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Testtheorie und Testkonstruktion (Subject) / Einführung (Lesson)

Allgemeine Grundlagen der Testtheorie

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  • Was sind psychologische Tests? Ein psychologischer Test ist „ein wissenschaftliches Routineverfahren zur Untersuchung eines oder mehrerer empirisch abgrenzbarer psychologischer Merkmale mit dem Ziel einer möglichst quantitativen Aussage über den relativen Grad der individuellen Merkmalsausprägung.“         (Lienert & Raatz, 1998, S.1) wissenschaftliches Routineverfahren: Tests wurden so entwickelt, dass sie standardisiert durchführbar sind (möglichst objektiv & hohe Messgenauigkeit > Reliabilität + Validität) empirisch abgrenzbare psych. Merkmale: werden meist durch mehrere Items operationalisiert quantitative Aussage: jede Person bekommt am Ende ein Zahlenwert (Testscore) relativer Grad: Quantifizierung macht Vergleich mit Referenzgruppe möglich
  • Wie können psychologische Tests klassifiziert werden? 1. Nach Anwendungsbereich (z.B.Kliniken, Betriebe, Schulen, Beratungsstellen, Forschung) 2. Zentrale Unterscheidung nach Cronbach (1990): Leistungstests vs. Persönlichkeitstest  Leistungstest = Tests of maximum performance --> immer wenn Aufgaben entweder richtig oder falsch beantwortet werden können (also ein verbindlicher Beurteilungsmaßstab vorliegt) Persönlichkeitstest = Tests of typical performance--> Tests in denen Persönlichkeitsmerkmale bzw. Charaktermerkmale (wie Eigenschaften, Motive, Interessen, Einstellungen etc.) erfasst werden
  • In was können Persönlichkeitstests unterschieden werden? In was werden Leistungstests unterschieden? Persönlichkeitstest:1. Persönlichkeitsfragebogen2. objektive Persönlichkeitstests3. Projektive VerfahrenLeistungstests:1. Konzentrationstest2. Intelligenztest3. Eignungstest4. Entwicklungstest5. Schultest
  • Was versteht man unter Testtheorie? mit Hilfe von Testtheorie soll es möglich gemacht werden, Fragebögen so zu konstruieren, dass ein Schluss von beobachtbaren Verhalten auf das dahinterliegende Konstrukt möglich ist. die Testtheorie liefert den theoretischen Hintergrund zur Konstruktion und Interpretation von Testverfahren. sie beschreibt die grundlegenden theoretischen Annahmen, die notwendig sind, um von einer beobachteten aber meistens nicht messfehlerfreien Messung auf den dahinterliegenden „wahren Wert“ des zu erfassenden Merkmals schließen zu können. das funktioniert dadurch, dass sie die mathematischen Konzepte bereitstellt, um den Zusammenhang von Testverhalten und dem zu erfassenden Merkmal zu beschreiben
  • Warum gibt es Gütekriterien und wie lauten die drei Hauptkriterien in der Testtheorie? Um die Güte des Schlusses von beobachtbarem Verhalten auf das zu erfassende merkmal zu beschreiben: 1. Objektivität = Messung der Verhaltensindikatoren ist objektiv also unabhängig von der Person des Versuchsleiters oder der Testsituation im Allgemeinen (z.B. durch Standardisierung der Testprozedur = Durchführungsobjektivität; der Auswertung = Auswertungsobjektivität; der Interpretation = Interpretationsobjektivität) 2. Relialibilität = der Test misst genau, bzw. zuverlässig (z.B. misst bei derselben Person immer den selben Wert) -> Merkmal wird messfehlerfrei erfasst 3. Validität = die verwendeten Verhaltensidikatoren decken tatsächlich umfassend das zu erfassende Konstrukt ab -> Gültigkeit eines Tests = der Test misst das, was er zu messen vorgibt
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