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Unternehmensgründung I (Subject) / #1 (Lesson)
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- Voraussetzungen und Fähigkeiten - Gute Idee, fachliches Können, persönliche Merkmale (selbstbewusst, zupackend, kontaktfreudig, kreativ), bereit Risiken auf sich zu nehmen, hohes Engagement, nervliche Stärke
- Erforderliche Eigenschaften für Unternehmensgründer (1) Fähigkeit als Generalist-> Existenzgründer ist Chef, Sekretär, Lagerarbeiter, Buchhalter, Außendienstler, Kraftfahrer, Werbefachmann, Justitiar, Produktionsarbeiter und Dienstleister in einer Person – Möglichkeit von Outsourcing gegeben-> die herkömmliche Führungskraft hat Vorzüge der Arbeitsteilung (2) Bereitschaft zur Verantwortung-> bedeutet, für die Folgen eines Handelns einzustehen. Vorausdenken und der Konsequenz des Verhaltens bewusst sein. Sachkenntnis über die Zusammenhänge der realen Welt. -> zielt auf eine bestimmte Öffentlichkeit. Muss sich in der Öffentlichkeit messen lassen. Das Handeln wir gemessen an rechtlichen Grundsätzen, an öffentlichen Normen oder am eigenen Gewissen. -> die Wahrnehmung von Verantwortung impliziert immer die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Handlungsweisen wählen zu können (Einfluss zu nehmen) (3) Bereitschaft zu Entscheiden-> Definition – kluge Entscheidung Inhalte aus emotionalen Erfahrungen und bewussten Verstandestätigkeiten zu koordinieren-> emotionale Landkarte, d.h. vorliegende Emotionale Erfahrungen mit ähnlichen bereits vorliegenden Entscheidungsmustern emotionaler Erfahrungen werden vergleichen->Schwierigkeit liegt in: Begrenztheit von Infos, fehlende Zeit der Prüfung oder Mangel an analogen Erfahrungssituationen, unvorhersehbare Konsequenzen (4) Bereitschaft zum Verkaufen -> große Voraussetzung um ein Existenzgründer zu sein-> auf den Kunden einzugehen, die Verkaufssituation zu analysieren und dem Kunden eine Lösung für sein Problem anzubieten ist die größte Schwierigkeit. Dabei ist zudem nicht auszuschließen, dass der Kunde die Ware ablehnt - diese Stresssituation halten viele der Gründer nicht aus (5) Bereitschaft zum Risiko -> es gibt keine risikolose Unternehmung-> auf den Kunden einzugehen, die Verkaufssituation zu analysieren und dem Kunden eine Lösung für sein Problem anzubieten ist die größte Schwierigkeit. Dabei ist zudem nicht auszuschließen, dass der Kunde die Ware ablehnt - diese Stresssituation halten viele der Gründer nicht aus
- Der ideale Gründer mehjährige Berufserfahrung aus unterschiedlichen Betrieben und Bereichen Hinweis! Der Partner ebenfalls, vorteilhaft wenn sich technische und kaufmännische Erfahrungen ergänzen
- Aus-/Vorbildung - rechtlich erforderliche und durch Prüfung nachgewiesene Ausbildung-> in einigen Fällten im Verkehrsgewerbe notwendig um die Erlaubnis für eine selbstständige Ausübung eines Gewerbes zu erhalten - Gewerberechtlich nicht erforderliche, tatsächlich aber dringend zu empfehlende Ausbildung-> vermittelt oft das notwenige Wissen für die Praxis (kaufm. Fähigkeiten, fachliche Kenntnisse, praktische Erfahrung in der Branche)
- Rechtliche Lage - In Deutschland herrscht Gewerbefreiheit. Das Recht der freien Berufswahl umfasst auch das Recht, den gewählten Beruf in selbstständiger Form auszuüben - Es wird weder geprüft, ob der Existenzgründer über eine Qualifikation verfügt, er also fachlich und kaufmännisch geeignet ist, noch gibt es eine generelle Unternehmerprüfung Ausnahme: Taxigewerbe und Güterkraftverkehr, im Handel mit freiverkäuflichen Arzneimitteln und im Bewachungsgewerbe. Existenzgründer im Gaststättengewerbe müssen an einer Unterrichtung über lebensmittelrechtliche Fragen teilnehmen – keine Prüfung.Beim Handwerk und freien Berufen gelten strenge Regeln. Berufe mit Anlage A verlangen eine Meisterprüfung. Voraussetzung zur Ausübung eines freien Berufs ist meist ein Hochschulstudium - Ob der Gründer qualifiziert ist, entscheidet der Kunde. Wer was anzubieten hat, was den Kunden gefällt, hat Erfolg. Unternehmerischer Erfolg hängt davon ab, ob ein Unternehmer sich als seriös und zuverlässig erweist und deshalb Vertrauen erwirbt. Der Erfolg hängt also auch wesentlich von charakterlichen Eigenschaften ab und diese sind in einer Prüfung ohne hin nicht zu testen
- Tatsächliche Erfordernisse - Ausbildung ist nicht vorgeschrieben, aber einschlägige Vorkenntnisse sind unumgängnlich, zu der Erfahrung gehören fachliche und kaufmännische Kenntnisse sowie Branchenkenntnisse und Konakte (Fachkenntnisse können im Beruf oder in Freizeit und Hobby erworben werden) - unverzichtbare kaufmännische Fähigkeiten: · Kalkulation, Angebotserstellung, rationelle Produktion, Rechnungsstellung, Mahnwesen, Buchhaltung und gewinnorientierte Unternehmenssteuerung im weitesten Sinne – kaufmännisches Denken ist unentbehrlich - das Know-How der Gründer wird die Bank in jedem Fall vor einer Finanzierung prüfen
- Aufgaben des Unternehmers - Vertrieb 1. Wer hat Interesse an dem Angebot? Welche Bedürfnisse und Wünsche haben die zukünftigen Kunden? Wie kann das Waren- und Dienstleistungsangebot gestaltet werden, um den Kundenwunsch optimal zu erfüllen - Zielgruppe: a. fachlich: welche Gruppen von Kunden oder Unternehmen? Welche Probleme, Wünsche und Vorstellungen haben sie? Wie kann der Gründer deren Probleme lösen und den Wünschen entgegenkommen? b. räumlich: soll der Absatz am Ort, regional, deutschlandweit oder auch im Export erfolgen? Ist ein Vertrieb über das Internet möglich und sinnvoll? c. quantitativ: wie groß ist die angestrebte Zielgruppe?d. qualitativ: welche Produktqualität erwartet die Zielgruppe? In welchem Preislichen Segment (billig, Mitte, luxuriös) soll meine Leistung angesiedelt sein? -> in welcher Form deckt die Zielgruppe bisher ihren Bedarf und wie stellt sich der Existenzgründer im Wettbewerb mit den bisherigen Lieferanten auf? -> der Existenzgründer benötigt ein Alleinstellungsmerkmal um sich von der Konkurrenz abzuheben. Eine nicht abgedeckte Lücke oder ein besonderer Service. Analyse ist ganz wichtig! ODER -> der Existenzgründer bietet dasselbe an wie die Konkurrenz, nur zu einem günstigeren Preis. Nur möglich, wenn der Gründer nicht so eine große und aufwendige Verwaltung unterhält und einen günstigeren Einkauf oder Import realisieren kann.
- Aufgaben des Unternehmers - Verkaufsorientierung - der Gründer ist Verkäufer seiner Idee und muss verkaufsorientiert denken – auf Kundenwünsche eingehen-> Gelassen und freundlich sollte der Gründer auch in schwierigen Gesprächssituation reagieren -> da sich Kunden meist erst orientieren wollen ist Verkaufstalent ist gefragt
- Aufgaben des Unternehmers - Werbung - zwingend nötig – niemand kauft Produkte von denen er nichts weißWerbemittel könnten sein:-> Handzettel, Anzeigen in örtlichen Zeitungen oder Fachblättern und Werbeschreiben an ausgewählte Unternehmen in bestimmten Branchen und Regionen-> bei erklärungsbedürftigen Produkten empfiehlt es sich am Anfang, die Dienstleistungen einer Werbeagentur in Anspruch zu nehmen
- Aufgaben eines Unternehmers - Verkaufspreis - es gibt in der BWL Kalkulationsgrundsätzea. Kosten erfassen, die einem Produkt oder einer Leistung direkt zurechenbar sindb. alle Allgemeinkosten des Geschäfts werden auf die Produkte verteilt -> Zusammen und unter Berücksichtigung von Gewinn und Umsatzsteuer ergibt sich der Mindestpreis je Produkt, dem alle Kosten gedeckt sind-> der endgültige Preis muss sich daran messen lassen, was der Kunde bereit ist zu zahlen – daher sollten die Preise der Konkurrenz bekannt sein um sich daran zu orientieren (es muss jedoch um den richtigen Preis zu finden Versucht werden. > Preise zu niedrig – viel Ware wird verkauft, aber der Umsatz wird verschenkt> Preise zu hoch – wenig Ware wird verkauft
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- Aufgaben eines Unternehmers - Einkauf - Alleinstellung wird meist durch geschickte Einkaufspolitik erreicht- Gestaltungsmöglichkeiten: das Unternehmen kann der einzige Importeur oder Lieferant für einen bestimmten Artikel sein und sich vom Hersteller ein bestimmten Vertriebsbezirk zuweisen lassen- Schwierigkeit: aus dem unüberschaubaren Angebot den richtigen Lieferanten und Produkt auszuwählen den Umsatz bringt
- Standort und Mietvertrag · Durch die Digitalisierung und zunehmende Verknüpfung der Arbeitsplätze ist es möglich, von einem beliebigen Ort aus zu arbeiten - für diese Entscheidung steht die angestrebte Tätigkeit eine entscheidende Rolle.Man kann... a. im Homeoffice von zuhause ausarbeitenb. je nach Tätigkeit ein Büro, einen Laden oder eine Werkstatt anmietenc. sich mit anderen Selbstständigen in einer Bürogemeinschaft zusammenschließend. bei dem Kunden vor Ort arbeitene. sich flexibel in ein Großraumbüro anmieten (Coworking)f. viele der genannten Möglichkeiten kombinieren z.B. abwechselnd im Homeoffice oder beim Kunden vor Ort Gewerbliche Mietverträge · Haben meist eine Frist von 2,3 oder auch 5 Jahren -> Vorteil für Gründer, da dieses häufige Mittel in die Geschäftseinrichtung investieren und Mietsicherheit wollen-> Nachteil für Gründer, im Falle einer Geschäftsauflösung bleibt der Mieter an den Mietvertrag gebunden und muss im schlimmsten Fall für den leerstehenden Raum zahlen-> Nachteil für Gründer, wenn der Mietvertrag ausläuft, das Geschäft läuft und der Mieter möchte nicht ausziehen – weil ein anderer Mieter bereit ist eine höhere Miete zu zahlen Lösung: Verlängerungsoption wird im Mietvertrag vereinbart: Nach Ablauf der 5 Jahre soll der Eigentümer mit dem bisherigen Mieter über einer Verlängerung verhandeln, bevor er mit Außenstehenden spricht Oft bestreiten die Hauseigentümer von der Miete ihren Lebensunterhalt und tragen das Risiko der Inflation. Bei steigenden Preisen bekommt die fest vereinbarte Miete einen immer geringeren Wert. Deshalb wird im Mietvertrag häufig eine Anpassungsklausel angenommen. Beispiel: Steigt der Verbraucherpreisindex seid Vertragsabschluss um mehr als 10 Prozent, soll die Miete angepasst werden
- Homeoffice · Effektiv lässt es sich in einem separaten Zimmer arbeiten · Ergonomie eines Homeoffice ist ein wichtiger Aspekt - d.h. Personen mit dem Arbeitsplatz zuhause verbindigen i.d.R. mehr Zeit mit Arbeiten, als ihre Kollegen in der Firma. Die Ausstattung wie Schreibtisch, Bürostuhl, etc. dem heutigen Stand entsprechen. · Kann für den Start der Selbstständigkeit helfen, da kostengünstig und einfach umzusetzen. Allerdings sollte auch möglicher Kundenverkehr und Besuch von Geschäftspartnern berücksichtigt werden – hier sind externe Geschäftsräume repräsentativer und seriöse
- Externe Geschäftsräume · Standort des Unternehmens kann über Erfolg und Misserfolg entscheiden (10% der Einzelhandelskunden nehmen einen Fußweg in Kauf, der länger als 10 Minuten dauert. Autofahrer meiden Anfahrten über 30 Minuten) Definition – Standort unmittelbare Wirkungsgebiet der eigenen unternehmerischen Tätigkeit · In den einzelnen Branchen hat der Standort sehr unterschiedliche Bedeutungen für die Leistungserbringung - Standort speziell für Unternehmen und den Absatz der Produkte und Leistungen haben-> Ein Unternehmensberater z.B. ist relativ frei bei der Standortwahl, da er seine Kundschaft überwiegend aufsucht-> Ein Rechtsanwalt zieht eine exponierte Lage mit guter Laufkundschaft vor -> Ein materialintensiver Betrieb ist auf gute logische Anbindung angewiesen
- Bürogemeinschaft + Kosten für Miete, Strom oder Heizung werden geteilt+ man kann auf das Wissen der Gemeinschaft zurückgreifen, da man sich meist Büroräume mit Selbstständigen aus dem eigenen Berufsfeld aussucht Beispiel: Anwälte mit unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten - Abhängig von den Kollegen beim Einrichten des Büros- Ruhestörungen und Beschwerden von Nachbarn durch viel Betrieb- der Hauptmieter einer solchen Gemeinschaft trägt das größte Risiko Beispiel: von Zahlungsrückständen von Mitmietern-> ein detaillierter Bürogemeinschafts-Vertrag ist von Vorteil, der möglichst alle Eventualitäten berücksichtigt-> Empfehlenswert ist, erst einer Coworking-Gemeinschaft ohne organisatorische Verpflichtungen beizutreten
- Coworking Einzelne Büroräume oder Arbeitsplätze in einem Großraumbüro werden an Selbstständige vermietet – meist werden hier alle Nebenkosten mit kurzen Kündigungsfristen vereint, so dass nur ein geringes Risiko für den Existenzgründer besteht -> Diese stehen meist kostenlos zur Verfügung – Coworking Spaces
- Arbeiten beim Auftraggeber vor Ort + Arbeitsräumlichkeiten werden zur Verfügung gestellt+ Direkte Nähe zum Auftraggeben - gute Kommunikation - Zusätzlicher Arbeitsplatz (Homeoffice, Bürogemeinschaft oder Coworking) wird für administrative Tätigkeiten wie Rechnungen schreiben, Kundenakquise oder Zahlungseingangskontrolle benötigt
- Entstehung von Krisen Durch zu hohe Kosten, Mängel in der Kalkulation und Buchführung, ungeklärte Zuständigkeiten, unzweckmäßige betriebliche Organisation, Stellung im Markt der Preis und die Qualität von Produkt bzw. Dienstleistung sollten hinterfragt werden Krisen kündigen sich i.d.R. längerfristig an Immer wieder auftretende Liquiditätsengpässe können ein erstes Warnzeichen sein - es muss frühzeitig gehandelt werden
- Einzelunternehmer Allein einen gewerblichen Betrieb eröffnen, bzw. eine freiberufilche oder andere selbstständige Tätigkeit aufnehmen
- Personengesellschaften Gemeinsam mit anderen ein Unternehmen gründen oder erwerben, als Gesellschafter eine Personengesellschaft (OHG,KG oder GbR)
- Kapitalgesellschaften Allein oder mit anderen eine Kapitalgesellschaft gründen bzw. Anteile daran erwerben und als gesetzlicher Vertreter dieser Gesellschaft unternehmerische Entscheidungen treffen (UG, GmbH, AG)
- Firmenname - darf nicht irreführend, bereits vergeben oder anderweitig geschützt sein- vor Eintragung in der HR sollte der Gründer prüfen, ob der Name tatsächlich verwendet werden kann- wirtschaftlich sinnvoll, wenn die Tätigkeit, die Geschäftsidee oder die Kernkompetenz möglichst treffend zum Ausdruck gebracht werden und die angestrebte Zielgruppe ansprechen- soll Vertrauen wecken, d.h. unverständliche Abkürzungen vermeiden
- Nutzungsrechte - wenn man sich ein komplettes Marketingkonzept (Logo, Briefpapier, Visitenkarten, etc.) bei einem externen Dienstleister haben erstellen lassen, sollte Beachtet werden, dass in dem betreffenden Vertrag ein Abschnitt zur Übertragung der Nutzungsrechte aufgenommen werden - Der Graphiker / die Werbeagentur gilt als Urheber im Sinne des Urhebergesetzes; allein dem Urheber steht grundsätzlich die Nutzung der von ihm entwickelten Werke zu, falls diese nicht ausdrücklich auf den Auftraggeber überträgt - Um mit dem Marken- und Werbekonzept arbeiten zu können, sollte u.a. das Recht zur Veröffentlichung in allen Medien zur Vervielfältigung sowie zur Veränderung ausdrücklich übertragen werden
- Schutz der Marke Definition - Wortmarke jedes Wort, jeder Buchstand und jede Begriffsfolge die geeignet ist, Dienstleistungen von denjenigen anderen Dienstleistern zu unterscheiden, d.h. eine Wortfolge kann nur dann Rechtsschutz erhalten, wenn sie phantasievoll und innovativ wirkt - Allerweltsbegriffe dürfen nicht monopolisiert werden Definition - Bildmarke ein graphisch gestaltetes Zeichen oder Symbol, es muss unterscheidungskräftig sein - Häufig kommt die Wort/Bildmarke vor – setzt sich aus beiden unterschiedlichen Elementen zusammen, insbesondere deshalb interessant, weil Sie durch die individuelle Gestaltung des Schriftzuges zusammen mit eine Logo erreich können, dass ein relativ unterscheidungsschwacher Begriff Markenschutz erlangt - Harter, langer, risikoreicher Weg: die Marke überall gebrauchen bis sie in den beteiligten Verkehrskreisen als Marke Verkehrsgeltung erworben hat - Einfacher, schneller und billiger Weg: die Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt in München anmelden – dort kann auch nach Marken recherchiert werden -> Sobald das Amt die Marke eingetragen und veröffentlicht hat, beginnt eine Widerspruchsfrist, innerhalb derer kann ein fremder Markeninhaber gegen den Markenschutz protestieren, indem er sich auf eine eigene Marke beruft, welche mit der eingetragenen Marke verwechslungsfähig ist – falls die Frist (lt. Deutschem Markenrecht 3 Monate) ohne fremde Widersprüche abgelaufen ist, ist das Markenrecht bestandskräftig - Gleichzeitig mit dem Anmeldungsantrag sollte auch ein professioneller Recherchedienst oder Rechtsanwalt damit beauftragt werden, verwechslungsfähige Neueintragungen zu ermitteln. Es kann sofort vom Widerspruchsrecht Gebrauch gemacht werden und wodurch fremde Marken abgewehrt werden, die die Marke aufgrund der Nähe und Verwechslungsgefahr verwässern würde
- Haftungsfälle und Haftungsfreizeichnung - Das Haftungsrisiko lässt sich nicht leugnenBeispiel: wer ist verantwortlich, wenn sich der 55-jährige unsportliche Manager während der ersten Trainingseinheit einen Herzinfarkt erleidet? - Im ersten Gespräch sollten gesundheitliche Besonderheiten genauer abgefragt und schriftlich festgehalten (als Anlage zum Vertrag) werden; ärztliche Check-Up wäre zunächst von Vorteil - Als Fachkundiger Dienstleister muss der Personaltrainer erhöhte Sorgfaltspflicht beachten, d.h. auf spezifische Risiken eine Fitnessgeräts hinweisen, das Trainingsverhalten sollte sorgfältig überwacht und korrigiert werden, um Überanstrengungen, Fehlstellungen und Unkonzentriertheit, die zu gesundheitliche Schäden führen könnten zu verhindern -> Diese Pflichten sind Kernbestand der beruflichen Leistungen und Fachkenntnisse, da sie dafür bezahlt werden, müssen sie im Gegenzug ein gewisses Haftungsrisiko übernehmen - In Deutschland trägt jeder Kunde ein gewisses Maß an Eigenverantwortung, da jede Form von sportlicher Betätigung mit Risiken verbunden ist und sich der Kunde freiwillig dieser Situation gibt, d.h. das Haftungsrisiko ist von vornherein auf spezifische Leistungspflichten begrenzt Beispiel: nicht für Autounfälle auf dem Weg zum Training - Unwahrscheinliche Schadensverläufe sind nicht zuzurechnenBeispiel: der begleitende Hund des Kunden beim Lauftraining erleidet einen Herzinfarkt - Ratsam ist es, eine ausreichende Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen und zudem den Kunden durch eine schriftliche Haftungsfreizeichungserklärung zu binden -> da der Gesetzgeber enge Grenzen für eine Haftungsreduzierung und einen Haftungsausschluss vorgegeben hat, sollte eine Mustererklärung mit Rechtsanwalt entworfen werden
- AGB Definition – allgemeine Geschäftsbedingung jede Vertragsbestimmung, die für eine unbestimmte Anzahl von Kunden vorformuliert und den einzelnen Kunden ggü. Verwendet werden - Gelten zum Schutz der Kunden, AGB müssen verständlich sein und dürfen den Kunden nicht benachteiligen ansonsten sind sie unwirksam - Die vorformulierten Bestimmungen sollten von einem Rechtsanwalt entworfen werden - Widerruf der AGB: durch eine Eindeutige Erklärung beim Vertragsschluss Beispiel: die Geltung Ihrer AGB erkenne ich nicht an
- Vertragsgestaltung mit Mitarbeitern - Arbeitsverträge für Teil- und Vollzeitangestellte sind relativ einfach zu gestalten, da es hier auf die Definition der Arbeitstätigkeit, Arbeitszeit und Beschäftigungsorts ankommen, welche Rechten und Pflichten wann und wo zu übernehmen sind und auch das Gehalt und Leistungen wie Sozialversicherung müssen aufgenommen werden - Freier Mitarbeiter-Vertrag: eignet sich insbesondere für Menschen die sog. Höherwertige Tätigkeiten erbringen. Regelung eines Konkurrenzverbots sollte überdacht werden um sicherzustellen, dass der freie Mitarbeiter nicht die Kunden abwirbt.Beispiel: Urlaubsvertretung
- Bauchrecht - schränkt die freie Standortwahl für den Standort des neuen Unternehmens stark ein- von einem Gewerbebetrieb gehen oft störende Einflüsse wie Lärm, Abgas, Abwasser usw. aus- für Gemeinden existieren Flächennutzungspläne, die grob festlegen welchen Gebieten "wohnen" oder "Gewerbe" zulässig ist - sie werden autonom hergestellt- Für kleinere Teilgebieten werden Bebauungspläne aufgestellt, mit einer detaillierten Einteilung- Einzelne Bestimmungen sind im Baugesetzbuch und der Baunutzungsverordnung geregelt- IHK wird in Verfahren der Bauleitplanung eingebunden und kann nähere Auskunft geben
- Reisegewerbe - Es wird eine Reisegewerbekarte benötigt und muss während der Ausübung mitgeführt werden-> diese wird bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung beantrag, wo der Gewerbebetreibende seinen Wohnsitz hat Definition – Reisegewerbe betreibt, wer gewerbsmäßig ohne vorherige Bestellung und ohne eine gewerbliche Niederlassung zu unterhalten, Waren vertreibt oder Dienstleistungen anbietet Beispiel: selbstständige Tätigkeit als Schauspieler oder das ambulante Gewerbe
- Neugründung - Ein Unternehmen wird zum ersten Mal am Markt positioniert- Erfordert großen Spielraum um einige Vorstellungen und Ideen durchzusetzen- Vorteil: große Chance, ohne Altlasten ein Unternehmen neu zu strukturieren und organisieren- Nachteil: Risiko durch die Komplexität der Aufgaben überfordert zu sein und die Marktentwicklung falsch einzuschätzen - Innerbetriebliche Struktur, Kundenstamm und Geschäftspartner müssen aufgebaut werden, Akquisitationsaufwand verbunden mit umfangreichen PR-Marketingmaßnahmen
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- Betriebsübernahme - Können über Kauf-, Schenkungs-, Pachtverträge oder im Rahmen einer Erbschaft erworben werden (Kaufverträge können auch als Management Buy Out oder Management Buy In gestaltet werden- Due-Diligence-Analyse wird mit Hilfe einer Checklist durchgeführt, bei der alle verfügbaren Informationen zu den relevanten Bereichen der Unternehmens gesammelt und bewertet werden – so wird das Unternehmen bewertet und damit der Kaufpreis ermittelt- Geprüft werden sollten vorher Standort, Kundenbestand, Preisstruktur, Betriebsorganisation, Personal, Mark- und Konkurrenzsituation und Entwicklungspotential- Vorteil: bestehender Kundenstamm und Geschäftspartner, Standort ist etabliert, Ausstattung und Räumlichkeiten vorhanden- Nachteil: Unternehmen ist vom bisherigen Inhaber stark geprägt, zusätzlich zum Kaufpreis können weitere Investitionen erforderlich sein, eigene Vorstellungen können mit bestehenden Strukturen kollidieren
- Management Buy In Definition – Management Buy In ein Unternehmen wird durch ein externes Managementteam gekauft - kann wiederum durch einen Finanzintermediär finanziert werden (z.B. Venture Capital Gesellschaft = Risikokapital) – in Form von vollhaftendem Eigenkapital oder eigenkapitalähnlichen Finanzierungsinstrumenten - wird aktuell durch steigende Angebote an Unternehmen und eine wachsende Zahl an Managern und günstigen Rahmenbedingungen (Kaufpreise, Zinsen, usw.) begünstigt
- Management Buy Out Definition – Management Buy Out - wird durch das im Angestelltenverhältnis tätige Management gekauft – es ist kein externer Investor beteiligt- wird aktuell durch steigende Angebote an Unternehmen und eine wachsende Zahl an Managern und günstigen Rahmenbedingungen (Kaufpreise, Zinsen, usw.) begünstigt
- Beteiligung Definition – Beteiligung ein Existenzgründer kauft sich als Partner in einem Unternehmen ein- trägt unternehmerisches Risiko und erhält Anteile am Unternehmen- Vorteil: der bisherige Unternehmer bleibt im Management und geringer ist damit das Risiko des Kundenschwundes- Nachteil: der Existenzgründer muss sich mit vorhandenen Strukturen und Prozessen wie Denkweisen auseinandersetzen
- Franchise Definition – Franchise sowohl eine Neugründung als auch eine Übernahme oder eine tätige Beteiligung- der Gründer steigt in ein bestehendes unternehmerisches Konzept ein, ist ansonsten aber selbstständig mit eigener Unternehmung- Franchise Geber: liefert Name, Marke, Ware, Dienstleistungen, technisch-technologisches und betriebswirtschaftliches Knowhow und Marketing = wichtige Voraussetzungen wie Markttests oder Kalkulationshilfen und laufend betriebswirtschaftliche Unterstützung, Beratung, Werbung und fachliche Schulungen- muss Gebietsschutz garantieren, d.h. kein Franchise-Nehmer seines Systems darf im entsprechenden Gebiet eröffnen- Franchise Nehmer: zahlt eine Einstiegsgebühr und eine laufende Gebühr, dafür erhält dieser das Recht, das gesamte Paket für sein Unternehmen zu nutzen und die laufende Unterstützung in Anspruch zu nehmen- für die laufende Gebühr soll der Franchise-Nehmer einen handfesten Nutzen erhaltenBeispiel: regionale und überregionale Werbung, Kostenbeteiligung am Marketing,… - Vorteile: Gefahr des Scheiterns des Franchise-Nehmers ist geringer als bei Einzelunternehmen, da es ein bereits mehr oder weniger erfolgreich erprobtes Konzept ist, bekannt ist, Hilfe durch den Geber, positive Effekte einer größeren Franchise-Gemeinschaft (Einkauf, Werbung, Recht) besteht - Nachteile: unternehmerischer Entscheidungsspielraum wird erheblich eingeschränkt, legt gewöhnlich die unternehmerische Marktroute sehr genau fest.Hinweis! Franchise-Nehmer muss darauf achten, nicht in einen Knebelvertrag einzusteigen-> Unerfahrenheit am Beginn der Tätigkeit oder durch die begrüßende Euphorie des Neustarts das Kleingedruckte in Verträgen übersehen
- Spin-Off-Gründung Definition – Spin-Off-Gründung Teilbereich aus dem Unternehmen wird herausgelöst. Aktien werden der auszugliedernden Tochtergesellschaft an die Aktionäre einer Muttergesellschaft ausgegeben – es erfolgt kein Mittelzufluss - Vorteile: Konzentration auf das Kerngeschäft, Reduktion der Gemeinkosten, Unternehmenssanierung durch Ausgliederung von insbesondere verlustträchtigen Unternehmensteilen, Veränderung der bestehenden Struktur (Bsp. Platzierung neuer Produkte auf dem Markt), Erschließung neuer Finanzierungsquellen (Bsp. Ausgegliederter Unternehmensteil wird an die Börse gebracht)
- Split-Off-Gründung Definition – Split-Off-Gründung das Unternehmen wird komplett in Einzelbereiche aufgelöst. Eine Kapitalgesellschaft überträgt einer Tochtergesellschaft Anteile auf ihre Gesellschafter, Mutter- und Tochtergesellschaft werden zu Schwestergesellschaften. Austauschgeschäft, die Gegenleistung der Gesellschafter besteht aus Anteilen der übertragenden Gesellschaft
- Erfolgsfaktoren von Gründungen (1) Person des Unternehmers- Kompetenz: Qualifikation, berufliche Erfahrung, Branchenerfahrung, Verhandlungskompetenz, Führungskompetenz- Persönlichkeitseigenschaften: Risikobereitschaft, Kontrollfähigkeit, Leistungsbereitschaft, Energie, Kreativität (2) Unternehmen- Finanzierung (Kapitalausstattung)- Motivation und Qualifikation der Mitarbeiter- Führungssystem- Struktur- und Prozessorganisation- Standort (3) Umfeld- Netzwerk: Innerhalb und außerhalb des Unternehmens- Infrastruktur- Entwicklung des Marktes und der Konkurrenz
- Standortwahl (1) Beschaffung- Grundstücke und Infrastruktur- Preise und Transportmöglichkeit des Materials- Potenzial an Arbeitskräften unter dem Aspekt Qualifikation und Kosten- Energiezugang (2) Fertigung- Natürliche Umgebung (z.B. Klima)- Netwerk an Kooperationspartnern (3) Absatz- Marktpotenzial z.B. Kraufkraft, Bevölkerungsstruktur, Wettbewerb- Vertriebskanäle (4) Staat- politisches System und Sicherheit- Rechtssystem- Steuersystem- Subventionen
- Standortentscheidungen Definition - Standortentscheidung Anforderungen an den Standort und die Möglichkeiten des Standortes werden aufeinander abgestimmt -> dazu wird häufig eine Nutzwertanalyse verwendet 1. Relevante Standortkriterien werden aufgelistet2. Einzelne Standortkriterien werden prozentual nach ihrer Bedeutung gewichtet (=100%)3. Mögliche Standorte werden ausgewählt4. Möglichkeiten werden anhand der Kriterien mit einem Punkteraster bewertet5. Für jeden Standort sowie jedes Kriterium wird der Teilnutzen bestimmt6. Für jeden Standort werden die Teilnutzen zu einem Gesamtnutzen addiert7. Vergleich der Standorte und Kriterien in einer Gesamtbetrachtung und Auswahl des Standortes mit dem höchsten Gesamtnutzen
- Businessplan Definition – Business Plan ein Geschäfts- und Unternehmensplan, der die Zukunftsmöglichkeiten einer Unternehmensgründung bzw. eines Unternehmens aufzeigt. Dient als integriertes Planungs- und Arbeitsinstrument, das in einem intensiven Kommunikationsprozess z.B. mit den möglichen Kapitalgebern angepasst wird - Spiegelt die Geschäftsidee in klar strukturierter und detaillierter Form wieder- Für den Kapitalgeber bildet der Business Plan die Grundlager ihrer Investitionsentscheidung
- Finanzierung in der Gründungsphase (Häufige Fehler) - zu wenig Eigenkapital- verspätete Verhandlungen mit der Hausbank oder Inanspruchnahme eines kurzfristigen Kontokorrent-Kredits zur Finanzierung von langfristigen Investitionen- zu hohe Lieferantenverbindlichkeiten- Verzicht auf öffentliche Finanzierungshilfen- mangelhafte Planung des Kapitalbedarfs- Zentraler Teil der Gründungsplanung ist die exakte Ermittlung des kurz- und langfristigen Kapitalbedarfs – wird durch Eigen- und Fremdkapital und evtl. durch Zwischenformen (Mezzanine-Kapital) gedeckt - Nur wer über ausreichendes Eigenkapital verfügt, kann schnell und flexibel auf erneuten Finanzierungsbedarf z.B. Investitionen bei Marktänderungen reagieren- Eigenkapital kann auch durch Geschäftspartner oder sog. Kapitalbeteiligungsgesellschaften (Venture Capital) ins Unternehmen fließen- Es wird empfohlen mit der Hausbank zusammen einen Finanzierungsplan zu erstellen – dieser stellt die Mittelherkunft des Vorhabens da. Grundlage sind ausreichende Eigenmittel, die mind. 15-20% (Richtgröße) der Investitionssumme betragen sollten
- Lebensphasen von Unternehmen - Unternehmen durchlaufen immer wieder Lebensphasen, in denen immer wieder typische Probleme oder Krisen auftreten – das Unternehmen entwickelt sich ständig weiter (1) Pionierphasea. Führungsstilkrise - Wachstum durch Kreativitätb. Autonomiekrise - Wachstum durch .. Führung (2) Differenzierungsphasea. Kontrollkrise - Wachstum durch Übertragung von Verantwortungb. Bürokratiekrise - Wachstum durch Koordination (3) Integrationsphase - Wachstum durch Teamgeist
- Wahl der Unternehmensform - Faktoren · Wie viel Kapital wird benötigt? · Können und wollen die Kapitalgeber in führender Stellung mitarbeiten? · Welche Haftung sollen die Kapitalgeber übernehmen? · Welche steuerlichen Gesichtspunkte sollen berücksichtigt werden? · Welche besonderen Anforderungen stellen Art, Inhalt und Umfang der zu lösenden Aufgaben an die Unternehmensform?
- Einzelunternehmung - Mittelstand und Prinzip - Der Unternehmer als Person steht im Vordergrund – prägt den gesamten Aufbau, das Leben und die Entwicklung des Unternehmens - Die Einzelunternehmung ist gekennzeichnet durch einen alleinigen Inhaber, - der das gesamte Kapital aufbringt - der mit seinem gesamten betrieblichen und privaten Vermögen haftet - der die Unternehmung alleine leitet (Geschäftsführung) - der sie ggü. Dritte nach außen hin rechtlich vertritt (Vertretung) und den gesamten Gewinn erhält
- Definition Kaufmann Definition – Kaufmann ist jeder, der ein Handelsgewerbe betreibt – Handelsgewerbe ist jeder Gewerbebetrieb, es sei denn, das Unternehmen erfordert keinen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb. Wer im Handelsregister eingetragen ist, gilt als Kaufmann
- Voraussetzung Gewerbebetrieb - Selbstständigkeit, Nachhaltigkeit der Betätigung, Absicht der Gewinnerzielung und Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr -Das Erfordernis eine in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetriebs liegt unter anderem dann vor, wenn folgendes notwendig ist: o Einen nach gewissen Grundsätzen eingerichtete Buchführen o Eine geordnete Aufbewahrung der Geschäftskorrespondenz o Regelmäßig wiederkehrende Inventur und Bilanz sowie o Die Beschäftigung genügenden Personals Hinweis! Jeder Kaufmann ist dazu verpflichtet, sich ins Handelsregister eintragen zu lassen
- Definition Firma - der Name eines Kaufmanns, unter dem er Handelsgeschäfte betreibt, Unterschriften leistet, klagt und verklagt werden kann- da der Kaufmann unter seiner Firma in der Öffentlichkeit und bei seinen Geschäftspartnern bekannt wird, stellt das Handelsrecht bestimmte Anforderungen an die Auswahl der Bezeichnung - Für alle Unternehmen sind werbewirksame Phantasienamen möglich
- Handelsregistereintragung - Firmengründungen, gewerbliche Tätigkeiten, Änderungen der Unternehmensform sowie die Prokura-Erteilung berühren i.d.R. nicht nur die direkt Beteiligten, sondern auch die Rechtsbereiche Dritter – deshalb informiert das Handelsregister die Öffentlichkeit über wichtige Rechtsverhältnisse des Kaufmanns mit dem Ziel, eine höhere Rechtssicherheit zu schaffen - Eintragungen erfolgen nach HGB aufgrund einer Anmeldung in öffentlich-beglaubigter Form – dabei ist vor jeder Eintragung der IHK Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben Der Eintragung in das HR kommt besondere Bedeutung zu: - Solange eine Tatsache im HR nicht eingetragen und bekannt gemacht ist, kann sie einem Dritten ggü. Nicht geltend gemacht werden (negative Publizität) - Ist eine Tatsache eingetragen und bekannt gegeben, so muss sie sich auch ein Dritter vorhalten lassen (positive Publizität)
- Vor- & Nachteile + Auflösung der Einzelunternehmung Vorteile: o Unternehmer kann allein und damit rasch Entscheidungen treffen, sodass er auf wirtschaftliche Änderungen flexibel reagieren kann. Darauf deutet die Statistik über die Erträge kleinerer Unternehmen hin o Persönliches Engagement des Unternehmers hat ein hohes Maß an Krisenfestigkeit zur Folge o Gewinn steht dem Unternehmer alleine zu Nachteile: o Hängt in hohem Maß von der Arbeitsfähigkeit und –leistung des Unternehmers ab. Fällt er z.B. wegen einer langwierigen Krankheit aus, kann der Betrieb gefährdet sein o Kapitalkraft des Unternehmens ist auf die Möglichkeiten des Inhabers beschränkt – deshalb sind auch die Chancen zur Kreditbeschaffung eingegrenzt o Unternehmer haftet mit seinem gesamten Vermögen – Scheitert er mit seinem Betrieb, kann es auch sein privates Vermögen verlieren o Nachfolger des Inhabers ist oft nur schwer zu regeln Auflösung: o Freiwillig durch Liquidation durch den Inhaber o Verkauf der Unternehmung o Änderung der Rechtsform o Zwangsweise durch Konkurs der Unternehmung o Durch Tod des Inhabers