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Informations- und Wissensmanagment (Subject) / Krankenhausinformationssysteme (Lesson)

Definition, Vergleich KIS, Bausteine KIS, Personengruppen, Interesse

This lesson was created by Serkan1996.

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  • Definiton KIS Teilsystem eines Krankenhauses - erfasst alle informationsverarbeitende und -speichernde Prozesse und - beteiligten menschlichen und maschinellen Handlungsträger umfassen informationsverarbeitender Rolle Ist aufgegliedert in  - Rechnerunterstützten Teil  - nicht rechnerunterstützten Teil des Krankenhauses. Aufgaben eines KIS: ·                     Alle Bereiche des Krankenhauses zu integrieren ·                     Integration abteilungsübergreifender Arbeitsabläufe ·                     Alle Personengruppen unterstützen ·                     Bereitstellung von globalen Daten
  • Können Menschen Teil des KIS sein? Ja, können sie. Allerdings können hier Probleme entstehen: - Person als Anwender des KIS: Benötigt Zugriff auf Informationen (weiß nicht, wen sie fragen soll, Person ist abwesend, versteht Antworten nicht, kann die Informationen nicht kombinieren) - Person als Teil des KIS: speichert wichtige Informationen im Kopf (kann nicht suchen, kein Back-up, Wissensrepräsentation, keiner kann alles wissen – Wissen ist verteilt)
  • Vergleichen Sie KIS und Anwendungssysteme. Welche sind die jeweiligen Hauptmerkmale? - Schwerpunkt KIS: Integration (z.B. Patientenaufnahme, Patientenidentifikation, medizinische Basisinformationen, Kommunikation zwischen den Abteilungen, Leistungsanforderungen, Ergebnisübermittlung, Abrechnungsdaten, Oft Nähe zur Verwaltung) - Schwerpunkt Abteilungssysteme: Individualität (z.B. sehr Medizin-nah, abteilungsspezifische Bedürfnisse z.B. Radiologie, Intensiv, etc. à Kommunikation mit anderen Abteilungen komplex, problematisch oder sogar unmöglich (durch eigene Schlüsselungen)
  • Typische Bausteine eines KIS? Nenne mindestens drei - Zentrale Datenbank - Rollenbasierte Arbeitsplätze - Auswertungsalgorithmen - Daten in maschinenlesbarer Form - Medizinische Berichte in maschinenlesbarer Form - Kommunikationsnetzwerk
  • - Welche Personengruppen müssen durch KIS unterstützt werden? Mindestens drei nennen - Haben diese Gruppen immer gleiches Interesse? - Könnte das zu Schwierigkeiten im Kontext des Wm führe? - Zu welchen? - Patienten - Ärzte - Pflegekräfte - Medizintechnisches Personal - Verwaltungspersonal - Besucher  Jede Gruppe hat andere Anforderung an KIS - Nein haben Sie nicht. Besucher hat bspw. andere Erwartung als Ärzte. Besucher möchte nur wissen, wo Bekannter liegt und Arzt muss Einsicht auf alle relevanten Patiendaten haben.  - Schwierigkeiten: Personengruppen dürfen nur Daten zur Verfügung gestellet werden, die sie auch tatsächlich brauchen. Nicht mehr und nicht weniger.  - Problem: Hauptsächlich in Darstellung und Aufbbereitung der Daten
  • Typische datenverarbeitende Aufgaben im Krankenhaus (diese werden von der IT unterstützt)? Nennen Sie mindestens 3 davon. 1. Patientenaufnahme: Aufzeichnen und verfügbar machen zentraler behandlungs- und verwaltungsrelevanter Daten eines Patienten; eindeutige Identifikation des Patienten o   Patientenaufnahme – Allgemein: Identifikation und Prüfung auf Wiederkehrer (Voraussetzung für patientenorientierte Zusammenführung aller Infos, Zuordnung zu eindeutiger ID, je Fall eine eindeutige Fall-ID) o   Patientenaufnahme – Administrativ: Administrative Aufnahme (Küstenübernehmer, Aufnahmeart, Wahl- und Regelleistungen…); Datenverfügbarkeit (Alle erhobenen Daten für weitere Aufgaben zur Verfügung stellen, Weiterleitung der vom Einweiser übermittelten Infos, Aufnahme erfolgt bei Notfällen auch direkt auf Station) o   Patientenaufnahme – Medizinisch: Ärztliche und pflegerische Aufnahme (ärztliche bzw. pflegerische Anamnese); Datenverfügbarkeit (Alle Daten werden für weitere Aufgaben zur Verfügung gestellt)   2. Planung der Behandlung: Entscheidung über die durchzuführenden ärztlichen und pflegerischen Maßnahmen; Sinnvolle und effiziente Planung der Maßnahmen o   Präsentation von Informationen und Wissen: relevante patientenbezogene Informationen, Unterstützendes ärztliches und pflegerisches Wissen (z.B. Leitlinien, Standards) o   Entscheidungsfindung und Aufklärung: Entscheidung über das weitere Vorgehen, Ggf. Konsultation (externer) Experten zum Einholen einer Zweitmeinung, ggf. (Telefon-)Konferenzen zwischen Experten à Alle Entscheidungen müssen festgehalten werden, Patient muss umfassend aufgeklärt werden à Einwilligung muss festgehalten werden. o   Erstellung des Behandlungsplanes: Konkrete Planung des weiteren Vorgehens; Art, Umfang, Dauer, Verantwortlichkeiten festlegen; Anordnungen an eine andere Berufsgruppe bsp. Arzt gibt Pflegern Anweisungen, Pflegerische Behandlungspläne 3. Leistungsanforderung und Befundrückmeldung: Diagnostische und therapeutische Maßnahmen müssen oft bei spezialisierten Leistungsstellen angefordert werden, diese melden den Befund an den Anforderer weiter o   Vorbereitung der Anforderung: Autorisierter Anforderer sucht passende Leistung aus Leistungskatalog; Patienten- und Falldaten sowie Diagnosen etc. werden ergänzt o   Entnahme von Proben: Blutproben etc. müssen dem Patienten zugeordnet werden o   Terminvereinbarung für die Leistungserbringung: Terminvereinbarung mit der Leistungsstelle, Wünsche der Beteiligten abgleichen o   Übermittlung der Anforderung: vollständig und rasch an die Leistungsstelle, Sicherstellung, dass Anforderungen und Proben beim Leistungserbringer korrekt zugeordnet werden können, Sicherstellung, dass Anforderungen richtig interpretiert werden können o   Befundrückmeldung: Befunde nach Erbringung der Leistung zeitnah an den Auftraggeber übermitteln, dem korrekten Patienten zuordnen, verantwortlichen Arzt über Befunde informieren
  • Besteht KIS aus einem einzigen System, das alle Funktionen bereitstellt? Skizzieren Sie die typische Architektur eines KIS. Ein Kommunikationsserver in Mitte außenrum: - Fachabteilungssystem = chirurgie, innere Medizin, Gynäkolie, HNO - Ambulante Informationssysteme - Leistungsstelleninformationssysteme = Labore, Radiologie, Pathologie, EKG - Zentraldatenbestand - Logistiksysteme = Materalwirtschaft, Technik, Apotheke, Küche - Verwaltungssysteme = Buchhaltung, Kostenrechnung, Controlling, Personalwesen - Patientendatenverwaltungssysteme - Pflegeinformationssysteme
  • Was verstehen wir unter Integration? - Integration: Einbeziehung, Eingliederung in ein größeres Ganzes - Datenintegration: Integration von Daten mehrerer betrieblicher Funktionsbereiche mit dem Ziel, dieselben Daten unmittelbar für verschiedene Aufgaben nutzbar zu machen.
  • Ausprägungen der Integration - Datenintegration: Ein Datum, dass im KIS einmal erfasst wurde, muss nicht erneut erfasst werden, auch wenn es im Rahmen dieser oder einer anderen Aufgabe benötigt wird. - Zugangsintegration: ist gewährleistet, wenn Funktionen, die von einem Anwendungsbaustein geboten werden überall dort genutzt werden können, wo sie benötigt werden (z.B. Wörterbuch, das von allen Programmen genutzt werden kann) - Präsentationsintegration: unterschiedliche Anwendungsbereiche präsentieren ihre Daten in einer einheitlichen Weise (vereinfacht die Einarbeitung der MA extrem) - Kontextintegration: Eine Teilaufgabe, die im Rahmen einer Aufgabe einmal für einen bestimmten Zweck durchgeführt werden muss, soll innerhalb des KIS in einer anderen oder der Selben Aufgabe nicht nochmal durchgeführt werden müssen, wenn genau der Selbe Zweck erreicht werden soll. - Semantische Integration: mögliche Unterschiede in der Bedeutung der verwendeten Begriffe wurden eindeutig geklärt (z.B.  durch die Verwendung von standardisierten Vokabularen)
  • Herausforderungen für den Einsatz von KIS - Anwenderakzeptanz: Anwender benötigen für ihre Arbeit unterschiedliche Informationen, diese sind durch unterschiedliche Komponenten des KIS verfügbar (User interface, Features, Log-in, Zeitintensiv, eventuell Gefährlich (man macht sich zu arg abhängig von der Technik) - Datenredundanz: Unterschiedliche Akteure benötigen oft gleiche Informationen, Verteiltes/Heterogenes Informationssystem führt zu Datendoppelungen (Daten werden oft mehrmals separat dokumentiert, zeitintensiv/fehleranfällig, Dateninkonsistenz bzw. unvollständige Daten, Zusatzkosten durch mehrmalige Datensicherung (was ist aktuell, was nicht, wer benötigt diese Daten, welche „Kopie“ ist die relevante) - Medienbrüche: viele Datenübertragungsvorgänge (zwischen Komponenten des Systems, Unterschiedliche Speichermedien, unterschiedliche Speicherorte, Medienbrüche (MassenspeicheràPapierformàeinscannenàMassenspeicher), Fehleranfällig, Datendoppelung, Kosten) - Richtigkeit der Referenzen: Verteilte Systeme mit Redundanten Daten (Kopien, Referenzen zu anderen Daten schwer zu verwalten) - Datenschutz: Patientenbezogene Daten müssen verfügbar sein (alle behandelnden Ärzte müssen Zugriff haben, Patientendaten müssen sicher archiviert werden, sollten der Forschung anonym zur Verfügung stehen), Erhebung von personenbezogenen Daten in der Patientenakte, Konflikt Datenverfügbarkeit / Datenschutz, Personenbezogene Datei-Patientenakte (Grund für Speicherung, Einwilligung muss vorliegen, Betroffene haben Einsichtsrecht, Auswertung nur zu konkretem Ziel, Meldepflichtig, Datenschutzbeauftragter muss gegeben sein), Aufnahmevertrag ins KH regelt Bedingungen der Datenspeicherung - Verteiltes System über mehreren Einrichtungen: Terminologie, Stabilität, Informationsmanagement à Herausforderungen steigen, da möglicherweise mehrere verschiedene Stände des KIS
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  • Meinung: Welche Vor- und Nachteile hat eine zentralisierte Haltung von Patientendaten? Vorteile: - Die Daten sind stets aktuell und für jeden zugänglich. - Die Daten sind größtenteils standardisiert, d.h. dass jede Abteilung durch ihr eigenes System darauf zugreifen kann und die Daten auch lesen kann. - MA tun sich leichter sich einzuarbeiten, wenn sie vorher mit einem anderen Programm gearbeitet haben. Nachteile:- Es könnten womöglich auch Abteilungen/Personen darauf zugreifen, die diese Daten nicht benötigen. - Bei Serverproblemen kann das komplette Krankenhaus nicht auf die Daten zugreifen