Makroökonomie (Subject) / Wachstum (Lesson)

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Wachstum - Ziel, Mittel oder Irrweg

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  • Klassischer Ansatz: Malthus - die ökonomische Frage (1798) -Bevölkerung wächst geometrisch (1, 2, 4, 8) -Bodenertrag wächst arithmetisch (1, 2, 3, 4) ->selbst überlassen, muss es zu einer Katastrophe kommen -Trotzdem konnten Ingenieure und Ökonomien immer wieder triumphieren: Anteil der unterernährten Menschen fiel von 2005 bis 2019 von 12,6% auf 8,9% Heute wissen wir: Ertragskraft kann sogar fallen -Malthus und andere schlugen strenge Regeln als Beschränkung vor -1960er: Sterilisationsprogramme Teil der Entwicklungspolitik -China 1979: Ein-Kind-Politik -Bevölkerungswachstum nimmt mit wirtschaftlichem Wohlstand ab
  • Klassische Ansätze: Ist Wirtschaftswachstum die Lösung? - Die lange Sicht - Transformation -Wachstum war aus finanzwirtschaftlicher Sicht (Aristokratie) relevant - sie suchten nach Erweiterung der Steuerbasis   ->Investitionen in Forschung, Werkzeuge, Maschinen, um Produktivität der Arbeitskraft (der            Untertanen) zu steigern   ->Erschließung zusätzlicher natürlicher Ressourcen (Kolonialismus) -mit bürgerlichen Revolutionen setzte man auf Entfesselung der Marktkräfte / die Befreiung von feudaler, mittelalterlicher Gesellschaftsorganisation    ->Produktivität würde weiter steigen: Arbeitsteilung, steigender Kapitaleinsatz,                              technologisches Wissen wurde genutzt   ->von der Globalisierung hatte man sich Vorteile erwartet: Kostendegression, Handel,                    Investitionsmöglichkeiten, Ressourcen
  • Klassische Ansätze: Smith, Ricardo, Marx - Kapital und Arbeitsteilung -erhöhte partielle Produktivität gut durch Cobb-Douglas-Produktionsfunktion erfassbar (Mikroökonomisch) Marx: Kapitalbildung nicht durch weit verbreitete Sparneigung, sonern durch Zurückhaltung eines Teils des Lohns (Mehrwert) durch die Klasse des Kapitals -sparen als Tugend - Vorstellung, sparen sei Grundlage von Wohlstand, tief in Traditionen verwurzelt
  • Harrod-Domar Modell -Post-Keynesianische Theorie -verwendet Makrogrößen, um wirtschaftliche Prozesse zu erfassen (Einkommen, Sparen, Investitionen, Kapitalstock)    ->beschränkt sich auf diese / die Zusammenhänge zwischen diesen -anders als in der Neoklassik durch den Zins gibt es keinen automatisch wirkenden Mechanismus, der Ersparnisse und Investitionen direkt ins Gleichgewicht bringen würde -Stabilisierung lediglich (wenn überhaupt) im Rahmen konjunktureller Zyklen zu erwarten -keine automatische Tendenz zu einem natürlichen Wachstum (aus Bevölkerungs- und Technologieentwicklung erreichtes Niveau)
  • Neoklassische Wachstumstheorie: Das Solow Modell -mikroökonomisch fundierte Vorstellungen -berücksichtigt Substitutionsmöglichkeiten von Faktoren und Gesetz vom abnehmenden Ertragszuwachs (Möglichkeit eines steady-states) -eingesetzte Technologie spielt wichtige Rolle (anders als bei Harrod-Domar) -kann durch Cobb-Douglas-Funktion erfasst werden
  • Steady-State-Groth volkswirtschaftliche Wachstumsrate ist langfristig gleich der Rate des Bevölkerungswachstums (gegebenenfalls Null)
  • Einordnung des Solow-Modells -Annahmen sehr restriktiv -gegenüber Harrod-Domar sind Faktoreinsatzproportionen zumindest variabel -tatsächliches Wachstum nur zu geringem Teil durch Anstieg von Kapital- und Arbeitseinsatz bedingt, vielmehr durch Technologieentwicklung    ->bei Solow lediglich Restgröße
  • Einordnung des Solow-Modells -Annahmen sehr restriktiv -gegenüber Harrod-Domar sind Faktoreinsatzproportionen zumindest variabel -tatsächliches Wachstum nur zu geringem Teil durch Anstieg von Kapital- und Arbeitseinsatz bedingt, vielmehr durch Technologieentwicklung    ->bei Solow lediglich Restgröße
  • Wachstumskritik -physikalische / biologische Begrenzungen vorgegeben, nicht ersetzbar / erweiterbar   ->Rebound-Effekt dominiert   ->Restriktive Ressourcenpolitik unumgänglich -verbessertes Ressourcenmanagement entlastet und erweitert Ressourcenbasis   ->Substituierbarkeit   ->Governance, Anreizsysteme, Green Accounting -gesamtwirtschaftliches Problem -Problem der gesellschaftlichen Organisation
  • steady-state-economy (Daly) -menschliches Wirtschaften muss begrenzt werden -"erneuerbare" Ressourcen dürfen nur so weit verwendet werden, wie sie im gleichen Zeitraum erneuerbar sind -Nicht-erneuerbare Ressourcen dürfen nur verwendet werden, indem Ersatz geschaffen wird   ->starke NAchhaltigkeit als politisch / ethisches Projekt (strittig) -stark geregelte wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung
  • Impact Investment -Investitionen die sich messbar positive Wirkungen im Umwelt- und Sozialbereich zum Ziel setzen -sich nicht primär an der Rendite orientieren, sollen trotzdem am Finanzmarkt wettbewerbsfähig sein