15

Intercultural Management (Subject) / Beschreibung und Analyse kultureller Differenzen II (Lesson)

.

This lesson was created by Niiklas1997.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • Wie definiert das Konzept von Hofstede Kultur? Als eine kollektive Programmierung des Geistes, die Mitglieder einer Gruppe von Mitgliedern anderer Gruppen abgrenzt.
  • Ziel des Konzepts von Hofstede? Analyse des Einflusses kulturbezogener Normen und Werte auf das Management
  • 6 Kulturdimensionen nach Hofstede 1. Machtdistanz = Ausmaß, in dem eine Gesellschaft erwartet und akzeptiert, dass Macht in einer Organisation ungleich verteilt ist. 2. Unsicherheitsvermeidung = Ausmaß, in dem eine Gesellschaft sich durch unsichere Situationen bedroht fühlt und wie sie versucht, solche Situationen durch formale Regeln und Vorschriften zu vermeiden 3. Individualismus/Kollektivismus = Ausmaß, in dem in einer Gesellschaft Eigeninteressen und das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung betont werden 4. Maskulinität/Feminität = Ausmaß, in dem in einer Gesellschaft materielle Werte verfolgt und das Leistungsprinzip betont werden 5. Langfristige Orientierung = Ausmaß, in dem in einer Gesellschaft langfristige Planungen angestellt werden 6. Nachgiebigkeit/Beherrschung = Fähigkeit einer Kultur, die unmittelbaren Bedürfnisse und persönlichen Wünsche ihrer Mitglieder zu befriedigen
  • 6 Kulturdimensionen nach Hofstede - Machtdistanz Beschreibt die Unterschiede zwischen Hierarchieebenen in einer Gesellschaft oder Organisation Geringe Machtdistanz: -> Einsatz von Macht ist legitimiert, dient der Beurteilung von Gut und Böse-> Dezentralisierte Entscheidungsstrukturen, geringe Konzentration von Autorität-> ideale Vorgesetzte = sieht sich selbst als Pragmatiker, der auf Hilfe angewiesen ist, "respektvoller Demokrat" Hohe Machtdistanz: -> Macht = Grundpfeiler der Gesellschaft, weder gut noch böse; Legitimierung ist nicht notw.-> zentralisierte Entscheidungsstrukturen, höhere Konzentration von Autorität-> ideale Vorgesetzte = sieht sich selbst als gütigen Entscheider, "gut gesinnter Autokrat"
  • 6 Kulturdimensionen nach Hofstede - Unsicherheitsvermeidung Beschreibt die Toleranz gegenüber Ungewissheit und Flexibilität Geringe Unsicherheitsvermeidung: -> Offenheit für Veränderung und Innovation-> Ungewissheit und Chaos = vertraut und angenehm-> geringer Loyalität gegenüber AG Hohe Unsicherheitsvermeidung: -> Hang zu Recht & Ordnung-> Bedarf nach Klarheit und Struktur-> hohe Loyalität zum AG
  • 6 Kulturdimensionen nach Hofstede - Individualismus vs. Kollektivismus Beschreibt die Beziehung zwischen Individuen. Geringer Individualismus: -> Kooperative Beziehung zwischen Kollegen in der "in-group", feindlich ggü in der "out-group"-> Harmonie muss beibehalten werden, direkte Konfrontationen sind verpönt-> Mitarbeiter = muss im Rahmen des soz. Kontexts und der Familie betrachtet werden Hoher Individualismus: -> Beziehung zwischen Kollegen unabhängig von deren Gruppenidentität und -zugehörigkeit-> Die Wahrheit auszusprechen ist gut-> Mitarbeiter = Individuum
  • 6 Kulturdimensionen nach Hofstede - Maskulinität vs. Feminität Beschreibt Relevanz von Geschlechterunterschieden Geringe Maskulinität: -> Beziehungsorientiert-> Arbeite, um zu leben-> Symphatie für die Schwachen-> Manager = Mitarbeiter wie jeder andere auch-> Präferenz für wenig Arbeitsstunden, Lebensumstände und Jobsicherheit wichtig Hohe Maskulinität: -> Eigenorientiert-> Lebe, um zu arbeiten-> Symphatie für die Starken-> Manager = Helden-> Präfernenz für höhere Bezahlung, Fortschritt und Verdienst sehr wichtig
  • 6 Kulturdimensionen nach Hofstede - Langfristige Orientierung Beschreibt den Zeithorizont von Individuen kurzfristige Orientierung: -> Im Geschäftsleben: kurzfristige und schnelle Resultate-> Traditionen dürfen angepasst werden-> Geld ausgeben-> Wenn A richtig, dann B falsch-> analytisches Denken langfristige Orientierung: -> Im Geschäftsleben: Etablierung von Beziehungen und Marktpositionen-> Traditionen sind unantastbar-> Sparen und investieren-> Wenn A richtig, dann kann B es auch sein-> synthetisches Denken
  • 6 Kulturdimensionen nach Hofstede - Nachgiebigkeit vs. Beherrschung Beschreibt, zu welchem Grad eine Gesellschaft Spaß zulässt oder unterdrückt Nachgiebigkeit: -> Viele glückliche Menschen, viele Menschen, die sich gesund fühlen-> Wahrnehmung der persönlichen Kontrolle über das eigene Leben-> Hohe Relevanz der von Freizeit und Freunden-> weniger moralische Disziplin Beherrschung: -> wenig glückliche Menschen, wenig Menschen, die sich gesund fühlen-> Wahrnehmung der Hilflosigkeit (was mit mir passiert, kann ich kaum beeinflussen)-> Geringe Relevanz von Freizeit und Freunden-> moralische Disziplin
  • Berechnung der kulturellen Distanz            4CDjk = ∑((Dij-Dik)2/Vi)/i          i=1 i = Anzahl der betrachteten Dimensionen CDjk = kulturelle Distanz zwischen den Ländern j und k Dij = Wert der Dimension i für das Land j Dik = Wert der Dimension i für das Land k Vi = Varianz der Dimension i für alle Länder der Hofstede Untersuchung
  • Advertisement
  • Vor- und Nachteil der Berechnung der kulturellen Distanz + benutzerfreundliches Messinstrument, Interaktionen zwischen Ländern können in einer Regression berücksichtigt werden - unrealistische Annahme einer symmetrischen kulturellen Distanz zwischen zwei Ländern
  • Vor- und Nachteile von Hofstedes Konzept + einfach zu verstehen und anzuwenden + stellt konkrete Daten/Zahlen zur Verfügung + weit verbreitet und angewendet in der Praxis und empirischen Nachfolgestudien - auf Ebene der Werte beschränkt (Symbole und Basisannahmen werden nicht berücksichtigt) - betrachtet Länder und nicht Kulturen - empirische Untersuchung verhältnismäßig alt
  • Die Konstruktvalidität der Items in Hofstede´s Fragebogen ist... ...zweifelhaft. -> z.T. langatmige und umständliche Formulierungen -> z.T. vage Begriffsformulierungen -> z.T. Antwortmöglichkeiten, die von unterschiedlichen Menschen unterschiedlich wahrgenommen werden können
  • Was zeigt Hofstede´s Konzept nicht auf? Intra-kulturelle Unterschiede, also nationale kulturelle Unterschiede (ja nach Region)
  • Werden die kulturellen Dimensionen mithilfe der Standardabweichung dargestellt... ...so steht eine höhere Standardabweichung für stärkere Schwankungen.