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Apparative Diagnostik (Subject) / Beatmungstechick (Lesson)

hsnr 2021

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  • Was ist die Kraftquelle des Ausatmens (nicht Pressatmung)? Rückstellkraft aus der beim Einatmen aufgebauten elastischen Spannung
  • Was ist die Aufgabe eines Beatmungsgerätes? Versorgung des Organismus mit Sauerstoff und Entsorgung von Kohlendioxid,  also ein sog.Gasaustausch
  • Wozu benötigt der Körper Sauerstoff? Die zum Leben benötigte Energie wird durch eine Verbrennung der Nährstoffe in den Körperzellen bereitgestellt. Für diese Verbrennung wird Sauerstoff ( ) benötigt.     Die Energie wird nicht nur für die Muskelbewegung, sondern genauso für das Zellwachstum und die Bildung von Strukturen benötigt.
  • Welches sind die Stoffe/Moleküle, die vom Körper für seine Energieversorgung umgewandelt werden? Kohlenwasserstoffe (Zucker, Fette, Eiweiße)    Sie werden durch Enzyme mittels Sauerstoff oxidiert und zu Wasser   und Kohlendioxid   abgebaut, wobei Adenosintriphosphat (ATP) oder Coenzyme als Energieträger für die  Körperzellen entstehen
  • Warum ist neben der Lunge auch die Haut letztlich ein Atmungsorgan? Die Zellen an der Körperoberfläche können einen Teil ihre   -Bedarfs direkt durch Diffusion decken (Hautatmung).
  • Welches sind die Stufen der Transportkette, die den Sauerstoff in die Körperzellen transportiert? Atmung bringt Luft in die Lungenflügel  ·         in den sog. Alveolen der Lunge findet durch Diffusion durch dünne  Membranen der   /   Gasaustausch mit dem Blut statt (50 - 80   beim Erwachsenen)  ·         die linke Herzhälfte pumpt das Blut aus den Lungen in die Organe, wobei das Hämoglobin den Sauerstoff binden kann    ·         In den Blutkapillaren erfolgt der erneute Austausch von   und   mit den Zellen durch Diffusion.
  • Welche Muskeln sind hauptverantwortlich für die Dehnung der Lunge beim Einatmen? Muskeln des Zwerchfells
  • Weshalb strömt beim Einatmen Luft in die Lunge ein? Unterdruck Volumenvergrößerung bewirkt Druckverringerung in der Lunge.    Aufgrund der entstehenden Druckdifferenz zum Umgebungsdruck strömt Luft in die Lunge ein
  • Was versteht man unter Druck? Kraft pro Fläche  P= n/m2=Pa
  • Wie groß ist der Umgebungsluftdruck unter Normalbedingungen auf Meereshöhe? 101,3 kPa = 1013 hPa
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  • Wie kann eine Druckangabe als Höhe einer Flüssigkeitssäule in den Druck in Pa umgerechnet werden? P=F/A=mgAE  mit Masse in Kg , g=9,8,1 s2 Erdbeschleunigung und der A Fläcje  P= F/a=mg7A=Pahg/A=phg mit h der Flüssigketishöhe und p iherer dicht in kg/m  p=1000kg/m3 * 10
  • Wie groß ist das normale Atemvolumen?  ca. 500 ml
  • Was versteht man unter der Funktionellen Residualkapazität der Lunge die Restkapazität am Ende der normalen Ausatmung (Atemruhelage)
  • Was ist ein Luftstrom, d.h. in welchen physikalischen Einheiten wird er gemessen? Luftstrom (Volumen pro Zeiteinheit), also  V(punkt) oder  dv/dT  geschrieben.  Punkt steht also für die "Änderung mit der Zeit", also einen sog. Fluss oder hier den Luftstrom z.B. in Litern pro Minute oder  m3/s   
  • Was versteht man unter der Resistance R der Atemwege? Den Strömungswiderstand der Atemwege.   Umso größer der Widerstand ist umso größer ist die notwendige Druckdifferenz, um einen gewünschten Luftstrom zu erzeugen.   V=dp/R
  • Welchen Einfluss auf den Strömungswiderstand einer Röhre hat ihr Radius? r4
  • Welchen Einfluss auf den Strömungswiderstand einer Röhre hat ihre Länge? r-1
  • Was wird durch die sog. Compliance C der Lunge beschrieben?  Der Faktor um den sich das Lungenvolumen DV erhöhrt , wenn man den druck in der Lunge um eine betag DP erhöhrt Dier faktor nennt man C=Complianice . Er ist also Maß für die Dehnbarkeit de rLunge  C=Delta V
  • Wie lautet der mathematische Zusammenhang zwischen Compliance, Druck- und Volumendifferenz? DEltaP*C=DeltaV
  • Welches ist die physikalische Einheit der Compliance C (in l und Pa)? C=1/Pa
  • Wie groß ist die Gesamtoberfläche der Alveolen in der Lunge eines Erwachsenen? 70m2
  • Was beschreibt Fio2 und Feo2 Die Sauerstoffkonzentrationen des eingeatmeten (i=Inspiration) bzw. ausgeatmeten Atemgases (e=Exspiration).
  • Wie bestimmt man die mit einem Atemzug des Volumens V_T vom Körper aufgenommene Sauerstoffmenge? V02=VT*(Fio2-Feo2)
  • Wie groß ist die mit einem Atemzug des Volumens V_T vom Körper aufgenommene Sauerstoffmenge eines in der Vorlesung ruhenden erwachsenen Studenten? ruhe volumen 0,3 l/min
  • Welche Kurve beschreibt die Sauerstoffaufnahmefähigkeit des Blutes? Sauerstoffsättigungskurve
  • Was exakt beschreibt die Sauerstoffsättigungskurve? Das Verhältnis zwischen gebundenem und im Blut gelösten  02  in Abhängigkeit vom arteriellen Sauerstoffpartialdruck (Partialdruck = Teildruck, kann auch in Vol.% umgerechnet werden)
  • welche Faktoren beeinflussen den Verlauf der Sauerstoffsättigungskurve? Der Verlauf der  -Sättigungskurve hängt z.B. vom pH-Wert (sauer oder alkalisch) und der Temperatur ab
  • Wie errechnet sich die im Blut ans Hämoglobin gebundene Sauerstoffmenge Konzentration Hämoglobin im Blut (z.B. 140 g/l) x Sauerstoffmenge die an ein Gramm Hämoglobin gebunden werden kann (1,38 ml/g) xarteriellem Sauerstoffpartialdruck
  • Wie errechnet sich die im Blut ans Hämoglobin gebundene Sauerstoffmenge: zentration Hämoglobin im Blut (z.B. 140 g/l) x Sauerstoffmenge die an ein Gramm Hämoglobin gebunden werden kann (1,38 ml/g) x Sauerstoffsättigung des Hämoglobins
  • Wie erfolgt der Abtransport des CO_2 aus dem Körper? co2 bindet sich ebenfalls ans Hämoglobin und wird darüber zur Lunge  zurücktransportiert. Ein kleinerer Teil (ca. 10%) kann sich aber auch im  Blut lösen ohne an Hb gebunden zu sein.
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  • Wie nennt man den Prozess durch den Gase von der Lunge ins Blut oder vom Blut in die Lunge übertreten? Diffusion
  • Welches sind Indikationen für eine maschinelle Beatmung?      medikamentenbedingte Ausschaltung der Atemmuskulatur, also z.B. bei tiefer Narkose  ·         Erkrankung der Atemmuskulator (z.B. Tetanus)  ·         Lähmungen der Atemmuskulatur (z.B. Kinderlähmung)  ·         gestörter oder geschädigter Atemantrieb durch das Gehirn (z.B. Schädel-Hirn-Verletzung, hohe Querschnittslähmung, Vergiftung)  ·         Behinderung der Atembewegung  ·         erhöhter Atmungsbedarf (z.B. bei Blutvergiftung, d.h. Sepsis)  ·         nicht belüftete Lungenabschnitte (Atelekasen)  ·         Lungenödem (Lungenwasser, Vorsicht -- nur bedingt)    ·         Bronchial-Astma (Vorsicht -- nur bedingt)
  • Wie unterscheiden sich die Druckverhältnisse in der Lunge bei Atmung und Beatmung? Druck bei Atmung: Unterdruck in der Lunge während der Inspiration und Überdruck während der Exspiration   Druck bei Beatmung:   Überdruck auch während der Inspiration (Lunge wird quasi von außen aufgepumpt) und teilweiser Abbau des Überdruckes während der Exspiration
  • Welche möglichen negativen Folgen haben die höheren Drücke während der Beatmung? Verengung der Gefäße im Lungenbereich (Widerstandserhöhung für das rechte Herz) 2. Blutstau im Pulmunalarterienbereich (vor der Lunge s. 2. Abb.) 3. Volumenstau im venösen Bereich 4. Absinken des Volumens in der Lungenvene 5. Verminderung des Cardiac Output des linken Herzens und Erniedrigung des arteriellen Drucks 6. Verminderung der Organdurchblutung (z.B. von Leber und Niere)
  • Wofür steht der Begriff IPPV? Intermittent Positive Pressure Ventilation
  • Welches sind die wesentlichen technischen Komponenten eines Beatmungsgerätes?  Gasdosierungseinheit mit einstellbarer  -Konzentration  ·         Pumpeneinheit oder alterntiv Strömungsregelungseinheit, die in Verbindung mit dem sog. Exspirationsventil den wechselnden Überdruck des Atemgases erzeugt  ·         dem Atemsystem mit Exspirationsventil als Verbindungen zum Patienten.  ·         dem Gerätesteuerungs und -überwachungssystem zur Erkennung von Gerätefehlern und auch zur Regelung und Überwachung von Gasdrücken, -konzentrationen, -fluss und -temperatur    ·         einem Patientenüberwachungssystem z.B. zur Überwachung der  -Konzentration im ausgeatmeten Gas, der  -Sättigung, des  Blutdrucks und des EKGs
  • Welches sind die wesentlichen technischen Komponenten eines Beatmungsgerätes?  Gasdosierungseinheit mit einstellbarer  -Konzentration  ·         Pumpeneinheit oder alterntiv Strömungsregelungseinheit, die in Verbindung mit dem sog. Exspirationsventil den wechselnden Überdruck des Atemgases erzeugt  ·         dem Atemsystem mit Exspirationsventil als Verbindungen zum Patienten.  ·         dem Gerätesteuerungs und -überwachungssystem zur Erkennung von Gerätefehlern und auch zur Regelung und Überwachung von Gasdrücken, -konzentrationen, -fluss und -temperatur    ·         einem Patientenüberwachungssystem z.B. zur Überwachung der  -Konzentration im ausgeatmeten Gas, der  -Sättigung, des  Blutdrucks und des EKGs
  • Warum ist im Fall einer Rückleitung der Atemgase zum Gerät (z.B. beim geschlossenen Kreislauf eines Anästhesiebeatmungsgerätes) die Rückleitung von der Zuleitung getrennt? Rückleitung zum Gerät ist von der Zuleitung getrennt, da das Atemgasvolumen sonst nur in der Verbindungsleitung pendeln würde!
  • Welche Beatmungssteuerungen kennen Sie? Also z.B. Zeit bzw. Atemfrequenzsteuerung, ... (nennen Sie zwei oder drei weitere zeit bzw. Atemfrequenzsteuerung -- also Umschaltung nach festlegbaren  Zeiten  ·         Volumensteuerung -- Umschaltung nach Verabreichung eines einstellbaren Volumens (ebenfalls Leckageproblematik)  ·         Drucksteuerung -- Umschalten beim Erreichen eines einstellbaren Maximaldruckes (quasi Druckbegrenzung, aber vom Atemwiderstand abhängig und  Leckagesensitiv)    ·         Flusssteuerung (Flowsteuerung) -- Umschaltung bei Unterschreitung eines unteren Schwellenwertes
  • Neben der Art der Beatmungssteuerung (z.B. Zeitsteuerung) wird i.d.R. eine zusätzliche Kontroll- oder Begrenzungsgröße gewählt, z.B. Druckbegrenzung/Druckkontrolle. Warum? um während eines Beatmungszyklus Gefährdungen des Patienten durch ungünstige Kombinationen von Geräteeinstellungen oder auch Veränderungen in den Luftwegen zu verhindern, werden mögliche Extremwerte begrenzt, z.B. Druckbegrenzung, Flowbegrenzung, Volumenbegrenzung
  • Welche Arten der Kontrolle sind üblich? Volumenkontrollierte Beatmung  ·         Druckkontrollierte Beatmung  ·         Flowkontrollierte Beatmung    Beispiel Zeitgesteuerte Volumenkontrollierte Beatmung: Flow wird vor Erreichen des Umschaltzeitpunkt auf Inspiration/Exspiration gestoppt, wenn das Volumenbegrenzung erreicht war
  • Wie groß ist das pro Atemzug verabreichte Volumen bei der zeitgesteuerten druckkontrollierten Beatmung? unbekannt
  • Was versteht man unter Synchronisierter Beatmung (z.B. SCMV = Synchronized mandatory Ventilation)? Eine Beatmung, bei der der Beginn der Inspiration durch den Patienten ausgelöst wird, also durch einen Sensor, der das Einatmen des Patienten detektiert.
  • Was beschreibt I:E? Das Verhältnis zwischen Inspirationszeit und Exspirationszeit
  • Was versteht man unter unterstützender Beatmung? Eine Form der Beatmung die eine vorhandene Spontanatmung des Patienten (z.B. in der Aufwachphase) unterstützt.
  • Wofür steht die Bezeichnung IMV? Intermittent Mandantory Ventilation - periodische , maschinelle Atemzüge. Diese könne durch Spontanatmung getriggert werden
  • Wofür steht die Bezeichnung MMV (im Zusammenhang mit unterstützender Beatmung)? Bei der sog. Minimum Mantandory Volume (MMV) Methode werden die tieferenmaschinell erzeugten IMV Atemzüge nur dann appliziert, wenn ein sog. Mindestminutenvolumen des Atemgases unterschritten wurde.
  • Wofür steht die Bezeichnung MMV (im Zusammenhang mit unterstützender Beatmung)? Bei der sog. Minimum Mantandory Volume (MMV) Methode werden die tieferenmaschinell erzeugten IMV Atemzüge nur dann appliziert, wenn ein sog. Mindestminutenvolumen des Atemgases unterschritten wurde.
  • Was versteht man unter SIMV? Synchronized Intermittent Mandatory Ventilation maschinelle Atemzug innerhalb eines periodisch wiederkehrenden Zeitfensters durch das spontane Einatmen des Patienten getriggert. Erfolgt kein Trigger, so wird die Beatmung dennoch erzwungen. Die Atemfrequenz (AF) der Maschine liegt hier bei ungef¨ahr nur 6 Atemz¨ugen pro Minute mit einem mittelgroßen Atemzugvolumen (AZV) von 0,8 l (vergleiche Spontanatmung mit ca. 0,5 l). Dazwischen liegen lange Exspirationsphasen, w¨ahrend der Patient aber zus¨atzlich (mehrmals) spontan atmet, wobei er aber durch einen konstanten ¨ Uberdruck unterst¨utzt wird (Continous Positive Airway Pressure = CPAP, entspricht dem PEEP bei kontrollierter Beatmung)
  • Was versteht man unter Weaning? Das sog. Weaning bedeutet ein Entwöhnen des Patienten von der Beatmung, z.B. indem die Atemfrequenz schrittweise abgesenkt wird, wodurch die Spontanatmung trainiert wird. Unterhalb einer maschinellen  Atemfrequenz von 2 Atemzügen pro Minute ist wieder die volle Spontanatmung möglich