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Techniksoziologie (Subject) / VL4 (Lesson)
4. Vorlesung
"Diffusion von Technik"
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- Einführung -Technikgenese + Innovation enden nicht beim Erfinden einer Technik -sondern: Einführung und Verbreitung einer neuen Technik -Unterscheidung in Adoption+ Diffusion -Adoption: Entscheidung eines Individuums eine Innovation zu nutzen (Warum werden Podcasts gehört) -Diffusion: Ergebnis dieser indirekten Entscheidung= Verbreitung der Technik in der Gesellschaft (Wie viele Menschen nutzen Netflix)
- Forschungsfragen -Wie schnell können sich neue Techniken ausbreiten -Wekcge Rolle spielen neue Medien -Warum sind unterschiedliche Verläufe zu beobachtne Was ist notwenidg, damit eine bestimmte Technik ein massenphänomen wird
- Diffusionstheorie nach Everett M. Rogers (2003) zentrale Begriffe: -Innovation -Kommunikationskanäle -Zeit -soziale -Akteure und -soziales System
- Innovation ist eine Idee, Praktik oder ein Objekt, die/das von einem sozialen Akteu als neu wahrgenommen wird -d.h. relative, nicht absolute Neuigkeit (videotelefonie gab es schon in den 90er) -tech. Neuerung werden unterschieden in: Technologie: Methoden und Verfahren wie Technik eingesetzt wird (Gentechnik) Technik: führt etwas aus um ein bestimmtes Ziel zu erreichen
- Kommunikatioskanäle -dienen dem Austausch von Infomationen zur Neuerung -massenmediale vs. interpersonelle Kommunikationskanäle (YT Videos sind Mix aus beidem) -globale vs. lokale Kanäle -mit dem Internet neue Formen: virales Marketing (lustige Werbung, die geteilt wird)
- Zeit & Akteure -Innovations-Entschiedungsprozess: Ablauf in mehreren Phasen Information, Meinungsbild über Entscheidung, Implementierung bis Bestätigung -Akteure können individuell oder kollektiv sein Kategorisierung entsprechend des Zeitpunktes der Adoption "change agents" und die "opinion leaders"
- Soziale Systeme -Spezifika sozialer Systeme haben Einfluss auf die DIffusion -> Passung zu bestehenden Strukturen-> Normen-> Sozialstruktur-> Konsequenzen für das System(Skandinavien schafft Bargeld ab / EU hält an 2 ct Stück fest)
- Adoptionsprozess Phasenmodell mit den 5 idealtypischen Phasen 1) Bewusstsein/ Erkentnis (awareness) 2) Interesse (interest) - Verwendungsmöglichkeiten 3) Bewertung (evaluation)- Vor- u. Nachteile 4) Versuch (trail) 5) Übernahme (adoption) mit der Differenzierung in Entscheidungs-, Implementierungs und Bestätigungsphase
- Adoptionsprozess Produktbezogene Einflussfaktoren -grundlegend: "subjektive Eigenschaften" der User ausschlaggebend -Aber: Merkmale der Innovation haben auch Einfluss auf die Adoptionsgeschwindigkeit 1) relativer Vorteil (relative advantage) -> entscheiden, wenn relative Vorteil Produkt ablöst 2)Kompatibilität (compatibility) -> smartphones, autonomes Fahren 3) Komplexität (complexity) -> Wie schwierig ist es zu lernen (Apps, Games) 4) Erprobbarkeit (trialability) 5) Kommunizierbarkeit (obervability)
- Diffusionsprozess Forschungsgegenstand -Kernannahme: Innovation werden von Individuen nicht zum selben Zeitpunkt übernommen, sondern versetzt -Forschungsgegenstand: Beschreibung, Erklärung, Prognose der Ausbreitung von Innovationen in einem sozialen System im Zeitablauf -Diffusion als Resultat aller Adoptionsentscheidungen eines sozialen Systems -miteinader verknüpfte Entscheidungen via Kommunikation
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- Diffusionsprozess Akteursgruppen -Innovatoren: technikaffin, hohes Einkommen, risikofreudig, neugierig -early adopters: hohes Prestige, Einkommen, meinungsführer -early majority: überlegte Entscheidung, geringes Risiko -late majority: skeptisch, sozialer Kaufdruck (WhatsApp) -laggards (nachzügler): traditionell, misstrauisch, Innovation veraltet
- Arten von Gütern Singulärgüter -unterliegt speziellem Fokus der Adoptions-und Diffusionstheorie -originärer (ureigener) Nutzer aus dem Produkt (Kühlschrank) -solange gekauft wird: nachrangiger Rolle des Verbreitungsgrades + Nutzung für Markterfolg
- Arten von Gütern Netzeffektgüter -besitzen neben originären auch derivativen (abgeleiteten) Produktnutzen -Bestimmung aus dem Verbreitungsgrad komplementärer Produkte am Markt (einfluss Diffusion) -Netzeffekt: je mehr komplementäre Artefakte desto nützlicher
- Arten von Gütern Systemgüter -kein originärer Produktnutzen -nur Derivativnutzen durch EInsatz in Systemtechnologie -Nutzen erwächst aus der Interaktionsbeziehung zu anderen TN -Nutzen umso größer, je mehr User -gelten für sehr viele Meiden der Individualkommunikation
- Diffusion des Internets- empirische Befunde Papsdorf 2013 Diffusion in gesellschaftlichn Teilbereichen -Internet als spezielles Gut: tech. Infrastruktur -Merkmalevon Netzeffekten- und Systemgütern -nach 25 Jahren es öffentlichen Internets kann des Diffusionsprozess gut nachgezeihnte werden -weil das INternet vielfältig soziale Implikationen hat, lohnt es auf Diffusion zu schauen