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Wirtschaftsethik (Subject) / Allgemein (Lesson)
Wirtschaftsethik
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- Was ist Moral? = ein Komplex von Regeln und Normen, die das Handeln der Menschen bestimmen oder bestimmen sollen und deren Übertretung zu Schuldvorwürfen gegen sich selbst bzw. gegen andere führt= stellen Regeln für ein gutes Zusmamenleben in einer Gruppe dar= sind in verschiedenen Kulturen unterschiedlich da die Umwelt beeinflusst, welche Regeln ein gutes Zusammenleben ermöglichen
- Was ist Ethik? = ist die wissenschaftliche Theorie der Moral, die sich mit den Prinzipien der Moral, mit dem Zusammenhang der einzelnen Normen, ihrer Begründung und Konsistenz, mit ihrer Entstehung und Funktion beschäftigt Beschreibende Ethik (deskriptiv)= beschreibt, systematisiert und erklärt verschiedene Normensysteme OHNE sie zu bewerten. Normative Ethik= nimmt wertend Stellung und zeichnet einzelne Regeln als verbindlich aus. Sie sagt, welche Handlungen moralisch gut und böse sind.
- Stufen der moralischen Entwicklung (Lawrence Kohlberg) Stufe 1: präkonventional= Für Kinder ist gut, wofür sie von den Eltern gelobt werden, schlecht, wofür sie bestraft werden. Stufe 2: konventional= Der Einzelne ist bestrebt, seine Rollenerwartung zu erfüllen, die Erwartungen seiner Eltern und seiner Bezugsgruppen. Stufe 3: postkonventional= Der Einzelne orientiert sein Handeln an universell gültigen moralischen Prinzipien.
- Wie kann man Dilemma-Strukturen lösen? - der einzelne Mensch gibt sich ein Zielsystem vor und setzt seine begrenzten Mittel effizient zur Zielrealisierung ein- die Partner einigen sich auf einen Ausgleich ihrer unterschiedlichen Interessen und legen diesen Kompromiss möglichst als Regel nieder- Menschliches Zusammenleben ist durch Dilemmastrukturen gekennzeichnet- Ein höheres Nutzenniveau kann nur mit anderen Menschen erreicht werden- Durch Verfolgung eigener Interessen wird der Mensch defektieren (Regeln verletzen).
- Welche Umstände hindern Menschen am Defektieren? - klare, eindeutige Regeln- Bestrafung- Mehrmalige Zusammenarbeit mit dem Partner (Vertrauen, Angst vor Reaktion des Partners)- Verlust des guten Rufes bei Menschen, die einem wichtig sind- Defektieren verstößt gegen das Wertesystemèschlechtes Gewissen
- Anwendung auf den Unternehmensbereich Die formelle Organisationsstruktur eines Betriebes beeinflusst als ein „System von Regeln“ das Verhalten der Mitarbeiter. Aus Angst vor Konsequenzen wird der Mitarbeiter in aller Regel die mit seiner Stelle verbundenen Rollenerwartungen erfüllen.
- Das Gefangenendilemma Unabhängig was der andere macht, ist es immer rational, den anderen zu verraten, denn man kommt damit besser weg. Wenn nun aber beide einander verraten, ergibt sich daraus das insgesamt schlechteste Ergebnis.
- Ethischer Relativismus - Moralische Urteile sind Willensentscheidungen, deswegen gibt es keine objektiv richtigen Urteile- Ethische Relativisten verwerfen die Idee absoluter ethischer Werte und unterschiedliche Teilströmungen leiten daraus differente Konsequenzen ab- Einige ethische Relativisten gehen davon aus, dass in letzter Konsequenz alle ethischen Werte und Aussagen über die Welt gleichermaßen wahr sind- andere vertreten die Position, dass einige Aussagen wahrer oder richtiger als andere sind
- David Hume „Eine Aussage ist dann richtig, wenn sie mit der Wirklichkeit übereinstimmt.“- nicht die Vernunft, sondern die Menschenliebe ist Grundlage der Moral und Handlungen iwerden mmer von Affekten geleitet - Problem: Für Willensakte ist die Frage nach der Übereinstimmung mit der Wirklichkeit sinnlos. „Ist es richtig oder falsch, wenn ich die Zerstörung der ganzen Welt einem Kratzer an meinem Finger vorziehe?“
- Bertrand Russel "Auch wissenschaftliche Urteile hängen von der Theorie ab, die der Beobachter anwendet, d.h. sie sind subjektiv."
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- Deci und Ryan Der Mensch hat drei Grundbedürfnisse:1. Befriedigung physiologischer Sicherheitsbedürfnisse2. Wertschätzung3. Selbstverwirklichung Fazit: Das Bedürfnis der Selbstbestimmung ist zentral d.h. unterdrücken moralische Regeln das Bedürfnis nach Autonomie werden sie nicht eingehalten!
- 2.5 Forderungen für ein Moralsystem Regeln müssen so gestaltet sein, dass sie die geistige und körperliche Unversehrtheit aller Menschen gewährleisten. Außerdem sollten sie das persönliche Eigentum bewahren.
- Andreas Suchanek (Ökonomische Ethik) Moralische Regeln sollen das Wollen aller Subjekte miteinander vermitteln.
- Die Philosophie von Kant „Es ist nicht zu denken möglich, was ohne Einschränkung für gut könnte gehalten werden als allein ein guter Wille.“ Grundvoraussetzungen:- Jeder Mensch muss die Freiheit haben, sich eigene Ziele zu setzen- Es lassen sich keine inhaltlichen Ziele vorschreiben, da nicht jedes Ziel auf jeden Menschen zutrifft- Es kann nur das Ziel eines Menschen beurteilt werden, nicht die Ergebnisse der Handlungen, die zur Realisierung dieses Ziels durchgeführt werden, denn auf diese Ergebnisse hat ein Mensch nur eingeschränkt Einfluss Man kann den Menschen zwar keine Ziele vorschreiben, aber eine Vorschrift, wie sich Ziele bilden sollen: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Kant will dennoch ein inhaltliches Ziel angeben, das man verfolgen sollte, wenn man moralisch handelt. Welche Bedingung muss ein solches allgemeingültiges Ziel erfüllen?Es muss einen objektiven Wert haben. Objektiv wertvoll ist die Fähigkeit eines Menschen, sich „vernünftige“ Ziele zu setzen, d.h. autonom zu handeln. Diese Fähigkeit muss erhalten werden.Daraus leitet Kant die Selbstwertformel ab: „Gebrauche niemanden als Mittel zur Erreichung deiner persönlichen Ziele.“ Kritik:- Ein Mensch kann alleine nicht feststellen, welche Beschränkung seiner Entscheidungsfreiheit und welche Beschränkung der Entscheidungsfreiheit der anderen gerechtfertigt- Bei geringer Wahrscheinlichkeit des „Wiedersehens“ ist Defektieren die rationale Strategie- Der kategorische Imperativ bietet keine Lösung für Interessenskonflikte Wie kann eine solche Lösung aussehen?Die Formel fordert, den Mitmenschen so zu behandeln, dass er als vernünftiges Wesen der Behandlung zustimmen würde. Welcher Behandlung wird der andere zustimmen? Welcher Einschränkung seiner Entscheidungs- und Handlungsfreiheit wird er zustimmen?Unsere Entscheidungs- und Handlungsfreiheit muss notwendigerweise wegen der knappen Ressourcen eingeschränkt werden. Die Lösung:Die Beschränkung der Entscheidungsfreiheit sollte dem anderen eine bessere Nutzung seiner Freiheit ermöglichen.