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verhaltensmedizin (Subject) / T5 (Lesson)

Ziele + Compliance + Placebo

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  • Ziele verhaltensmedizinischer Interventionen Stabilisieren/Wiedererlangen bedrohter oder funktionsgeminderter Fähigkeiten Günstige Beeinflussung des Krankheitsverlaufs Tertiäre Prävention
  • Compliance (Definition) Ausmaß in dem sich ein Patient an einer Behandlungsvorgabe/ärztliche Verordnung hält
  • Adhärenz (Definition) Ausmaß, in dem das Verhalten einer Person mit den gemeinsam vereinbarten Empfehlungen eines Behandlers übereinstimmt
  • Adhärenz (Definition) Ausmaß, in dem das Verhalten einer Person mit den gemeinsam vereinbarten Empfehlungen eines Behandlers übereinstimmt
  • Adhärenz (Definition) Ausmaß, in dem das Verhalten einer Person mit den gemeinsam vereinbarten Empfehlungen eines Behandlers übereinstimmt
  • Messung von Compliance (Typen) Direkt - Beispiele: Beobachtung der Einnahme, applikation von Tracern Indirekt - Beispiele: Einhaltung von Terminen, Messung des erwarteten biologischen Effekts --> Mitunter sehr ungenau und schwierig (Fehlschlüsse sind nicht auszuschließen)
  • Bedingungsfaktoren der Compliance/Adhärenz Merkmale der Erkrankung -> Asymptomatisch oder deutliches Krankheitsgefühl? Merkmale des Patienten Einflüsse des sozialen Umfelds Arzt-Patient-Beziehung Bedingungen des Behandlungssettings -> Wie viele Behandler sind involviert? Wie gut kommunizieren diese?  Merkmale der Behandlung -> Menge + Frequenz der Einnahme, Bedingungen der Medikamenteneinnahme
  • Formen der Non-Adhärenz Bewusste Non-Adhärenz aufgrund eigener Entscheidung: Offene Ablehnung bestimmter TherapiemaßnahmenHeimliches Nichtbefolgen von AnordnungenAbsetzen von Medikation bei Verbesserung der SymptomatikErgänzung mit ErsatzmedikationArzneimitteleinnahme ohne ausreichende Indikation Unbeabsichtigte Non-Adhärenz:VergessenVerwechslungMissverständnisse
  • Barrieren der Adhärenz (Krankheitsmerkmale) Hohe Chronizität Fluktuierender Verlauf (Bsp. phasenweise Fehlen von Symptomen) Krankheitssymptome wenig spürbar, keine unmittelbar negativen Konsequenzen, wenig auffällig Keine unmittelbaren/spürbaren Symptomverbesserungen durch Behandlung
  • Barrieren der Adhärenz (Behandlungsmerkmale) Geringe Verfügbarkeit oder Erreichbarkeit der Behandlung Hohe Kosten (Aufwand, Nebenwirkungen, Anforderungen) Behandlung bedeutet einschneidende Änderung von Lebensstil/Verhalten Komplexe Behandlung Keine kausale Therapie möglich
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  • Barrieren der Adhärenz (Behandlungsbedingungen) Lange Warte Zeiten (vor und während Behandlung) Lange Dauer Wechselnde Behandler oder kein Konzept
  • Barrieren der Adhärenz (Arzt-Patient-Beziehung) Ungünstige Kommunikation Gestörtes Vertrauensverhältnis Unsicherheit des Arztes
  • Barrieren der Adhärenz (Patientenmerkmale) Negative Vorerfahrungen mit ähnlichen Behandlungen (-> Mit jeder erfolglosen Behandlung steigt die Wahrscheinlichkeit der fehlerhaften Umsetzung neuer Behandlungen) Ungünstiges subjektives Krankheitskonzept Informations-, Kompetenz- oder Fertigkeitsdefizite Behandlungsängste Defensiver Bewältigungsstil Kognitive Überforderung Geringe Selbstwirksamkeit/Kontrollüberzeugung Psychische Erkrankungen -> Bsp. Depression Unzufriedenheit mit Behandlung/Behandler
  • Barrieren der Adhärenz (Soziales Umfeld) Unzureichende soziale Unterstützung (Aktiver Widerspruch) Therapieinkompatible Einstellungen/Werte Finanzielle Probleme
  • Kognitive Ebenen der Compliance (Absteigend) Fertigkeiten/Kenntnisse im Umgang mit Krankheit Wissen/Informiertheit über Krankheit/Behandlung Spezifische Krankheitseinstellungen Allgemeine Überzeugungen Lebensziele & Grundmotive
  • Medikamentenadhärenz (Definition) Prozess in dem Patienten ihre Medikation wie verschrieben einnehmen
  • Prozessmodell der Medikamentenadhärenz Initiierung = Einnahme der ersten Dosis Beendigung = Beenden der Medikamenteneinnahme (Unabhängig vom Grund) Implementierung = Ausmaß in dem tatsächliche Medikamenteneinnahme der Verschreibung entspricht Persistenz = Zeitraum zwischen Initiierung & Einnahme der letzten Dosis
  • Qualitätsstufen empirischer Evidenz 1a: Wenigstens eine Mata-Analyse auf Basis methodisch hochwertiger RCTs1b: Wenigstens ein ausreichend großer, methodisch hochwertiger RCTs 2a: Wenigstens eine hochwertige Studie ohne Randomisierung2b: Wenigstens eine hochwertige Studie eines anderen Typs quasi-experimenteller Studie 3: Mehr als eine hochwertige nichtexperimentelle Studie 4: Meinungen & Überzeugungen angesehener Autoritäten, Expertenkommissionen, beschreibende Studien
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Adhärenz Edukation (Patientenschulung) Monitoring durch den Arzt KVT-Interventionen (Kostenintensiv und nur mäßig effektiv)
  • Was ist ein Placebo? Substanz/Prozedur, die objektiv betrachtet nicht (spezifisch) wirksam bei einer gegebenen Erkrankung sein sollte Jede therapie, die absichtlich/wissentlich wegen ihres unspezifischen, psychologischen, therapeutischen Effekts für den Patienten, für ein Symptom oder eine Krankheit genutzt wird, aber für die Behandlungsindikation keine spezifische Wirkung hat
  • Placebo-Effekt (Shapiro= Unspezifischer/Psycho-Physiologischer therapeutischer Effekt, den ein Placebo hervorruft
  • Placebo-Effekt (Benedetti, 2005) Psychosozialer Kontexteffekt --> Therapeutischer Effekt, der im Kontext der Intervention entsteht
  • Rolle von Erwartungen bei Placebo-Effekt Veränderungen der Hirnaktivität in Erwartung der medikamentösen Behandlung --> Führt zu Aktivierung von kognitiver Kontrolle
  • Neurobiologische Mechanismen der Placebo-Analgesie Aktivierung des... Päriaquäduktalen Graus (PAQ)Rostrales anteriores Cingulum (rACC)Rostrale ventromediale Medulla (RVM)
  • Wie entsteht der Placebo-Effekt? Klassische Konditionierung (Direkte Lernerfahrung), Lernen durch Information und Modell-Lernen tragen zur Modifikation von Erwartung bei --> Diese beeinflussen den Placebo-Effekt