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Umweltökonomie (Subject) / Umwelt (Lesson)

Umwelt

This lesson was created by ijohn1991.

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  • Was sind die Grundsätze des ökonomischen Prinzips? - Maximumprinzip: Setze gegebene Ressourcen für den maximalen Erfolg - Minimumprinzip: Erreiche ein Ziel mit dem minimalen Einsatz an Ressourcen
  • Konsumenten- bzw. Produzentenrente - Kr: Zahlungsbereitschaft der Konsumenten; Subjektiver Nutzen - Pr: Verkaufspreis, Gewinn des Produzenten
  • 1. Satz der Wohlfahrtsökonomie Marktgleichgewichte auf perfekten Wettbewerbsmärkten maximieren stets die soziale Wohlfahrt
  • Wann kann ein Markt kein Maximum sozialer Wohlfahrt erzeugen? Welche Gründe gibt es dafür? - Wenn es zu Marktversagen kommt - Marktmacht - Externalitäten - Öffentliche Güter - Informationsasymmetrien - Meritorische Güter und begrenzte Rationalitäten
  • Wie wirkt sich der freie Markt auf die Produktion der Gütermenge? (VL1: 19) - Es kommt zur Produktion von jener Menge, die dem Maximum der Gesamtrenten von Produzenten und Konsumenten verbunden ist
  • Bis zu welchem Punkt ist die Produktion eines Gutes gesellschaftlich erwünscht? (VL1: 20) - Solange der Nutzen größer ist, als die Kosten der Bereitstellung
  • Wann liegt ein externer Effekt vor? Zwei Beispiele: positiv und negativ Wenn der Nutzen eines WS durch den Konsum oder die Produktion eines anderen WS beeinflusst wird, ohne dass der Einfluss durch den Markt abgewickelt wird; über den Marktpreis erfasst wird - Positives Beispiel: Impfung - Negatives Beispiel: Industrielles Abwasser
  • - Warum verhindern externe Effekte das gesellschaftlich optimale Marktgleichgewicht? (VL2: 10) - Was ist die gesamte Grenzkostenrechnung? (GKsoz) - Was ist die optimale Output Menge bei neg. externen Kosten? - Diese stellen zusätzliche Kosten der Produktion dar, die nicht durch die Outputentscheidung Qpriv (zum Marktpreis Ppriv) eines Unternehmens berücksichtigt wurden. Bsp.: (bewasser von Stahlunternehmen, das nicht dafür zahlt) - GKsoz= GKpriv+GKext - Qopt < Qpriv
  • Zeichne die mikroökonomische Darstellung externen Kosten auf (VL2: 11) - Wo ist das volkswirtschaftlich effizientes Gleichgewicht? - das tatsächliche Gleichgewicht (nur private Kosten) - jo
  • Ist die angebotene Gütermenge bei positiven externen Effekten auf einem nicht regulierten Markt höher oder niedriger als im gesellschaftlichen Optimum? (VL 2) - Positive externen Kosten - höherer Preis als im Optimum |= niedrigere Menge
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  • - Warum ist es in der Praxis schwer, externe Effekte optimal zu internalisieren? - Welche konkreten Probleme gibt es? - Externe Kosten lassen sich schwer genau identifizieren. - Risk-Value: Wert eines Lebens       - Humankapitalmethode       - WTP Willingness to Pay - Messung der Umweltschäden       - Schätzung von physikalischen und monetären Schäden unterliegt unterschiedlichen                      Unsicherheiten       - Technologisch determiniert; hängt von geographisch- und sektorspezifische        Determinanten ab - Berechnung Immission:       - Dosis-Wirkung-Funktion; Unsicherheit
  • Externe Effekte durch die Erstellung der Verkehrswege (VL2: 14) - Umweltschäden: Bodenversieglung; Trennung Kulturflächen und Siedlungen (bsp. Wildkatze)
  • Externe Effekte durch die Nutzung der Verkehrswege (VL2: 14) - Verkehrsunfälle   - Humankapitalverlust; Behandlungskosten; Verwaltungskosten - Schadstoffemission   - Beitrag zum Klimawandel durch Verbrenner - Gesundheitskosten   - Stickoxid; Schwefeloxid; Feinstaubpartikel; Ozon     - räumliche Ausbreitung     - LYL (Life Years Lost)   - Lärmemission     - Primärreaktion: Störung Kommunkation und Schlaf     - Sekondärreaktion: Subjektives Gefühl Lärmbelästigung und Schlafstörung;     - Tertiärreaktion: klinische Gesundheitsschäden     Ermittlung: Befragung oder hedonische Preise (Whg. Miete)
  • Externe Kosten durch Staus (VL2: 32) - Für alle die sich im Stau befinden: keine externe Kosten- Akteur berücksichtigt nur private Kosten; Übernutzung der gegebenen Infrastruktur- Staus als Form der Internalisierung ist keine effiziente Lösung- Maut als Internalisierungslösung
  • Wie lassen sich Externalitäten laut Coase optimal internalisieren? - Durch Verhandlungen    - Sind unabhängig von Zuteilung der Eigentumsrechte   - Anreiz zur Internalisierung für die Beteiligten
  • Was ist Grenzschaden (GS): VL3: 8 Schaden durch die Emission einer zusätzlichen Schadstoffeinheit
  • Was ist Grenzvermeidungskosten (GVK): VL3: 8 Kosten zur Vermeidung einer weiteren Einheit Schadstoff
  • Zeichne das GS/GVK Diagramm VL3: 10 - Wann und wie können sich beide Seiten laut Coase verbessern? (Bei der Laisser-Fair-Regel) - Und bei der Haftungsregel?
  • Welche Annahmen werden bzgl. des Verlaufs des Kosten- bzw. Schadenskurven bei Coase getroffen? GVK: - In der Vermeidungsmenge zunehmend - Mit den Emissionen fallend GS: - Mit der Emissionsmenge zunehmend
  • Was sind die drei Probleme bei der Anwendung des Coase-Theorems? - Problem 1: Transaktionskosten   - bei vielen Verursachern sind die Verhandlungen teuer - Problem 2: Vollständige Informationen über Kosten und Nutzen der Schadenvermeidung ist erforderlich   - Bekanntes Problem der Informationsasymmetrie; Bsp. GS muss bekannt sein; Sonst gibt es Anreiz für die Seite der Profiteure GS höher anzugeben - Problem 3: Verteilung der Eigentumsrechte   - Eigentumsverhältnisse vor der Verhandlung müssen geklärt sein.
  • Nennen und beschreiben Sie eine erfolgreiche Anwendung des Coase-Theorems und benennen dabei die Erfolgsbedingungen - “Bees” (Meade & Cheung): Bestäubung durch Bienen wird als Service verkauft. Und somit internalisiert. - Transaktionskosten sind niedrig: Bienen können nicht weit fliegen. Es gibt einen Vertrag zw. einem Imker und einen Bauer. - Besitzverhältnisse sind geklärt: Imker hat die Bienen, Bauer die Bäume
  • Nennen und beschreiben eine gescheiterte Anwendung des Coase-Theorems und benennen Sie die Gründe für das Scheitern - Zwischen Verursachern der Umweltschäden (Industrie) und den Geschädigten (Alle?) - Besitzverhältnisse über Luft unklar; Zu viele Verursacher und Geschädigten, die zudem nicht klar zu benennen sind. Sollen die Verursacher oder die Geschädigten zahlen?
  • Was ist das Ausschlusskriterium? (VL4) - Konsumenten können von der Nutzung ausgeschlossen werden- Kriterium erfüllt, wenn Ausschluss möglich (technologisch) und effizient (Kosten des        Ausschlusses < Nutzen)- Ausschluss durch Preis und Markt- Bsp.: Schulunterricht
  • Was ist das Rivalitätskriterium? (VL4) - Beim Konsum werden die verfügbaren Konsummöglichkeiten für weiteren Personen reduziert- Perfekte Rivalität: Gut kann nur durch einen einzigen Konsumenten genutzt werden- Effizienz: für die Bereitstellung eines weiteren nicht-rivalen Gutes ist=0; Es lohnt sich nicht, ein nicht-rivales Gut bereitzustellen
  • Welche vier Güter-Klassifizierungen gibt es? (VL4) a). Private Güter - Rivalität und Auschließbarkeit- Ausschluss durch den Preismechanismus- Bsp. Hamburger b). Club Güter - Nicht-Rivalität aber Ausschließbarkeit- Ausschluss durch den Preismechanismus- Bsp. Internet; Schule c). Öffentliche Güter - Nicht-Rivalität, keine Knappheit- Risiko für Trittbrettfahren- Ausschluss nicht effizient; zudem rechtlich nicht möglich; kein Preis- Deshalb durch Staat finanziert; durch Zwangsfinanzierung- Bsp.: Landesverteidigung, Klimaschutz d). Allmende-Güter - Rivalität und Knappheit durch Konsum- Nutzung hat externen Effekte auf alle anderen- Keine Verfügungsrechte bzw. Aufteilung auf viele: Gefahr der Übernutzung
  • Welche Lösungen gibt es für die Allmenden-Güter? 1. Begrenzung der Nutzung durch bspw. Gebühren2. Einführung von Eigentumsrechte: Umwandlung in private Güter3. Common Pool Resources: Vergemeinschaftung von Eigentumsrechten, von einem Fischteich durch viele Fischer; Selbstverwaltung und eigene Sanktionsmechanismen; Lokal-kooperative Lösungen
  • Wie unterscheidet sich ein öffentliches Gut von einem Allmende-Gut? - Öffentliche Güter sind nicht rival. Können also von allen in gleicher Maße genutzt werden bzw. Die Nutzung hat keine Auswirkung auf andere- Allmende-Güter sind Rival und knapp
  • Welches soziales Dilemma gibt es bei der Bereitstellung öffentlicher Güter? Es besteht die Gefahr des Trittbrettfahrens. D.h. Menschen zahlen nicht für die Güter, die sie konsumieren. Da es keine, oder nur ineffiziente Ausschlussmöglichkeiten gibt.
  • Welche Mechanismen erhöhen die freiwillige Bereitstellung öffentlicher Güter? - Subventionierung des öffentlichen Gutes- Errichtung von Ausschlussmechanismen- bsp.: Urheberrecht fürs geistige Eigentum- Altruistische Lösung; Sanktion durch Mitbürger
  • Über welche beiden Faktoren versuchen umweltpolitische Instrumente üblicherweise zu steuern? (VL5) a). Beeinflussung der Menge: - Verbote, Gebote- Regulierung der Technologie b). Beeinflussung des Preises: - Bsp.: Verhandlung -> Coase; Pigou Steuer
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  • Nennen Sie drei umweltökonomische Instrumente. - Ordnungsrechtliche Instrumente: Verbote, Gebote, Auflagen- Pigou-Steuer- Zertifikathandel- Freiwillige Selbstverpflichtung
  • - Über welchen Mechanismus wirkt eine Pigou-Steuer? (VL 5) - Was passiert bei hoher Emission? - Was bei niedriger E? Die Preise der Umwelt wird durch die Pigou-Steuer simuliert. Die Pigou-Steuer schafft finanzielle Anreize für Unternehmen, die Emissionen, bzw. Deren Vermeidung so zu gestalten, sodass diese bei gesamtgesellschaftlichem Optimum ist. - Die Preise der Umwelt wird durch die Pigou-Steuer simuliert. - Die Pigou-Steuer schafft finanzielle Anreize für Unternehmen, die Emissionen, bzw. Deren Vermeidung so zu gestalten, sodass diese bei gesamtgesellschaftlichem Optimum ist.
  • Welche Rolle spielen die privaten und die sozialen Grenzkosten bei der Kalkulation eines optimalen Steuersatzes? Wie sieht das Diagramm aus? Private Grenzkosten sind nicht effizient. Der optimale Steuersatz muss die Output-Menge der sozialen Grenzkosten simulieren.
  • Warum findet sich das gesamtgesellschaftliche Marktoptimum da, wo GVK=GS gilt? Da alle externen Effekte einberechnet wurden. Bei GVK<GS entsteht Wohlfahrtsverlust durch externen Effekten von Umweltschäden. Bei GVK>GS entsteht Wohlfahrtsverlust durch die Kosten der Vermeidung, die nicht wirtschaftlich effizient sind.
  • Was unterscheidet einen Emissionshandel von einer Pigou-Steuer? (VL 6) Wie funktioniert der Emissionshandel? Bei Emissionshandel werden Rechte zur Emission gehandelt. Man hat hier die Möglichkeit, eine Obergrenze an Emission einzuführen. Pigou-Steuer hat keinen direkten Einfluss auf die gesamte Menge der Emission. Es wird einen Markt für Umweltgüter geschaffen.  - Cap-Trade  - Festlegung des Schädigungsumfangs  - Ausgaben von handelbaren Emissionsrechten
  • Welchen Vorteil hat ein Emissionshandelssystem gegenüber der Pigou-Steuer in ihrer Umsetzbarkeit? Die Umweltschäden durch Emission lassen sich eher durch den Emissionshandel kontrollieren. Da es eine Obergrenze gibt. Die Informationen über die GVK einzelner Unternehmen müssen nicht bekannt sein.
  • Was sind die Bestandteile eines Emissionshandelssystems? (VL6) Abgrenzung des Systems hinsichtlich der Akteure und Schadstoffe - Welche Wirtschaftseinheiten?  - CO2 statt Kraftstoff- Räumliche Grenzen des Marktes  - Nationaler oder Supranationaler Markt? Bestimmung der aggregierten Emissionen und Anfangsallokationen - ökologisches Ziel: Festlegung des Ausstoßes- Zuteilung der Zertifikate: kostenlos oder Versteigerung Sicherung des effizienten Marktes - Verpflichtung von hinreichend hoher Anzahl an Unternehmen -> kompetitiver Zertifikatsmarkt Durchsetzung von Regeln und Festsetzung von Strafen - Festlegung von Kontrollen- Strafen > Zertifikatpreis
  • Wann bietet ein Unternehmen Zertifikate an, wann fragt es Zertifikate nach? (VL6) - Unternehmen j bietet Zertifikate an, wenn:   - p > GVKj - Unternehmen i fragt Zertifikate nach, wenn:   - p < GVKi
  • Was sind zwei Argumente gegen eine kostenlose Zuteilung von Emissionszertifikaten? (VL6) - Fehlende Anreize für Investitionen; bsp. Schmutzige Technologien kriegen mehr Zertifikate- Es werden Werte für Unternehmen aus dem nichts erschaffen
  • Wie lautet der Mechanismus für Auflagen? (VL7) - Festlegung der Höchstmenge an Emissionen, einheitlich für alle Unternehmen in einer Branche
  • Was sind die Nachteile von Auflagen (VL7) - Keine Kosteneffizienz, da auch Unternehmen mit höheren GVK Vermeidung betreiben müssen => teurer als Steuer oder Emissionshandel - Informationen über die GVK der Unternehmen - Eine Angleichung der GVK wird verhindert