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Hygiene (Subject) / Viren (Lesson)
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- Humane Papillomaviren hpv ikosaedrisch, ohne Hülle Infektion Warzen (gutartig) Condylomata acunimata (Feigwarzen) karzinomatös entartet, durch Typ 6 und 11 Zervixkarzinom Hochrisiko-Typen HPV-16, -8, -31, -45 Niedrigrisiko-Typen HPV-6, -11 Diagnose zytologische Vorsorgeuntersuchungen an genitale Abstrichen PCR Prophylaxe Impfung HPV-Impfstoffe Zweifach-Impfstoff (gegen HPV-Typen 16 und 18) Vierfach-Impfstoff (gegen die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18) Neunfach-Impfstoff (gegen HPV-Typen 6, 11, 16, 18, 31, 33, 45, 52) 9- bis 17-jährige Mädchen auch für männliche Jugendliche sinnvoll Impfschema 0/1-2/6 Monate
- Herpes-simplex-Virus (HSV) HSV-1 Infektion Erstinfektion erfolgt frühen Kindesalter. Eintrittspforte ist die Mundschleimhaut →Gingivostomatitis. Viren wandern entlang der Axone ins ZNS, bleiben im Gangliontrigeminale latent. Nach Reaktivierung gelangen sie in die Peripherie und lösen einbläschenförmige Exanthem aus → Fieberbläschen, Herpes labialis Komplikationen sind Keratokonjunktivitis oder Enzephalitis HSV-2 Infektion Erstinfektion findet im Urogenitalbereich statt. HSV-2 bleibt in den Lumbosakralganglien oderim peripheren Gewebe latent und löst von dort Herpes genitalis aus Herpes neonatorum lokale Infektion• Haut und Schleimhäute generalisierte Infektion• innere Organe und ZNS Diagnose kultureller Virusnachweis aus dem Bläscheninhalt, PCR Übertragung HSV-1 wird durch Kontakt, seltener als Schmierinfektion übertragen HSV-2 durch Geschlechtsverkehr Therapie Aciclovir
- Varicella-Zoster-Virus (VZV) Herpesvirus Übertragung aerogen oder durch Bläscheninhalt Infektion Erstinfektion mit VZV läuft zumeist apparent unter dem Bild der Windpocken• Exanthem mit Bläschen, dann Pusteln und juckende Krusten. VZV persistiert in den Spinalganglienund nach Reaktivierung entsteht Zoster (Gürtelrose)• Neuralgie und den typischen Zostereffloreszenzen Diagnose Virusnachweis mit EM, AK-Nachweis Therapie Aciclovir, Valaciclovir, Famciclovir, Brivudin Prophylaxe Impfung
- Zytomegalievirus (CMV) enges Wirtsspektrum langsame Vermehrung unter Bildung von Riesenzellen Erstinfektion erfolgt inapparent Virus bleibt in mononukleären Zellen latent Reaktivierung kann asymptomatisch verlaufen (leichte Hepatitiden,fieberhafte Erkrankungen) 90% der Erwachsenen sind infiziert Infektiongeneralisierte Infektionen mit letalem Ausgang bei Transplantations- undAIDS-Patienten vor allem Leber und Lunge Pränatale Infektion Milder Verlauf: Wachstums-, Seh-, Hörstörungen, Paresen, geistige Retardierung Schwerer Verlauf: Ikterus, Hepatosplenomegalie, Pneumonie, Mikrozephalie, Totgeburt Perinatale Infektion Hörstörungen, Verhaltensauffälligkeiten Postnatale Infektion Lang andauerndes, geringgradiges Fieber, mononukleoseähnliche Symptomatik, Leberenzyme(Transaminasen) erhöht Komplikationen Pneumonie, Ösophagitis, Retinitis (bes. bei AIDS), Nephritis, Enzephalopathie Übertragung direkt (Speichel, Geschlechtsverkehr, Geburt), selten Schmierinfektion Diagnose serologisch, Virusnachweis mit PCR Therapie Ganciclovir, Cidofovir, Foscarnet
- Epstein-Barr-Virus (EBV) enges Wirtsspektrum langsame Vermehrung Latenz in B-Lymphozyten infizierte B-Zellen können proliferieren und immortalisieren → B-Zell-Lymphome Übertragung Aufnahme über Schleimhäute, Vermehrung in den epithelialen Zellen des Oropharynx undder Zervix. Anschließend in B-Lymphozyten und weitere Vermehrung Infektion Mononucleosis infectiosa, Pfeiffersches Drüsenfieber, „Kissing –disease“ Fieber, zervikale Lymphknotenschwellung, Tonsillitis und Pharyngitis Burkitt-Lymphom Tumore im Kiefer-, Gesichtsbereich, am Abdomen Nasopharynxkarzinom Diagnose AK-Nachweis gegen verschiedene Antigene VCA (virile Capsidantigene), erscheinen früh und persistieren lebenslang) EA (early antigen), sind nur während der aktiven Krankheit nachzuweisen) EBNA (Epstein-Barr nukleäres Antigen), treten 2-4 Wochen nach der Erkrankungauf und bleiben lebenslang erhalten
- Humanes Herpesvirus 6 (HHV-6) T-Zell-Tropismus HHV6B Übertragung Speichel Infektion Dreitagefieber“ (Exanthema subitum, Roseola infantum)• Fieber und typischem Exanthem (Kleinkinder)• Pneumonie, Enzephalitis (Knochenmarkstransplantierte) Diagnose PCR, AK-Nachweis
- Humanes Herpesvirus (HHV-7) T-Zell-Tropismus Übertragung Speichel Infektion Asymptomatisch Gelegentlich Exanthema subitum Humanes Herpesvirus 8 (HHV-8) Übertragung Speichel, Geschlechtsverkehr Cofaktor bei Induktion des Karposi-Sarkoms identifiziert. Störung der Regulation der Zytokin- und Hormonproduktion Diagnose PCR
- Hepatitis B Virus (HBV) 42 – 47 nm komplettes Virion wird auch Dane-Partikel genannt besteht aus Virusgenom, Viruskapsid und Virushülle Oberflächenantigen oder HBs-(surface)-Antigen und Vorstufen PreS1 und PreS2 inzellulärer Lipiddoppelschicht der Hülle HBc-(core)-Antigen (Kapsid) Vermehrung in Leberzellen Dane-Partikel und freies HBs-Antigen, nicht aber HBc-Antigen werden ins Blutabgegeben. HBe-Antigen, eine verkürzte Form des HBc-Antigens wird ebenfalls aus derLeberzelle ins Blut abgegeben Übertragung Blut und Blutprodukte, auch Injektionsnadeln, Geschlechtsverkehr, perinatal Infektion akute Infektionsphase mit einem ikterischen oder anikterischen Verlauf (Dauer 2-12Wochen) Leberzellschädigung nicht durch zytopathogene Wirkung des Virus, sondern durchhumorale und zelluläre Immunantwort gegen die Antigene HBs und HBc auf der Oberflächeder infizierten Hepatozyten 0,5-1% tödlich verlaufende Hepatitis 5-10% chronische Infektion → Leberzirrhose, Leberkarzinom Inkubationszeit 4-12 Wochen Diagnose Nachweis der HBV-Antigene bzw. der gegen sie gerichteten Antikörper HBc-Antikörper persistieren lebenslang Therapie IFN-α, Reverse-Transkriptasehemmer Prophylaxe Expositionsprophylaxe Untersuchung von Blut- und Blutprodukten, Einwegspritzen Dispositionsprophylaxe Impfung mit HBsAg (Totimpfstoff), Impfschema 0/1/6 Monate
- Hepatitis D Virus (HDV) kann sich deshalb nur in HBV-infizierten Menschen replizieren. Ende der 70er Jahre in HBV- infizierten Personen entdeckt (Delta-Agens) eigentlich ein unklassifiziertes RNA-Virus, Kapsid besteht aus HBs-Antigen Infektion ähnlich HBV-Infektion aber ungünstigerer klinischer Verlauf Krankheit aggressiver, schlechtere Prognose und mehr Komplikationen. Diagnose Nachweis der HDV-Antigene bzw. der gegen sie gerichteten Antikörper Prophylaxe Impfung gegen HBV
- Poliovirus (PV) gelangt in Vorderhörner des Rückenmarks Vermehrung in den motorischen Neuronen Infektion schlaffe Lähmung der Extremitäten, Meningitis, Enzephalitis Diagnose Virusnachweis aus Liquor, Stuhl oder Rachenabstrich mit PCR Prophylaxe Totimpfstoff nach Salk, inaktivierte Poliovakzine (IPV) Säuglingsalter (ab dem dritten Lebensmonat) Kombinationsimpfstoff gegen DiphtheriePertussis-Tetanus-Hämophilus influenzae -Poliomyelitis-Hepatitis B (0/2/9-12) Erwachsene (0/2/12) Lebendimpfstoff nach Sabin, orale Poliovakzine (OPV), nicht mehr in Österreich
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- Heptitis A Virus (HAV) Infektion infektiöse Hepatits gutartig und nicht chronisch• Appetitverlust, Abgeschlagenheit, Fieber, Erbrechen, Ikterus Übertragung Lebensmittel oder Wasser, Schmier- und Schmutzinfektion Diagnose AK-Nachweis, PCR Prophylaxe Impfung
- Gelbfiebervirus Vorkommen tropische Gebiete in Mittel- und Südamerika, Afrika Übertragung Moskitos Infektion Biphasisch in der ersten Phase: Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen In der zweiten Phase: Organmanifestation• Schädigung der Leber• Gerinnungsstörungen (Haut-, Organblutungen)• Schädigung der Nieren Diagnose AK-Nachweis, PCR Prophylaxe Expositionsprophylaxe Insektizide Repellentien Dispositionsprophylaxe Impfung attenuierter Lebendimpfstoff
- Dengue-Virus Vorkommen Tropen und Subtropen Übertragung Moskitos Infektion Fieber, Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen Dengue-hämorrhagisches Fieber (DHF) makulo-papulöses Exanthem, Blutungen der Haut und Schleimhäute Dengue-Schock-Syndrom (DSS) Massive Blutungen in den inneren Organen und Massenblutung ins Gehirn Symptome werden nach einer Zweitinfektion verstärkt Ausschüttung infektionsverstärkender Antikörper Diagnose AK-Nachweis Prophylaxe Expositionsprophylaxe Insektizide Repellenzien
- FSME-Virus Übertragung Zecken, Holzbock (Ixodes ricinus) Infektion in erster Phase Virämie klinisch inapparent, in 30% generalisierte Infektion (grippeähnliche Symptome) in zweiter Phase Organmanifestationen (10%) hohes Fieber, Meningitis, Meningoenzephalitis, Lähmungen Diagnose AK-Nachweis Prophylaxe Impfung, Totimpfstoff
- West Nil-Virus (WNV) Erregerreservoir Vogel Übertragung Stechmücken, Muttermilch, pränatal Infektion grippeähnliche Erscheinungen Meningitis, Meningoenzephalitis, Paresen (bei alten Patienten) Diagnose AK-Nachweis, PCR Prophylaxe Expositionsprophylaxe Insektizide, Repellenzien
- Zika-Virus Vorkommen Afrika, Südostasien, Lateinamerika Übertragung Stechmücken, pränatal Infektion Hautausschlag und Fieber („Zikafieber“) Gelenkschmerzen, Konjunktivitis seltener Muskel-, Kopfschmerzen und Erbrechen. Schwangerschaft Mikrozephalien bei Föten bzw. bei Neugeborenen Prophylaxe Expositionsprophylaxe Insektizide, Repellenzien
- Hepatitis C Virus (HCV) Übertragung Blut und Blutprodukte, selten Geschlechtsverkehr Infektion chronisch persistierende HCV-Infektion (80%) Müdigkeit, Leistungsabfall, unklare Oberbauchbeschwerden Leberzirrhose, hepatozelluläres Karzinom (15 %) Diagnose AK-Nachweis, PCR Therapie INFα und Ribavirin Sofosbuvir und Velpatasvir
- Hepatitis G Virus (HGV) Übertragung Blut und Blutprodukte, perinatal, selten Geschlechtsverkehr Infektion häufig zusammen mit HCV-Infektion nicht oder sehr selten chronisch Diagnose AK-Nachweis, PCR
- Rötelvirus (Rubellavirus) behülltes ikosaedrisches Kapsid Übertragung Tröpfcheninfektion Infektion generalisiert mit Virämie Lymphadenopathie mit Lymphknotenschwellung kleinfleckiges, makulöses Exanthem im Gesicht, an den Extremitäten und am Rücken (nach 8-14Tagen) Konnatale Röteln Erstes Trimenon: schwere Missbildungen oder Tod• Katarakt, Herzfehler, Mikroenzephalie und Spina bifida, Taubheit ab 20. Schwangerschaftswoche: Missbildungen selten• Spätfolgen: Hörschäden, psychomotorische Retardierung Postnatale Röteln Komplikationen selten• Arthralgien, Arthritis, Enzephalitis, Hörschäden, Hepatosplenomegalie Diagnose Antikörpernachweis, PCR Prophylaxe Dispositionsprophylaxe Impfung• Mumps-Masern-Röteln (MMR)
- Orthommyxoviren Influenzavirus Typ A, B und C helikale Nukleokapside umgeben von einer Lipidhülle, darauf die OberflächenproteineHämagglutinin und Neuraminidase (Influenza A und B-Viren) Hämagglutinin 16 Typen: H1-H16, Anlagerung an Rezeptoren Neuraminidase 9 Typen: N1-N9, Freisetzung der Virionen 2 Influenza A-Subtypen H1N1 und H3N2 Influenzaviren sind genetisch variabel kleine Antigenänderungen treten laufend auf → antigen drift größere Veränderungen → antigen shift Übertragung aerogen Vermehrung in den Epithelzellen des oberen und unteren Respirationstrakt zytopathogene Wirkung → Entzündungsreaktionen →bakterielle Superinfektionen mit Staphylo-, Strepto-, Pneumokokken und Hämophilus Infektion Grippe gutartiger Verlauf• Fieber, Schüttelfrost, Husten, Muskel- und Gelenksschmerzen schwerer Verlauf• Pneumonie Komplikation• Reye-Syndrom Hirn und Leberschädigung (Kinder), ausgelöst durch Acetylsalicylsäure Diagnose aus Rachenabstrich, anschließend Hämagglutinationstest, PCR Prophylaxe Impfung Totimpfstoff aus gereinigten Hämagglutinin- und Neuramidase-Molekülen derVirushülle (Spaltvakzine) Lebendimpfstoff zur intranasalen Anwendung Therapie Neuraminidasehemmer Zanamivir, Oseltamivir
- Vogelgrippe Influenza-A-Virus H5N1 Erregerreservoir wildlebende Wasservögel Infektion bei Vögeln Apathie, hohes Fieber, erschwerte Atmung mit geöffnetem Schnabel, Ödeme an Kopf,Hals, Kamm, Kehllappen, Beinen und Füßen, Blauverfärbung von Haut undSchleimhäuten, wässerig-schleimiger und grünlicher Durchfall, neurologische Störungen→ Tod Beim Menschen extrem hohes Fieber Husten, Atemnot, Halsschmerzen Durchfall Pneumonie Magen-, Darmbeschwerden Leukopenie, Anämie, Thrombozytopenie Therapie Neuraminidasehemmer
- Schweinegrippe Influenza-A-Virus H1N1 Erregerreservoir Schweine, Wasservögel Übertragung aerogen Infektion hohes Fieber (bis 42 °C) schwere Atemwegsentzündung interstitielle Pneumonie akute Bronchitis Therapie Neuraminidasehemmer Prophylaxe Impfung
- Mumpsvirus gehört zu Rubulaviren Übertragung Tröpfcheninfektion, direkter Kontakt Vermehrung in Epithelzellen der Nasen- und Rachenschleimhäute Infektion Schwellung der Ohrspeicheldrüse (Parotitis) Meningitis, Meningoenzephalitis (selten) nach der Pubertät bei Männern Orchitis → Sterilität Diagnose AK-Nachweis, PCR Prophylaxe Impfung, Mumps-Masern-Röteln
- Masernvirus gehört zu Morbilliviren Übertragung Tröpfcheninfektion, direkter Kontakt Vermehrung in Epithelzellen der Nasen- und Rachenschleimhäute Infektion Prodromalstadium Fieber, Konjunktivitis, Schnupfen ,Husten Koplikflecken auf der Wangenschleimhaut fortschreitende Entzündung des Respirationstraktes Pharyngitis ,Tracheitis, Bronchitis, selten Masernpneumonie Masernexanthem Komplikationen Masernpneumonie Otitis media Laryngitis (Krupp) Masernenzephalitis akute postinfektiöse Enzephalitis (bei Kindern), 1:2000 Akute progressive infektiöse Enzephalitis (bei immun-defizienten Personen) subakut sklerosierende Enzephalitis, 1:100000 Diagnose AK-Nachweis, PCR Prophylaxe Impfung Masern-Mumps-Röteln
- Rhabdoviren Rabiesvirus gehört zu Lyssavirus Übertragung aus Speichel von Tieren durch Biss. Wildtiere → silvastische Tollwut, Haustiere →urbane Tollwut Vermehrung an der Eintrittspforte in Muskel- und Bindegewebe , wandert denNervenfasern entlang ins ZNS, Ausbreitung in periphere Organe wie die Speicheldrüse,Kornea und die Nieren. Infektion 3 Stadien Prodromalstadium: Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Fieber, Parästhesien Exzitationsstadium• Krämpfe im Bereich von Larynx und Pharynx, Schlucken wird schmerzhaft• Hydrophobie• akustische und optische Reize können zu Krampf-, Wutanfällen, Schlagen, Schreien,Beißen führen (rasende Wut) Paralytisches Stadium• Lähmungserscheinungen und Exitus (stille Wut) Diagnose Direktnachweis in Korneazellen und Hautbiopsien post mortem nach Isolierung aus dem Gehirn Inkubationszeit einige Wochen bis zu Monaten (abhängig von Bissstelle) Prophylaxe Impfung
- Retroviren Humanes T-Zell-Leukämievirus Typ 1 (HTLV-1) Vorkommen Südjapan, Karibik, Zentralafrika Übertragung Blut , Geschlechtsverkehr, Muttermilch, intrauterin CD4-Tropismus Infektion T-Zell-Leukämie klinisch: Lähmungen der unteren Extremitäten, Harn- und Stuhlinkontinenz Diagnose PCR Humanes T-Zell-Leukämievirus Typ 2 (HTLV-2) Vorkommen Ureinwohner in Panama, wahrscheinlich apathogen Humanes Immundefizienz-Virus Typ 1 (HIV-1) Humanes Immundefizienz-Virus Typ 2 (HIV-2)
- Einteilung der HI-Viren HIV-1 3 Untergruppen (M,N,O) z.B. Gruppe M mit 9 Subtypen (A,B,C,D,F,G,H,J,K) Subtyp B (Nordamerika und Europa)• Subtyp A und D (Afrika)• Subtyp C (Afrika und Asien) HIV-2 Unterschied in der molaren Masse der Proteine und in der Anordnung derNukleotidsequenz der Gene Übertragung Blut und Blutprodukte ungeschützter Geschlechtsverkehr kontaminiertes Injektionsmaterial (z.B. Spritzen) Schwangerschaft Geburt oder beim Stillen Epidemiologie ca. 40 Mio. HIV-Infektionen oder AIDS-Kranke (davon ca. 25 Mio.in Afrika) ca. 5 Mio. Neuinfektionen pro Jahr ca. 3 Mio. Todesfälle pro Jahr Symptome und Verlauf Akute Infektion Fieber, Abgeschlagenheit, Hautausschläge, orale Ulzerationen, Gelenksschmerzen Latenzzeit Symptomlos, ev. Lymphknotenschwellungen ARC (AIDS Related Complex) Gleiche Beschwerden wie in Akutphase, jedoch nicht vorübergehend AIDS Opportunistische Infektionen mit Viren, Bakterien, Pilzen oder Parasiten Kaposi-Sarkom, maligne Lymphome, HIV-Meningoenzephalitis Diagnose Antikörpernachweis Elisa Test Western Blot Test Antigennachweis PCR Prophylaxe Safer Sex (Kondome) Einwegspritzen und –nadeln Kontrolle der Blutprodukte Therapie HAART(Highly Active Anti-Retroviral Therapie)AIDS-definierende ErkrankungenCD4-Werte zwischen 350 und 200 Zellen/µlViruslast > 50.000 HIV-RNA-Kopien/ml Wirkstoffklassen CCR5-AntagonistenMaraviroc FusionsinhibitorenEnfuvirtid Reverse Transkriptase-InhibitorenNukleosidische Reverse Transkriptase-Inhibitoren (NRTI) Zidovudin, Stavudin, DidanosinNicht Nukleosidische Reverse Transkriptase-Inhibitoren (NNRTI) Nevirapin, EfavirenzInfektiologie Integrase-Inhibitoren Raltegravir Protease-Inhibitoren Saquinavir, Neflinavir, Indinavir Nebenwirkungen der antiretroviralen Therapie Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit Gastrointestinale Beschwerden Neuropathien Laktazidose Lipodystrophie Postexpositionelle Prophylaxe(PEP) Beginninnerhalb von 1 bis 2 Stundenmöglichst binnen 36 bis 48 Stunden Dauer: 4 Wochen genaue Indikationsstellung
- Prionen (proteinöse infektiöse Partikel) Prionen bestehen aus einem einzigen Protein PrP (Prion-Protein) natürlich kommen sie an der Oberfläche von Neuronen vor Funktion ist unbekannt sehr widerstandsfähig gegen Sterilisationsverfahren Erreger von Scrapie PrPsc unterscheidet sich von normalem PrPc durch abnormeFaltung und Resistenz gegen Protease und wird im Zellinneren akkumuliert infektiöses PrPsc bewirkt Umwandlung von natürlichen PrPc in PrPsc Übertragung peroral, iatrogen Inkubationszeit lang, mehrere Jahre Erkrankungenbeim Menschen Kuru Creutzfeld Jacob Erkrankung (CJD) Gertsmann Sträussler Scheinker Erkrankung (GSS) letale familiäre Insomnie Übertragbare spongiforme Enzephalopathien (TSE) Bewegungsstörungen (Tier) fortschreitende Demenz (Mensch) Infektion beginnt Astrozyten. keine Entzündung sondern Vakuolisierung der Neuronen Neuronenverluste, amyloide Plaques Diagnose histologisch, da keine Immunantwort induziert wird