgerinnsel vor allem da entstehen, wo die Gefäßwand nicht mehr intakt ist. Eine normale Gefäßinnenwand (Endothel) ist ganz glatt. Entzündungsprozesse oder Verletzungen machen sie rau. Dadurch wird der folgende Mechanismus möglich: Im fließenden Blut kommt es laufend zur Gerinnselbildung, die aber ebenso rasch wieder rückgängig gemacht wird. Passiert allerdings so ein im Entstehen begriffenes „Minigerinnsel“ eine raue Stelle in der Gefäßwand, so haftet es dort an. Damit ist der Ausgangspunkt für die Entstehung einer Thrombose geschaffen. Weitere „Minithromben“ setzen sich auf diesen Thrombus drauf, so dass es schließlich zum Gefäßverschluss kommt. Die Ursachen für solche, die Gefäßwand aufrauende Entzündungsprozesse sind vielfältig. Beispiele für Entzündungen: Phlebitis (Entzündung der Venen), Arteriitis (Entzündung der Arterien), Endokarditis (Entzündung der Herzinnenhaut). Veränderungen der Strömungsgeschwindigkeit des Blutes: Virchow stellte fest, dass Gerinnsel immer dort gehäuft auftreten, wo das Blut nicht gleichmäßig und in der gewohnten Geschwindigkeit fließt. Im arteriellen System bilden sich Thromben daher bevorzugt an den Teilungsstellen (große Arterie teilt sich in zwei kleinere oder gibt einen Seitenarm ab), weil es an der Teilungsstelle zu Verwirbelungen kommt. In erweiterten Gefäßabschnitten (Varizen, Aneurysmen) sinkt die Fließgeschwindigkeit. Vitien (Herzfehler z. B. der Herzklappen) können zu Wirbelbildung führen. Veränderungen der Viskosität des Blutes: Schließlich stellte Virchow fest, dass „dickes“ Blut leichter gerinnt als „dünnes“. Diese Eigenschaft bezeichnet man bei Flüssigkeiten als Viskosität. Eingedicktes Blut entsteht z. B. durch Flüssigkeitsmangel (wenig trinken, trockene Luft), aber auch durch vermehrtes Schwitzen (schwere Arbeit, Fieber).
- Die Thromboseprophylaxe -Assesment Welche Indikatoren werden in der Frowein-Skala zur Einschätzung des Thromboserisikos verwendet? "Die Frowein-Skala ist eine Skala zur Einschätzung des Thromboserisikos, die in der ambulanten Versorgung eingesetzt wird. Zur Einschätzung des Thromboserisikos berücksichtigt die Frowein-Skala folgende Indikatoren:-Mobilität des Patienten-Zustand der Haut-Periphere Durchblutung-das Vorliegen von Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und andere. Nach der Bewertung dieser Faktoren bestimmt die Frowein-Skala das Thromboserisiko des Patienten. Ist das Risiko hoch, wird dem Patienten empfohlen, Maßnahmen zur Thromboseprophylaxe zu ergreifen und sich weiteren medizinischen Untersuchungen zu unterziehen.
- Die Pneumonieprophylaxe -Allgemein Die Lungenentzündung (Pneumonie) tritt besonders oft in der kalten Jahreszeit auf, nicht selten als Folge verschleppter grippaler Infekte. Die wichtigsten Symptome sind ein allgemeines Krankheitsgefühl, Husten, Fieber und Atemnot. Bei älteren, chronisch kranken oder immungeschwächten Menschen kann eine Lungenentzündung lebensgefährlich werden.
- Die Pneumonieprophylaxe -Symptome Lungenentzündung: Symptome Ein jäher Krankheitsbeginn ist typisch für eine Lungenentzündung. Anzeichen wie ein allgemeines Krankheitsgefühl und Schwäche zählen zu den ersten Beschwerden. Es folgen weitere Symptome einer Pneumonie: -Fieber-Husten mit Auswurf (produktiver Husten) oder trockener Husten-Schüttelfrost-Atemnot (bei schwerer Lungenentzündung)-Bei einer Lungenentzündung ist der Gasaustausch in der Lunge gestört. Dies führt zu einem -Sauerstoffmangel (Hypoxämie) und einem Anstieg von Kohlendioxid (Hyperkapnie). Um dies auszugleichen, wird bei einer schweren Lungenentzündung die Atmung oft sehr schnell und flach (Tachypnoe). Durch die Atemanstrengung blähen sich die Nasenflügel bei jedem Atemzug - ein deutlicher Hinweis auf Atemnot und damit auf eine Lungenentzündung. Lässt sich der Sauerstoffmangel dadurch nicht ausgleichen, verfärben sich Lippen und Fingerspitzen bläulich. Mediziner sprechen von einer Zyanose. Der Husten ist im Anfangsstadium einer Lungenentzündung zunächst trocken. Das bedeutet, dass kein Auswurf (Schleim) abgehustet werden kann. In der Regel stellt sich aber nach kurzer Zeit ein produktiver Husten ein, bei dem grünlich-gelblicher Schleim abgehustet wird. Jeder Hustenstoß kann dem Betroffenen Schmerzen in der Brust bereiten, die oftmals bis in den Unterbauch ausstrahlen. Bestehen weitere Lungenerkrankungen wie beispielsweise Asthma oder eine Bronchitis, so verschlechtern sich diese durch die Lungenentzündung oftmals.
- Die Pneumonieprophylaxe -Atypische Pneumonie Atypische Lungenentzündung: Symptome weniger eindeutig Eine atypische Pneumonie kann durch bestimmte Bakterien sowie durch Pilze, Viren oder Parasiten ausgelöst werden. Der Husten bleibt die ganze Zeit über trocken. Deutlich milder ausgeprägte Beschwerden, die sich aber oft über Wochen hinziehen, sind weitere Merkmale einer atypischen Lungenentzündung. Symptome, wie sie bei der typischen Pneumonie auftreten, fehlen, weshalb die atypische Pneumonie häufig übersehen und daher nicht richtig auskuriert wird.
- Die Pneumonieprophylaxe -Durch Viren bedingt Lungenentzündung: Symptome bei Viren oder Parasiten Sind Viren oder Parasiten für eine Lungenentzündung verantwortlich, können sich andere Beschwerden zeigen als bei der häufigen bakteriellen Pneumonie. Symptome sind hier oftmals zunächst Fieber und Schüttelfrost. Erst nach einigen Tagen tritt ein trockener Husten auf. Weitere Anzeichen: Lungenentzündung mit viraler oder parasitärer Ursache geht oft mit erschwertem Abhusten von Schleim und einem Reizhusten einher, der sich über längere Zeit hinzieht.
- Die Pneumonieprophylaxe -Pneumonie oder Lungenentzündung Bronchitis oder Lungenentzündung? Eine akute Bronchitis ist eine akute Entzündung der Innenwand des Bronchialbaumes, über den die Luft in die Lungen gelangt. Dabei verdicken sich die Bronchialwände, die kleinen Blutgefäße um die Bronchien schwellen an, und Schleim wird produziert. Eine Bronchitis geht daher mit ähnlichen Symptomen einher wie eine Lungenentzündung. Bei der Unterscheidung zwischen Bronchitis und Lungenentzündung hilft eine Röntgenaufnahme des Brustbereichs weiter: Eine Lungenentzündung zeigt sich als Verschattung im Brustbereich, eine Bronchitis ist im Röntgenbild hingegen nicht zu erkennen. Dennoch kann der Arzt oft keine eindeutige Antwort auf die Frage geben: Bronchitis oder Lungenentzündung? Die Symptome beider Erkrankung sind sich dazu viel zu ähnlich.
- Die Pneumonieprophylaxe -Behandlung allgemein Lungenentzündung: Behandlung Wie eine Lungenentzündung behandelt wird, richtet sich nach ihrer Ursache. Auch das Alter des Patienten und eventuell bestehende Begleit- oder Vorerkrankungen spielen eine Rolle bei der Wahl der Therapie. Außerdem sollten Sie Ihren Arzt im Vorfeld über eventuell bestehende Medikamentenallergien oder -unverträglichkeiten (z.B. Penicillinallergie) informieren, damit er dies gegebenenfalls bei der Therapieplanung berücksichtigen kann.
- Die Pneumonieprophylaxe -Antibiotika Antibiotika Bei einer bakteriellen Lungenentzündung werden fast immer Antibiotika verschrieben, um die Erreger abzutöten beziehungsweise an der Vermehrung zu hindern. Je früher eine bakterielle Lungenentzündung erkannt und behandelt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie komplikationslos verläuft. Deshalb werden bei gesicherter Diagnose häufig schon Antibiotika verschrieben, wenn der genaue Krankheitserreger noch gar nicht feststeht. Die dafür eingesetzten Breitspektrum-Antibiotika (Breitband-Antibiotika) wirken gegen viele infrage kommende Keime. Konnte der Erreger durch eine bakteriologische Untersuchung des Blutes oder des Auswurfs identifiziert werden, kann der Arzt dem Patient auch ein gezielter wirkendes Antibiotikum verordnen (Schmalspektrum- oder Schmalband-Antibiotikum). Oft werden die Antibiotika oral (z.B. als Tabletten) gegeben. Unter Umständen können aber Antibiotika-Infusionen sinnvoller sein (etwa bei schwerer Pneumonie oder Babys). Die Therapiedauer richtet sich vor allem nach dem Schweregrad der Erkrankung: Bei einer Pneumonie mit leichtem bis mittelschwerem Verlauf sollten die Antibiotika über fünf Tage gegeben werden, bei einer schweren Lungenentzündung über sieben Tage. Im Einzelfall kann allerdings eine kürzere oder längere Antibiotika-Therapie sinnvoll sein. Wenn sich wenige Tage nach Beginn der Antibiotika-Gabe der Zustand des Patienten immer noch nicht gebessert hat, muss eventuell das Antibiotikum gewechselt oder die Diagnose überprüft werden.
- Die Pneumonieprophylaxe -Virale Behandlung Andere Behandlungsmaßnahmen Bei einer Lungenentzündung, die durch Viren, Pilze oder Parasiten ausgelöst wurde, ist der Behandlungsansatz ein anderer als bei einer bakteriellen Pneumonie. Je nach Erreger können hier Antipilz-Mittel oder spezielle Medikamente gegen Parasiten notwendig sein. Daneben werden Medikamente eingesetzt, die vor allem die Beschwerden lindern und Folgeerkrankungen verhindern sollen: Antitussiva (z.B. Codein, Dextromethorphan) dämpfen den Hustenreiz bei trockenem Reizhusten.Sekretolytika (Schleimlöser, zum Beispiel Acetylcystein, Bromhexin) erleichtern das Abhusten bei produktivem Husten.Schmerz- und Fiebermittel (z.B. ASS, Paracetamol) dämpfen die Allgemeinsymptome wie Gliederschmerzen und Fieber. Hustenblocker und Hustenlöser dürfen niemals gleichzeitig eingenommen werden. Der verstärkt gelöste Schleim kann sonst nicht abgehustet werden - die Atemnot verschlimmert sich!
- Die Pneumonieprophylaxe -Definition und Pathophysiologie Was ist eine Lungenentzündung? Die Lungenentzündung ist mit hierzulande geschätzten 500.000 Krankheitsfällen pro Jahr eine der am häufigsten auftretenden Infektionskrankheiten. Fast ein Drittel der Betroffenen muss im Krankenhaus behandelt werden. Rund drei bis fünf Prozent der Erkrankten sterben. Damit ist die Lungenentzündung die am häufigsten zum Tode führende Infektionskrankheit in Westeuropa. Bei einer Lungenentzündung sind überwiegend entweder die Lungenbläschen (alveoläre Pneumonie) oder das Lungengewebe (interstitielle Pneumonie) geschädigt und können nicht mehr richtig arbeiten. Dadurch wird der Gasaustausch beeinträchtigt - der Körper bekommt nicht mehr mit genügend Sauerstoff. Gleichzeitig kann er zu wenig Kohlendioxid abgeben. Die Lungenbläschen füllen sich mit wässriger oder auch eitriger Flüssigkeit. Ein Austausch der Atemgase ist im entzündeten Bereich nur noch bedingt möglich.Bei manchen Lungenentzündungen bestehen viele kleinere Entzündungsherde in den Lungenläppchen (lobuläre Pneumonie). Bei anderen ist ein gesamter Lungenlappen betroffen (lobäre Pneumonie, Lobärpneumonie). Aber nicht nur die Ausbreitung wird zur Charakterisierung einer Lungenentzündung herangezogen. Es gibt viele weitere Kriterien der Unterscheidung
- Die Pneumonieprophylaxe -Primär und sekundär Primäre oder sekundäre Lungenentzündung? Erkrankt ein gesunder Mensch ohne wesentliche gesundheitliche Risikofaktoren an einer Lungenentzündung, sprechen Mediziner von einer primären Lungenentzündung. Liegt hingegen eine andere Erkrankung oder ein bestimmtes auslösendes Ereignis vor, auf deren Boden die Pneumonie erst entstehen konnte (wie Asthma, COPD, Herzschwäche, Rauchvergiftung, Aspiration etc.), spricht man von einer sekundären Pneumonie.
- Die Pneumonieprophylaxe -Typisch oder Atypisch? Typische oder atypische Pneumonie? Lungenentzündungen werden auch nach ihrem Verlauf und Beschwerdebild eingeteilt: Ärzte sprechen von einer "typischen Pneumonie", wenn sich die klassischen Symptome einer Lungenentzündung wie produktiver Husten (= mit Auswurf), Fieber sowie typische Untersuchungsbefunde im Röntgenbild und bei der körperlichen Untersuchung zeigen. Dabei verstopfen Eiter und Wassereinlagerungen die Lungenbläschen, die für den Austausch der Atemgase wichtig sind. Eine "atypische Pneumonie" (auch "interstitielle Pneumonie") liegt vor, wenn nicht die Lungenbläschen selbst, sondern das Gewebe, das Lungenbläschen und Blutgefäße einbettet (Interstitium), entzündet ist. Atypische Lungenentzündungen werden durch andere Erreger als die typischen Formen verursacht: durch Mykoplasmen, Chlamydien, Rickettsien oder Legionellen (alles Bakterien), aber auch durch Pilze oder Parasiten. Mykoplasmen-Lungenentzündungen kommen häufig in Gemeinschaftsbetrieben wie Schulen, Heimen oder Kasernen vor. Eine durch Chlamydien verursachte Lungenentzündung wird durch das Bakterium Chlamydia pneumoniae hervorgerufen, das ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragen wird. Legionellen finden sich vor allem in stehenden, warmen oder heißen Wasseransammlungen. Das können Seen, Duschen, Klima- oder Belüftungsanlagen, Warmwasserboiler oder Heizungen sein. Die Legionellen-Pneumonie (Legionärskrankheit) hat einen schleichenden, langwierigen Verlauf. Neben den bekannten Symptomen treten oft auch Verwirrtheit, Lethargie und Durchfall auf.
- Die Pneumonieprophylaxe -Ursachen Lungenentzündung: Ursachen Infektionserreger einer Lungenentzündung sind meist Bakterien. Eine bestimmte Bakterienart - Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) genannt - verursacht die Hälfte aller Fälle von Pneumonie. Die Ursache der Ansteckung ist oft Tröpfcheninfektion: Ein Patient gibt beim Husten, Niesen oder Sprechen winzige, erregerhaltige Speicheltröpfchen an die Umgebung ab. Diese landen entweder direkt auf Schleimhäuten anderer Menschen (z.B. durch Anhusten) oder verteilen sich in der Luft und werden dann von Gesunden eingeatmet. Dann können diese ebenfalls erkranken. Viele der für die Pneumonie verantwortlichen Bakterien kommen auch bei Gesunden im Mundraum vor. Wenn diese Keime allerdings in größerer Menge in die Atemwege gelangen, kann daraus eine Lungenentzündung entstehen. Manchmal werden die Erreger auch über das Blut von anderen Organen zur Lunge verschleppt. Eine Lungenentzündung durch Pilze betrifft meist Menschen mit schlechtem Allgemeinzustand und geschwächtem Immunsystem. Parasitäre Lungenentzündungen sind eher selten und kommen ebenfalls eher bei immungeschwächten Personen oder nach/bei Reisen in tropische Länder vor. Weitere Lungenentzündungs-Ursachen können sein: Sekretstau in den BronchienLungentumorenFremdkörper in den Atemwegenätzende Reizstoffe, Gase, Rauch oder LösungsmittelStrahlentherapieEinatmung (Aspiration) von Nahrung, Flüssigkeit, Blut, Mageninhalt/MagensaftHerzschwäche (Herzinsuffizienz)Lungenembolie nach ThromboseCovid-19Keimverschleppung über die Blutbahn (hämatogene Streuung) von anderen Entzündungsherden im Körper (zum Beispiel bei einer Knochenentzündung)
- Die Pneumonieprophylaxe -Risikofaktoren Risikogruppen für eine Lungenentzündung Anfällig für eine Lungenentzündung sind vor allem folgenden Personengruppen: ältere und geschwächte MenschenMenschen mit chronischen Erkrankungen, vor allem Herzkrankheiten, chronische Bronchitis, COPD oder Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)Menschen, deren körpereigene Abwehr deutlich geschwächt ist (z.B. bei HIV-Infektion)Menschen, die Medikamente erhalten, welche die körpereigene Abwehr unterdrücken (z.B. Immunsuppressiva oder Zytostatika)alkoholkranke MenschenKleinkinderBei diesen Risikogruppen ist es besonders wichtig, möglichst schnell zu erkennen, welche Art der Lungenentzündung vorliegt, um diese entsprechend behandeln zu können. Denn durch eine Infektion sind sie besonders gefährdet.
- Die Pneumonieprophylaxe -Diagnose Lungenentzündung: Untersuchungen und Diagnose Zur Diagnose der Lungenentzündung wird der behandelnde Arzt zunächst die Krankengeschichte (Anamnese) erfassen. Dazu erkundigt er sich beim Patienten (bzw. bei den Eltern eines kranken Kindes) besonders nach vergangenen und bestehenden Erkrankungen und Beschwerden. Mögliche Fragen sind etwa: Haben Sie Husten? Wenn ja, ist dieser trocken oder mit Auswurf?Wie ist der Auswurf beschaffen (Menge, Konsistenz, Farbe)?Haben Sie in den letzten Tagen Schüttelfrost oder Fieber bei sich bemerkt?Haben Sie Atemnot oder ein Gefühl der Enge im Brustbereich?Wie geht es Ihnen allgemein, fühlen Sie sich schwach und müde?Sagen Sie Ihrem Arzt zudem, wenn Sie bis zu drei Monate vor Ausbruch der Erkrankung im Ausland waren. Erreger aus anderen Ländern bedürfen manchmal einer anderen Behandlung als eine Pneumonie durch "heimische" Erreger. Nach dem Anamnesegespräch folgt die körperliche Untersuchung. Dabei versucht der Arzt, durch Abhören der Lunge mit dem Stethoskop (Auskultation) die Belüftung und durch Abklopfen die Dichte des Lungengewebes zu beurteilen. Verminderte Atemgeräusche und eine Verdichtung sprechen für eine Lungenentzündung.
- Die Pneumonieprophylaxe -Untersuchungen Blutuntersuchung, Urinuntersuchung Eine Blutuntersuchung liefert ebenfalls Hinweise auf eine Entzündung. Bei einer bakteriellen Lungenentzündung ist die Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) stark erhöht. Dabei können im Blut verschiedene Vorstufen der Leukozyten nachgewiesen werden. Diesen Befund bezeichnen Mediziner als Linksverschiebung. Liegt eine virale Lungenentzündung vor, ist die Anzahl der Leukozyten dagegen kaum oder gar nicht erhöht, dafür aber der Anteil der Lymphozyten (spezialisierte weiße Blutkörperchen). Legionellen können im Urin (Urintest) nachgewiesen werden. Bildgebung Besteht der Verdacht auf eine Pneumonie, ist immer eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs (Röntgen-Thorax) erforderlich. Der Arzt kann damit die Diagnose bestätigen sowie Ausmaß und Lage der Entzündung erkennen. Gegebenenfalls kann das Röntgenbild auch zeigen, dass gar keine Pneumonie vorliegt, sondern eine andere Erkrankung, die ähnliche Symptome verursacht (z.B. Tumor, Lungenabszess, Tuberkulose). Steht zunächst kein Röntgengerät zur Verfügung, können entsprechend ausgebildete Ärzte auch eine Ultraschalluntersuchung durchführen, um die Verdachtsdiagnose Pneumonie zu bestätigen. Besteht der Verdacht auf eine atypische Pneumonie, kann auch eine Computertomografie erforderlich sein. Diese hochauflösende Bildgebung kann auch kleine Entzündungsherde sichtbar machen. Bronchoskopie Insbesondere bei einer atypischen Pneumonie kann es wichtig sein, den Krankheitserreger aufzuspüren. Denn nur dann lässt sich oft eine wirksame Pneumonie-Behandlung einleiten. Dazu wird eine Spiegelung der Bronchien (Bronchoskopie) durchgeführt: Der Arzt führt einen flexiblen Schlauch in die Bronchien ein, der mit einer Kamera verbunden ist und mehrere "Arbeitskanäle" hat. Über diese lassen sich die Bronchien spülen und gezielt Schleim zur Untersuchung auf Krankheitserreger absaugen. Auch andere krankhafte Veränderungen in den Bronchien (Verengungen, Aussackungen oder Tumore) lassen sich oft via Bronchoskopie aufspüren.
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- Die Pneumonieprophylaxe -Vorbeugen Lungenentzündung vorbeugen Die beste Möglichkeit, einer Lungenentzündung vorzubeugen, ist eine gesunde, aktive Lebensweise. Ausgewogene und vitaminreiche Ernährung sowie regelmäßige Bewegung verbessern die allgemeine Gesundheit und helfen dabei, das Risiko für eine Lungenentzündung zu senken. Tabak und Alkohol sollten Sie dagegen möglichst moderat konsumieren: Beides schwächt die Abwehrkräfte und macht Sie zu einem leichteren "Opfer" für Krankheitserreger - vor allem, wenn Sie bereits einmal eine Lungenentzündung hatten. Menschen, die an einer chronischen Atemwegserkrankung wie Asthma, COPD oder chronischer Bronchitis leiden, sollten bei einem akuten Infekt der Atemwege ihre Basistherapie auf keinen Fall ohne Rücksprache mit ihrem Arzt verändern oder pausieren. Das Risiko einer Sekundärinfektion, unter Umständen auch mit Erregern einer Lungenentzündung, ist bei ihnen grundsätzlich erhöht.
- Die Pneumonieprophylaxe -Assesment Die Atemskala (nach Bienstein) ist ein im Jahre 2000 von der deutschen Pflegewissenschaftlerin Christel Bienstein geschaffene Assessmentskala zur Erfassung, Einschätzung und Dokumentation der Atemsituation eines Patienten. Bei der Pflegeanamnese bespricht die Pflegekraft mit dem Patienten die einzelnen Beobachtungskriterien. Jedem Kriterium wird eine Punktezahl zugeordnet. Aus der Gesamtpunktezahl (0 bis 45) ergibt sich das Risiko einer Lungenentzündung. Sobald sich der Zustand des Patienten ändert, schätzt die Pflegekraft mit Hilfe dieser Skala seine Atemsituation neu ein. Eine wissenschaftliche Rezeption oder Evaluierung besteht nicht, obgleich die Skala auch Bestandteil der Pflegeausbildung ist. Erfasst werden mit jeweils 0 bis drei Punkten: Compliancevorliegende Lungenerkrankungbereits durchgemachte LungenerkrankungAbwehrschwächemanipulative orotracheale Maßnahmen wie die IntubationRauchen, auch PassivrauchenSchmerzenSchluckstörungenEinschränkungen der Mobilitätlungengefährdender Beruf, der z. B. zur Staublunge führen kannIntubationsnarkoseBewusstseinseinschränkungenAtemtiefeAtemfrequenzatemdämpfende Medikamente wie beispielsweise Opiate Patienten mit weniger als sieben Punkten werden als „nicht gefährdet“, mit sieben bis fünfzehn Punkten als „gefährdet“ und darüber als „hochgradig gefährdet“ eingestuft.
- Die Pneumonieprophylaxe -Pflegemaßnahmen Wichtige Maßnahmen der Pneumonie-Prophylaxe Abgesehen von der Bewegung, gibt es weitere Möglichkeiten, den Angehörigen im Rahmen der Pneumonie-Prophylaxe im Alltag zu unterstützen: Lüften - frische Luft im Zimmer erleichtert das Atmen. Bei zu trockener Luft ist ein Luftbefeuchter zu empfehlen.Genügend Flüssigkeit einnehmen - damit die Schleimhäute nicht eintrocknen und ein Abhusten möglich ist.Essen und Trinken nur in aufrechter Position - um das Aspirationsrisiko zu reduzieren.Stärkung des Immunsystems durch eine gesunde, ausgeglichene und vitaminreiche Kost.VATI Lagerung (Beschreibung unterhalb)Atemstimulierende Einreibung (5 bis 10-minütige, kreisförmige Streichbewegungen mit Salbe oder mit Massageöl)Atemübungen (tiefes Ein- und Ausatmen, lautes Vorlesen oder Singen) regen die Atmung an.Regelmäßige Mundpflege – fördert die physiologischen Funktionen der Mundschleimhaut und kann so Infekten vorbeugen.Hilfsmittel verwenden (Luftballon aufblasen, Kerzen auspusten) ACHTUNG: Spezielle Hilfsmittel zum Atemtraining dürfen nicht ohne eine Anordnung des Arztes verwendet werden. Achte auf die korrekte Verwendung des Gerätes!Zum Abhusten animieren – dabei sollte grundsätzlich der Auswurf in ein Papiertaschentuch erfolgen und nicht hinuntergeschluckt werden. ACHTUNG: NICHT Abklopfen – das führt zu Verletzungen. Bei schwachen Betroffenen, die nicht abhusten können, wird das Sekret in die Tiefe der Lunge bewegt!Medikamente oder Inhalationen nur nach ärztlicher Verordnung durchführen.Oberkörperhochlagerung – diese erleichtert die Atmung und das Abhusten. Hierbei können zusätzlich die Arme auf ein Kissen hochgelagert werden. Der Brustkorb wird dadurch von der Last der Schultern befreit. Eine Knierolle oder ähnliches entspannt die Bauchmuskulatur und erleichtert damit auch die Atmung. ACHTUNG: Verhindere, dass der Klient nicht zum Fußende rutscht. Dadurch würde der Oberkörper zusammengedrückt und die Atmung erschwert werden!
- Die Pneumonieprophylaxe -Lagerung Die V–A–T–I LagerungDiese Lagerung dient der Dehnung des Brustkorbes und damit der besseren Belüftung der Lunge deines Klienten. Die Buchstaben bei den Lagerungsnamen verkörpern die Lage der Kissen unter dem Rücken des Klienten. Jede dieser Positionen kann gegebenenfalls mehrmals täglich für ca. 10 bis 20 Minuten angewendet werden, wenn dies vom Betroffenen gewünscht bzw. toleriert wird. V-Lagerung: Entlang des Rückens werden zwei Kissen zu einem "V" aufgelegt, die beiden berühren sich am Steißbein und gehen hier zum "V" zusammen. Wenn sich der Klient hinlegt, dann befinden sich die Schenkel des "V" unter seinen Schultern. Diese Art der Lagerung intensiviert die Belüftung der seitlichen Thorax-Bereiche. Der seitliche Thorax und die unteren Lungenbezirke werden gedehnt. An das Dekubitusrisiko (Wundliegegeschwür) denken. Hier sind die Fersen und der Sakralbereich gefährdet. A-Lagerung: Genau umgekehrt erfolgt die A-Lagerung. Die Kissen werden wieder zu einem "A" zusammengelegt: Die Spitze befindet sich beim Hinlegen am Steißbein und die Schenkel reichen zu den Schultern. Die A-Lagerung intensiviert die Belüftung der Lungenspitzen, und die Flanken sowie die oberen Bereiche der Lunge werden gedehnt. Diese Lagerung sollte nicht für Betroffene mit Hohlkreuz oder Halbseitenlähmung verwendet werden, da sie Spastik der Schultern fördern können. Hier wäre die I-Lagerung angebracht. T-Lagerung: Bei der T-Lagerung wird ein "T" aus den Kissen geformt. Zuerst wird ein Kissen hingelegt, das dann beim liegenden Betroffenen auf Höhe der Schultern einer Seite auf die andere reicht. Danach wird ein Kissen darübergelegt, welches bis zum Steißbein reicht. Die T-Lagerung, je nach Platzierung des Querkissens, fördert die Belüftung der oberen, mittleren oder unteren Lungenbezirke und dehnt den ganzen Brustkorb. Vorsicht: Hier besteht ein Dekubitusrisiko (Wundliegegeschwür) im Sakralbereich. I-Lagerung: Die I-Lagerung erfolgt gleich wie die T-Lagerung, nur dass das Querkissen weggelassen wird.
- Die Pneumonieprophylaxe -Atemübungen Variationen der Pneumonieprophylaxe Übung Auch spielerisch kann vertieftes Atem geübt werden, ähnlich wie beim Singen: Seifenblasen erfordern ein langes intensives Ausatmen und "erzwingen" so auch wieder ein tieferes Einatmen. Auch das Anpusten von einem Mobile hat diesen Effekt. Alternativ kann man Kerzen auspusten lassen. Man kann auch Objekte wegpusten lassen: Etwa Wattebällchen über einen Tisch, aber auch im Liegen eine Feder in die Höhe. Weitere Möglichkeit: Mit einem Strohhalm in einem großen Wasserglas Wasserblasen "blubbern" lassen.Zur weiteren Unterstützung gibt es auch geeignete Atemtrainingsgeräte für weitere Pneumonieprophylaxe Übungen wie den Triball oder Triflow. Es ist stets motivierend, wenn Betroffene den Sinn solcher Übungen zur Vorbeugung erklärt bekommen. Wenn du also eine Risikoperson betreust, dann überzeuge diesen Menschen davon, dass er oder sie aktiv etwas zu Stabilisierung der Gesundheit beitragen kann. Wie schon erwähnt, sollten bei kranken Menschen alle Massnahmen zunächst mit dem Arzt oder Pflegepersonal abgesprochen werden, da nur sie das Fachwissen über die aktuelle persönliche Situation des Patienten haben.
- Die Pneumonieprophylaxe -Atem und Sekret Fördernde Maßnahmen Grundlagen Bestimmte Krankheiten oder Umstände führen zu einer er-schwerten Atmung, zu einem erhöhten Atmungsbedarf odereinem erschwerten Abhusten von Bronchialsekret. Atemun-terstützende Maßnahmen können helfen, dass der Patient sichbesser fühlt, dass er schneller genesen und das Krankenhauswieder verlassen kann. Einen großen Stellenwert haben atemunterstützende Maßnahmen bei der Pneumonieprophylaxe.Atemunterstützende Maßnahmen können in atemvertiefen-de und sekretmobilisierende Maßnahmen unterteilt werden: Atemvertiefende Maßnahmen• atemunterstützende Lagerungen• Lippenbremse• Kontaktatmung• atemstimulierende Einreibungen• Anwenden von Atemtrainern Sekretmobilisierende Maßnahmen• ausreichend trinken• Drainagelagerungen• Huffing• Inhalation• Atemphysiotherapie• Perkussion und Vibration
- Die Pneumonieprophylaxe -Die ASE Die atemstimulierende Einreibung (kurz "ASE") ist eine rhythmische Einreibung am Rücken oder im Brustbereich mit dem Ziel, dass der Bewohner ruhiger und tiefer atmet. Studien lassen darauf schließen, dass ASE das Ein- und Durchschlafverhalten fördert.Die Maßnahme kann alternativ zum Rücken auch im Brustbereich durchgeführt werden, hier insbesondere bei beatmeten Bewohnern. Da der Brustbereich für die meisten Menschen ein vergleichsweise intimer Bereich ist, sollte der Rücken bevorzugt werden. Grundsätze:Die atemstimulierende Einreibung kann nur gelingen, wenn die Pflegekraft und der Bewohner einen gemeinsamen Rhythmus finden. Die Einreibebewegungen sowie das Ein- und Ausatmen müssen harmonieren.Die atemstimulierende Einreibung ist Teil der Pneumonieprophylaxe.Die atemstimulierende Einreibung ist eingebettet in unser Konzept zur basalen Stimulation. Ziele:Die Atmung des Bewohners wird vertieft.Der Bewohner wird beruhigt und entspannt.Der Bewohner ist in der Lage ein- und durchzuschlafen.Die Körperwahrnehmung wird verbessert.Die Orientierung des Bewohners wird verbessert.
- Beispiele von Haftungsgründen 1.Versäumte oder unvollständige Aufklärung -Arzt muss Nachweiß über Einwilligung bringen 2.Dokumentation -Arzt bzw Pflegepersonal muss Nachweiß erbringen,dass eine nicht dokumentierte Maßnahme durchgeführt wurde (Nicht dokumentiert=Nicht stattgefunden) 3.Grobe Behandlungsfehler -Arzt oder Pflegepersonal muss nachweißen,dass der Schaden auch ohne Fehler entstanden wäre bzw der Fehler ursächlich für den Schaden war.
- Typisch Haftungssituationen im Krankenhaus Pflege -Bei der Grundpflege -Bei der Krankenbeobachtung -Bei der Behandlungspflege -Bei der Delegation ärztlicher Tätigkeiten z.b telefonischer Anordnungen -Bei der Fixierung aufgrund von Personalmangel -Bei der eigenmächtigen Durchführung von Behandlungsmaßnahmen -Bei der Hygiene (Nichteinhaltung von Vorschriften) Arzt -Bei Operationen/Behandlungen -Aufklärungen -Dokumentation
- Schadenersatz §823 BGB Schadenersatz -Wer fortsätzlich oder Fahrlässig das Leben,die Gesundheit,die Freiheit,das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt -Pflichtverletzung des anvertrauten öffentlichen Amtes (Staat übernimmt oft) -Jeder Angehörige eines Berufes im Gesundheitssystem kann auf Schadenersatz verklagt werden
- Schmerzensgeld -Für einen Schaden,der außerhalb des Vermögens lieg (Geld) -Bezieht sich auf eine Verletzung des Körpers und der Gesundheit -Seelich/Geistige Verletzungen
- Schuldfähigkeit Deliktunfähig -Kinder unter 7 Jahren,bewusstlose und psychisch kranke Schuldunfähig -Kinder bis 14 Jahre §19 StGB -Bewusstseinsgestörte,krankhaft seelich gestörte §20 StGB Bedingt deliktfähig -Minderjährige vom 7-18 Lebensjahr,Taubstumme Bedingt schuldfähig -Jugendliche 14-18 Jahre
- Haftungsformen 1.Vorsatz -Mit Wissen und Wollen 2.Fahrlässigkeit -Ohne Wissen und Wollen (z.b Butterfly in falsche Tonne,falsches Medikament verabreichen)