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Diagnostik (Subject) / Master (Lesson)
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- Von welchen 3 Aspekten hängt die Breite des Konfidenzintervalls ab? 1) Art des KI: (eventuell nicht wichtig, da nicht erwähnt)-Nach Äquivalenzhypothese: breiterer KI-Nach Regressionshypothese: schmalerer KI2) Wahl eines angemessenen Sicherheitsbereichs-Einseitiges Testen: schmalerer KI-Zweiseitiges Testen: breiterer KI-Sicherheitswahrscheinlichkeit (95%, 99% etc.)3) Wahl des geeigneten Reliabilitätskoeffizienten-Retestreliabilität bei prognostischer Fragestellung (ist Maß für Stabilität des Merkmals)-Split-Half- oder Paralleltestreliabilität bzw. interne Konsistenz bei Prüfung des aktuellen Status (Klassisch: Sicherheitswahrscheinlichkeit, Reliabilität "des Tests", Prüfung ein- oder zweiseitig)
- Ein polarisiertes Testprofil liegt vor, wenn … . . . . relativ zur mittleren Profilhöhe fast ausschließlich hohe und niedrige Einzeltestwerte beobachtet werden. (z.B. extrem niedrige Werte in manchen Untertests und in manchen extrem hohe Werte)
- Sie ermitteln mit einem nicht besonders reliablen Aggressivitätstest (.65) für einen Jugendlichen einen Testwert von z = 2,0. Wie sichern Sie ihr Ergebnis ab? - Durch Bildung des Konfidenzintervalls nach der Regressionshypothese, da es sich um einen Extrem-Wert mit relativ geringer Reliabilität handelt und im Gegensatz zur Äquivalenzhypothese eine Korrektur zur Mitte vorgenommen wird, da gemäß der Regressionshypothese davon ausgegangen wird, dass bei erneuter Testung ein weniger extremer Wert zu erwarten ist. Der Konfidenzintervall ist dabei allerdings schmaler als der, der nach der Äquivalenzhypothese gebildet werden würde.- Außerdem empfiehlt es sich bei Extremwerten eine höhere Sicherheitswahrscheinlichkeit zu wählen (also z.B. 99% anstatt von 95%)
- Erläutern Sie den Unterschied zwischen lokal-statistischer und korrelativer Unabhängigkeit von Items. - Korrelative Unabhängigkeit von Items: Items messen nicht dasselbe latente Merkmal. - Stochastische Unabhängigkeit von Items: Items sollen sogar über die einzelnen Stufen der Merkmalsausprägung korrelieren. Erst wenn man die Items auf den einzelnen „lokalen“ Stufen der Merkmalsausprägung untersucht, ist die Korrelation Null.
- Die interne Konsistenz von Persönlichkeitstests ist in der Regel hoch. Welche Probleme ergeben sich aus Sicht der IRT? - Cronachs Alpha ist kein Maß für Eindimensionalität, dh. die interne Konsistenz kann auch bei mehrdimensionalen Merkmalen hoch sein! Das Problem aus Sicht der IRT ist, dass viele Persönlichkeitsmerkmale, insbesondere breit definierte, nicht eindimensional sind und eine hohe interne Konsistenz in der Persönlichkeitsdiagnostik deshalb darüber hinwegtäuscht, dass möglicherweise zwei oder mehr Faktoren gemessen werden.
- Wie hängen Eindimensionalität und lokale stochastische Unabhängigkeit zusammen? Eindimensionalität -> Ein latenter Faktor erklärt die Kovarianz zwischen ItemsLokale stochastische Unabhängigkeit als Bedingung dafür.
- Was sind Probleme von Äquivalentnormen? Zuordnung der Rohwerte zu bestimmten Mittelwerten, die in einer Vergleichsgruppe gefunden wurden – Die Varianz der Vergleichsgruppe wird ignoriert!
- Was sind Probleme von Abweichungsnormen? Normwert gibt an, wie weit eine Person mit seinem Testwert unter oder über dem Mittelwert einer Referenzgruppe liegt! -> Abweichung des Testwerts vom Mittelwert der Referenzpopulation unter Berücksichtigung der Varianz! Normalverteilung der Testwerte als Voraussetzung oftmals nicht gegeben.
- Was sind Probleme von Prozentrangnormen? Prozentrang gibt an, wie viel Prozent der Bezugsgruppe (Normstichprobe) einen Testwert erzielten, der niedriger oder maximal genauso hoch ist wie der Testwert einer Person Nachteil: nicht intervallskaliert, Testwertdifferenzen im Bereich geringer Testwertdichte werden kleiner, im Bereich hoher Testwertdichte größer
- Fair? Unter welchen Bedingungen können Individuen aus verschiedenen Gruppen mit Hilfe derselben Normen verglichen werden? - Messinvarianz muss gegeben sein. - Vergleichbarkeit der Reliabilität und der konvergenten Validität. - keine DIF - keine differentielle Validität - keine differentielle Prädiktion (nach Cleary, Slope & Intercept)
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- Was ist bei dem Vergleich von Persönlichkeitsprofilen von potenziellen oder tatsächlichen Partnern zu berücksichtigen? Die Ähnlichkeit von Persönlichkeitsprofilen potenzieller Partner muss unter Berücksichtiung der zufällig zu erwartenden Ähnlichkeit und der individuellen Unterschiede in Profilniveaus und Profilstreuungen ermittelt werden.
- Was ist bei dem Vergleich von Persönlichkeitsprofilen von potenziellen oder tatsächlichen Partnern zu berücksichtigen? Die Ähnlichkeit von Persönlichkeitsprofilen potenzieller Partner muss unter Berücksichtiung der zufällig zu erwartenden Ähnlichkeit und der individuellen Unterschiede in Profilniveaus und Profilstreuungen ermittelt werden.
- Welche Teststandards gelten in Deutschland allgemein? - Testkuratorium der Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen(TK) - DGPs/BDP - DIN33430 „Anforderungenan Verfahrenund deren Einsatz bei berufsbezogenen Eignungsbeurteilungen“(DIN,2002, 2016)
- Wozu dienen nomologische Netzwerke? Synthese aus inhaltlicher und kriteriumbezogener Validität • Im Bereich der Theorie werden nicht beobachtbare theoretische Konstrukte und deren theoretischen Zusammenhänge („Axiome“) untereinander definiert. •Es werden Annahmen („Korrespondenzregeln“) formuliert, welche Konstrukte in Verbindung mit welchen beobachtbaren Testwerten stehen. (Nomologisches Netz) •Aufgrund der theoretischen Zusammenhänge von Konstrukten lassen sich entsprechende Vorhersagen für die Zusammenhänge beobachtbarer Testwerte ableiten, die empirisch überprüfbar sind.
- Was ist Konstruktäquivalenz? Die Konstruktäquivalenz ist die empirisch bestätigte Äquivalenz eines psychologischen Konstruktes über Sprachen und Kulturen hinweg. Hat mind. 3 Bedeutungen: 1.) Äquivalenz der Faktorstruktur (Messäquivalenz) 2.) Äquivalenz der Korrelate (nomologisches Netzwerk) 3.) Äquivalenz der Testnormen
- Wer ist zur Anwendung psychologischer Tests autorisiert? Nach Din 33430 nur Lizenzinhaber!
- Was sind Probleme freier Testbeurteilungen? 1) Mangelnde Objektivität 2) Häufig überkritischer und negativer Tenor 3) Erstellung durch selbsternannte Experten
- Was sind Probleme der Testbeurteilung nach numerischen Kriterien? zwar objektiv, aber scheingenau bzw. pseudorational,aus 3 Gründen: 1) Ausprägung von Gütekriterien hängtvonder Verteilungder Parameterin der Referenzpopulation ab (Robuste Reliabilitätsschätzungen ab N> 300) 2) Kennwerte basieren auf Einzelschätzungen, die im Vergleich heterogen sein können (Alternative: metaanalytische Reliabilitäts -u. Validitätgeneralisierung, Konfidenzintervalle für Kennwerte). 3) Fixierung auf numerische Kennwerte provoziert einseitig gestaltete Untersuchungspläne.
- Eine robuste Reliabilitätsschätzung ist ab . . . möglich. N>300
- Welche Zusatzannahmen nimmt die KTT an? 1) T und E sind unkorreliert 2) Mittelwert von E ist 0 3) E ist über Items und Personen unkorreliert
- Was folgt aus den theoretischen Problemen der KTT? Testparameter (Itemschwierigkeit, Trennschärfe, Reliabilität) sind stichprobenabhängig; d.h. ein Test dürfte nur in Stichproben appliziert werden, die mit Konstruktionsstichprobe vergleichbar sind.
- Was sind Essentiell τ-äquivalente Messungen? Essentiell τ-äquivalente Messungen messen dieselbe Eigenschaft oder Fähigkeit, jedoch nicht gleich genau und auch mit unterschiedlichen Mittelwerten: T´= T+y und σ²´≠ σ²
- Was sind τ-äquivalente Messungen? τ-äquivalente Messungen messen dieselbe Eigenschaft mit gleichem Mittelwert, jedoch nicht gleich genau. Dabei sind die Mittelwerte beider Messungen aber gleich: T´= T und σ²´≠ σ²
- Was sind parallele Messungen? Parallele Messungen messen dieselbe Eigenschaft gleich genau. Daher sind Mittelwerte und Varianzen der Messungen gleich. T´= T und σ²´= σ² (streng parallel)
- Was sind essentiell parallele Messungen? Essentiell parallele Messungen messen dieselbe Eigenschaft genau, aber mit unterschiedlichen Mittelwerten, jedoch mit gleichen Varianzen T´= T+y und σ²´= σ²
- Was sind Tau-kongenerische Messungen? Tau-Kongenerische Messungen messen dieselbe Eigenschaft, jedoch nicht gleich genau und auch mit unterschiedlichen Mittelwerten. Die wahren Werte unterschieden sich um eine additive und eine multiplikative Konstante: T´= βT+y
- Wie berechnet man die Splithalf-Reliabilität? Die Korrelation zwischen beiden Testhälften ist die Schätzung der Reliabilität des Tests mit einer halben Länge. Zur Schätzung der Reliabilität des Gesamttests muss die Korrelation der Testhälften mit Hilfe der Spearman-Brown-Formel „aufgewertet“ werden!
- Was ist Cronbachs Alpha und was setzt es voraus? Ein Maß für die interne Konsistenz mind. essentiell t-äquivalent (sonst: McDonald's Omega)
- Unter welchen Bedingungen führt Testverlängerung zur Steigerung der Reliabilität? nur unter sehr strengen Bedingungen (essenziell τ-äquivalente Items)
- Was sind praktische Vorteile der IRT? Es müssen nicht alle Personen dieselben Items bearbeiten (→ adaptives Testen). Das Messmodell wird explizit formuliert und kann empirisch geprüft werden. Die Messgenauigkeit kann für jedes einzelne Item eines Tests bestimmt werden. Merkmalsausprägungen und Itemschwierigkeiten werden auf einer gemeinsamen Skala dargestellt.
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- Warum gibt es in der IRT keinen Testbias für verschiedene Gruppen? - Personenparameter sind invariant über Items -> Merkmalder der Person können mit jedem Item eines Tests ermittelt werden. - Itemparameter (Itemschwierigkeiten, Diskriminationsparameter) sind invariant über Stichproben -> Sie sind zwischen Stichproben vergleichbar.
- Was ist die die Bedingung für die Homogenität eines Tests? Lokal-stochastische Unabhängigkeit -> Annahme, dass die Korrelation zwischen zwei Testitems "nur" auf ein latentes Merkmal zurückzuführen ist. (Korrelation gleich Null, wenn man sie auf einzelnen "lokalen" Stufen des latenten Merkmals untersucht) -> entspricht der Annahme unkorrelierter Messfehler der KTT
- DIF: Was sind Lösungsmöglichkeiten beim Vorliegen einer differenziellen Itemfunktion? 1) Gruppenspezifische IC-Funktionen zulassen 2) Gruppenspezifische Skalen entwickeln 3) DIF-Items aus der Skala entfernen
- Was ist sind DIF? Differenzielle Itemfunktionen liegen vor, wenn Itemschwierigkeit und Diskriminationsfähigkeit zwischen Subgruppen variieren. -> Verletzung der Invarianzannahme.
- Was ist die IC? Die itemcharakteristische Funktion (IC-Funktion) beschreibt die Beziehung zwischen dem latenten Merkmal und dem Reaktionsverhalten von Probanden auf ein Item in Form einer Wahrscheinlichkeitsaussage.
- Was ist die IC? Die itemcharakteristische Funktion (IC-Funktion) beschreibt die Beziehung zwischen dem latenten Merkmal und dem Reaktionsverhalten von Probanden auf ein Item in Form einer Wahrscheinlichkeitsaussage.
- Worauf basieren Persönlichkeitsmerkmale, wenn sie nicht latenten Variablen entsprechenß Emergenten Merkmalen (die durch ihre Indikatoren definiert sind; z.B. Beziehungsqualität, Attraktivität, Gesundheit)
- Können Persönlichkeitseigenschaften mit der IRT gemessen werden? Ja, obwohl sie oft nicht eindimensional sind (v.a. die breit definierten) IRT-Modelle könnten auch für Subdimensionen geschätzt werden (generelle vs. bereichsspezifische Eigenschaften). (Homogenität / Eindimensionalität ist eigentlich Voraussetzung für IRT-Konformität)
- Welche Anforderung werden zur Vermeidung von Testbias und Testunfairness gestellt? 1) Keine differenzielle Itemfunktion 2) Keine differenzielle Validität (Korrelation zwischen Test und Kriterium) 3) Keine differenzielle Prädiktion (Testfairness nach Cleary) -> Intercept und Slope für alle Gruppen gleich)
- Kann es differenzielle Prädiktion geben trotz vergleichbarer Validität? Ja, wenn beide Gruppen sich in Intercepts bzw. Slopes unterscheiden.
- Kann es differenzielle Validität trotz vergleichbarer Prädiktion geben? Ja, wenn Varianzunterschiede zwischen den Gruppen bestehen.
- (R/F) Soziale Erwünschtheit kann die Korrelation zwischen den Items eines Persönlichkeitstests nicht beeinflussen. Richtig (? → sollte so sein, denke ich, keine klare Antwort gefunden)
- (R/F) Wenn alle Bewerber in einem Auswahlverfahren vergleichbar sozial erwünscht auf einen Persönlichkeitsfragebogen reagieren, führt dies zu einer Verzerrung von Persönlichkeitsunterschieden. Falsch!
- (R/F) Die interne Konsistenz eines Tests besitzt vergleichbare Informationen wie die Ermittlung einer Testinformationsfunktion. Falsch (ziemlich sicher)
- (R/F) Im Modell von Cronbach gibt die Komponente „Elevation“ wieder, inwieweit verschiedene Urteiler das selbe Response-Set benutzen. Richtig
- Was bedeutet Stereotype Accuracy? Unterteiler nutzen Stereotyp und beschreiben durchschnittliche Persönlichkeit
- Was bedeutet Differential Elevation? Urteiler nutzen ein „zielpersonen-spezifisches“ Responseset. (Professor A bzw. Bewerber A ist bei den Urteilern generell beliebter als B und wird in allen Eigenschaften typischerweise als positiver eingeschätzt).
- Was bedeutet Differential Accuracy? Beurteiler stimmen in idiosynkratischem Urteil überein. (Professor A bzw. Bewerber A wird relativ zu B in einer bestimmten Eigenschaft übereinstimmend als „positiver“ oder „negativer“ bewertet).
- Beschreiben Sie verschiedene Beobachtungssysteme und nennen Sie dafür jeweils einschlägige Beispiele. 1) Zeichensysteme (verschiedene Verhaltensklassen -> diese schließen sich nicht zwangsläufig gegenseitig aus, eine Verhaltensweise kann also auch zwei oder mehr Klassen zugeordnet wird) 2) Kategoriensysteme (Verhaltensklassen bzw. Beobachtungskategorien -> diese schließen sich gegenseitig aus, jedes Verhalten fällt in eine Kategorie) 3) Beurteilungssysteme (Schätz- oder Ratingskalen) -> Verhalten wird auf verschiedenen Beurteilungsdimensionen eingeschätzt (z.B. Intensität oder Häufigkeit), der Beobachter wird als Messinstrument benutzt
- Welche sind die Standardmaße zur Prüfung der Beobachterübereinstimmung und wann werden sie angewendet? Cohens Kappa für nominale Daten, i.d.R. bei Zeichen- bzw. Kategoriensystemen. Cronbachs Alpha für metrische Daten, i.d.R. bei Beurteilungssystemen (Ratingskalen).