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Phytomedizin (Subject) / Basidiomycota (Lesson)
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- Womit unterscheiden sich Basidiomycota von allen anderen pflanzenpathogenen Erregern? Basidiomycota besitzen ein Myzel das im vegetativen Zustand dikaryotisch ist bzw aus Hyphen welche im vegetativen Zustand dikaryotisch sind
- was bedeutet heterözisch und autözisch? Bei welchen Pilzgattungen/-arten kommt dies vor? heterözisch = wirtswechselnd bei Rostpilzen zb Schwarzrost, Gelbrost autözisch = nicht wirtswechselnd bei Bohnenrost (Rostpilz) und Brandpilzen
- Wie verläuft die Bildung der 5 Sporentypen und der Wirtswechsel bei Rostpilzen? 1. im Frühjahr keimen auf Weizen Teliosporen mit einer Basidie aus, an deren Ende Sterigmen mit Basidiosporen sitzen. Die haploiden Basidiosporen werden mit dem Wind auf den Zwischenwirt, die Berberitze, übertragen 2. Auf der Berberitze kommt es zur Bildung von haploiden Spermatien und Suchhyphen. Durch Plasmogamie und MEiose der haploiden Spermatien und Suchhyphen entstehen in den Aecidien die dikaryotischen Aecidiosporen. Diese gelangen durch Wind auf den Hauptwirt Weizen 3. Auf dem Weizen entwickeln sich die dikaryotischen Uredosporen, die zur Verbreitung im Bestand dienen 4. Gegen Ende der Vegetationszeit bilden sich Teliosporen zur Überwinterung auf den Stoppeln, die im Frühjahr erneut auskeimen
- Ustilago nuda, der Erreger des Gerstenflugbrandes, infiziert die Blüten bzw. den Embryo seiner Wirtspflanze, Tilletia caries, der Erreger des Weizensteinbrandes, dagegen den Weizen im Keimlingsstadium. Welche Auswirkungen hat dieses unterschiedliche Infektionsverhalten auf die Bekämpfung der beiden Brandkrankheiten (und warum)? Da bei Ustilago nuda der Erreger im Korn bzw später im Embryo steckt müssen systemische Beizmittel angewendet werden, die in das Korn und in den sich entwickelnden Keimling gelangen und nicht nur in die trockene Kornmasse. Bei tilletia sp haftet der Erreger AM Korn an oder befindet sich im Boden. Deshalb ist eine systemische Beizung nicht notwendig. Es genügt eine normale Beizung oder eine Saatgutreinigung
- Ort der Überwinterung und Art der Infektion bei 1 Tilletia sp 2 Ustilago nuda 3 Ustilago maydis 1 Überwinterung AN Körnern und im Boden; Keimlingsinfektion 2 Überwinterung IM Korn; Blüten-/Embryoinfektion 3 Überwinterung im Boden; Triebinfektion
- Bekämpfungsmaßnahmen für 1 Ustilago maydis 2 Ustilago nuda 3 Tilletia sp 1 Fruchtfolge, Vermeidung von Verletzungen, Bekämpfung Fruchtfliege und Maiszünsler 2 Beizung mit systemischen Fungiziden 3 Saatgutreinigung und Beizung
- Wie wird Tilletia sp (Steinbrand) übertragen? - durch befallene Körner die beim Drusch zerschlagen werden und Brandsporen freisetzen, die sich vorzugsweise an die Bärtchen der Körner anheften
- Wie und wann wird Ustilago nuda (Gerstenflugbrand) übertragen? - über Wind zur Zeit der Blüte - Myzel dringt in den Embryo ein und überwintert im Saatgut oder als MYzel auf befallenen Pflanzen/-stoppeln --> Blüten-/Embryoinfektion
- Wie wird Ustilago maydis (Maisbeulenbrand) übertragen? - Brandsporen werden mit Wind auf gesundes teilungsfähiges Pflanzengewebe übertragen; zuerst saprotrophisches Wachstum - Nach Verschmelzen zweier Myzelien unterschiedlichem Paarungstyps erfolgt Infektion mit dikaryotischer Hyphe über Stomata, Wunden oder Löcher des Maiszünslers oder der Fritfliege - Hypertrophie des Gewebes durch Produktion von Phytohormonen
- Wodurch ist der Wntwicklungszyklus der UStilago-Arten gekennzeichnet? - durch eine Phase des saprotrophen Wachstums - Erst nach Plasmogamie zweier Sporidien unterschiedlichen Paarungstyps wird eine dikaryotische Hyphe gebildet die Pflanzengewebe infizieren kann - Basidiosporen sind im haploiden Status nicht infektiös
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- Wodurch lässt der Erreger des Phaseolus-Bohnen (Uromyces appendiculatus) seinen Wirt am Leben? Durch grüne Inseln im Blatt die durch die Bildung von pflanzlichen Cytokininen induziert werden
- Hauptsymptome des Gerstenflugbrandes (Ustilago nuda) - keine Kornentwicklung, stattdessen Ausbildung von dunklen Sporenmassen
- Hauptsymptome des Ustilago maydis (Maisbeulenbrand) - beulenartige Wucherungen und HYpertrophien (Gallen)
- Hauptymptome von Tilletia sp. (Steinbrand) - verkürzte Halme - Entstehung von Brandbuttendie Brandsporen enthalten, anstatt Körner
- Hauptymptome des Schwarzrost (Puccinia graminis) - streifenförmige braune Uredosporenlager