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Ökologie (Subject) / Glossar interspezifische Interaktionen (Lesson)
Vorlesung Ökologie Uni Potsdam 2020/2021
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- Amensalismus Wechselbeziehung, bei der sich ein Organismus ungünstig auf einen zweiten auswirkt, letzterer aber keinerlei einfluss auf den ersteren hat. (-/0)
- Aposematismus Einsatz von optischen, olfaktorischen und/oder akustischen Signalen zur Abschreckung potenzieller Räuber
- Asymmetrische Konkurrenz Konkurrenz zwischen 2 Organismen, von der einer schwerer betroffen ist als der andere
- Ausbeutevermittelte Koexistenz (Predator-mediated competition) Situation, bei der die Prädation die Koexistenz von Arten fördert, unter denen es ansonsten zu Konkurrenzausschluss käme
- Begrenzende Ähnlichkeit (limiting similarity) Existenz eines Maximums an Nischenüberlappung zwischen 2 Arten, das Koexistenz ermöglicht (Überlappung kann nicht unendlich groß sein) oder Ausdruck der Ähnlichkeit zwischen 2 konkurrierenden Arten, das nicht überschritten werden darf, wenn die beiden Arten koexistieren sollen
- Beute Indiviuum, das potentiell von einem Prädator getötet und verzehrt wird
- Biodiversität Bezieht sich im allgemeinsten Sinne auf alle Aspekte der Vielfalt in der lebendigen Welt. Setzt sich zusammen aus genetischer und struktureller Diversität, sowie Artendiversität.
- Biologische Pestizide Präperate zur unmittelbaren Bekämpfung eines Schädling, die aus biologischen Substanzen bestehen
- Biologische Schädlingsbekämpfung Einsatz der natürlichen Feinde eines Schädlings zu dessen Bekämpfung
- biotroph Begriff, der für Parasiten benutzt wird, die ihre Entwicklung nur auf einem lebenden Wirt beenden können
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- Biozönose Lebensgemeinschaft: Räumlich und zeitlich zusammenhängende Arten
- Bottom-up Kontrolle (Donor-kontrollierte Modelle, ressourcenkontrollierte Modelle) Mathematische Modelle von Räuber-Beute-Beziehungen, bei denen der Donor (Beute) die Dichte des Rezipienten (Räuber) kontrolliert
- Carnivorie Konsumption von lebenden Tieren oder Teilen lebender Tiere durch einen Organismus
- Dekomposition Auflösung der organischen chemischen Verbindungen, die sich beim Aufbau des Pflanzen- und Tiergewebes gebildet haben
- Destruent (Saprophyt) Organismus, der tote Substanzen äußerlich abbaut und die Produkte über seine Plasmamembran in die Zellen aufnimmt, z.B. Pilze
- Detrivoren Tierische Konsumenten toten organischen Materials unter Nutzen darin enthaltener Mikroorganismen
- Detrivorie (Saprophagie) Konsumption von toten org. Matrial (Detrius), i.d.R zusammen mit darin enthaltenen MO´s
- diffuse Interaktionen Interaktionen, an denen i.d.R. immer mehrere Arten, einschlißlich der Individuen ihrer Population, beteiligt sind
- diffuse Konkurrenz Nur schwache direkte Wechselbeziehungen zwischen 2 Arten, sodass man die Wirkungen einer bestimmten Art auf die andere kaum einschätzen kann
- Ektomykorrhiza (Ektotrophe Mykorrhiza) Beziehung zwischen einem Pilz und der Wurzel einer Pflanze, bei welcher der Pilz eine Hülle um die Wurzel bildet und (im Gegensatz zum Endomykorrhiza) zwischen die Zellen seines Wirtes eindringt
- Ektoparasiten Parasiten, die auf der Körperoberfläche leben, zum Teil im Schutz des Haar- und Federkleides
- Ektosymbiose Symbiose, bei der einer der symbionten außerhalb des Körpers der anderen lebt
- Ektothermie Die Gewinnung von Wärme vor allem aus der Umgebung
- Endemiten Arten, die nur in einem sehr eng begrenzten geographischen Gebiet vorkommen
- Endomykorrhiza Beziehung wischen einem Pilz und der Wurzel einer Pflanze, bei welcher der Pilz in die Wirtszellen eindringt
- Endoparasiten Parasiten, die sich im Inneren ihres Wirtes befinden (Zellen)
- Endosymbiose (Endosymbiont, Endobiont) Symbiose, bei der einer der Symbionten im Körper des anderen lebt
- Endwirt Wirtsart, in der der Parasit sein Adultstadium erreicht und geschlechtsreif wird
- Ersatzressource Ressource, die selbst nicht knapp ist, um die aber konkurriert wird, weil sie Zugang zu einer anderen Ressource liefert, die bereits knapp ist oder es werden könnte
- Eusymbiose Eine i.d.R. für beide Partner unmittelbar lebensnotwenidge Partnerschaft -> Mutualismus
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- Filtrierer Aquatische Tiere, die kleine Partikel organischem Materials aus dem über ihnen fließendem Wasser filtern können
- Flechten Doppelorganismus (Consortien), bestehend aus einem Pilz (Ascomyceten, selten Basidomyceten) und Cyanobakterien oder Grünalgen, die in einem Pilzhallus, einem Geflecht aus Pilzhyphen leben
- Fleischfresser (Carnivoren) Tierarten, die sich ausschließlich von anderen Tieren ernähren
- Frugivore Früchte-essende Tiere
- Fundamentale Nische Das gesamte Spektrum an abiotischen Umweltbedingungen und alle Ressourcen, die Individuen einer Art, die nicht in Konkurrenz zu Individuen einer anderen Art leben, zum Überleben und zur Reproduktion nutzen können Kombination von Umweltbedingungen und Ressourcen, die es einer Art erlauben zu existieren, vorausgesetzt, dass sie von keiner anderen Art beeinträchtigt wird
- Fundamentalnische Der Teil des mehrdimensionalen Nischraums einer Art, indem sie aufgrund ihrer Anpassung überleben kann
- funktionelle Artengruppe Allgemein eine Artengruppe, die ähnliche Eingenschaften in Funktion und Struktur besitzt und eine ähnliche Reaktion gegenüber bestimmten Umweltfaktoren zeigt
- Gallen Durch herbivore Arten hervorgerufene Anschwellungen des Pflanzengewebes
- Geist vergangener Konkurrenz Ein von JH Connel geprägter Begriff, der hervorheben soll, dass die in der Vergangenheit als evolutionäre Kraft wirksame interspezifische Konkurrenz oft ihre Auswirkungen im Verhalten, in der Verbeitung oder in der Morphologie von Arten hinterlassen hat, selbst wenn es heute keine Konkurrenz mehr zwischen den betreffenden Arten gibt
- Gekoppelte Oszillationen Miteinander in Zusammenhang stehende Abundanzschwankungen zweier Arten, allgemein ausgedrückt eines "Räubers" und einer "Beute", wobei eine geringe Abundanz der Beute zu einer geringeren Abundanz des Räubers führt, wodurch wiederum die Beute und in der Folge auch der Räuber häufiger werden, was wiederum eine geringere Beutehäufigkeit nach sich zieht und so weiter
- Gilden Gruppe von Arten, die die selbe Klasse von Ressourcen nutzen
- Gradientenanalyse Analyse der Artzusammensetzung entlang eines Gradienten von Umweltbedingungen
- Grenzwerttheorem (Charnov´s marginal value theorem) Danach wird bei einer fleckenhaften und mosaikartigen Verteilung der Nahrung die Aufenthaltsdauer eines Individuums durch die Rate der Energieaufnahme beim Verlassen des jeweiligen Habitats bestimmt
- Grinells Axiom Konkurrenz-Ausschluss-Prinzip
- Handhabungszeit Zeitspanne, in der ein Räuber mit dem Verfolgen, Überwältigen und Verzehr einer Beute beschäftigt ist
- Hemiparasiten Pflanzen, die zur Photosynthese fähig sind, aber Verbindungen mit dem Wurzeln oder S>prossen anderer Pflanzen eingehen und einen Großteil oder den gesamten Bedarf an wasser und Nährstoffen über ihren Wirt decken
- Herbivorie (Phytophagie) Eine trophische Interaktion, bei der Tiere lebendes pflanzliches Gewebe konsumieren
- heterotrophe Organismen, die energiereiche organische Moleküle benötigen (Tiere, Pilze, meisten Bakterien)
- Holoparasiten Parasitsiche Pflanze, die kein Chlorophyll besitzt und daher für ihre Versorgung mit Wasser, Nährstoffen und fixiertem Kohlenstoff völlig auf ihre Wirtspflanze angewiesen ist
- Intermediate disturbance hypthesis (IDH) - Hypothese mittlerer Störungshäufigkeit Prinzip des Zusammenhang einer mittleren Störungshäufigkeit und einer hohen Artenvielfalt