Management (Subject) / 1. Teil (Lesson)
There are 44 cards in this lesson
Grundlagen / Definitionen vom 1. LH
This lesson was created by Stud20.
This lesson is not released for learning.
- Was ist die Aufgabe der Wirtschaft? Die Aufgabe der Wirtschaft ist: - das Bereitstellen, d.h. das Produzieren und Verteilen von Gütern und Dienstleistungen- das Befriedigen von Bedürfnissen. (Bedürfnisse sind komplexe Grundgrößen des menschlichen Verhaltens, die sich in vielfältige Wünsche auffächern und konkretisieren).
- Was ist der Motor unseres Wirtschaftens? Einige grundlegende Bedürfnisse, die sich in vielfältige und wechselnde Wünsche nach Gütern auffächern.
- Was bedeutet es, dass die Bedürfnisse unbegrenzt und die Mittel begrenzt sind? Die menschlichen Bedürfnisse sind im Prinzip unbegrenzt und rufen nach immerneuen Gütern. Die Mittel zur Güterproduktion jedoch sind knapp. Es wird nie soviele Güter geben, dass alle Bedürfnisse befriedigt werden können. WirtschaftlichesHandeln ist daher immer ein Entscheiden und die Entscheidungen orientieren sicham vermuteten Nutzen.
- Man kann Wirtschaften ganz allgemein als das Bereitstellen von Gütern und Dienstleis-tungen definieren. Was bedeutet das genau? Wirtschaften umfasst das Produzieren und Verteilen von Gütern.
- Welche wirtschaftlich relevanten Bedürfnisse gibt es? Individualbedürfnisse: Es gibt als wirtschaftlich relevante Bedürfnisse die Sicherheitsbedürfnisse, die Grundbedürfnisse und die Luxusbedürfnisse. Die Grenzen zwischen den Gruppen sind fließend. Kollektivbedürfnisse: Die Bedürfnisse, die eine Gemeinschaft hat und die auch nur von vielen befriedigt werden können. Der Wunsch nach Straßen, Eisenbahnen, Schulhäusern,Parkanlagen etc. ist ein Kollektivbedürfnis, weil die Erfüllung dieser Wünschenur von der Gemeinschaft zu bewältigen ist und allen Mitgliedern der Gemeinschaftzugutekommt.
- Wie ist die Bedürfnispyramide nach Maslow aufgebaut? 5.Selbstverwirklichung4. Wertschätzung und Einfluss3. Soziale Bedürfnisse2. Sicherheitsbedürfnisse1. Physiologische Bedürfnisse Erklärung: 1. Die physiologischen Bedürfnisse sichern die Erhaltung des Lebens. Hierher gehörendas Bedürfnis nach Nahrung und nach Schutz durch Kleidung und Wohnung. 2. In die zweite Stufe setzt Maslow die Bedürfnisse nach Sicherung des Daseins, desArbeitsplatzes etc. Er nennt diese Gruppe Sicherheitsbedürfnisse. Sie werden gedecktdurch die Dienstleistungen einer Feuerwehr, der Polizei, durch Versicherungen, z. B.für den Krankheitsfall, durch eine Altersversicherung etc.3. Soziale Bedürfnisse sind der Wunsch nach Zugehörigkeit und Akzeptanz, derWunsch, mit anderen zusammen zu sein und Zuneigung zu erfahren. 4. Es folgen die Bedürfnisse nach Wertschätzung, d. h. nach Anerkennung, Status, Prestige,Einfluss und Macht. Man will nicht nur dazugehören und aufgenommen sein,man möchte auch mitreden und mitgestalten. 5. An der Spitze der Pyramide steht der Wunsch nach Selbstverwirklichung. (Anm.:Maslow war Psychologe und nicht Betriebswirtschaftler, wie seine Einteilung zeigt.)
- Was sind die Bedürfnissgruppen nach Jung? Es geht hier um die Befürfnisse von Individuen: Die wirtschaftlich relevanten Bedürfnisse lassen sich in Existenz-, Grund- undLuxusbedürfnisse gruppieren. Die Grenzen zwischen den Gruppen sind fließend. 1. Die Existenzbedürfnisse. Sie stehen im Dienst der Selbsterhaltung und müssen deshalbzuerst befriedigt werden. Es handelt sich um die Bedürfnisse nach Nahrung,Kleidung, Wohnen, Schutz und Sicherheit. 2. Die Grundbedürfnisse. Sie sind nicht existenznotwendig, aber sie werden wach,sobald ein gewisser Lebensstandard erreicht ist: der Wunsch nach Wohlstand undErleichterung des Lebens durch Konsumgüter (z. B. Fernsehgeräte, Kühlschränke,Kaffeemaschinen etc.), der Wunsch nach medizinischer Versorgung, nach Bildungund Information (z. B. Schulen, Kurse, Bücher, Zeitungen), nach sportlicher Betätigung,nach Kultur (z.B. Ausstellungen, Konzerte, Theater), Unterhaltung undAbwechslung (vom Sportevent bis zum Open-Air-Konzert), nach Mobilität etc. 3. Die Luxusbedürfnisse. Wie würden Sie den Wunsch nach Genussmittel, einer Zweitwohnung, einem Luxusauto oder einer Yacht einordnen? Es handelt sich um Wünsche,die nur Personen mit einem hohen Einkommen befriedigen können. Man nenntdiese Bedürfnisgruppe daher Luxusbedürfnisse.
- Was sind die Kollektivbedürfnisse? Die wirtschaftlich relevanten Bedürfnisse lassen sich in Existenz-, Grund- undLuxusbedürfnisse gruppieren. Die Grenzen zwischen den Gruppen sind fließend.Es gibt außerdem Kollektivbedürfnisse, Bedürfnisse, die eine Gemeinschaft (z. B. eine Gemeinde oder der Staat) hat und die auch nur von der Gemeinschaft, d. h. von vielen, realisiert werden können. Der Wunsch nach Straßen, Eisenbahnen, Schulhäusern, Parkanlagen etc. ist ein Kollektivbedürfnis, weil die Erfüllung dieser Wünsche nur von der Gemeinschaft zu bewältigen ist und allen Mitgliedern der Gemeinschaft zugutekommt. Luxusbedürfnisse - sowohl Individual als auch KollektivbedürfnissGrundbedürfnisse - sowohl Individual als auch KollektivbedürfnissExistenzbedürfnisse - sowohl Individual als auch Kollektivbedürfniss
- Sind alle Bedürfnisse wirtschaftlich interessant? Wann werden auf Bedürfnissen Nachfrage? Nicht jedes Bedürfnis ist wirtschaftlich interessant. Drei Bedingungen müssen erfülltsein, damit Bedürfnisse für die Wirtschaft interessant werden: 1. Das Bedürfnis muss mit einem Gut, d. h. mit etwas, das produziert oder hergestelltwerden kann, befriedigt werden können.Das Bedürfnis nach Liebe kann nicht mit einem Gut befriedigt werden, obwohl dieWerbung für teuren Schmuck versucht, die Liebe „mitzuverkaufen“. Der Wunschnach schönem Wohnen jedoch kann durch eine Reihe von Gütern (Backsteine, Hölzer,Kücheneinrichtungen, Möbel etc.) und durch Dienstleistungen (Bauplanung,Architekturberatung) befriedigt werden. 2. In der Wirtschaft geht es immer um knappe Güter. Die sogenannten freien Güter wieTageslicht, Luft, Wasser etc. sind beliebig verfügbar. Die Natur bietet sie uns unentgeltlichan. Allerdings gibt es auch hier Einschränkungen. Trinkwasser z. B. ist heutemeist aufbereitetes Wasser; damit wird sauberes Wasser (einst ein freies Gut) immermehr zu einem Wirtschaftsgut. 3. Wirtschaftlich interessant sind Bedürfnisse zudem nur, wenn jemand bereit ist, fürihre Befriedigung Geld auszugeben und auch über das nötige Geld dazu verfügt(Kaufkraft). Erst jetzt wird das Bedürfnis zur wirtschaftlichen Nachfrage, erst jetzt hat es wirtschaftliche Wirkungen, d. h. werden Unternehmen aktiv, um die gewünschten Güter zu produzieren.
- Reminder: Ein Bedürfnis wird zum Bedarf, wenn es sich im Wunsch nach bestimmten Gütern konkretisiert. Nachfrage entsteht, wenn Kaufkraft hinzukommt. Nachfrage = Bedarf + Kaufkraft Die Begriffe „Nachfrage“ und „Bedarf“ werden fälschlicherweise oft synonym verwendet. dobro?!
- Wer steht hinter der Nachfrage? Güter und Dienstleistungen werden nachgefragt von privaten und öffentlichen Haushalten(zur Deckung des Eigenbedarfs) und Betrieben (zu Produktionszwecken). Menschen haben Bedürfnisse, d. h., Menschen brauchen Güter und Dienstleistungen,um ihren Hunger, ihre Statuswünsche, ihr Streben nach Bildung etc. zu befriedigen. DerMensch, der Güter und Dienstleistungen kauft, heißt in der Wirtschaft Konsument, Verbraucher oder Nachfrager. Man unterscheidet drei Gruppen von Nachfragern:1. private Haushalte (Privatpersonen),2. öffentliche Haushalte (Gemeinden, Länder, der Bund) und3. Betriebe. Die Haushalte sind konsumorientiert, d. h., sie verbrauchen bzw. konsumieren Güter,um ihren Eigenbedarf zu decken. Die privaten Haushalte befriedigen Individualbedürfnisse,die öffentlichen Haushalte Kollektivbedürfnisse (Bedürfnisse der Gemeinschaft).Die Betriebe (Unternehmen) sind produktionsorientiert. Sie erstellen Güter und Dienstleistungen und benötigen dazu Maschinen, Rohstoffe, Wissen etc., die sie beschaffenmüssen. So werden auch sie zu Nachfragern nach Gütern und Dienstleistungen.
- Warum sind die Bedürfnisse von Menschen für die Wirtschaft interessant? Viele unserer Bedürfnisse lassen sich mit Gütern und Dienstleistungen befriedigen unddie meisten von uns verfügen auch über die Kaufkraft, um ihren Grundbedarf zudecken. Damit wird es für die Betriebe attraktiv, zu produzieren und ihre Güter undDienstleistungen anzubieten.Den Produzenten stehen die Konsumenten gegenüber. Sie sind Partner des Gütertauschsund damit die wirtschaftlichen Hauptakteure.
- Einteilung der Wirtschaftsgüter Güter im weitesten Sinn sind „Bedürfnisbefriediger“. Sie umfassen alles, was Menschenattraktiv finden und von dem sie glauben, dass sie sich damit wichtige Wünscheerfüllen können. Die klassische betriebswirtschaftliche Einteilung unterscheidet materielle Güter und immaterielle Güter (Dienstleistungen und Rechte). Wirtschaftsgüter: Freie Güter (keine Unterkategorien) Materielle Güter (Sachgüter): Immaterielle Güter: -Konsumgüter: -Investitionsgüter - Dienstleistungen-Verbrauchsgüter - Rechte (z.B. Patente) -Gebrauchsgüter Die Einteilung der Güter in die beiden Gruppen materielle Güter und Dienstleistungenist die klassische betriebswirtschaftliche Einteilung. Güter sollten jedoch noch umfassenderverstanden werden: nämlich als alles, was Wünsche erfüllen kann. Dazu könnenPersonen gehören (z. B. ein bestimmter Moderator in einer TV-Sendung), Orte (z.B.Urlaubsziele), Ideen (z.B. die Solidarität mit Unwettergeschädigten durch Spenden).
- Nenne die drei Wirtschaftssektoren Betriebe produzieren die unterschiedlichsten Güter und Dienstleistungen. Man ordnetdie Fülle der Betriebe drei Wirtschaftssektoren zu: 1. Primärer Wirtschaftssektor, auch einfach Primärsektor. Er umfasst alle Betriebe, dieGüter direkt aus der Natur gewinnen: Landwirtschaft, Fischerei, Bergbau u.a. Die Güterproduktion in diesem Wirtschaftssektor beansprucht meist ein hohes Maß anphysischer Arbeitskraft und Zeit – er ist arbeitsintensiv. 2. Zum Sekundärsektor gehören alle Betriebe, welche die Güter aus dem Primärsektorweiterverarbeiten: die ganze Industrieproduktion, das Handwerk u.a. (aus Eisenerzund Kohle wird Stahl, aus Stahlblech werden Autokarosserien hergestellt etc.). DerSekundärsektor bearbeitet Material (Rohstoffe, Hilfsstoffe etc.) – er ist material- undkapitalintensiv, weil moderne Anlagen mit hohen Investitionen verbunden sind. 3. Der Tertiärsektor umfasst alle Unternehmen, die Dienstleistungen erbringen: dieHandelsunternehmen, Banken, Versicherungen, Tourismusbetriebe, Krankenhäuser,Schulen etc. Der tertiäre Sektor hängt weitgehend von den darin tätigen Menschenab – er ist personalintensiv.Man nennt die Unternehmen des Primär- und Sekundärsektors auch Sachleistungsbetriebe,weil sie materielle Güter produzieren, den Tertiärsektor oft auch einfach Dienstleistungssektor.
- Welche Unterschiede gibt es bezüglich der Anzahl an Beschäftigten im Primär-, Sekundär- und Tertiärsektor und inwiefern hängt dies mit dem Entwicklungsstand eines Landes zusammen? Zu Beginn sind Wirtschaften Agrarwirtschaften. Die meisten Menschen arbeiten manuellim Primärsektor. Irgendwann wird ihre Körperkraft dann durch Maschinen ersetzt –der Sekundärsektor beansprucht nun mehr und mehr Menschen, bis auch dieser mechanisiertund automatisiert wird, sodass wieder Arbeitskräfte frei werden. Mit dem wachsendenWohlstand, der durch die größere Produktion (dank Maschinen) möglich wurde, erwachen neue Bedürfnisse: Die Nachfrage nach Dienstleistungen wächst und absorbiert einen großen Teil der Arbeitskräfte; der Tertiärsektor expandiert. Diese Einteilung in die drei Wirtschaftssektoren Primär-, Sekundär- und Tertiärsektorberuht auf dem traditionellen 3-Sektoren-Modell von Clark aus den 1930er-Jahren. Siewird auch heute noch verwendet, betrachten Sie u.a. die Aufteilung der amtlichen Statistiken.Schwachpunkt der Einteilung ist die große Sammlung der Dienstleistungen im tertiärenSektor. Die Anzahl der Beschäftigten im tertiären Sektor, zu dem auch dieinformationsproduzierenden und -verarbeitenden Leistungen zählen, steigt in den ehemaligenIndustriegesellschaften stetig. Diese Entwicklung zwingt dazu, über einen weiteren Wirtschaftssektor, den quartärenSektor, nachzudenken. Dieser soll der wachsenden Bedeutung von Information undWissen am Bruttoinlandsprodukt Rechnung tragen. Doch warum ist es bis heute nochnicht gelungen, einen quartären Sektor zu definieren?Es liegt ganz einfach an der Schwierigkeit der Zuordnung. Welche Dienstleistungenzählen zu den reinen „Informationsdienstleistungen“? Sind es diejenigen, die hoheintellektuelle Ansprüche stellen (z. B. Rechtsanwälte) (vgl. Gottmann, J., 1965), odersind es diejenigen, die Informationen erstellen, verarbeiten und verkaufen wie zum Beispieldie Kommunikationstechnologie (vgl. Danielli G. et al, 2014)? Bis sich hier eineLösung ergibt, wird das 3-Sektoren Modell „en vogue“ bleiben.
- Welche Unterschiede gibt es bezüglich der Anzahl an Beschäftigten im Primär-, Sekundär- und Tertiärsektor und inwiefern hängt dies mit dem Entwicklungsstand eines Landes zusammen? Zu Beginn sind Wirtschaften Agrarwirtschaften. Die meisten Menschen arbeiten manuellim Primärsektor. Irgendwann wird ihre Körperkraft dann durch Maschinen ersetzt –der Sekundärsektor beansprucht nun mehr und mehr Menschen, bis auch dieser mechanisiertund automatisiert wird, sodass wieder Arbeitskräfte frei werden. Mit dem wachsendenWohlstand, der durch die größere Produktion (dank Maschinen) möglich wurde, erwachen neue Bedürfnisse: Die Nachfrage nach Dienstleistungen wächst und absorbiert einen großen Teil der Arbeitskräfte; der Tertiärsektor expandiert. Diese Einteilung in die drei Wirtschaftssektoren Primär-, Sekundär- und Tertiärsektorberuht auf dem traditionellen 3-Sektoren-Modell von Clark aus den 1930er-Jahren. Siewird auch heute noch verwendet, betrachten Sie u.a. die Aufteilung der amtlichen Statistiken.Schwachpunkt der Einteilung ist die große Sammlung der Dienstleistungen im tertiärenSektor. Die Anzahl der Beschäftigten im tertiären Sektor, zu dem auch dieinformationsproduzierenden und -verarbeitenden Leistungen zählen, steigt in den ehemaligenIndustriegesellschaften stetig. Gemessen am Stand der wirtschaftlichen Entwicklung unterscheiden wir demnach dreiGesellschaftstypen in der Weltwirtschaft:– die Dienstleistungsgesellschaft der Länder mit mechanisierter bzw. automatisierterProduktion;– die Industriegesellschaft mit einem immer noch stark belegten Sekundärsektor und– die Entwicklungsländer, in denen der Primärsektor (Hand- und Körperarbeit) dominiert.
-
- Wie entwickeln sich tendenziell Dienstleistungsgesellschaften mit bereits fortgeschrittener Digitalisierung und Automatisierung? Die Entwicklung der Dienstleistungsgesellschaften, in denen die Automatisierung undDigitalisierung der Produktion bereits weit fortgeschritten ist, zeigt eine kontinuierliche Tendenz hin zur sogenannten Informations- bzw. Wissensgesellschaft. WissensintensiveGüter wie z. B. Pharma oder Maschinenbau und Dienstleistungen tragen entscheidendzum Wirtschaftswachstum bei. Wissen wird nebenBoden, Arbeit und Kapital zu einer entscheidenden Ressource für Unternehmen.
- Was versteht man unter dem Begriff der Wissensgesellschaft? Neben anderen Wissenschaftlern prognostizierte Daniel Bell, ein anerkannter HarvardProfessor, schon 1975, dass sich die Dienstleistungsgesellschaft zu einer Informationsgesellschaft weiterentwickeln würde. Seit Ende der 1990er-Jahre sprechen wir von einer Wissensgesellschaft. Das heißt, die Gesellschaft sammelt nicht mehr nur Informationen im großen Stil, sondern ihre Individuen sind – u. a. dank moderner Kommunikationstechnik – in der Lage, Informationen aufgabenbezogen zu verwerten, sodass Wissen und damit Handlungskompetenz entsteht. Wissen wird zudem gezielt durch Forschung und Wissenschaft generiert. Das Management von Wissen ist ein integrierter Ansatz, die Informationsbestände zu identifizieren, zu recherchieren, zu teilen, zu bewahren, zu nutzen sowie zu bewerten.Wissen ist zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für Unternehmen in hochentwickeltenMärkten geworden, das u. a. die Basis für Innovationen bildet und als Basis für denAufbau und die Sicherung eines Wettbewerbsvorteils und Unternehmensbestands gesehenwird.Wichtigste Voraussetzung dafür ist ein Bildungssystem, das es allen Individuen erlaubt,Teil der Wissensgesellschaft zu werden.
- Reminder: Die Zahl der Beschäftigten in den drei Wirtschaftssektoren verändert sich mit dem Stand der wirtschaftlichen Entwicklung. Man unterscheidet entsprechend Agrar-, Industrie- und Dienstleistungsgesellschaften. Mit fortschreitender Automatisierung der Güterproduktion entwickelt sich die Dienstleistungsgesellschaft zur Wissensgesellschaft. dobro!?
- Was bedeutet Produzieren nach betriebswirtschaftlichem Verständnis? Produzieren– im weiteren Sinn: Erstellen von betrieblichen Leistungen zur Bedarfsdeckung;– im engeren Sinn: materielle Güterproduktion.
- Reminder: Güter entstehen durch die Transformation von Produktionsfaktoren Näheres siehe Rückseite Sie haben gelernt, dass es die Aufgabe der Unternehmen ist, Güter zu produzieren. Mandarf „Produktion“ aber nicht auf materielle Güter beschränken. Auch das Handelsunternehmen,das eine Verteilorganisation aufbaut, erstellt ein Gut (genauer: eine Dienstleistung)– es macht Waren an vielen Orten verfügbar, indem es sie geografisch verschiebt.Ähnlich wie bei der Apotheke – auch sie erstellt ein Gut, wenn sie Medikamentewährend 24 Stunden verkauft. Sie organisiert den zeitlichen Aspekt der Verfügbarkeitim Dienst des Kunden. Wir sprechen in der Betriebswirtschaftslehre daher generell vom Erstellen der betrieblichenLeistung. Der Begriff „Produzieren“ wird oft synonym, also in diesem weitenSinn verwendet, und zudem im engeren Sinn der materiellen Güterproduktion. Produzieren– im weiteren Sinn: Erstellen von betrieblichen Leistungen zur Bedarfsdeckung;– im engeren Sinn: materielle Güterproduktion. Jede betriebliche Leistung ist das Ergebnis eines Umsetzungs- oder Transformationsprozesses:Ein Input wird zu einem bestimmten Output verarbeitet.B Aus Kupferblech wird eine Dachrinne. Die Medikamente sind für den Kunden rund umdie Uhr verfügbar – sie stehen nicht in einer Lagerhalle, sondern werden ihm mit Beratungverkauft, wann immer er sie benötigt.Die Leistungen, welche Unternehmen erbringen, sind sehr vielfältig. Die Vielfalt lässtsich jedoch auf einige grundsätzliche Elemente zurückführen:– Es wird ein Input in einen Output verarbeitet, d. h. transformiert,– der Input besteht aus vier Größen, den sogenannten Produktionsfaktoren,– durch die Transformation entsteht ein Mehrwert. Im Folgenden sehen Sie sich die Produktionsfaktoren näher an: die Inputseite. An jederbetrieblichen Leistung sind vier Größen beteiligt:– Arbeitskraft,– Betriebsmittel,– Werkstoffe und– Wissen.
- Sehr wichtig: Die Leistungen, welche Unternehmen erbringen, sind sehr vielfältig. Die Vielfalt lässt sich jedoch auf einige grundsätzliche Elemente zurückführen: – Es wird ein Input in einen Output verarbeitet, d. h. transformiert, – der Input besteht aus vier Größen, den sogenannten Produktionsfaktoren (Arbeitskraft, Betriebsmittel, Werkstoffe und Wissen) – durch die Transformation entsteht ein Mehrwert. dobro?!
- Warum wird bei der Nennung der vier Produktionsfaktoren Arbeit, Betriebsmittel, Werkstoffe und Wissen der Faktor Wissen manchmal nicht genannt? In der BWL hat sich die von Gutenberg 1951 entwickelte Einteilung in Arbeitskraft, Betriebsmittel und Werkstoffe durchgesetzt. Er selbst separierte 1983 den Faktor Arbeitskraft schon in ausführende Arbeit und dispositive Arbeit. Dieser dispositive Faktor, der nach Gutenberg zunächst die Betriebs- und Geschäftsführung beinhaltete, wurde im Laufe der Entwicklung von der Wissenschaft als Faktor Wissen definiert. Denn neben den Leitungsaufgaben ist das Wissensmanagement heute eine zentrale Aufgabe des Unternehmensmanagements. Sollte das „Wissen“ in einer Literaturquelle nicht separat ausgewiesen sein, dann verbirgt es sich im Produktionsfaktor „Arbeit“.
- Erkläre den Unterschied zwischen Potenzialfaktoren und Repetierfaktoren Die Arbeit, die Betriebsmittel und das Wissen fasst man auch mit dem Begriff Potenzialfaktorenzusammen, weil sie mehrfach und über längere Zeit für die Produktion vonGütern eingesetzt werden können. Im Gegensatz zu den Repetierfaktoren, die alsBestandteil in ein Produkt eingehen (Werkstoffe sind Repetierfaktoren).
- Reminder: Als Produktionsfaktoren bezeichnet man alle Güter und Dienstleistungen, die zur Erstellung der betrieblichen Leistung notwendig sind. Die Vielfalt der konkret eingesetzten Güter und Kräfte lässt sich auf vier Größen reduzieren: – Arbeit – Betriebsmittel – Werkstoffe – Wissen dobro?!
- Wie ist die Mehrstufigkeit des Produktionsprozesses und der Arbeitsteilung gestaltet? Die meisten Güter und Dienstleistungen entstehen in einem mehrstufigen Produktionsprozessund setzen eine Reihe von bereits vorhandenen Gütern und Dienstleistungenvoraus. Meist sind also viele und sehr verschiedenartige Unternehmen an derEntstehung eines neuen Produktes beteiligt. Man nennt diese Art zu produzierenarbeitsteilig. Arbeitsteilung ist die Folge von Spezialisierung und führt zu einerwachsenden Verflechtung der Unternehmen. Input -> Produktion -> Output Input (Arbeit, Betriebsmittel, Werkstoffe Wissen)-> Produktion (Primär-, Sekundär-, Tertiärsektor) -> Output
- Nenne 3 wichtige Kenngrößen des Wirtschaftlichkeit – Produktivität,– Wirtschaftlichkeit und Erfolg (Gewinn oder Verlust),– Wertschöpfung (Mehrwert)
- Was bedeutet das ökonomische Prinzip? Das ökonomische Prinzip heißt auch Wirtschaftlichkeitsprinzip. Es bedeutet, dass: – mit vorhandenen (gegebenen) Mitteln (Maschinen, Arbeitskräften, Rohstoffen) einmaximales Ergebnis erzielt werden soll (Maximumprinzip) bzw. – ein gewünschtes Ergebnis mit einem minimalen (möglichst kleinen) Einsatz an Mittelnzu erreichen ist (Minimumprinzip) und dass – das Verhältnis zwischen eingesetzten Mitteln und Ergebnis (zwischen In- und Output)möglichst günstig sein soll (Optimumprinzip).
- Beschreibe, was man unter Produktivität versteht und wie man sie berechnet Man kann den Transformationsprozess als Verhältnis von Input- zu Outputmengen reinquantitativ, mengenmäßig betrachten. Dieses Verhältnis nennt man: Produktivität = Menge des Outputs / Menge des Inputs Das Ermitteln der Gesamtproduktivität eines Unternehmens ist nicht möglich, weil verschiedenste Größen (zum Beispiel Arbeitsstunden, Gütermengen, Geldeinheiten etc.)zueinander in Beziehung gesetzt werden müssen. Es ist einfacher, das Verhältnis nurzweier Messgrößen zu berechnen, z. B. der Anzahl abgefüllter Flaschen pro Arbeitsstunde bei einer Abfüllanlage oder produzierte Laufmeter Blech pro Walzwerk. Maschinenproduktivität = Menge des Outputs (Produktionsausstoß) / Maschinenstunden Interessant ist auch die Arbeitsproduktivität (z.B. die zur Montage eines TV-Geräts notwendigen Arbeitsstunden) Arbeitsproduktivität = Menge des Outputs (Produktionsleistung) / Arbeitsstunden
- Was versteht man unter Wirtschaftlichkeit? Hier werden nicht Mengen, sondern der Wert von Input und Output in Geldeinheiten insVerhältnis gesetzt. Die Ökonomen nennen den Wert des Inputs Aufwand, den des OutputsErtrag. Wirtschaftlichkeit ist das Verhältnis von Ertrag und Aufwand: Wirtschaftlichkeit = (Wert des Outputs in Geldeinheiten = Ertrag) / (Wert des Inputs in Geldeinheiten = Aufwand) Obschon Produktivität und Wirtschaftlichkeit eng miteinander zusammenhängen, folgtdie Wirtschaftlichkeit nicht automatisch aus der Produktivität. Ein Unternehmen kanndurchaus produktiv und trotzdem unwirtschaftlich sein, z. B. wenn die Preise seinerGüter (Output) fallen, diejenigen des Inputs jedoch nicht.
- Wie definiert man den Erfolg eines Unternehmens? Wenn Sie den Aufwand vom Ertrag subtrahieren, erhalten Sie eine weitere Kenngröße,den Erfolg der wirtschaftlichen Tätigkeit eines Unternehmens: Erfolg = Outputwert [(Ertrag – Inputwert (Aufwand)] Ist der Ertrag größer als der Aufwand, hat das Unternehmen einen Gewinn (positivenErfolg) erzielt; ist der Ertrag kleiner als der Aufwand, wurde ein Verlust (negativerErfolg) erwirtschaftet.
- Was ist der Unterschied zwischen Wertschöpfung (Mehrwert) und Wirtschaftlichkeit? Zum Unterschied zwischen Wertschöpfung und Wirtschaftlichkeit: - Die Wertschöpfung wird meist als absoluter Wert, die Wirtschaftlichkeit als Verhältniszahlangegeben.- Bei der Berechnung der Wertschöpfung wird, im Unterschied zur Wirtschaftlichkeit,differenziert zwischen Einsatz(Input)faktoren, die von anderen Unternehmen eingekauftwerden, und Einsatzfaktoren, die zu Einkommen für Personen führen, die amUnternehmen beteiligt sind (z. B. Löhne für Mitarbeiter, Zinsen und Gewinnausschüttungenfür Kapitalgeber).Die Wertschöpfung hängt wesentlich von den Marktpreisen ab:– vom Preis der eingekauften Inputgüter (z. B. des Weizens),– vom Preis, der für den Output, das hergestellte Produkt (z. B. Mehlpreis), erzielt wird. Die Wertschöpfung hängt ferner von den Mengen ab (Wert des Inputs bzw. Outputs =Menge × Preis). Die Wertschöpfung lässt sich somit über die Mengen verbessern, d. h.über eine Steigerung der Produktivität, indem entweder mit demselben Input ein mengenmäßighöherer Output oder umgekehrt eine gegebene Menge Output mit wenigerInput produziert wird.
-
- Reminder: Unternehmen produzieren Güter nach wirtschaftlichen Kriterien, d. h., sie achten darauf, dass Aufwand und Ertrag in einem günstigen Verhältnis stehen. Ihre Entscheidungen und Aktivitäten sind auf einen messbaren ökonomischen Erfolg ausgerichtet. Der Ökonom sagt, wirtschaftliches Handeln sei geleitet vom Prinzip der Wirtschaftlichkeit und der Rationalität, vom ökonomischen Prinzip. Ökonomisches Prinzip: Maximumprinzip: Mit gegebenen Mitteln ist ein möglichst hohes maximales Ergebnis zu erzielen. Minimumprinzip: Ein gewünschtes Ergebnis ist mit einem möglichst kleinen minimalen Mitteleinsatz zu erreichen. Optimumprinzip: Zwischen eingesetzten Mitteln und Ergebnis ist ein möglichst günstiges Verhältnis anzustreben. Die Realisierung des ökonomischen Prinzips lässt sich anhand von Kenngrößen beurteilen: - Die Produktivität zeigt, wie groß (quantitativ) der Output bei einem bestimmten Input ist. Weil es um das Verhältnis von Mengen geht, spricht man auch von mengenmäßiger Wirtschaftlichkeit. - Die Wirtschaftlichkeit setzt den Wert (in Geldeinheiten) von Input (Aufwand) und Output (Ertrag) ins Verhältnis. Daraus ergibt sich der Erfolg (Gewinn oder Verlust). Wertschöpfung (Mehrwert) entsteht durch die Verarbeitung eines geringwertigen Inputs zu einem höherwertigen Output (Produkt). Die Differenz zwischen dem Erlös aus dem Verkauf des Outputs und den Kosten für den Input von anderen Unternehmen ist die Entschädigung für den Einsatz von Arbeit und Wissen (Löhne), den Kapital- und Risikoeinsatz (Zinsen, Gewinne) und das Zurverfügungstellen von Boden (Mieten). Die Güterproduktion schafft einen höheren Nutzen für den Verbraucher und Wertschöpfung für den Produzenten (die Betriebe). dobro!?
- Reminder: Die Mehrwertsteuer besteuert bei jeder Produktions- oder Verteilungsstufe im Handel nur die jeweils in dieser Stufe erzielte Wertschöpfung. Die Unternehmen leisten so aus ihrem Gewinn einen Beitrag an das gesellschaftliche Ganze. dobro!?
- Welche Wirtschaftseinheiten gibt es und was sind ihre Zwecke? (Private und öffentliche) Haushalte und (privatwirtschaftliche, öffentliche, gemischtwirtschaftliche) Betriebe stehen sich gegenüber – die Haushalte als die Hauptnachfragerfür Güter, die Betriebe als Produzenten und Anbieter von Gütern bzw. Dienstleistungen.Man bezeichnet sie auch als Wirtschaftseinheiten oder Wirtschaftssubjekte. Sie sindwichtige Akteure der Wirtschaft. Die Privathaushalte decken ihren Individualbedarf, die öffentlichen Haushalte wieGemeinden, Länder und der Bund decken Kollektivbedürfnisse. Die öffentlichen Betriebe gehören dem Staat (z. B. staatliche Fernsehanstalten) oder den Ländern und Gemeinden (z.B. kommunale Verkehrsbetriebe). Sie bieten wie die privaten Betriebe Leistungen an, so decken z. B. die öffentlichen Schulen einen großen Teil des Bildungsbedarfs. Die privaten Betriebe gehören Privatpersonen und unterstehen anderen rechtlichen Bestimmungen.Gemischtwirtschaftliche Betriebe gehören teilweise dem Staat oder den Gemeinden,teilweise Privaten.
- Erkläre das Prinzip des Markts. Der Markt ist der Ort des Güteraustausches. Am Markt schließt sich der wirtschaftliche„Stromkreis“. Was heißt das? Am Markt begegnen sich die Konsumenten bzw. Nachfrager und die Produzenten bzw. Anbieter von Produkten mit der Bereitschaft, Güter gegen eine andere Leistung (meist Geld) auszutauschen. Der Austausch erfolgt, wenn beide Seiten Wert und Gegenwert gegeneinander abgewogen haben und den Austausch für lohnend erachten. Der Nutzen der Konsumenten wird so zum Nutzen der Produzenten. Für das einzelne Unternehmen sind die Absatzmärkte der Prüfstein seines Erfolgs. Wenn es ihm gelingt, die Bedürfnisse der Nachfrager zu erfassen und sie durch willkommene (bedürfnisgerechte) und bezahlbare Produkte zu befriedigen, so ist die Nachfrage nach seinen Produkten oder Dienstleistungen und damit sein Erfolg gesichert. Der Markt entscheidet. Man nennt dies „Management der Nachfrage“. Märkte sind heute ungeheuer dynamisch. Im Zentrum dieser Dynamik steht das Wechselspiel von Angebot und Nachfrage und die in diesem Spiel bestimmende Größe, der Preis.
- Erkläre den Markt- oder Preismechanismus. Damit es zum Gütertausch kommt, müssen sich Anbieter und Nachfrager über denWert, d. h. den Preis des zu tauschenden Produkts einigen. Sie verhandeln dazu persönlich oder vergleichen Angebote in Schaufenstern, auf Messen, in der Zeitung, am Computer etc. Grundsätzlich bestimmt das Gesetz von Angebot und Nachfrage den Preis.
- Wie funktioniert die Preisbildung eines Produkts? Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bestimmt den Preis. Ein Überangebot(Angebotsüberhang) führt dazu, dass die Preise sinken, ein Unterangebot (Nachfrageüberhang;Knappheit) führt zu einem Preisanstieg. Man bezeichnet den Preis deshalbauch als Knappheitsindikator und den gesamten Anpassungsprozess als Markt oderPreismechanismus.
- Erkläre die Signalfunktion der Preise 1. Die Preise bezwecken, dass das Angebot sich an der Nachfrage ausrichtet – und nicht umgekehrt. Damit wird ein „höherer“ Zweck erfüllt: die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse. Die Wirtschaft hat sich danach zu richten, wenn sie ihre Funktion erfüllen und Geld verdienenwill. Mit anderen Worten: Es herrscht Konsumenten-Souveränität, der Konsumententscheidet. 2. Die Bedürfnisse und damit die Nachfrage können sich jederzeit und kurzfristigändern. Umstellungen der Produktionsprozesse sind aber in der Regel eine langfristigeAngelegenheit. Unternehmen müssen Marktsignale daher frühzeitig erfassen undrichtig interpretieren, damit sie die nötigen Weichenstellungen nicht verpassen. Wirsagten, dass wir den Markt als Modell erklären. In der Wirklichkeit ist das Kräftespielnicht immer so frei. Kartelle und Subventionen (staatliche Zuschüsse, die zukünstlichen Preisen führen) schränken den Marktmechanismus oft ein. 3. Das Nachfrage-Angebot-ModellDie Ökonomen erklären die oben beschriebenen Preis- und Allokationsmechanismenmit einem Nachfrage-Angebot-Modell und erläutern dieses mit dem sogenanntenNachfrage-Angebot-Diagramm
- Angebot und Nachfreige bei der Preisbildung Am Markt treffen sich Anbieter und Nachfrager. Die Märkte sind die Drehscheibe,die eigentliche Bühne des wirtschaftlichen Geschehens. Es gibt viele Märkte; sieentstehen um bestimmte Produkte.Die Marktbeziehungen sind Austauschbeziehungen. Zum Austausch, meist vonGütern gegen Geld, kommt es, wenn sich das Geschäft für beide Seiten lohnt, d. h.,wenn der Wert oder Nutzen des angebotenen Guts für den Nachfrager den zu leistendenGegenwert (meist den zu zahlenden Preis) aufwiegt.Die Märkte sind dynamische und stark vernetzte Gebilde, in denen alles mit allemzusammenhängt: Angebot, Nachfrage und Preis. Es gibt eine grundlegende Gesetzmäßigkeit,welche den Markt steuert: das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Es hatkurzfristige und langfristige Wirkungen:Aktuelle Marktsituationen werden durch den Markt- oder Preismechanismus gesteuert,d. h., der Preis wird durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bestimmt.Ist das Angebot größer als die Nachfrage, so sinkt der Preis, wodurch die Nachfragesteigt. Im umgekehrten Fall steigt der Preis und die Nachfrage geht zurück. DerPreis- oder Marktmechanismus führt zum Ausgleich des momentan auf dem Marktbestehenden Angebots und der Nachfrage.Der Markt- oder Preismechanismus regelt aber auch den Gang der Wirtschaft durchSteuerung (Allokation) des Ressourceneinsatzes. Kurzfristig ist nur der Preis variabel,längerfristig aber auch die Menge. Das Gesetz vom Markt- und Preismechanismusgilt daher auch in seiner Umkehrung: Sinkende Preise senken (längerfristig) dasAngebot, steigende Preise erhöhen es. Das bedeutet: Umverteilung der knappen Ressourcenin Produktionsbereiche, die für die Bedürfnisbefriedigung der Konsumentenvon größerem Nutzen sind.
- Wie stehen die Märkte zu den Wirtschaftseinheiten? Die Märkte lösen Geld- und Güterströme zwischen den Wirtschaftseinheiten aus.Der Geldstrom entspricht dem zu den Marktpreisen bewerteten Güterstrom.
- Welche beiden wichtigen Märkte gibt es aus Unternehmenssicht? Relevant für die Unternehmen sind die Absatz- und die Beschaffungsmärkte. Auf den Beschaffungsmärkten werden die Produktionsfaktoren eingekauft. Mannennt sie auch Faktormärkte. Die wichtigsten sind:– der Arbeitsmarkt (Markt für Arbeitsleistungen)– der Investitionsgütermarkt (für Maschinen, Werkzeuge etc.)– der Bodenmarkt (für Grundstücke, Gebäude)– die Rohstoffmärkte (z. B. für Kupfer, Kaffeebohnen etc.)– der Halbfabrikatemarkt und die Märkte für Hilfsstoffe– die Dienstleistungsmärkte (u. a. für Banken und Versicherungen, Informationenund Entwicklungen und Einsatz von Informationstechnologien)– der Finanzmarkt für Geldmittel. Dieser wird weiter unterteilt in den Kapital- undGeldmarkt. Auf dem Kapitalmarkt treffen sich Angebot und Nachfrage für mittelundlangfristige Kapitalien; auf dem Geldmarkt werden kurzfristige Mittel gehandelt. Auf den Absatzmärkten (auch Waren- oder Gütermärkten) bieten die Unternehmenihre Güter und Dienstleistungen an. Ein bestimmter Markt wird meist nach demangebotenen Produkt benannt wie z. B. der Nahrungsmittelmarkt, der Babynahrungsmarkt,der Tierfuttermarkt etc.
- Nenne die 3 wirtschaftlich wichtigsten Märkte Arbeitsmarkt, Warenmarkt, Finanzmarkt
- Welche zwei Marktarten gibt es aus Unternehmenssicht und wie lassen sich Märkte gliedern? Aus der Sicht des Unternehmens sind Märkte entweder Beschaffungsmärkte für dieProduktionsfaktoren oder Absatzmärkte für die eigenen Produkte.Märkte lassen sich geografisch oder nach den gehandelten Gütern gliedern, d. h. ineinen Waren-, Boden-, Arbeits-, Finanzmarkt. Jedes Unternehmen muss vor allem die Märkte beobachten und bearbeiten, die für seine Tätigkeit von Bedeutung sind. Dies sind seine relevanten Märkte.
