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Neuropsychologie (Subject) / Neuropsychologische Störungsbilder (Lesson)
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- Dorsale Simultanagnosie Kein Erkennen von mehreren Objekten gleichzeitig Piecemeal perception Kein Erkennen von Situationszusammenhängen Buch: auch für die mangelhafte Integration der Teile eines einzelnen Objekts verwendeter Begriff
- Ventrale Simultanagnosie Szene als ganzes kann nicht erfasst werden kein Erkennen von Situationszusammenhängen Fokus auf einigen Elementen der Szene
- Gedächtnisstörungen und Läsionsorte Kurzzeitgedächtnis (verbale und räumliche Merkspanne) : verminderte verbale bzw. räumliche Merkfähigkeit; links bzw. rechts temporoparietale Läsion Deklaratives Langzeitgedächtnis (Frischgedächtnis): anterogade Amnesie; mediotemporal, dienzephal, orbitofrontal Altgedächtnis (episodisches Altgedächtnis, semantisches Gedächtis): retrograde Amnesie, semantische Gedächtnisstörung, temporaler Kortex (rechts), inferotemporaler Kortex links Nichtdeklaratives Gedächtnis (priming, motorisches Lernen, kognitives Lernen,Konditionierung): fehlendes Priming, motorische Lernstörung, kognotive Lernstörung, fehlende Kontrollierbarkeit, Assoziationskortex, Basalganglien, Assoziationskortex, Amygdala (Schreckreaktion), Zerebellum (motorische Reaktion)
- Verchieden Arten des Neglekts benennen und beschreiben Visuelles Neglect: Patient sucht mit Hilfe von Augen- und Kopfbewegungen vorwiegend in seinem ipsiläsionalen Halbraum oder ipsiläsionalen Körperhälfte. Auslassungen kontraläsionaler Reize beim Schreiben, Lesen, Zeichnen, Halbieren von Linie, Essen, Tischdecken, Rollstuhlfahren und Gehen. Die subjektive Geradeausrichtung ist nach ipsilösional verschoben; veränderter Blickkontakt (aktiv= Blick suchen, passiv= Blick bemerken) Auditorischer Negelct: Patient reaiert nicht auf Sprach- oder Umgebungsgeräusche aus kontraläsionaler Raumhälfte bzw. lokalisiert diese falsch.Patient reagiert nicht oder verspätet auf Ansprache von kontraläsional, wendet sich nach ipsiläsional. Wenn mehrere Personen sprechen, wendet sich der Patient der am weitesten ipsiläsional stehenden zu, unabhängig davon wer gerade gesprochen hat. Ipsiläsionale Abweichung der wahrgenommen subjektiven Geradeausrichtung im vorderen Halbraum Somatosensibler Neglect: Patioenz reagiert nicht auf Berührungsreize oder Schmerzreize (kalte/heiße Flüssigkeiten; eingeklemmte Finger im Rollstuhl der in den Speichen). Fehllokalisation von Berührungen in der kontraläsionalen Körperhälfte (z.B. wird die Wirbelsäule oft an der falschen Position wahrenommen).
- Optische Ataxie beim Balint-Syndrom Optische Ataxie: Vorbeizeigen und -greifen mit einer oder beiden Händen nach visuell präsentierten Objekten, besondersausgeprägt im kontralateralen Halbraum und in der Entfernung, angeblich intakte Greifleistungen in anderen Sinneskanälen
- Beispiele für psoitive Überschusssymptome und negative Defizit symptome des Dysexekutiven Syndroms Unrealistische Erwartungen, Reizabhängigkeit, sozial unpassendes Verhalten, Stereotypie, Ablenkbarkeit, Impulsivität, Perseverationen, Intrusionen, automatisiertes Verhalten, Zwanghaftigkei, Konfabulationen, emotionale Unkontrolliertheit
- Beispiele für psoitive Überschusssymptome und negative Defizit symptome des Dysexekutiven Syndroms Pos: Unrealistische Erwartungen, Reizabhängigkeit, sozial unpassendes Verhalten, Stereotypie, Ablenkbarkeit, Impulsivität, Perseverationen, Intrusionen, automatisiertes Verhalten, Zwanghaftigkei, Konfabulationen, emotionale Unkontrolliertheit Neg: Unfähigkeit Konsequenzen vorherzusehen, Unfähigkeit zum abstrakten Denken, Anosognosie, schlechte Organisation, vermindertes intentionales Verhalten, Abulie, Antriebsminderung, Unfähigkeit ein Aufgaben Set aufrechtzueralten, schlechte Fehlererkennung, mangelnde Fehlerkorrektur
- Hemianopsie halbseitiger Verlust des Gesichtsfeldes nach unilateraler, kontalateraler Läsion in der Sehbahn oder im primär visuellen Cortex
- Quadrantenanopsie Verlust der visuellen Wahrnehmung in einem Gesichtsquadranten, nach Läsion, mit oder ohne Zentralskotom (Das Zentralskotom ist eine Form des Gesichtsfeldausfalls (Skotom), der das zentrale Gesichtsfeld betrifft, ohne das der blinden Fleck einbezogen ist.)
- Amblyopie Sehschwäche einer oder selten beider Augen, welche der unzureichenden Entwicklung des Sehsystems in der frühen Kindheit beruht, Patien nimmt mit dem Auge die Umgebung schwächer war und projiziert dadurch auch weniger ins Gehirn, lässt sich nicht völlig mit Sehhilfe korrigieren
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- Cerebrale Hemiamblyopie vs. cerebrale Hemiachromatopsie Cerebrale Hemiamblyopie: reduzierte Licht-, Form- und Farbwahrnehmung Cerebrale Hemiachromatopsie: Verlust des Farbsehens
- Welche Gehirnareale sind bei der Herpesenzephalitis (Enzündung des Gehirns durch Herpes) beteiligt und welche Gedächtnisstörungen resultieren daraus? Amygdala, Septum, Gyrus cinculi, Cortex frontalis medialis, eventuell Cortex temporalis lateralis, Hippokampale und parahippokampale Strukturen Resultierende Gedächtnisstörungen sind: stark ausgeprägte Störung des Neugedächtnisses (anterograde Amnesie), oft weit ausgedehnte Störung des episodischen Altgedächtnissen (retrograde Amnesie), Wernicke Aphasie, Wahrnehmungsstörungen, Verwirrtheit
- Anterograde Amnesie Störung des Lernens und Behaltens neuer Infos ab Zeitpunkt einer Hirnschädigung . Wie heißt die neue Schwiegertochter
- Retrograde Amnesie Störung der Erinnerung und des Abrufs von Informationen, die vor der Hirnschädigung gelernt wurden. Teilweise können sehr alte Informationen besser abgerufen werden, als Infos die Jahre/Monate vor dem Verlust-Wie war mein erster Kuss
- Semantische Gedächtnisstörung Verlust des allgemeinen Weltwissens, Aphasie z.B. bei Morbus Alzheimer - Wie viel Bundesländer hat Österreich
- Wo ist die Läsion im Gehirn, wenn man eine homonyme, unilaterale Hemianopsie hat? im Bereich des Chiasma opticum (=bilaterale Hemianopsie: Läsion medial → bitemporale Hemianopsie, Läsion seitlich → nasale Hemianopsie vor dem Chiasma opticum (=Nervus opticus, siehe unten!) Nervus opticus (=Information von einem Auge geht verloren) hinter dem Chiasma opticum (=Schädigung im Tractus Opticus erzeugt kontralaterale Hemianopsie)
- Welche Srüngen treten bei Läsionen des Okzipitallappens auf? Beeinträchtigung der visuellen Wahrnehmungsfunktion Läsionen der primären Rindenfelder: kontralaterale Gesichtsfeldausfälle woe Skotome und Hemianopsien machmal kombiniert mit visuellen Reizerscheinungen Läsionen der sekundären und tertiären Rindenfelder: komplexere Störungen der Wahrnehmungsanalyse und -synthese, die als Agnosien bezeichnet werden
- Welche Störungen treten bei einer Läsion der frontalen Rindenfelder auf, wenn die linke Hemisphäre, die spachdominante ist? Die Auwirkungen einer Verletzung in den Präfrontalen Rindenfeldern werden meist unter dem Namen "Frontalhirnsyndrom" oder "dysexekutives Syndrom" subsumiert Eine der assoziierten Symptomgruppen machen Persönlichkeits- und Affektstörungen aus, zu denen Antriebslosigkeit, gestörte Impulskontrolle und disanzlose antisoziale Verhaltensweisen zählen. Bei rechtshemisphärischen Schädigungen kommt es zu affektiver Indifferenz bis zur Euphorie, linkshämipsphärische Läsionen lösen eher Dysphorie aus Weitere Syntomgruppen umfassen Störungen der motorischen und Verhaltenskontrolle, Störungen des problemlösenden Denkens, des Planens und der Flexibilität, die auch als Perserverationen bezeichnet werden, sowie Störunen des Arbeits- und Kurzzeitgedächtnisses MC: Störung des problemlösenden Denkens und Affektstörungen
- Extinktion Unfähigkeit, zwei gleichzeitig an verschiednene Sstellen im Raum bzw. am Körper dargebotene Reize (einer kontraläsional, einer ipsiläsional) wahrzunehmen. Per Definition muss die Verabrietung eineln dargebotener Reize an beiden Raumpositionen normal oder fast normal sein, um ein elementares sensorischen Defizit auszuschließen (z.B. eine Hemianopsie)
- Sensorische Extinktion werden zwei visuelle, auditorische oder taktile Stimuli gleichzeitig dargeboten, löscht der ipsiläsionale den kontraläsionalen dargebotenen Teit (daher letzterer wird nicht berichtet)
- Crossmodale Extinktion der kontraläsionale Stimulus von zwei gleichzeitig dargebotenen Reizen aus verschiedneen Sinneskanälen wird gelöscht (z.B. Gesicht von links, Berührung von rechts)
- Motorische Extinktion bei beidseitigen Tätigkeiten (mit beiden Händen oder beiden Füßen) vergisst der Patient häufig seinen kontraläsionalen Arm/Hand/Fuß einzusetzen
- Abulie Willenlosigkeit Unvermögen, Entscheidungen zu treffen, Entschlüsse zu fassen und durchzuführen
- Hypobulie Antriebsmangel, bei dem Routinehandlungen noch ausgeführt, aber keine weiteren Ziele verfolgt werden
- Was sind Symptome eines Balint Syndroms Spasmodische Augenfixierung Optische Ataxie Simultanwahrnehmung, Aufmerksamkeitsfeld Simultanagnosie
- Wie bezeichnet man die Ablehnung eines gelähmten Körperteils? Misoplegie
- Beschreibe Therapiemöglichkeiten des visuellen Neglects Visuelles Explorationstraining: Darbietung von Suchbildern -> Training von Blickbewegungen in den kontraläsionalen Raum, Erleren einer spalten bzw zeilenförmigen Suchstrategie beim Absuchen, Steigerung des Suchtempos, gelernte Suchstrategien übertragen auf Alltagssituationen Nackenmuskelvibration: Vibration der kontraläsionalen Nackenmuskel und aktiviert damit Gehirnareale Visuomotorische Prismenadaption: Untersucher klebt drei Punkte rechts, mittig und links vor dem Patienten, Patient setzt Prismenrille auf mit 15 Grad Abweichung zur ipsiläsionalen Seite (bei linksseitigem Neglect also rechts), der Patient soll imer wieder auf die dre Punkte zeigen.Nach anfänglichem Vorbeizeigen, lernt der Patient schnell genauer auf Punkte zu zeigen = visuomotorische Adaption. Nach dem Absetzen der Prismenbrille, soll der Patient zu weit nach links zeigen. Dies zeigt eine Überkompensation bei der Readaption. Repetetive Optokinetische Therapie: Darbietung von Optomustern auf Leinwand. Patient soll Augenbewegungen zur vernachlässigten Stelle durchführen, indem er sich an einem bewegten Objekt festhält und dann in der kontraläsionalen Seite verweilen. Dann wieder zurück in die ipsiläsionale Seite. Auch kombinierbar mit einer Bewegung des kontraläsionalen Armes in die vernachlässigte Richtung.
- Balint Syndrom Ätiologie: bilaterale Posterior-Media-Grenzzoneninfarkte, Tumoren (Schmetterlingsgliome); Hypoxie; fokale kortikale Degeneration (Morbus Alzheimer); Schädel-Hirn-Trauma Läsionslokalisation: bilateral parietookzipital, häufig zusätzliche Läsionen temporal Simultanwahrnehmung, Aufmerksamkeitsfeld: gestört; im Extremfall kann nur jeweils ein visuelles Objekt wahrgenommen werden, dessen Größe und Position im Gesichtsfeld variieren kann; dadurch bedingte objektspezifische Einengung der visuellen Aufmerksamkeit (bilateral) mit fehlendem Überblick Optische Ataxie: Vorbeizeigen und -greifen mit einer oder beiden Händen nach visuell präsentierten Objekten; besonders ausgeprägt im kontralateralen Halbraum und in der Entfernung; angeblich intakte Greifleistungen in anderen Sinneskanälen Fixation, Augenbewegungen: Spasmodische (klebende) Fixation; räumlich desorganisierte Suchstrategie mit Störung der intentionalen visuellen Suche (wandernder Blick), „visuelle Ataxie“ Lesen, Schreiben, Zeichnen: hochgradig beeinträchtigt aufgrund der Simultanagnosie und der optischen Ataxie; Lesen von Einzelworten relativ erhalten; räumliche Schreibstörung, fragmentarische Zeichnungen Raumwahrnehmung, Raumrepräsentation, räumliches Gedächtnis: gestörte Wahrnehmung von Entfernung, Distanz, Raumrichtung und Position im Raum; gestörte gedächtnisbezogene, egozentrische, vermutlich multisensorische Repräsentation des Raumes Visus, Stereopsis und Fusion, Kontrastsehen, Gesichtsfeld: Visus für Einzelzeichen intakt, bei Reihenoptotypen wirkt sich die Simultanagnosie aus; Kontrast und Fusion können erhalten sein; oft assoziierte Gesichtsfeldeinbußen, die jedoch für das Syndrom nicht obligatorisch sind; evtl. Ausfälle der unteren Quadranten oder Einbußen des Farb- und Formgesichtsfeldes
- Welche Symptome gehören zur ideatorischen Apraxie? Gestörte Handhabung von realen Objekten Störung des Bewegungsablaufes mehrteiliger Handlungen Defizit der Erfassung der Beziehungen zwischen funktionell signifikanten Details von Gegenständen
- Anosognosie ist das mit einer umschriebenen Hirnschädigung einhergehende pathologische Nichterkennen einer offensichtlich bestehenden Halbseitlähmung (disturbed sense of agency), kortikalen Blindheit (Anton Syndrom, meist nach Embolie aus arteria basilaris) oder Taubheit, oder Hemianopsie. Ihr Auftreten ist häufig mit einem Neglect assoziiert, aber nicht durch diesen verursacht
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- Anosognosie ist das mit einer umschriebenen Hirnschädigung einhergehende pathologische Nichterkennen einer offensichtlich bestehenden Halbseitlähmung (disturbed sense of agency), kortikalen Blindheit (Anton Syndrom, meist nach Embolie aus arteria basilaris) oder Taubheit, oder Hemianopsie. Ihr Auftreten ist häufig mit einem Neglect assoziiert, aber nicht durch diesen verursacht Misoplegie: verbale oder brachiale Ablehnung der gelähmten Gliedmaße Somatoparaphrenie („disturbed sense of ownership“): spontan oder auf Befragen wird die betroffene Körperseite als fremdes Objekt (Asomatognosie) oder anderen Personen zugehörig beschrieben. Bagatellisierung einer vom Patienten selbst benannten neurologisch bedingten Beeinträchtigung wird als Anosodiaphorie bezeichnet. Rückbildung in der Regel nach Tagen bis Wochen nach der Läsion. Gesicherte Erklärung zur Genese der Störung liegt derzeit nicht vor.
- Posttraumatische Amnesie (PTA) Störung der Erinnerung für die Zeit unmittelbar nach einem Schädelhirntrauma. Die Dauer der PTA wird meist operationalisiert über das Wiedererlangen eines sogenannten Tag zu Tag Gedächtnis
- Störungen visuell-räumlicher Leistungen Räumlich-perzeptive Störungen: Diagnostik mit VSWin-Programm (Kerkhoff); Mögl. Folgen bei gestörter Positionsschätzung: räumliche Rechenstörungen; gestörte Positions-/Distanzschätzung: Visuelle Ataxie; Gestörte Winkelschätzung: Störung beim Ablesen der Uhrzeit Räumlich-kognitive Störungen: betrifft mentale Raumoperationen: Drehung, Spiegelung, Maßstabtransformationen; Diagnostik: Schlauchfiguren parietale und parietookzipitale Regionen v.a. rechtshemisphärisch entscheidend Räumlich-konstruktive Störungen: betrifft manuelle Konstruktion einer Gesamtfigur aus einzelnen Elementen (Diagnostik: WIE Mosaiktest, Rey-Osterrieth-Figur) Räumlich-topografische Störungen: Orientierungsprobleme im realen oder vorgestellten dreidimensionalen Raum, typischerweise nach (para)hippocampalen Läsionen (der ventralen Route), sowie als sekundäres Defizit nach Balint-Syndrom oder bei Neglect. Störungen der Wahrnehmung der eigenen Körperachse: Pusher-Syndrom: meist bei rechtshirniger Schädigung Verlagerung der subjektiven posturalen Vertikalen zur ipsiläsionalen Seite im subakuten, zur kontraläsionalen Seite im chronischen Stadium
- Psychische Akinese Fehlen selbst initiierter Aktivität bei normaler Stimulierbarkeit durch äußere Anregung
- Apraxien sind motorische Fehlhandlungen bei intakten elementaren motorischen (Kraft, Koordination) und sensorischen (Oberflächen- und Tiefensensibilität, Visus) Leistungen. Sie treten in der Regel nach einer Läsion der sprachdominanten Hemisphöre (häufig gemeinsam mit eienr Aphasie) auf und manifestieren sich bilateral (selten einseitige ideomotorische Arten von Apraxien und ihre topische Bedeutung. Nur die ideomotorische Apraxie hat eine hohe Spezifität für eine linkshemisphärische Läsion
- Ideomotorische Apraxie Störungen von Handlungen ohne Objekt (Iitieren, Ausführen kommunikativer Gesten) Störungen in der sequentiellen Anordnung von Einzelbewegungen zu Bewegungsfolgen (tritt in der Regel nur un Testsituationen (verbale, Imitations-Aufforderung), nur selten im natürlichen Bewegungskontext auf; Prüfung durch bedeutungsvolle transitive (Pantomime von Objektgebrauch) und intrasansitive (Gesten), sowie bedeutungslose Bewegungen Kennzeichen: Parapraxien (Bewegungsentstellungen: Substitution, Überschussbewegungen, Auslassungen, Conduite d´approche, Perseverationen, amorphe Bewegungen, Körperteil als Objekt/ Funktion-Fehler) durch falsche Auswahl von Bewegungselementen und durch deren falsche räumliche und sequenzielle Anordnung Gliedmaßenapraxie o Extremitäten beider Körperhälften betroffen o Apraxie der nicht-dominanten Hand: Leitungsstörung Gesichtsapraxie (bukkofaziale, orale Apraxie)
- Ideatorische Apraxie Gestörte Handhabung von realen Objekten Störung in der sequentiellen Ausführung von mehrgliedrigen Handlungsfolgen, die vor allem auftritt, wenn Ziele mit Hilfe von Objekteinsatz erreicht werden müssen Grundstörung: Defizit der Erfassung der Beziehung zwischen funktionell signifikanten Details von Gegenständen Typische Fehler: Vertauschungen in der Reihenfolge, Perseverationen, ratlose Abbrüche
- Neglekt motorische Impersistenz, repräsentationaler Neglect und crossmodole Extinktion eine Verhaltensstörung ohne primäre motorische oder sonsorische Ursache um Sinn einer basalen Raumwahrnehmungsstörung, bei der Patienten Reize nicht oder vermindert beachten, wenn diese sich im kontraläsionalen Außenraum oder am eigenen Körper befinden. Die Störung kann sich supramodal (visuell, taktik, auditiv, motorisch...) oder unimodal manifestieren
- Motorische Impersistenz bei Neglect Verminderte Dauer in der Ausübung einfacher motorischer Handlungen über einen kurzen Zeitraum (<10 Sekunden) Alltagsprobleme: Patient kann folgende Tätigkeiten nicht für 10 Sekungen kontinuierlich ausüben: Augen geschlossen halten, einen Punkts am Tisch fixieren, Zungen für längere Zeit ausstrecken, beide Arme ausstrecken, oder ein Objet im kontraläsionalen Halbraum fixieren
- Repräsentionaler Neglect Patient beschreibt kaum kontraläsionale Details aus einer vorgestellten Szene (eigenes Krankenzimmer, Wohnzimmer in der eigenen Wohnung. Städte auf der Karte), kann jedoch bei Perspektivenwechsel (180Grad Rotation) durchaus solche Details beschreiben.
- Amnestisches Syndrom Organisch oder durch psychotrope Substanzen bedingt Deutliche Beeinträchtigung des KZG und LZG, Immediat-Gedächtnis erhalten Störung der Lernfähigkeit führ zu anterograder Amnesie und zeitlicher Desorientiertheit Retrograe Amnesie und Konfabulation können in unterschiedlicher Ausprägung vorhanden sein Häufig keine Aufmerksamkeits-, Bewusstseins- oder Intelligentbeeinträchtigungen Nachweis einer hirnorganischen Veränderung
- Prosopagnosie Unfähigkeit, Gesichter zu differenzieren oder vertraute Gesichter wiederzuerkennen, Normaler IQ, intakte elementare Sehleistung vorausgesetzt
- Welche Merkmale sind charakteristisch für eine Störung im frontomedialen Bereich des Frontallappens? affektive Indifferenz Antriebsstörung
- Zwei Strukturen des papetschen Schaltkreises nennen und retrograde, transient globale und modalitätspezifische Amnesie jeweils allgemein anhand eines Beispiels erklären Strukturen: Mammilarörper, Fornix, Cingulum, Hippocampus-Formation, anteriorer Thalamus, Pedunculus thalami superior, mammillo-thalamischer Trakt Modalitätsspezifisches Defizit: meist nach unilateraler Läsion, Störungen des Lernen und Behaltens für verbales bzw. figurales Materila bei annähernd normgerechter Leistung für das Material der gesunden Hemisphäre Transiente Globale Amnesie (TGA): kurzzeitig schwere anterograde und retrograde Gedächtnisstörung; häufig bestehen während der TGA auch Störungen der örtlich geografischen und zeitlich,kalendarischen Orientierung, die zu eindringlichem und wiederholten Fragen führen; die personale Orientierung ist idR erhalten; idR ist die TGA spontan nach einigen Stunden rückläufig, wobei bleibende Gedächtniseinbußen in der Literatur beschrieben sind; Ätiologie ist unklar; aufgrung von SPECT-Befunden geht man davon aus, dass es sich um eine transente Funktionsstörung der limbisch-hippocamplalen Schleife handelt; oft konnte keine vorübergehende Ischämie nachgewiesen werden; teilweise fanden sich allerdings Hinweise auf epileptische Aktivität Anterograde Amnesie: Störung des Lernens und Behaltens neuer Informationen ab Zeitpunkt einer Hirnschädigung Retrograde Amnesie: Störung der Erinnerung und des Abrufs von Informationen (Wissen und/oder Erlebnissen), die vor einer Hirnschädigung gelernt wurden. Das Ausmaß der retrograden Amnesie kann, isbesondere nach einem Schäder-Hirntrauma in der ersten Zeit nach der Hirnschädigung rückläufig sein. Teilweis ewird ein zeitlicher Gradient beschriebe, sodass dem sogenannten Ribotschen Gesetz folgend sehr alte Informationen besser abgerufen werden können, ab solche aus den letzten Monaten oder Jahren vor Schädigung
- Charakteristika Formagnosie Unfähigkeit zur Erkennung einfachster visueller Formen noch vor einer Bedeutungszuweisung, keine Demenz, elementare Sehleistungen oft massiv reduziert, intakte Wahrnehmung von Farben und Bewegungen
- Charakteristika Apperzeptive Agnosie im engeren Sinne Piecemeal perception, schlechte Unterscheidung von Vorder- und Hintergrund, Erkennen der Objekte sehr verlangsamt, stark durch semantisches Wissen gesteuert; gestörte Objekterkennung bei intakten elementaren Leistungen; Verlust der Fähiggkeit, aus einzelnen, visuellen Objektmerkmalen ein ganz anderes Objekt zusammenzusetzen; Intelligenz:normal
- Assoziative Agnosie Defizit des Erfassens der Bedeutung, korrektes Abzeichnen möglich, gestörtes Objektwissen bei intakten elementaren visuellen Leistungen, sowie intakten perzeptiven Objekterkennungsleistungen. Patienten können ein Objekt noch als solches wahnehmen, beschreiben und korrekt abzeichnen, jedoch nicht über dessen Funktion, Größe, Essbarkeit/Nichtessbarkeit, Gewicht, Farbe etc. aussagen. Ihnen ist die Semantik visuell dargebotener Objekte verlorengegangen
- Differentialdiagnostische Kriterien für Hemianopsie und visuellen Neglect beschreiben ohne Neglect: Blickkontakt gesucht, Einsicht in Defizite vorhanden, Horizontale Linienhalbierung: Abweichung der Mitte in Richtung des Skotoms (kontraläsional), Auslassungen von Reizen nur visuell, Zeichnen symmetrischer Figuren unauffällig, ohne visuelle Auslassungen, keine Hemisphärenasymmetrie, Lesefehler: Auslassungen am Zeilen- oder/Wortanfang, Aufmerksamkeitseffekte: kein Einfluss auf die Sehleistung, Ätiologie: Posteriorinfarkt, Läsion: in der Sehbahn entlang dem postchiasmatischen Verlauf, am häufigsten aber occipital mit Neglect: seltener Blickkontakt, der Blick geht (auch im ipsiläsionalen Raum) seitlich am Untersucher vorbei, keine Einsicht in Defizite, Horizontale Linienhalbierung: Abweichungen der Mitte in ipsiläsionale Richtung, Auslassung von Reizen häufig multimodal, in Akutphase häufig kontraläsionale Auslassung von Details symmetrischer Figuren, häufig (starke) Hemisphärenasymmetrie, schlechtere Prognose nach rechtshemisphärischen Läsionen, Lesefehler: neben Auslassungen auch wortbezogene Lesefehler, Aufmerksamkeitseffekte: verbessern kurzzeitig Neglectdefizite, bei visuell evozierten Potentialen normale P100-Latenzen und Amplituden (Hinweis auf normales Gesichtsfeld), spezielle Perimetrie, sehr variable Gesichtsfeldgrenzen je nach Strategie des Untersuchers mit einer Differenz von >10° Ausdehnung (Hinweis auf neglectbedingte, scheinbare Skotome), Ätiologie: Mediainfark, Läsion: vorwiegend parietal, in den Basalganglien, selten dorsolateral frontal aber fast nie occipital. Die Sehbahn ist intakt!
- Was sind Illusionen/Reizerscheinungen? Visuelle Reizerscheinungen (Pseudohalluzinationen) sind Seheindrücke ohne entsprechende externe Reize nach Schädigungen des zentralen oder peripheren visuellen Systems. Es sind reale Wahrnehmungen (keine visuellen Vorstellungen) mit tw. verhaltenswirksamen Konsequenzen. Ihre Dauer kann zwischen Sekunden und Minuten (bei mehreren möglichen Wiederholungen täglich), selten auch bis zu Jahren variieren. a. Palinopsie (vis. Perseveration) b. Metamorphosie (Deformation) c. Schief- und Verkehrtsehen d. Dysmetropsie (Makropsie, Mikropsie, Teleopsie, Pelopsie) e. Polyopsie (Vielfachsehen)
- Welche Störungen zeigen sich bei einer Schädigung des dorsolateralen Frontallappens? Konzeptstörung Planungsstörung