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Interkulturelles Management (Subject) / Lektion 2 (Lesson)
Einführung in die Theorien des Interkulturelle Managements
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- Die Interkulturelle Kerntheorie Die Interkulturelle Kerntheorie: Was ist Interkulturelles Management? Interkulturelles Management ist ...die zielorientierte Gestaltung, Steuerung und Entwicklung ...von Strukturen und Prozessen von Organisationen ...in einem Zusammenhang, ...indem mindestens zwei unterschiedliche Kulturen zusammentreffen, geprägt ist. (Koch, 2012) Die Kernkomponente von Interkulturellem Management ist die Kultur. Interkulturelles Management versucht positive Wirkungen von Kulturen zu fördern und negative Auswirkungen zu minimieren.
- Welchen Einfluss hat die Kultur auf die Persönlichkeit und Emotionen? Kultur und PsychologiePsychologische Grundlagen von KulturWelchen Einfluss hat die Kultur auf die Persönlichkeit und Emotionen? Einige Persönlichkeitsfaktoren entwickeln sich in Abhängighkeit unseres kulturellen Umfeldes, während andere universell und kulturunabhängig sind (Bannys, 2012). Wissenschaftsbereiche, die sich im Schnittpunkt zwischen Kultur und Psychologie befinden: Kulturpsychologie, interkulturelle und kulturvergleichende Psychologie. Ziele dieser fächerübergreifenden Disziplinen: herauszufinden, ob und welche psychologischen Grundlagen kulturübergreifend gültig sind. 1. Der erste und der zweite Ansatz: Der erste Ansatz nimmt an, dass es eine begrenzte Anzahl von universellen Persönlichkeitsfaktoren gibt, die sich kulturunabhängig entwickelt haben. Der zweite Ansatz nimmt an, dass eine Trennung von Kultur und Persönlichkeit nicht möglich ist und geht davon aus, dass sich die Persönlichkeitsfaktoren erst unter dem Einfluss der Kultur ausbilden.Beide Ansätze schließen sich nicht gegenseitig aus. Einige unserer Persönlichkeitsfaktoren entwickeln sich in Abhängigkeit von unserem kulturellen Umfeld, andere sind universell und kulturunabhängig. 2. Fünf-Faktoren-Modell/Big Five/Persönlichkeitsdimensionen: In einer Vielzahl länderübergreifender Studien wurden 5 voneinander unabhängige Persönlichkeitsdimensionen erschlossen, die als weitestgehend universell und kulturunabhängig gelten. Offenheit für Erfahrungen: spontan, aufgeschlossen, neugierigGewissenhaftigkeit/Ridigität (Steifheit): leistungsstark, ordentlich, diszipliniertExtraversion: aktiv, durchsetzungsfähgig, geselligVerträglichkeit: rücksichtsvoll, selbstlos, vertrauensvollNeurotizismus: emotional, ängslich, nervös 3. EmotionenEmotionen sind ein fester Bestandteil unserer Persönlichkeit. Die Frage, ob und inwieweit Emotionen gezeigt werden, variiert von Kultur zu Kultur. Cultural Display Rules:...schreiben vor, welche Emotionen in welcher Situation offen gezeigt werden dürfen. Je nach Situation Emotionen adäquat auszudrücken, zu verstärken, abzuschwächen, andere Emotionen zu zeigen als wir fühlen, zu verbergen, oder überhaupt keine Emotionen zu zeigen.. beschreiben gültige Regeln zur Emotionsregulierung.... in individualistischen Kulturen (Deutschland) ist es üblich Emotionen offen zu zeigen....in kollektivistischen Kulturen (Japan) ist es üblich Emotionen nicht offen zu zeigen, um die harmonische Beziehung nicht zu bedrohen. Das Zeigen von Emotionen wird weiters davon beeinflusst, ...in welcher Situation und ...in welchem Personenkreis man sich befindet.
- Welche Bedeutung hat Kontext für kulturelle Gruppen? Welche Bedeutung hat Kontext (Zusammenhang) für kulturelle Gruppen? Kontext ist eine situationsbezogene Information. Wahrnehmung/Interpretation einer Situation:Situationen können von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen sehr unterschiedlich wahrgenommen werden, insbesondere, wenn sie außerhalb ihres Kontextes beurteilt werden. Was in einer Kultur als angenehm oder akzeptabel empfunden wird, kann in einer anderen ganz anders interpretiert werden. Diese Interpretationen von Wahrnehmungen können sowohl auf die Kultur als auch auf den Kontext zurückgeführt werden. 3 Handlungskontexte (Koch, 2012):Interkulturelles Management findet stets in einem Kontext statt. 1. persönlicher, sozialer und kultureller Kontext der beteiligten Personen2. Organisationskontext: Form und Kultur der jeweiligen Organisation3. organisationsexterner Kontext: Organisationsumwelt. Management in, für und von anderen Kulturen (Koch, 2012): Management in andern Kulturen: Umsetzung von Unternehmenszielen in einem fremden kulturellen Kontext.Management für andere Kulturen: Entwicklung und Umsetzung geeigneter Strategien entweder aus dem Inland oder einem Drittland für bestimmte KulturenManagement von anderen Kulturen: Leiten von Teams anderer Kulturen im In- und Ausland.
- Durch welche Dimensionen wird versucht, Kultur messbar zu machen? Durch welche Dimensionen wird versucht, Kultur messbar zu machen? Kulturkonzepte/Kulturschemata von Hofstete, Trompenaars und GLOBE Kulturkonzepte dienen der Charakterisierung und Kategorisierung von Kultur, um Kultur messbar und vergleichbar zu machen. grundlegende Annahme,: dass es Frage-/bzw. Probelmstellungen gibt, die Kulturen allgegenwärtig beschäftigen, wobei sie sich in ihren Antworten unterscheiden. Wissenschafter versuchen durch Studien und Experimente herauszufinden, um welche Probleme es sich dabei handelt. Anhand von Kulturdimensionen können Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Ländern und Kulturen ermittelt werden. Sie ermöglichen die systematische Beschreibung und Vergleiche von Kulturen in Bezug auf verschiedenen Themen und Wertvorstellungen. I. Kulturdimension von Soziologe Alex Inkeles und Psychologe Daniel Levinson, 1954II. Kulturdimension nach HofstedeIII. Kulturdimensionen nach Trompenaars und Hampden-TurnerIV. Kulturdimensionen nach GLOBE I. Kulturdimension von Soziologe Alex Inkeles und Psychologe Daniel Levinson, 1954Erhebung der Identifizierung folgender Probleme: 1. Beziehung zu Autoritäten2. Selbstkonzept (Selbstplan) in Bezug auf Individuum und Gesellschaft3. Maskulinität und Feminität4. Konfliktlösungen einschließlich der Agressionskontrolle und dem Ausdruck von Emotionen II. Kulturdimension nach Hofstede Gerd Die erste Hofstede-Dimension Machtdistanz Wie sehr wird Ungleichheit von Macht/Hierarchie akzeptiert?2. Individualismus versus Kollektivismus Wie stark sind Individuen in Gruppen integriert?individuelle Ziele vs. Gruppenziele3. Maskulinität versus FeminitätWie wichtig sind maskuline Werte?maskulin: Aggressivität, harte quntifizierbare Zielefemininin: soziale, weiche Ziele4. Unsicherheitsvermeidung Wie sehr werden Unsicherheit und Ambiguität (Mehrdeutigkeit, Doppeldeutigkeit) toleriert?5. Langfristorientierung Inwiefern werden traditionelle Werte langfristig betrieben?6. Genuss vs. Zurückhaltung (indulgence vs. restraint) Inwiefern werden indivduelle Bedürfnisse zugelassen und ausgelebt? III. Kulturdimensionen nach Trompenaars und Hampden-TurnerDie ersten fünf Dimensionen beschäftigen sich mit der Beziehung zum Menschen, die sechste Dimension mit der Beziehung zur Zeit und die letzte Dimension mit der Beziehung zur Umwelt. Die erste Dimension Universalisum vs. Partikularismus (Streben staatlicher Teilgebiete, ihre besonderen Interessen gegen allgemeine Interessen durchzusetzten)Sind Regeln oder Beziehungen wichtiger? 2. Individualismus vs. Kollektivismus (wie Hofstede)Wie stark sind Individuen in Gruppen integriert? 3. Neutralität vs. Affektivität (Gefühlsbetonung)...beschreibt inwieweit Gefühle und Emotionen offen gezeigt werden. Zeigt man Emotionen offen?4. Spezifität vs. Diffusität (Zerstreuung) ...erfasst wie verschiedene Lebensbereiche miteinander verknüpft sind. Wie sind verschiedene Lebensbereiche verwoben? 5. Leistung vs. Herkunft ...unterscheidet, ob Menschen ihren Statuts durch Leistung oder durch Herkunft erlangen. Ist Status angeboren oder erarbeitet?6. Serialität vs. Paralellität ...befasst sich mit dem Umgang von Menschem mit der Zeit. Erledigt man Dinge gleichzeitig oder hintereindander? 7. interne vs. externe Kontrolle ...erfasst die Fähigkeit, die Umwelt zu kontrollieren. Ist die Umwelt kontrollierbar? IV. Kulturdimensionen nach GLOBE: Dimension MachtdistanzWie sehr wird Ungleichheit von Macht akzeptiert? UnsicherheitsvermeidungWie sehr werden Unsicherheit und Ambiguität (Mehrdeutigkeit) toleriert?Gruppenbasierter Kollektivismus (wie Hofstede)Wie stark sind Individuen in Gruppen integriert? Institutioneller KollektivismusWie stark fördern Institutionen die Beziehung zwischen Individuum und Gruppe? GeschlechtergleicheitInwieweit sind unterschiedliche Geschlechterrollen akzeptiert? BestimmtheitIn welchem Ausmaß wird bestimmtes Verhalten ausgeübt? ZukunftsorientierungInwieweit fördert eine Gemeinschaft zukunftsorientiertes Verhalten? LeistungsorientierungIn welchem Ausmaß werden Innovationen, hohe Standards udn Leistungsverbesserungen gefördert? HumanorientierungIn welchem Ausmaß werden Individuen für faires und freundliches Verhalten belohnt? Ländercluster der GLOBE-Studie (10) und Vergleich der Kulturdimensionen auf Clusterebene Nordeuropa: Dänemark, Schweden, FinnlandAngelsächsischer Raum: USA, Irland, Kanada, England, Südafrika, NeuseelandGermanisches Europa: Schweiz, Österreich, Niederlande, DeutschlandLateineuropa: Israel, Italien, Spanien, Portugal, Frankreich Lateinamerika: Argentinien, Costa Rica, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Brasilien, Bolivien, MexicoOsteuropa: Polen, Ungarn, Albanien, Georgien, Russland, Griechenland Ostasien: Hongkong, Südkorea, Singapur, Taiwan, Japan, ChinaMittlerer Osten: Marokko, Ägypten, Kuwait, Türkei, KatarSüdasien: Philippinen, Indonesien, Thailand, Malaysia, Indien, Iran
- Lerntheorien der Internationalisierung Lerntheorien der Internationalisierung (Johanson und Vahlne 1977) Gehen davon aus, dass Internationalisierungsentscheidungen von Lernpozessen gesteuert werden. Grundlage sind 2 Elemente: I. Establishment chain: (engl. Gründung/Kette)Unternehmen wählen zuerst risikoärmere Formen der Internationalisierung und gehen erst mit zunehmender Erfahung risikoreichere Bindungen ein. II. Psychic distance chain: (engl. psychisch/distanziert/Kette) Internationalisierungen beginnen vorerst mit geringer Distanz zur Heimat (zB. hinsichtlich Sprache, Kultur, Religion, Bildungs- und Rechtssystem) und wird erst nach zunehmender Erfahrung ausgeweitet.
- Hauptgründe für Misserfolg von Management im Auslandsengagement und Beispiele Hauptgründe für Misserfolge von Management: kulturelle Unterschiede und mangelndes kulturelles Verständnis. Beispiele: 1. Eintritt einer US-amerikanischen Supermarktkette in Deutschland wegen Missachtung kultureller Besonderheiten, da......keine Anpasung an die lokale Situation...keine Anpassung an die Wettbewerbslandschaft deutscher Supermärkte mit Discountern...keine deutschen Manager 2. über 50 % der ins Ausland versetzten Mitarbeiter sind nicht in der Lage,...ihren Aufgaben wie erwartet nachzukommen ...und sich in der Kultur einzufinden 3. 75 % der Joint Ventures (Unternehmenskooperationen) sind erfolglos aufgrund ...Kommunikationsschwierigkeiten und ...kulturellbedingter Konflikte
- Internationalisierungsentscheidungen Internationalisierungsentscheidungen: Internationalisierungsentscheidungen können zu vermehrten kulturellen Zusammentreffen führen undsomit die Notwendigkeit des Interkulturellen Managements verstärken. Internationalisierungsaktivitäten: ...wenn Unternehmen internationalisieren und ....Niederlassungen im Ausland etablieren, ...in denen Mitarbeiter aus fremden Kulturen beschäftigt sind. 3 Theorien für Internationalisierungsentscheidungen: A) Produktionslebenszyklus-Theorie (Vernon 1966) B) Lerntheorien der Internationalisierung (Johanson und Vahlne 1977)C) Ekletische Theorie der internationalen Produktion (Dunning 1979)
- Der Begriff Kultur; Definitionen von Kultur und deren Autoren Kultur und PsychologieDer Begriff KulturDefinitionen von Kultur und deren Autoren Elemente von Kultur sind Sprache, Religion, Kulturebene, Nationalkultur (Kultur eines Landes), Unternehmenskultur. Menschen ordnen Menschen unbewusst einer bestimmten kulturellen Gruppe zu zB. Hautfarbe, Köpertyp, Kleidung, Spache. Kultur ist ein komplexer Begriff, der aus verschiednenen Perspektiven beleuchtet werden muss und nicht von jedem gleich verstanden wird. A. Der Begriff Kultur: 17. Jahrhundert: lateinisches Wort colere bedeutet vorbereiten und entwickeln, kultivieren und wachsenAllgemein: eine unbestimmte Anzahl expliziter Normen und Werte sowie implizierter Grundannahmenvon Gesellschaften, Teilgesellschaften und sozialen Gruppen, die sich nach außen abgrenzen und nach innen integrieren. Kultur bezeichnet (Deffinition)eine Anzahl an fundamentalen Einstellungen und Verhaltensmaßstäben, die eine Gruppe von anderen unterscheidet. Literatur: keine einheitliche Definition, da keine eindeutige wissenschaftliche ZuordnungInterdisziplinäres Phänomen, da in unterschiedlichen Bereichen zB. Anthropologie (Wissenschaft vom Menschen und seiner Entwicklung), Soziologie (Wissenschaft die sich mit sozialem Verhalten befasst), Psychologie und Wirtschaftswissenschaften. B) Definitionen von Kultur: Kroeber/Kluckhhon (1952):In den 60er Jahren über 160 Definitionen zusammengetragen: Sammlung von Annahmen, Werten, Verhaltensweisen, Gewohnheiten und Einstellungen, die Menschen in einer GESELLSCHAFT von einander unterscheiden. Schein (1984): Muster grundlegender Annahmen, die eine bestimmte Gruppe von Menschen im Ergebnis gemeinsamer Erfahrungen, bei der Lösung von Problemen, der Anpassung an ihre externe Umwelt und der internen Integration entwickelt hat. Thomas (1993):Universelles, für die Gesellschaft, Organisation und Gruppe sehr typisches Orientierungssystem, dass aus spezifischen Symbolen gebildet und in der jeweilichen Gesellschaft tradiert (überliefert) wird und das Wahrnehmen, Denken und Handeln aller Mitglieder beeinflusst. Hofstede (1991): Kollektive (allgemein/von aussen) Programmierung des Bewusstseins,dadurch das sich Mitglieder einer GRUPPE von Menschen von einer anderen unterscheidet. Trompenaars & Hampden-Turner (1993):Art und Weise,wie eine Gruppe Probleme löst oder Dilemma (Situation, in der man gezwungen ist, sich zwischen zwei gleichermaßen unanagenehmen Dingen zu entscheiden) schlichtet. House et al. (2004):Geteilte Motive, Werte, Annahmen, Identitäten und Interpretationen oder Bedeutungen von wichtigen Ereignissen, die auf gemeinsame Erfahrungen von Gruppenmitgliedern beruhen und über Generationen weitergebeben werden.
- Merkmale und Erwerb von Kultur Kultur und PsychologieMerkmaleErwerb von Kultur Kultur ist im Bezug auf Merkmale ein komplexes und multidimensionales Konstrukt.Kultur ist nicht angeboren, sondern wird in der Gruppe erlernt. Merkmale von Kulturen... ... Kulturen sind keine "Container"-Gesellschaften (Schachtel-Gesellschaften) mit identischen kulturellen Merkmalen, die klar voneinander abgegrenzt werden können. ...zwischen verschiedenen Kulturen finden sich Gemeinsamkeiten und Überschneidungen, die zB. globaliesierungsbedingt von Menschen aus anderen Kulturen eingebracht werden...Kulturen sind nicht statisch (festgelegt), sonder unterliegen einem dynamischen Veränderungsprozess ...Kulturen verändern sich durch kontinuierliche Umweltveränderungen und Einflüssen aus anderen Kulturen. ..Je mehr Kontakt mit anderen Kulturen besteht, desto mehr neigen sie dazu, diesen Einflüssen zu unterliegen, wobei einige zentrale kulturelle Grundmuster diese äußeren Einflüssen scheinbar überdauern. ...Kultur ist nicht angeboren oder wird biologisch vererbt, sondern in den ersten Lebensjahren erworben. Enkulturation: ... bedeutet das Erlernen von kulturellen Mustern. ... ist ein Lern- und Sozialisierungsprozess und ist bis zum 15. Lebensjahr abgeschlossen. ...kulturelle Normen, Werte und Zugehörigkeit zu einer Kultur wird gelernt zB. durch die Beobachtung unserer Familie und das Aufwachsen in einer sozialen Gruppe Akkulturation: ...Gegenstatz zu Enkulturation... ist das Anpassen und Adaptieren (angleichen) an eine dem Herkunftsland fremde Kultur. 4 Akkulturationsstrategien (Literatur):Integration: Individuen passen sich der neuen Kultur an, ohne die eigene kulturelle Identität zu verlierenSeparation: Individuen passen sich der neuen Kultur nicht an, sondern behalten die eigenen kulturelle IdentitätAssimilation: Individuen passen sich der neuen Kultur an und distanzieren sich von ihren eigenen kulturellen IdentitätMarginalisation: Individuen passen sich nicht an die neue Kultur an und distanzieren sich von ihrer eigenen kulturellen Identität
- Was bezeichnen "frontstage culture" und "backstage culture"? Merkmale von Kulturfrontstage culture und backstage culture? frontstage culture: kulturelle Informationen, die wir mit fremden Kulturen teilen möchten backstage culture: kulturelle Informationen, die wir vor fremden Kulturen verbergen möchten
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- Was bedeutet Ethnozentrismus? Kultur und PsychologieMerkmal von KulturEthnozentrismus Die eigene kulturelle Prägung ist einem zumeist nicht bewusst, weshalb es einem oft schwer fällt, die kulturell geprägten Perspektiven anderer Kulturen zu verstehen. Ethnozentrismus:...kulturzentrierte Sichtweise....Sichtweise, die nur die EIGENEN kulturellen Maßstäbe einbezieht. Wir bewerten das Denken und Handeln anderer Menschen anhand unsererer eigenen kulturellen Maßstäbe. ...kulturelles Orientierungssystemkulturelle Prägungen sind unbewusst und selbstverständlich wie zB. Pünklichkeit, Essenszeit, Ausziehen von zu Hause, Umgang mit Vorgesetzten, Kleidung bei formellen Treffen Im Zusammenahng mit interkulturellem Management: Um im interkulturellen Management erfoglreich zu sein, ist es notwendig, das eigenen kulturelle Orientierungssystem und das der anderen Menschen zu kennen. Es ist jedoch zu beachten, dass diese Kenntnisse nur Wahrscheinlichkeitsabschätzungen sind, da Menschen individuell unterschiedlich mit Einstellungen und Erwartungen ihrer Kultur umgehen. Das Wissen über kulturelle Standards bietet lediglich hilfreiche Rahmenbedingungen mit denen individuelles Verhalten schneller verstanden werden kann. Wichtig: Vermeidung von ...vorurteilsbehafteten Grundhaltungen und ...stereotype (klischeehafte) Kategoriesierungen
- Das Kulturschichtenmodell Trompenaars und Hampden-Turner (2012) Das Kulturschichtenmodell, Trompenaars und Hampden-Turner (2012) Kulturmodell - Kulturschichten Kultur wird als eine Reihe von verschachtelten Sphären (kugelrunder Körper) dargestellt. 3 Kreise von außen (1) nach innen (3) 1. Arktefakte und Produkte2. Normen und Werte3. Grundannahmen (Kern) 1. Artefakte und Produkte (explizit - ausdrücklich):...sind das erste, dass uns an Kulturen auffällt.Artefakte sind beobachtbare augenscheinliche Produkte (auch Verhaltensweisen), die von den Menschen einer Kultur erschaffen wurden. ...sind äußere Faktoren: zB. Sprache, Essen, Gebäude, typische Strukturen (zB. Hirarchie - strenge Kontrolle von Mitarbeitern, rangmäßig gestaltete Sitzordnung)Grundlage von Artefakten und Produkten sind Normen und Werte. 2. Normen und Werte:...sind Verhaltensmaßstäbe, die Verhalten und Interaktionen bewerten. Welches Verhalten und welche Interaktion ist erstrebenswert und welche unerwünscht. ...sind der zentrale Bestandteil von Kultur. Normen setzten fest, wie wir uns verhalten sollen.Werte setzen fest, wie wir uns verhalten möchten. 3. Grundannahmen (implizit - mitenthalten, aber nicht ausdrücklich erwähnt): ... sind Normen und Werte, denen tief verankternte Überzeugungsmustern zugrunde liegen....sind fundamentale Einstellungen einer Kultur, die unbewusst und meist nicht direkt erkennbar sind. zB. Gleichberechtigung von Männern und Frauen
- Eisbergmodell Eisbergmodell Kultur wird mit einem Eisberg verglichen. Es unterscheidet zwischen den SICHTBAREN und UNSICHTBAREN Elementen einer Kultur.Nur ein kleiner Teil ist (auf den ersten Blick) SICHTBAR...Symbole, Rituale, Sprache, Kleidung, Essen, Architektur, Kunst...der größere Teil befindet sich unter der Wasseroberfläche - UNSICHTBAR:Werte, Gruppenstandards, Verhalten, Einstellung, Kooperationen, Verpflichtung, Beziehung, Gefühle, Auffassung, Normen
- Welche Bedeutung hat Sprache für kulturelle Gruppen? Welche Bedeutung hat Sprache für kulturelle Gruppen? Kulturelement Sprache: Allgemein: es ist unmöglich ...eine Kultur zu verstehen ohne ihre Sprache zu berücksichtigen bzw. ...eine Sprache außerhalb ihres kulturellen Kontextes zu verstehen. Ausnahme: Gesellschaften teilen kulturelle Traditionen und Werte, sprechen aber unterschiedliche SprachenGesellschaften mit unterschiedlichen Kulturen und gleiche Sprache Gegenseitige Beeinflussung von Kultur und Sprache: Voklabular: ...ist an die kulturell wichtigsten Dinge jeder Sprache angepasst. ... spiegelt die kulturellen Werte wieder. Beispiele: industrialisierten Gesellschaften zB. USA viele technische Begriffe (microchip, bulldozer) und berufliche Spezialisierungen (accountant, philosopher, thoracic surgeon) - Technologie und Berufe sind von Belang Koga in Südindien 7 verschiene Wörter für Bambus, einer für sie wichtigen natürlichen Ressource und kein Wort für Schnee. Nuer im Sudan, dernen Leben sich hauptsächlich mit Viehzucht befasst, hunderte verschiedene Wörter kennen, wodurch sie Vieharten mittels Farbe, Markierungen und Form des Horns unterscheiden können. im amerikanischen Englisch 150 Wörter, die mit dem Wort "self" verbunden werden (self-absorbed, self-confident, self-centered), was daraufhindeutet, dass Individualismus in dieser Kultur von Belang ist. Die Saphir-Whorf-Hypothese besagt, ..dass Sprache das Denken steuert. ..dass Sprache nicht nur ein Mechanismus ist, um Ideen zu kommunizieren, sondern auch Ideen zu formen. Menschen mit unterschiedlichen Sprachen unterscheiden sich ..in ihrer Kommunikation, ...in ihrer Denkweise, ...Wahrnehmung und ...ihrem Weltbild.
- Welche Bedeutung hat Religion für kulturelle Gruppen? Welche Bedeutung hat Religion für kulturelle Gruppen? Kulturelement Religion: ... und Kultur beeinflussen sich gegenseitig und wirken zusammen. ... ist ein wichiger Bestandteil von Kultur und kultureller Identität.Kultur ist eine notwendige Grundlage für religiöse Denk- und Verhaltensweisen. ...ist das Ergebnis von vorherrschenden kulturellen Werten . ...adaptiert (anpassen) die kulturellen Praktiken und macht sie sich zu eigen. (Hofstede, Hofstede und Minkof, 2010) Normen, Werte, Rituale und Verhaltensweisen zeichnen eine Religion aus. Zudem beschäftigen sie sich mit der Suche nach Antworten auf Fragen, die keine wissenschaftliche Erklärung haben. Bewusstsein und Sensibilität für religiöse Traditionen, Feiertage, Überzeugungen und Praktiken sind wichtig und beeinflussen das Managment in vielen Ländern. Für Manager besonders wichtig:Bewusstsein eigener und anderer religiöser Grundstätze um Missverständnisse und Verletzungen zu vermeiden. Religion ist ein sensibler Aspekt und kann weitreichende Auswirkungen habenzB. Saudi-Arabien: Beschlagnahmung Schiffsladung französichen Parfums, weil ein Aufkleber eine unbekleidete Frau zeigte. Häufig werden kulturelle und religiöse Denk- und Verhaltensweisen vermischt (zB. im Islam haben Frauen weniger Rechte). Beispiele: (Säkulare Gesellschaften)In manchen Ländern wird Religion als persönliche Angelegenheit gesehen - strickte Trennung von Kirche und Staat . (Gottesstaaten)In manchen Ländern ist Religion ein bedeutender Teil des Lebens und beeinflusst das Management im Unternehmen durch religiöse Praktiken und Grundstätze (Verhaltensregeln, Vorschriften, bestimmte Essgewohnheiten, Bekleidung und Gebete). zB. In Ländern in denen der Islam die offizielle Religion ist (Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Iran, Irak) praktizierem Muslime religiöse Rituale (mehrmaliges Beten am Tag). Besprechungen mit Menschen aus diesen Ländern sollten daher ausreichend flexibel sein, um dieses täglich Ritual zu ermöglichen, oder wichtige Konferenzen im Monat Ramadan abzuhalten (variiert jährlich), da von morgens bis abends gefastet wird.
- Wozu sind die Kulturkonzepte/Kulturschemata von Horstete, Trompenaars und GLOBE da? Kulturkonzepte/Kulturschemata von Horstete, Trompenaars und GLOBE ... sind dazu da, unterschiedliche Kulturen zu charaktarisieren, Kagegorisieren und miteinander zu vergleichen und somit Kultur in gewisser Weise messbar zu machen.
- Kulturdimension von Soziologe Alex Inkeles und Psychologe Daniel Levinson Kulturdimension von Soziologe Alex Inkeles und Psychologe Daniel Levinson, 1954 Erhebung der Identifizierung folgender Probleme: * Beziehung zu Autoritäten* Selbstkonzept in Bezug auf Individuum und Gesellschaft* Maskulinität und Feminität und Konfliktlösungen einschließlich der Aggressionskontrolle und dem Ausdruck von Emotionen
- Kulturdimensionen nach Hofstede Kulturdimensionen nach Hofstede Die Idee Kulturdimensionen zu entwickeln geht auf den niederländischen Organisationspsychologen und ehemaligen Ingenieur Geert Hofstede zurück. 1965 Promotion in Sozialpsychologie 1965 Einstieg bei IBM (International Bussiness Machines)...bei IBM untersuchte er zwischen 1967 - 1973 mit qualitativen Methoden (standartisierte Fragebögen, Faktorenanalyse) mehr als 116.000 Angestellte aus 72 Ländern ...wodurch durch seine Studien zum 1. Mal kulturelle Unterschiede in den globalen Regionen der Welt empirisch nachgewiesen wurden. Die Studie wurde anhand von Auslandsniederlassungen durchgeführt. Dabei wurden alle Unterschiede kultureller Differenzen aufgeschrieben und eine einheitliche Organisationskultur vorausgesetzt. Sein Ziel war es, die Anwendbarkeit von Managementstrategien in anderen Ländern und Kulturen zu überprüfen. Die sechs Hofstede-Dimensionen1. Machtdistanz Wie sehr wird Ungleichheit von Macht/Hierarchie akzeptiert?...erfasst, inwiefern Individuen ihre Untergebenheit in Bezug auf Macht, Prestige und Wohlstand hinnehmen. Der Begriff Machtdistanz wurde vom Sozialpsychologen Mauk Mulder (1976) übernommen, der in den 1960-Jahren Studien zu Machtstrukturen durchführte. Mulder nimmt an, dass die Ausübung von Macht dem Überlegenen Erfüllung bietet und er aus diesem Grund nach einer Ausdehnung der Machtdistanz strebt. Der Untergebene bemüht sich indessen eine Verringerung der Machtdistanz zu erreichen. 2. Individualismus versus Kollektivismus Wie stark ist die Beziehung zwischen Individiuum und Gruppe?...gibt an, ob in einer Kultur ein Ich- oder ein Wir-Gefühl überwiegt. Beim Individualismus stehen die Selbstverwirklichung, die Selbstbestimmung und die persönliche Entscheidungsfreiheit im Vordergrund. Beim Kollektivismus geht es um das Wohl der Gruppe und die Einfindung und Anpasssung in die Gesellschaft. Die Bedürfnisse des Einzelnen stehen hintan. Im Unternehmen kann diese Dimension bewirken, dass neue Stellen größtenteils über persönliche Kontakte vergeben werden. 3. Maskulinität versus FeminitätWie wichtig sind maskuline Werte?...erläuter, inwieweit Kulturen an den traditionellen Rollenverteilungen zwischen Mann und Frau festhalten. In maskulinen Kulturen, in denen viel Wert auf maskuline Werte wie Geld und Stärke gelegt wird, wird meist ein klassisches Rollenbild von Männern und Frauen erwartet. In Unternehmen besetzen Männer und Frauen häufig unterschiedliche Stellen. Femininen Kulturen weisen viel geringere Unterschiede zwischen Männer und Frauen auf, auch das Konkurenzdenken ist niedriger. 4. Unsicherheitsvermeidung Wie sehr werden Unsicherheit und Ambiguität (Mehrdeutigkeit) toleriert?...untersucht die Wahrnehmung und den Umgang von verschiedenen Kulturen mit unbekannten Ereignissen. In Kulturen mit einem hohen Maß an Unsicherheitsvermeidung wird Unbekanntes als Gefahr eingestuft und Sicherheit geschätzt.In diesen Ländern bleiben Mitarbeiter lange bei einem Unternehmen und legen viel Wert auf Arbeitsplatzsicherheit. 5. Langfristorientierung Inwiefern werden traditionelle Werte langfristig betrieben?...wurde erst 1991 hinzugefügt und basiert auf dem von Michael Bond 1985 durchgeführten Chinese Value Survey. Sie ist vor allem für asiatische Kulturen von Bedeutung, deren Verhalten auf zukünftigen Erfolg ausgerichtet ist. Daher sind vor allem Sparsamkeit, Ausdauer und Beharrlichkeit wichtige Eigenschaften. Im Unternehmen liegt der Fokus auf langfristigen Ergebnissen und einer dauerhaften Sicherung der Marktpostion. 6. Genuss versus Zurückhaltung (indulgence vs. restraint) Inwiefern werden eigenen Bedürfnisse zugelassen und ausgelebt?...entstand auf der Basis von World Valuse Survey in Zusammenarbeit mit dem bulgarischen Soziologen Michail Minkov. Kulturen mit hohe Werte in der Dimension Genuss zeigten, tendierten dazu, ihre Bedürfnisse und Wünsche relativ frei zuzulassen und auszuleben, Spaß zu haben und das Leben zu genießen.In der Dimension Zurückhaltung herrst die Überzeugung, dass diese Bedürfnisse und Wünsche durch strenge soziale Normen eingeschränkt und reguliert werden müssen.
- Kulturdimensionen nach Trompenaars und Hampden-Turner Die 7 Kulturdimensionen nach Trompenaars und Hampden-Turner: Laut Fons Trompenaars (Managementberater und Motivationstrainer) und Charles Hampden-Turner (Forscher an der London Business School, Cambridge und Harvad), 1993, ...ist es nicht möglich fremde Kulturen vollständig zu begreifen, weshalb sie sich zum Ziel machten, ...interkulturelle Manager zu beraten und ...interkulturelles Arbeiten dadurch zu erleichtern. Die ersten fünf Dimensionen beschäftigen sich mit der Beziehung zum Menschen, ...die sechste Dimension mit der Beziehung zur Zeit und ...die letzte Dimension mit der Beziehung zur Umwelt. 1 Universalisum vs. Partikularismus (Streben staatlicher Teilgebiete, ihre besonderen Interessen gegen allgemeine Interessen durchzusetzten)Sind Regeln oder Beziehungen wichtiger?...beschreibt, wie Verhalten von anderen Menschen bewertet wird. 2012 veranschaulichten sie dies mit einem Beispiel, in dem ein Freund einen Autoschaden verursacht und eine Zeugenaussage benötigt. In universalistischen Kulturen ist die Einhaltung von Regeln besonders wichtigt (wahrheitsgetreue Aussage, Antwort nicht von Freundschaft beeinflusst)in partikularistischen Kulturen liegt der Fokus auf Beziehungen (Falschaussage für den Vorteil des Freundes) Im Unternehmen kann es dadruch zu Konflikten kommen zB. wenn partikularistische Kulturen Absprachen aufgrund familiärer Verfplichtungen nicht einhalten. 2 Individualismus vs. Kollektivismus (wie Hofstede)Wie stark sind Individuen in Gruppen integriert?individuelle Ziele oder Gruppenziele 3 Neutralität vs. Affektivität (Gesamtheit der Gefühle) beschreibt inwieweit Gefühle und Emotionen offen gezeigt werden. Zeigt man Emotionen?In neutralen Kulturen werden Emotionen kontrolliert und beherrschtes Verhalten bewundert. In affektiven Kulturen werden Emotionen offen gezeigt, physischer Kontakt und Augenkontakt werden häufig eingesetzt und Stille als unanagenehm empfunden. Im Unternehmen können diese Unterschiede zu Problemen in der Zusammenarbeit und in der Kommunikation führen. 4 Spezifität vs. Diffusität (Zerstreuung) erfasst wie verschiedene Lebensbereiche miteinander verknüpft sind. Wie sind verschiedene Lebensbereiche verwoben?Einordnungsfrage: Ist der Angestellte verpflichtet, das Haus seines Vorgesetzten zu streichen?In spezifischen Kulturen sind Lebensbereiche wie Arbeit, Freizeit und Familie deutlich separiert (Antwort: Nein). In diffusen Kulturen sind Lebensbereiche und Beziehungen nicht voneinander getrennt (Antwort: Ja). 5 Leistung vs. Herkunft unterscheidet, ob Menschen ihren Statuts durch Leistung oder durch Herkunft erlangen. Ist gesellschaftlicher Status angeboren oder erarbeitet?Wenn Leistung (Besuch einer renomierten Universität wegen guter Leistungen in der Schule) über den Status entscheidet.Wenn die Herkunft (familiärer Hintergrund, Besuch einer renomierten Universität) über den Status entscheidet, dann werden auch Titel und Statussymolen ein großer Wert zugeschrieben. Im Unternehmen muss beachtet werden, dass die Auswahl von Mitarbeitern für bestimmte Positionen anhand verschiedener Kriterien erfolgen würde zB. Leistung und Kompetenz vs. Titel und Seniorität. 6 Serialität vs. Paralellität befasst sich mit dem Umgang von Menschem mit der Zeit. Erledigt man Dinge gleichzeitig oder hintereindander?Bei der Serialität werden Aktivitäten der Reihe nach durchgeführt und es wird viel Wert auf eine exakte Zeitplanung gelegt. Bei der Parallelität werden mehrere Aktivitäten gleichzeitig ausgeführt und vor allem ist die Gegenwart von Bedeutung. 7 interne vs. externe Kontrolle erfasst die Fähigkeit, die Umwelt zu kontrollieren. Ist die Umwelt (Schicksal) kontrollierbar?Die interne Kontrolle ist im Stande die Umwelt zu kontrollieren. Bei der externen Kontrolle sind äußere Einflüsse vorhanden, die nicht beeinflusst werden können. Wenn im Unternehmen unterwartete Ereignisse auftreten, versuchen Mitarbeiter (interne Kontrolle) die Ereignisse zu hintefragen oder zu beeinflussen, Mitarbeiter (externe Kontrolle) nehmen die Ereignisse als gegeben hin.
- Kulturdimensionen nach GLOBE und deren Ausprägungen in Länderclustern IV. Kulturdimensionen nach GLOBE: Die GLOBE-Studie (Global Leadership and Organizational Behavior Effectiveness Research Programm) ist die größte und aktuellste Studie zu Kulturdimensionen. Sie wurde von Robert House, US-amerikanischer Professer Universität Pennsylvania, initiiert. Ziel der Studie war und ist es, ...die Auswirkungen von Kultur auf Führungsverhalten und organisatorische Effektivitat und wirtschafltiche Wettbewerbsfähigkeit von Gesellschaften und ...den menschlichen Zustand von Mitgliedern der Gesellschaft zu erforschen und zu verstehen. Es wurde eine umfangreiche quantitative und qualitative Studie in 62 Ländern durchgeführt.Es wurden 9 Dimensionen nationaler Kultur und 6 Führungsstile identifiziert. Die ersten 5 Dimensionen sind an die Dimensionen von Hofstede angelehnt, wobei Kollektivismus in zwei Sub-Kulturdiemensionenen und die Dimension Maskulunität vs. Feminintät in die Geschlechtergleicheit und die Bestimmheit unterteilt wird.Alle weiteren Dimensionen basieren auf der kulurvergleichenden Studie von Kluckhohn und Strodtbeck (1961) sowie McClelland (1985). 1 MachtdistanzWie sehr wird Ungleichheit von Macht/Hierarchie akzeptiert?niedrige Ausprägung: Nordeuropa 2 UnsicherheitsvermeidungWie sehr werden Unsicherheit und Ambiguität (Mehrdeutigkeit, Doppeldeutigkeit) toleriert?ältere Menschen tollerieren diese weniger als junge. niedrige Ausprägung: Mittlerer Osten, Lateinamerika, Osteuropahohe Ausprägung: Nordeuropa, Germanisches Europa 3 Gruppenbasierter Kollektivismus Wie stark ist die Beziehung zwischen Individuum und Gruppe?...versucht man zu verstehen, inwieweit das Wohl der Gruppe über dem des Individuums steht. Fokus auf soziale Gruppen zB. Familie niedrige Ausprägung: Angelsächsischer Raum, Germanisches Europa, Nordeuropahohe Ausprägubng, Südasisien, Ostasien, Mittlerer Osten, Osteuropa, Lateinamerika, 4 Institutioneller KollektivismusWie stark fördern Institutionen die Beziehung zwischen Individuum und Gruppe?...versucht man zu verstehen, inwieweit das Wohl der Gruppe über dem des Individuums steht.Fokus auf die gesamte Gesellschaft, also inwieweit gesellschaftliche Strukturen Kollektivismus fördern.niedrige Ausprägung: Germanisches Europa, Latineuropa, Lateinamerikahohe Ausprägung: Nordeuropa, Ostasien 5 GeschlechtergleicheitInwieweit werden unterschiedliche Geschlechterrollen akzeptiert?... neben Hofstedts Kulturdimension Maskulinität vs. Feminität (starke maskuline Werte wirken auf ungleiche femininie Werte - Hinweis auf eine annähernd gerechte Rollenverteilung)besteht auch die Möglichkeit einer Dominanz der Frau niedrige Ausprägung: Mittlerer Ostenhohe Ausprägung: Osteuropa, Nordeuropa 6 BestimmtheitIn welchem Ausmaß wird bestimmtes Verhalten ausgeübt?Die maskulinen Werte zB. Stärke, Aggressivität, Widerstandsfähigkeit und Dominaz, werden hier erfasst. niedrige Ausprägung: Nordeuropahohe Ausprägung: Germanisches Europa, Osteuropa 7 ZukunftsorientierungInwieweit fördert eine Gemeinschaft zukunftsorientiertes Verhalten?... ist mit Hofsteds Dimension Langfristorientierung zu verleichen. Für Kulturen mit hohen Werten ist die Zukunft von großer Bedeutung.Für Kulturen mit niedrigen Werten ist das Leben im Hier und Jetzt von großer Bedeutung. ...weist auf die Akzeptanz von Innovationen hin. niedrige Ausprägung: Mittlerer Osten, Lateinamerika, Osteuropahohe Ausprägung: Germanisches Europa, Nordeuropa 8 LeistungsorientierungIn welchem Ausmaß werden Innovationen, hohe Standards und Leistungsverbesserungen gefördert?...beschreibt inwiefern Leistung gefördert und honoriert wird. In Kulturen mit starker Leistungsorientierung werden hohe Leistungen erwartet und gewürdigt (zB. hohes Konkurrenzdenken im Unternehmen).In Kulturen mit niedriger Leistungsorientierung wird der Fokus vermehrt auf menschliche Beziehungen, kooperatives Verhalten und Harmonie innerhalb der Gruppe gelegt. niedrige Ausprägung: Lateineuropa, Osteuropahohe Ausprägung: Ostasien, Germanisches Europa, Angelsäschsischer Raum 9 HumanorientierungIn welchem Ausmaß werden Individuen für faires und freundliches Verhalten belohnt?... erfasst inwieweit Individuen für faires und freundliches Verhalten belohnt werden.starke Humanorientierung: ist das Wohl anderer Menschen wichtiggeringe Humanorientierung: stehen die eigenen Interessen im Vordergrund. niedrige Ausprägung: Lateineuropa, Germanisches Europahohe Ausprägung: Südasien Afrika (Subsahara)
- Die 10 Ländercluster der GLOBE-Studie Weiters wurden in der GLOBE-Studie die teilnehmenden Länder/Kulturen in 10 Gesellschaftscluster/LÄndercluster unterteilt. Dazu wurden von früheren Studien Faktoren wie gemeinsame Sprache, Geografie, Religion und historische Beschreibung verwendet. Ländercluster der GLOBE-Studie (10):Nordeuropa: Dänemark, Schweden, FinnlandAngelsächsischer Raum: USA, Irland, Kanada, England, Südafrika, NeuseelandGermanisches Europa: Schweiz, Österreich, Niederlande, DeutschlandLateineuropa: Israel, Italien, Spanien, Portugal, FrankreichLateinamerika: Argentinien, Costa Rica, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Brasilien, Bolivien, MexicoOsteuropa: Polen, Ungarn, Albanien, Georgien, Russland, GriechenlandOstasien: Hongkong, Südkorea, Singapur, Taiwan, Japan, ChinaMittlerer Osten: Marokko, Ägypten, Kuwait, Türkei, KatarSüdasien: Philippinen, Indonesien, Thailand, Malaysia, Indien, IranAfrika: Namibia, Nigeria, Sambia, Simbabwe (Sub-Sahara)
- Kritik der Kulturkonzepte: Kritik der Kulturkonzepte: Kulturkonzepte geben Anhaltspunkte um Kultur fassen zu können und welche Tendenzen es in der Kultur gibt. Kulturkonzepte haben den Vorteil, dass sie Kultur zu einem gewissen Grad messbar und nachvollziehbar machen. Nachteile von Kulturkonzepte: 1. Da Kulturen dynamisch sind, muss beachtet werden, dass die (der statischen/starren) Kulturkonzepte und Kulturdimensionen nur den momentanen Zustand der Kultur darstellen. 2. Kulturen werden häufig mit Ländern/Nationalstaaten gleichgesetzt und die Existenz von (kultureller Vielfalt) Subkulturen und Regionen missachtet. 3. Mögliche Verzerrung der Forsschungsergebnisse durch Ethnozentrismus (Form des Nationalismus, das eigene Volk wird als Mittepunkt und anderen Völkern überlegen angesehen) 5. Hofstedes Studie bezog sich auf die weltweite Niederlassungen von IBM und setzte eine homogene Unternehmenskultur voraus, was aber nicht als gegeben angesehen werden kann 4. Gewährleistung, dass die Messmodelle (verschiedene Antwortstile)/Fragebögen von allen Kulturen gleich verstanden werden.
- Produktlebenszyklus-Theorie A) Produktionslebenszyklus-Theorie (Vernon 1966) Ein Produkt durchläuft 4 Phasen Phase 1 - Innovationsphase: Verkauf nur auf dem Heimatmarkt Phase 2 - Exportphase: gewinnt das Produkt auch in anderen Ländern Bekanntheit wird es exportiert Phase 3 - Direktinvestition: kann das Produkt standardisiert und evt. in Massenproduktion produziert werden. Deckung gesteigerter Auslandsnachfragen. Phase 4 - Reimportphase: Übersteigen die Auslandsnachfragen die Inlandsnachfragen, kann der Produktstandort (Berücksichtigung der Kostenfaktoren) gewählt werden. Inlandsnachfragen werden dann durch Reimporte ausgeglichen.
- Welche Theorien sind beim Interkulturellen Management von Bedeutung? Welche Theorien sind beim Interkulturellen Management von Bedeutung? 1. Die Interkulturelle Kerntheorie: 2. Universalistische Perspektive/Culture-free-HypotheseKulturalistische Perspektive/Culture-bound-Hypothese 3. die 3 Theorien für Internationalisierungsentscheidungen:Produktionslebenszyklus-Theorie (Vernon 1966) Lerntheorien der Internationalisierung (Johanson und Vahlne 1977)Ekletische Theorie der internationalen Produktion (Dunning 1979)
- Kulturistische vs. Universalistische Perspektiven Im Zusammenhang mit der Interkulturellen Kerntheorie gibt es zwei Perspektiven, wie Interkulturelles Management gesehen werden kann. Kulturistische vs. Universalistische Perspektiven 1. Universalistische Perspektive/Culture-free-Hypothese:...bis zum zunehmenden Einfluss der Globalisierung (Anfang 1980er Jahre) ...Kultur hat keine Auswirkungen auf das Management ...Managementfunktionen werden nur von Kontingenzvariable (Selektion - Veränderliche) wie TechnologieUnternehmensgröße und ökonomisches Umfeld beeinflusst 2. Kulturalistische Perspektive/Culture-bound-Hypothese:...Seit dem zunehmenden Einfluss der Globalisierung (Anfang 1980er Jahre) ...Kultur hat Auswirkungen auf das Management und kommt zu den Kontingenzvariablen (Selektion - Veränderliche) der Universalistischen Perspektive dazu zB *nicht alle Managementmethoden führen in jeder Kultur zum Erfolg* manche Führungsstile sind in manchen Kulturen unwirksam - demokratischer Führungsstil in starken hierarchischen Strukturen
- Ekletische Theorie der internationalen Produktion Ekletische Theorie der internationalen Produktion (Dunning 1979) 3 Faktoren zur Internationalisierungsentscheidungen: 1. Ownership advantages (Eigentumsvorteile) zB. Patentrechte 2. Internalization advantages (Internationalilsierungsvorteile) zB. kostengünstige Transaktionen 3. Local advantages (Standortvorteile) zB. Infrastruktur
- Kontext Kultur und Sprache: Kontext Kultur und Sprache: Systematische Unterscheidungen von Sprache in verschiedenen kulturellen Kontexten (Edward T. Hall, 1976): Der Kontext hat einen entscheidenden Einfluss auf die Sprache bzw. Kommunikation. Eine der drei Kulturdimensionen (Edward T. Hall, 1976) Dimension "Kontextbezug in der Kommunikation" mit den zwei extremen Ausprägungen high-context-Kultur und low-context-Kultur. Kulturen können jedoch noch vielmehr anhand von Abstufungen zugeordnet werden. high-context-Kulturen: (zB. Teile Asien, Teile Afrikas)...hierbei werden in der Kommunikation verstärkt kontextuelle Informationen eingesetzt....asiatische Länder, Lebenswelten eng miteinander verwoben...viele verborgene und implizierte (unausgesprochene) Nachrichten, die nur durch den Kontext verstanden werden können. ...Kommunikation funktioniert ohne viele Wort...Zwillinge, die zusammen aufgewachsen sind, unbeachtet ihrer nationalen Kultur, kommunnizieren in einer high-context-Kommunikation (Ferraro/Briody 2017). low-context-Kulturen: (Teile westliche Kulturen)...wird sehr direkt ausgedrückt, was gesagt werden soll....in westlichen ländern, Lebenswelten stark voneinander getrennt...es wird vermehrt verbal kommuniziert - daher ist die Zugehörigkeit zum Verständnis nicht relevant und flexible Gruppenbildungen möglich. Diese Ausprägungen stellen Extreme dar.