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Krankenversicherungsmanagement (Subject) / Neue Versorgungsformen II (Lesson)

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  • Kategorisierung neuer Versorgungsformen - Zielgruppe - populationsbezogen (in einer Region beheimatete Versicherte, Kategorisierung nach Regionen, d.h. es werden Verträge mit dortigen Leistungserbringern geschlossen, um eine populationsbez., integrierte Versorgungsform zu etablieren. Die Leistungserbringung erfolgt durch regionale Leistungserbringer, nach regionalen Kriterien) - indikationsbezogen (Kategorisierung der Versicherten nach Krankheiten und Beschwerden, entsprechend verschiedene Programme werden angeboten)
  • Kategorisierung neuer Versorgungsformen - Netzwerkdichte - "close-knit-network" (hohe Netzwerkdichte) -> Managementgesellschaft (Hausärzte, Fachärzte, Krankenhäuser, Apotheken, Pharmaunt. sind alle miteinander verbunden) - "lose-knit-network" (niedrige Netzwerkdichte) -> lose Management Verbindungen (Management der Apotheke, des Hausarztes und des Facharztes sind miteinander verbunden)
  • Kategorisierung neuer Versorgungsformen - Integrationsausrichtung (Arten) 1. Horizontale Integration 2. Vertikale Integration 3. Integrierte Vollversorgung
  • Kategorisierung neuer Versorgungsformen - Integrationsausrichtung - Horizontale Integration - zielt auf eine fachübergreifende Zusammenarbeit ab -> Vorteil:  Marktpreis je Leistung kann abgebildet werden -> Nachteil: Zerstückelter Versorgungsprozess, kein zentrales Steuerungsorgan zur Optimierung des Behandlungsprozesses -> schwächere Form der Integration, häufig Netzwerkbildung zwischen Akteuren eines Sektors (bspw. mehrerer Krankenhäuser) -> Netzwerkpartner können Netzwerkressourcen mobilisieren, über die sie nicht einzeln verfügen würden (Kostensenkung durch gestiegene Verhandlungsmacht, gemeinsame Angebote und Erweiterung des Leistungsspektrums)
  • Kategorisierung neuer Versorgungsformen . Integrationsausrichtung - Vertikale Integration - sektorübergreifende Leistungserbringung (bspw. Koop. zw. Hausarzt und Facharzt im KH) - Netzwerkbildung zwischen Akteuren verschiedener Sektoren  - Netzwerkpartner können Netzwerkressourcen mobilisieren, über die sie nicht einzeln verfügen würden (gemeinsame Angebote und Erweiterung des Leistungsspektrums über die Sektorgrenzen hinweg)
  • Kategorisierung neuer Versorgungsformen - Integrationsausrichtung - Integrierte Vollversorgung - quasi horizontale und vertikale Integration kombiniert - Netzwerkpartner werden als Teil eines Konzerns strategisch geführt - Vorteil: zentrale und generelle Steuerung möglich - Nachteil: Interner Markt muss gebildet werden, Preise können vom Marktpreis erheblich abweichen -> vollständig integriertes Netzwerk kann alle Leistungen aus einer Hand anbieten (umfasst oft auch Versicherungsleistungen)
  • Inwiefern werden die verschiedenen Integrationsdimensionen zusammengeführt? 3D-Betrachtung (Breite: Netzwerkdichte, Tiefe: Indiaktionsbreite, Höhe: Integrationstiefe/Ausrichtung) 1. Netzwerkdichte -> niedrig oder hoch 2. Indiaktionsbreite: -> indiaktionsspezifisch (bspw. Schlaganfall) = niedrig -> fachspezifisch (bspw. Psychatrie) -> prozessspezifisch (bspw. ambulantes Operieren)  -> Gesamte Versorgung = hoch 3. Integrationstiefe bzw Ausrichtung -> ambulante Versorgung (niedrig) -> zusätzlich zur ambulanten Versorgung können diverse weitere Möglichkeiten angeboten werden (stationäre Versorgung, Arzneitmittel, häusliche Krankenpflege etc) (sorgt mit jedem Angebot für eine höhere Integrationstiefe)
  • Budgetierung bei der Umsetzung neuer Versorgungsformen in Deutschland Ursprünglich: sektorbezogene Budgetierung -> Qualitäts- und Kostenoptimierung innerhalb der Bereiche -> keine ganzheitliche Betrachtung möglich Neue Versorgungsformen: populations- und indiaktionsbezogen -> Qualitäts- und Kostenoptimierung über Bereiche hinweg -> Ganzheitliche Betrachtung möglich -> Kosteneinsparungen kompensieren zusätzlichen Verwaltungsaufwand
  • Welche Verträge sind für die sektorübergreifende Finanzierung von besonderer Bedeutung? Selektivverträge. Dies sind Vergütungsverträge zwischen Leistungserbringern und KK. Der Unterschied zu den Kollektivverträgen ist, dass hierbei auch sektorübergreifende Verträge möglich sind, was wiederum vernetzte Strukturen stärkt. Selektivverträge sind durch differenzierte Vergütungsformen geprägt.  Sie lösen einen gewünschten Qualitäts und Preiswettbewerb aus
  • Neue Versorgungsformen - Sektorbezogen/Sektorübergreifend Sektorbezogen: - MVZ - Modellvorhaben - Hausarztzentrierte Versorgung - Ambulantes Operieren im KH Sektorübergreifend: - Besondere Versorgung - Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung => Alle Versorgungsformen haben das Ziel, Sektorgrenzen aufzulösen => Auch Kombinationen der Versorgungsformen sind möglich
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