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Sozialmedizin (Subject) / 1. Grundlagen & Historie (Lesson)

Grundlage, Historie

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  • 1.1.1 Historische/Geschichtliche Entwicklung Sozialmedizin Krankheitsmodell:  - Hippokrates: Schlecht: Müßigang, Gut Arbeit und Sport - Mittelalter: Krankheiten als Strafe/Prüfung Gottest Selbsthilfe im Mittelalter über Zünfte, Armenhäsuer, Spitäler Staatliche Aufgabe um 1800: Unterhalt/Ernährung Wirtschaftliche/Soziale Zusammenhänge von Virchow beschrieben: Webersterben (1848)  Bismark Sozialgesetzgebung (Ankündigung 1881) 1883: Krankenversicherung 1884 Unfallversicherung 1889: Invaliditätsversicherung/Alterversicherung
  • 1.1.2 Definition und Abgrenzung Sozialmedizin Allgemein: Sozialmedizin befasst sich mit der Gesundheit der Bevölkerung und den Determinanten, der Struktur und dem Management des Gesundheitswesens und der sozialen Sicherungssystem. Darüber hinaus werden  Kosten/Wirkung der Versorgung betrachtet. Medizinisch: Als Brückenfach MMBO: Zusatzbezeichnung: Bewertung von Leistungseinschränkungen unter Beachtung der ICF. Einordnung in die sozialen Sicherungssystem & Beratung der Sozialleistungsträger
  • 1.1.3 Ausbildung - Sozialmedizinische "Zweige" - MPH auch für nicht-Mediziner - Medizinbereich: Zusatzausbild Sozialmedizin
  • 1.1.4 Grundzüge sozialmedizinisches Handels und Denken: Gesundheit Definition 1. Definition Gesundheit WHO: Gesundheit ist ein Zustand vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheiten und Gebrechen. 2. Definition Gesundheit (ICF): Funktional gesund - wenn trotz eines Gesundheitsproblems ein Mensch alles tun kann oder was von einem gesunden Menschen erwartet wird - oder - sich in der Weise  und dem Umfang entfalten kann, wie es von einem Menschen erwartet wird. 3. Gesundheit nach Parameter: Gesundheitsindikatoren: BMI, RR, 
  • 1.1.4 Krankheitsmodelle 1. Biomedizinisches Modell: Noxe 2. Psychosomatisches Modell:    3. Job Demand/Control - Gratifikation 4. Risikofaktoren (Verhaltensbezogen/Verhältnisbezogen): z. B. Rauchen -- Multifaktoriell? Stärke 5. Salutogenese: Gesunderhaltende Faktoren im Fokus. Sense of Coherence neben anderen Faktoren wichtig  Sense of Coherence:  1. Verstehbarkeit, 2. Handhabbarkeit, Bedeutsamkeit 6. Bio-Psycho-Soziales Modell: Funktionsfähigkeit ergibt sich aus den Wecselwirkungen dem Gesundheitstsproblem, den Körperfunktionen/Strukturen, Aktivitäten und Teilhabe sowie den externen und personenbezogenen Kontextfaktoren.
  • 1.1.4 Krankheitsmodelle ICF - Was ? Ziel? 1.Klassifikation auf der Basis des bio-psyho-sozialen Modells. Nicht klassifiziert sind die personenbezogenen Faktoren. Ziel: Gemeinsame Basis ermöglicht einheitliche Darstelung/Verschlüsselung und ermöglichen damit Datenvergleiche und spätere Evaluation der Daten
  • 1.2 Definition Epidemiologie Wissenschaft von der Entstehung, Verbreitung, Bekämpfung und den sozialen Folgen von Epidemien, zeittypischen Massenerkrankungen und Zivilisationsschäden
  • 1.2 Epidemiologische Kennzahlen Prävalenz (Krankenstand zu einem Zeitpunkt)  Inzidenz (Neuerkrankungswahrscheinlichkeit). Das relative Risiko beschreibt den Faktor, mit dem sich das Risiko für ein Merkmal z. B. eine Krankheit in zwei Populationen/Gruppen unterscheidet. Das Odds Ratio erlaubt eine Aussage über die Stärke zweier Merkmale: 4 Feldertafel - Verhältnis (Risiko Erkrankte:Risiko nicht erkrankte) / (Ohne risiko erkrankte/Ohne Risiko nicht erkrankte) attributable Risiko gibt an, um wieviel Prozent sich das Auftreten einer Krankheit senken ließe, wäre der Risikofaktor nicht gegeben Sensitivität: Kranke / Positivem Test Spezifität:  Gesunde / negativem Test
  • 1.2 Epidemiologische Studientypen 1) Beobachtungsstudien -- 1a deskriptiv  -- 1b analytisch ------ Fall/Kontroll Studie (Individ. exponiert/nicht exponiert) ------ Kohorten ( Gruppe exponiert/ Nicht exponiert) 2) Interventionsstudien -- randomisierte und nicht rand. kontrl. Studien
  • 1.3 Determinanten der gesundheitlichen Ungleichheit 1.3 Determinanten der gesundheitlichen Ungleichheit - Gesellschaftliche Schicht -- Einkommen, Bildung - -- Prekäre Arbeitsverhältnisse, Arbeitslosigkeit --- Zugang zu Gesundheitssystemen - Geschlecht
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  • 1.4 Medizinische Psychologie: Definition Die Medizinische Psychologie ist ein eigenständiges, anwendungsorientiertes Fachgebiet der Psychologie, das in der Humanmedizin verankert ist.
  • 1.4. Med. Psychologie: Krankheitsverarbeitung Streßssmodell: Entscheident ist nicht die "objektive" Situation sondern die individuelle kognitive Verarbeitung. Primärbewertung - Bedrohung ja/nein. Sekundärbewertung: Situation mit den Ressourcen leistbar Salutogentetische Modell: Fokus gesunderhaltende Faktoren  - 3 Dimensionen Sense of Coherence (Verstehbarkeit), Handhabbarkeit, Bedeutsamkeit Coping-Konzept Handlungsbezogen: Vermeiden Kognitiv: Akzeptieren, Relativieren Emotionsbezogen: Selbstbedauern, Optimismus Psychodynamische Faktoren: Vedrängung, Verleugnung
  • 1.4 Med. Psychologie: Inadäquate Krankheitsverarbeitung - Hinweise & Ursachen - Diskrepanz zw. objektiven und organischen Befunden - Sekundärer Krankheitsgewinn - Unangemessene Forderung nach Wiedergutamachung/Rentenbegehren
  • 1.5 Med. Dokumentation: Gesundheitsberichtserstattung Die Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE) berichtet regelmäßig über die gesundheitliche Situation der Bevölkerung in Deutschland. Das Themen­spektrum ist vielfältig und reicht von Krankheiten und Beschwerden über das Gesundheitsverhalten und Risikofaktoren bis hin zur medizinischen und pflegerischen Versorgung und der damit verbundenen Kosten. QUELLE RKI und Statistisches Bundesamt, Datenerhebnung Sozialleistungsträger
  • 1.5 Med. Dokumentation: Klassifikationssysteme - ICD 10 - DRG  - OPS - Die Logical Observation Identifiers Names and Codes (LOINC) ist eine Datenbank mit allgemeingültigen Namen und Identifikatoren zur Bezeichnung von Untersuchungs- und Testergebnissen aus Labor und Klinik. Ziel ist die Erleichterung des elektronischen Datenaustauschs bei der Übermittlung medizinischer Untersuchungsergebnisse und Befunddaten. Für den Austausch strukturierter Dokumente (CDA) und Nachrichten wird die Verwendung von LOINC von HL7 und DICOM empfohlen. Die Terminologie wird ständig erweitert und regelmäßig in Form einer Datenbank publiziert, die Pflege und Dokumentation der LOINC-Datenbank liegt beim Regenstrief Institute (Indianapolis, USA). In Deutschland wird die Einführung von LOINC vom DIMDI gefördert, das auch den Informationsaustausch mit den zuständigen nationalen und internationalen Instituten, Projektgruppen und der Industrie übernimmt.
  • 1.5 Med. Dokumentation: DRG DRG - Diagnosis related Group: - Einführung Gesundheitsreformgesetz 2000 - System analog austr. System  DRGs (Diagnosis Related Groups) fassen eine Vielzahl unterschiedlicher Diagnosen- und Prozedurenkombinationen zu Gruppen mit vergleichbarem ökonomischem Aufwand in möglichst auch medizinisch-klinisch homogenen Gruppen zusammen. Zusätzlich werden bei der Eingruppierung weitere Kriterien herangezogen: NebendiagnosenGeschlechtAlterAufnahmegewicht (bei Neugeborenen)BeatmungsstundenEntlassungsgrundVerweildauer DRGs sollen dabei generell folgenden Kriterien Rechnung tragen (vgl. Fetter, R. B.: Hospital Payment based on diagnosis-related groups; in: Journal of the Society for Health systems, Vol. 3, No. 4 (1992), S. 4 – 15): Orientierung an routinemäßig dokumentierten InformationenÜberschaubarkeit der FallgruppenErfassung aller stationären KrankenhausfälleKostenhomogenität der einzelnen Gruppenmedizinische Homogenität der einzelnen GruppenIn DRG-Systemen wird jeder Fall nur einer DRG zugeordnet. Die Zuordnung erfolgt durch einen DRG-Grouper - ein Softwareprogramm, das aus einer definierten Menge an Parametern und einem vorgegebenen Algorithmus genau eine DRG bestimmt. Durch die Berücksichtigung von Haupt- und Nebendiagnosen trägt das System auch unterschiedlichen Schweregraden der Krankenhausfälle Rechnung.  
  • 1.6 Grundlagen Gesundheitsversorgung: Themengebiete & Komponenten hemengebiete - Gesundheitsförderung - Prävention       --- SGB V - Kuration          --- SGB V - Rehabilitation  --- Träger: GKV, BA, GUV, GRV - Pflege - Palliation Organisationen: -- Träger GKV,  -- Akteure: Ärzte, KH, Reha Ziel: Zugang für alle Menschen und gesundheitliche Chancengleicheit
  • 1.6 Grundlagen Gesundheitsversorgung: Aufgaben Versorgungsforschung Prüfung - Gesundheit und Wohlbefinden - Qualität und Kosten der Gesundheitsversorgung - Bedarf und Zugang zur Gesundheitsversorgung
  • 1.6.4 Aufgaben und Organisation des ÖGD 1) Organisation Bundesebene:   -Bundesgesundheitsministerium, - Bundesbehörden wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, - das Robert Koch-Institut, DIMDI 2) Aufgaben: - Hoheitliche Aufgaben (Aufsicht & Kontrollfunktion) ** Vollzug Hygieneverordnung, ** Vollzug Heilpraktikergesetz ** Lebensmittelhygiene, Umwelthygiene, ** Infektionsschutzgesetz - Gesundheitsfürsorge: ** Schulgesundheitsdienst