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Rechtspsychologie (Subject) / Migration & Delinquenz (Lesson)
- Was ist bei der Interpretation der PKS im Hinblick auf den überproportional hohen Anteil von Tatverdächtigen ohne deutsche Staatsangehörigkeit zu beachten? - Die Zahlen scheinen darauf hinzudeuten, dass die Migranten überrepräsentiert unter den Straffälligen sind - allerdings gibt es mehrere Fraktoren, unter deren Berücksichtigung es keine wesentlichen Unterschiede zur belastung Nichtdeutscher eggenüber Deutschen gibt: 1. Kategorie „Migranten“ ist nicht klar definiert (inkludiert auch Touristen, Durchreisende, illegal Eingereiste, etc.) —-> 2017 lebten knapp 22% der Straffälligen garnicht in Deutschland - Ausländerstatus ≠ Migrationsstatus (viele haben deutsche Staatsangehörigkeit angenommen) 2. Bestimmte Straftaten können nur von Ausländer begangen werden (Verstöße gegen Aufenthalts-/Asylrecht) 3. Konfundierung von Risikofaktoren zur Ausbildung delinquenten Verhaltens durch Kumulation negativer soziokultureller Merkmale 4. Höhere Anzeigebereitschaft Deutscher gegenüber Ausländern vs. Deutschen 5. Racial Profiling bei Kontrollen erhöht erwischt zu werden - außerdem: Migranten werden überproportional oft Opfer (Viktimisierungsraten extrem hoch unter Migranten, besonders bei Männern), traumatische Lebensereignisse bei Migranten nicht selten, Unterschiede zwischen Deliktarten und Herkunftsländern