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Corporate Governance (Subject) / Begriffsbestimmungen Lek1 (Lesson)
Begriffsbestimmungen Lek1
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- Corporate Governance direkt übersetzt: Steuerung von Körperschaften CG bezeichnet jenen Ordnungsrahmen der eine ordnungsgemäße Leitung, überwachung und Kontrolle eines UN gewährleistet
- Institutioneller Rahmen des CG-Problems Trennung von Eigentum und der Verfügungsmacht über dieses Eigentum bei Kapitalgesellschaften (GmbH, KGaA, AG & SE)
- Publikumsgesellschaften sehr starke Streuung der Anteilseigner bei diesen ist das CG-Problem am relevantesten
- Vorteile aus der Aufspaltung von Verfügungs- und Eigentumsrechten - signifikante Skalenerträge (durch große EK-Volumina, Streuung des Risikos & verbesserte Liquidität) - Spezialisierungseffekte durch Funktionsaufspaltung
- Kernproblem des CG-Diskurses Kontrollproblem entsteht aus der Divergenz der Interessen zwischen Managern (Status & Macht) und Kapitalgebern (max. Verzinsung)
- Trittbrettfahrerverhalten Kontrolle des Managements durch Kapitalgeber nur dann sinnvoll wenn der versprochene Ertrag den Aufwand rechtfertigt Trittbrettfahrer --> Kleinaktionäre hoffen auf effektive Wahrnehmung der Kontrollaufgaben durch Dritte
- Verhaltensformen des Management - falsches Verhalten wegen fehlender Eignung - suboptimale Leistungserbringung (z.B. durch fehlende Anreizsysteme) - strafrechtliches Verhalten für persönliche Bereicherung - manipulatives Verhalten ggü EK-Gebern, um die eigenen Entwicklungsperspektiven zu verbessern
- Vergleich CG zur Staatsverfassung beide haben Gewaltenteilung zur Aufgabe auch ansonsten sehr ähnlich: Regelung der Grundrechte - A) der Staatsbürger B) der Unternehmensmitglieder Struktur - A) Staatsorgane B) Unternehmensorgane Systemziele - A) Staatsziele (soziale Fürsorge) B) Unternehmensziele (Gewinn, Rentabilität)
- Ursprung der Probleme der CG zuerst skizziert durch Adam Smith im "Wohlstand der Nationen" durch das Kontrollproblem bezeichnete Smith die managementgeführten UN als temporäres Problem
- Berle und Means wegweisende Pionierarbeit zu Interessendivergenz und Kontrollproblem Grundlage bildete der Strukturwandel hin zu Kapitalgesellschaften mit hohem Streubesitz Sensibilisierung für Freerider-Problematik
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- Schumpeter Verdrängung des Unternehmers durch angestellte Manager ist ein Indiz für den Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus (--> als falsch erwiesen)
- Geburt der CG erstmals Verwendung des Wortes 1976 durch Brown in "Putting the Corporate Board to Work" seitdem Intensivierung der Diskussion über Kontrollproblem durch Neue Institutionenökonomik bessere Analyse des Kontrollproblems möglich
- populärstes Erklärungsmodell des Kontrollproblems Prinzipal-Agent-Theory von Jensen und Meckling
- Einflussfaktoren auf die gewachsene Regelungsdichte im CG-Bereich - Häufung von Missmanagement und Unternehmenskrisen - Wachsende Bedeutung institutioneller Investoren - Globalisierung von Kapitalangebot und Kapitalnachfrage - Veränderung in den Eigentümerstrukturen
- Sarbanes-Oxley Act erhöhte Berichterstattung der UN am amerikanischen Kapitalmarkt zur Steigerung des Vertrauens und der Verlässlichkeit der Finanzdaten von UN
- Kodexbewegung etablierte Code-of-Conduct-Philosophie --> Ausgestaltung von CG-Grundsätzen sind für UN freiwillig (freiwillige Selbstverpflichtung) --> Comply-or-Explain
- Cadbury-Report Empfehlungen zur Verbesserung der Spitzenorganisation und zur Rechnungslegung löste Kodexbewegung aus
- Combined Code on Corporate Governance Zusammenfassung des Cadbury Reports und weiterer Berichte für alle UN an der Londoner Börser verpflichtend