18

Techniksoziologie (Subject) / VL5 (Lesson)

5. Vorlesung "Gesellschaftlicher Wandel durch Technik?"

This lesson was created by caros.

Learn lesson

Advertisement
  • Problemstellung -seit 1970er: forcierte tech. Innovationsdynamik -pragmatisch: Digitalisierung -neue Technologien sind Grundlage+Auslöser größerer Umbrüche in Produktionsprozessen, soz. Beziehungen, Alltagsleben -Wandel durch Technik ist nicht deterministisch (weder linerarer Prozess, noch mit best. Ergebnis) -keine einseitige Anpassung sozialer Verhältnisse an eindeutig bestimmbare Technologie
  • Dolota (2011) 3 Theoretische Konzepte 1)tech. Eingriffstiefe ->(Kassensysteme (tief) vs. Speichermedium 2) sektorale Adaptionsfähigkeit -> Wie gut im Umgang mit Anpassungsdruck? (Ämter wenig Fähig) 3)graduelle Transformation -> schrittweise annährung bis Transformation
  • Dolota (2011) Perspektive -Fokus: Wandel von Wirschaftssektoren -> bringen Leistungen, Medien etc -bspw. Auto, Pharma, Musik, Energie usw.  -präziser und vergleihbarerer als eine Analyse auf gsl. Ebene -Frage nach den Konsequenzen für ihre organisatorische, strukturelle und institutionelle Konstitution innerhalb Wirschaftssektor
  • Dolota (2011) Wirtschaftssektoren sind...-sozioökonomische Felder, die sich um einen definierten ökonomischen Leistungsbereich konstitutionieren  -getragen on ökonomischen Kernstruktur und -akteuren -Prägng durch außerökonomische Akteure erkennbar -maßgeblich Mitstrukturierung durch soziale Institution -Auszeichnung durch Technostrukturen -"Aktive" (automobil, Technik wird entwicklet) vs. "passiv" (öffentlicher Sektor, Technik wird angewandt) Technikprägung
  • Dolota (2011) Typisierung von Technik Was meint "Technik" in Wirtschaftssektoren? Klassifizierung: -Typ der Technik (immateriell: Musikbranche, materiell:Soft-+Hardware,Medizintechnik) -Nutzungsmuster und -vorraussetzung (industriell vs. alltäglich) -Wissensbasis (akademisch, anwendungsbezogen) -endogene vs. exogene Technik -Entwicklungsdynamik  -> Rückschlüsse au tech. Profil eines Sektor und die sektoralen Strukturierungsleistungen von technik
  • Technologische Eingriffstiefe Grundlagen -EInfluss neuer Technologien auf sozialen Wandek zeigt sich als Veränderungs-und Anpassungsdruck auf bestehende Strukturen -Druck variiert sektorspezifisch stark  -Analyse sektorele Bedeutung neuer Technologien und der Anpassungsdruck mit dem Konzept der sektoralen Eingriffstiefe -relative Kategorie -zwei Dimensionen der Präzisierung:    endogene vs. exogene Technik    geringe EIngriffstiefe vs. große Eingriffstiefe
  • Technologische Eingriffstiefe endogene vs. exogene Technologie -Sektoren mit eigenständiger Innovationstechnik  -> Wandel durch systemintern entwickelte Technologien oder durch systemextern entstandene, aber aud die spezifische Bedürfnisse zugeschnittene Technologien -Sektoren, in denen vornehmlich systemextern entwickelte Technologien systemspezifisch genutzt werden -> sektorextern und entwickelte neue Technologien wird funktionsspezifisch eingesetzt, genutzt oder weiterentwickelt Bsp:  Wissenschaft: historische eher intern, heute durch FinanzierungTelekommunikation: früher kein TV, dann KinoMilitär: externMusikbranche, Handel: extern
  • Technologische Eingriffstiefe große vs. geringe Eingriffstiefe -Ausübung unmittelbaren, einschneidenden und ihre Funktionssweise insgesamt berührenden Veränderungsdrucks auf  vorhandene sektorale Systeme durch Techologie -aber auch: eher mittelbare, ergänzende und funktionalunterstützende sektorale Wirkungen -keine grundsätzliche in Fragestellung etablierter Strukturen, Institutionen und Akteurfigurationen (Ebay: klassische Strukturen (Kauf-verkauf) ändert sich)
  • Technologische Eingriffstiefe Erkenntnisinteresse -Inwiefern wird das technologische Profil des Sektors verändert? -Entstehen neue Akteure, die etablierte Akteure unter Anpassungsdruck setzen? -Werden neue Formen kooperativer Interaktion und Kunkurrenz ermöglicht?
  • Sektorale Adaptionsfähigkeit Grundlagen Wie wird dieser Anpassungs-und Veränderungsdruck im sektoralen System tatsächlich verarbeitet? -löst Irritation udn Handlungsunsicherheit aus es kommt nicht zwagsläufig zur herausbildung neuer Strukturen, Institutionen uns Handlungsorientierung -Offenheit und Adaptionsfähigkeit vs. Persistenzden (=Bestehenbeleiben über längeren Zeitraum) und Strukturkonservatismen
  • Advertisement
  • Sektorale Adaptionsfähigkeit geringe Adaptionsfähigkeit nicht selten: -IBM und PC: techn. Entwicklungssprung nicht rechtzeitig antizipiert -dt. Pharmaindustrie und Gentechnologie: fehlen von Risikokapital und Kooperationen mit WIssenschaft -hohe sektorale EIngriffstiefe bei einer gleichzeitig geringen Antizipations-und Adaptionsfähigkeit birgt Krisenpotenziale -bestehende sozioökonomische Strukturen und Institutionen können die Funktionsfähigkeit eines Sektors nicht länger garantieren  -prägende Organisationen, eRegeln und Orientierung werden dysfunktional und veränderungsresistent:    -> "Frühwarnmechanismen" fehlen    -> handlungsorientierung sind durch die erfolgreiche Vergangenheit geprägt    -> transfomationsresistente sektorale Pfadabhänigkeit
  • Sektorale Adaptionsfähigkeit hohe Adaptionsfähigkeit -starke Wettbewerbs-,Innovations und experimentiermechanismen in bestehenden Strukturen und Institutionen dadurch-> Aufgeschlossenheit und Sensibilität gegenüber pfadabweichenden Möglichkeiten->Restrukturierungsdruck->aufgeschlossene Nutzung neuer Möglichkeiten statt exogenem Schock->transformationsoffene sektorale Pfadabhänigkeit -Bsp Autoinsdustrie -Bestehen struktureller und institutioneller Transformationsmechanismen (früheruz hoher Antizipations-und Adaptionsfähigkeit) -hohe Innovations-und Wettbewerbsintensität (first-mover-advantages, Wandel nicht als Krise) -Transformationsoffene Industriestrukturen (koexistenz versch. Unternehmenstypen) -horizontal strukturierte und kooperativ eingefasste Kernakteure -institutionlaisierte akademisch-industrielle Transfermechanismen -Industrie-, Innovations- und Regulierungspolitik (Förderung avantgardistischer Akteure) -Ergebnis: Anpassungs- und Veränderungsdruck wird früh wahrgenommen
  • Graduelle Transformation Grundgedanke -bisher: technikinduzierter sektoraler Wandel als Zusammenspiel technologischer Dynamik+sozialer Strukturationprozesse -jetzt: Ergänzung um zeitliche Perspektive -"graduell":prozessualer Charakter, grundsätzlich schrittweise, über längeren Zeitraum -"Transformation":im Ergebnis radikale Neuausrichtung eines Feldes -seit 1970er: sektoraler Wandel ist nicht mehr die Ausnahme -gravierender sektoraler Wandel: Auszeichnung durch einmale und eruptive Umbrüche in kurzen Fristen -keine Prägung durch den Zusammenbruch oder radikalen AUstausch der bestehdenen Strukturen  -vielmehr: längere Phasen der Diskontinualität, die sich durch eine Vielzahl gradueller Transformation auszeichnen -die grundladen eines Sektors erneuern sich nicht bloß schrittweise, sondern auch neue Desgns geraten nciht wieder unter Druck
  • Graduelle Transformation Typische Modi -Drift: aus geringer Adaptionsfähigkeit folgt Kriseund Bedeitungsverlist -Exhaustion: Niedergang bestehender Strukturelemente und Organisationen -Kernphase einer Transformationsperiode:1) Conversion: sukzessive Neudefinition von Handlungsorientierung, Regeln und Leitorientierung2)Displacement: Verschiebung in den Ajteurfiguation, Konkurrenz- und Kooperationsmuster3) Layering: eujustierung bestehender Strukturen, Institutionen und Organisation4) Expansion:proaktive Aufnahme und Entwicklung der neuen Technik -Modi: versch. Möglichkeiten, über die sich Prozesse gradueller Transformation konkretisieren -treten während d. Transfromationsperiode in Kombinationen auf -entscheident: Zusammensetzung und Gewichtung der Modi-> CHarakterisierung d. Transformationsperiode
  • Graduelle Transformation 3 idealtypische Kombinationen a) Erweiterung & Umbau-Impulse werden om etabliereten Kern früh + proaktiv aufgegriffen-strategische Neuorienterung, signifikante Erweiterung und Umgestaltung-Kombi neuer mit bestehdenen Elementen und AKteuren-reformorientierte Variante gradueller Transformation b)Expansion & Ersatz -Schwäche der etablierten Akteure, neue technologien zu adaptieren-Bedeutungszuwachs avantgardistischer Akteure, die wesentliche Träger und Impulsgebe sind-Aufbau alternativer Regelungsmuster und Strukutren, die vorhandene destabilisieren und mit der zeit weitgehend ersetzen-radikale Variante grudeller Transformation c) Drift & Erschöpfung in Variante 1 + 2:-für die radikale Variante ist sie konstitutiv: tragende Strukturen und Akteure werden nur dann überflüssig, wenn Neues bereitsteht-in der reformorientierten Variante ist der partielle Niedergang eher eine Begleiterschiednung architekonischer Veränderungen
  • Graduelle Transformation Wann entsteht ein neues System? -substantielle Veränderungen des tech. Profils+ der sozioökonomischen Grundlage (Akteurfiguaration, Institution und Strukturen) -Wenn nicht mehr reversible soziotech. Realität handlungsleitend für Akteure und konstitutiv für die Reproduktionsfähigkeit des Sektors geworden sind
  • Graduelle Transformation 3 idealtypische Kombinationen a) Erweiterung & Umbau-Impulse werden om etabliereten Kern früh + proaktiv aufgegriffen-strategische Neuorienterung, signifikante Erweiterung und Umgestaltung-Kombi neuer mit bestehdenen Elementen und AKteuren-reformorientierte Variante gradueller Transformation b)Expansion & Ersatz -Schwäche der etablierten Akteure, neue technologien zu adaptieren-Bedeutungszuwachs avantgardistischer Akteure, die wesentliche Träger und Impulsgebe sind-Aufbau alternativer Regelungsmuster und Strukutren, die vorhandene destabilisieren und mit der zeit weitgehend ersetzen-radikale Variante grudeller Transformation c) Drift & Erschöpfung in Variante 1 + 2:-für die radikale Variante ist sie konstitutiv: tragende Strukturen und Akteure werden nur dann überflüssig, wenn Neues bereitsteht-in der reformorientierten Variante ist der partielle Niedergang eher eine Begleiterschiednung architekonischer Veränderungen
  • Graduelle Transformation Beispielhafte Forschungsthemen -demokratische Partizipation im Zeitalter des Internets -Analyse eines Technologiesektors: Low Technology