24

Forschungsmethoden Seminar (Subject) / Altklausurfragen (Lesson)

Sammlung von Testübergreifenden Fragen und Altklausurfragen

This lesson was created by ameliekunow.

Learn lesson

Advertisement
  • Vergleich des d2-R mit dem FAIR-2. Was sind Vorteile des FAIR-2 gegenüber dem d2-R, was könnten Nachteile sein? Vorteile des FAIR-2:klarere und theoretischer abgeleitete Konstruktionsprinzipien (basierend auf die Kritik vom d2-R)Itemhäufigkeit, -anordnung und -übergänge besser kontrolliert2 unterschiedliche Zielitems (-> Kreise und Quadrate)vollständiges Markierungsprinzip -> man kann schlechter Faken (vor und zurückspringen) 2 Testformen -> man kann später nochmal zweiten test machen ohne Gedächtnisbias zu haben Nachteile:wenig Pbn bei Überprüfung Retest- und Parraleltestreliabilität evtl. Mindestintelligenz für Bearbeitung nötigbisher zu wenig Validitätshinweise und praktische Bewährung -> d2-R häufiger eingesetzt in Praxis
  • Testergebnis Fr. M. im FPI-R Lebenszufriedenheit: Rohwert = 9, Stanine-Wert = 6, KI-Intervall = {4.08; 7.92}, kritische Differenz zweier Normwerte = 2,72 1.) Interpretieren (3 Punkte) 2.) Frau R. Stanine-Wert = 4 -> unterschiedet sich das bedeutsam von Frau M.s Zufriedenheit? (1 Punkt) 1.) Fr. M erreichte auf der Skala Lebenszufriedenheit den Rohwert 9. Dieser entspricht einem Normwert von 6, welcher im Vergleich zur Normstichprobe als durchschnittlich angesehen werden kann (Durchschnittsbereich: 3-7). Unter Berücksichtigung der Messfehler ist aber auch eine leichte überdurchschnittliche Ausprägung auf der Skala Lebenszufriedenheit nicht auszuschließen. (Ergänzung der Konstruktumschreibung der Skala Lebenszufriedenheit) 2.) Zuerst muss man die tatsächliche Differenz der Normwerte berechnen: 6-4 =2 Als nächstes Vergleich mit kritischer Differenz: die beobachtete Differenz ist kleiner als die kritische (2 < 2.72) kann man mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von 5% bzw. 1% (nicht angegeben) davon ausgehen, dass sich die beiden Ausprägungen auf der Skala Lebenszufriedenheit nicht signifikant unterscheiden. 
  • Wie wurde das FPI-R konstruiert? Nennen Sie den Fachbegriff/die Fachbegriffe für diese Testkonstruktionsmethode/n und erläutern Sie diese kurz. (3 Punkte) Der FPI-R basiert auf einer Kombination von verschiedenen Konstruktionsprinzipien. Die Autoren verfolgten zum einen ihre spezifischen Interessen und verwendeten auch faktorenanalytische Prinzipien, um zu schauen, welche Items sich zusammen gruppieren lassen (intuitive Konstruktion). D.h. ihre Testkonstruktion war zum Teil empiriegeleitet, also es lag keine Theorie vor, sondern sie haben Items auf Basis vager Vorstellungen generiert und  mittels Faktorenanalyse gruppiert. Für die Zusatzskalen Extraversion und Emotionalität des FPI-R liegt allerding auch die Theorie von Eyseneck zugrunde, was sich als deduktiven Konstruktionsprinzip beschreiben lässt. D.h. dass die Skalen von einer Theorie abgeleitet wurden.
  • Im Vergleich zu Männern seines Alters hat Herr Z. im NEO-PI-R in der Skala Extraversion den Prozentrang 70 erzielt. Bitte interpretieren Sie dieses Ergebnis. (1 Punkt) Herr Z. ist genau so extravertiert wie 70 Prozent der Gesamtstichprobe???
  • Wozu dient die K-Skala des MMPI-2? Erläutern Sie, wie sie angewandt wird. (2) Die K-Skala des MMPI dient der Korrektur. Bei einigen Skalen müssen die Rohwerte um bestimmte Punktzahlen erhöht werden, weil davon ausgegangen wird, dass Personen nicht immer ehrlich geantwortet haben. Die K-Skala umfasst die defensive Haltung und Leugnung und Abwehr von Symptomen. Man berechnet zuerst den K-Skala-Rohwert und kann dann anschließend zu einzelnen Skalen Bruchwerte von K hinzurechnen, um diese Skalenwerte zu korrigieren. Welchen Bruchwert von K man wählen muss, verrät die Tabelle „Bruchteile von K“.  
  • Für eine psychologische Studie soll im Rahmen einer Gruppenintelligenztestung auch die numerische Merkfähigkeit erfasst werden. Welchen Intelligenztest empfehlen Sie und warum? (2 Punkte) Aus der Klausur in der Whatsapp gruppe: Ich würde dafür den BIS-4 empfehlen, da er aufgrund des Berliner Intelligenzstruktur Modells zwischen Operationen und Inhalten differenziert und Ergebnisse zu den jeweiligen Kombinationen der Modalitäten liefert. Also auch speziell für die nummerische Merkfähigkeit. Ich hätte vielleicht den IST genommen da gibt es ja auch Merkfähigkeit und es ist doch der wichtigiste Gruppenintelligenztest??? Aber k.a.
  • Nennen Sie eine konkrete diagnostische Fragestellung, für die der MWT-B besser geeignet ist als der Raven-Test SPM. Begründen Sie Ihre Antwort ausführlich. (2 Punkte) Fragestellung: Welches kristalline Intelligenzniveau besaß Person XY vor ihrem Schlaganfall?   Begründung: Im Gegensatz zum SPM kann der MWT-B prämorbide Intelligenzspuren, also das kristalline Intelligenzniveau vor einer kognitiv beeinträchtigenden Erkrankung feststellen.
  • c) Welche Auswirkung hat die Höhe der Reliabilität eines Tests auf die Breite des Konfidenzintervalls? (1 Punkt) Wenn ein Test nur eine geringe Reliabilität aufweist, wird das Konfidenzintervall (der Bereich, in dem der wahre Wert liegt) breiter, da die Werte aufgrund der mangelnden Zuverlässigkeit der Messung stärker schwanken. Ein breiteres Konfidenzintervall hat eine schwierigere Interpretation und eine ungenaue Aussage über das Ergebnis zur Folge.
  • Welche Nachteile hat die WAIS-IV? Schreiben Sie drei ausführliche Stichpunkte, die unterschiedliche Aspekte abdecken. (3 Punkte) Ein Nachteil des WAIS-IV ist zum einen, dass er nur für das Einzelsetting ausgelegt ist. D.h. dass eine Testung nur für eine Person erfolgen kann, die viel Zeit in Anspruch nimmt. Außerdem benötigt die Durchführung des WAIS-IV eine ausführliche Einarbeitung und besondere Kompetenzen des Testleiters, da er helfen soll, die maximale Leistung des Probanden zu erfassen, indem er eine kooperative Beziehung aufbaut, angenehme Atmosphäre schafft und die Motivation stärkt. Durch die herausgehobene Rolle des Versuchsleiters ist auch die Durchführungsobjektivität zu hinterfragen, da der Versuchsleiter selbst in der Testsituation entscheidet, ob er das nächste Item gibt oder den Test abbricht und es in seinem Ermessen liegt, wie viel er bei bestimmten Antworten nachfragt, um den Probanden zur richtigen Antwort zu begleiten.
  • Welche(s) Modul(e) des I-S-T 2000 R müssen Sie durchführen, um einen Kennwert für die fluide Intelligenz einer Testperson zu erhalten? (1 Punkt) Dafür muss man nur das Grundmodul (die Kurzform) durchführen. Dann erhält man den Faktorwert „schlussfolgerndes Denken“, der der fluiden Intelligenz entspricht. Aber dann sind noch Wissensanteile mit drin, wenn man die reine fluide Intelligenz ohne Wissensanteile will muss man auch Erweiterungsmodul durchführen!
  • Advertisement
  • Warum werden zur Auswertung von Konzentrationstests üblicherweise die beiden Kennwerte „Quantität“ und „Qualität“ herangezogen? (1) Da es bei der Konzentrationsfähigkeit um beide Komponenten geht. Es geht darum, sich den relevanten Reizen zuzuwenden und diese schnell (Quantität) und korrket (Qualität) zu analysieren. 
  • Herr Z hat im WAIS einen IQ- Wert von 80 mit CI von +- 6. Interpretieren sie den Wert in ganzen Sätzen. Herr Z erreichte einen IQ-Wert von 80, also eine unterdurchschnittliche Ausprägung (Durchschnittsbereich: 85-115). Unter Berücksichtigung der Messfehler ist aber auch eine durchschnittliche Ausprägung nicht auszuschließen.
  • Was gibt das Konfidenzintervall an? Das Konfidenzintervall gibt den Bereich an, in dem der wahre Testwert einer Person bei einer zuvor festgelegten Irrtumswahrscheinlichkeit liegt. 
  • Welche Auswirkung hat die Höhe der Reliabilität eines Tests auf die Breite des Konfidenzintervalls? (1) - umso reliabler ein Test, desto schmaler wird das Konfidenzintervall (geringere Streuung der Werte, homogener) - Je zuverlässiger ein Test misst, desto schmaler wird das KI 
  • Was sind Normwerte und warum braucht man sie? Normwerte sind standardisierte Testwerte, die eine Vergleichbarkeit/Interpretation der individuellen Testscores zu einer Referenzgruppe ermöglichen.
  • Unterschiede Persönlichkeits- und Leistungstests Leistungstests (Tests of maximum performance): - liegen dann vor, wenn Aufgaben richtig oder falsch beantwortet werden können, also ein verbindlicher Beurteilungsmaßstab vorliegt.- Instruktion: „man soll das Beste geben“- Motivation: hoch Persönlichkeitstests (Tests of typical performance):  - Sind Tests in denen Persönlichkeitsmerkmale bzw. Charaktermerkmale wie Eigenschaften, Motive, Interessen, Einstellungen etc. erfasst werden.- Instruktion: „kein richtig oder falsch“- Motivation: unterschiedlich
  • Nennen sie Vorteile von Fragebögen. - nichtbeobachtbares kann erfasst werden (viele diagnostische Infos nur über Q-Daten zugänglich (Einstellungen, innere Zustände, Erlebnisweisen, Kognitionen))  - hohe Objektivität in Durchführung - hohe Ökonomie - Normierung -> Vergleichbarkeit - Anonymität (im Vergleich zum Interview) - Standardisierung - Auswertung und Interpretation - meist gute Reliabilitäten - hohe Augenscheinvalidität - einfache Anwendbarkeit testtheoretischer Methoden
  • Warum werden zur Auswertung von Konzentrationstests üblicherweise die beiden Kennwerte „Quantität“ und „Qualität“ herangezogen? (1) - es kommt nicht darauf an, wie viele du richtig hast, sondern auch darauf ob du sie richtig beantwortet hast  + weiteres Kriterium —> Kontinuitätswert misst den Verlauf (ob die Leistung kontinuierlich erbracht wurde) 
  • Was sind die Vorteile des FAIR-2 gegenüber dem d2-R? -  Für den FAIR-2 existieren zwei Testformen: Parallelformen sind gleichwertig —> keine Übungseffekte bei wiederholter Durchführung- Prinzip vollständiger Markierung: alle Items müssen markiert werden. —> Dadurch wird das Problem (wie z.B. beim d2-R) vermieden, dass für nicht-markierte Symbole nicht entschieden werden kann, ob sie bewusst nicht markiert oder lediglich ignoriert oder übersehen wurden - älteste Normgruppe sehr breit gefächert  - Auswertung ist aufwändiger als beim d2-R, kann auch objektiver sein  - das erste Mal bei einem Test, bei dem auch Paralleltestreliabilität vorliegt  - Inhaltsvalidität: Menschen mit Sehschwäche könnten Probleme haben mit den kleinen, ähnlichen Zeichen - wenn Personen einen IQ von über 90 haben, gibt es nur einen geringen Zusammenhang zwischen FAIR und d2 —> IQ kann als kompensatorischer Faktor für Aufmerksamkeit wirken  - Personen, die eine geringe Intelligenz haben, werden beim FAIR eher gefordert, weil sie die Instruktionen nicht so gut interpretieren können, also der IQ und nicht die Konzentrationsfähigkeit  - deswegen bei einer bekanntlich unterdurchschnittlich intelligenten Person nicht den FAIR durchführen - d2 erst für Personen mit IQ unter 60 nicht mehr aussagekräftig  - FAIR wird seltener eingesetzt, vermutlich, weil nicht genug Validitätsstudien vorliegen (Ansatz ist sehr gut, um d2 Schwächen auszugleichen - d2 wird schon seit Jahrzehnten eingesetzt
  • Nennen Sie mind. 3 Nachteile von Persönlichkeitsfragebögen und mind. 3 Alternativen. - ggf. mangelnde Zugänglichkeit (z.B. Selbsteinsicht, Erinnerung an eigenes Verhalten)/Selbst-täuschung, Verfälschbarkeit (bewusst und unbewusst)/Antworttendenzen (z.B. wahlloses Ankreuzen, Jasage-tendenz, sozial erwünschtes Antworten) - ggf. mangelnde theoretische Grundlage, individuelle Kategorisierungen - Verfälschbarkeit/hohe Augenscheinvalidität —> Lösung: „objektive“ Persönlichkeitstests (erreicht über das Verfahren selbst oder spezifische Auswertung der Daten), Skalen zu sozialer Erwünschtheit, Bogus-Pipeline-Technik - Zugang zu Introspektion —> Lösung: implizite Persönlichkeitstests, z.B. IAT- Eingeschränktes Antwortformat —> Lösung: freies Antwortformat- Verbaler Ausdruck (Verständlichkeit der Items) —> Lösung: nichtsprachliche Persönlichkeitstests, z.B. NPQ 
  • Für eine psychologische Studie soll im Rahmen einer Gruppenintelligenztestung auch die numerische Merkfähigkeit erfasst werden. Welchen Intelligenztest empfehlen Sie und warum? (2) - I-S-T-2000-R hat nur entweder Merkfähigkeit ODER numerische Intelligenz - BIS-4: Untertest mit numerischer Merkfähigkeit 
  • Nennen Sie eine konkrete diagnostische Fragestellung, für die der MWT-B besser geeignet ist als der Raven-Test SPM. Begründen Sie Ihre Antwort ausführlich. (2) - wenn es um die Messung der prämorbiden Intelligenz geht  - Intelligenzspurentest der kristallinen Intelligenz —> diese bleibt bestehen, wenn jemand erkrankt! Wir erhalten also bei der Durchführung des Tests einen Wert, wie der IQ vor der Erkrankung ausgeprägt war 
  • Welche praktische Konsequenz bei der Interpretation von Tests mit niedriger Reliabilität? (AK) Niedrige Reliabilität= geringe Genauigkeit des Testes große Schwankungen —> keine stabile Merkmale messbar 
  • Definition L, Q, T-Daten, jeweils eine Erhebungsmethode für Leistungsmotivation und Vor-und Nachteile Einordnung Konzentrationstests („typical performance“ – Erfassung der Persönlichkeit)    L-Daten („life-record“) - Verhaltensbeobachtung  - Ohne Zutun und ohne Beeinflussung der Person registrierbare Daten aus dem alltäglichen Leben - Generelle Erhebungsmethoden: Verhaltensbeobachtung, Dokumentenanalyse, Fremdbeurteilungen - Erhebung Leistungsmotivation: Zeugnisse (Schule, Uni, Arbeit), Fremdbeurteilungen bzgl. Leistungsmotivation - Vorteile: Verfahren können relativ anforderungsfrei sein: z.B. Spielen von Kindern, Rollenspiele bei Erwachsenen, standardisierte Dokumente wie Zeugnisse können leicht beurteilt werden - Nachteile: Verhaltensbeobachtung je nach Stichprobengröße sehr aufwändig, Objektivität gewährleistet?, wenn Dokumente nicht standardisiert kostet Informationssuche viel Zeit   Q-Daten („questionnaire“)  - Persönlichkeitstests - Einstellungs-, Motivations- und Interessenstests  - Auskünfte der betroffenen Person über sich selbst in Befragungssituationen - Generelle Erhebungsmethoden: Interview oder Exploration über die subjektive Sicht der eigenen Person oder Umwelt, Fragebogen zur Erfassung von Persönlichkeit, Einstellungen und Interessen - Erhebung Leistungsmotivation: Motivationstests, z.B. LMT (Leistungsmotivationstest), LMI (Leistungsmotivationsinventar) - Vorteile von Q-Daten z.B. per Fragebogen erhoben: hohe Augenscheinvalidität, sehr ökonomisch, einfache Anwendbarkeit testtheoretischer Methoden, viele diagnostische Infos nur oder am einfachsten über Q-Daten zugänglich (Einstellungen, innere Zustände, Erlebnisweisen, Kognitionen) - Nachteile von Q-Daten z.B. per Fragebogen erhoben: theoretische Grundlage der Tests, individuelle Kategorisierung, Zugänglichkeit (Selbsteinsicht, Reflexionsfähigkeit, Relativierung am Mitmenschen), Antworttendenzen (wahlloses Ankreuzen, Ja-Sage-Tendenz (Akquiesenz), Tendenz zur Mitte/zu indifferenten Antworten, absichtliche Verfälschung und soziale Erwünschtheit T-Daten („test“)  - Objektive Tests: Fragebogen, experimentelle Anordnungen, apparative Verfahren, psychophysiologische Strategien  - Projektive Verfahren  - keine mit der Messintention übereinstimmende Augenscheinvalidität) und Experimenten, keine Selbstauskünfte - Generelle Erhebungsmethoden: physiologische Messungen, Experimentaldaten (z.B. Reaktionszeiten), Fähigkeitstests, projektive Tests, implizite Tests (z.B. IAT) - Erhebung Leistungsmotivation: Objektiver Leistungsmotivationstest (OLMT) - Vorteile: niedrige Augenscheinvalidität beugt Verfälschung der Antworten vor, Gütekriterien leicht erfüllbar - Nachteile: niedrige Augenscheinvalidität kann Transparenz mindern-> kann potentielle Bewerber abschrecken