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Drogenanalyse (Subject) / FRUCHT-/HERBA- DROGEN (Lesson)

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  • ROSAE PSEUDO-FRUCTUS Rosaceae – Rosa canina L. (Hunds-Rose)– R. pendulina L. (Hängefrucht-Rose) - Synonym: Fructus Cynosbati – fleischiger Achsenbecher– schwarz bis hellrot– innen seidig glänzende Behaarung– „sine semine“: ohne Nussfrüchte– „cum semine“: mit Nussfrüchten – Achsenbecher• Dicke Cuticula (Querschnitt)• Epidermis– Derbwandig– Aufsicht: „fensterartig“ geteilt durch dünnere Wände• Dickwandiges Parenchym– Carotinkristalle und Oxalatdrusen• Deckhaare– An Fruchtwand-Innenseite befindlich
  • FOENICULI DULCIS FRUCTUS Apiaceae – Foeniculum vulgare subsp. vulgare var. dulce (SüßerFenchel) – Apiaceenfrucht = Spaltfrucht• Teilfrucht = Achäne, eiförmig• kahl• 5 helle Hauptrippen, die beiden seitlichen etwas größer• Tälchen dunkel – Mesocarp:• je Tälchen eine braune Ölstrieme (= Sekretgang), an Fugenseite 2• Parenchym um Ölstriemen dunkelbraun (Eckenkollenchym)• netzartig verdickte „Fensterzellen“ um die Gefäßbündel– Endocarp:• längliche, schmale Zellen, Zellgruppen mit wechselnder Orientierung(„Parkettzellen“)– Endosperm:• verdickte weiße Zellwände• fettes Öl, Aleuron• Oxalatrosetten
  • ANISI FRUCTUS Apiaceae – Pimpinella anisum L. (Anis) – Apiaceenfrucht,meist nicht in Teilfrüchte zerfallen– birnenförmig– kurzes Stielchen– fein behaart– helle Rippen, dunklere Tälchen – Exocarp Aufsicht:• Deckhaare einzellig, gekrümmt, gewarzte Cuticula– Querschnitt• Mesocarp:– je Tälchen zahlreiche gelbe anastomosierende Ölstriemen,an Fugenseite 2• Endocarp:– längliche, schmale Zellen• Endosperm:– verdickte weiße Zellwände– fettes Öl, Aleuron– Oxalatrosetten
  • SILYBI MARIANI FRUCTUS Asteraceae – Silybum marianum (L.) Gaertn. (Mariendistel) Synonym: Cardui mariae frct., „Semen“ Cardui mariae • Morphologie– Glatte, glänzende Achänen ohne Pappus (fällt leicht ab)– Länglich-eiförmig, flach gedrückt6-7 mm lang, 3 mm breit, 1.5 mm dick– Braunschwarz oder graubraun  – Am oberen Ende ringförmiger, gelblicher Kragen um die Griffelreste herum
  • MYRTILLI FRUCTUS SICCUS Ericaceae – Vaccinium myrtillus L. (Heidelbeere) – Scheinbeere(aus unterständigem Fruchtknoten)• kugelig, 5-6 mm Durchmesser• blauschwarze, runzelige Oberfläche• Fruchtfleisch schwarzrot• unten Stielrest• oben Diskus, Griffelrest, Reste der Krone • Geschmack: säuerlich, süß • Anatomie:– Exocarp• kleinzellig– Mesocarp• Steinzellennester• Anthocyan• Oxalatdrusen– Endocarp• um jeden Samen Steinzellen– Testa• Steinzellen, U-förmig verdickt,Außenseite dünnwandig
  • JUNIPERI GALBULUS Cupressaceae – Juniperus communis L. (Gewöhnlicher Wacholder) – „Beerenzapfen“• Gymnospermae: kein Fruchtblatt• 3 Hochblätter umschließen Samen, werden fleischig– kugelig– schwarzblaue glatte Oberfläche– oben 3-zählige Verwachsungsnarbe der Hochblätter– unten 2 Dreierwirtel sehr kleiner Hochblätter • Geschmack: aromatisch-süßlich, harzig – Querschnitt:• 3 Samen• Mesokarp– „Tonnenzellen“: große gelbliche Steinzellen mit schlitzförmigen Tüpfeln(Idioblasten)– Schizogene Ölbehälter• Samenschale mit Steinzellnestern
  • PIPERIS FRUCTUS Piperaceae – Piper nigrum L., (Pfeffer) – Schwarzer Pfeffer• Perikarp intakt• Bei beginnender Rotfärbung noch unreif geerntet– Schwarzfärbung durch enzymatische Oxidation während der Trocknung– Weisser Pfeffer• Ohne äußere Schichten des Perikarps• Bei Rotfärbung im vollreifen Zustand geerntet• Entfernung von Exo- und Mesokarp durch Abreiben – Kugelförmig• Piperis nigri fructus– 3-6 mm– Schwarzbraune, gerunzelte Oberfläche– An einem Pol oft Narbenreste, am Grunde Abbruchstelle als heller Fleck– Perikarp und Testa verwachsen• Piperis albi fructus– 3-5 mm– Hell-braun-grau-gelbliche, matte, glatte Oberfläche– Zahlreiche blasse gerade Streifen von Basis zu Spitze– An einem Pol abgeflacht, am anderen Pol kleine Erhebung – Exokarp• Kleine polygonale Zellen mit dunkelbraunem Inhalt und dicker Cuticula• Hypodermis: „äußere Steinzellschicht“, mehrschichtig, dazwischen dünnwandige,braune Parenchymzellen– Mesokarp• Großzellige Parenchymschicht mit eingestreuten Harzzellen• Leitbündelschicht: kleine Parenchymzellen, von Sklerenchym begleiteteLeitbündel• Ölzellschicht: große mit ÄÖ gefüllten Zellen neben kleinen, verholzten,getüpfelten Zellen– Endokarp• „Innere Steinzellschicht“: U-förmig verdickte Becherzellen – Testa• Braune Pigmentzellen
  • LINI SEMEN Linaceae – Linum usitatissimum L.(Lein), • flach• länglich-eiförmig• ein Ende abgerundet,eines mit schräger Spitze• Samenschale rötlichbraun,glatt, glänzend – Testa • Epidermis = Schleimzellen– Endosperm• fettes Öl– Kotyledonen • Ringzellenschicht– Aufsicht: kreisförmig• Faserschicht– gelbliche, getüpfelte, langgestreckte Fasern• Querzellenschicht
  • CRATAEGI FOLIUM CUM FLORE – Crataegus monogyna Jacq. (Lindm.) • Morphologie:– Blüten• Kronblätter in Droge gelb-bräunlich, 5, nicht verwachsen• Achsenbecher mit 5 winzigen Kelchblättern• zahlreiche Staubblätter• Zahl der Fruchtblätter und Griffel je nach Art unterschiedlich– Blätter• (tief) gelappt• netzige Nervatur– Spross• verholzte Achsenteile – Blatt• Deckhaare: einzellig• Kristalle: Drusen (Intercostal), Einzelkristalle (Kristallzellreihen)• Stomata anomozytisch, nur US• Drüsenhaare fehlen– Blüte• Achsenbecher– je nach Stammpflanze kahl oder behaart mit einzelligen, dickwandigenDeckhaaren
  • ALCHEMILLAE HERBA – Alchemilla vulgaris L. s.l. (Frauenmantel),Rosaceae – morphologisch und anatomischvariabel, da apomiktischeFruchtbildung– botanische Bestimmung unmöglich – Blätter• kreisförmig, handförmige Hauptnervatur, dazwischen feinadriges Nervennetz,7-11-lappig• behaart• Rand gesägt– Blüten• klein, wenige mm groß, grünlich-gelb• 4-zählig, Krone fehlt; AußenK4, K4, A4, G1 mittelständig – Blatt:• Deckhaare 1-zellig, lang, spitz, dickwandig, Basis abgerundet• Behaarungsdichte sehr variabel• Drusen im Mesophyll• Spaltöffnungen anomocytisch (nur US)– Blüte:• Einzelkristalle im Fruchtknoten
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  • ABSINTHII HERBA • Basale Laubblätter und/oder zur Blütezeit gesammelteobere Sprossteile und Laubblätter von– Artemisia absinthium L. (Wermut), Asteraceae • Morphologie:– Blätter:• gefiedert, Abschnitte ganzrandig, an Spitze abgerundet, 2-6 mm breit• beidseitig graufilzig behaart– Blütenstand:• Hülle tassenförmig (breiter als hoch)• hauptsächlich gelbe Röhrenblüten• wenige Zungenblüten, klein, gelb, unauffällig• Korbboden behaart• kein Pappus– Spross:• hoher Sprossanteil in Droge Geschmack: bitter – Blatt:• Deckhaare: T-Haare (wenige, kurze Basalzellen, große querliegendeZelle)• Compositendrüsen• isolateral und bifacial– Blütenstand:• Spreuhaare vom Korbboden • Pollen triporat, glatte Exine
  • HYPERICI HERBA • Ganze oder zerkleinerte Triebspitzen von– Hypericum perforatum L. (Johanniskraut), Hypericaceae • Morphologie:– Spross:• kahl, hohl, hart• 2 gegenüberliegende Leisten, in jedem Internodium um 90° gedreht• Blattstellung dekussiert– Blatt:• eiförmig, ganzrandig• über Fläche verteilt farblose Sekreträume• am Blattrand rote Hypericinbehälter• kahl – Blüte:• K 5, lanzettlich, ganzrandig• C 5, gelbmit dunklen Sekreträumen am Rand, schiefelliptisch• A viele• G dreifächrig, Kapselfrucht • Anatomie:– Blatt• schizogene Sekreträume, auf Fläche farblos, am Rand rot• Stomata anomozytisch, nur auf US• Kahl• Blattbau: isolateral– Blüte• Sekreträume
  • EQUISETI HERBA Schachtelhalmkraut • Sterile oberirdische Teile von– Equisetum arvense (Acker-Schachtelhalm),EquisetaceaeSynon.: Zinnkraut • Morphologie:– Hauptachse• gerieft: Rippen (Carinae) und Tälchen (Valleculae)• an den Nodien Blattscheiden mit Zähnen– Nebenachse• meist 4-flügelig• Kanten rauh• erstes Internodium der Seitenachse länger als dazugehörigeBlattscheide an Hauptachse• Geschmack:-, knirscht beim Kauen – Hauptspross• Stomata in mehreren Längslininen angeordnet• Nebenzellen (die über den Schließzellen liegen) mit spangenförmigenZellwandverdickungen• Querschnitt:– große Markhöhle– bei Gefäßbündeln kleine Carinalhöhlen– unter Tälchen mittelgroße Vallecularhöhlen– Nebenachse• 2-zellige Papillen an den Flügeln• keine Höhlen