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Klinische Psychologie 1 (Subject) / kognitive Therapie (Lesson)

nach Ellis, Beck, Therapieplan, Schemata...

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  • Was ist der kognitive Ansatz? Berüclsichtigt innere, nicht beobachtbare Ereignisse Begreift psych. Störungen als - Ergebnis fehlerhafter Wahrnehmung der Situationswirklichkeit - Fehlerhaftem Schlussfolgern - Inadäquater Problemlösung - Selbstwahrnehmung in Beziehungen und Umwelt
  • Kognitionen nach Meichenbaum Kognitive Ereignisse - bewusste Gedanken, Erwartungen, Schemata Kognitive Prozesse - Aspekte der Info-Verarbeitung und Wahrnehmung, Aufmerksamkeit... Kognitive Strukturen - Wahrnehmungsmuster und Bewertungen
  • Wie werden kognitive Produkte erfasst? Produktionsmethoden - Exploration der Kognition in relevanten Situationen oder Gespräch - Retrospektiv, zeitgenau, prospektiv - Gedankentagebuch, Tagesprotokoll - Thought-Listing Technik - Think-Aloud Technik Bestätigungsmethoden (ist standardisierter, inhaltlich begrenzt) - Vorgabe von kogn. Produkten, Patient schätzt Gültigkeit und Häufigkeit ein - Fragebögen
  • Ziel des kognitiven Ansatz Systematische Veränderung dysfunktionaler Wahrnehmungs-, Denk- und Einstellungsmuster
  • Unterschied kognitiver Ansatz zu Psychoanalyse Im hier und Jetzt, keine Interpretation unbewusster Vorgänge durch Therapeut.
  • Unterschied kognitiver Ansatz zu Psychoanalyse Im hier und Jetzt, keine Interpretation unbewusster Vorgänge durch Therapeut.
  • Unterschied kognitiver Ansatz zu Verhaltenstherapie Betont innere Vorgänge
  • Rational Emotive Therapie (RET) nach Ellis - Grundsatz - Menschliches Erleben ist durch innere Leitsätze geprägt - Nicht reale Umgebung ist das Problem sondern was innerlich draus gemacht wird - gestörtes Verhalten als Folge irrationaler Annahmen
  • RET - ABC Modell A - Acting Event (Auslösendes Ereignis) B - Belief (Wahrnehmung und Bewertung) - Entscheidend, da hier Bewertung der Situation erfolgt! C - Consequence (Emotionale Folgen und Verhaltensweisen)
  • RET - Irrationale Annahmen (Beliefs) Absolute Forderungen Globale negative Selbst- und Fremdbewertung Katastrophisieren Geringe Frustrationstoleranz
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  • Therapeutischer Prozess der RET Psychoedukation - Vermittlung der Grundlagen der RET Exploration - Erfassung des Belief-System Intervention - Disputation irrationaler Annahmen mittels sokratischer Dialog + Durcharbeiten zentraler Themen + Vermittlung von Selbsthilfe Strategien
  • RET - Disputation irrationaler Annahmen ABC D - Disputation irrationaler Annahmen (Debattieren, Diskriminieren, Definieren) E - Effekte erfassen nach Veränderung kognitiver Schemata
  • RET - Rolle des Therapeuten Aktiv und direktiv Rationales Modell Pädagogisch dozierend Empathisch für Person, kritisch ggüber spez. Einstellungen Pragmatisch
  • RET - Wirksamkeit empirisch belegte Wirksamkeit für Angststörungen, soziale Unsicherheit, Depression Unterliegt VT bei Agoraphobie
  • Kognitive Therapie (KT) (Beck) - Unterschied zu RET betont nicht nur allgemeine Einstellungen sondern auch einzelne Gedanken (automatic Thoughts)
  • kognitive Triade der Depression Enthält negative Annahmen über  -Selbst - Umwelt - Zukunft-  was so zu ungünstigen Verhaltensweisen führt und effektive Problemlösestrategien behindert --> erhält so die Störung aufrecht
  • kognitives Modell der Depression (Beck) Frühe Erfahrungen führen zur Entwicklung dysfunktionaler Core-Beliefs (Grundannahmen), die zu Schemata werden. Bei kritischen Lebensereignissen oder Situationen bei denen soziale Kompetenzdefizite zum tragen kommen, werden diese Grundannahmen und Schemata aktiviert, woraufhin negative Automatische Gedanken aktiviert werden. Diese führen dann zu Rückzug, Niedergeschlagenheit, Passivität, somatischen Symptomen, was wiederum die negativen Automatischen Gedanken aktiviert (usw). Unterschied zu Verstärker Verlust Theorie: Nicht der Entzug oder das nicht vorhandensein externer Verstärker führt zur Störung/erhält diese Aufrecht, sondern innere Prozesse die auf äußere Reize reagieren. Eher: Diathese Stress Modell
  • Grundsätze der kognitiven Therapie Emotionen stehen in Zshg mit Kognitionen Situationen werden aufgrund vergangener Ereignisse bewertet und interpretiert Neue Infos werden in vorhandene Schemata eingepasst und ggfalls neu organisiert
  • Kognitive Fehler (Beck) Willkürliche Schlussfolferungen Personalisieren Minimieren / Maximieren Dichotomes Denken Übergeneralisierung Selektive Abstraktion
  • Ablauf kognitive Therapie der Depression (Beck) - Information und Vorbereitung - Aktivierung, Passivität durchbrechen - Sammeln automatischer Gedanken - Auseinandersetzung mit Gedanken (Dysfunktionalität und Schemata erkennen) - Austesten von Kognitionen / Annahmen / Einstellungen
  • Methoden zur Exploration von Kognitionen Rollenspiel Gedanken/Stimmungstagebuch (Spaltentechnik, 3 (Identifikation) oder 5 Spalten (Reattribution)) Als-ob-Methode Instant Replay (rückwärts gehen) Remote Recall (vorwärts gehen)
  • Therapeut in der kognitiven Therapie nach Beck Aktiv Partner Problem ist gemeinsame Aufgabe Aktive Beteilugung durch Patient erwartet
  • Effektivität der kognitiven Therapie bei Depression ähnlich wirksam wie antidepressiva, besser für rückfallprophylaxe Wirksamkeit belegt für GAS, Major Depression, Panikstörung Ansätze für Persönlichkeitsstörung, Essstörung, schizophrenie, Sucht, Hypochondrie Schwere Depression: Bessere Ergebnisse mit Medikamenten nach behavioraler Aktivierung
  • KVT nach Meichenbaum Betont Sprache und Verbalisierung (innerer Monolog) Handlungskontrolle wird erworben durch internalisierung verbaler Signale der Eltern Grundprinzip: Günstige Selbstverbalisierung in Situationen zur Verhaltensänderung Unterschied Beck/Ellis: Stärker Verhaltensorientiert Beinhaltet: Selbstinstruktionstraining und Stressimpfungstraining
  • Selbstinstruktionstraining (Meichenbaum) 1) Modell wird unter lautem kommentierenden Sprechen vorgegeben 2) Es erfolgt eine externale Anleitung 3) Offene Selbstanleitung durch Patient 4) Ausblendung der Selbstanleitung wie 3, aber flüsternd 5) Durchführung der Aufgabe ohne laute Anleitung (sondern im Kopf)
  • Stressimpfungstraining (Meichenbaum) 1) Edukative Phase - Problemanalyse, Psychoedukation zu Verhaltensweisen bei Stress 2) Erwerb und Erprobung von Bewältigungsstrategien - Stressbewältigungsmethoden: Entspannung + günstige Selbstverbalisation - Vorbereitung auf Stressor (Was ist Problem?) - Konfrontation und Umgang mit Stressor (Ruhig bleiben, Problem angehen) - Auseinandersetzung mit Stressgefühl (Konzentration auf Aufgabe, Was ist das Wesentliche?) - Selbstverstärkung (Lob) 3) Anwendungsphase - Geübte Stressbewältigungsstrategien im Alltag einbinden und durchführen
  • Effekte von Stressimpfungstraining Reduziert Leistungsangst, Zustandsangst Verbessert Leistung Wahrscheinlich effektiv bei PTSD
  • Problemlösetraining (DZurilla) Annahme, dass eine systematische Herangehensweise an Probleme zu kognitiver Grundausstattung gehört, kann beeinträchtig sein Indiziert wenn maladaptives Verhalten oder ungünstige Stressreaktionen mit Problemlöse-Defizit einhergehen Ziel ist Identifikation und Lösung von Problemen, die ungünstige Reaktion verursachen --> und Generalisierung der Problemlösefertigkeit für Zukunft
  • Ablauf Problemlösetraining Vermittlung eines systematischen sequentiellen Vorgehens 1) Problemorientierung - Probleme akzeptieren, erkennen lernen, Bereitschaft zur Veränderung 2) Problemdefinition, Beschreibung 3) Generieren von Lösungsvorschlägen - Brainstorming ohne Bewertung 4) Entscheidungsfällung - Vor u Nachteile aller Vorschläge analysieren, auswählen 5) Umsetzung des Lösungswegs
  • Anwendungsgebiete Problemlösetraining Depression (Wichtiges Indikationsgebiet, da Problemlösedefizit häufig bei Depression und Risiko für Rezidive) Suizidales Verhalten, SSV (Verringern von Hoffnungslosigkeit) Sucht (für interpersonales Problemlösen, Umgang mit Risikosituationen) Schizophrenie chron. Erkrankungen