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Krankenversicherungsmanagement (Subject) / Übung 4 (Lesson)
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- Probleme auf dem Versicherungsmarkt, ausgelöst durch Informationsasymmetrien 1. Versicherter verfügt über mehr Information vor Vertragsabschluss (Adverse Selektion) 2. Versicherer verfügt über mehr Information vor Vertragsabschluss (Cream Skimming) 3. Versicherter weicht vom vorhergesehenen Verhalten nach Vertragsabschluss ab (Moral Hazard)
- Wann steigt der Anreiz zu abweichendem Verhalten Anreiz zu abweichendem Verhalten steigt mit dem Grad der Versicherungsabdeckung bezüglich Schadenseintritt, Schadenshöhe sowie der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen.
- Wie kann der Wohlfahrtsverlust bei (un)elastischer Nachfrage minimiert werden? bspw. durch prozentuale Beteiligung der Versicherten an den Ausgaben. Je höher die Selbstbeteiligung, desto elastischer die Nachfrage (Nachfragekurve kippt nach links).
- (vollkommen) elastische Nachfrage - Gleichgewichtsmenge wird konsumiert - Erhöhung des Preises -> Reduktuion der nachgefragten Menge - Keine Versicherung (Individuum muss selbst zahlen) -> Kein Moral Hazard - Vollversicherung -> Nachfrage würde unelastischer werden (Moral Hazard), Patient muss keine Kosten tragen, Versicherung zahlt ja alles - Zuzahlung -> Aus Sicht der Versicherung fallen die zu zahlenden Preise und die Menge
- (vollkommen) unelastische Nachfrage - keine Mengenreaktion auf Preisveränderung - Sättigungsmenge wird konsumiert - Zuzahlung -> der zu zahlende Preis aus Sicht der Versicherung sinkt, nicht aber die Menge (bspw. der Fall bei medizinisch unverzichtbaren Behandlungen) - unelastische Nachfrage aufgrund von Vollversicherung -> Wohlfahrtsverlust
- Formen der Selbstbeteiligung, um Moral Hazard entgegenzuwirken In erster Linie Reduzierung der Versicherungsabdeckung 1. Indemnitätsregelung 2. Leistungsausschluss 3. absolute Selbstbeteiligung 4. prozentuale Selbstbeteiligung
- Indemnitätsregelung Patient erhält pro Leistung einen fixen Betrag von der KK. -> Bsp.: Festbeträge für AM -> Steuerungswirkung (je nach Höhe der Zahlungen) -> Bspw. übernimmt KK den Preis für Generika, für Marken-AM muss der Patient die Differenz selbst tragen
- Leistungsausschluss - Patient muss für bestimmte Leistungen selbst aufkommen - Hohe Steuerungswirkung - Bsp.: nicht verschreibungspflichtige AM
- absolute Selbstbeteiligung - Patient muss alle Leistungen bis zu einer gewissen Grenze selbst tragen (bspw. 500€) - Keine Steuerungswirkung oberhalb dieser Grenze
- prozentuale Selbstbeteiligung - Patient trägt stets einen prozentualen Anteil der Kosten - Problem bei sehr teuren Leistungen, da Belastung sehr hoch werden kann - hohe Steuerungswirkung
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- Nachteil Selbstbeteiligung Einführung könnte dazu führen, dass die effektive Versorgung reduziert wird, da teilweise gewünschte Gesundheitsleistungen nicht in Anspruch genommen werden.
- Faire Prämie berechnen 1. Preis berechnen -> angegebener Preis +(1-Selbstbeteiligung) 2. Faire Prämie berechnen -> Eintrittswahrscheinlichkeit * Preis * Menge (falls Selbstbeteiligung, dann die Menge bei SB) !!! alle Krankheiten in die Berechnung der fairen Prämie einfließen lassen !!!
- Zahlungsbereitschaft der Versicherten berechnen Zahlungsbereitschaft = Faire Prämie * Risikoprämie - (Eintrittwahrscheinlichkeit*Wohlfahrtsverlust bei Selbstbeteiligung)