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Nutztierwissenschaften (Subject) / 7) (Lesson)

Ernährung

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  • Was versteht man unter Futterbewertung?   Der Wert eines Futtermittels ist für verschiedene Tierarten und Nutzungsrichtungen unterschiedlich  Entwicklung von Bewertungssystemen(über Jahrzehnte), die neben chemisch analysierbaren Kriterien auch Messungen mit den jeweiligen Zieltieren berücksichtigen  Bestes Beispiel: Energetische Bewertung von Futtermitteln
  • Was ist die umsetzbare Energie? Die Umsetzbare Energie (ME) ist die zentrale Stufe der Energiebewertung für landwirtschaftliche Nutztiere Die ME ist die Energie, die im Stoffwechsel für die Erhaltung und alle weiteren energieverbrauchenden Prozesse zur Verfügung steht
  • Was ist die Nettoenergie? Die Nettoenergie (NE) ist die Energie, die im Produkt, z. B. Milch, erscheint
  • Wie läuft die Kälberaufzucht ab?  Kolostralmilch–  so früh wie möglich, ad libitum-Angebot in den ersten Tagen, ca. 30 L in der ersten Woche–  Gehalt an Immuno-Globulinen, Vitaminen und Spurenelementen hoch–  abnehmendes Absorptionsvermögen des Kalbes Das Kalb ist zunächst ein Monogastrier–  Labferment => Erleichtert Hydrolyse von Proteinen–  Bedeutung der Tränketemperatur–  Lactose und Glucose bedeutende Energiequellen für den Stoffwechsel In der Regel wird die zügige Entwicklung zum Wiederkäuer angestrebt  Entwicklung des Vormagensystems steht in engem Zusammenhang mit dem Futterangebot  Entwicklung der Schleimhaut (Zotten) wichtig für die Vergrößerung der absorbierenden Fläche– Entwicklung der Zotten stimuliert durch kurzkettige Fettsäuren, v. a. Buttersäure aus der mikrobiellen Fermentation  Mechanische Reize begünstigen Wachstum des Muskelgewebes und des Pansenvolumens–  Mischung aus Heu und Silage (beste Qualität) und Getreide oder Ergänzungsfuttermittel–  Fütterung von TMR (von den Milchkühen) ebenfalls möglich  Steuerung des Verzehrs von festem Futter über das Angebot (die Restriktion) von Milch
  • Was ist eine Färse? Eine weibliche Kuh die zur Abkalbung gezüchtet wird
  • Was wissen Sie über die Färsenaufzucht?  Erstkalbealter 24-26 Monate  Optimale Kondition bei Belegung und Abkalbung LM (Bsp. Dt. Holstein):380 - 420 kg bei Belegung600 - 630 kg vor Abkalbung 540 - 570 kg nach Abkalbung  LM-Zunahmen–  800 bis 850 g/Tag im Alter von 9 bis 12 Monaten–  danach 700 bis 800 g/Tag–  Zu intensive Aufzucht fördert Fetteinlagerung (Drüsengewebe) und kann spätere Leistungsfähigkeit beeinflussen
  • Welche Stufe der Energiebewertung ist die zentrale Stufe für landwirtschaftliche Nutztiere? Für was steht diese zur Verfügung? Umsetzbare Energie (ME)  Die ME ist die Energie, die im Stoffwechsel für die Erhaltung und alle weiteren energieverbrauchenden Prozesse zur Verfügung steht
  • Was versteht man unter Nettoenergie? Die Nettoenergie (NE) ist die Energie, die im Produkt, z. B. Milch, erscheint
  • Vergleichen Sie ME bei Wk und Schweinen anhand von Gerste, Gras, Heu. Gerste    Schwein > Wk Gras       Wk > Schwein Heu         Wk > Schwein
  • Grundliegende Inhaltsstoffe der Futtermittel? Energie AS (Proteine) Mineralstoffe Vitamine
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  • Kolostralmilch? –  so früh wie möglich, ad libitum-Angebot (nach Belieben) in den ersten Tagen, ca. 30 L in der ersten Woche–  Gehalt an Immuno-Globulinen, Vitaminen und Spurenelementen hoch–  abnehmendes Absorptionsvermögen des Kalbe
  • Was muss bei der Käberaufzucht beachtet werden? Das Kalb ist zunächst ein Monogastrier–  Labferment => Erleichtert Hydrolyse von Proteinen–  Bedeutung der Tränketemperatur–  Lactose und Glucose bedeutende Energiequellen für den Stoffwechsel => i.d.R wird zügige Entw. zum Wiederkäuer angestrebt
  • Wie wird die Entwicklung des Vormagensystems bei Käbern beeinflusst?   Entwicklung des Vormagensystems steht in engem Zusammenhang mit dem Futterangebot   Entwicklung der Schleimhaut (Zotten) wichtig für die Vergrößerung der absorbierenden Fläche– Entwicklung der Zotten stimuliert durch kurzkettige Fettsäuren, v. a. Buttersäure aus der mikrobiellen Fermentation   Mechanische Reize begünstigen Wachstum des Muskelgewebes und des Pansenvolumens–  Mischung aus Heu und Silage (beste Qualität) und Getreide oder Ergänzungsfuttermittel–  Fütterung von TMR (von den Milchkühen) ebenfalls möglich   Steuerung des Verzehrs von festem Futter über das Angebot (die Restriktion) von Milch
  • Was muss bei der Färsenaufzucht beachtet werden?  Erstkalbealter 24-26 Monate Optimale Kondition bei Belegung und Abkalbung: LM (Bsp. Dt. Holstein):380 - 420 kg bei Belegung600 - 630 kg vor Abkalbung 540 - 570 kg nach Abkalbung  LM-Zunahmen–  800 bis 850 g/Tag im Alter von 9 bis 12 Monaten–  danach 700 bis 800 g/Tag–  Zu intensive Aufzucht fördert Fetteinlagerung (Drüsengewebe) und kann spätere Leistungsfähigkeit beeinflussen Kombination: Grasssilage, (Schnizel/Weizen/MLF), Mineralfutter, Maisssiage, Ausgleichs-Kraftfutter
  • Was ist bei der Milchkuhzucht zu beachten? Etwa die Hälfte des verzehrten Futters wird durch die Mikroorganismen umgesetzt Eine Futterration, die den Bedarf der Milchkuh deckt, ist nicht automatisch auch für den Pansen optimal!
  • Was versteht man unter NEL bei Milchkühen? Netto-Energie-Laktation Bedarf für Milchbildung entspricht Energieabgabe mit der Milch! Stieg über die letzten 20 Jahre an! Mittelwert: ca. 3,3 MJ NEL/kg Milch!
  • Wie lässt sich der Energeibedarf bei hoher Milchleistung decken?   Schwierig bei hoher Leistung, denn–  die NEL-Konzentration lässt sich nicht beliebig steigern–  die Futteraufnahme ist begrenzt   in der Laktationsspitze häufig eine nicht bedarfsdeckende NEL-Versorgung   Mobilisierung von Körperfett grundsätzlich möglich, aber begrenzt   Gefahr der Ketose-> Ein übermäßiger Abbau von Körperfett kann zum Auftreten von Ketose führen.
  • Welche Ketonkörper kennen Sie, die bei Milchkühen eine Ketose auslösen können? Aceton, Acetessigsäure, beta-Hydroxybuttersäure aus Acetyl-CoA -> Aceto-Acetyl-CoA
  • Was ist die Gefahr einer ausreichenden Versorgung bei Milchkühen? Eine ausreichende Versorgung mit strukturiertem Futter ist entscheidend für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Pansens und folglich der Milchkuh Strukturmangel:• Pansenazidose, subakut (SARA) oder akut • Beeinträchtigung derAbbauprozesse im Pansen und distal des PansensFutteraufnahme und –verwertungMilchleistung und –zusammensetzung • Aktivierung eines systemischen Entzündungsgeschehens
  • Was versteht man unter peNDF? physikalisch effektive Neutral-Detergenz-Faser 
  • Was wissen Sie über den Pansen? Der Pansen ist ein sehr sensibles Ökosystem mit–  kontinuierlicher Zufuhr von Substrat (Futter) und der Notwendigkeit der Abfuhr von Endprodukten (Fettsäuren, Proteine, Gase): Absorption und Passage–  vielseitiger und variabler Zusammensetzung der Mikrobenpopulation   -> Ort der mikrobiellen Verdauung–  unersetzbaren Funktionen für das Wirtstier Fütterung für hohe Leistung ist eine ständige Gratwanderung zwischen–  hohen NEL-Gehalten (niedrige Rohfasergehalte) und–  einer ausreichenden Strukturwirksamkeit der Ration
  • Was versteht man unter TMR? Rationsplanung: Total-Misch-Ration Alle Rationskomponenten in einer Mischung, Leistungsgruppen mit unterschiedlichen Rationen
  • Was ist ein Problem bei Wiederkäuern im Bezug auf die Umwelt?  Wiederkäuer geben Methan ab–  200 bis 600 g/Tag (260 bis 800 L/Tag)–  Energieverlust: 5 bis 12% der Energie des Futter  Methan ist ein Treibhausgas, und die Klimawirkung ist etwa 20fach höher als die von CO2
  • Wie wird die Methanabgabe bei Wk beeinflusst?  Es gibt keine Alternative, wenn man den entscheidenden Vorteil von Wiederkäuern bei der Lebensmittelgewinnung nutzen will:–  Transformation von Zellwandkohlenhydraten in hochwertiges Protein ist ohne die Mikroben im Pansen nicht möglich–  Mikrobentätigkeit ist ohne Bildung von Methan nicht möglich  Es bestehen allerdings Möglichkeiten der Beeinflussung durch Betriebsmanagement und Fütterung–  Pansenstabile Stärke, Futterfette–  Organische Säuren als Vorstufen von Propionat–  Sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe (selektive Hemmung von Mikroorganismen), z. B. Tannine-> Andauernd umfangreiche Forschungsaktivitäten
  • Was wissen Sie über Methanbildung?   Die Methanbildung ist grundsätzlich Bestandteil eines biologisch optimierten Systems.  Nur dieses System ermöglicht die Veredelung von Strukturkohlenhydraten zu Lebensmitteln.  Die Bildung von Methan lässt sich durch Fütterungs- und Managementmaßnahmen reduzieren, aber die Möglichkeiten sind begrenzt (max. 15% unter hiesigen Produktionsbedingungen). Milchkühe: geringere Methanproduktion -> größere Milchgabe Mais sorgt für größere Methanabgabe als Grasfutter
  • Welche Leistungsstadien gibt es bei Zuchtsauen?  Trächtigkeit Laktation Zeit des Deckens -> Extreme Unterschiede in der physiologischen Beanspruchung der Sau innerhalb eines Reproduktionszyklusses
  • Wie sieht der Futterverbrauch von Zuchtsauen in einem Reproduktionszyklus aus? Ab 12. Woche Steigung Futterverbrauch unmittelbar vor Geburt sehr geringer Futterverbrauch Nach Geburt bis Absetzen (Laktation) sehr hoher Futterverbrauch danach konstantes Abflachen der Kurve
  • Wie lange findet die Laktation bei Schweinen statt? ca. 4 Wochen
  • Wie ist die Milch bei Schweinen während der Laktation zusammengesetzt? Mittlere Zusammensetzung (%):Fett: 7-9 Protein: 5-6Lactose: 5 Energie: 5,1 MJ/kg
  • Was ist bei neu geborenen Ferkeln zu beachten?   Aktivität von Verdauungsenzymen auf Milch eingestellt: Lactase, Lipasezunächst kaum Amylase, Pepsin und Trypsin (Einschränkung bei verwendbaren Komponenten)   Sekretion von HCl im Magen fehlt in den ersten Wochen   Fe-Applikation zur Vermeidung der Ferkelanämie
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  • Wie werden Ferkel auf das Absetzen eingestellt?   ab der 2. Woche ein Ergänzungsfutter für Saugferkel anbieten (“Prestarter”) -> gezielte Ergänzung der Sauenmilch, proteinreich, Gewöhnung an Aufnahme festen Futters   Kontinuierliche Umstellung auf das Ferkelaufzuchtfutter I nach dem Absetzen   ab ca. 20 kg Lebendmasse Ferkelaufzuchtfutter II   Unterschiede zwischen Futtertypen vor allem im Gehalt an Aminosäuren und Rohprotein
  • Was wissen Sie über Schweinemast?   Abca.30kgbisca.115kg  Männliche Kastrate (Börge) und weibliche Tiere (Ebermast)  häufig getrennt-geschlechtliche Aufstallung (von Bestandgröße und –management abhängig)
  • Was ist ME im Bezug auf die Schweinemast? Erhaltungsbedarf an Umsetzbarer Energie (MEm): -Ein Schwein mit 80 kg LM benötigt etwa 1 kg Futter/Tag zur Deckung des MEm -Niedrige Umgebungstemperaturen oder hohe Bewegungsaktivität erhöhen den ME-Bedarf (Haltungsbedingungen)
  • Wachstumsverlauf bei Mastschweinen? Der Zuwachs eines Schweins besteht zum überwiegenden Teil aus Wasser und, mit zunehmender Körpermasse, Fett. Mittlere Zunahmen: 650g/Tag - 850g/Tag Fett: y = (116 + 2,778 LM [kg]) × 0,94 Protein: y = 168 – 0,1828 × LM [kg]Proteinansatz ≠ Muskelwachstum ! Proteingehalt im Zuwachs: ca. 16 % Annahme: hohes Zunahmeniveau 13-13,5 MJ ME/kg Futterweibl. Tiere: entspricht ad libitum- AufnahmeBörge: Rationierung
  • Futteraufwand in der Schweinemast? In verschiedenen Abschnitten (hohes Leistungsniveau) (ME, Futteraufwand):   Der kontinuierliche Anstieg im Fettgehalt des Körpers ist der wesentliche Grund dafür, dass die Zusammensetzung des Futters im Verlaufe der Wachstumsperiode ständig verändert werden kann und sollte: „Phasenfütterung“ oder „nährstoffangepasste Fütterung“   Das Verhältnis zwischen ME und wichtigen Nährstoffen (Aminosäuren, Mineralstoffen) wird im Verlaufe des Wachstums angepasst
  • Wie findet die AS-Versorgung bei Schweinen statt?   Unter unseren Bedingungen (Futtergrundlage) ist Lysin nahezu immer die erst-limitierende Aminosäure in der Schweinefütterung  Primär wird der Bedarf an Lysin berücksichtigt, die übrigen Aminosäuren werden dann in konstanter Relation zum Lysin gesehen   Einstellen der erforderlichen Aminosäuren-Konzentration durch Kombination verschiedener Proteinträgerund evtl.  Einsatz freier Aminosäuren (Lysin, Methionin, Threonin und Tryptophan und ggf. weitere)► Abhängig von den Kosten und Umweltauflagen  Durch Anpassung (Reduzierung) der Aminosäurengehalte im Futter im Verlaufe der Wachstumsperiode lässt sich der Aufwand an Protein und die Ausscheidung N-haltiger Verbindungen erheblich reduzieren
  • Mengenelemente i.d. Schweinemast?  In pflanzlich basierten Futtermischungen sind zu ergänzen–  Calcium und Natrium in der Regel immer–  Kalium nie–  Magnesium und Phosphor je nach Ration  Verdaulichkeit wird nicht berücksichtigt– Ausnahme: Phosphor
  • Was ist die wesentliche Speicherform von P in pflanzlichen Samen und Koppelprodukten des Lebensmittel- und Energiesektors? Phytinsäure - Phytat
  • Wie wird P vom Schwein verdaut? Wachsende Schweine: knappe P-Versorgung standardisierte Methode: Quantitative Kotsammlung z.B. Mais schlecht, Natrium-Phosphat gut -> Bei Zusatz von mikrobieller Phytase kann eine Steigerung der P-Verdaulichkeit pflanzlicher Komponenten auf bis zu 70% erreicht werden
  • Zu was dient mikrobielle Phytase in der Schweinefütterung? Bei Zusatz von mikrobieller Phytase kann eine Steigerung der P-Verdaulichkeit pflanzlicher Komponenten auf bis zu 70% erreicht werden
  • Wie kann der Bedarf bei Schweinen gedeckt sein und gleichzeitig die Ausscheidungen minimiert werden? –  Versorgungsempfehlungen genau beachten–  Nährstoffangepasste Fütterung (Phasenfütterung)–  P-Verdaulichkeiten der Futtermittel berücksichtigen–  Zusatz von Phytasen