Rechtspsychologie (Subject) / Kriminalprävention (Lesson)
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• Entwicklungsorientierte Kriminalprävention • Situative Kriminalprävention • Opferorientierte Kriminalprävention • Sozialraumorientierte Kriminalprävention
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- Welche Interventionsansätze gibt es bei der Kriminalprävention? • Entwicklungsorientierte Kriminalprävention• Situative Kriminalprävention• Opferorientierte Kriminalprävention• Sozialraumorientierte Kriminalprävention
- Was sind im Bereich Denkmuster Risiko und protektive Faktoren und welche möglichen Präventionsmaßnahmen lassen sich daraus ableiten? Soziale Informationsverarbeitung, deviante Einstellung, inadäquates Selbstkonzept (R) nichtaggressive soziale Kognitionen, positive Einstellung zu Familie und Schule (S) --> Sozialtrainingsprogramme, insbesondere mit Schwerpunkt zur Förderung von Selbstkontrolle und Problemlösen
- Entwicklungsorientierte Präventionsansätze können in drei verschiedene Arten unterteilt werden (je nachdem wo sie ansetzen). individuelle Ansätze Eltern- und familienorientierte Ansätze schulische und kommunale Ansätze
- Was ist bei Elterntrainings/Familientrainings wichtig zu berücksichtigen? - Eltern aus Hochrisiko-Kontexten nehmen eher selten teil / brechen häufig ab ! Gestaltung der Durchführung auch sehr wichtig! (z.B. begleitende Kinderbetreuung, Transportservice, Essen & Erfrischungen, Anreize; z.T. Einzel- statt Gruppensettings...)
- In welche Form der Kriminalprävention fallen die EFFEKT-Kinder/Elterntrainings? Nennen Sie ein anderes Beispiel entwicklungsorientierte Kriminalprävention, Eltern- und familienorientierte Ansätze. Ein weiteres beispiel wäre das Early Infancy Project, oder das High-Scope-Perry-preschool Programm
- Was sind die 5 Ziele der situativen Kriminalprävention und unter welches Ziel fällt das Aufstellen von Smileys an Straßenrändern, um das Tempo zu bewerten? (1) Erhöhung des wahrgenommenen Aufwands für die Tatbegehung(2) Erhöhung des wahrgenommenen Entdeckungsrisikos(3) Reduktion des erwarteten Ertrags(4) Reduktion von auslösenden Bedingungen(5) Induktion von Schuld- / Schamgefühlen // Reduktion von Entschuldigungs- und Entlastungsmöglichkeiten -> es wird das Gewissen angesprochen
- Bewerten sie Selbstverteidigungskurse für Frauen als opferorientierte Kriminalpräventionsmaßnahme Positive Veränderung• psych. Faktoren: Ängstlichkeit, Viktimisierungsfurcht, Selbstwert, wahrgenommene Selbstwirksamkeit• Verhalten: physische Kompetenz, Durchsetzungsfähigkeit, Vermeidungsverhalten Unklar: Tatsächliche Reduktion der Viktimisierungsrate / Schwere der sexuellen Viktimisierung -> rein opferbezogene Ansätze nicht ausreichend!
- Nenne ein Beispiel für eine sozialraumorientierte Kriminalpräventionsmaßnahme z.B. Gemeindemobilisierung = Anregung & Unterstützung von Gemeindemitgliedern und Institutionen, um gegen Kriminalität vorzugehen Beispielprojekt: Communities That Care (CTC; https://www.spin- niedersachsen.de/nano.cms/spin-niedersachsen) Ziel: Problemverhalten Jugendlicher zu reduzieren Erfassung von Schutz- und Risikofaktoren Initiierung von Netzwerken, Unterstützt Weiterentwicklung bestehender Angebote und stellt Informationen über effektive Programme zur Verfügung
- Nenne sie Argumente für die frühzeitige/entwicklungsorientierte Intervention. - ist das Verhalten einmal aufgetreten, ist es schwieriger, ist die Behandlung in Zukunft schwierig/er - kriminelle Karrieren stellen langfristig eine große soziale, gesellschaftliche und finanzielle Belastung dar dagegen: relativ viele Jugendliche werden auffällig, diese Normüberschreitung gehört zur Entwicklung dazu - Labeling-Approach könnte eher zu erhöhter Strafanfälligkeit
- In welche Form der Kriminalprävention fallen die EFFEKT-Kinder/Elterntrainings? - in die eltern-/familienorientiert entwicklungsorientierte Kriminalprävention
- Was macht die situative Kriminalprävention? = Ziel: Tatgelegenheiten reduzieren und Tatgelegenheitsstrukturen verändern - Chancen für konkrete kriminelles Verhalten eliminieren Differenzierung der Ansätze nach Clark et al. - Erhöhung des wahrgenommenen Aufwands für die Tatbegehung - Erhöhung des wahrgenommenen Entdeckungsrisikos - Reduktion des erwarteten Ertrags - Reduktion von auslösenden Bedingungen - Induktion von Schuld-/Schamgefühlen bzw. Reduktion von Entschuldigung- und Entlastungsmöglichkeiten
- Was bedeutet der Verschiebungseffekt? = Täter weichen bei situativer Prävention meistens auf andere Deliktarten aus - Kommt also nicht zur Senkung der Delinquenz, sondern lediglich zu einer Ausweichung auf andere Deliktbereiche (nicht unbedingt besser!)
- Was besagt der Broken-Window-Effect? = Phänomene der Unordnung und Verwahrlosung führen dazu, dass die soziale Kontrolle und das bürgerliche Engagement sich vermindern bei kommunalbezogener Prävention → begünstigt Kriminalität→ erhöht Unsicherheit und Kriminalitätsfurcht→ strukturelle Veränderungen der Bevölkerungen In Studien: tatsächlich Zusammenhang zwischen Unordnung und Kriminalität - Keizer, Lindenberg & Steg 2008: Injunctive vs descriptive social norms→ 6 Feldexperimente; Müll, Diebstahl→ „when people observe that others violated a certain social norm or legitimate rule, ther are more likely to violate even other norms or rules, which causes disorder to spread“
