Botanik (Subject) / Botanik biol 103 (Lesson)

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  • 2. Charakterisieren Sie das Chlorophyll Pigment und beschreiben Sie die Unterschiede zwischen Chlorophyll a und b. - Chlorophylle sind Hauptfotosynthesepigmente- lipophil- absorbieren Licht von Wellenlängen bei→400-480nm (blau)→550-700nm (gelb bis rot)→Grünes Licht wird kaum absorbiert (Grünlücke)- Chlorophyll a: hat eine Methylgruppe und absorbiert überwiegend violettes und oranges/rotes Licht- Chlorophyll b: besitzt eine Aldehydgruppe und absorbiert überwiegend blaues und gelbes Licht
  • Was beschreibt die primäre und sekundäre Endosymbiontentheorie? Inwieweit spielt in dem Zusammenhang der Nucleomorph eine Rolle? 1. Primäre EST: beschreibt die Entstehung von Mitochondrien und einfachen, primären Plastiden. In diesem Fall hat eine eukaryotische Zelle eine prokaryotische Zelle (Mitochondrien: alpha-Proteobakterium, Chloroplasten: Cyanobakterium) durch Endophagozytose aufgenommen. Die so entstandenen Kompartimente besitzen demnach eine prokaryotische Innen- und eine eukaryotische Außenmembran.2. Sekundäre EST: beschreibt die Entstehung von komplexen Plastiden einiger Algen. Komplexe Plastide sind dadurch entstanden, dass eine eukaryotische Zelle einen weiteren eukaryotischen Einzeller mit Plastiden endophagozytiert hat. Die dadurch entstandenen komplexen Plastiden haben dadurch mehr als zwei umgebende Membrane.Als Nucleomorph wird der Rest des endozytierten Zellkerns bezeichnet.
  • Definieren Sie den Begriff „Tang“. Tange sind großmarine Algen, die Phylloid, Cauloid und Rhizoid ausbilden.
  • Welche der an Kurstag 3 behandelten Algengruppe ist verantwortlich für das sogenannte Meeresleuchten und wie wird es erzeugt? Panzeralgen (Dinophyta)Die Algen senden bei Berührung (brechende Wellen, Schiffe, Fische etc.)/ Deformation ihrer Zellmembran kurzzeitig lumineszierendes Licht aus, welches das sie umgebende Meer bläulich-grün leuchten lässt. Das Licht wird mit einer maximalen Wellenlänge von 474-476 nm emittiert. Diese Biolumineszenz tritt erst ab einer höheren Anzahl von Algen pro Liter Meereswasser auf und schreckt Fressfeinde ab. Die benötigte höhere Anzahl an Algen pro Liter Meerwasser ist besonders oft bei höheren Wassertemperaturen anzutreffen.
  • Was sind „Rote Tiden“? Bei hohem Nährstoffgehalt im Wasser vermehren sich Algen explosionsartig. Die Panzeralgen suchen bei einer solchen „Algenblüte“ die Wasseroberfläche mit Hilfe ihrer Geißeln aktiv auf und sind so von oben gut zu erkennen mit ihren roten oder himmelblauen Pigmenten. „Rote Tiden“ sind also ein Sammelbegriff für alle Arten von Algenblüten unabhängig von ihrer tatsächlichen Farbe.Die Panzeralgen der Gattung Karenia produzieren Brevetoxine. Diese sind neurotoxisch und dabei geschmack- und geruchlos sowie säure- und hitzestabil. Daher sind Algenblüten für Muschel- und Fischsterben ursächlich.
  • Erläutern Sie genau, welches Merkmal zur Namensgebung der Heterokontophyta geführt hat! Dieser Name leitet sich von ihrer Eigenschaft der heterokonten Begeißelung ab. Dies bedeutet, dass die zwei vorhandenen Geißeln ungleich lang sind und morphologisch unterschiedlich mit einer langen Flimmergeißel/ Zuggeißel und einer kurzen Peitschengeißel/ Schleppgeißel.
  • Welche weitere Merkmale haben Mitglieder der Gruppe noch gemeinsam? Photosynthesepigmente Chl a, Chl c, KarotinoidePeriplastidäre Membran (Falte aus ER um den Chloroplasten)In den Chloroplasten dreier ThylakoidstapelSpeicherstoff Chrysolaminarin (wird außerhalb der Plastiden gespeichert)
  • Generationswechsel Fortpflanzung mit asexuellem und sexuellem Zyklus, d.h. Ausbildung von sowohl Gameto- als auch Sporophyten.
  • Haplont Organismus mit einem einfachen Chromosomensatz
  • Diplont Organismus mit doppeltem, homologem Chromosomensatz
  • Haplo-Diplont Organismus mit Generationswechsel, in der sowohl der haploide Gametophyt als auch der diploide Sporophyt aufeinanderfolgend ausgebildet werden.
  • Isomorphe Generationswechsel Sporo- und Gametophyt morphologisch gleich
  • Heteromorphe Generationswechsel Sporo- und Gametophyt morphologisch ungleich
  • Isogamie Verschmelzung von zwei gleich großen Gameten.
  • Anisogamie Verschmelzung von zwei unterschiedlich großen Gameten.
  • Oogamie Verschmelzung von einer unbeweglichen Eizelle mit einem kleineren, beweglichen (Flagellen oder Cilien) Spermatozoid.
  • Die unterschiedliche Pigmentierung bei Algen ist nicht nur Farbgebend sondern hat noch eine weitere wichtige Funktion. Nennen und erklären Sie diese Funktion kurz? Sie ist für die spektrale Lichtausnutzung in verschiedenen Wassertiefen wichtig. Licht wirddurch Wasser stark absorbiert, sodass zuerst das rote, dann das grüne und schließlich dasblaue Licht ausgefiltert wird. Dadurch kann in großen Wassertiefen trotz geringem Licht nochPhotosynthese betrieben werden kann.
  • Welchen Einfluss hat die untershiedliche Pgmentierung auf das Leben der Grün- und Rotalgen? Die Chlorophylle a und b der Grünalgen absorbieren Licht im blauen und roten Bereich.Zwischen ca. 500-600 nm (grün) wird kein Licht von den Chlorophyllen verwertet, wodurchsie das grüne Licht vollständig durchlassen. Dieses Phänomen nennt man auch „grüne Lücke“.Rotalgen besitzen neben dem Chlorophyll a auch Phycobilisomen, mit denphotosynthetischen Pigmenten Phycoerythrin und Phycocyanin. Diese können ebendiesesgrüne Licht in den Wellenlängen zwischen ca. 500-600 nm absorbieren.Das von denen durchgelassene grüne Licht kann in die tieferen Schichten eindringen undermöglicht es den Rotalgen in diesen tieferen Bereichen zu überleben.
  • Nennen Sie das Phycobilin, welches in Rotalgen die unter b) erklärte Funktion ermöglicht. Phycoerythrin
  • Beim Seeampfer nennt man die vorkommenden Strukturen „Cauloid“ und „Phylloid“. Was bedeutet die Endung „-oid“ bei dieser Benennung? - „-oid“ bezeichnet das Ähnlichkeitsverhältnis- Mit „Cauloid“ wird der Spross beim Seeampfer benannt, welcher dem Spross beiGefäßpflanzen ähnelt, obwohl es keiner ist, da der Seeampfer ein Thallophyt ist.- Gilt auch für „Phylloid“ und dem Blatt bei Gefäßpflanzen
  • Der Entwicklungszyklus der Rotalgen ist äußert komplex. (a) Er ist in drei Phasen gegliedert in welche? (1) haploider Gametophyt(2) Karposporophyt (erster diploider Sporophyt)(3) Tetrasporophyt (zweiter diploider Sporophyt)
  • Was bedeutet dreiteilig, heterophasisch und isomorph? Dreiteilig: Gameten, Tetrasporen, KarposporenHeterophasisch: Die Generationen sind haploid und diploid.Isomorph: Der Gametophyt und Sporophyt können gleich aussehen und sind rein vonder äußerlichen Form nicht unterscheidbar.
  • In welcher Generation findet KEIN Kernphasenwechsel statt? Benenne den Entwicklungsstand und erläutere warum kein Kernphasenwechsel stattgefunden hat. In der 2. Generation. Erste diploide Sporophyten-Generation Karposporophyt. Es findetkein Kernphasenwechsel statt, da durch Mitose diploide Sporen entstehen. Deshalb werdensie auch Mitosporen genannt.
  • Erklären Sie den Unterschied zwischen haploid und diploid. Haploid: Zellen mit nur einem Chromosomensatz (1n). Dazu zählen die weiblichen undmännlichen Gameten.Diploid: Diploid ist ein Organismus, dessen Zelleneinen doppelten Chromosomensatzenthalten (2n). Zuvor kam es zu einer Verschmelzung zweier haploiderGameten zur diploiden Zygote.
  • Bei der Syngamie der Rotalgen handelt es sich um eine Oogoniogamie. Erkläre was diese Bezeichnung bedeutet! Bei der Oogoniogamie verlässt die Eizelle das Gametangium (hier Karpogon mit Trichogyne) nicht.Die Spermatozoide (hier Spermatium) befruchten die Eizelle im Oogonium. Die Zygote entsteht.
  • Warum besitzen Euglenophyten kein Chlorophyll c? Chlorophyll c hat sich nach der zweiten Endosymbiose bei den Organismen gebildet, die von denRotalgen abstammen.Euglenophyten haben sich zwar auch er nach der zweiten Endosymbiose entwickelt. Ihnen fehltjedoch das Chlorophyll c, da sie von den Grünalgen abstammen.
  • Zählen Sie Merkmale auf, die Chara mit den höheren Landpflanzen gemein hat Photosynthesepigmente Chl a und b sowie KarotinoideSpeicherstoff StärkeChloroplasten primär ohne PyrenoidOogamie
  • In den Zellwänden der Armleuchteralge Chara finden sich häufig Einlagerungen von Kalk. Was passiert mit diesen Einlagerungen, wenn sich der pH-Wert in der Pfütze, in der die Alge gerade wächst von basisch nach sauer verändert? der Kalk löst sich auf, die Alge wird empfindlicher gegen Abknicken, da der Kalk die Stabilitäterhöht hatte
  • Wie unterscheiden sich die Formen der Zellteilung bei den Chlorophyta I zu Chlorophyta II? Chlorophyta I: Phycoplast: Bei der Zellteilung sind die Mikrotubuli parallel zur neuenZellwandChlorophyta II: Phragmoplast: Bei der Zellteilung sind die Mikrotubuli orthogonal zur neuenZellwand