11

Psychologie (Subject) / Testtheorie (Lesson)

Grundlagen der Testtheorie mit Fokus auf Persönlichkeitstests

This lesson was created by ello99.

Learn lesson

Advertisement
  • Erstes Merkmal von Persönlichkeitstest Einschätzung der Ausprägungsgrade nicht-leistungsbezogener Persönlichkeitsmerkmale
  • Zweites Merkmal von Persönlichkeitstests Auf Basis einer Indikatorenstichprobe Indikator=Ausdruck der Eigenschaft, empirisch erfassbar Indikanduum=Konstrukt, Persönlichkeitseigenschaft
  • 3) Selbstauskunft a) Selbstauskunft --> Befragung der Person selbst       Einstellungsgespräche, Interviews Pro: Schnell, günstig, Emotion wird auch gemessen, auch Aspekte erhoben, die        durch Beobachtung nicht erfasst werden können (ethisch) oder die schon längere Zeit         zurückliegen, keine Beobachtungseffekte (Hawthorne) --> Beobachtung --> Befragung Dritter
  • 3) Selbstauskunft b) Schriftliche (Fragebögen)/ computergestützte Befragungen b) Schriftliche (Fragebögen)/ computergestützte Befragungen Pro: Schnell, günstig, geringerer Interviewereinfluss, überlegtere Antworten, Gruppen erreichen,      die schwer zu erreichen wären, zeitliche und räumliche Ungebundenheit, Anonymität kann                     gewährleistet werden, Ausdrücke von vielen Verhaltensweisen können erhoben werden Contra: keine Rückfragen möglich, Gefahr von Missverständnissen, kein persönlicher Eindruck bzw. keine zusätzliche Beobachtung möglich, kein Wissen ob eine andere Person ausgefüllt hat, kein einheitlicher Erhebungszeitpunkt (Internet)
  • 3) Selbstauskunft c) --> Geschlossene Items c) --> Geschlossene Items Arten: Auswahl: Dichtom: Single Choice                         Polytom: Single Choice/ Multiple Choice (Rating)           Ordnung: Zuordnung                                           (Problem: Zuordnungsantwort!)                         Umordnung Pro: leichte Bearbeitung, kurze Zeit, geringerer Platzverbrauch, ökonomisch, kostengünstig, schnellere Auswertung Contra: kein Spielraum für individuellen Antworten möglich, Verständnisprobleme, Items, die persönlich nicht passend sind Missings, für komplexe Sachverhalte ungeeignet, geringere soziale Validität, Reaktanz, geringere Teilnahmemotivation, Problem der Exhaustivität und Disjunktivität
  • 3) Selbstauskunft c) --> Offene Items --> Gemischte Items --> Offene Items Pro: viel Raum für Kreativität, individuelle Antworten, gut für Erkundungsstudien, höhere soziale Validität, Hinweise auf viele Persönlichkeitsaspekte, weniger Reaktanz Contra: lange Bearbeitungsdauer, lange Auswertung, hoher Material-/Platzverbrauch, zeitaufwendig, geringere Objektivität, keine Norm, wenig ökonomisch --> Gemischte Items
  • 3) Selbstauskunft d) Standardisierung Jede Person bekommt den gleichen Test unter möglichst gleichen Bedingungen (trägt entscheidend zur Durchführungsobjektivität bei) Maßnahmen: 1) Klare und detaillierte Durchführungsanweisungen des TE an TL                     2) Beschränkung der sozialen Interaktion mit TP auf das Geringste                     3) Vorbeugung von Störungen durch Dritte
  • 3) Selbstauskünfte Probleme von Selbstauskünften Probleme von Selbstauskünften: Interaktionseffekte, Interpretation der Items, Verfälschung wie soziale Erwünschtheit, hohe Anforderung an TP (Selbstreflexion, Gedächtnisprozesse, unangenehme Wahrheiten, Antworttendenzen), Test- und Teilnahmemotivation
  • 4) Ergebnisdarstellung durch Zahlen Begriffe sind mehrdeutig und die Rangfolgen sind unklar --> Zahlen sind besser
  • Objektivität Durchführungsobjektivität: Grad der Unabhängigkeit der Durchführungsbedingungen vom TL --> Minimierung der Interaktion, Standardisierung des TL-Verhaltens Auswertungsobjektivität: Ausmaß der Unabhängigkeit der Übertragung des Testverhaltens in    einen numerischen Wert vom TL --> Verwendung von Lösungsschablonen, maschinelle Erfassung, anonymisierte Auswertung Interpretationsobjektivität: Ausmaß indem die Übertragung der Werte in Normwerte unabhängig vom TL sind --> Normtabellen
  • Advertisement
  • Reliabilität =Messgenauigkeit eines Messinstrument (Ausmaß mit dem Fehler variiert) -> Lassen sich die Ergebnisse mit dem gleichen Instrument wiederholen? Konstanter Fehler: Konstanter Fehler aber Messergebnisse können repliziert werden, da man auf die Unterschiede der wahren Werte schliessen kann --> reliabel Lösung: Eichung Variierender Fehler: Unterschiedlicher Fehler, Ergebnisse lassen sich nicht replizieren, Ursachen sind nicht nachvollziehbar, man weiß nicht welcher Wert richtig ist, bei Vergleichen kennt man die Rangreihe der wahren Werte nicht --> je geringer, desto besser die Reliabilität Wieviel wahre Varianz ist in der beobachteten Varianz? ?! ist umso größer, je höher die wahren Werte mit den beobachteten korrelieren. ?! ist umso größer, je kleiner die Fehlervarianz (bei gleicher Populationsvarianz) ?! ist umso größer, je höher die Populationsvarianz (bei gleicher Fehlervarianz) Homogene Population haben generell einen geringen Koeffizienten, ein schlechter aber heterogener Test kann trotzdem einen hohen Koeffizienten haben. hohe Korrelation der erneuten Messung: niedrige Fehlervarianz, hohe Populationsvarianz, geringe unsysthematische Veränderungen