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Wirtschafts- & Organisationspsychologie (Subject) / Prospect theory (Lesson)
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- Reflektierte Entscheidungen - Individuelle Entscheidungen - Interdependente Entscheidungen - Kollektiv-/Gruppen-Entscheidung
- Individuelle Entscheidungen werden getroffen ... - Unter Sicherheit: Konsequenzen aller Alternativen sind bekannt & sicher - Unter Risiko: Konsequenzen & subj. Wahrscheinlichkeiten sind bekannt - Unter Unsicherheit: Konsequenzen sind bekannt, Eintrittswahrscheinlichkeit aber nicht - Unter Unwissenheit: Konsequenzen sind (teilweise) nicht bekannt
- Subjective Expected Utility Theorie - Pers. kalkulieren den subjektiven Nutzen (Erwartung bei Entscheidungsalternativen) - und entscheiden sich dann für die Alternative mit dem höchsten erwarteten Nutzen. Berechnung: SEUj = ∑ ujk pjk (k=1bisn) SEUj = subjektiver Gesamtnutzen von Alternative jujk = subjektiver Nutzen, den die Konsequenz k bei Wahl von j hatvon j eintreten wird pjk = subjektive Wahrscheinlichkeit, dass Konsequenz k bei Wahl
- Subjective Expected Utility (SEU) Theorie & Homo Ökonomikus Modell SEU Theorie steht dem Homo Ökonomicus Modell sehr nahe: - individuelle Nutzenmaximierung - rationales Entscheiden (konsistent mit stabilen subjektiven Präferenzen) - unbegrenzte Informationsverarbeitungskapazität - Personen unterscheiden sich in ihrer stabilen Risikoneigung - risikoscheu (sicher 5 Euro > 10 / 0 Euro mit 50% Wahrscheinlichkeit) - risikoneutral (indifferent) - risikofreudig (sicher 5 Euro < 10 / 0 Euro mit 50% Wahrscheinlichkeit) -> SEU Theorie enthält die Subjektivität der Nutzen- und Wahrscheinlichkeitswerte. Kritik: Ist mit vielen empirischen Befunden nicht in Einklang zu bringen. Bedeutendste Revision wurde in Form der Prospect Theory (Neue Erwartungstheorie) vorgelegt.
- SEU Theorie & Homo Ökonomikus Modell: Psycholog. Gesichtspunkte SEU-Theorie vertritt das Homo Ökonomikus Modell ergänzt es (parametrisch) um psychologische Gesichtspunkte: - individuelle Nutzenmaximierung - rationales Entscheiden (mit stabilen, subjektive Präferenzen) - unbegrenzte Informationsverarbeitungskapazität - Personen unterscheiden sich in ihrer stabilen Risikoneigung - Subjektivität von Nutzen- und Wahrscheinlichkeitswerten
- Prospect Theory baut auf SEU-Theorien auf - integriert systematisch psychologische Annahmen - Bewertung ist im Gewinn- und Verlustfall unterschiedlich Transformation von Wahrscheinlichkeiten (p) in subjektive Entscheidungsgewichte - mit grundsätzlicher Überschätzung geringer p und Unterschätzung größerer p (Entscheidungsgewichtefunktion) (Mensch agiert nicht unbedingt rational) Kahnemann & Tversky verweisen auf Vielzahl von Urteilsheuristiken & Urteilsverzerrungen beim individuellen Entscheiden ...
- Prospect Theory: Berechnungen / Annahmen Die meisten Vpn verhalten sich "risikofreudig", wenn es um die Wahl zw. Verlusten geht -> Dieses und vergleichbare Verhaltensweisen mit verschied. Auszahlungsbedingungen widersprechen der klassischen ökonomischen Theorie. - das Risikoverhalten sollte vom Verhältnis des Vermögens einer Person zur Grösse der Gewinn- oder Verlustchance abhängen. -> Auch widersprechen diese Ergebnisse der SEU-Theorie und vergleichbarer Theorien - wonach Risikoneigung als stabile persönliche Neigung postuliert wird.
- Prospect Theory: Wertefunktion Der subjektive Wertzuwachs infolge des objektiven Gewinns (a bis b) ist geringer als die erlebte Wertminderung infolge des gleich großen Verlustes (c bis d)
- Prospect Theory: Wahrscheinlichkeitsgewichtungsfunktion Die Wahrscheinlichkeitsgewichtungsfunktion gibt an: - wie Wahrscheinlichkeiten (p) in subjektive Entscheidungsgewichte transformiert werden - Kleine p werden übergewichtet, große p werden untergewichtet.
- Erwartungsnutzentheorie - Die Bewertung im Gewinn- und Verlustfall gleich - Keine Berücksichtigung der Transformation von Wahrscheinlichkeiten (p) in subj. Entscheidungsgewichte
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- Prospect Theory - Die Bewertung ist im Gewinn- und Verlustfall unterschiedlich - Transformation von Wahrscheinlichkeiten (p) in subjektive Entscheidungsgewichte, mit Überschätzung geringer p und Unterschätzung größerer p
- Interdependente und kollektive Entscheidungen: Bsp. Spieltheorie Wie kann man Entscheidungsverhalten vorhersagen, bei dem (mögliche) Reaktionen Anderer mit ins Kalkül gezogen werden müssen Spieltheorie: - Entscheidungssituationen werden modelliert, in denen sich mehrere Beteiligte gegenseitig beeinflussen - Es wird versucht, rationales Entscheidungsverhalten in sozialen Konfliktsituationen abzuleiten - liefert ein mathematisch stringentes Werkzeug zur Analyse strategischer Interaktion. auch zwischen mehr als zwei Akteuren -> Spieltheorie liefert also präzise Vorhersagen, wenn es um (prinzipiell mögliche) Verhaltensstrategien und Anreizwirkungen geht - Akteure agieren i. d. R. ohne kultur. od. soz. Hintergrund, aber dafür mit unbegrenzter „Rechenkapazität“ Psycholog. Faktoren und Mechanismen spielen eine wichtige Rolle; werden aber vernachlässigt Zum Beispiel: - individuelle Entscheidungsanomalien, kognitive Beschränkungen- individuelles Erfahrungswissen, Heuristiken- Motivation und Emotion, mit dynamischen Verläufen- kulturelle und soziale Motive, Normen, Skripte