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GK Sprachwissenschaft (Subject) / 6.2 Varietäten II (Lesson)

Adamzik, Kirsten (2010): Sprache. Wege zum Verstehen. 3. Aufl. Tübingen/Basel PDF: Felder, Varietätenlinguistik

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  • Welche Sprachmerkmale lassen sich bündeln? z.B. Jugendlichen-/Seniorensprache, regionale/soziale Variationen, etc. -> Auffassung von Sprache als funktionalem System: dient einem Zweck, "Sprachsystem als eine Gesamtheit von Möglichkeiten" jede Sprachausformung vor der "Folie" der Gesamtsprache zu betrachten (Sprache als nicht statisch, nicht "ideal", nicht monolithisch)
  • Varietät: "Sprache in der Sprache" strukturell abgrenzbare Teilsprache; als linguistische Subsysteme: spezifische, systematisch vorkommende Sprachvarianten innersprachlich =/= außersprachlich außersprl.: Bestimmungsfaktoren wie das Areale, Soziale, etc.
  • Varietät vs. Variante vs. Variation vs. Variable Variation: unspezifischer Oberbegriff, lat. variare, sich verändern; Variante: einzelsprachliche Einheit; Varietät: das System; eine Menge an Varianten, die in Bezug auf Variablen einen Wert angenommen haben (spezifische Konstellation von Variablen-Varianten-Kombinationen) Variablen: können verschiedene Werte annehmen -> Varianten (math. x)
  • Merkmale von Varietäten 1. Auf der Lautebene: z. B. bei Dialekten 2. Auf der Ebene des Wortschatzes: meist umfangreichste und auffälligste Variation 3. Auf der Ebene des Satzbaus: meist geringste Variation (am ehesten bei gesprochen/geschrieben oder Funktiolekten wie Fachsprachen) 4. Auf der Ebene des Textes und des sprachlichen Handelns (z. B. Textsorten, mediales Vorkommen, Situationsspezifik)
  • Charakteristika von Standardsprache ▪ potentiell geschrieben, idealtypische Form, die selten vollständig realisiert wird▪ kodifiziert, meist in den Bereichen Lautung, Schreibung, Lexik, Syntax▪ überregionale Reichweite und Gültigkeit (besetzt weitgehend offizielle und öffentliche Domänen), d. h. soziale und räumliche „Dachvarietät“▪ wird in der Schule gelehrt (wird erst nach regionaler / umgangssprachlicher Varietät erworben), oft Gegenstand des Fremdsprachenunterrichts▪ prestigebesetzt, erhöht soziale Chancen (Defizithypothese: elaborierter Code vs. restringierter Code)▪ flexible Stabilität
  • Typen von Varietäten 1. Diachronisch: z.B. Mittelhochdeutsch, Neuhochdeutsch 2. Diatopisch: regionale Varietäten (Dialekt), Hessisch, Bayrisch, etc. 3. Diastratisch: soziale Schicht/Soziolekt, Schichtsprachen, Geheimsprachen, ... 4. Diaphasisch: soziale Situation; Alter, Geschlecht, Fach/Beruf 5. Mediale Realisationsform: medial gesprochen/geschrieben - konzeptionell mündlich/schriftlich
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