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Krankheitsbilder (Subject) / 10. Herzinsuffizienz (Lesson)

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  • Ursachen einer Herzinsuffizienz (Systolische Funktionsstörung) Ursächliche Erkrankung Koronare Herzkrankheit (KHK) Myokardinfarkt Herzrhythmusstörungen Myokarditis Dilatative Kardiomyopathie ( ist eine krankhafte Erweiterung (Dilatation) des Herzmuskels, besonders des linken Ventrikels)
  • Ursachen einer Herzinsuffizienz (Diastolische Funktionsstörung) Ursächliche Erkrankungen Linksventrikuläre Hypertrophie v.a. bei arterieller Hypertonie Hypertrophe „überernährt“ und restriktive Kardiomyopathie (verhärtet die Herzmuskulatur) Perikarditis und Herzbeuteltamponade
  • Ursachen einer Herzinsuffizienz (Erhöhte Nachlast) Ursächliche Erkrankungen Stenosen der Taschenklappen Arterielle Hypertonie Pulmonale Hypertonie (zunehmenden Anstieg des Gefäßwiderstandes)
  • Ursachen einer Herzinsuffizienz (Erhöhte Vorlast) Ursächliche Erkrankungen Klappeninsuffizienz Stenosen der Segelklappen Angeborende Herzfehler mit Links-rechts-Shunt Überwässerung
  • Def. der Herzinsuffizienz Als Herzinsuffizienz bezeichnet man die Unfähigkeit des Herzens, das vom Organismus benötigte Herzzeitvolumen bei normalem enddiastolischen Ventrikeldruck zu fördern.
  • Einteilung...nach Schweregrad Eine Herzinsuffizienz wird nach ihrem klinischen Schweregrad in 4 NYHA-Stadien eingeteilt. Eine etwas gröbere Einteilung erfolgt in: Kompensierte Herzinsuffizienz: Verursacht Beschwerden nur unter Belastung Dekompensierte Herzinsuffizienz: Verursacht Ruhebeschwerden
  • NYHA-Stadium Nach der New York Heart Association NYHA-Klasse I NYHA-Klasse I  Keine Einschränkung der Belastbarkeit. Vollständiges Fehlen von Symptomen oder Beschwerden bei Belastung bei diagnostizierter Herzkrankheit.
  • NYHA-Stadium Nach der New York Heart Association NYHA-Klasse II Leichte Einschränkung der Belastbarkeit. Beschwerdefreiheit in Ruhe und bei leichter Anstrengung, Auftreten von Symptomen bei stärkerer Belastung. Übliche Therapie: Gabe von Schleifendiuretika, gegebenenfalls in Kombination mit einem ACE-Hemmer
  • NYHA-Stadium Nach der New York Heart Association NYHA-Klasse III Starke Einschränkung der Belastbarkeit. Beschwerdefreiheit in Ruhe, Auftreten von Symptomen bereits bei leichter Belastung. Übliche Therapie: Höhere Dosierungen von Diuretika in Kombination mit ACE-Hemmern oder anderen Vasodilatatoren. Bei Tachyarrhythmien gegebenenfalls Gabe von Herzglykosiden
  • NYHA-Stadium Nach der New York Heart Association NYHA-Klasse IV Dauerhafte Symptomatik, auch in Ruhe. Übliche Therapie: Höhere Dosierungen von Diuretika in Kombination mit ACE-Hemmern oder anderen Vasodilatatoren. Bei Tachyarrhythmien Gabe von Herzglykosiden. Im akuten Stadium unterstützende Gabe von Katecholamin-Derivaten oder Amrinon. Bei terminal dekompensierter Herzinsuffizienz ist die Herztransplantation die Therapie der Wahl. Zur Überbrückung der Wartezeit auf ein Spenderorgan können Herzunterstützungssysteme (VAD) eingesetzt werden. Diese eignen sich auch zur vorübergehenden Entlastung, wenn eine Erholung des Herzmuskels noch möglich ist.
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  • Einteilung .nach Lokalisation Je nachdem, welcher Teil des Herzens betroffen ist, unterscheidet man: Rechtsherzinsuffizienz: Rechte Herzkammer betroffen Linksherzinsuffizienz: Linke Herzkammer betroffen Globalinsuffizienz: Beide Herzkammern betroffen
  • Einteilung ...nach Krankheitsverlauf Akute Herzinsuffizienz Chronische Herzinsuffienz
  • Pathogenese Die chronische Herzinsuffizienz wird in den meisten Fällen durch eine Verminderung des kontraktilen Herzmuskelgewebes verursacht. Histologisch sieht man einerseits ein krankhaftes Wachstum einzelner Herzmuskelzellen (myozytäre Hypertrophie), andererseits einen gesteigerten Zellverlust (myozytäre Apoptose).
  • Symptome Die Symptomatik der Herzinsuffizienz ist vielseitig. Unter anderem zählen dazu: Ödeme (Periphere Ödeme, Lungenödeme) Dyspnoe (Belastungsdyspnoe, Ruhedyspnoe) Nykturie Zyanose Angina pectoris
  • Therapie Nicht-medikamentös Die nicht-medikamentöse Therapie der Herzinsuffizienz besteht aus einer Reihe von Allgemeinmaßnahmen, die die Arbeitslast des Herzens reduzieren bzw. eine weitere Schädigung des Myokards verhindern sollen: Gewichtsreduktion Kochsalzreduktion Limitierung der Flüssigkeitszufuhr Limitierung bzw. Restriktion des Alkoholkonsums Reduktion kardiovaskulärer Risikofaktoren (CVRF) An die Herzinsuffizienz angepasste körperliche Bewegung
  • Therapie Medikamentös ACE-Hemmer Aldosteronantagonisten Diuretika Betarezeptorenblocker Herzglykoside Phosphodiesterase-III-Hemmstoffe Leichte Herzinsuffizienzen können auch mit Crataegus-Extrakten behandelt werden