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Corporate Governance (Subject) / Begriffsbestimmungen Lek4 (Lesson)
Begriffsbestimmungen Lek4
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- Aufsichtsgremien Institution und/oder Personengruppe, die auf der Ebene des Top-Managements mit den CG-relevanten Überwachungskompetenzen ausgestattet ist
- Aufsichtsgremien gemäß der CG-Theorien unternehmensintern: Finanzwirtschaftlicher Ansatz -> Control Role Stewardship Ansatz -> Support Role unternehmensextern: Ressourcenorientierter Ansatz -> Linking Role Stakeholder Ansatz -> Coordination Role
- Aufsichtsgremium im finanzwirtschaftlichen Ansatz -> Control Role Etablierung eines unabhängigen Überwachungsgremiums zur Überwachung des Managements im Sinne der Eigenkapitalgeber
- Aufsichtsgremium im Stewardship Ansatz -> Support Role Etablierung eines Aufsichtsgremiums welches den vom Management benötigten Spielraum sicherstellt
- Aufsichtsgremium im ressourcenorientierten Ansatz -> Linking Role Frühwarnfunktion bei drohender Knappheit von externen Ressourcen Bindeglied zur Unternehmensumwelt zur Sicherstellung des jederzeitigen Zugangs zu kritischen Ressorucen
- Aufsichtsgremium im Stakeholder Ansatz -> Coordinating Role Etablierung eines Überwachungsorgans welches die Berücksichtigung der Interessen aller Stakeholder sicherstellt
- Anreizsysteme Ausgestaltung der optimalen Vermögensstruktur von Managern
- Vergütungskomponenten monetäre Vergütung -> fix (Fixgehalt, Sachzuwendungen) -> variabel --> erfolgsabhängig --> aktienbasiert nicht-monetäre Vergütung -> Versorgungszusagen
- Unternehmensrisiko die Trennung von Eigentum und Verfügungsrechten macht eine entsprechende Gewichtung von erfolgsabhängigen und erfolgsunabhängigen Vergütungskomponenten beim Managergehalt erforderlich Risiko gehört zum Wirtschaften und ist häufig auch stark abhängig von der Unternehmensumwelt, so dass dies nicht vom Manager zu vertreten ist
- Ex Post Settling-up Abweichungen von einer vertraglich vereinbarten Grenzproduktivität müssen entsprechende Veränderungen der Vergütungshöhe nach sich ziehen
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- Ineffizienzen des Arbeitsmarktes für Manager Bidding-up -> Anstieg des Vergütungsniveaus des Agenten durch Marktvergleiche des Prinzipals hierdurch Entkopplung von der Vergütungshöhe zur Produktivität Grund: Würde eine Vergütung angeboten, die unter dem Marktniveau liegt, wäre es schwierig fähige Manager einzustellen
- Humankapitalkonzept Agenten mit guter Managementfähigkeit stellen eine Kernkompetenz im UN dar und sorgen für Wettbewerbsvorteile --> diese sind schwierig zu operationalisieren, finden aber trotzdem Berücksichtigung bei der Ausgestaltung des Managergehalts
- Managerial Discretion Anforderungen an das Management sind von UN zu UN unterschiedlich v.a. durch Wettbewerbsdynamik, UN-Größe und UN-Struktur muss Beachtung bei Managervergütung finden
- Anforderungen an Anreizstruktur - Wirtschaftlichkeit - Transparenz - Gerechtigkeit - Leistungsorientierung - Flexibilität - Dualität (strategische und operative Ziele) - Akzeptanz - Anreizkompatibilität (Vergütung nur für Verhaltensweisen die im Interesse der Eigentümer sind)
- Inhaltliche Konkretisierung der Vergütung - Bemessungsgrundlage (Größe, von der die Prämienzahlung abhängig gemacht wird) - Leistungsstandard (das für die Prämienzahlung zu erreichende Niveau) - funktionaler Zusammenhang zwischen Zielerfüllung und Auszahlung
- Kapitalstruktur Deckung des Kapitalbedarfs durch EK oder FK
- Überwachung durch Fremdkapitalgeber Minimierung der Risiken durch Einschränkung des Handlungsraums der Manager im Kreditvertrag -> Einschränkung über Kreditklauseln (Covenants) --> z.B. festgelegte Schwellenwerte von Liquiditätskennzahlen direkte Beteiligung am Unternehmen um Einflussmöglichkeit auf das Management zu haben Interesse der FK-Geber kann von dem der EK-Geber abweichen
- Überwachung durch Eigenkapitalgeber Ausübung des Stimmrechts Wirksamkeit hängt von Unternehmensstruktur ab (Dispersed/Concentrated-Ownership)
- Dispersed-Ownership-Struktur geringe Eigentümerkonzentration, heterogene Zusammensetzung vertikale CG-Dimension mündet häufig im Freerider-Problem oder in der Ausführung der Stimmrechte durch Banken
- Concentrated-Ownership-Strukturen hoher Eigentümerkonzentration, im Extremfall nur ein Aktionär häufig institutionelle Investoren -> horizontale CG-Dimension
- Institutionelle Investoren - Investment- und Pensionsfonds -> langfristige Anlage - Private Equity Fonds -> mittelfristige Anlage; Erwerb unterbewerteter UN - Hedge Fonds -> kurzfristige Gewinnrealisierungen
- Shareholder Activism aggressives Einwirken institutioneller Investoren auf das Management, um ihre Ziele durchzusetzen (z.B. kurzfristige Renditeabsichten)
- Focuslist von CalPERS Form des Shareholder Activism Ausweis von UN mit schlechter CG-Praxis Druck auf die Manager der jeweiligen UN dies schnell zu verbessern
- Revision zeitlich nachgelagerte Überwachungsaktivität der Managerhandlungen durch unabhängige Person intern -> im Auftrag des Managements (ggf. nicht unbefangen) extern -> Prüfung der Ordnungsmäßigkeit durch Jahresabschluss