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Motivationspsychologie (Subject) / Motivation (Lesson)
Motivation
This lesson was created by Tina1999.
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- Was besagt das Lust/Unlust Prinzip? - positive Zustände werden angestrebt (Lust) - negative Zustände werden gemieden (Unlust)
- Was besagt der psychologische Hedonismus? alle Handlungen dienen dazu Lust und Freude zu bereiten und Schmerz zu vermeiden
- Wie frei bin ich in der Kontrolle meines Verhaltens? Rationalistische Ansätze (Erwartung x Wert) vs. Triebtheorien (Steuerung durch unbewusste Prozesse)
- Wie definieren sie Motivation? - das was uns zu einer Handlung veranlasst und in Bewegung setzt - Prozess, der zwsichen verschiedenen Handlunsgmöglichkeiten auswählt, das Handeln steuert, auf die Erreichung motivspezifischer Zustände richtet und auf dem Weg dahin in Gang hält
- Was ist ein Motiv? - ein angestrebter Zielzustand in einem bestimmten Personen/umwelt Bezug - relativ stabile wertungsdisposition höherer Art, die nicht angeboren sind
- Was ist ein Bedürftnis? für Aufrechterhaltung der Funktion des Organsimus entscheidend
- was ist ein Ziel? - gewünschtes Handlungsergebnis, das prinzipiell erreichbar ist
- Was ist ein Anreiz? Interaktion von Stimuluskonfiguration und Bedürfnis -->hängt von Vorerfahrungen, individuellen Fähigkeiten und Attraktivität des Ziels ab
- Was ist das Problem der Motivationspsychologie? Zirkularität: Motive einerseits aus Verhalten erschlossen, andererseits erklärt Motiv das Verhalten (Bsp. spielen->Spieltrieb; sparen->Spartrieb etc.)
- Welche Möglichkeiten motivationale Zustände zu messen gibt es? - verschiedene Fragebögen - da Motive nicht bewusst: implizite Methoden nötig --> TAT zur Messung des Leistungsmotivs
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- Wie funktioniert der TAT zur Messung des Leistungsmotivs? Welche Kritik gibt es? - Instrument zur Messung des Leistungsmotivs - mehrdeutigen, meist sozialen Bilder sollen interpretiert werden: Was geschieht gerade? Was führt zu der Situation? Was denken die Personen? Wie geht die Geschichte weiter? - Projektiver Test: Vpn müssen Geschichten zu den Bildern schreiben --> werden danach ausgewertet, wie sehr sie leistungsthematisch sind (Wie allgemein, stabil und valide ist das Leistungsmotiv?) - Konstruktvalidität: Positiv korreliert mit Schulnoten und mit Belohnungsaufschub; Personen mit hoher Ausprägung setzen eher Ziele mittlerer Erfolgswahrscheinlichkeit - Kritik am TAT: o Dargestellte Szenen sind veraltet. o Wird als Kreativitätstest präsentiert: daher bemühen sich Vpn um heterogene ungewöhnliche Antworten o Niedrige Retestreliabilität o Aber: bis heute wenig Alternativen
- Obwohl es schwer ist konkretes Verhalten vorher zu sagen, gibt es.... - grundlegende Verhaltensdimension der Annäherung und Vermeidung - Bewegung Hebels weg vom eigenen Körper wird in Reaktion auf negative Begriffe schneller ausgeführt und zum Körper auf positive Begriffe - Bewegung des Fingers weg (hin) vom Bildschirm schneller bei negativen (positiven) Begriffen
- Welche Theorien gibt es zur Energetisierung von Verhalten/Motivation? Triebtheorien, Behaviorismus (Gewohnheit ald gelernte Reiz Reaktions Assoziation (Skinners Ansatz)), Aktivationstheorien, Lewins feldtheorien, Erwartung x Wert Theorien, Handlungsziele
- Welches Persönlichkeitsmodell vertritt freud? Welche empirschen Belege gibt es? - Es: angeboren, folgt dem Lustprinzip, Befriedigung = Spannungsreduktion, Triebimpulse unbewusst, Triebobjekte können stark variieren - Ich: Vermittlung zwischen Triebimpulsen und Umwelt, Realitätsprinzip (Vernunft), Inhalte teilweise bewusst (vorbewusst), Verdrängung unerwünschter Triebimpulse - Überich: repräsentiert Ideale/Normen, Ödipuskomplex, Inhalte teilweise bewusst, Strafinstanz - Empirische Belege: Kartharsistheorie o Ausleben von Emotionen führt zu Reduktion der damit verbundenen Energie (Dampfkesselmodell) --> Ausleben von Aggression erhöht Wahrscheinlichkeit abermals aggressiv zu reagieren --> Unterdrückung von Emotionen bzw. Schweigen über traumatisierendes Ereignis führt zu negativen gesundheitlichen Folgen
- Was sagen die triebtheorien aus? - Richtung und Geschwindigkeit von Bewegungen werden analog zur Physik von Kräften bestimmt --> In Triebtheorien (Freud) kommen diese Kräfte aus der Person - Ansatz von Freud: § Unbewusste Triebe (Eros & Thanatos) und deren Konflikte bestimmen Handeln § In vielen Bereichen des Organismus bestehen Bedürfnisse, die zu Akkumulation von Triebreizen führen § Triebzustände sind aversiv und deren Befriedigung wird positiv erlebt (Hedonismus) § Spannungsreduktion durch Handeln, Verschiebung und Ersatzbefriedigung - Triebkonzept: o Trieb: aus dem Köperinneren in die Seele gelangender Reiz o Triebquelle: körperlicher Erregungszustand o Triebziel: Befriedigung (Aufhebung des Erregungszustandes) o Triebobjekt: wird zur Erreichung des Triebziels benötigt Beispiel: Hunger
- Welches Verhalten soll der Behaviorismus: Gewohnheit als gelernte Reiz Reaktions-Assoziation (Skinners Ansatz) erklären? Wie wird das Verhalten gesteuert? Verhalten das erklärt werden soll: - Respondentes Verhalten: alle Reflexe, Verhalten durch eindeutigen Stimulus ausgelöst - Operantes Verhalten: zielgerichtete Handlungen (willentlich ausgeführt); nicht durch Stimuli, sondern durch die Konsequenzen ausgelöst Steuerung des Verhaltens durch Verstärkung und Löschung - Verstärkung: wenn ein Stimulus einer Reaktion folgt, und dadurch die Auftretenswahrscheinlichkeit der Reaktion steigt - Löschung: Verhaltenswahrscheinlichkeit der Reaktion sinkt, wenn ihm keine Verstärkung folgt
- Welche Kritik am Behaviorismus (Skinners Ansatz) gibt es? - Zentrale Rolle von Konditionierungsprozessen bei Erklärung von Suchtverhalten - Ansatz eignet sich zur Verhaltensvorhersage, aber eigentlich kein motivationaler Ansatz --> da Motivationale Zustände von Behavioristen als unwissenschaftlich betrachtet - Kein Beitrag zur Frage, warum nach Deprivation gelernt wird, aber nicht nach Sättigung
- Was sagen die Aktivationstheorien? Trieb und Aktivationstheorien beschäftigen sich mit Energetisierung von Verhalten - Kritik an Triebansätzen: Warum streben Menschen oft nach der Intensivierung der Stimulation? - Aktivationstheorien: Menschen streben nach optimalem Niveau der Erregung (Bsp. Prüfungsangst): --> Viele Menschen haben Sorge in einer Prüfung zu versagen --> Empfundene Angst in Prüfung als Hinweis gewertet, dass man etwas nicht kann --> Wie ist Zusammenhang zwischen Erregung und Leistung? Führt Angst tatsächlich zu Verringerung der Leistung, wie viele befürchten? - Yerkes-Dodson Gesetz: --> Bei einfachen Aufgaben stieg Anzahl richtiger Lösungen mit zunehmender Schockintensität --> Bei schwierigen Aufgaben nahm Anzahl richtiger Lösungen mit zunehmender Schockintensität ab
- Was sagen Lewins Feldtheorien aus? - Vertreter Gestaltpsychologie: Ganze ist mehr als Summe seiner Teile --> Analyse psychologischer Phänomene oftmals nicht möglich, indem man Phänome in möglichst viele Teilprozesse zerlegt --> Erklärung menschlichen Verhaltens nur möglich, indem man alle in gegebenen Moment auf Person einwirkenden Kräfte in Betracht zieht --> Verhalten = Funktion von aktuellen Merkmalen der Person und Merkmalen der Situation V = f(P,U) (P=Person, U=Umwelt) - Lewin postuliert: Personenkonstrukt/Umweltkonstrukt, die miteinander interagieren --> Gibt nicht nur Kräfte innerhalb des Individuums (Personenmodell), die Verhalten antreiben --> Gibt auch Kräfte in Umwelt (Umweltmodell), die Individuum anziehen oder abstoßen --> Dinge in Umwelt können dabei ihren Wert (Valenz) verändern, wenn Sie als Mittel zur Bedürfnisbefriedigung gesehen werden (z.B.: Trockenes Brot für Hungrige anziehender als für Satte) --> Bedürfnisse erzeugen Spannung (Personenmodell) und führen zu spezifischen Verhaltensweisen (aber abhängig von Gelegenheiten: Umweltmodell) wichtiger Unterschied zu Triebmodellen
- Welche Personenkonstrukte beschreibt Lewin? Strukturelle Personkonstrukte: - Bereiche und Nachbarschaft: --> Bereiche einer Person stehen für unterschiedliche Bedürfnisse oder Ziele der Person --> nah benachbarte Bereiche stehen für ähnliche Ziele, weit entfernte für unähnliche Bedürfnisse oder Ziele - Grenzwände und Durchlässigkeit: --> Grenzwände sind in unterschiedlichem Maße durchlässig --> Durchlässigkeit: Ersatzbefriedigung erfahren, bei Befriedigung eines Bedürfnisses auch Befriedigung eines anderen --> Durchlässigkeit spielt wichtige Rolle für dynamische Personenkonstrukte Dynamische Personkonstrukte: - Spannung und Bedürfnis: --> In bestimmten Bereich einer Person entsteht Spannung, wenn bestimmtes (Quasi-) Bedürfnis vorhanden ist --> Spannung wird dann beseitigt, wenn zugrundeliegende (Quasi-) Bedürfnis gestillt ist (auch bei ähnlichem Quasibedürfnis); z.B.: Quasi-Bedürfnis: Brief an Freund schreiben; ähnlich: Freund anrufen --> Je durchlässiger Grenzwände, desto wahrscheinlicher ist es, dass Befriedigung eines benachbarten Quasibedürfnisses auch zu Befriedigung des angrenzenden Bedürfnisses führt
- Welche Umweltkonstrukte beschreibt Lewin? Strukturelle Umweltkonstrukte: - Ebenso verschiedene Bereiche und unterschiedliche Nähe/Entfernung - Bereiche auf unterschiedliche Aktivitäten bezogen (z.B.: Unterteilung Kinobesuchs in unterschiedliche Teilhandlungen: Geld beschaffen – Auto starten – zum Kino fahren – Kino) - Hindernisse: Grenzwände = Charakter von Hindernissenà Erreichen eines anvisierten Ziels erst nach Erledigung bestimmter Teilhandlung Dynamische Umweltkonstrukte: - können nicht losgelöst von dynamischen Personkonstrukten betrachtet werden -->wechselseitige Beziehung (z.B.: Valenz)
- Wie kann man Lewins Theorie veranschaulichen? - Unbefriedigte Bedürfnisse führen zu gespannten System - Spannung induziert in Umwelt entsprechende Valenz - Valenz schafft Kräftefeld, die dem Verhalten der Person Antrieb/Richtung verleiht - Verhaltenssequenz wird durch Mittel-Zweck Strukturierung der zum Zielbereich führenden Handlungspfade geleitet - Ist Zielbereich erreicht, so wird Bedürfnis befriedigt, gespannte System entspannt sich, Valenz verschwindet und mit ihr das Kräftefeld
- Welche Konflikte können laut Lewin entstehen? - Wir wenden uns demjenigen Objekt zu, bei dem zu einem gegebenen Zeitpunkt die (aus Valenz und Entfernung) resultierende Kraft am größten ist - Widerstreitende Kräfte führen zu Konflikte: - Annäherungs – Annäherungs Konflikte: mind. zwei Objekte haben positive Valenz, wenn Objekte verschiedenen Bedürfnissen oder Zielen entsprechen - Annäherungs – Vermeidungs Konflikte: Bereich der Umwelt nimmt sowohl positive als auch negative Valenzen an - Vermeidungs – Vermeidungs Konflikte: mind. zwei Handlungsalternativen mit jeweils negativer Valenz
- Womit beschäftigen sich Erwartung x Wert Theorien? - Erwartungs x Wert Theorien kennzeichnen grundlegende Wende der Motivationspsychologie --> Aus Sicht dieser Theorien können gleichzeitig mehrere Ziele verfolgt werden (dabei entscheidende Frage: welches Ziel setzt sich durch? - Erwartungs x Wert Theorien beschäftigen sich damit, welche Handlung unter mehreren Alternativen verfolgt wird --> Damit Paradigmenwechsel erforderlich: Kognitive Repräsentationen in Form von Zielen und Erwartungen spielen zentrale Rolle --> Kommt auf subjektiven Wert an: Handlung erfolgt nur, wenn etwas Positives erreicht oder etwas Negatives vermieden werden kann --> Zum anderen erfolgt Handlung nur dann, wenn Wahrscheinlichkeit besteht, dass positive Zustand erreicht oder negative Zustand vermieden werden kann
- Worauf wird Motivation in Erwatungs x Wert Ansätzen zurück geführt? - Motivation zurückgeführt auf Wechselwirkung von Anreiz (Umwelt) und Bedürfnis (Person) - E x W Modelle sind kognitive Theorien: somit subjektive Einschätzung von Erwartung/Wert wichtig - Entscheidungstheorie: Entscheidung ist Wahl einer bestimmten Richtung von Handeln - Spieltheorie: Unter vielen Möglichkeiten von Gewinn und Wahrscheinlichkeit, jene Art zu wählen, die maximales Produkt von Wert und Eintretenswahrscheinlichkeit ergibt
- welche Kritik an Erwartungs x Wert Modellen gibt es? - Menschen entscheiden nicht immer rational im Sinne von Nutzentheorien: fällt oft schwer Wahrscheinlichkeiten realistisch einzuschätzen (Bsp. Versicherungen) --> Gefühle und Emotionen spielen ebenfalls eine Rolle - Handeln von weiteren Prozessen beeinflusst, die nicht auf Bewertungen/Erwartungen reduzierbar sind: z.B. Mobilisierung von Anstrengung - Generelle Schwierigkeit irrationales Verhalten zu erklären - Sehr wesentliche Bereiche des menschlichen Verhaltens durch Erwartungs x Wert Ansätze nicht erklärbar - Statt sorgfältig Nutzen und Risiken abzuwägen, benutzen Menschen häufig Heuristiken
- Welche Merkmale und Funktionen haben Ziele laut Handlungszieltheorien? - Ziele sind Vorwegnahmen der Handlungsfolgen, beziehen sich auf angestrebte Handlungsergebnisse - Liefern Beurteilungsgrundlagen zum Abgleich zwischen erwünschtem und Ist Zustand - Ziele erlauben Bewertung von Erfolg und Misserfolg - Ziele sind kognitive Repräsentationen erwünschter Zustände; Ziele sind verbindlicher als Wünsche - Menschen haben viele Ziele, verfolgen diese aber nicht gleichzeitig - Ziele und deren Unterziele/Mittel sind in Hierarchien organisiert - Übergeordnete Ziele sind oft bedeutsamer und langfristiger - Ziele lassen sich oft über unterschiedliche Mittel erreichen (Äquifinalität) § Ist ein Mittel instrumentell für viele Ziele, so wird es umso positiver bewertet § Es können Konflikte zwischen Zielen auftreten
- Wie lassen sich Zielhöhe, Zielspezifität und Zielbindung definieren? - Zielhöhe: subjektive Schwierigkeit der Zielerreichung entspricht wahrgenommenen Erfolgswahrscheinlichkeit: Leistung nimmt mit Zielhöhe zu - Zielspezifität: Spezifische Ziele führen zu besseren Leistungen: weil Mittel und Standards bei spez. Ziele eher impliziert sind - Zielbindung: An Ziele können sich Menschen unterschiedlich stark gebunden fühlen: Mehr Persistenz bei hoher Zielbindung
- Wie lässt sich die Zielbindung und somit die Motivation erhöhen? - Zielbindung lässt sich durch mentales Kontrastieren erhöhen --> Mentales Kontrastieren: Hin- und Herpendeln zwischen positiven Fantasien und Möglichkeiten und Hindernissen der Zielrealisierung - Wichtig: bei positiven Fantasien anfangen und nicht bei Hindernissen (sonst geringere Zielbindung)
- Wie sind Ziele/Mittel im semantischen Gedächtnis repräsentiert? Was sagt die Zielystemtheorie? - Ziele/Mittel wie semantische Knoten in Netzwerk im Gedächtnis repräsentiert --> Aktivierung kann auf Mittel übergehen: Zielablösung führt zur Deaktivierung kognitiven Repräsentation --> Um längerfristige Ziele verfolgen zu können, müssen sie gegen Umwelteinflüsse abgeschirmt werden, denn Ziel darf nicht einfach vergessen werden wie andere Gedächtnisinhalte Zielsystemtheorie: - je geringer Anzahl der Ziele, die mit Mittel verknüpft sind, desto größer Übertragung von Aktivierung zwischen Ziel und Mittel --> Wichtigkeit, Realisierbarkeit und Bewertung übertragen sich auf die Mittel erscheint umso attraktiver, je weniger Alternativen es gibt)
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- Welche unterschiedlichen Zielorientierungen gibt es? - Während die einen bei Misserfolg über alternative Wege zum Ziel nachdenken, grübeln andere über die Ursachen ihres Misserfolgs nach und erleben negative Emotionen - Welche Zielorientierungen gibt es in Leistungssituationen? --> hängt davon ab, ob eher Lernziele (ich kann das noch nicht und muss herausfinden wie ich es besser machen kann) oder Leistungsziele (Reichen meine Fähigkeiten? Bin ich klug genug?) verfolgt werden --> Unterschiede in Formulierung der Ziele haben Grundlage in Selbsttheorien o Veränderbarkeitstheorie: Leistungsziele gehen mit einer interpersonalen Bezugsnorm einher o Entitätstheorie: Lernziele gehen mit einer intraindividuellen Bezugsnorm einher
- Was ist der Unterschied von Annäherungs und Vermeidungszielen? WIe können die mit Zielorientierungen verknüpft werden? - Annäherungsziele beziehen sich auf positiven, sensibilisieren für Zielfortschritte - Vermeidungsziele auf negativen Zustand, lösen Angst aus und beeinträchtigen intrinsische Motivation - Kombinierung: --> Annäherungsorientierte Lernziele: Aufgabe meistern und hinzulernen --> Annäherungsorientierte Leistungsziele: besser als andere abschneiden --> Vermeidungsorientierte Lernziele: Vermeiden Wissen nicht zu optimieren --> Vermeidungsorientierte Leistungsziele: Vermeiden schlechter als andere zu sein
- Welchen Umgang mit Zielkonflikten gibt es? - Häufig wird mehr als ein Ziel verfolgt. - Gleichzeitige Verfolgen von Zielen besonders dann mit Einbußen verbunden, wenn gleichen mentalen Funktionen in Anspruch genommen werden - Konflikte können aber auch entstehen, wenn Oberziel erreicht (hohes Engagement für die Arbeit), anderes dabei aber bedroht wird (geringes Engagement für die Familie) - Möglichkeiten zur Lösung solcher Konflikte: o Veränderung der Prioritäten (ein Ziel ist höherwertiger) o Klärung, wann welches Ziel umgesetzt wird o Suche nach Kompromissen
- Welche fundamentalen Antriebskräfte gibt es? (Inhaltstheorien) - Motive müssen erst durch passende Anreize angeregt werden, um verhaltenswirksam zu werde: In Person schlummern unbewusste Motive, welche in Situation durch Anreiz erweckt/aktiviert werden, wirken sich dann auf aktuelle Motivation aus --> Verhalten wird nach Interaktion von Motiv und Anreiz/Situation angepasst - Wie viele Motive gibt es? --> Problematik: Zirkularität: Dasselbe Motiv kann zu versch. Verhaltensweisen führen/ versch. Motive können zum selben Verhalten führen --> Leistung, Macht/Anschluss als grundlegende Motive
- Was zeigt die evidenz das Motive unbewusst sind, aber mit spezifischen Emotionen verbunden sind? - Erinnerung an Herausforderungen verbunden mit Stolz - Erinnerung an Affiliation mit Trauer - Erinnerung an Macht mit Ärger
- Wie ist das Leistungsmotiv definiert? Bestreben, eigene Tüchtigkeit in all jenen Tätigkeiten zu steigern oder möglichst hoch zu halten, in denen man einen Gütemaßstab für verbindlich hält; und deren Ausführung deshalb gelingen oder misslingen kann
- Was ist für die Entwicklung einer hohen Leistungsmotivation verantwortlich? - Frühe Erziehung zur Selbstständigkeit, aber keine Überforderung - Protestantische Ethik spielt zentrale Rolle in Erziehung zur Selbstständigkeit
- Welche erklärungen gibt es für das Leistungsmotiv? - Risikowahlmodell der Leistungsmotivation - Alternativerklärung von Trope - Attributionsmodell von Weiner
- Was besagt das Risikowahlmodell der Leistungsmotivation? - In Leistungssituationen werden zwei antagonistische Motivationstendenzen ausgelöst: Hoffnung auf Erfolg und Furcht vor Misserfolg - Mit jeder Leistung ist Möglichkeit auf Erfolg/Misserfolg verbunden - Antizipation jeweiligen Gefühle Stolz (Erfolg), Scham (Misserfolg) sind handlungsleitend - Personen unterscheiden sich in Ausprägung beider Motive - Beide wirken bei Handlungssteuerung als Annäherungs/Vermeidungstendenz zusammen: o Wenn Te > Tm: Person wird gewähltes Ziel anstreben o Wenn Tm > Te: Person wird Ziel anstreben, welches Möglichkeit des Scheiterns minimiert - Hoffnung auf Erfolg: o Te = Me x Ae x We o Te: Tendenz sich Erfolg anzunähern o Me: erfolgsbezogenes Leistungsmotiv (erfasst mit TAT) o Ae: Erfolgsanreiz o We: Wahrgenommene Wahrscheinlichkeit Erfolg zu haben (reziprok zur Schwierigkeit der Aufgabe) - Furcht vor Misserfolg: o Tm = Mm x Am x Wm o Tm: Tendenz Misserfolg zu vermeiden o Mm: misserfolgsbezogenes Leistungsmotiv (Ängstlichkeitsskala) o Am: Misserfolgsanreiz (Scham) o Wm: Wahrgenommene Wahrscheinlichkeit auf Misserfolg (Wm= 1-We) - Setzt man annähernde/vermeidende Tendenz zu resultierenden Tendenz zusammen, ergibt bei Erfolgsmotivierten: eine umgekehrte U-Kurve aus subjektiven Erfolgswahrscheinlichkeit/Motivationsstärke --> besitzt Maximum bei mittlerer Aufgabenschwierigkeit: größte Tendenz bei Erfolgsmotivierten zu mittleren Aufgabenschwierigkeiten --> Aufgabenwahl: Atkinson: Kinder konnten Abstand zum Ziel (AV) in Ringwurfaufgabe selbst bestimmen (Erfolgswahrscheinlichkeit) o Motive mit TAT: Erfolgsmotivierte sollten Aufgaben mittlerer Schwierigkeit präferieren; Misserfolgsmotivierte sollten leichte/schwere Aufgaben präferieren o Alle Gruppen präferieren Aufgaben mittlerer Schwierigkeit: Nur teilweise Bestätigung der Theorie
- Was sagt Trope in seiner Alternativerklärung zum Leistungsmotiv? - Antizipation des Affektwechsels ist im Risikowahlmodell maßgeblich für Aufgabenwahl (hedonisches Prinzip) verantwortlich - Personen bevorzugen Aufgaben mittlerer Schwierigkeit: weil hierdurch mehr Information über eigenen Fähigkeiten gewinnen: --> Sehr schwere/leichte Aufgaben: externaler Misserfolg --> Erfolgsmotivierte präferieren diagnostische Aufgaben, wollen etwas über Fähigkeiten erfahren
- Was sagt Weiner in seinem Attributionsmodell? - Leistungsmotivation dadurch bestimmt, welche Ursache für Erfolg oder Misserfolg gefunden wird - Fähigkeit: internal, stabil - Aufgabenschwierigkeit: external, satbil - Anstrengung: internal, instabil - Zufall: external, instabil
- Was ist Selbstwirksamkeit und worin hat es seine Quellen? - Selbstwirksamkeit ist generalisierte Erwartung, dass Ziele durch eigenes Handeln erreicht werden können - Vier Quellen: eigene Handlungsergebnisse, verbale Überzeugung, physiologische Rückmeldung (z.B. Erregung), Handlungsergebnisse von Vergleichspersonen (Beobachtungslernen) - Selbstwirksamkeit nicht nur von Informationen bestimmt, sondern auch von Stimmungen --> Experiment Cervone (1989): o Vor Aufgabe sollen VPN darüber nachdenken, was an Aufgabe leicht (Gruppe 1) oder schwer (Gruppe 2) ist o Anschließend bearbeiteten VPN zunehmend schwerer werdende Aufgaben: gemessen wurden Selbstwirksamkeit/Persistenz o Ergebnis: die Aufgabe als schwer sahen: gaben viel schneller auf --> Fazit: Auch Erwartungen variieren interindividuell und über Situationen hinweg.
- Was ist gelernte Hilflosigkeit? - Wenn Hunde mehrere unkontrollierbare Schocks erhalten, so verhindert diese Erfahrung die Vermeidung darauffolgender Schocks auf ein Warnsignal hin - Seligman postulierte: auch bei Menschen subjektives Gefühl der Hilflosigkeit, das als generalisierte Erwartung wirkt --> Gruppe kann Lärm beenden; zweite Gruppe kann Lärm nicht beenden; anschließend sollen Anagramme gelöst werden; Hilflosigkeit des Lärms projizierte sich auf Aufgabenlösung
- welche Prozesse des Erwerbs gelernter Hilflosigkeit gibt es? Welche Konsequenzen entstehen daraus? Prozess des Erwerbs von gelernter Hilflosigkeit: o Belohnung oder Bestrafung erfolgt nicht-kontingent auf Verhalten o Subjektives Gefühl der Hilflosigkeit o Generalisierung des Gefühls Konsequenzen gelernter Hilflosigkeit: o motivational: Passivität und Apathie o affektiv: emotionale Indifferenz, Depression, reduziertes Selbstwertgefühl o kognitiv: adäquate Informationsverarbeitung beeintrachtigt (v.a. Erkennen von vorhandenen Wenn --> Dann-Beziehungen) -->Verringerte Selbsteffizienz
- Was sagt das Machtmotiv aus? welche Unterscheidungen gibt es? - Streben nach Einfluss und Kontrolle in sozialen Beziehungen - Machtmotivation: kennzeichnet eine bereichsspezifische asymmetrische dyadische Beziehung, die durch eine Gefällestruktur auf der Ebene der sozialen Kompetenz, Zugang zu Ressourcen und Statusposition charakterisiert ist und sich in einseitig verlaufenden Verhaltenskontrolle manifestiert - Unterscheidung in: --> Personalisiertes Machtmotiv: Wunsch sich stark und mächtig zu fühlen --> Sozialisiertes Machtmotiv: hohe Verantwortung für Kollektiv; im Dienste der Gemeinschaft eingesetzt
- Was sagt das prozessmodell des Machtmotivs aus? - Herausforderung --> symphatische Katecholamin Ausschüttung --> verbesserte kognitive Verarbeitung ---> Niederlage: Verringerte symphatische Katecholamin Ausschüttung und erhöhte Kortisol Ausschüttung --> Verringerte Testosteron Ausschüttung: gehemmte Selbstbehauptung und schlechteres instrumentelles Lernen --> Sieg: Erhöhte symphatische Katecholamin Ausschüttung und verringerte Kortisol Ausschüttung --> erhöhte Testosteron Ausschüttung: Selbstbehauptung und besseres instrumentelles Lernen
- Was besagt das Anschluss/Intimitätsmotiv? Was beeinflusst es? - Mensch ist ein soziales Wesen und Bedürfnis Nähe zu anderen Menschen zu suchen hat evolutionäre Vorteile: Sicherung der Art durch Gruppenzugehörigkeit; Reproduktion; Bindung an Eltern - Anschlussmotiv beeinflusst: Nonverbales Verhalten; Distanzregulation - Anschlussmotivation: Bekanntschaften machen/Beziehungen eingehen; Sich Gruppen oder Gemeinschaften anzuschließen - Auslöser von Bindungsmotiven sind Trennungserfahrungen, Isolation, Einsamkeit, Zurückweisungen und Spannungen in Beziehungen - Starkes Anschlussmotiv führt zu höherer Zustimmungstendenz, höhere Sympathie, höhere Interaktionsbereitschaft, mehr Blickkontakt (aber nur gegenüber Mitgliedern der eigenen Gruppe) - Starkes Anschlussmotiv führt zu Aktivierung des Parasympathikus, Dopaminausschüttung und besserem Immunsystem - Starkes Anschlussmotiv führt zur Zuwendung der Aufmerksamkeit zu freundlichen und zur Abwendung von ärgerlichen Gesichtern
- welche Funktionen hat das Anschlussmotiv? - Aus Fremden Freunde machen, Harmonie aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen - Enge Bindung an die Eltern dient der Arterhaltung - Höhere Effizienz bei der Kooperation in Gruppen
- Was besagen die Theorien der Handlungskontrolle? Welche gibt es? - Bisher: Intensität des Zielstrebens erklärt Stärke der Motivation (ExW) und Eigenschaft des gesetzten Ziels - Theorien der Handlungskontrolle befasst mit: psychologischen Prozessen, die nach Zielsetzung zur Zielerreichung beitragen und Ziel gegen rivalisierende Ziele abschirmen --> Motivation Produkt der Diskrepanz von gewünschtem und tatsächlichem Zustand ist --> Gewohnheiten (hoch automatisierte Reiz/Reaktionsabfolge) große motivationale Bedeutung zu kommt, wenn Gewohnheit zu Problemen führt, wird Ausführung des Verhaltens von negativen Gefühlen begleitet: motivieren Person Verhalten anzupassen - Diskrepanz beschreibt Unterschied zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit --> Ziele implizieren Diskrepanz, da sie noch nicht realisierte zustände beschreiben --> Diskrepanzen steuern Handlung durch: Erregung/Emotion und Informationen Theorien: Selbstregulationsansätze, Willenspsychologie
- Welche Ansätze hat gibt es bei Selbstregulationsansätzen? - Metapher der Meschanine/kypernetisches Modell (Miller) - Ansatz von Mischel - Ansatz von Higgens