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Sozialwissenschaftliche Methodenlehre (Subject) / Grundlagen des Messens (Lesson)

Grundlagen des Messens

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  • Definition Items Fragen bzw. Aussagen denen die Befragten zustimmen oder ablehnen müssen
  • Definition Messen zuordnung von Zahlen zu Objekten oder Ereignissen nach bestimmten regeln
  • Anforderungen ans Messen 1. strukturtreue Abbildung 2. korrekte Wiedergabe der Relationen der Objekte durch die Relation der zugeordneten Zahlen
  • Definition empirisches Relativ Menge von Objekten, über die eine Relation definiert wurde
  • numerisches Relativ  Menge von Zahlen, über die eine Relation definiert wurde
  • Definition Morphismen  strukturtreue Abbildungen
  • Definition Isomorphismus  eine Abbildung zwischen zwei Strukturen, durch die Teile eine Struktur auf "bedeutungsgleiche" Teile einer anderen Struktur umkehrbar eindeutig abgebildet werden
  • Definition Homomorphismus  die Daten auf einer skala die empirische Struktur des untersuchten Phänomens wiederspiegeln (von Ben eingefügt:eine Abbildung zwischen zwei Strukturen, durch die Teile eine Struktur auf "bedeutungsgleiche" Teile einer anderen Struktur NUR EINSEITIG eindeutig abgebildet werden)
  • Definition Skala eine mindestens homomorphe abbildung eines empirischen Relativs in ein numerisches Relativ
  • was ist das Kennzeichen der axiomatischen Messtheorie Angabe von Bedingungen (axiome) die erfüllt sein müssen, damit folgende Probleme gelöst werden können: 1. Repräsentationsproblem 2. Eindeutigkeitsproblem 3. Bedeutsamkeitsproblem
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  • Welche Frage stellt man sich beim Repräsentationsproblem ? Gibt es mindestens eine homomorphe Abbildung?
  • Was ist mit dem Repräsentationsproblem verbunden? Angabe der Bedingungen, die im empirischen Relativ vorliegen müssen, damit mindestens eine homomorphe Abbildung möglich ist
  • Welche Frage stellt sich beim Eindeutigkeitsproblem? Welche Klasse von Transformationen sind erlaubt, ohne dass die Struktur treue der Abbildung verloren geht ?
  • Welcher Frage stellt man sich beim Bedeutsamkeitsproblem? Welche mathematischen Operationen sind sinnvoll, ohne dass sich der Wahrheitswert statistischer aussagen verändert
  • Skalenniveaus 1.Nominalskala 2. Ordinalskala 3. Intervallskala 4. Ratioskala
  • Eigenschaften der Nominalskala in folgenden Kategorien: 1. Anforderungen 2. Beispiele 3. zulässige Transformationen 4. Bedeutsamkeit 1. Unterscheidung von Gleichheit/Verschiedenheit 2. Geschlecht 3. eindeutige Transformationen 4. Gleich oder Ungleich
  • Eigenschaften von Ordinalskalen: 1. Anforderungen 2. Beispiele 3. zulässige Transformationen 4. Bedeutsamkeit 1. Unterscheidung von Gleichheit/Verschiedenheit + Rangordnung 2. soz. Schicht, Bildung 3. positiv monotone Transformationen 4. größer, kleiner, gleich
  • Eigenschaften von Intervallskala 1. Anforderungen 2. Beispiele 3. zulässige Transformationen 4. Bedeutsamkeit 1. Unterscheidung von Gleichheit/Ungleichheit+ Rangordnung+ gleichheit der Intervalle 2. Intelligenzmessung, Geburtsjahr 3. positiv lineare Tranformationen 4. Vergleichbarkeit von Differenzen
  • Eigenschaften von Ratioskalen 1. Anforderungen 2. Beispiele 3. zulässige Transformationen 4. Bedeutsamkeit 1. Unterscheidung von Gleichheit/Ungleichheit+ Rangordnung+gleichheit der Intervalle+ gleichheit der Verhältnisse 2. einkommen, dauer von arbeitslosigkeit 3. positiv proportionale transformationen 4. aussagen über verhältnisse, prozentuale vergleiche
  • Was sind die Gründe für häufige Messung auf ungeprüften Skalen 1. empirische Überprüfung der in Repräsentations-und Eindeutigkeitstheoremen festgelegten Bedingungen (axiomen) sehr aufwendig 2. Viele Messungen basieren auf vermuteten Zusammenhängen zwischen Indikatoren und latenten Variablen 3. Skalenniveau per Annahme
  • Was sind die Gütekriterien der Messung?  1. Reliabilität ( Zuverlässigkeit)- Messung bei gleichbleibenden Bedingungen gleichbleibende Ergebnisse 2. Validität ( Gültigkeit)- Messung erfasst inhaltlich intendierte Zieldimension
  • Jede Messung hat Messfehler, was ist dazugehörige Formel und wofür stehen die Symbole X=T+E X=Messwert T=Wahrer Wert E=Messfehler
  • Definition Reliabilität  Maß für reproduzierbarkeit von Messergebnissen
  • Mathematische Definition der Reliabilität Verhältnis aus der Varianz der wahren Werte und der Varianz der Messwerte
  • Worüber wird die Reliabilität geschätzt 1. Ermittlung des Ausmaßes der zeitlichen Stabilität der Messung 2. Ermittlung der Übereinstimmung äquivalenter Messungen
  • womit wird das Ausmaß der zeitlichen Stabilität bestimmt test-retest methode
  • drei Kennzeichen der Maße der internen Konsistenz (itembezogen) 1. Aufteilung der Itembatterie in Teilmessungen 2. items messen die selbe dimension 3. items als unabhängige messwiederholung
  • Welche Methoden gibt es zur Ermittlung interner Konsistenz 1. Testhälften/split- half 2. Itemkonsistenzmethode: Durchschnitt der korrelation aller möglichen testhälfte
  • Kennzeichen der Testhälftenmethode  Aufteilung der Items in zwei testhälften
  • Wie wird die Reliabilität bei der Testhälften Methode bestimmt Korrelation der Items in den zwei testhälften
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  • Welches Problem tritt bei der Testhälften Methode auf und wie wird es korrigiert 1. Unterschätzung der Realibilität, da verkürztes Messintrument 2. Rechnerische Korrektur mit der Spearman-Bow-Formel 3. geschätzte Reliabilität sollte mindestens bei 0.8 liegen
  • Kennzeichen der Itemkonsistenz  Durchschnitt der Korrelation aller möglichen Testhälften
  • Was ist der Nachteil der split half Methode verschiedene Aufteilungen der Items in Testhälften möglich
  • Wie wird die Reliabilität anhand der Itemkonsistenzmethode geprüft 1. Berücksichtigung sämtlicher Interkorrelationen der items/ Durchschnitt der Korrelationen aller möglichen Testhälften 2. cronbachs α als Methode der Schätzung der Reliabilität 3. geschätzte Reliabilität min. 0.8
  • Definition Validität  Güte der Erfassung der durch die Messung inhaltlich intendierte Zieldimension
  • Zusammenhang Validität und Reliabilität Reliabilität notwendige Vorraussetzung für Validität
  • Definition theoretische Validität Korrelation zwischen wahren und gemessenen Werten
  • Definition empirische Validität  Korrelation zwischen Instrumenten ( gemessenen werten) und einer anderen beobachteten Variable
  • Welche drei Formen der Validität gibt es 1. Inhaltsvalidität 2. Kriteriumsvalidität 3. Konstruktvalidität
  • Kennzeichen der Inhaltsvalidität  durch Messinstrument gemessene Werte repräsentieren in angemessener Art und weise die Zieldimension
  • drei Kriterien bei der Inhaltsvalidität 1. Berücksichtigung aller relevanten Aspekte der Dimensionen, die gemessen werden sollen 2. keine objektiven Kriterien 3. expertenbefragung
  • Kriteriumsvalidität Kennzeichen Zusammenhang der durch Messintrument gemessenen werte mit Außenkriterium
  • Was sind die zwei Unterteilungen der Kriteriumsvalidität und ihre beschreibung 1.Vorhersagevalidität: Bestätigung von Vorraussagen aus einer ersten Messung durch spätere Messung mit anderen Instrumenten 2. Übereinstimmungsvalidität: Beurteilung der Messung anhand gleichzeitig erhobenen Kriteriums
  • Kennzeichen der Konstruktvalidität theoretische und empirische Zusammenhänge eines Konstruktes mit anderen Konstrukten
  • Welche zwei Kriterien gibt es bei der Konstruktvalidität 1. Konvergenzvalidiät 2. Diskriminanzvalidität
  • Was beschreibt die Konvergenzvalidität Messungen eines Konstrukts müssen untereinander stark zusammenhängen
  • was beschreibt die Diskriminanzvalidität?  - Instrument erfasst andere Sachverhalte als andere Instrumente - Zusammenhang zwischen Messungen verschiedener Konstrukte müssen schwächer sein als Zusammenhang zwischen Messungen des selben Konstrukts
  • Welche drei Verfahren gibt es zur Überprüfung der Konstruktvalidität 1. Multirad-multimethod-verfahren 2. Analysen für Indikatoren die mit einer Methode erhoben wurden 3. Faktorenanalyse
  • Was sind Faktoren  unbeobachtete Variablen (Konstrukte), die die zusammenhänge zw. den beobachteten variablen hervorrufen
  • Welche zwei Methoden der Faktorenanalyse gibt es? 1. konfirmatorische Faktorenanalyse: theoretische festlegung eines Messmodells, anschließend empirische Prüfung 2. explorative Faktorenanalyse:   -keine theoretische Festlegung eines Messmodells   - Zusammnehänge zwischen beobachteten Variablen und Faktoren werden aus Daten ermittelt