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KONS (Subject) / StEx (Lesson)

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  • NUG/NUP Klinik: Schlagartig schmerzhafte Entzündungen der interdentalen Gingiva später auch die übrige Gingiva betroffen. Nekrosen und Ulzerationen nach Abheilen der NUG bleiben interdentale Krater. Befallene Gingiva besitzt keine Epitheldeckschicht mehr, mit eine schmierigen/gelblichen Membran überzogen die aus Fibrin und Zellresten bestehen (Pseudomembran). Symptome:  Foeter ex ore, Lymphknotenschwellung, selten Fieber Ursache: Faktorentrias 1. Schlechte Mundhygiene 2. Rauchen 3. Emotionaler Stress bei Entwicklungsländern zusammenhang mit einer Mangelernährung, orale Manifestation bei HIV-Erkrankten Therapie:  Vorsichtige mechanische entfernung der bakteriellen Beläge Reinigung sehr schmerzhaft, eine vollständige Beseitigung der Beläge nicht in der ersten Sitzung möglich. Patient in kurzen Abständen 2-4 Tage zur Belagsentfernung und Kontrolle einbestellt Zahnreinigung mit Wasserstoffperoxid 3% unterstützt. evtl. Zur eliminierung der anaeroben Keime häusliche Anwendung niedrig konzentrierte Wasserstoffperoxid-Spüllösung 0,3% Schwere Verlaufsformen systemische Gabe von Metronidazol 3mal Täglich 400mg für 7 Tage Falls erforderlich nach Abheilung der Ulzerationen chirurgische Maßnahmen Prävalenz/DD: jungere Patienten (18-30 J) / 0,2-6% / Leukämie , Gingivostomatitis herpatica Mikrobiologie: fusiforme Bakterien (u.a. Fusobacterium nucleatum, Fusobacterium periodonticum, Prevotella intermedia oder Prevotella nigrescens), sowie Spirochäten und Actinomyces spp. nachweisen. NUP:  Manifestation einer schweren systemischen Abwehrschwäche entwicklung von NUP. Die Nekrosen greifen dabei auch auf das parodontale Ligament und den Alveolarknochen über. Ohne ausbildung tiefer Taschen. evtl. Sequesterbildung
  • Rezessionen Weichgewebsrezession: meist oral oder vestibulär, enzündungsfreie Rückbildung des Parodonts und keine erhöhte Sondierungtiefe  Klassifikation von Miller Klasse I: Rezession bis nicht bis zur Mukogingivale Grenze. Interdental kein Alveolarknochen- und Gingivaverlust vor. Klasse II: Rezession bis bis zur Mukogingivale Grenze oder überschreitet diese. Interdental kein Alveolarknochen- und Gingivaverlust vor Klasse III: Rezession bis bis zur Mukogingivale Grenze oder überschreitet diese. Leichte Zahnfehlstellung. Interdental leichter Alveolarknochen- und Gingivaverlust vor. Klasse IV: Rezession bis bis zur Mukogingivale Grenze oder überschreitet diese. Zahnfehlstellung. Interdental schwerer Alveolarknochen- und Gingivaverlust vor.  Ursache:  Dehiszenzen und fenestrierung eines meist dünne vestibulären Knochen Prominente Wurzeln Horizontales zu kräftiges Zähneputzen mit harten Bürsten und abrasiver Zahnpasta Zug der beweglichen Schleimhaut durch zu hoch ansetzende Frenulum Zu schmale, angeheftete Gingiva Kieferorthopädische Zahnbewegungen nach vestibulär Überlastung der Zähne durch Funktionsstörung  evtl. auch nach PA-Behandlungen Singuläre parodontale Rezession wird von der Generalisierten parodontalen Rezession unterschieden.  Therapie (nach Miller): Klasse 1 – koronaler Verschiebelappen Klasse 2 – lateraler verschobene Lappen, freie autogene Bindegewebstransplantate, gesteuerte Geweberegeneration Klasse 3 – ggf. Ästhetische Zahnverbreiterungen oder Gingivaepithesen  Stillmansche Spalte, McCallsche Girlande
  • Hutchinson-Zähne wird eine Zahndeformität bezeichnet, die als Spätfolge einer angeborenen Syphilis (treponema pallidum) sichtbar wird. Innenohrschwerhörigkeit, Hornhautentzündung und Tonnenzähne = Hutchinson-Trias 45–65 % der Fälle weisen dabei die bleibenden oberen mittleren Schneidezähne eine typische tonnenförmige Gestalt mit einer halbmondförmigen Einkerbung 22–65 % der Fälle sind die ersten bleibenden Molaren (Sechsjahrmolar) betroffen; Maulbeerförmig Hinzu kommt ein lückiges Gebiss (Diastemata) schon vor dem Zahndurchbruch mittels Röntgenaufnahme sichtbar Milchzahnkronen nicht betroffen da diese schon partiell mineralisiert sind DD sind rachitische Zähne abzugrenzen, die meist senkrecht stehen und Schmelzdefekte aufweisen.
  • Zahnfluorose Während Fluorid in einer Dosierung von ca. 1 mg/Tag als ein wirksames Mittel zur Prophylaxe der Karies (Fluoridierung) chronische toxische Fluoridmengen >0,05mg/kg KG pro Tag einmalige 10μmol/ml Fluorid im Blutplasma Klinisches Bild: Weiße bis braune Verfärbungen in Form von Flecken oder Streifen auf der Zahnschmelzoberfläche bilden und erhöhte Porosität Ursache: Fluorid ist ein Enzyminhibitor. Ameloblasten besonders empfindlich, nur Zahnentwicklung aktiv. Diese ist bis zum achten Lebensjahr abgeschlossen. Zellschädigende Wirkung von Fluoriden nur sichtbar, wenn sie während der Wachstumsphase einwirken. Erhöhter Fluoridzufuhr --> mangelhaften Syntheseleistung der Ameloblasten >> Störung der Matrixsekretion, den Matrixabbau, die Schmelzreifung und Schmelzmineralisation>> Folge hypo- und hypermineralisierte Bereiche im Schmelz und Dentin.>> fleckförmigen Unterentwicklung des Zahnschmelzes Je länger und höher konzentriert die Fluoride eingenommen werden, desto größer werden die hypomineralisierten Zonen. Durch exogene einlagerung von Farbstoffen zB. Nahrungsmittel >> braun verfärbt Verlust von Zahnschmelz und Oberflächendefekte >> "pitting" ,posteruptiv Fluorose index nach Dean FCI = n.w/N n = Fluorose-Erkrankte. w = Wichtungsfaktor (Schweregrad), N = Gesamtzahl aller Untersuchten Normal>> 0-->wKeine VeränderungenFraglich >> 0,5einzelne weiße FleckenSehr mild >> 1Kleine opake,weiße Schmelzareale. Weniger als 25 % der Zahnoberfläche beteiligt.Mild >> 2Weiße Opazitäten. Es sind nicht mehr als 50 % der Zahnoberfläche beteiligtModerat >> 3Braune Verfärbungen. Es sind mehr als 50 % der Zahnoberfläche beteiligtSchwer >> 4Braune Verfärbung; der Zahn ist hypoplastisch verändert und erodiert bzw. abradiert auch noch (Fluoroseindex nach Thylstrub und Fejerskov (TFI))
  • Direkte Überkappung (P) Eine direkte Überkappung wird mit einem geeigneten Medikament zur Vitalerhaltung einer eröffneten Pulpa durchgeführt. Die Erfolgsaussichten einer direkten Überkappung hängen wesentlich von der Grösse der Eröffnung und dem Zustand der Pulpa ab.  Günstige Voraussetzungen direkte Überkappung sind:  ♦ jugendlicher Patient (wesentlich relevanter ist das biogisch alter der Pulpa >> vorgeschichte) ♦ nur punktförmige Eröffnung ♦ keine Karies im Bereich der Eröffnung  Erfolgsraten 70-95%  Vorgang:1. Absolute Trockenlegung 2. Reinigung und trocknugng der Kavität 3. Sorgfältige Blutstilung 4. Applikation von Wässriges Kalziumhydroxidsuspension oder Hydraulische Kalzium-Silikatzementes 5. Unterfütterung mit Glasionomerzement (nur nach Wässriges Kalziumhydroxidsuspension) 6. Deckfüllung 
  • Indirekte Überkappung (Cp) Indikation Eine indirekte Überkappung wird zur Vitalerhaltung der Pulpa durchgeführt, wenn sich nur noch eine dünne Dentinschicht über der Pulpa befindet. zB. nach Präparation einer tiefen Kavität, Beschleifen einer Zahnkrone oder nach einer Kronenfraktur ohne Pulpaeröffnung . Die Pulpa wird dabei zu ihrem Schutz und zur Anregung einer Tertiärdentinbildung mit einem Medikament indirekt überkappt. Bei Caries profunda : kann festes, wenn auch teilweise kariöses Dentin in geringem Umfang in Pulpanähe belassen werden, wenn bei konsequentem Exkavieren die Gefahr einer Pulpaeröffnung besteht. Anschliessend wird in diesem Bereich ein Medikament aufgetragen, um das zum Teil noch kariöse Dentin zu neutralisieren, die Pulpa zu schützen und die Odontoblasten zur Bildung von Tertiärdentin anzuregen.  Einzeitig und Zweizeitig!  Cp vs P Im Gegensatz zur direkten Überkappung kommt das Medikament dabei nicht direkt mit der Pulpa in Kontakt.
  • Vitalamputation Indikation: Nur bei partiellen Pulpitis Bei großflächig akzidentiell freiliegende Pulpa (iatrogenbedingt) Komplizierte Kronenfraktur  Bei permanten Zähnen nur wenn das Wurzelwachstum noch nicht abgeschlossen ist vorgehen  Vorgang: 1. Absolute Trockenlegung des Zahnes mit Kofferdam 2. Desinfektion des gesamten Arbeitsfeldes 3. Kronenpulpa wird mit einem sterilen diamantierten Schleifkörper entfernt 4. stillung der Blutung mit Kochsaltz-Lösung  5. weiteres vorgehen wie bei direkte überkappung 
  • MIH Schmelzbildungsstörung systemisch bedingten Hypomineralisation der Sechsjahrmolaren (Zähne 16, 26, 36, 46) und/oder der oberen bleibenden Inzisivi (Schneidezähne). Klinich: weiß-gelbliche oder gelb-braune, unregelmäßige Opazitäten bis zu abgesplitterte oder fehlende Schmelz- und/oder Dentinareale Ursachen: nicht genau geklärt Dioxin oder PCB in der Muttermilch, stillen länger als 9 Monate, Frühgeburt, Sauerstoffmangel bei der Geburt, Infektionskrankheiten: Scharlach,Mumps, Masern, Diphtherie. Malnutrition, Zöliakie, Vit.D-Hypovitaminose Prävalenz: in DE; Jahr 2014; 28,7%; bei 12 Jährigen können beide Dentitionen (sowohl Milchzähne, als auch bleibende Zähne) betroffen sein
  • Tetrazyklin Zähne Ursache: Bei Schwangeren und Stillenden sowie bei Kinder bis zum 8 LJ sind Tetracycline kontraindiziert . da sie mit Calcium in irreversibler Komplexbildung in den kindlichen Zahnschmelz (und Knochen) eingebaut werden. Klinisch: Dies führt zu einer erhöhten Frakturanfälligkeit und grau-gelben Verfärbung der Zähne. Die Verfärbung betrifft entweder einzelne Bereiche von Zähnen, die sich während der Applikation gerade in entwicklung befanden oder die gesamte Zahnkrone Bei hohen dosierungen auch Schmelzhypoplasien verursachen können. Erst ab einem Lebensalter von 10 bis 12 Jahren können Tetracycline auch bei Kindern angewendet werden.
  • Turner Zähne Ursache: Milchzahn, der durch Karies geschädigt wurde oder ein Trauma. Durch den infektiös-entzündlichen Prozess am Milchzahn ist eine Zahnkeimschädigung nach Auflösung der Knochenlamelle, die den sich entwickelnden Zahnkeim umgibt, möglich. Der Zahnkeim kann indirekt, durch den aus der Ödembildung resultierenden Druck oder direkt durch den osteolytischen Prozess geschädigt werden. Klinisch: kleiner als die normalen Zähne, eingedellte Inzisalkante bzw. verkleinerte Höcker, flächenförmige Schmelzdefekte Prävalenz: In etwa 1/4 der Fälle, bei denen an der Milchzahnwurzel Eiterherde entstanden sind, kommt es zum Turner-Zahn.
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  • Amelogenesis Imperfecta auch angeborene Zahnschmelzhypoplasie genannt, ist eine genetisch bedingte Erkrankung, bei der es zu einer Störung der Zahnschmelzbildung kommt Klinisch: erhöhte Temperaturempfindlichkeit, eine verstärkte Kariesneigung und eine gräulich-braune Verfärbung der Zähne. "Picket Fence Appearance">> keine Approximalkontakte, Quadratartige Kronen. Rapide Plaque bildung und chronische Parodotitis Klassifikation nach Witkop und Rao Type I: Sechs (4?) Formen der hypoplastischen AI geringe Schmelzdicke bei normaler Härte Generalisiert, Lokalisiert, Glatt, Rau >> oberfläche von Schmelz Type II: Vier (2?) Formen der Hypomaturation AI Schmelzmatrix in normaler Größenordnung, schmelzreifung gestört, weiche Oberfläche Fläckige, Schneekappen Muster Type III: Eine Form der hypomineralisierten AI Kristallbildung mangelhaft, gesamter Schmelz extrem weich Prävalenz: 1:12 000-14 000 DD: Dentinogenesis-imperfecta, Fluorose
  • Phönixabszess ==> unvollständig Exazerbation ist die Verschlechterung, Verschlimmerung einer bestehenden Krankheit oder deren Verlauf. Ursache: Mechanisch zB. Überinstrumentieren, unvollständige entfernung der pulpa, periapikale extrusion von Debris Chemisch zB. Spüllösungen, Medikamentöse Einlagerungen, überfüllte Kanälle Mikrobiell wichtigste Faktor
  • Aufbereitungstechniken Endo Step-Back-Technik Initial wird der apikale Kanalquerschnitt um 3-5 ISO-Größen mit K-Feilen erweitert. Danach wird die Arbeitslänge in Schritten von 0,5-1 mm verkürzt und im Wechsel von Reduktions- und Masterfeile die Aufbereitung nach koronal vollendet. Vorteile: die mit zunehmende Größe immer weniger flexiblen Instrumente kommen nicht im Bereich der größten Krümmung zum Einsatz.; einsitiger Abtrag an der Kanalinnenseite (Ausbildung von Elbow-Zip) wird verhindert. Nachteile: Defizite in der Reinigungswirkung Balanced-force-Technik Die flexiblen K-Feilen werden mit leichtem apikalem Druck um 90-120° im Uhrzeigersinn (clockwise) in den Wurzelkanal eingeführt. Bei der abschließenden Drehung um ca.180° in Gegenrichtung (counter clockwise) unter Beibehaltung des Drucks nach apikal wird Hartsubstanz abgetragen, anschließend erfolgt das Herausziehen der Feile im Uhrzeigersinn. Wiederhohlen bis Arbeitslänge erreicht ist Vorteile: apikal eine weitlumigere Aufbereitung gekrümmter Kanäle als andere techniken ; Formgebung der Kanals und Reinigungswirkung überlegen ; K Feile mit nicht schneidende Spitze Nachteil: ? Circumferential-filing-Technik Das zirkumferente Feilen (circumferential filing) ist auf eine peripher gleichmäßige Bearbeitung der Kanalwand mittels feilender Arbeitsbewegung bei irregulär geformten Wurzelkanälen (z. B. C-förmiger Wurzelkanal in der distalen Wurzel unterer Molaren) ausgerichtet. Vorteil: möglichkeit irregulär geformten Wurzelkanälen aufzubereiten ; intensive reinigung des Wurzelkanals Nachteil: Kanalinhalt und Dentinspäne nach apikal transportiert verbolzung des Kanals; scharfe Hedström-Feilen verursachen Stufen an der Kanalaußenseite sowie laterale Perforationen Anticurvature-filing-Technik Dentinschicht an der außenseite der Krümmung stets dicker als an der innenseite. Daher Hedström-Feilen entsprechend des Kanalverlaufs vorbiegen; stärker gegen die Außenseite und nur gering gegen die Innenseite drücken Standardisierte Technik Reamer oder K Feile bis Arbeitslänge, ein viertel bis eine halbe umdrehung rotiert, entfernt und gereinigt. Mit aufsteigender ISO größe wird der Vorgang wiederholt. Vorteil: einfach? Nachteile: Die abschließende Konizität des Kanals ist die ISO größe des letzten Instruments ; reduzierte Würzelkanalspüllung ; probleme bei der Wurzelkanafüllung Step-down-Technik Der gerade Kanalbereich (koronaler Bereich 16-18mm tief) wird mit Hedströmfeilen erweitert und mit Gates-Glidden-Bohrern geglättet. Bestimmung der Arbeitslänge. Danach wird der gekrümmte Abschnitt mittels step-back-Technik und nicht-schneidender Spitze instrumentiert. Crown-down-Technik Ähnlich der Step-down-Technik aber mit K-Feilen wird bei der Crown-down-Technik mit Aufbereitungsinstrumenten (ISO 30-35) und Gates-Glidden-Bohrern der Kanal zunächst koronal erweitert. Weitere Aufbereitung nach apikal bis zur provisorischen Arbeitslänge 3mm vor Apex. Danach definitive Arbeitlänge. Nach Erreichen der Arbeitslänge wird die Aufbereitung mit der Step-back-Technik weitergeführt und beendet. Double-flared-Technik Bestimmung der Arbeitlänge. K-Feile wird 14mm oder kurz vor beginnende Kanalkrümmung eingeführt. Feilende Bewegungen. Immer kleinere Instrumente jeweils 1mm tiefer, bis Arbeitslänge erreicht ist. Abschließend Step-Back-Technik. Nachteil: Nicht geeignet für weite Wurzelkanäle und Zähne mit offenen Foramen Apicale
  • Foeter ex Ore/ Halitosis Ausatemluft zum großteil aus Stickstoff, Sauerstoff, Kohlendioxid und 1% Gase. Diese sind flüchtige Schwefelverbindungen>> Schwefelwasserstoff, Methylmercaptan, Dimethylsulfid >> riechen unangenehm >> Mundgeruch Vorgang: Schwefelverbindungen enstehen durch Proteolyse und Hydrolyse schwefelhaltige Polypeptide und Aminosäure, meist unter Beteiligung gramnegativer, proteolytischer Bakterien: 1. Treponema denticola 2. Prevotella intermedia 3. Porphyromonas gingivalis 4. Fusobacterium nucleatum Mundgeruch einteilungen: Foeter ex ore: Geruchsquelle oral/oro-pharyngeal. Nur im Mundatem feststellbar. Halitosis: Geruchsquelle in Organbereich außerhalb der Mundhöhle. In Mund- und/oder Nasenatem.  Lokale Halitosis: Geruchsquelle nasal/naso-pharyngeal. Geruch nur bei Nasenatem. Systematische Halitosis: Geruchsquelle pulmonal oder gastrointestinal. Geruch bei Mund- und/oder Nasenatem.  Orale Ursache: Zungenbelag, Gingivitis, Parodontitis, Dentogene Zysten mit Fistel, Dentogene Sinusitis mit Fistel, Speisereste, Morgenfoetor, Prothese Extraorale Ursache: Menstruation, Fasten, Nahrungsmetaboliten (Knoblauch), Alkohol, Rauchen, Systemische Erkrankungnen (Diabetes melitus, Lebererkrankung, Urämie), Medikamente (Antidepresiva, Antipsychotika, Antihypertensiva, Anorektika, Zytostatika) HNO Ursache: Chronische Tonsilitis, Chronische Sinusitis, Abszesse, Eitrige Bronchtis, Divertikel, Ösophagitis, Fremdkörper, Ulzerierende und zerfallende Tumore. Pseudohalitosis: die Betroffenen leiden unter Mundgeruch, der aber nur von ihnen selbst wahrgenommen wird. Durch eine objektivierbare Diagnose können die Patienten von dem Nichtvorhandensein der Mundgeruchs überzeugt werden. Halitophobie: Angst andere Menschen mit ihrem Mundgeruch zu belästigen, auch durch eine objektivierbare Diagnose können die Patienten von dem Nichtvorhandensein der Mundgeruchs nicht überzeugt werden. (Psychische Angstörung) Halimeter: Objektivierbare bestimmung des Anteil an flüchtigen Schwefelverbindungen in der Atemluft Einteilung: organoleptische Verfahren zur subjektiven Beurteilung des Mundgeruchs Grad 1: Geruch erst bei 10 cm Abstand wahrnehmbar Grad 2: Geruch erst bei 30 cm Abstand wahrnehmbar Grad 3: Geruch erst bei 1 m und mehr Abstand wahrnehmbar Treatment Needs: TN-1 Physiologische Halitosis = Zunge Putzen, Aufklärung TN-2 Oral pathologischer Foetor = Orale Prophylaxe, Behandlung Parodontitis, Karies etc. TN-3 Extraoral patholosche Halitosis = keine orale Usache, Überweisung an Spezialisten TN-4 Pseudohalitosis = Halimeter TN-5 Halitophobie = Psychiater/Psychologe Zungenbelag: Mechanische Reinigung und 0,2% CHX 2xtäglich 1Woche. Zinkchloridlösung: Zink bindet mit flüchtigen Schwefelverbindungen zu nicht flüchtigen Schwefel-Zink-Verbindungen
  • Amalgam Alloys + Quecksilber (bei Zimmertemperatur in Flüssiger Form) = Plastische Phase Silber+Zinn = Gamma Phase Silber+Quecksilber = Gamma 1 Phase >> Stabil Zinn+Quecksilber = Gamma 2 Phase >> Korrosion - unlösliche Zinnoxide Kupfer+Zinn = Epsilon Phase I) Konventionelle Alloys (Splitter- & Kugelförmig) Silber 65%, Kupfer 6%, Zinn 29%, Zink 2% Alloy:Quecksilber 1:1, eigentlich 1:2, dadurch unreagierte Feilungspartikel Bildung von Gamma1 und Gamma 2>> Gamma2 korrosionsanfällig>> Unlösliche Zinnoxide: auf der Oberfläche, Quecksilber: bindet mit unreagierten Silber zur Gamma1>> expansion Merkuroskopische Expansion:  Nech dem Abbinden des Amalgams expandiert die Füllung durch Bildung der Gamma-1-Phase Gamma-2-freie Legierungen: Kupfer 12-30%, Silber 40-70% II) Erhöhung des Kupfergehalts auf 12% (Splitter- & Kugelförmig) Es werden dem Alloy Silber-Kupfer-Eutikum (72%:28%) beigemischt>> bildung von Gamma1 und temporär Gamma2>> Zinn aus Gamma2 reagiert mit Kupfer zur stabilen Eta-Phase Die Eta-Phase liegt im abgebundenen Amalgam um die Kugelförmigen Silber-Kupfer-Eutektika>> Asgar-Mahler-Reaktionszone III) Erhöhung des Kupfergehalts auf Kosten des Silbergehalts 13-25% (Splitterförmig) bildung von Gamma1 und temporär Gamma2>> Epsilon Phase nimmt Zinn aus Gamma2 Phase auf und bildet die stabile Eta-Phase IV) Herstellungsbedingt keine deutliche Trennung zwischen der Gamma- und Epsilon-Phase in den Einzelpartikeln festzustellen (Kugel- & Sphäroidalförmig) Silber bildet die Gamma1 Phase, Zinn geht keine Reaktion mit Quecksilber (keine Gamma 2 Phase) ein sondern wird direkt von der Epsilon Phase aufgenommen und bildet so die stabile Eta Phase Vorteile von Gamma-2-freien Amalgam: Reaktion des Kupfers mit Zinn zur stabileren Bronze Phase >> Eta-Phase Unterdrückung der Gamma-2-Phase Weniger korrosionanfällig Polierbeständig Geringe merkuroskopische Expansion Randdichter Toxizität Elementares Quecksilber ist bei Raumtemperatur flüssig, geht bereits in die Dampfform über. Aunahme: 1. Eingeatmetes Quecksilber>>Lunge>>Blut>>Ausscheidung: über Nieren und Stuhl, Einlagerung im Gehirn: überwindung der Blut-Hirn-Schranke 2. Quecksilberionen: Korrosionprozesse, Kauen (Abrasion), Herausbohren von Amalgamfüllungen (7-10% der verschluckten Menge wird im Magen-Darm-Trakt) resorbiert. 3. Über Nahrung WHO 4,3 μg anorganisches Quecksilber, 2,4 μg Methylquecksilber pro Tag Wöchentlich sollte >350 μg davon nicht mahr als 200 μg organisches Quecksilber 4. Korrelation zwische Quecksilberkonzentration in Blut und Urin mit Zahl der Amalgamfüllungen Akkumulation in Nieren und Gehirn. Toxikologisch unbedenklich aber Psychosomatische Probleme Minimata Krankheit bei Chronischer Quecksilbervergiftung Syptome: Tremor Mercurialis Erethismus: Persönlichkeitsveränderung Psellismus: verwaschene Sprache Nephritis und Proteinurie Therapie Dimaval Bindung an Schwermetalle mit thiolgruppe >> Ausscheidung über Urin Kontraindikationen  Schwanger, Niereninsuffizienz, Kinder unter 15, Allergien Realtive Kontraindikation: Benachbarte andersartige metallische Restaurationen Seit 1 Juli 2018 zusätzlich auch nicht für: stillende Patientinnen, Milchzähne Indikation Klasse I und Klasse II Präparation Birne Breite: Isthmus und Kasten >> 1,5 mm Tiefe: Isthmus 2,5 mm Vorgang: Kofferdam, Keil, Matrize Unterfüllung aus Zinkoxidphosphatzement zB. Harvard-Zement  Trituration: Anmischen von Feilungspulver & Quecksilber Erst wird der Kasten gefüllt danach der Isthmus mittels Despenser Amalgam im Überschuss eingebracht, geschnitzt, brüniert und Amalgamüberschüsse werden im Approximalraum entfernt, Cave: Politur frühestens nach 24h Studen Entfernung von Amalgam nur unter Kofferdam Verlustrate Jährlich 3%
  • Definitionen: Inlay, Onlay, Overlay, Teilkrone Inlay: Ist eine rein intrakoronale fixierte Einlagerestauration. Dabei wird die Kaufläche eine Zahnes nicht bedeckt  Retentive Veranankerung: Okklusale bzw. approximale Kastenverankerung Onlay: bedeckt die gesamte Kaufläche eines Zahnes Retentive Veranankerung: Okklusale bzw. approximale Kastenverankerung Overlay: fasst mindestens einen Höcker, meist aber alle Höcker, wobei beide Approximalflächen in die Präparation mit einbezogen werden. meist nur die okklusionstragende Höcker gefasst, dabei hat sich die Stufe mit Abschrägung bewährt. Die nicht tragenden Höcker sind mit einem Außenschliff versehen. Retentive Veranankerung: zusätzlich durch Perikoronale Verankerung Der übergang zur Teilkrone ist fleißend. Teilkrone-bevel am tragenden Hocker Bei adhäsiv befestigte Keramikrestaurationen sind variable Formen möglich , die sich nicht mehr in diese Klassifizierungen einordnen lassen.   Teilkrone- hkp inlay onlay- mkv
  • Reamer, K-Feile, Headström, Extripationsnadel Reamer: dreieckiger oder viereckiger Querschnitt, Schneidekantewinkel 10-30º>>drehend-schabend K-Feile: dreieckiger oder viereckiger Querschnitt, Schneidekantewinkel 25-40º>>drehend-schabend Dreickantige Instrumente: schneiden besser und sind flexibler, großer Spanraum Vierkanten Instrumente: sind bruchsicherer Headström Feile: runder Querschnitt, Schneidekantewinkel 60-65º>>ziehend-schabend, kleinster Kern= bei kleinen Größen erhöhte Bruchgefahr, großen Spanraum Extripationsnadel: sind mit kleinen Haken versehene Instrumente, die dazu dienen sollen, die Pulpa in einem Arbeitsgang aus dem Wurzelkanal zu exstirpieren. *Spanraum: entschiedet wie viel Material aus dem Wurzelkanal heraustransportiert werden kann.
  • Kariesdiagnostik Aufgaben: - Die möglichst frühzeitige Detektion einer sich entwickelnden kariösen Läsion oder der Kariesverlaufskontrolle - Mit einer Methode allein ist es in der Regel nicht möglich,  Karies im Frühstadium aufzudecken. Validität=Genauigkeit (Güte)- hohes Maß an Validität, wenn genau das gemessen wird, was gemessenwerden soll Reliabilität/ Reproduzierbarkeit- Ausmaß in welchem einen Untersuchung/ Test/ Messverfahren gleicheResultate bei wiederholten Versuchen konsistent liefert- je höher die Reliabilität (je näher an 1), desto reproduzierbarer ist dasMessergebnis Sensitivität: fähigkeit erkrankte Flächen als solche zu erkennen Sensibilität: fähigkeit gesunde Flächen als solche zu erkennen 1. Inspektion mit bloßem Auge oder Vergröserungshilfe gereinigte und getrocknete Zahn Diagnostiksysteme (DMF-Index, ICDAS) verwendet, um die unterschiedlichen Schweregrade der Karies erfassen zu können. 2. Sondierung mit Stumpfe Sonde Sensiv: 14% , Spez: 93%  kann bei ungeschicktem Vorgehen zum Einbruch minder mineralisierten Zahnschmelzes führen ▪ Überprüfung der Kariesfreiheit nach Exkavation▪ Sondierung von Restaurationsrändern (Sekundärkaries)▪ Sondierung in nicht einsehbaren Bereichen 3. Röntgen Bissflügelaufnahme Sensiv: 45% , Spez: 83%  tragen entscheidend zur Diagnostik von Schmelzläsionen bei. Für approximale Läsionen (im Zahnzwischenraum). Dentinkaries hinkt im Röntgenbild immer ihrer tatsächlichen Ausdehnung hinterher, da nur Zonen als kariös diagnostiziert werden können, die bereits durch die bakterielle Aktivität entmineralisiert und dadurch strahlendurchlässiger sind. 4. Transillumination Faseroptiktransillumination Sensiv: 50-70% , Spez: 99-100%  DiagnoCam (Kavo)▪ für Seitenzähne; Approximalkaries; wenn ein Röntgenbild nicht möglich ist oder als zusätzliches Hilfsmittel zur Diagnosesicherung▪ Lichtquelle der Wellenlänge 780nm durch einen speziellen Lichtleiter (Kaltlichtsonde) durch Knochen und über die Zahnwurzeln nach koronal gelenkt>>  unterschiedliche Lichtbrechungsverhalten von gesunder und kariöse erkrankter Zahnhartsubstanz>> Kariöse Substanz wird, bedingt durch einen Lichtintensitätsverlust, als dunkler Schatten erkennbar>> und dort von eine Kamera erfasst▪ Kaltlicht (Infrarotteil des Lichtspektrums) >> Hitzeentwicklung reduziert- Sehr hohe Aufdeckungsquote der Dentinkaries aus.- Sensitivität für Schmelzkaries wesentlich geringer 5. Messung Elektrischen Wiederstandes Kariesmeter Sensiv: 77% , Spez:87-100%  (Impedanzmessung) Prinzip: die speichelfeuchten Zahnhartsubstanzen einen unterschiedlichen elektrischen Widerstand haben. Mit zunehmendem Porenvolumen, so auch in kariöser Zahnsubstanz, nimmt der Speichelgehalt zu. Hierdurch wird die Leitfähigkeit verbessert, was zur Abnahme des Widerstands führt. 6. Laserfluoreszenz-System Diagnodent Sensiv: 77% , Spez:87-100%  ▪ für okklusale Karies▪ gepulstes Licht mit def. Wellenlänge (655nm) wird abgegeben >> dringt 1mm inZahnoberfläche ein▪ veränderte Zahnhartsubstanz von dem ausgesandten Licht angeregt >> Porphyrinewerden angeregt >> fluoreszieren mit dem Licht in einer anderen Wellenlänge- je mehr Prophyrine, desto mehr Karies▪ Messung der Fluoreszenz: Intensität 0-99- gesunder Schmelz: 0-20- Schwellenwert E2: 14 Zwischen 20-30 entweder intensive prophylaxe oder restaurativ je na ch Patientenprofil - Schwellenwert D1: 30 --> Restaurativ▪ falsch positive Werte durch Zahnstein/ Plaque >> intensive Reinigung vorher▪ Diagnodent soll eingesetzt werden, wenn bei Untersuchungen Kariesverdachtvorliegt, dieser aber visuell nicht verifizierbar ist. 7. Kariesdetektor Karies im Verlauf einer zahnärztlichen Behandlung zur Exkavation sichtbar zu machen, kann die chemische Anfärbung der kariösen Läsion mit einem sogenannten Kariesdetektor hilfreich sein; allerdings sollte das Verfahren mit zunehmender Nähe zur Pulpa nicht mehr angewendet werden, da in Pulpanähe das gesunde Dentin (Zahnbein) auf Grund seiner Morphologie stärker angefärbt wird und somit die Gefahr der Pulpaeröffnung gegeben ist. Hier auf das typische Sondengeräusch des Dentins beim Abtasten mit der Sonde verlassen.
  • Akute Pulpitiden Hyperämie: Restitutio ad integrum Einwanderung von Lymphozyten und Plasmazellen in subodontoblastischen Bereich >> Gefäßproliferation und erhöhte Vaskularität >> Arterien sind prall gefüllt und die Fließgeschwindigkeit ist erhöht  Pulpitis acuta serosa: >> Als Folge der Gefäßerweiterung >> serösem, zellfreiem Exsudat >> Pulpagewebe erscheint gequollen, Permeabilität der Gefäße und Plasmaextravasion erhöht, erhöhter Pulpadruck   Pulpitis acuta serosa partialis (reversibel): betrifft nur die KronenpulpaPulpitis acuta serosa totalis (nicht mehr reversibel): Kronen + Wurzelpulpa Pulpitis acuta purulenta: >> Diapese der Leukozyten aus den Blutgefäßen in das Pulpagewebe Je nach Abwehrlage:Pulpitis acuta purulenta partialis: Lokal begrenzte Einschmelzungen des Pulpa Gewebes im Sinne von MikroabzessenPulpitis acuta purulenta totalis: Ausbreitung der Eiterung ohne Abgrenzung im Sinne einer phlegmonöse Einschmelzung >>> wanderung von neutrophilen Granulozyten in das Gewebe ein >> kurze Lebensdauer >> nach zelltot toxische zelluläre Komponenten und proteolytische Enzyme werden entlassen >> Zerstörung anderer Zellen, Bindegewebsfasern und Grundsubstanz der Pulpa >> Pus 
  • Chronische Pulpitiden Pulpitis chronica clausa: Hier herschen Lymphozyten, Makrophagen, Plasmezellen und Mastzellen in der Pulpa  Makrophagen: können antigene die sich mit anderen Substanzen komplexieren phagozitieren Lymphozyten: representieren die humorale und zellvermittelte Immunantwort Lymphozyten, Makrophagen: können zur Zytotoxischen Aktivität oder durch die Bildung von Zytokinen zur Gewebezerstörung führen  Pulpitis chronica granulomatosa clausa: Morbidität: 0,1-1,6% Ursache evtl. Dentales Trauma. Etwa 2% der Luxierten Zähne entwickeln ein internes Granulom Ursache warscheinlich bakrterielle Infektion und nekrose des Koronalen Anteils >> wanderung der Bakterien richtung apikal >> umwandlung undifferenzierter pulpaler Bindegewebszellen in mehrkernige Dentinoklasten >> Zentrifugale ausbreitung >> Resorption der umgebendes dentin. Evtl. “pink spot”, meist Sensibilität positiv  Pulpitis chronica granulomatose aperta: Pulpapolyp Exposition der Pulpa und somit verbindung zwischen Pulpagewebe und Mundhöhle ; proliferierende Verlaufsform ; stark vaskularisiertes Gewebe, zahlreiche Nervenfasen ; mehrschichtiges Epithel ; pulpa befindet sich im Zustand Chronischer diffuser Entzündung oder hyperämie ; meist bei Milchzähnen 
  • Pulpanekrose Sterile Nekrose: zumeist als Folge von Traumas >> wenn der Gefäß-Nervenstrang am Foramen Apikale abreißt >> Ischämie >> Koagulationsnekrose >> keine apikale Parodontitis weil keine Mikroorganismen im Wurzelkanalsystem >> über die Zeit eine mikrobielle Besiedlung  Infizierte Nekrose:   Abgestorbene Pulpagewebe wird durch mikroorganismen zersetzt >> Kolliquationsnekrose >> Autolyse des Gewebes >> dadurch typischer Gangrängeruch >> Blutversorgung existiert nicht mehr ; Abwehrzellen können den Ort der Infektion nicht mehr erreichen Nekrose= Endstadium 
  • Schmerzsymptomatik SchmerzsymptomatikA-delta-Fasern: heller, umschriebener Schmerz --> Dentinhypersensibilität C-Fasern: Dumpfer Schmerz --> irreversible Pulpitis  Raschkow-Plexus reicht bis zur Odontoblastenschicht A-delta-Fasern--> N.trigeminus, myelinisiert, umgeben von Schwann-Zellen (Leitungsgeschwindigkeit >30 m/s), für die Dentinempfindlichkeit verantwortlich C-Fasern--> nicht myelinisiert (Leitungsgeschwindigkeit <2 m/s), für die Thermische,mechanische oder chemische Reize verantwortlich  Mechanismus der Schmerzauslösung  Direkte Erregung: direkte Erregung freier Nervenendigungen durch mikrobielle Endotoxine  Angeborene bzw erworbene Immunantwort: Mediatore (kinine, prostaglandine) >> Vasodilatation und Plasmaextravasation >> erhöhter lokaler Gewebedruck >> Abfall des pH-Wertes >> Erniedrigung der Schwelle der Nozizeptoren  Entzündungsmediatoren können aber auch direkt eine Reizung freier Nervenendigungen Bei wiederhohlten Reiz und Ausschüttung Neuropeptide zB. Subtanz P kann es im Pulpagewebe zur Ausprossung von neun Nervenfasern im Bereich der Reizweinwirkung  Dentinhypersensibilität:   Wenn Schmelzverloren geht und dentin exponiert ist oder wenn Wurzeldentin in der Mundhöhle exponiert ist Schmerzlösende Reize: thermische,mechanische,osmotische und elektrische Reize Hydrodynamische Theorie: Pulpa und Dentinkanälchen enthalten Gewebeflüssigkeit mit einem Hydrostatischen Druck von etwa 30mmHg und damit Druckgefälle nach außen. Flüssigkeit ist in den Dentinkanälchen durch Kapillarkräfte fixiert Reiz auf das Dentin >>Flüssigkeitsbewegung in den Dentinkanälchen Bei trockenpusten der Kavität, applikation von Kälte oder Wärme oder einwirkung osmotisch aktiver Substanzen 
  • Pulpektomie vs. Pulpotomie Pulpotomie ist die teilweise Entfernung resp. Amputation der Pulpa Indikation: Nur bei partiellen Pulpitis Bei großflächig akzidentiell freiliegende Pulpa (iatrogenbedingt) Komplizierte Kronenfraktur  Bei permanten Zähnen nur wenn das Wurzelwachstum noch nicht abgeschlossen ist vorgehen  Kontraindikationen: pathologische Beweglichkeit des Zahnes , Fistel, internen und externen Resorptionen, sowie apikalen oder interradikulären Radiotransluzenzen, Pulpanekrose, Austritt von Pus oder Exsudat aus dem Pulpenkavum bzw. den Wurzelkanälen, Auch Milchzähne, deren Wurzeln physiologisch schon zu mehr als einem Drittel resorbiert sind, Patienten mit schweren Allgemeinerkrankungen. Partielle Pulpotomie bei traumatischen Expositionen Erfolgssicherheit 94 % – 96 % Bei längeren Expositionszeiten (2 h bis zu 48 h) Indikation: durch Trauma freigelegt und entzündungsfreie Pulpa Vollständige Pulpotomie (Vitalamputation) Erfolgssicherheit zum Erhalt der Pulpavitalität beträgt 60 %. Bei längeren Expositionszeiten (mehr als 48 Stunden) Indikation: bei Zähnen mit nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum indiziert, wodurch das Wurzelwachstum so noch zum Abschluss kommen kann (Apexogenese), wenn die Kronenpulpa bereits entzündet ist Vorgang: 1. Absolute Trockenlegung des Zahnes mit Kofferdam 2. Desinfektion des gesamten Arbeitsfeldes 3. Kronenpulpa wird mit einem sterilen diamantierten Schleifkörper entfernt (koronalen 2 mm der Pulpa) 4. stillung der Blutung mit Kochsaltz-Lösung (Ist die verbliebene Pulpa gesund, ist mit einem Sistieren der Blutung innerhalb von fünf Minuten zu rechnen.) 5. weiteres vorgehen wie bei direkte überkappung  Pulpektomie (Vitalexstirpation) die vollständige Entfernung der Pulpa. Indikation: wenn die Pulpa von bleibenden Zähnen mit abgeschlossenem Wurzelwachstum breitflächig eröffnet wurde (z.B. infolge einer irreversiblen Pulpitis, eines Unfalls oder konservierenden bzw. prothetischen Präparationen). Vorgang: Nach Lokalanästhesie und Kariesentfernung wird die noch lebende Pulpa mit einer Exstirpationsnadel vollständig entfernt. Eine Wurzelkanalaufbereitung und -füllung schließt sich an. Im Milchgebiss ist die Vitalexstirpation nur vor Beginn der Wurzelresorption möglich.
  • Bulk-Fill FunktionsprinzipBulk-Fill-Komposite werden in Schichtstärken von 4 bis 5 mm lichtpolymerisiert. Die erhöhten Durchhärtungstiefen der Bulk-Fill-Komposite werden: 1) durch eine Erhöhung der Transluzenz der Materialien erreicht 2) durch den Einsatz optimierter, hochreaktiver Photoinitiatorsysteme. EinteilungBulk-Fill-Komposite können in zwei Gruppen unterteilt werden: 1) niedrigvisköse, fließfähige Materialien Im Unterschied zu modellierbaren Bulk-Fill-Kompositen müssen Bulk-Fill-Flows mit einer okklusalen 2-mm-Deckfüllung aus einem herkömmlichen Hybrid-Kompositmaterial überschichtet werden (Abb. 1), da sie aufgrund ihres geringeren Füllergehalts schlechtere mechanische Eigenschaften aufweisen und weniger abrasionsfest sind. Eine Sonderstellung nimmt SonicFill (Kerr) ein. Dieses hochgefüllte Komposit wird mithilfe eines speziellen Handstücks während der Applikation schallaktiviert, um es von einer festen in eine fließfähige und damit besser adaptierbare Konsistenz zu überführen. Sobald die Schallaktivierung beendet wird, steigt die Viskosität wieder an, sodass das Material modellierbar wird. 2) hochvisköse, modellierbare Materialien. LichtpolymerisationObwohl einige Bulk-Fill-Materialien laut Herstellerangaben mit Belichtungszeiten von 10 sec. verwendet werden dürfen, zeigen neue Forschungsergebnisse, dass insbesondere hochvisköse Bulk-Fill-Komposite erst bei Belichtungszeiten von 20 bis 30 Sekunden in Kombination mit leistungsstarken Polymerisationslampen (Lichtintensität: ca. 1.200 mW/cm 2) ausreichend in 4 mm Schichtstärke polymerisieren Indikationen1. Restauration sämtlicher Seitenzahnkavitäten. 2. Neben der Verwendung bei großen Wiederholungsfüllungen im Rahmen der Sekundärversorgung 3. Verschlusses von Trepanationsöffnungen 4. Für minimalinvasive Restaurationen. Die eingeschränkte Zugänglichkeit von Mikrokavitäten erschwert die Durchführung einer Inkrementschicht-Technik, so dass hier Bulk-Fill-Materialien neben einer Zeitersparnis auch technische Vorteile bringen. (Versorgung vor indirekter Restauration eignen sie sich insbesondere auch?)
  • Kompomere Definition: enthalten Monomere, Photoinitiatoren, Stabilisatoren, Farbpigmente und Füllkörper (0,1-1 μm), die auch in Kompositen angewendet werden. Zu den üblichen Dimethacrylate auch säuremodifizierte monomere (hydrophil) >> Wasseraufnahme >> erst dann Säure-Base-Reaktion Füllkörper aus Barium-Aluminium-Fluorosilikat-Gläsern  >> Röntgenopazität Sie haben eine höhere Abriebfestigkeit als reine Glasionomerzemente, sind aber weniger abriebfest als Komposite. Bei Kompomeren ist wie bei Kompositen ein Adhäsiv für den sicheren Verbund mit der Zahnhartsubstanz notwendig. Kompomere sind "Ein-Komponenten-Systeme", die erst nach Lichtzufuhr aushärten. Während die Glasionomer-Zemente chemisch an Schmelz und Dentin haften, muss bei den Kompomeren wie bei den Dentinadhäsiv-/Kompositsystemen ein mikromechanischer Verbund hergestellt werden. IndikationZahnhalsfüllungenkleinere Füllungen im Seitenzahnbereich ohne große KaubelastungProvisorische FüllungenFüllungen an Milchzähnen Kontraindikation endgültige Füllung für Kauflächen im Seitenzahnbereich des bleibenden Gebisses(kein Amalgamersatz!)Allergien gegen Bestandteile von Kompositen und Adhäsiven Vorteileleichte Verarbeitbarkeitunauffällige Asthetik können fluoride freisetzen ähnliches elastizitätmodul wie Mikrofüllenkomposite, für Restaurationen indiziert bei denen es auf eine erhöhte Biegebeanspruchung ankommt Nachteilegeringe Abriebfestigkeit (hoher verschleiß)relativ geringe Lebensdauer (Haltbarkeit von ca. 3 – 5 Jahren)
  • Ormocere Die Ormocere, eine Wortschöpfung aus organically modifiedceramic. verbesserte Polymerisationsschrumpfung haben und somit einen besseren Randschluss. Die Matrix besteht im Gegensatz zu herkömmlichen Kompositen nicht nur aus einem organischen, sondern auch aus einem anorganischen Netzwerk, das die Monomerebesser einbetten und zu einer niedrigeren Monomerfreisetzung führen soll. Bestandteile: 3 Komponenten organischen und den anorganischen Komponenten sowie den Polysiloxanen : 1. Die organischen Polymere beeinflussen die Polarität, Vernetzungsvermögen, Härte und optisches Verhalten.2. Die Gläser und Keramikanteile (anorganische Bestandteile)sind verantwortlich für die thermische Ausdehnung sowiedie chemische und thermische Stabilität.3. Die Polysiloxane beeinflussen die Elastizität, die Grenzflächeneigenschaften und die Verarbeitung. Die anorganischen Bestandteile sind mit multifunktionalenSilanmolekülen an die organischen Polymere gebunden. DieMethacrylatgruppen des organischen Anteils bilden nach derPolymerisation eine dreidimensionale Vernetzung Indikation wie bei Kompomere, Amalgame und Komposite Behandlungsschritte sind identisch zu denen der oben beschriebenen Kompositfüllung. Legen von Kofferdam, die Säure-Ätz-Technik und die Verwendung eines zum System gehörenden Dentinhaftvermittlers. Enthalten als Füllstoff neben Barium auch Apatit und setzen Fluoride frei
  • Silorane Die Wortschöpfung dieser Stoffklasse verweist auf ihre chemische Zusammensetzung aus Siloxanen und Oxiranen. Zieledieser Produktklasse sind niedrigere Schrumpfung, längereLicht beständigkeit und weniger Randverfärbungen. Die ringförmige Monomerstruktur der Silorane unterscheidet sichdeutlich von den kettenförmigen Monomeren der Hybridkomposite.Die hydrophoben Eigenschaften des Materials werden durchdie Siloxane verursacht. Exogene Verfärbung und Wasseraufnahme werden dadurch vermindert. Die Oxiranringe bestimmen die physikalischen Eigenschaften und die geringe Schrumpfung. Die Vernetzung der Silorane erfolgt über Kationen imGegensatz zu den Methacrylaten, die sich über Radikale verbinden. Das Photoinitiatorsystem basiert auf drei Komponenten:dem lichtabsorbierenden Kampherchinon, einem Elektronendonor (z. B. Amin) und einem Iodoniumsalz.
  • Komposite dienen der zahnfarbenen Versorgung kariöser Defekte sowohl im Frontzahn- als auch im Seitenzahnbereich. Sie werden in plastischem Zustand in die Kavität (das Loch) eingebracht und erhärten dort durch Polymerisation (chemische Abbindung). Dabei gehen sie bei Anwendung der Dentin-Adhäsivtechnik einen mikromechanischen Verbund mit der Zahnsubstanz ein. Die Vorteile einer Kunststofffüllungen im Vergleich zu einer Amalgamfüllung bestehen in: der Möglichkeit der zahnfarbenen Versorgungder Stabilisierung der Zahnsubstanz durch den dentinadhäsiven (dem Zahnbein anhaftenden) Verbundim Gegensatz zu Amalgam quecksilberfrei und dem Verzicht auf Zahnsubstanz fordernde Unterschnitte, mit denen eine Amalgamfüllung gegen Abzugskräfte im Zahn verkeilt werden muss.Ihre Nachteile liegen in der vergleichsweise zeitaufwändigen Mehrschichttechnik, mit der der Schrumpfung des Kompositmaterials während der Polymerisation (chemischen Abbindung) entgegengewirkt werden muss. Außerdem steht das Material hinsichtlich seiner Bioverträglichkiet in der Diskussion. Nachgewiesenermaßen sind Komposite Kontaktallergene, ein Problem, das in erster Linie das zahnärztliche Personal betrifft, da die Allergisierungsgefahr vom noch nicht polymerisierten (chemisch erhärtetem) Material ausgeht. Kompositmaterial Bestandteile Kunststoffe (Komposite) zur Füllungstherapie setzen sich aus folgenden Bestandteilen zusammen: 1. Organische Matrix, bestehend u. a. aus: a) verschiedenen Methacrylaten (Bis-GMA, UDMA) als Monomermoleküle (Kunststoffgrundbausteine), verantwortlich für die mechanischen Eigenschaftenb) Verdünnern zur besseren Verarbeitbarkeit (Komonomere TEGDMA und EGDMA)c) Initiatoren (z. B. Benzoylperoxid, Kampherchinon), die durch die Freisetzung von freien Radikalen die chemische Abbindereaktion in Gang setzend) Akzeleratoren zur Beschleunigung der Abbindereaktione) Farb- und anderen Stabilisatorenf) Siliciumdioxidclustern, die die Abbindeschrumpfung der Matrix verringerng) Nanopartikeln, 2 bis 3 nm groß, zur Verbesserung der Biegefestigkeit, der Transluzenz (partiellen Lichtdurchlässigkeit) und der Bioverträglichkeit h)Additiva Weichmacher, Lichtschutzmittel etc 2. Anorganische Füllstoffe verbessern etliche Materialeigenschaften wie z. B. die Abrasionsbeständigkeit (Abriebbeständigkeit), Schrumpfung, Bruchfestigkeit u. v. m.: Man unterscheidet zwischen drei Kompositen:♦ Konventionelle Komposite, die nur grosse Füllkörper (Makrofüller) aus Quarz, Glas oder Keramik .Partikellgröse 0,1-100 μm. Lassen sich nicht polieren. Palqueanlagerung begünstigt.♦ Mikrofüllerkomposite, die aus Siliziumdioxid (SiO2) mit einer Grösse im Bereich von 0.007-0.04 μm haben. Polierbar. aber nicht röntgenopak. erhöhte poliemerisationschrumpfung♦ Hybridkomposite, die sowohl Mikrofüller als auch Makrofüller enthalten. Feinpartikel- 5μm , Feinstpartikel- 3μm (polierbar) , Submikrometer- Hybridkomposite 1μm 3. Verbundphase: sie ermöglicht die chemische Verbindung der organischen Matrix mit den anorganischen Füllkörpern und entsteht durch Silanisierung (Reaktion mit einem Silan). Dadurch werden in erster Linie das Abrasionseigenschaften (Abriebeigenschaften) der Kunststoffe wesentlich verbessert. II. Konsistenz Kunststoffe werden je nach Indikation in folgenden Viskositäten verarbeitet: fließfähige Komposite (flowable) enthalten weniger Füllkörper und haben somit eine höhere Polymerisationsschrumpfung von ca. 3 %. Ihre Anwendung ist dadurch auf Zahnhalsfüllungen und sehr kleine okklusale und approximale Defekte beschränkt.universelle Komposite: müssen dem Kaudruck standhalten und haben deshalb eine hohe Biegefestigkeit, Oberflächenhärte und einen großen Volumenanteil an Füllkörpernstopfbare Komposite (packable) sind hochviskös und enthalten mehr hochdisperses Siliciumdioxid, teilweise in Kombination mit gröberen Füllkörpern. Sie sind nicht abrasionsbeständiger als universelle Hybridkomposite. III. Farbspektrum Um dem natürlichen Vorbild möglichst nahe zu kommen, werden die Komposite in einem großen Spektrum verarbeitet. Dabei wird nuanciert hinsichtlich: der Helligkeitdes Farbtonsder Transluzenz (partiellen Lichtdurchlässigkeit): die Schmelzmasse ist durchlässiger als die Dentinmasse, außerdem werden opake Farben (lichtundurchlässige Farben) zum Abdecken dunkler Zahnsubstanz angeboten. IV. Chemische Abbindereaktion Kunststofffüllungen erhärten dadurch, dass die Acrylatmonomere (Acrylatgrundbausteine) durch eine von freien Radikalen ausgelöste Kettenreaktion zu einem Polymer vernetzt werden. Die Radikale wiederum werden durch eine chemische Startreaktion oder über einen Photoinitiator freigesetzt, der auf ein Lichtspektrum von 350 bis 550 nm reagiert, auf das die Polymerisationslampen ausgerichtet sind. Indikationen (Anwendungsgebiete)Kunststofffüllungen finden sowohl in der ersten als auch der zweiten Dentition (in Milchzähnen und bleibende Zähnen) sowie an sämtlichen Zahnflächen Verwendung: Frontzahnfüllungen einschließlich EckaufbautenZahnhalsfüllungen z. B. zur Versorgung keilförmiger PutzdefekteOkklusalfüllungen zur Restauration der Kauflächen bei einer Füllungsbreite von max. 50 % des HöckerabstandsApproximalfüllungen zur Restauration von Zahnzwischenraumdefekten, bei okklusalem Anteil entsprechende maximale Breite von 50 % des HöckerabstandsÄsthetische Zahnumformungen z. B. zur Zahnsubstanz schonenden Korrektur von Formanomalien (Zapfenzahn)Füllungen in der 1. Dentition (Milchzahnfüllungen)Aufbaufüllungen vor Kronenversorgung Kontraindikationen (Gegenanzeigen)Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe, v. a. Methacrylatzu großer Zahndefekt; hier ist das Ausweichen auf eine Inlay-Onlay-Teilkronen- oder Kronen-Versorgung sinnvoll
  • C-Faktor Definition: Der C-Faktor gibt eine Aussage über das Verhältnis von freien zu gebundenen Oberflächen bei der Kunststoffschrumpfung und ist wichtig für die Qualitätssicherung von Kompositversorgungen. Berechnung: Der C-Faktor berechnet sich aus: gebundene Oberfläche / freie Oberfläche. Das bedeutet je mehr Flächen gebunden sind desto größer wird der C-Faktor. Es wird ein möglichst niedriger C-Faktor angestrebt. Gefahr: Durch die Schrumpfung des Kunststoff Anteils von Kompositen entstehen beim Polymerisieren Spannungen. Je mehr freie Flächen vorhanden sind desto weniger Spannungen entstehen im Komposit, desto besserer Randschluss. Die Schrumpfung findet immer in Richtung der größten Masse statt. Bei einer gebundenen Fläche findet die Schrumpfung dadurch in Richtung dieser Fläche statt. erhöhten Gefahr des Adhäsionsverlustes und zum anderen zu einem erhöhten Risiko der Randspaltbildung führen. Lösung: Bei größeren Cavitäten wird deshalb Komposit in mehreren Schichten aufgetragen. Dadurch kann die Zahl der freien Flächen erhöht und somit die Spannungen gemindert werden. Ein Ablösen der Verbundflächen kann so verhindert werden 
  • Emdogain ein Gel, das Schmelzmatrixproteine aus embryonalen porcinen Zahnkeimen in einer Propylenglykolalginat-Trägersubstanz enthält. Mit Schmelzmatrixproteinen lassen sich gingivale Rezessionen, vertikale Defekte und Furkationsdefekte  leichter und kostengünstiger therapieren als mit Membranen. - Intraossäre Defekte - Furkationsgrad 1+2 - Rezessionen - orale Wundheilung Erfolgsgaranten sind die richtige Operations- und Nahttechnik, die systematische Infektionskontrolle, eine sehr gute Mundhygiene sowie die strikte postoperative Nachsorge. Anwendung: auf die gereinigte Wurzeloberfläche eines parodontal erkrankten Zahns appliziert, begünstigt es die Regeneration von Wurzelhaut, Wurzelzement und Alveolarknochen, indem es Prozesse, die während der Zahnentwicklung stattfinden, nachahmt (Mimikry) [7–10]. Die Wiederherstellung aller Strukturen des Parodonts beginnt unmittelbar nach der Behandlung mit dem Präparat und setzt sich über mehrere Monate bis zu drei Jahren fort 
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  • Röteln Ansteckung, Inkubationszeit, Verursacher: Die Ansteckung mit Röteln geschieht in der Regel über Tröpcheninfektion, Rubella- Viren Frauen, die sich in der Schwangerschaft mit Röteln infizieren, können das Virus auf ihr Ungeborenes übertragen = intrauterinen Infekt >> Embryopathia Rubelosa zwei bis drei Wochen. So lange ist die Inkubationszeit bei Röteln. Symptome: Röteln beim Baby, Kleinkind und KindKopfschmerzenleichtes Fieberentzündete Atemwegsschleimhäutemanchmal leichte Bindehautentzündunggeschwollene, schmerzende Lymphknoten, vor allem am Nacken und hinter den OhrenAuschlag auf der Haut, der für Röteln typisch ist: Die kleinen Flecken entstehen zuerst im Gesicht. Von dort breiten sie sich über den gesamten Körper bis zu den Armen und Beinen aus. hypodontien, Schmeltzhypoplasien, veränderung der Zahnmorphologie und verzögerter Milchzahndurchbruch
  • Rhesusfaktor Ursache:  Inkompatibilität zwischen mütterlichem und vaterlichem Rhesusfaktor entsteht am Ende einer Schwangerschaft oder während der Geburt beim Kind eine hämolytische Anämie (fetale Erythroblastose). Konsequenz: Frei werdende Blutfarbstoffe (Bilirubin, Biliverdin) reichern sich in den Zähnen an und führen neben Strukturveränderungen im Zahnschmelz  auch zu Grün-, Grau- oder Gelbverfärbungen der Zähne des Milch- und des bleibenden Gebisses.
  • Zahnpasta Kosmetische Aufgabe: Säubern und Polieren der Zahnoberfläche und Erfrischung der Atems Therapeutische Aufgabe: Entfernen der Plaque Pharmakologische Aufgabe: Einbringen pharmakologisch wirksamer Substanzen  1. Tenside zB. Aminfluorid, Natriumlaurylsulfat, verringern die Oberflächenspannung der Speichel-Zahnpasta-Gemischs. Eigenschaft sich an Oberflächen anzulagern, Schäumende wirkung--> lösen Speisereste und Plaquebakterien ab. Konzentration >2%  2. Geschmackstoffe zB. Pfefferminz und Menthol, Saccharin,Xylit  3. Kariostatika zB. Ziinfluorid, NatriumFluorid, Natriummonofluorphosphat und Aminfluorid Konzentration 0,1-0,15%, bei Kinderzahnpasten 0,05%  4. Plaquehemmende Wirkstoffe zB. Chlorhexidin, Sanguinarin oder Enzyme Amyloglucosidase/Glucoseoxidase antimikrobielle Eigenschaftwirken auf den metabolismus und das Wachstum der Supragingivale Plaquebakterien. In kombination mit Phenolen evtl. Hemmung der Parodontalpathogene Keime  5. Zahnsteininhibitoren zB. Pyrophosphate, Polyphosphate, Phosphonate und Zinkzitrat hemmen die Ausfällung von Kalziumsalzen aus dem Speichel  6. Pflanzliche Extrakte zB. Chamazulen wirken antiphlogistisch oder zB. Vitamin fördert die Zellproliferation--> keratinierte Gingiva  7. Feuchthaltemittel zB. Glycerol, Sorbitol, Propylenglycol 8. Bindemittel zB. Methylcellulose  9. Konservierungstoffe zB. Hydroxybenzoesäureester 
  • Parodontitis apicalis Parodontitis apicalis acuta: Ist einer schmerzhafte hoch akut verlaufende Entzündung, enton Tischen, ursprungs im periapikalen Gewebe Mischflora produziert : Exotoxine: Verursachen eine Lyse der Zellmembran der Leukozyten Endotoxine: Interaktion mit Makrophagen Freisetzung spezieller Mediatoren Enzyme: Abbau von Plasmaproteinen  Hyperämie der Wurzelhaut >> erweiterung der Blutgefäße >> freie Erythrozyten und perivaskuläre Ödeme >> Diapedese von Monozyten und neutrophilen Granulozyten >> Monozyten und Makrophagen setzen Leukotriene, Prostaglandine,TNFa und Interleukine frei >> schmerzhaftigkeit und aktivierung von osteoklasten und degradieren die extrazelluläre Matrix >> Knochenabbau  Da klinisch der histologische Zustand des periapikalen Gewebes nicht zuverlässig diagnostiziertwerden kann, sollte als klinische Diagnose nicht akute apikale Parodontitis, sondern symptomatische apikale Parodontitis gestellt werden Symptome: starke spontane ZahnschmerzenVitalitätsprobe: negativextrem klopfempfindlichauf der Röntgenaufnahme: Verbreitung desapikalen Desmodontalspalts Rö: unaufällig evtl. erweiterter Desmodontalspalt Akuter apikaler Abszeß  Gelangen Keime aus dem Wurzelkanalsystem ins periapikale Gewebe werden sie dort von Makrophagen und Granulozyten phagozytiert. Einigen hochpathogene Keime gelingt es in einigen Fällen in periapikale Gewebe vorzudringen Histologisch handelt es sich um ein massives zelluläres Infiltrat mit zahlreichen neutrophilen Granulozyten; zentral liegt ein nekrotischer Herd mit Pusansammlung vor In Abzessen herrschen 90-100% anaerobe bakterien Anaerobe gramnegative Stäbchen, grampositive Kokken und fakultativ anaerobe Streptokokken Periapikaler Abszess: zelluläres Infiltrat mit zahlreichen neutrophilen Granulozyten; zentral ein nekrotischer Herd mit Pusansammlung. Kann sogar Osteomyelitis ausbilden Symptome: leichter bis ernsthafter SchmerzSchwellungSystemische Manifestation eines infektiösenProcesses: Temperaturerhöhung, Unwohlsein, LeukocytoseVitalitätsprobe: negativKlopfempfindlichkeitRöntgenaufhellung   Parodontitis apicalis chronica  Gleichgewichtzustand zwischen der Körperabwehr und den im Endodont lokalisierten Mikroorganismen  Im periapikalen Gewebe liegen Lymphozyten, Plasmazellen, Monozyten und Makrophagen vor. Sensibilität negativ Resorption des um die Wurzelspitze umliegenden Knochens sondern auch der Wurzelspitze  Symtpome: schmerzsymptomlos Rö: erweiterung des Desmodontalspalts, eine variabel große KnochenläsionVitalitätsprobe: negativKlopfempfindlichkeit keine/leichteRöntgenaufhellung verschiedener größen Asymptomatische apikale Parodontitis DD: Zysten, zentrales Riesenzellgranulom, Ameloblastom und ossifizierende Fibrome  Sklerosierende Ostitis: Rö: Unscharfe, unregelmäßig begrenzte Verschattung um die Wurzelspitze  Symptome: schmerzsymptomlos oder DiskomfortsgefühlVitalitätsprobe: positiv oder negativKlopfempfindlichkeit keine/leichtediffuse Röntgenverschattung Chronisch granulierende apikale Parodontitis: Fistel endodontischen Ursprungs die meistens intraoral endet, kann aber auch extraoral enden Ausbildung von Granulationsgewebe , fistelgang sollte zur diagnose absicherung mit einem Guttaperchapoint dargestellt werden Apikale Granulom Ursprüngliches Gewebe im apikalen Bereich wird durch Granulationsgewebe ersetzt; Zahnlreiche T-Lymphozyten, Plasmazellen und neutrophile Granulozyten Bei 60% abgekapselte Mikroabszesse die den Prozess umgibt ; haftet über Sharpey-Fasern an der Wurzeloberfläche  Radikuläre Zyste   machen 15% aller antzündilchen Veränderungen des periapikalen Gewebes aus.10-20% der apikalen Granulome erfahren im Laufe der Zeit eine umwandlung zur Radikuläre Zyste Proliferation des in der Bindegewebskapsel ligende Epithelstränge  Zysteninhalt: nekrotische Zellen, Neutrophile Granulozyten, Makrophagen und Cholesterinkristalle.Bindegewebskapsel hat eine höhere Osmolarität >> nimmt Flüssigkeit auf >> zunehmender Druck und freisetzung von Prostaglandinen >> osteoklasten proliferation >> Knochenresorption, Zystenwachstum Wahre Zyste: durch mehrschichtiges Epithel zum Wurzelkanal hin abgegrenzt. Erfordert neben einer orthograden Wurzelkanalbehandlung ein chirurgisches Vorgehen Taschen Zyste:  Zum Wurzelkanal hin offen heilt nach einer orthograden Wurzelkanalbehandlung aus
  • Plaquehypothesen Nach der unspezifischen Plaquehypothese ging man lange Zeit davon aus, dass allein die Menge der Bakterien und der Plaque für die Kariesaktivität und Parodontitis entscheidend zu sein scheint (Loesche 1973). Diese Hypothese trifft jedoch auf die Entwicklung von parodontalen Erkrankungen nicht ohne Weiteres zu. Löe konnte zeigen, dass Teearbeiter auf Sri Lanka, die keinen Zugang zur Mundhygiene oder zahnärztlichen Maßnahmen hatten, trotz massiver Plaqueanlagerung weder Gingivitis oder Parodontitis noch eine Progredienz von Parodontitis zeigten (Loe et al. 1986). Es müssen wohl spezielle parodontopathogene Bakterien für die Entstehung von Parodontitiden, die parodontopathogene Keime genannt werden, als Ursache für das Voranschreiten subgingivaler Entzündungen gesehen werden. Slots konnte 1979 zeigen, dass es bei prädisponierten Patienten zu einer Bakterienshift von gesund nach krank kommen muss und sich dadurch die Anzahl der gramnegativen anaeroben Bakterien deutlich erhöht (Slots 1979). Bei dieser als spezifische Plaquehypothese bezeichneten Theorie wird insbesondere dem A.a.c. eine hohe Pathogenität als Leitkeim der lokalisierten juvenilen Parodontitis zugeschrieben (Slots und Listgarten 1988). Die Problematik der spezifischen Plaquehypothese bestand jedoch darin, dass Patienten beobachtet wurden, bei denen relevante pathogene Keime diagnostiziert werden konnten und die dennoch nicht erkrankten (Slots, Emrich et al. 1985). Heute wissen wir, dass parodontopathogene Keime per se nicht ausreichen, um eine Parodontitis auszulösen. Es müssen noch zusätzliche lokale und genetische Faktoren in Erwägung gezogen werden, sodass die Parodontitis nach aktuellem Wissensstand als opportunistische Infektion gesehen wird (opportunistische Plaquehypothese).
  • Dentikel Echte Dentikel: überwiegend im Apikalen Bereich der Wurzelkanäle, struktur ähnelt dem Primärdentin, durch dislozierte Hertwig-Epithelscheide  Die echten Dentikel werden von Odontoblasten gebildet, die allerdings nicht mit der Odontoblastenschicht des Dentins in Verbindung stehen. Demnach enthalten echte Dentikel Tubuli.  Falsche Dentikel: überwiegend in der Kronenpulpa, degeneriertes Pulpagewebe bildet die Matrix für die Ablagerung konzentrischer Lagen verkalkten Gewebes  Unechte Dentikel weisen dagegen keine Kanälchen auf. Sie sind einfache Kalkablagerungen im Pulpengewebe. Dentikel sind asymptomatisch, können bei Wurzelkanalbehandlungen zu problemen führen  Sie können im Laufe der Zeit mit der Dentinwand verwachsen (adhärente Dentikel) oder von ihr eingeschlossen werden (interstitielle Dentikel). 
  • Zahnputztechniken I.   Horizontale Methode Die Borsten stehen hierbei senkrecht auf den Außenflächen der geschlossenen Zahnreihen bzw. den Kauflächen, die Bürste wird horizontal hin- und her bewegt. Innenflächen können nur sehr unzureichend gereinigt werden. Indikation: Mit der "Schrubbertechnik" gelingt Kleinkindern der Einstieg in die Zahnpflege, denn sie ist die einzige Methode, die dem kindlichen Bewegungsmuster gerecht wird. Ab einem Alter von vier Jahren sollte die Technik mit zunehmender motorischer Geschicklichkeit umgestellt werden. II. Charters-Methode (1929)Das Borstenfeld wird in einem 45°-Winkel auf den Gingivalsaum (Zahnfleischrand) aufgesetzt, wobei die Borsten zur Kaufläche hin zeigen. Mit einer vibrierenden Bewegung auf der Stelle werden die Borstenenden in die Interdentalräume gedrängt. Indikation: Bei Patienten mit bestehenden Resttaschen und freien Interdentalräumen. III. Rotationsmethode nach Fones (1934)Borstenfeld bei geschlossener Zahnreihe senkrecht auf die Außen- bzw. Innenflächen der Zähne aufgesetzt, es werden kreisende Bewegungen ausgeführt. Die Kauflächen werden durch horizontale Bewegungen gereinigt. Indikation: Geeignet für Kinder, die an die Systematik beim Putzen (KAI-Methode) herangeführt werden sollen. VI. Rot-Weiß-Methode nach Leonard (1949)Das Borstenfeld wird senkrecht auf die marginale Gingiva (auf den Zahnfleischrand: "rot") aufgesetzt. Mit einer vertikalen Rollbewegung aus dem Handgelenk heraus wird die Bürste in Richtung Kaufläche (nach "weiß") gezogen. Für jede Rollbewegung muss die Bürste erneut am Zahnfleischrand aufgesetzt werden, wobei eine Stelle mehrmals gereinigt wird. Beim Wechsel vom Oberkiefer zum Unterkiefer muss die Arbeitsrichtung geändert werden, wobei die Bewegung im Unterkiefer schwerer fällt als an der oberen Zahnreihe. Indiakation: Geeignet für Kinder und auch Jugendliche, die an die Systematik beim Zähneputzen herangeführt werden. V. Bass-Technik (1954) / Modifizierte Bass-TechnikDie Borsten werden in einem 45°-Winkel zur Zahnwurzel hin zeigend am Gingivalrand unter leichtem Druck aufgesetzt. In kleinen rüttelnden Bewegungen wird die Bürste auf derselben Stelle bewegt. Im Anschluss erfolgt eine Wischbewegung zur Kaufläche hin, mit der gelöste Plaque aus den Interdentalräumen (Zahnzwischenräumen) entfernt wird. Der Vorgang wird an derselben Stelle mehrmals wiederholt. Danach wird die Bürste dem Verlauf des Zahnbogens folgend wieder in Position gebracht. Indikation: Die Methode ist geeignet für motivierte Patienten mit gingivaler / parodontaler Problematik (an Zahnfleisch und Zahnhalteapparat), da Gingivalsaum und Interdentalräume sehr gut gereinigt werden. VI. Modifizierte Stillman-TechnikDas Borstenfeld wird in einem Winkel von 70-80° zur Zahnwurzel zeigend unter Druck wenige Millimeter unterhalb des Zahnfleischrandes aufgesetzt. Unter Beibehaltung des Winkels, also ohne Abrollen des Bürstenkopfes wird dieser mit kleinen Kreisbewegungen zur Kaufläche hin bewegt. Wie bei der Rot-Weiß-Technik ist für die Ober- bzw. Unterkieferzähne eine unterschiedliche Arbeitsrichtung erforderlich. Indikation: Mit dieser Methode werden die Interdentalräume (Zahnzwischenräume) besser gereinigt als durch die zuvor genannten Techniken. Sie ist geeignet für Patienten mit gesundem Parodont (Zahnhalteapparat) und bei Rezessionen (frei liegenden Zahnhälsen).
  • ECC Definition: Vorhandensein von white spots, Kavitäten oder gefüllten Zahnflächen an einem oder mehreren Zähnen oder durch Karies verlorengegangene Milchzähne bei Kindern unter 3 Jahren. Ursache: 1. nicht kontrollierter gebrauch von Nuckelflaschen die mit zuckerhaltige Getränke  aber auch Milch gefüllt sind. 2. Sauger die mit Zucker,Honig oder Syrup bestrichen werden um Kleinkinder zu berühigen. 3. Nuckelflaschen oder Trinkbecher mit kleiner Öffnung 4. Überlanges und zu häufiges Stillen  Unterteilung: Typ 1 mild bis moderat: Isolierte karöse läsionen an Molaren oder Inzisivi. Typ 2 moderat bis schwer: Oberkieferinzisivi weisen labial und lingual kariöse Läsionen auf. Auch Milchmolaren können, je nach Alter des Kindes, involviert sein. Die Unterkiferzähne siind noch nicht kariös erkrankt. Typ 3 schwere ECC: Kariöse Läsionen an nahezu allen Zähnen inklusive der unteren Frontzähne. Es handelt sich um eine rasch fortschreitende Karies, die auch Zahnflächen betrifft, die üblicherweise nicht kariös erkranken. untere Milchzähne sind relativ lange gesund da sie durch Zungenbewegung und die unteren Speicheldrüsenausführungsgänge eine weniger kariogene Umgebung als im OK besitzen. Bei Einhaltung üblicher nahrungsmittelfreier Intervalle führt Flaschennahrung nicht zu einer eröhten Kariesdesposition.
  • GIZ Pulver: Kalzium-Aluminium-Silikat-Glaspulver mit Kalziumfluoridreichen kristallisierten Tröpfechen, Pigmente Flüssigkeit: Polycarbonsäure, Weinsäure, Wasser, Konservierungsmittel Abbindereaktion: 3 Schritte 1. Aus dem Silikatglas werden durch die Säure, Kalzium und Aluminiumionen herausgelöst. 2. Vernetzung der Polyacrylsäure über die Kalziumbrücken entsteht ein Kalziumpolykarboxylatgel. >> empfindlich gegenüber feuchtigkeit und austrocknung. Feuchtigkeit: verzögerte Abbindung,reduzierte Druckfestigkeit und Härte, Verlust der Transluzenz, poröse und raue Oberflächen und beschleunigte Erosio der Füllung Austrocknung: matt-opake Farbe, krakelieren, erhöhte Abbindereaktion Schutz durch Lacke,Bonding und Matrize 3. Zusätzliche Einlagerung von Aluminiumionen (nach mehreren Stunden) in die Matrix woduch ein wasserunlösliches Kalzium-Aluminium-Karboxylat-Gel entsteht. Haftmechanismus: resultieren aus Säure-Base-Reaktionen, sowohl ionische als auch kovalente Bindungen zwischen Carboxylgruppen der Polyacrylsäure und anorganischen Schmelz bzw Dentin Haftungskräfte am Schmelz doppelt so hoch wie am Dentin. Die Verbindung Kunststoff/Schmelz in vergeleich zu GIZ/Schemlz 6 mal höher Bimsmehl evtl konditionierung mit Polyacrylsäure 10sec GIZ direkt auf pulpa >> Pulpatoxisch Einteilung: Konventionelle GIZ -  Cermetzemente - durch Sinterung wird Silber in Glaspartikel eingeschmolzen→ Stressabsorber Hoch visköse GIZ - stopfare GIZ, für Klasse-V, Klasse-II in Milchzähnen, zur Interimsversorgung und bei ART-Technik  Kunstoffmodifizierte GIZ - lichthärtende GIZ, enthalten zusätzlich hydrophile Monomere, Bis-GMA und Fotoakzeleratoren, für Klasse-V und Milchzahnkavitäten, Vorteil: geringe Krakelierung, hohe Randichtigkeit, gute dimentsionsstabilität, Farbpenetration besser als Harvard Nachteil: muss in kleinen Scheichten auspolymerisiert werden, Hochglanzpolitur nicht möglich Bearbeitung: Mischen 30 sec. Verarbeiten inkl. Mischen 3:10 sec. Abbindung ab Mischbeginn 7:00 min. Überschussentfernung 6-8 min. Ketac-Cem, Ketac-Cem Plus, Ketac-Bond GIZ-Füllungsmaterialien Ketac Fil Plus: FZ-Bereich, 8 Farben, Röntgenopak, gute Biokompatibilität, hohe Fluoridabgabe Indikation: permanente Füllungen Klasse-III, V und kleine Fllg. I, Milchzahnfüllungen, Fissurenversiegelungen, Fllg. keilförmige Defekte, Aufbaufüllung Ketac Molar: eher SZ-Bereich, weniger transluzenter aber stabiler Ketac Molar Aplicap, Easymix und Quick Aplicap Ketac Silver: metallverstärkte GIZ (silber) Ketac Universal gute Ästhetik, gute mechanische eigenschaften wie Biegefestigkeit, druckfestigkeit und oberflächenhärte, gute Adaptionsfähigkeit und geringe Klebrigkeit Photac: kunstoffmodifiziertes GIZ, durch Lichthärtung entfällt Abbindezeit Säure-Base-Reaktion erst, wenn Kunstoff-Matrix Wasser aus Mundumgebung aufnimmt Zahnfarben, Klasse-I & II, verminderte Frakturhäufigkeit, relative Trockenlegung minimalinvasiv, bessere Biege-/Bruchfestigkeit als GIZ
  • Gold Jährliche Verlustrate (2004) 1,4% Werkstoffkunde: Auftreten von delokalisierten Elektronen zwischen den in einem Gitter angeordneten positiven Atomrümpfen >> verantwortlich für folgende Eigenschaften: 1. elektrische Leitfähigkeit 2. Wärmeleitfähigkeit 3. Duktilität (plastische Verformbarkeit) 4. Legierbarkeit Günstige Eigenschaften als zahnmedizinischer Werkstoff: Chemisch innert hohe Korrosiosbeständigkeit gute Legierbarkeit Duktilität Dehngrenze für Legierungen von Goldgussfüllungen: 180-240 MPa Hochgoldlegierungen sind relativ weich, sodass Rastaurationsränder nahezu spaltfrei an die Präparationsgrenze anpoliert werden können >> durch Zulegierung von Silber und Kupfer >> erhöhte Festigkeit ohne großen Verlust an Korrosionbeständigkeit und der gelben Farbe. Galvanische Zelle: Kontakt unedles Metall mit edlen Metall >> Metallionen werden aus dem unedlen Metall herausgelöst. (erst 1 Fallbericht?)  Indikation: Ausgedehnte Kavitäten mit approximaler Beteiligung Konturfüllung an stark zestörten Zähnen ohne ausreichende Stabilität für plastisch verarbeibare Füllungen Korrektur von Bisslage und Okklusion im Rahmen einer Gesamtsanierung Inlay/Onlay als Brückenanker Kontraindikation: Kariesaktives Gebiss; parodontal nicht saniertes Gebiss Allergie gegen Legierungsbestandteile Vorderer SZ-Bereich Ästhetik Milchzähne Jugendliche Zähne Vorteile: Kariesprophylaxe (optimaler Randspalt,Oligodynamie) Chemisch und mechanisch widerstandsfähig Zahnhartsubstanzerhaltung ( dünne Wände durch überkuppeln erhalten) Nachteil: Keine adhäsive Stabilisierung der restlichen Zahnsubstanz Kosten erhöhte Temperaturleitfähigkeit (300x höhere Leitfähigkeit als Dentin) Ästhetik Präparationsrichlinien: Kavitätentiefe: min. 1,5 mm Mindeststärke Metall: 0,8 mm Randabschrägung (Bevel) Präparationswinkel: ca 6°-10° >> kein untersichgehende Bereiche! Antagonistenkontakt darf nicht in dünn auslafendem Rastaurationsrand liegen Abformung: Doppelmischabformung oder Korrekturabformung oder bei Einlagefüllungen Doppelbissabformung Provisorium: Luxatemp fast immer, Clip bei Inlays und Onlays MKV/HKP: Bein Inlays/Onlays unterschriebene MKV, bei Teilkrone und Krone genehmigter HKP Einsetzen: Mit Zink-Oxid-Phosphat-Zement oder GIZ
  • Maschinelle Wurzelkanalaufbereitung Grundregeln: Vor der maschinellen Aufbereitung sollte ein Gleitpfad bis etwa ISO-Größe 15 präpariert werden. (reduziert den maschinellen Stree) Vor der maschinellen Aufbereitung sollte ein gradliniger Zugang zum Wurzelkanal vorliegen Motor oder ein Winkelstück mit Drehmomentbegrezung verwenden Nie Druck nach apikal auf das Instrument ausüben Nie das Instrument im Kanal zum Stillstand kommen lassen Hat das Instrument die Arbeitslänge erreicht, sollte dieses sofort aus dem Kanal entfernt werden Pickende (3mm) Arbeitsweise mit geringer Amplitude (vermeiden der Einschraubung) Immer mit Spülflüssigkeit arbeiten Deformationen oder Frakturen am Instrument überprüfen Vorteile: Sehr gute Formgebung Weitlumigere apikale Erweiterung des Kanals, als dies mit Handinstrumenten Kanäle werden auf eine größere Konizität aufbereitet, was die Effizienz der Spülung verbessert und die Wurzelkanalfüllung erleichtert Schnelle und mühelosere Aufbereitung  Kurze Lernkurve Nachteile: Geringere taktile Kontrolle NiTi können nicht vorgebogen werden Instrumente sind teurerer als Handinstrumente Crown-down-Technik: Zunächst wird der koronale Kanalabschnitt erweitert. Danach werden Instrumente mit abnehmendenm Durchmesser und Konizität eingesetzt, die jeweils immer etwas tiefer im Kanal von koronal nach apikal eindringen. Die Arbeitslänge wird erst mit dem 3-4  Instrument erreicht. Erst danach folgt die apikale Erweiterung. Vorteile: Verschleppung von Mikroorganismen oder Debris in apikaler Richtung wird vermieden. Extrusion von Kanalinhalt in das periapikale Gewebe ist verringert. Frühe koronale Erweiterung bessere Penetration von Spüllösungen  Frühe koronale Erweiterung verkürzt die gesamte Wurzelkanallänge Reduzierte mechanische Belastung Nachteil: komplizierte Instrumentensequenz Längere Lernkurve Single-length-Technik Auf volle Arbeitslänge aufbereitet. Die Instruementesequenz entspricht jener der Handaufbereitung Vorteile: Weniger Instrumente Schnellere und einfacherer Aufbereitung Einfach zu erlernen Nachteil: Spätere Eindringen der Spülflussigkeit in den apikale Kanalabschnitt Erhöhtes Risiko, infizieren Kanalinhalt nach apikal zu transportieren Einfeilen Systeme: Reziprok: Reziproke Arbeitsweise, aktiv im Gegenuhrzeigersinn Bewegung im Uhrzeigersinn, dient der Entlastung (reduziert Verklemmen und Torsionsfraktur) Regressive also von Spitze zum Schaft abnehmende Konizität Vollständige Rotation=150° (Reciproc) bzw. 170° (WaveOne) im Gegenuhrzeigersinn + 30° bzw.50° im Uhrzeigersinn Reciproc 300 Umin, WaveOne 350Umin Tragen effizient Dentin ab >> zur Aufbereitung enger und sklerosierter Kanäle gut geeignet 3 mm Pecks, nach 3 pecks instrument reinigen Kanal spülen und ggf. Rekapitulieren Vollrotation: Bewegung im Uhrzeigersinn, konstante gleichblamende Konizität Vorteile: Deutlich verkürzte Aufbereitungszeit Exzellente Formgebung Weniger Instrumente Kurze Lernkurve Nachteile: Durch Zeiteinsparung auch Einwirkzeiten und Menge reduziert. Aktivierung von NaOCl obligat
  • Medikamente in der Parodontologie + CHX Medikamente in der Parodontologie Nur als Adjuvans zur Mechanischen LokalbehandungHohe Substantivität (Retentiondauer eines Medikaments am Wirkungsort) wichtig Bei lokaler anwedung erhöhte fließrate (Depotfunktion wichtig)  CHX: ist eine Biguamid, meist Chlorhexidindiglukonat-Salz 0.06-0.2%  Wirkung: °Wirkt bakteriostatisch, bakterizid und hemmt die Plaquebildung° + hemmt in hohen Konzentrationen, 0.2% die Plaquebildung dafür 2 mal täglich spüllen  + wirkt Bakteriostatisch und als Bakterizid gegen Gram Positive in hohe Dosierung auch Gram Negative Bakterien + besitzt eine hohe Substantivität seine kationische Gruppen binden an die negativ geladene Oberflächen von Zähnen, Gingiva, Mukosa sowie Plaque + durch seine hohe Affinität zu Anionen blockiert CHX die Bindungstellen der enoralen Mikroorganismen an den Zähnen >> Anti-Plaque-Wirkung + steht als Slow-Release (Reservoir) zur Verfügung + Zerstört deren Permeabilität so dass der der Zutritt der Substanz in das zellinnere ermöglicht wird >>  Verlust des osmotischen Gleichgewicht >> präzipitation des zytoplasmas + CHX is ausserdem fähig Membrangebundene ATPasen zu inhibieren und in den Glukosestoffwechsel von Zellen einzugreifen. Nebenwirkungen :  Geschmacksirritationen, bis zu 8H anhalten Reversible braune Farbauflagerungen der Zähne und Schleimhäute Desquamatation von Epithelzellen der Schleimhaut aufgrund einer beschleunigter Zellalterung Wundheilungsstörung bei hohen Konzentrationen und bei freiligendem Knochen Verstärkte Zahnsteinbildung (??)  Candida Deswegen nur kurzfristig zur Mundspülung eingesetzt werden (bis 6 Wochen) Soft-Chemo-Präventation wird CHX in niedrigen Konzentrationen (0.06%) dauerhaft verwendet CHX kann zur ca.45% Reduktion der Gingivitiden beitragen Durch bindung an Blut (serumproteine) und Sulkusflüssigkeit wird die wirkung von CHX inaktiviert Anionische Moleküle und Zahnpasten mit Natriumlaurylsulfat mit Konzentrationen 2% können CHX auch inaktivieren. Deswegen 30min-2h bis zur CHX Spüllung einhalten  * Eine Resistenz gegenüber CHX ist noch nicht Bewiesen worden 
  • full-mouth-desinfection Behandlung aller Parodontitiszähne innerhalb von 24 h vorgenommen. Dadurch soll eine bakterielle Rekolonisation bereits behandelter Taschen in der Phase zwischen den Behandlungssitzungen vermieden werden. Die mechanische Wurzeloberflächenbearbeitung wird mit Chlorhexidinglukonat kombiniert. Regeln: Behandlung der UK erfolgt vor dem OK Subgingivales Scaling aller Zähne mit Parodontitis innerhalb von 24h Supragingivale Reinigung und politur der Zähne Bürsten des Zungenrückens 60sec. mit 1% CHX-Gel Mundspülung 2-mal, je 30sec. mit 0,2% CHX-Lösung, während der letzten 10sec. Gurgeln zur Desindeftion der Tonsilen Applikation von 3% CHX-Gel für 10min. in die Parodontaltaschen Wiederhohlung nach 8 Tagen Patient spült zu Hause für 14 Tage 2-mal täglich, je 1min. mit 0,2% CHX-Lösung
  • Scaler, Kürreten Scaler: dreieckiger Querschnitt, 2 schneidende Kanten, Ende Spitz Zur entfernung von supragingivalen Plaque, Zahnstein im Interdentalbereich Kürreten: Abgerundete Enden, 1 schneidende Kanten Zur entfernung non subgingivaler Konkremente und nekrotischen, infizierten Wurzelzements Universalkürreten: an allen Quadranten und an allen Fächen, Winkel Schaft:Arbeitskante= 80° Spezialkürreten: Zahlencodierung für jeweilige Zahnfläche, Winkel Schaft:Arbeitskante= 60-70°
  • Fehlbildungen Mesiodens: zapfenförmiger Zahn mit konischer Krone und kurzer Wurzel. Meist palatinal verlagert. zwischen den mittleren OK-Frontzähnen. zusätzlicher Zahnkeim Zapfenzahn: zusätzlicher Zahn zwischen mittlerem und seitlichem OK-Schneidezahn. Distomolaren: kleine molarenähnliche Zahne. Entstehen aus der verlängerten Zahnleiste distal der dritten molaren. Tretten sie bukkal auf >> Paramolaren Zusätzliche Eckzähne LKG und Dysostosios Cleidocranialis: Hyperdontie. Neonatale Zähne: zu früh durchgebrochene Milchzähne. nicht regelrecht mineralisiert, stark gelockert. Anodontie:vollständiges Fehlen aller Zähne Oligodontie: partielle Anodontie Hypodontie: Fehlen einzelner Zähne Makrodontie: Extrem große Zähne Mikrodontie: Extrem kleine Zähne Rhizomegalie: Extrem lange Wurzeln Rhizomikrie: Extrem kleine Wurzeln Taurodontismus: Pulpenkavum von Molaren oder Prämolaren sehr weit bis in den Wurzelbereich. Wurzel massiver breiter Körper ohne Verzweigung Gemination (Zahnkeimpaarung): verbreiterte Zähne  mit einer Furche oder Kerbe in der Zahnmitte. 1 Pulpakammer, kann sich koronal verzweigen. (inkompletter teilungsversuch) Schizontie: erfolgreicher teilungsversuch >> Zwillingszahn Fusion: Verschmelzung zweier benachbarter Zahnkeime im Wurzel- oder Kronenbereich. Verschmelzung der Wurzeln eines Zahnes. Invagination: einstülpung der Zahnoberfläche
  • Schmelzkaries/ Dentinkaries Schmelzkaries transluzente Zone: fortschreitende Demineralisation, Porenvolumen: 1%, 25-30nm dunkle Zone: Remineralisationserscheinungen, Porenvolumen: 2-4% aber kleiner Läsionskörper: Zone der größten Mineralverlustes, Porenvolumen: 5-25%, 10-30nm Oberflächenschicht: Mineralverlustvon 1-10% mikroskopisch intakt, Porenvolumen <5% Schutzfilm aus adsorbierten Proteinen befindet sich auf dem Zahnschmelz >> durch Fluoridanreicherung = Schmelzlöslichkeit ↓ >> Kariogene Mikroorganismen produzieren organische Säuren >> dissoziieren interprismatisch im Schmelzinneren (geben kontinuierlich H-Ionen ab) und greifen Schmelzkristalle an >> Ca, PO, F, CO³, Na, Mg-Ionen werden aus dem Kristallgitter frei >> diffundieren in Richtung ihres Konzentrationsgradienten durch die Schmelzporen >> an der oberfläche bildet Ca und PO entweder neue Kristalle oder lagern sich an andere bereits geschädigte Kristalle an. → Pseudointakte Oberfläche Dentinkaries: 1. Reaktionsdentin = Tertiärdentin  2. Normales Dentin 3. Skleoritisches Dentin: entsteht durch Obliteration der Dentinkanälchen, peritubuläre Dentinanlagerung, mineralisation der Odontoblastenforsätze 4. Dead tract: Zone in der keine Odontoblastenfortsätze vorhanden sind 5. Zone der Demineralisation: Lichmikroskopisch unverändert, Remineralisation möglich 6. Zone der Penetration: Bekterien dringen in die Dentinkanälchen, ihre Stoffwechselprodukte führen zu lokalen Auftreibungen der Dentinkanälchen (Ampullen) und im Bereich der Wachstumslinien (Spalten) 7. Zone der Nekrose: Dentin ist verflüssigt, besteht aus nekrotischem Dentin, vitalen und toten Mikroorganismen sowie deren Enzyme und Stoffwechselprodukte Wurzelkaries: bei freiliegenden Wurzeloberflächen, bei Patienten ab 60J häufig, Wurzeldentin weniger Kanälchen als Koronales Dentin >> Läsionen bleiben primär flach, breiten sich zirkulär um die Wurzel aus
  • Kalziumhydroxid Stark alkalisch pH=12 1. bakterizid: neutralisiert bakterielle Endotoxine 2. Differenzierung von odontoblastenähnliche Zellen: durch Freisetzung von Wachstumsfaktoren ,wie TGF β1, aus dem Dentin, kommt es zur Differenzierung von Pulpazellen in odontoblastenähnliche Zellen >> Hartsubstanzbildung (atubuläres Fibrodentin oder sogar reguläres Dentin) 3. unterschtützt die Regeneration des Pulpagewebes: scharf begrenzte Gewebenekrose and der Berührungsfläche >> darunterliegendes Gewebe zeigt eine leichte Enzündungsreaktion >> Stoffwechselaktivität >> Kapillarneubildung 4. stimuliert die Mitose der Pulpafibroblasten: die Nekrotische Zone induziert, pulpawärts eine Differenzierung von Fibroblasten und Mesenchymzellen zu Hartsubstanz bildenden Zellen und eine Bildung eines kollagenen Faserwerks. Faserwerk mineralisiert zu fibrodentin.  5. freigesetzte Ca-Ionen führen zu einer Expression von Osteopontin, Osteocalcin und bone morphogenetic protein. Inaktiviert durch: (LUFT) Kohlendioxid + Kalziumhydroxid = Kalziumkarbonat = inaktiviert Formen: Wässrige Lösung, Linern, Kitte,Zemente,Kunstoffpräparate Fibrodentin: Reparaturdentin ist ein sehr heterogenes, amorphes, atubuläres, mineralisiertes Gewebe  im Vergleich Hydraulische Kalzium-Silikatzemente: durch freisetzung von Silizium auch Bioaktiv höhere mechanische Festigkeit geringere Löslichkeit die Fähigkeit auf ihrer Oberfläche Hydroxylapatitkristalle zu bilden. Können also von Pulpazellen direkt besiedelt werden für vital erhaltenMaßnahmen sehr gut geeignet.
  • Endo-Notfalltherapie Irreversible Pulpitis: Nur Trepanation, Kortikoid-Antibiotika-Präparat (Liegedauer 4-6 Wo.) auf Pulpa, dichter Verschluss. Pulpotomie, Kortikoid-Antibiotika-Präparat auf Pulpa, dichter Verschluss. Pulpektomie, bestimmung der Arbeitslänge, Aufbereitung der Wurzelkanäle, temporäre Wurzelkanalfüllung mit Kalziumhydroxidpräparat, dichter Verschluss. Apikale Parodontitis, Apikaler Abszess: Trepanation, Darstellung der Wurzelkanaleingänge und bestimmung der Arbeitslänge, chemomichanische Aufbereitung, Medikamentöse Einlage, dichter Verschluss. Submuköser Abszess: neben öffnung des Wurzelkanals auch eine Inzision des Mukoperiosts.
  • Plaque-Indizes Gravimetrische Verfahren: Bestimmung des Gewichts der vorliegenden Plaque Planimetrische Verfahren: Bestimmung der plaquebedeckten Zahnflächen mithilfe von Fotografien Revelatoren = Zur Sichtbarmachung der Plaque Erythrosin: färbt junge Plaque rot Patentblau: färbt ältere Plaque blau Modifizierter Plaque-Index nach Quigley und Hein (für Koronale Zahnoberfläche) Grad 0: kein Plaque Grad 1: Plaqueinseln Grad 2: 1mm breite Plaquelinie am Gingivarand Grad 3: Plaqueausdehnung im zervikalen drittel Grad 4: Plaqueausdehnung bis ins mittlere drittel Grad 5: Plaqueausdehnung bis koronale drittel Plaque-Index nach Silness und Löe (für Zahnhalsbereich) Grad 0: kein Plaque Grad 1: nicht mit blosen Auge sichtbarer Belag, mit Sonde zu erkennen Grad 2: mit blosen Auge sichtbarer Belag, mit Sonde zu erkennen Grad 3: dicke Plaqueablagerung, füllt den Interdentalraum aus Modifizierter Plaque-Index nach Mombelli (für Implantate) Grad 0: kein Plaque Grad 1: nicht mit blosen Auge sichtbarer Belag, mit Sonde zu erkennen Grad 2: sichbare Plaqueablagerung Grad 3: massive Plaqueablagerung Modifizierter Approximaler-Plaque-Index nach Lange (in %) API <25% optimale MH API 25-39% gute MH API 40-69% mäßige MH API 70-100% unzureichende MH
  • Cracked-tooth-Syndrome Symptome: kurzer, stechender Schmerz bei Nahrungsaufnahme Empfindlichkeit des Zahnes gegen heiß und kalt. Aufbissempfindlichkeit Loslassschmerz: d. H. Scharfer, flüchtiger Schmerz, der auftritt, wenn die Beißkraft vom Zahn gelöst wird, der beim Verzehr von faserigen Lebensmitteln auftreten kann. Ursache: Zähne mit großen kariösen Defekten, großen Füllungen oder wurzelkanalbehandelte Zähne Parafunktionen – Knirschen und Pressen – sowie okklusale Traumata