12
Sonderpädagogik (Subject) / Förderschwerpunkt Sprache (Lesson)
Einführung in die Sprachwissenschaften und Diagnostik, Therapie und Förderung von Sprachentwicklungsstörungen auf verschiedenen sprachlichen Ebenen (Lehramt an Grundschulen)
This lesson was created by anner98.
Advertisement
- Vor welchen Anforderungen stehen vor allem Kinder mit SPF Sprache im Unterricht (Schmölzer-Eibinger 2013)? - komplexe syntaktische Strukturen - komplexe Attribute - Komposita - Abstrakta - Nominalisierungen
- Wie definiert Gogolin 2011 Bildungssprache? → kulturelles Kapital und Bedingung für gesellschaftliche Teilhabe - bedeutsam für Vermittlung und Erwerb von Wissen - eröffnet Zugang zu beruflichen Chancen und Möglichkeiten - vermittelt zwischen Alltagssprache und Wissenschaft
- Wie definiert Feilke 2012 Schulsprache? → durch Schule hervorgebrachte und für schulische Zwecke genutzte Sprache - Selektionsfunktion der Schule
- Modell der Sprachverarbeitungsprobleme bei SuS mit Spracherwerbsstörungen (Sallat, Schönauer-Schneider 2015) - Vermittlungsebene: Vermittlung der Unterrichtsinhalte - Schülerebene: Lernen/Verarbeitung → rezeptive Beschränkungen: Speicherung von Informationen (Entstehung von Wissen) → produktive Beschränkungen: Abruf von Wissen - auf verschiedenen Ebenen: → phonetisch-phonologische Ebene → semantisch-lexikalische Ebene → morphologisch-syntaktische Ebene → kommunikativ-pragmatische Ebene → Arbeitsgedächtnis
- Welche Störungen des Spracherwerbs klassifiziert die ICD-11 und die DSM-5? Sprachentwicklungsstörung - Sprachstörung Entwicklungsstörung des Redeflusses - Redeflussstörung Entwicklungsstörung der Sprachlaute - Artikulationsstörung weitere spezifische Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache - sozial pragmatische Kommunikationsstörungen nicht näher bezeichnete Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache - nicht näher bezeichnete Kommunikationsstörungen
- Modell der ICF-CY → Gesundheitsproblem aus verschiedenen Perspektiven - personenbezogene Faktoren und soziales Umfeld - Teilhabe, Aktivität, Körperfunktionen
- Wie unterscheiden sich SEV, SES und SSES? SEV - Sprachentwicklungsverzögerungen → auf allen Ebenen → Spracherwerb langsamer, aber qualitativ vergleichbar SES - Sprachentwicklungsstörungen → auf einigen Ebenen, oft Diskrepanzen → kein qualitativ vergleichbarer Spracherwerb SSES - spezifische Sprachentwicklungsstörungen → auf allen Ebenen, auptsymptome oft auf morphologisch-syntaktischer Ebene → kein qualitativ vergleichbarer Spracherwerb
- Welche didaktischen Leitlinien gelten für einen sprachaufmerksamen Unterricht (Schmölzer-Eibinger 2013)? - integriertes Fach- und Sprachlernen - Sprachaufmerksamkeit und -reflexion - aktives und authentisches Handeln - explizite und transparente Anforderungen - systematische sprachliche Unterstützung - Schriftsprachlichkeit und sprachliche Komplexität - Schreib- und Textarbeit
- Welche inklusiven Unterrichtskonzepte unterscheiden Sallat und Schönauer-Schneider 2015? - spezifische Sprachtherapie im Unterricht - spezifische Sprachförderung - Sprachassistenz im Unterricht - therapieintegrierende Unterrichtsphasen - Förderung der Sprachemotionen und des Sprachverständnisses - Förderung sprachbasaler Prozesse im Unterricht
- Welche Merkmale hat die Sprachtherapiedidaktik in der inklusiven Schule (Lüdtke, Blechschmidt 2015)? - Aufgaben: Prävention, Intervention, Therapie, Förderung, Beratung - Setting: Unterricht, Kleingruppen, Einzelförderung - kooperierende Personen - Kompetenzen zur Überwindung sprachlich-kommunikativer Barrieren
- Advertisement
- Welche Aufgaben haben die Akteur:innen bei der interprofessionellen Kooperation in der inklusiven Schule (Lüdtke, Blechschmidt 2015)? - Grundschullehrkraft: Kompetenzen in Didatik, Fachdidaktik, Pädagogik - Therapeut:in: Kompetenzen in Sprachtherapie - Sonderpädagog:in: Kompetenzen in Sonderpädagogik, Sprachpädagogik, Spachdidaktik → komplementäres Unterstützungsprofil
- Welche Komponenten der Sprache unterscheidet Grewendorf 1989? ◊ suprasegmentale Komponente: Prosodie, Intonation → prosodische Kompetenz ◊ Morphologie, Syntax, Phonologie, Semantik: Wort-/Satzbildung, Wort-/Satzbedeutung, Organisation von Sprachlauten → linguistische Kompetenz ◊ Diskurs, Sprechakte: sprachliches Handeln, Kohärenz in Kommunikation → pragmatische Kompetenz