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Müp Wirtschaft (Subject) / Finanzmanagement 3.TK (Lesson)
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- Existenzbedingung für Wirtschaftssubjekte? = Zahlungsfähigkeit und Schuldendeckungsfähigkeit - Zahlungsfähigkeit = Subjekt kann jederzeit rechzeitig seinen fälligen Zahlungsverpflichtungen in vollem Umfang nachkommen (Zahlungsmittel + Summe Einzahlungen - Summe Auszahlungen) - Schuldendeckungsfähigkeit = wenn EK unter Berücksichtigung von GuV, Eigenkapitalzuführunen u -abführungen nicht negativ ist
- Bankenbetriebliche Risiken Risiko = Gefahr einer Fehlentscheidung mit Folge eines Schadens - Risiken der Schuldendeckungsfähigkeit = Reinvermögensrisiken (meist Erfolgsrisiken) --> Erhöhung des Aufwand bzw. Verringerung des Ertrags können das Reinvermögen verändern - Risiken der Zahlungsfähigkeit = Liquiditätsrisiken --> Abweichung der realisierten von den erwarteten Ein- o. Auszahlungen --> Gefahr: negative Beeinflussung der Liquidität (Zahlungsmittel, Einzahlung u. Auszahlung)
- Erfolgsrisiken (liquiditätsmäßig-finanzielle Erfolgsrisiken) Ausfallrisiken: --> Gläubigerrisiken = Geldleihe, Kreditleihe --> Gefahr des Kapitalausfalls des Schuldners --> Anteilseignerrisiken = Beteiligungs-, Anteilswerte --> bonitätsbedingte Kapital- bzw. Vergütungsausfall (z.B. von Dividenden) --> Länderrisiken: wirtschaftlich (Zahlungsfähigkeit eines Landes); sozio-politisch (z.B. Enteignung, höhere Steuern in einem Land) Preisrisiken: --> Zinsänderungsrisiken: variabel, festzinsbestimmt --> Währungsrisiken: Swapsatz (eine sich vergrößernde o. verkleindernde Differenz zwischen Kassa- u. Terminkurs einer Währung erzeugt ein Risiko) -> sonstige Preisrisiken --> Gefahr, dass der tatsächliche Finanzerfolg vom erwarteten abweicht aufgrund veränderter Marktpreise (z.B. Edelmetalle)
- variable Zinsänderungsrisiken + Zinselastizität Zinselastizität = Anpassungsfähigkeit der Zinssätze 1. Fall: kein Zinselastizitätsüberhang u. kein Zinsänderungsrisiko --> beide Zinssätze auf der Aktiv- u. Passivseite reagieren gleich 2. Fall: aktivisches Zinsänderungsrisiko bei sinkender Zahlungsentwicklungstendenz --> Gefahr einer verringerten Bruttozinsspanne u. verringerter Finanzerfolg --> Aktivzinssatz reagiert stärker als der Passivzinssatz 3. Fall: passivisches Zinsänderungsrisiko bei steigenden Zinssätzen --> Reduzierung Bruttozinsspanne u. verringerter Finanzerfolg --> Passivzinssatz reagiert stärker als der Aktivzinssatz
- festzinsbestimmte Zinsänderungsrisiken 1. Fall: Aktiva mit festverzinsten, Passive mit variabelverzinsten Konditionen --> Auf Aktiva: Aktivüberhang; Passive: passivische Festzinslücke, da auf der Passiva sich der Zinssatz ändern kann --> steigt der variable Zinssatz auf der Passiva, so könnten höhere Kosten entstehen 2. Fall: Passiva mit festverzinsten, Aktiva mit variabelverzinsten Konditionen --> Auf Aktiva: aktivische Festzinslücke, da sich Zinssatz ändern kann; auf Passiva: Passivüberhang --> sinkt der Zinssatz auf der Aktivseite, so können geringere Erträge entstehen
- Devisenkursänderungsrisiken = offene Devisenpositionen bestehen, wenn Fremdwährungsgeschäfte einer Bilanzseite nicht durch Geschäfte in der gleichen Währung auf der anderen Bilanzseite ausgeglichen werden - ungünstige Devisenkursänderung = Fremdwährung auf Aktivseite --> Aufwertung der Inlandswährung --> Wert der Inlandwährung im Aktivposten sinkt (passivische Währungslücke) - Fremdwährungspassiva beinhaltet das Risiko der Abwertung der Inlandswährung (aktivische Währungslücke)
- Technisch-organisatorische Erfolgsrisiken - Risiken soziale Sphäre = Einsatz von Arbeitskräften u. resultieren z.B. aus fahrlässigem, menschlichem Fehlverhalten oder auf vorsätzlichem Tun (z.B. Betrug) - Risiken reale Sphäre = Betriebsmittel, mit Gefahr des Werteverlusts durch Beschädigung, Zerstörung o. techn. Fortschritt - Risiken InKo Sphäre = fehlerhafte o. nicht reibungslose Gewinnung, Verarbeitung, Weiterleitung von Informationen
- Erfolgsrisiken --> Nichteinhaltung Existenzbedingung? = liquiditätsmäßig-finanzielle u. technisch-organisatorische Erfolgsrisiken sind Teile des Haftungspotentials --> Nichtbeachtung führt zur Überschuldung u. zu Existenzbedrohung für Banken
- Liquiditätsrisiken --> Existenzbedingung? = bedroht die Zahlungsfähigkeit einzahlungsbezogene Liquiditätsrisiken --> Rückflussrisiken = Kontraktpartner können den vereinbarten Termin für z.B. Tilgungszahlungen nicht einhalten --> Anschlussrisiken = vorgenommene Fristentransformation --> tatsächliche Einzahlungen weichen von den erwarteten ab --> Anschlussfinanzierung kaum möglich --> sonstige Risiken = Provisionszahlungen auszahlungsbezogene Liquiditätsrisiken --> Abrufrisiken: Kontraktpartner rufen Mittel aus zugesagten Krediten früher ab --> Abzugsrisiken: Kontraktpartner ziehen ihre Gelder vor dem erwarteten Termin ab --> sonstige Risiken: Steuerzahlungen
- Liquidität = Zahlungsmittel, zahlungsfähig sein, Geldnähe --> Monetesierbarkeit u. Wiedergeldwerdung
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- Renegotiation --> inwieweit lindert es Zahlungsfähigkeitsprobleme souveränder Staaten? = wenn Land Schwierigkeiten hat, Gläubiger zu bedienen, wird häufig ein partieller Schudelschnitt vereinbart --> überschuldete Staaten können somit überhaupt weiterhin ihren Schuldendienst leisten --> Gläubiger verlieren nicht komplett ihre Forderungen
- Renegotiation --> Differenz zwischen tatsächlichen u. erwarteten Finanzerfolg des Investors Renegotiation = Gläubiger verzichtet auf Teil seiner Forderungen (z.B. Tilgungszahlungen) --> erwartete Finanzerfolg somit nicht erreicht --> Außer der Gläubiger hat einen Teilausfall der Forderungen antizipiert