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Daten- & Informationsintegration (Subject) / K1 - 2. Einordnung (Lesson)

Grundlegende Integrationsszenarien

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  • Integrationsszenario 1: Nenne und erkläre "Klassische" Anwendungs-/Systemintegration. Fokus aus Sicht von DI: Datenaustausch
  • Integrationsszenario 2: Nenne und erkläre Aufbau eines integrierten Anwenungs- & Informationssystems Fokus aus Sicht von DI: Datenzusammenführung Anfrage -> Integriertes AS -> AS1, AS2, ... Beide Szenarien stehen in inhaltlichem Zusammenhang
  • Integrationsszenario 1 - Ziel & Realisierung Ziel: Austausch von Daten und Inhalten zw. Zwei Anwendungssystemen, typischerweise zur Durch- bzw. Fortführung eines systemübergreifendes Geschäftsprozesses. Übliche Realisierung in der Praxis:- Synchroner Aufruf: Aufruf von Funktionen mit direkter Übergabe von Daten- Asynchroner Aufruf: Aufruf von Funktionen mit explizitem Datenaustauschformat- Datenaustausch über gemeinsam genutztes Verzeichnis Beispiel: Auftragseingang in CRM-System, Weiterleitung an ERP-System für Abwicklung logistischer Prozessschritte
  • Integrationsszenario 2 - Ziel Ziel: Logische oder physische Zusammenführung von Daten und Inhalten versch. Quellen zu einem vereinheitlichtem Daten- und Informationsbestand
  • Integrationsszenarien: Gemeinsame Aufgabenstellung der beiden Integrationsszenarien Transformation von Daten, die gemäß einer Quellenstruktur strukturiert sind, in Daten, die gemäß einer Zielstruktur strukturiert sind. Strukturbeschreibung (Schema): Strukturzuordnung ("Schema Mapping") Zu Struktur gehöriger Datenbestand: Daten(werte)zuordnung ("Werte-Mapping", Werteüberführung/-transformation)
  • Datenintegration Ist die logische oder physische Zusammenführung von Daten aus verschiedenen, i.d.R. heterogenen Datenquellen zu einem strukturell und auf (Daten- ) Werteebene vereinheitlichten Datenbestand.
  • Datenintegration: Ziele Schaffung eines aus der Zusammenführung resultierenden Mehrwerts wie die Ermöglichung von Anfragen- durch die Einbeziehung von mehreren Quellen → umfassendere Ergebnisse- durch die Nutzung von mehreren Quellen → ermöglicht überhaupt erst eine Antwort
  • Datenintegration: Anwendungsgebiete Fachliche Gebiete: UnternehmensfusionenFach „neutrale“ Gebiete / systemnahe Gebiete: Stammdaten Management
  • Datenintegration: im weiteren Sinne Im Zusammenhang mit Datenaustausch bedeutet Datenintegration, dass die am Austausch beteiligten ASe ein zwischen den Systemen abgestimmtes, gemeinsames Verständnis der ausgetauschten Datenwerte und der zum Austausch verwendeten Datenstrukturen besitzt. Die externe Repräsentation der Daten (= ausgetauschte Datenwerte und zum Datenaustauscheingesetzte Datenstrukturen) und die interne Repräsentation der Daten (z.B. interne Ablage der Daten innerhalb eines am Datenaustausch beteiligten AS) sind voneinander zu unterscheiden. Das obige Begriffsverständnis bezieht sich allein auf die externe Repräsentation!
  • Integration: Warum erlauben Unternehmen den Einsatz einer Vielzahl heterogener ASe und nehmen Integrationsaufwand in Kauf? - Realisierung von UN-Anwendungen ist nicht trivial - Abwägung zw. spezialisierten AS und "generischem" AS - Flexibiltät (Verteilung fachlicher Funktionalität erlaubt Nutzung "bester" Anwendung; fachliche und technische Autonomie) - (Historisch) gewachsene Systemlandschaft (aufgrund UN-Historie, -struktur, -politik, Budget)
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  • Systemintegration: Ansätze - Dateiaustausch (Austausch durch lesen/schreiben in Verzeichnis eines Dateisystems) - Nutzung gemeinsames Datenbestands (Erfordert Synchronisierung der Datenzugriffe,zentralisierter Datenbestand kann zu Engpass werden) - Entfernter Prozeduraufruf (RPC: AS ruft Funktionalität (Prozedur)eines anderen AS auf, kein Direktzugriff, sondern Kapselung der Daten) - Nachrichtenaustausch (über Kanäle, i. d. R. durch ein zusätzliches, spezialisiertes System wie Message Bus / Message Broker)
  • Sytemintegration : Ansätze unterscheiden sich hinsichtlich? - Integrationstiefe (Daten- &/oder Funktionsintegration) - Zeitverzögerung (Latenz) - Sichtbarkeit von Systeminterna (Kapselung) - Zugriffsart (synchron/asynchron)
  • Datenquelle Ein beliebig strukturierter Datenbestand, der für die Zusammenführung von Daten zum Aufbau eines integrierten AS relevant bzw. zu berücksichtigen ist
  • Metadaten Daten, die die Eigenschaften und/oder Bedeutung anderer Objekte beschreiben. Im Kontext DI: Sind Metadaten zur Beschreibung der Datenquellen, des zusammengeführten Datenbestandes im Integrierten AS und der Zuordnungsvorschriften zwischen beiden von Interesse
  • Integriertes Anwendungs- bzw. Informationssystem (IAIS) Softwaresystem, das transparenten Zugriff auf integrierte Daten aus verschiedenen Datenquellen ermöglicht. Primär von Interesse: Automatische IAIS
  • Datenintegration: Zwei grundlegende Ansätze Virtuelle DI / Logische DI: DI erfolgt durch das IAIS erst zum Zeitpunkt des Zugriffes Materialisierte DI / Physische DI: Vorab integrierte Datenbestand liegt zum Zeitpunkt des Zugriffs bereits vor
  • Datenintegration: Warum ist das Thema DI eigentlich so schwierig? - Man möchte verschiedene Datenbestände integrieren, so basiert dieser auf der Erkenntnis, dass diese Bestände dieselben Objekte zu integrieren sind ➔ Es liegen somit redundante Datenbestände vor- Quellsysteme in der Systemlandschaft sind oft sehr unterschiedlich- Soziale, aufbauorganisatorische und unternehmenskulturelle Gründe
  • Integration: Neben der technischen Integration (notwendige Voraussetzung) - Integration auf Ebene der Datenstrukturen, (Daten- ) Werte- Integration der Bedeutung, hinsichtlich der Struktur- als auch der Werteebene Dies gestaltet sich aufgrund der zwei Integrationsszenarien aber unterschiedlich: Integrationsszenario 1: Vereinheitlichung nicht zwingend notwendig und auch nicht immer möglich bzw. gewünscht Integrationsszenario 2: Logische / Physische Vereinheitlichung der Daten als erklärtes Ziel