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Diagnostik und Testtheorie (Subject) / Alle Übungsfragen (Lesson)
Fragen aus früheren Klausuren, den Tutorien und selbsterstellte
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- Definiere Test Standardprozedur zur Gewinnung einer Verhaltensstichprobe in einem bestimmten Verhaltensbereich
- Definiere Messung Zuweisung eines numerischen Wertes zu dieser Verhaltensstichprobe nach einer best. Korrepsondenzregel
- Definiere Ambulantes Assessment Datenerfassung im Alltag des Untersuchten, d.h. dass die Daten nicht stationär z.B. im Labor oder einer Klinik erhoben werden, sondern unmittelbar das Erleben und Verhalten in der betreffenden alltäglichen Situation des Betroffenen bestimmt wird
- Was ist die klinische und die statistische Urteilsbildung. Welche ist überlegen? Klinische: intuitive, subjektive und informelle Infos werden zu einem diagnostischen Urteil integriert Statistische: Die Bildung eines diagnostischen Urteils erfolgt anhand fester Regeln, Formeln und Algorithmen Die statistische ist der klinischen überlegen
- Die LCJ-Skalierung gehört zu den ... Die Guttman-Skalierung gehört zu den ... Welche Skalierung gibt es außerdem? Stimuluszentrierten Methoden Antwortzentrierten Methoden Personenzentrierten Methoden
- Wie berechnet man die doppelte bzw. die einfache Minderungskorrektur? Was ist eine doppelte/einfach Minderungskorrektur, bzw. was sagt diese Zahl aus? "Die Minderungskorrektur liefert eine Schätzung für die Korrelation der wahren Werte zweier Variablen, wenn deren Reliabilitätskoeffizienten bekannt sind" Bei der doppelten Minderungskorrektur wird die "Unreliabilität" zweier Messungen korrigiert Korrelation zwischen den wahren Werten der Messungen A und B = = empirische Korrelation zwischen Messung A und B / (Wurzel Reliabilitätskoeffizient Messung A * Wurzel Reliabilitätskoeffizient Messung B) rtAtB = rxAxB/(Wurzel rAA * Wurzel rBB) Die Korrelation zwischen den wahren Werten der Tests A und B liegt bei rtAtB Bei der einfachen Minderungskorrektur wird die "Unreliabilität" einer Messungen korrigiert rtAtB = rxAxB/Wurzel rAA Bei der einfachen wird angenommen, dass die andere Messung "perfekt" (Wert wird deshalb auf 1 gesetzt) misst. Daraus folgt -> bei einem perfekt reliablen Test/Kriterium A läge die Korrelation zwischen B (Kriterium/Test) bei rtAtB
- Was besagt die Itemschwierigkeit, welche Unterschiede gibt es dabei zwischen Leistungs und Persönlichkeitstest? Wie berechnet man die Itemschwierigkeit (herkömmlich), welche Erweiterungen gibt es? "Die Itemschwierigkeit drückt aus, wie schwer eine Aufgabe für Personen einer Stichprobe im Sinne des erfassten Konstrukts zu beantworten war." Bei Leistungstests: Wie viele VPn haben das Item gelöst Bei Persönlichkeitstests: Wie viele VPn haben einer Aussage im Sinne des Kriteriums zugestimmt Anzahl n (Punktesumme) tatsächlich gelöster Items / Anzahl m (maxScore) maximal lösbarer Items * 100 = Pi m = Anzahl VPn * (k (Anzahl Antwortstufen) - 1) z.B. 5 VPn sollen 2 Items mit 6 stufigem Antwortformat lösen. Bei Item 1 wurden (aufsteigend von VPn 1 bis 5) folgende Werte erzielt: 4,3,2,0,2. Bei Item 2 wurden (aufsteigend von VPn 1 bis 5) folgende Werte erzielt: 5,0,4,2,4. m = 5 * (6-1) Für Item 1 ergibt das: [(4+3+2+0+2)/5*5] * 100 = 44 Für Item 2 ergibt das: [(5+0+4+2+4)/5*5] * 100 = 60 Erweiterungen: Rate-Zufalls-Korrektur (z.B. bei Multiple Choice) Inangriffnahme-Korrektur (z.B. bei Speed-Tests)
- Wie berechnet man den Testwert einer VPn (einfach und komplexe Formen)? einfach Form: xv=mR komplexerer Formen: -Gewichtung von Richtigantworten xv= c • mR-Berücksichtigung von Falschantworten xv= mR - c * mF-Rate bzw. Zufallskorrektur mR : Anzahl der richtig gelösten AufgabenmF : Anzahl der falsch gelösten Aufgaben (Fehler + ausgelassene Items)c: Gewichtungsfaktor
- Wie lauten die z-Werte bei einseitiger/zweiseitiger, liberaler/konservativer Testung? einseitig 5% = 1,64 zweiseitig 5% = 1,96 einseitig 1% = 2,33 zweiseitig 1% = 2,58
- Was besagt der Youden-Index und wie wird er berechnet? Der Schwellenwert, für den der Youden-Index am größten ist, trennt am besten zwischen den Gruppen. YoudenIndex = Sensitivität + Spezifität - 1
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- Nenne und beschreibe die Axiome der klassischen Testtheorie Existenzaxiom: Es existiert ein wahrer Testwert tau als Erwartungswert der Messung xvi Verknüpfungsaxiom: Jeder Messwert setzt sich additiv aus einem wahren Wert und einem zufälligen (unsystematischen) Messfehler zusammen Unabhängigkeitsaxiom: Messfehler und wahrer Testwert sind unkorreliert Zusatzannahmen zur paarweisen Unabhängigkeit: Itembezogene Unabhängigkeit: Die Messfehler der Messungen an der selben Person v mit den Items i und j sind unabhängig voneinander Personenbezogene Unabhängigkeit: Die Messfehler der Messung an den Personen v und w mit dem selben Item i sind unabhängig von einander
- Was besagt das Fundamentaltheorem und was ist ein Mehrfaktormodell? (aktualisiert) Der beobachtete (standardisierte) Wert zvi einer Person v in Variable i lässt sich als gewichtete Summe von k = 1,...,q latenten Faktoren fk addiert mit einem Messfehler, ausdrücken. Mehrfaktormodell: Jede Variable wird von jedem Faktor mehr oder weniger stark beinflusst Anmerkung: Eigentlich wie bei Gravitation: jedes Teilchen wirkt auf jedes andere Teilchen im Universum Anziehung aus, nur ist die Intensität abhängig von der Entfernung (...oder so)
- Nennen Sie die Intelligenzformel von Wechsler IQ = 100 + 15 * z
- Wie berechnen sich folgende Standardnormen bei normalverteilten Testwerten, sowie Stanine und Prozentrangwerte?: z-Wert, IQ-Wert, T-Wert, PISA-Wert, Stanine, Prozentrang z = (Testwert der VPn - Mittelwert der Bezugsgruppe)/Standardabweichung der Bezugsgruppe z = xv - MW / SD (x) IQ = 100 + 15 * z T = 50 + 10 * z P = 500 + 100 * z Stanine ≈ 5 + 2 * z PR = 100 * freqcum (xv)/N freqcum (xv) -> fibonnaci
- Was bedeutet Normierung, welche 3 Voraussetzungen muss die Stichprobe dabei erfüllen Unter der Normierung (Eichung) eines Tests versteht man dasErstellen eines Bezugssystems, mit dessen Hilfe die Ergebnisseeiner Testperson im Vergleich zu den Merkmalsausprägungenanderer Personen (der Eichstichprobe) eindeutig eingeordnetund interpretiert werden können. 1. Hinreichende Größe (mind. 300 Personen) 2. Aktualität (nicht älter als 8 Jahre) 3. Repräsentativität (bzgl. der Zielpopulation, welche hierbei klar definiert ist)
- Warum ist die Guttmann-Skala eine perfekte Skala? Zwar besitzt diese Skala "nur" Ordinalskalenniveau, dafür enthält die Rohwertsumme alle Informationen über das Testverhalten
- Was ist die Variabilitäts-/Abweichungsnorm + Voraussetzung? Vorausgesetzt wird, dass die Testvariable Normalverteilt ist. Die Abweichungsnorm gibt dann an, in wie weit ein Testwert vom arithmetischen Mittel der Bezugsgruppe abweicht. Der Testwert kann durch Differnzbildung (xv - MW) als über- oder unterdurchschnittlich interpretiert werden.
- Was ist Reliabilität und wie kann man die Reliabilität von Tests verbessern? Definition: Reliabilität ist die Genauigkeit oderMessfehlerfreiheit, mit der ein Test eine Merkmalsdimensionerfasst, unabhängig davon, ob er diese inhaltlich auch zumessen beansprucht (letzteres = Frage der Validität). Paralleltest-Reliabilität: zwei Parallelformen eines Tests werden mit denselben Testpersonendurchgeführt (direkt hintereinander oder in größerem zeitlichen Abstand) Retest-Reliabilität: Testwiederholungsmethode (->Aggregationsprinzip) Split-Half: mit Spearman-Brown-Prophecy Formula interne Konsistenz: Verallgemeinerung der Testhalbierungsmethode auf beliebigviele Testteile (->jedes einzelne Item wird als separater Testteil zur Messung des Merkmals aufgefasst (ähnliche Betrachtung wie bei Trennschärfe), Voraussetzung hierfür ist Itemhomogenität)
- Nenne und beschreibe kurz 4 verschiedene Testarten. Leistungstest: maximales Verhalten in standardisierter Testsituation Persönlichkeitstest: Selbstauskünfte zu typischem Verhalten Objektiver Persönlichkeitstest: Verhalten (häufig RT) in standardisierten Testsituationen Projektive Tests: Assoziationen (etc.) auf mehrdeutige Stimuli
- Was sind die 3 Voraussetzungen eines Merkmals für die Durchführung von Statusdiagnostik? Konsistenz: Tritt das beobachtete Verhalten kontinuierlich auf und führt es immer zu den selben Konsequenzen? Generalität: Ist das Verhalten unabhängig vom situativen Kontext? Universalität: Lässt sich das, beim Merkmalsträger beobachtete, Verhalten auch bei anderen Merkmalsträgern beobachten?
- Woraus setz sich laut den Erfindern der Multi-Trait-Multi-Method Analyse jeder Testwert zusammen? Aus einer systematischen Methoden- und Traiteinheit, sowie einem unsystematischen Fehleranteil
- Erklären sie konvergente und diskriminante Validität konvergente: Ausmaß, in dem zwei ähnliche Konstrukte miteinander korrelieren -> gegeben bei hoher Korrelation diskriminante: Ausmaß, in dem zwei unähnliche Konstrukte miteinander korrelieren -> Korrelation sollte möglichst niedrig (am besten 0) ausfallen
- Ein Item korreliert mit der Gesamtskala zu .79. Wie nennt man diesen Wert? Trennschärfe
- Warum führt man im Zusammenhang mit der Trennschärfe eine part-whole Korrektur durch und in welchem Fall fällt die Korrektur besonders stark ins Gewicht? Die part-whole Korrektur wird durchgeführt um das Item, welches hinsichtlich seiner Trennschärfe untersucht wird, aus der Gesamtskala herauszurechnen, da andernfalls eine Überschätzung der Korrelation zwischen Item und Skala aufgrund von Eigenkorrelation des Items, die Folge wäre. Diese Korrektur fällt besonders dann ins Gewicht, wenn die Skala aus wenigen, inhomogenen Items(also Items die sich hinsichtlich ihrer Varianzaufklärung im Konstrukt überlappen) besteht.
- Catell unterscheidet die Q-, L- und T-Daten. Was ist damit gemeint und nenne je ein Beispiel. Psychometrische Daten: Q-Daten: Persönlickeitsfragebögen T-Daten: Intellektuelle Leistungstests (IQ) nicht-psychometrische Daten: L-Daten: Eindrücke des Diagnostikers, Fremdbeobachtung mittels Ratings, Daten aus Gesprächen und Interviews
- Nenne alle und erläutere 2 Arten der Konstruktion psychometrischer Testverfahren. Rationale Konstruktion (deduktive Methode) Prototypen Ansatz (Act Frequency Approach) Externale Konstruktion (kriteriumsbezogene Methode): -Vorliegen versch. Personengruppen -Generierung eines großen Pools breit gefächerter Items -Selektion der Items, die statistische Bedeutsam differenzieren -Differenzierung nur auf Gruppenebene -Inhaltliche Interpretation unzulässig Induktive Konstruktion (faktoranalytische Methode): -Basiert auf Korrelationsrechnung -Generierung homogener Itemgruppen -Selektion der Items aufgrund Homogenität und Einfachstruktur -Analyse des faktoranalytischen Ladungsmusters -Inhaltliche Interpretation der Faktoren
- Definiere Konstruktvalidität Konstruktvalidität ist gegeben, wenn die Operationalisierung das intendierte Konstrukt auch tatsächlich (richtig) misst/indiziert
- Was ist ein nomologisches Netzwerk? Ein nomologisches Netzwerk ist ein System miteinander verknüpfter Gesetze, die sich auf Zusammenhänge zwischen beobachteten Variablen, beobachtbaren Variablen und Konstrukten, oder Konstrukten, beziehen.
- Nenne zwei Verfahren mit denen die Konstruktvalidität geprüft werden kann auf Testebene: -Korrelativer Ansatz (MTMM) -> konvergente und diskriminante Validität -Experimenteller Ansatz -> Konstrukt als UV oder AV auf Itemebene: -rationale Itemkonstruktion auf Item und Testebene: -Struktursuchendes deskriptives Vorgehen (EFA) -Strukturprüfendes Vorgehen (CFA, SEM)
- In welchem Bereich der Diagnostik wir die ROC-Analyse eingesetzt und welches Ziel hat sie? Kriteriumsorientierte Diagnostik Sie ist ein Verfahren zur Ermittlung eines Schwellenwertes zur Unterscheidung zweier Gruppen anhand eines externen Kriteriums Das Ziel der ROC ist das Finden eines optimales Schwellenwertes, der ein Gleichgewicht zwischen Sensitivität und Spezifität herstellt
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- Bei welchem Reliabilitätsmaß verwendet man die Spearman-Brown-Korrektur und wozu? Bei der "Split-Half" Reliabilität, um die Reliabilitätsreduktion aufgrund der verminderten Testlänge zu korrigieren. Dadurch wird die "Split-Half" Reliabilität auf die Reliabilität des Gesamttests angehoben.
- Was ist die Kommunalität bei einer orthogonalen Rotation und was ist das Problem bei einer obliquen Rotation? Summe der quadrierten Ladungen einer Variablen auf allen Faktoren ergibt Varianz dieser Variablen, die durch die Faktoren gemeinsam erklärt wird. Bei der obliquen Rotation summieren sich die quadrierten Ladungen NICHT mehr zu den Eigenwerten der Faktoren und Kommunalitäten der Variablen, sodass die Ergebnisse schwieriger zu interpretieren sind
- Definiere Skalierung (aktualisiert) Aufstellen von Korrespondenzregeln Quantitative Erfassung psychologischer Größen im Sinne einer Messung Die laut Verrechnungsregel resultierenden Testwerte bilden die empirischen Merkmalsrelationen adäquat ab.
- Was kann man tun, um Fehler bei der diagnostischen Urteilsbildung zu vermeiden? Multivariate Datenerhebung Multimethodales Diagnostizieren Explizieren von Untersuchungshypothesen Explizieren der Entscheidungsregeln Standardisierung des diagnostischen Prozesses Kontrolle der Untersuchungsbedingungen, Dokumentation von Untersuchungshypothesen,Untersuchungsdurchführung und Ergebnissen, Professionalisieren der diagnostischen Kompetenzen
- Nenne Fehlerquellen der diagnostischen Urteilsbildung Ignorieren von Basisraten Gebrauch von Heuristiken Missachtung von Regressionseffekte Unangemessene Berücksichtigung von Komorbiditäten Premature Closure (Voreilliger Schluss) Unangemessene Gewichtung diagnostischer Einzeldaten
- Nenne die 5 Stufen des diagnostischen Prozesses in richtiger Reihenfolge Klärung der Fragestellung Auswahl der einzusetzenden Verfahren Durchführung & Auswertung dieser Verfahren Interpretation & Anfertigung eines Gutachtens Festsetzen der Intervention
- Definiere Itemvarianz. Was bedeutet eine Itemvarianz von 1,56 Itemvarianz : Differenzierungsfähigkeit eines Items i hinsichtlich der untersuchten Probandenstichprobe. Der Wert alleine ist eher weniger aussagekräftig, da er immer abhängig von der Antwortskala des entsprechenden Items ist. Man kann aber über die Itemvarianz verschiedene Items der selben Skala miteinander vergleichen.
- Definition Äquivalentnormen Einem Rohwert wird ein Zeitäquivalent zugeordnet, das angibt, für welche Altersstufe eine Testleistung angemessen ist
- Prozentrang-Normen können verteilungsunabhängig gebildet werden. Warum ist die Kenntnis der Verteilungsform der Testwerte dennoch von Bedeutung? Von Bedeutung, da bei hoher Testwertdichte derselbe, mehrfach vorkommende Testwert aufeinander folgende unterschiedliche PR zugeordnet bekommen kann -> so ist die Differenz zwischen Testwerten vergrößert Bei einer geringen Testwertdichte wird einem Intervall von unterschiedlichen Testwerten derselbe PR zugeordnet -> so wird die Differenz zwischen Testwerten verkleinert
- Warum darf man keine Differenzen von Prozenträngen bilden, was ist zulässig? Fehlende Intervallskalierung der PR-Normen, d.h. PR-Differenzen dürfen nicht für Vergleiche herangezogen werden PR-Differenz 50-40=10 hat bezogen auf die unterschiedlichen Merkmalsausprägungen eine andere Bedeutung als eine (numerisch gleiche) PR-Differenz 90-80=10 ZULÄSSIG: Vergleiche, die sich auf die Fläche der Merkmalsverteilung beziehen
- Erkläre das Prinzip der Varianzmaximierung, wo wird diese angewendet? Die Faktorenextraktion erfolgt nach dem Kriterium, dass jeder Faktor sukzessive so viel Varianz in den untersuchten Variablen wie möglich erklärt Jeder neue Faktor erklärt dabei nur Varianz, welche von den zuvor extrahierten Faktoren NICHT erklärt wurde Bei der Exploratorischen FA in Form der Hauptachsen- bzw. Hauptkomponentenanalyse
- Zu welchem Ansatz von Skalierungsmethoden gehört die Skalogramm-Analyse zur Erstellung einer Guttman-Skala? Was bedeutet in diesem Zusammenhang „Hürdenmodell“? Antwortzentrierte Methoden Anordnung von Personen (P) und Items (I) auf dem psychologischen Kontinuum so, dass alle gelösten Items der Person links von ihr liegen und alle ungelösten rechts.
- Karl-Friedrich ist der Meinung, dass die Untergrenze der Trennschärfe immer 0,30 beträgt und alle anderen Items unter 0,30 müssten demnach ausgeschlossen werden. Stimmen Sie der Aussage zu? Begründen Sie kurz. Nein, da es sich bei der Trennschärfe um einen deskriptiven Wert handelt und es somit keine festen Regeln gibt, ab wann ein Item ausgeschlossen werden muss. Dass die Untergrenze nicht 0.30 unterschreiten soll ist lediglich eine Konvention. Der Ausschluss eines Items ergibt sich aus synchroner Analyse aller Item-Parameter
- Was ist bei der Konstruktion von Antwortskalen für geschlossene Beurteilungsaufgaben zu beachten? Nennen Sie 4 Aspekte (aktualisiert) Skalenstufen ja/nein? Bipolare oder unipolare Antwortskala? Bezeichnung der Skalenpunkte? Neutrale Mittelkategorie? -> Soll nicht vorkommen, da sonst Tendenz zur Mitte droht stattdessen besser: ->"Weiß nicht"-Kategorie? Asymmetrische Beurteilungsskalen?
- Nenne die 5 (+2) Nebengütekriterien und erläutere sie kurz Testökonomie: Verhältnis benötigter Ressourcen (Zeit + Geld) zu Informationsgewinn Nützlichkeit: Die positiven Konsequenzen des Tests überwiegen die negativen, praktische Relevanz Fairness: Keine Diskriminierung aufgrund von Organismusvariablen Unverfälschbarkeit: Die Testwerte sind schwer zu manipulieren Zumutbarkeit: die zeitliche, psychische und körperliche Belastung ist angebracht Skalierung: Die laut Verrechnungsregel resultierenden Testwerte bilden die empirischen Merkmalsrelationen adäquat ab Normierung: Erstellen eines Bezugssystems, mit dessen Hilfe die Testwerte einer Testperson im Vergleich zu Merkmalsausprägungen anderer Personen eindeutig eingeordnet und interpretiert werden können
- Was bedeutet forced‐choice? Geben Sie ein konkretes Beispiel Dichotome Aufgaben, also nur zwei Antwortmöglichkeiten Fallschirmspringen würde ich gerne mal ausprobieren. Stimmt/Stimmt nicht
- Nennen Sie 3 Probleme die sich bei der Messung von psychologischen Konstrukten ergeben 1.Es gibt keinen allgemein akzeptierten Ansatz für die Messung eines bestimmten Konstruktes 2.Psychologische Messungen basieren in der Regel auf mehr oder weniger limitierten Verhaltensstichproben 3.Messen diese Verhaltensstichproben („Aufgaben“) wirklich dasselbe Konstrukt? 4.Jede Messung ist fehlerbehaftet 5.Problem der Definition von Maßeinheiten einer Messskala
- Nennen Sie drei Gründe, weshalb man bei personenzentrierten Methoden von Intervallskalenniveau ausgehen kann Es handelt sich i.d.R. um per fiat (Messung "durch Vertrauen") wobei Intervallskalenniveau einfach angenommen wird 1. Testgütekriterien ausreichend 2. Erschwerter Hypothesentest durch fälschliche Annahme zu hohen Skalenniveaus 3. Darstellbarkeit der Rohwerte durch linear transformierte z-Werte 4. Pragmatische Position: Nutzen für Vorhersagen & Platzierungen
- Welche Schritte sind bei der Auswertung einer MTMM Matrix wichtig? 1. Reliabilitäten sollen hoch und ungefähr gleich sein 2. Konvergente Validität sollen hoch und signifikant von Null verschieden sein 3. Konvergente Validität sollen höher sein als -> Heterotrait-Monomethod -> Heterotrait-Heteromethod 4. Muster der Korrelationen soll in Heterotrait-Monomethod und Heterotrait-Heteromethod Blöcken vergleichbar sein
- Nennen Sie 4 Punkte die bei der Eindeutigkeit und Verständlichkeit von Items zu beachten sind 1. Items sollen positiv formuliert werden 2. Vermeidung von komplizierten Satzkonstruktionen, umständlichen Fragen, telegrafischen Kürzungen 3. Vermeidung von Begriffen (z.B. Fachbegriffen) die nicht allen Personen der Zielgruppe geläufig sind 3. Vermeidung von vagen Angaben zur Intensität oder Häufigkeit 4. Vermeidung von Universalausdrücken wie „immer“, „nie“, „alle“ 5. Pro Item nur eine Aussage 6. Zeitpunkt oder Zeitspanne, auf die Bezug genommen wird, sollte eindeutig definiert werden 7. Antwortrichtung bezüglich des Konstrukts muss eindeutig geklärt sein