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Tourismusarten und -formen (Subject) / Städtetourismus (Lesson)
1. Kapitel
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- Was war die Kavalierstour/Grand Tour und wann fanden diese statt? 16.- 18. Jahrhundert Söhne des Adels reisten durch Europa an verschiedene Höfe, urbane Zentren, studierten an einer auswärtigen Universität oder Ritterakademie Erwerb sozialer Kompetenzen im Vordergrund Reise dauerte mehrere Jahre Aus jungen Männern sollten perfekte Kavaliere werden Nach der franz. Revolution und napoleonischen Kriegen wurde das Reisen schwieriger und die Grand Tours verloren an Bedeutung, Ausbildung von Beamten stand im Vordergrund und die Grenzen zu bürgerlichen Reiseformen verschwammen
- Was sind die wesentlichen Punkten in der Geschichte des Städtetourismus? Städtereisen Urform des Reisen Bereitts im Mittelalter resiten Händler von Stadt zu Stadt 16. - 18. Jahrhundert Kavalierstouren Ende des 18. Jahrhunderts stiegen Touristenzahlen deutlich an durch Wirtschaftswachstum und geellschaftlichen Wandel 1830 Erfindung der Eisenbahn, Reisen wird einfacher, bequemer und geht schneller 1845 erstes Reisebüro in London 1869 erste Pauschalreise, organisiert nach Ägypten von Cook Im 19. Jahrhundert führten die Weltaustellungen zu einem Tourismusboom Nach Ende des ersten Weltkrieges betrieben die Städte aktive Tourismuspolitik durch direkte und indirekte Förderungen in Kunstaustellungen, Theater, Messen usw. Durch den zweiten Weltkrieg wurden viele Unterkünfte zerstört oder von Besatzungsmächten genutzt, zerstörte Infrastruktur, fehlende Geldwertstabilität und Besatzungszonen erschwerten das Reisen Zwischen den 50ern und 90ern Vervielfachung der Urlaubsreisen durch Verlängerung der Urlaubszeit und bessere Reisemittel (Flugzeug, Auto(-bahnen) Kontinuierliches Wachstum nur nurch Ereignisse wie 9/11 oder Tschernobyl unterbrochen
- Welche Arten von Städtetourismus gibt es und was sind deren Merkmale? Kulturorientierter Städtetourismus (primärer Städtetourismus): Hauptmotive: - Stadterlebnis - Kulturelle Veranstaltungen Nebenmotive: - Shopping - Essen und Trinken Städtetourismus mit anderen Motiven (sekundärer Städtetourismus) Hauptmotive: -Business -Bildung -Verwandtenbesuche - Events (z.B. Sport) Stadterlebnis/-besichtigung im engeren Sinn sind Nebenmotive Übernachtungstourismus · Privat bedingt · Beruflich bedingt Tagestourismus · Privat bedingt · Beruflich bedingt
- Was versteht man unter Geschäftsreiseverkehr, was sind die Merkmale und wann ist die "Saison"? - Alle beruflich motivierten und nicht privat finanzierten Reisen - Zielorte sind größtenteils Großstädte - Saisonale Verteilung konzentriert sich auf Februar bis Juni und September bis November - Geschäfts- und Dienstreiseverkehr im engeren Sinne umfasst primär individualreisende Geschäftsleute sowie Beamte und Angestellte auf Dienstreise
- Was versteht man unter Geschäftsreiseverkehr, was sind die Merkmale und wann ist die "Saison"? - Alle beruflich motivierten und nicht privat finanzierten Reisen - Zielorte sind größtenteils Großstädte - Saisonale Verteilung konzentriert sich auf Februar bis Juni und September bis November - Geschäfts- und Dienstreiseverkehr im engeren Sinne umfasst primär individualreisende Geschäftsleute sowie Beamte und Angestellte auf Dienstreise
- Was gehört zur MICE Industrie? o Kongresszentren, Messehallen, Veranstaltungshallen, historische Bauten mit Tagungsinfrastruktur, Hotels des oberen Segments, die auf Tagungen eingestellt sind -> Sowie deren Zulieferer (bspw. Caterer und Raumdekorateure) o Einschlägig tätige Reisebüros (PCOs = Professional Congress Organizers) sowie deren Kunden: internationale oder nationale Organisationen, Ämter, Unternehmen und Verbände, die regelmäßig Tagungen veranstalten, Firmen, die ihren Mitarbeiter/innen oder Geschäftspartnern Incentives anbieten, Messeveranstalter
- Was sind die Austattungsmerkmale von Destiantionen im Geschäftsreiseverkehr? · Internationaler/nationaler/regionaler Flughafen (Passagierzahlen pro Jahr) · Gute Erreichbarkeit · Großhotellerie mit Ketten- und Kooperationsbetrieben (Gesamtbettenkapazität in Hotelbetrieben mit 100 und mehr Betten) · Kongress- und Veranstaltungszentren (Gesamtsitzplatzkapazitäten bei Reihenbestuhlung) · Messe- und Ausstellungshallen (Ausstellungsfläche in Messehallen) · Größe der Destination (absolute Einwohnerzahl) · Attraktivität der Destination (touristisches Angebot)
- Was sind die Unterscheidungskriterien von MICE Standorten? o Unterteilung nach Größe (Großstädte, Mittelgroße Städte, kleinere Städte) o Unterscheidung nach unterschiedlichen Funktionen und Angebotsaspekten - Internationaler Flughafen - Universitätsstandort - Messestandort - Tagungs- und Kongressangebot - Herausragende kulturtouristische Attraktionen
- Was sind die positiven Auswirkungen des Städtetourismus? - Bessere Auslastung der Unterkunftskapazität - Steigerung der Umsätze in Gastronomie und Einzelhandel (höher als in Hotellerie, da Tagestourismus dominiert) - Örtliche Wirtschaft wird gestärkt durch Inanspruchnahme von Dienstleistungen, Zulieferungen und Reparaturen - Allgemeine Verbesserung des Images steigert Anziehungskraft und Attraktivität für Investoren - Verbesserung der Verkehrs- und Grundflächensituation durch tourismusorientierte Investitionen - Einheimische Bevölkerung profitiert von Investitionen in Stadtbild und Infrastruktur
- Was sind die negativen Auwirkungen des Städtetourismus? - Authentizität und Anziehungskraft eines können durch tourismusbezogene Spezialisierungen in Einzelhandel, Gastro und Hotellerie verloren gehen -Überfüllungen der Stadt, einzelner Stadtviertel und der Infrastruktur -> Minderung der Attraktivität - Ökologische Belastung steigt - Flugreisen erzeugen Lärm - Erhöhung der Grundstücks- und Immobilienpreise - Versorgungsengpässe - Erhöhte Energie- und Wasserversorgung und Abfallentsorgung
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- Was ist die Aufgabe des strategischen Managements im Tourismusmanagement? Entwicklung von Strategien, wielche die Richtung der Destinationsarbeit vorgeben, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sicherun un Wettbewerbsvorteile auszuschöpfen
- Was bildet die Grundlage, um die Wettbewerbsvorteile und Wertbewerbsfähigkeit zu sichern? - SWOT-, Markt- und Umweltanalysen - Entwicklung von Alleinstellungsmerkmalen - Formulierung von Zielvorstellungen über die Zielgruppe(n), zukünftige Destinationsentwicklungen, Marktpositionierung und-pfofilierung
- Nenne Wettbewerbsstrategien städtetouristische Destination - Differenzierung gegenüber der bestehenden Konkurrenz - Produkte und Servicedienstleistungen sind bei dieser Strategie gekennzeichnet durch eine klare Unique Selling Proposition - Wettbewerbsvorteil durch Kostenführerschaft (minimal gehaltene Kostenstrukturen) - Wettbewerbsvorteil durch Fokussierung (Nischenstrategie) - Aufbau von Partnerschaftssystemen: z.B. DB versucht Zusammenarbeit mit touristischen Destinationen zu intesivieren durch attraktive Konditionen und integrierte Tickets für Veranstalungen (bspw. Expo)
- Öffentlichsarbeit spielt eine große Rolle in der Marketingkommunikation, da touristische Dienstleistungen nicht getestet werden können Mit was für Mitteln und Methoden können diese also beworben werden? Öffentlichkeitsarbeit: Pressemitteilungen, PR-Veranstaltungen, PR-Reisen Werbung: grafische, visuelle Werbemittel und Direktmarketing Messen: Messeauftritt auf Fachbesucher- und/oder Endverbrauchermessen Events: Kultur-, Sport,- und Naturevents