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Grundlagen der Schulpädagogik (Subject) / Schule im Spannungsfeld von Heterogenität und Inklusion (Lesson)

Schule

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  • Heterogenität Jeder Schüler / jede Schülerin ist anders!Alle Schüler lernen unterschiedlich!Heterogenität = Verschiedenartigkeit innerhalb einer Gruppe
  • Was sind die Dimensionen von Heterogenität? Bildungssprache Intelligenz und Vorwissen Geschlechtsspezifische Unterschiede Behinderungen, sonderpädagogischer Förderbedarf und chronische Krankheiten Flucht familiärer Hintergrund
  • primäre Herkunftseffekte Die Einflüsse der Familie, die sich auf die Kompetenzentwicklung bzw. die schulische Leistung vonKindern auswirken.
  • sekundäre Herkunftseffekte Bildungsbenachteiligungen, die sich nicht durch schulische Leistungen erklären lassen
  • Migrationshintergrund in Deutschland Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund sind an Gymnasien unter- und an Haupt- undFörderschulen überrepräsentiert.Ø Häufig angeführte Begründung für die Bildungsbenachteiligung von Schülern und Schülerinnen mitMigrationshintergrund sind sprachliche Barrieren.Ø Personen mit Migrationshintergrund in Deutschland sind durchschnittlich sozioökonomischschlechter gestellt als Personen ohne Migrationshintergrund
  • Bildungssprache Sprachliche Kompetenzen sind wesentlich für den Schulerfolg und damit für den weiterenLebensverlauf und die Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen
  • Flucht Geflüchtete haben bereits in der Erstaufnahmeeinrichtung ein Recht auf Unterricht
  • Intelligenz Verschiedene Menschen verfügen über verschieden hohe Ausprägungen von Intelligenz -Lerngelegenheiten und Entwicklungsbedingungen sind jedoch entscheidend für die Ausprägung derIntelligenz eines Menschen.Offenbar fördert eine intellektuell besonders fordernde und anregende Lernumwelt die Intelligenz vonSchülern und Schülerinnen, während eine wenig anregende Lernumwelt die Intelligenz stagnierenlässt.
  • Adaptiver Unterricht - Zentraler Gegenstand: Bereitstellung eines Unterrichtsangebots,welches zu den individuellen Lernvoraussetzungen der einzelnenSchülerinnen und Schüler passt- Anpassung des Unterrichts auf zwei Ebenen (Makro- und Mikro-Adaptionen)- Verantwortungsübernahme der Lernenden für ihren eigenenLernprozess
  • Binnendifferenzierung - Gruppeninterne Differenzierung, in der die Lerninhalte gezielt fürverschiedene, flexibel eingesetzte kleinere Schülergruppen variiertwerden- Ziel: Unterricht an die Bedürfnisse und Lernvoraussetzungen derSchülerinnen und Schüler anpassen
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  • Individualisierung - Individualisierung als Extremform von Binnendifferenzierung- Oberbegriff, um einen Unterricht zu beschreiben, in dem dieSchülerinnen und Schüler zur gleichen Zeit Unterschiedliches tun undKommunikations- und Interaktionsprozesse zwischen Lehrkraft undallen Schülerinnen und Schülern in den Hintergrund treten
  • Schulische Differenzierung die Einteilung bzw. Zugehörigkeit von Schülern einer schulorganisatorischenGrundgesamtheit […] zu Lerngruppen nach multiplen Differenzierungskriterien
  • äußere Differenzierung nach Klafki Aufteilung der Schüler in Gruppen, die räumlich und zeitlich getrennt vonverschiedenen Personen unterrichtet werden: Schulform, Schulprofil, Jahrgangsklasse
  • innere Differenzierung Differenzierung innerhalb einer gemeinsam unterrichtetenLerngruppe oder Klasse; zwei Grundformen innerer Differenzierung:- Differenzierung von Methoden und Medien bei gleichen Lernzielen undLerninhalten- Differenzierung der Lernziele und der Lerninhalte- Gliederung in verbindliche Basis (Fundamentum) und Aufbaustufe (Additum)
  • Hauptargument für äußere Differenzierung Leistungsbezogen homogene Gruppen seien effektiver zu unterrichtenØ Homogenisierung als eine optimale Förderung aller Schülerinnen und SchülerØ Insgesamt höhere schulische Kompetenzen
  • Strategien zum Umgang mit Heterogenität in Lerngruppen 1. Ignoranz = passive Reaktionsform2. Anpassung der SuS an die Anforderungen des Unterrichts = substitutive Reaktionsform:- schulorganisatorische Maßnahme (z.B. Klassenwiederholung, Zuweisung von Schülernauf unterschiedliche Schulformen, Zurückstellung vom Schulbesuch)3. Anpassung des Unterrichts an die lernrelevanten Unterschiede zwischen den SuS = aktiveReaktionsform: adaptiver Unterricht4. gezielte Förderung einzelner SuS durch adapSve Gestaltung des Unterrichts = proaktiveReaktionsform
  • Welche Möglichkeiten Innerer Differenzierung nach der Aufgabe gibt es? Menge an ZeitAnzahl der AufgabenAnzahl der WiederholungenKomplexität der Aufgabe
  • Welche Möglichkeiten der inneren Differenzierung nach Zugängen, Interessen und Lernstilen gibt es? Bezogen auf Medien  Bezogen auf Methoden Bezogen auf inhaltliche Zugänge Bezogen auf Ziele
  • Welche Möglichkeiten innerer Differenzierung nach Maß der Lehrerzuwendung gibt es? unterschiedlich intensive Betreuung
  • offener Unterricht klar umrissenes Unterrichtskonzept- Im Zentrum steht die Autonomie des Kindes, das bei seiner Enpaltung unterstützt,aber nicht gelenkt werden soll.- Die Rolle der Lehrkraft ist also durch größtmögliche Zurückhaltung gekennzeichnet.- Im Offenen Unterricht soll das Kind aktiver Gestalter seines eigenen Lernprozessessein.
  • Inklusion • Inklusion als gesellschaftliche und pädagogische Version, die Heterogenität in all ihrenDimensionen wahrnimmt, wertschätzt und produktiv nutzt und dabei pädagogischstigmatisierende Kategorisierungen vermeidet (Boban & Hinz 2008)• »slippery concept«, das je nach Verwendungszusammenhang unterschiedlich ausgedeutet undin einem engeren oder weiteren Sinne verstanden wird (Artiles & Dyson 2009)• Enger Begriff der Inklusion• Tradition in der sonderpädagogisch ausgerichteten Fachdiskussion, löst dort Integration ab• Auseinandersetzung um die Beschulung von Lernenden mit und ohnesonderpädagogischen Förderbedarf• Weiter Begriff der Inklusion• Eher im allgemeinen und schulpädagogischen Diskurs• Prämisse ist die Bildung und Erziehung aller Lernenden unabhängig von ihrenLernvoraussetzungen
  • Von Exklusion zu Inklusion • Exklusion: Ausschluss von Bildung für SchülerInnen mit sonderp. Förderbedarf• Segregation: Eigene Schulen für SchülerInnen mit sonderp. Förderbedarf• Separation: nahezu vollständiger Unterricht in separaten Klassen und Lerngruppen innerhalballgemein bildender Schulen• Integration: gemeinsamer Unterricht von SchülerInnen mit und ohne sonderp. Förderbedarf• Inklusion: vollständig gemeinsamer Unterricht unter Akzeptanz von jeder Heterogenität
  • Adaptive Lehrkompetenz Fähigkeit einer Lehrperson, die Planungund Durchführung des „Unterrichts so aufdie individuellen Voraussetzungen undMöglichkeiten der Lernenden anzupassen,dass möglichst günstige Bedingungen fürindividuell verstehendes Lernen entstehenund beim Lernen aufrecht erhaltenbleiben.“