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Forstökonomie (Subject) / Forstökonomie 2te Woche (Lesson)
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- Def. Bewertung Tätigkeit, den materiellen und ideellen Nutzen einer Sache (=Wert) für Wirtschaftssubjekte festzustellen; meist in Geldeinheiten
- Def. Waldbewertung Ziel ist, die forstwirtschaftlichen Produktionsgüter oder Leistungen nach ökonomischen Kriterien zu quantifizieren. Die damit verbundenen Schwierigkeiten lassen sich nicht grundsätzlich lösen, sondern nur durch Konventionen begrenzen.
- Prolongierung am Ende des n-tenJahres ist der Ausgangsbetrag Ko auf einen Endbetrag (=Nachwert) Kn angewachsen Kn= Ko *1,0p^n
- Diskontierung Bei bekanntem Endbetrag Kn und Aufzinsungsfaktor 1.0p^n kann mit Hilfe der Zinseszinsformel der Anfangsbetrag (=Vorwert) Ko berechnet werden: Ko = Kn: (1,0p^n)
- Rente zu regelmäßigen Zeitpunkten eingehende oder zu verausgabende Werte gleicher Höhe Unterscheidung nach Dauer (endlich bzw. ewig), Zeitraum Eingang (jährlich bzw. periodisch) Zeitpunkt der Fälligkeit (vorschüssig; nachschüssig). Kapitalwert einer Rente als Vorwert Nachwert
- Welche drei grundsätzlichen Bewertungsmethoden gibt es in der Waldbewertung? Sach-oder Substanzwert (Abtriebswert) <-- Gegenwart Kostenwert (Herstellungskosten) <-- Vergangenheit Ertrags-oder Erwartungswert <-- Zukunft
- Verwaltungsaufwandskapital V Kapitalwert einer jährlich-ewigen Rente v= jährlicher Verwaltungsaufwand V= v/0.0p
- Klassische Waldbewertung: Bodenerwartungswert Synonym Bodenertragswert, FAUSTMANN-Formel 1854) •Kapitalwert einer periodisch ewigen Rente, die das erste Mal am Ende der Umtriebszeit u und dann alle u-Jahre wieder und auf ewige Zeiten in gleicher Höhe eingeht •Holzleerer Boden, der zum Betrachtungszeitpunkt aufgeforstet und dann auf ewige Dauer als Waldbestand Reinerträge abwirft •alle Erträge und Aufwendungen werden auf den Zeitpunkt der Umtriebszeitprolongiert (Ausnahme: v) und dann als periodische (=u), nachschüssige, ewige Rente verrentet •alle Erträge und Aufwendungen ergeben sich in allen Umtrieben zum gleichen Zeitpunkt und in gleicher Höhe •„aussetzender Betrieb“: mit Ausnahme von v fallen Erträge und Aufwendungen nicht regelmäßig jährlich, sondern periodisch a
- Bestandeskostenwert HKm (1846 von KÖNIG veröffentlicht) •geht davon aus, dass der monetäre Wert eines Gutes mindestens so hoch ist wie die zur Herstellung oder zum Kauf eingesetzten Aufwendungen •Berechnung wird mit zunehmendem Bestandesalter immer schwieriger, da die Datengrundlage schwieriger zu ermitteln wird und Preis-und Geldwertänderung die Berechnung erschweren •Ansatz für Entschädigung und Schadensersatz junger Bestände durchaus brauchbar! Zweckorientiertheit der Bewertung!
- Bestandeserwartungswert HEm (1854 von OETZEL veröffentlicht) •ist die Summe aller künftigen Erträge prolongiert auf den Zeitpunkt der Umtriebszeit •abzüglich der Summe der im gleichen Zeitraum anfallenden Aufwendungen, ebenfalls auf den Zeitpunkt der Umtriebszeitprolongiert •dieser Betrag ist auf den Bewertungszeitpunkt m zu diskontieren
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- Wann ist der Bestandeserwartungswert gleich dem Bestandeskostenwert Unter den Bedingungen, dass •der verwendete Zinsfuß dem effektiven (=internen) Zinsfuß entspricht •alle übrigen Berechnungsgrundlagen gleich sind HEm= HKm(= Hm)
- Warum werden bei der Bewertung von Betrieben Bestände in Betriebsklassen zusammengefasst? Bei Einzelbewertung mit Bestandeserwartungswertoder Bestandeskostenwertwerden Maßnahmen auf isolierter Fläche betrachtet •Unterstellung, dass jeder Bestand ohne Rücksicht auf räumliche Ordnung und Nachhaltigkeit bei Zeitpunkt u genutzt werden kann. •Unterstellung, dass Maßnahmen (Kulturen, Durchforstungen) ohne Rücksicht auf die betriebliche Situation (Arbeitskräfte, Holzabsatz, Finanzmittel) zur richtigen Zeit erfolgen können Deswegen: Zusammenfassung von Beständen, die in ihrer Gesamtheit eine nachhaltige Bewirtschaftung im Rahmen eines Normalwaldes ermöglichen