Differentielle Psychologie (Subject) / Uni Köln BM7 (Lesson)

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  • Definiere die differentielle Psychologie! Die differentielle Psychologie ist eine empirische Wissenschaft, die sich mit verhaltensrelevanten interindividuellen Unterschieden des Menschen befasst.
  • Definieren sie Persönlichkeitspsychologie! Persönlichkeitspsychologie ist eine empirische Wissenschaft, die sich mit überdauernden, verhaltensrelevanten individuellen Besonderheiten des Menschen befasst.
  • Erläutern sie die Implizite Persönlichkeitstheorie! Implizite Persönlichkeitstheorie, ist eine intuitive Theorie, die wir über Verhaltensweisen von Menschen bilden, um uns selbst und andere zu verstehen (ohne wiss. Basis)
  • Erläutern sie das Entstehungsmodell für IPT! Verhalten ⇒  Warum?  ⇒  IPT  ⇒  Erklärung für Verhalten  ⇒ Folgen
  • Definieren Sie Persönlichkeit! Persönlichkeit ist die dyamische Organisation derjenigen psychophysischen Systeme (Mind & Body) im Individuum, die dessen charakteristisches Verhaltensmuster, Denken und Fühlen determinieren. Persönlichkeit ist ein Konstrukt (d.h. mentales Konzept), das Verhalten durch Seele-Körper-Interaktion erklärt.
  • Erläutern Sie die drei Arten von Normen nach Allport! •Universelle Normen: Vgl. der allg. Bevölkerung menschlicher Wesen •Gruppen-Normen: Universelle Normen gehen fließend in Gruppen-Normen über..     -Berufsnormen     -Geschlechternormen     -Altersnormen •Individuelle Normen: Vgl. der Person mit sich selbst über bestimmte Zeitpunkte
  • Was sind die Ziele von Normen? •Beschreibung •Vergleich (Feststellung von Unterschieden/Gemeinsamkeiten)
  • Was sind die wichtigen Grundannahmen in der Persönlichkeitsforschung? •Persönlichkeitsmerkmal:      -relativ stabil (über die Zeit)      -andauernd (untersch. Situationen)      -bedeutend (grundlegend) •Unterscheidung von Merkmalen:      -beobachtbare vs. nicht beobachtbare Aspekte d. Persönlichkeit      -bewusste vs. unbewusste Aspekte d. Persönlichkeit      -private vs. öffentliche Persönlichkeit •Verhalten als Resultat von Persönlichkeit und Situation:      -Erbanlage      -Umwelt      -Erbe-Umwelt-Interaktion •Messung von Persönlichkeit durch...      -Fragebögen      -Tests      -andere Methoden(Interviews, etc.)
  • Was war Freuds wissenschaftliche Methodik? Einzelfallanalysen.
  • Welche Stufen des Bewusstseins gibt es nach Freud. Erläutere Sie! •Bewusstsein: Gedanke ist zu jeder Zeit bewusst •Vorbewusstsein: Inhalte, die nicht unmittelbar im Bewusstsein sind, es aber jederzeit mögl. ist sie bewusst zu machen •Unbewusstes: Inhalte werden aktiv ,,zurückgehalten'' und sind auch nicht direkt abrufbar
  • Wie bekommt man laut Freud Zugriff auf das Unbewusste? •z.B. Alkoholeinfluss, Träume(manifester Inhalt(die Wiese)/latenter Inhalt(Interpretation der Wiese), Kunst, freie Assoziation, Neurosen/Psychosen, Rituale, Hypnose, Fehlleistungen
  • Erläuteren Sie die Persönlichkeitsstruktur laut Freud! •ES: Nicht sozialisiert, innere motivierende Kräfte/Triebe/Instinkte zur Spannungsreduktion/Triebbefriedigung (Lokalisation im Unbewussten) •ICH: Erlernt(nicht angeboren wie ES), Umsetzen der Triebe, exekutive Funktion, Vermittler zw. Forderungen des ES & Beschränkungen der externen Welt (Lokalisation zw. Bewusstsein & Unbewussten) •Über-Ich: Lernen von Eltern (Moral/Ideale), Gewissen, (Teile des Über-Ichs sind unbewusst)
  • Was sind die Quellen der Motivation nach Freud? •Libido: Sexualtriebe aber auch Lebenserhaltung, Fortpflanzung, Vergnügen, Hunger, etc.) •Thanatos(Todestrieb): Trieb nach Selbstzerstörung, Aggression asl Folge von unterdrücktem Thanatos, Apoptose(Biologie, Selbstzerstörung der Zelle) •Mensch=Energiesystem Dampfkessel: nicht ausgelebte Triebe stauen sich an im Unbewussten und ,,wollen raus'' ->Träume etc.
  • Was sind die unterschiedlichen Phasen der Entwicklung nach Freud? •Orale Phase •Anale Phase •Phallische Phase •Latenzphase •Genitale Phase -> In jeder Phase ist die Libido/Energie ein Körperteil (erogene Zone)
  • Erläutern Sie die Orale Phase! Orale Phase (1. Lebensjahr) •Mund als erogene Zone (Lustgewinn/Befriedigung durch lutschen) •,,ICH'' wird ausgebaut
  • Erläutern die die Anale Phase! Anale Phase 2-4. Lebensjahr •Anus als erogene Zone (Lustgewinn durch auscheidungen •Sauberkeitserziehung •Weiterentwicklung des ,,ICH'' •Erleben der Wechselwirkung: Ich & Umwelt
  • Erläutern Sie die Phallische Phase! Phallische Phase •Jungs Penisstolz, Mädchen Penisneid •Lösung für Konflikt->mit jeweiligem Rivalen identifizieren •Über-Ich entwickelt sich(Inzest komplett Tabu)
  • Erläutern Sie die Latenzphase! Latenzphase 6-12/13. Lebensjahr •Subliminierung von Sexual/Agressionstrieben •dadurch frei gewordene Energie-> Umlenkung auf Wissenserwerb •Libido: Ideen oder sachliche Objekte •,,ICH'' & ,,ÜBER-ICH'' werden verfeinert
  • Erläuteren Sie die Genitale Phase! Genitale Phase >13. Lebensjahr bis Vollendung der Sozialisation •von kindlicher zu normaler Sexualität •Sexualtrieb auf Sexualobjekt ausgerichtet •Genitale Zone als wichtigste Zone in dieser Phase -> Zusammenwirken aller Partialtriebe(Einzelne Elemente der Libido) Mund, Anus etc.
  • Welche Prozesse können laut Freud in den Phasen ablaufen, die die Persönlichkeit prägen? •Fixierung: Zu WENIG Lustgewinn in einer Phase -> Verbleiben in der Phase(Will noch mehr abbekommen) •Regression: Zu VIEL Lustgewinn in einer Phase -> Zurückfallen in einer Phase (In die die so viel Lustgewinn gebracht hat) Je nachdem in welcher Phase was stattfindet -> Prägung der Persönlichkeit
  • Welche verschiedenen Persönlichkeitstypen gibt es nach Freud? •Orale Persönlichkeit (Fixierung in oraler Phase) •Anale Persönlichkeit (Fixierung in analer Phase) •Phallischer Charakter (Fixierung in phallsicher Phase)
  • Erläutern Sie die verschiedenen Abwehrmechanismen laut Freud und geben Sie Beispiele! •Verdrängung •Reaktionsbildung •Verleugnung •Projektion •Verschiebung •Subliminierung •Regression •Rationalisierung
  • Erläutern Sie die Motivation nach Adler! •Mensch strebt nach Überlegenheit(Perfektionismus/Besser werden/Schwächen ausgleichen)   ->NICHT-Erreichen kann zu Minderwertigkeitskompensations führen(durch verstecken/überdecken)
  • Erlutern sie den Lebensstil laut Adler! Lebensstil: •Attitüde, die unser Verhalten leitet •entsteht in ersten 4-5 Jahren durch Anlagen & Umwelt •Lebensstil wirkt wie Filter •Lebensstil wirkt sich auf Beruf, Freundschaft, Familie, sexuelle Partnerschaft aus
  • Erläutern Sie die verschiedenen Aspekte aus Adlers Theorie! Agressionstrieb: •umgewandelter Trieb •Reaktion auf Hilflosigkeit oder Minderwertigkeit Männlicher Protest: •Versuch eines Individuums kompetent & unabhängig zu sein Weiblicher Protest: •Wenn typisch weibliche Verhaltensweisen im sozialen Umfeld als erstrebenswert gelten, werden besonders diese Eigenschaften angeeignet Teleologie: zielorientiertes Handeln (Maximieren des eigenen Potentials)
  • Was hat laut Adler alles Einfluss auf die Entwicklung des Lebensstils (Persönlichkeit)? •Kompensation der Minderwertigkeiten •Rolle der Eltern •Geburtenfolge
  • Welche Persönlichkeitstypologien gibt es nach Adler? •herrschender Typ(Choleriker) ⇒ aktiv + unsozial •vermeidender Typ(Melancholiker) ⇒ passiv + unsozial •annehmender Typ(Phlegmatiker) ⇒ passiv + sozial •sozial nützlicher Typ(Sanguiniker) ⇒ aktiv + sozial
  • Erläutern Sie die Infoquellen in der Therapie nach Adler! •Früheste Kindheitserinnerungen •Stellung der Geschwisterreihung •Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen in der Kindheit •Träume & Tagträume •Exogene Faktoren
  • Erläutern Sie die Persönlichkeitsstruktur nach Jung! •Ich (Bewusstsein) •Persönliches Unbewusstes •Kollektives Unbewusstes ->Erläutern
  • Was sind Archetypen und welche gibt es? Erläutere Sie! Archetypen: •Uridee innerhalb des kollektiven Unbewussten, die eine bestimmte Bildvorstellung erzeugen •prägen Erleben der Menschen(man reagiert besonders stark auf gewisse Symbole); entstehen durch Erfahrungen •Entstanden aus Beobachtungen(in jeder Kultur gibt es etwas übergeordnetes/Gott) Persona: die nach außen getragene Persönlichkeit Anima/Animus: fem. Seite der männl. Pers./ maskuline Seite der weibl. Pers. Der Schatten: tierische Instinke/animalische Seite des Menschen Das Selbst: streben des Menschen nach Einheit (sich finden)
  • Wie erklärt Jung die Struktur der Persönlichkeit? •Archetypen sind in uns angelegt-> können wir raus nehmen ins persönliche Unbewusste -> je wie wir uns entwickeln dominanter oder weniger dominant werden •Bei dominanz, wenn eins die berhand hat -> Komplex •Mental Illness durch einseitige Entwicklung der Psyche
  • Erläutern Sie den Komplex nach Jung! •gefühlsbetonter Komplex: entsteht durch Trauma, emo. Schock oder moralischer Konflikt
  • Erläutern Sie die 4 Grundfunktionen und die 2 Einstellungsformen! •Denken, Fühlen, Empfinden, Intuition •Introvertiert, Extravertiert ->Daraus bilden sich die versch.
  • Beurteilen Sie Jung's Persönlichkeitstheorie nach Maltby! siehe Unterlagen
  • Erläutern Sie die Theorie der persönlichen Konstrukte von George A. Kelly! •Mensch versucht ständig herauszufinden, wie Welt funktioniert •Beobachtung -> Hypothesenbildung -> Experiment -> eigene Theorie •Lebenslanger Prozess; Mensch als Wissenschaftler •Keine Objektivität, nur Individualität!
  • Erklären Sie die Entstehung und Funktionen der persönlichen Konstrukte! •Konstrukte entstehen durch Beobachtung von Mustern & Regeln •Durch Erfahrung -> Ereignisse ähnlich/unähnlich -> Konstruktsysteme •Unterschiedliche Konstruktsysteme -> Unterschiedliche Persönlichkeiten
  • Nennen Sie Eigenschaften von Konstrukten nach George A. Kelly! •Bipolarität der Konstrukte •Ähnlichkeits-Unähnlichkeits-Vergleich führt zum Konstrukt •dichotom! nicht kontinuierlich •verbale vs. präverbale Konstrukte
  • Erläutern Sie die 11 Prozesse zur Konstruktbildung (Kelly)! •Konstruktion, Individualität, Organisation, Dichotomie, Wahl, Breite der Angemessenheit, Erfahrung, Modulation, Fragmentierung, Kommunalität, Sozialität
  • Welche verschiedenen Konstruktarten gibt es (Kelly)? •präemptive Konstrukte -> Nur ein Element •konstellatorische Konstrukte -> stereotype Cluster •propositionale Konstrukte -> flexibles Denken
  • Wie entwickelt sich nach Kelly die Persönlichkeit? •duch dynamische Entwicklung von Konstrukten, d.h. IP und Reinterpretation von Ereignissen
  • Wie entwickelt sich nach Kelly die Persönlichkeit? •duch dynamische Entwicklung von Konstrukten, d.h. IP und Reinterpretation von Ereignissen
  • Erläuteren Sie das Motivationskonzept nach Kelly! •Motivation:  -zukünftge Ziele erreichen; bessere Vorhersagen treffen können  -nicht durch Lernen in Vergangenheit oder Triebe etc.  -weder Triebe noch Anreize, sondern aus sich selbst heraus motiviert
  • Was ist nach Abraham Maslow die Motivation menschlichen Handelns? •angeborene Tendenz des gesunden Wachsens & Entwickelns (instinktive Vhtendenzen) •unterschieliche Bedürfnisse in verschiedenen Ebenen, zunächst müssen Grundbedürfnisse befriedigt sein
  • Erläutern Sie die Mangel- & Wachstumsmotive nach Maslow! •Mangelmotive:  -für alle gleich  -wenn erreicht, kommen andere Motive ins Spiel  -Ziel: überleben sichern  -Prinzip der Homöostase •Wachstumsmotive:  -individuell verschieden  -erhöhen individuelles Potential  -belohnen sich selbst...man will mehr  -Ziel: glücklicher, erfüllter  -Prinzip der Heterostase
  • Erläutern Sie die Bedürfnishierarchie nach Maslow! •Basisbedürfnisse:  1. Physiologische Bedürfnisse  2. Sicherheitsbedürfnisse  3. Bedürfnisse nach Zugehörigkeit und Liebe •Meta-Bedürfnisse:  4. Bedürfnis nach Achtung  5. Bedürfnis nach Selbstaktualisation
  • Wie läuft die Persönlichkeitsentwicklung nach Maslow ab ? •frei den Bedürfnissen nachkommen können •aber durch Eltern und kulturelle Einflüsse gesteuert (eingeschränkt) •Grenzen wichtig -> aber selbst gewählt (bsp. Summerhill School)
  • Was sind wichtige statistische Verfahren in der differentiellen Psychologie? •Varianz •Korrelation •Regression •Faktorenanalyse
  • Was sind Skalen? Skalen sind mehrere Items(Fragen) die etwas ähnliches erfassen
  • Was wird in der differentiellen Psychologie untersucht? •Merkmale (auch ,,Variablen'') •Personen (Anna, Bert, Claudia,..) •Situationen (Vor dem Fernseher, im Büro, in der Mensa etc.)
  • Was ist das Ziel von Faktoren? •Datenreduktion •Gemeinsame Varianz entdecken (Geimeinsame Varianz für alle 4 Variablen Apfel, Birne, Banane, Kirsche wird ein Faktor -> Obstfaktor