Sozialpsychologie (Subject) / Klausur-Vorbereitung, Grundlagen Sozialpsychologie, aus Jonas (Lesson)

There are 115 cards in this lesson

über 1 semester, von soz. Wahrnehmung bis Vorurteile

This lesson was created by Panther.

Learn lesson

  • Bystander-Phänomen + Beispielstudie Zuschauereffekt (bystander effect): Bezieht sich auf das Phänomen, bei dem die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine beliebige Person in einer Notsituation hilft, in dem Maße abnimmt, wie die Anzahl der anderen Anwesenden zunimmt. Latane & Darley -während Fragebogen Ausfüllens qualmt es aus Zimmer, am meisten geholfen wenn allein, weniger mit unbekannten, am wenigsten wenn Versuchsleiter passiv ähnlich: a lady in distress - Latané + Rodin: Regal einräumen, Ächzen, Krachen Schrei/Stöhnen Hilfe –in den Nebenraum gehen und nachsehen und helfen: 70%, wenn nur ein Student im Nebenraum war 40%, wenn man zu zweit war 70% allerdings, wenn zwei Freunde im Nebenraum ware War einer der Personen ein passiver Vertrauter des Versuchsleiters, der durch sein Verhalten signalisierte, dass dort nichts Schlimmes passiert sei, sank die Helferquote auf 7%
  • Gründe, warum Menschen nicht helfen Verantwortungsdiffussion: Verantwortung wird unter anwesenden Zuschauern aufgeteilt, je mehr Menschen in einer Notsituation anwesend sind, desto stärker diffundiert die Verantwortung; jede*r Einzelne Individuelle fühlt sich weniger verantwortlich, als wenn er/sie allein wäre Pluralistische Ignoranz: Sozialer Vergleich; wenn niemand sofort reagiert, wird Untätigkeit als Hinweis interpretiert, das Ereignis sei nicht schwerwiegend + daher keine Reaktion notwendig Hemmung durch Publikum (Bewertungsangst): Unterlassene Hilfeleistung als Angst vor Blamage Selbstwirksamkeit: Unkenntnis, Sorge, falsch zu Handeln Bystander –Effekt: Bezieht sich auf Phänomen, bei dem Wahrscheinlichkeit, dass eine beliebige Person in Notsituation hilft, in dem Maße abnimmt, wie Anzahl anderer Anwesenden zunimmt
  • Erklärungsansatz - Hilfeverhalten: Evolutionär: -Beschreiben + Belege Evolutionäre Ansätze: z.B. Familie Bruder eher als Neffe helfen, prosoziales Verhalten als Selektionsmechanismus, Fortpflanzungschancen vergrößert werden, wenn man Artverwandten hilft, Verwandtenselektion ‚kin selection‘ -Hilfsbereitschaft unter Freunden: Theorie des reziproken Altruismus Reziproker Altruismus (reciprocal altruism): Eine Theorie, die zur Klärung der Frage entwickelt wurde, warum sich Beispiele für Altruismus gegenüber Fremden finden lassen. Die Annahme lautet, dass sich die Hilfe für Nichtverwandte entwickelt hat, weil/sofern die Kosten dafür, dass man einem anderen hilft, durch die Wahrscheinlichkeit aufgewogen werden, dass wir dadurch wiederum einen Nutzen haben. -Überlebenschancen Gesamtfitness eines Individuums ist die Summe aus der direkten Fitness -direkte Fitness: Reproduktionserfolg Individuum + der indirekten Fitness, dh. Auswirkungen der Verbesserung des Fortpflanzungserfolges der Verwandtschaft durch individuelle Hilfe
  • Erklärungsansätze zum Hilfeverhalten: Individuumsbezogene Erklärungen geben  2 Grundmuster – Disposition oder Situation a) dispositionelle Erklärungen – entweder bestimmte Persönlichkeitsmerkmale oder Wertvorstellungen/ Kombinationen -Muster von Persönlichkeitsmerkmalen, von welchen angenommen wird, dass sie prosoziale Persönlichkeit ausmachen, jemand der vgls oft prosoziales Verhalten zeigt; u.a. Empathie, soziale Verantwortung, -Glaube an eine gerechte Welt, Empathie -Korrelationskoeffizienten in der Regel über 0.3, Empathie und soziale Verantwortung 0.48 b) Situative Erklärungen, z.B. Stimmung / Zeitdruck -positive Stimmung & Hilfeverhalten, positiver Zusammenhang – Meta-Analyse Carlson -auch: negative Stimmung und erhöhtes Hilfeverhalten, ‚negative state relief‘ – negative Stimmung positiv beeinflussen, dadurch, dass man Gutes tut Modell des Abbaus negativer Stimmung (negative-state-relief model) Hier wird argumentiert, dass Menschen einen angeborenen Trieb haben, ihre eigenen negativen Stimmungen abzubauen. Hilfeverhalten kann die Stimmung heben – nach diesem Modell helfen die Menschen somit aus egoistischen anstatt aus altruistischen Gründen. b) Situative Erklärungen -Zeitdruck Darley & Batson – Theologie-Student*innen Helfen unter Zeitdruck wenige
  • Empathie-Altruismus-hypothese Nach Batson 2 Motive: egoistisch /alturistisch motiviertes hilfreiches Verhalten 2 Situiationen: Personen, die in HIlfesituation nicht ausweichen können, kein Unterschied in Reaktion. Wenn ausweichen möglich: helfen nur altruistisch motivierte, egoistisch motivierte flüchten
  • Beschreibe das 5-stufige Prozessmodell von Latané und Darley 1) ereignis muss wahrgenommen werden/ nicht 2)Interpretation als Notfall / nicht (pluralistische Ignoranz ) 3) Persönliche Verantwortung / nicht  (Verantwortungsdiffussion) 4)Handlungsweise für Unterstützung verfügbar / nicht 5) Umsetzen des Eingreifens / kein Eingreifen (Hemmung durch Publikum)
  • Hilfeverhalten : was sind regionale + kulturelle Unterschiede Hilfeverhalten: Regionale Unterschiede -im Süden größer als im Westen -Hilfe scheint bis 300 000 zuzunehmen, dann wieder ab -Frauen erhalten mehr Hilfe als Männer -in Notlagen wird in ländlichen Regionen mehr geholfen -Hilfsbereitschaft Rio, Wien, Kalkutta groß, geringer Singapur Länder: negativer korrelativer Zshg Reichtum + Hilfeleistung, Entwicklungsländer am stärksten -keine eindeutigen Unterschiede kollektivistisch , individualistisch -sehr heiß + sehr kalt mehr Hilfeleistung, aber Ausnahmen
  • Hilfeverhalten im Alltag : Titanic vs Lusitania Geschlechterrollen bei Hilfeverhalten Hilfeverhalten im Alltag: keine Panik, gegenseitige Hilfe 9/11, U-Bahn Attentat London -Gemeinsamkeit, Solidarität -Titanic vs. Lusitania: Kinder und Frauen überlebten häufiger Titanic als Lusitania, auf Titanic Reflexion durch ‚langsamen Untergang‘ möglich, /Kinder und Frauen zuerst, Lusitania ging schnell unter – Egoismus – Fazit: auch in Notsituation können bei genug Zeit soziale Normen dominieren Geschlechterrollen: -weibliche Zuschauer geringer eingegriffen -weniger Eingriffe wenn Glaube, dass verheiratet, als Fremde
  • Konzepte erklären: Affiliation, Attraktion Wie funktioniert Affiliation, was ist eine Erklärung für das Affiliationsbedürfnis? • Affiliation: Zugehörigkeit, Geselligkeit; Affiliationsbedürfnis: Motiv, sich anderen anzuschließen, Leary is the act of associating or interacting with one or more other people • Attraktion: Anziehung, hier zwischenmenschliche; physische und psychische • interpersonelle Beziehungen, zwischenmenschliche: basieren auf dem Affiliationsbedürfnis (hier Liebesbeziehungen) -Affiliation beschreibt- macht keine Aussagen über Qualität, Dauert, Art und Weise einer Beziehung -Erklärung für Affiliationsbedürfnis: Überlebensgründe im engeren oder weiteren Sinne (z.B. Schutz vor Angreifern, soziale Unterstützung, u.a. wird auch in Stresssituationen die Nähe anderer gesucht
  • Beschreibe verschiedene klassische Studien und Befunde zur Affiliation + Sozialen Deprivation -klassische Studien: Deprivationsfälle, Mortalitätsrate, induzierte Stressreaktionen -erlebter Mangel an Affiliation führt zu Einsamkeit und hat teils ernsthafte gesundheitliche Folgen -selbstgewählte Formen der Einsamkeit haben positive Auswirkungen Befunde: soziale Deprivation - Entzug von Reizen(sensorisch) + Zuwendung(soziale)                                                         -Kasper-Hauser-Syndrom; Kasper Hauser 1828 -Hospitalismus bei Kindern,                             -René Spitz, Rumänien1990 -auch bindungstheorie –Bolby – sicher/ängstlich                                                    Bindungstheorie: Entwicklung sicheren Bindung zwischen Kleinkind+ Bezugsperson in der Kindheit = Grundlage für Fähigkeit , stabile + intime Beziehungen im Erwachsenenalter aufrechtzuerhalten. Bedürfnis nach Zugehörigkeit: Die elementare und angeborene Motivation des Menschen, positive, starke und stabile Bindungen zu anderen zu knüpfen verletzender Ausschluss: ‚du darfst nicht mitspielen‘ (Wiliams 2001) -Wirkung sozialen Ausschlusses: starke aversive Reaktion, z.B. schlechte Stimmung, verringertes Selbstwertgefühl, nachweislich starke physiologische Erregung, Hirnaktivität in typischen Schmerzregionen Mortalitätsrate: Zusammenhang soziale Integration positiv, solang nicht selbst gewählt -zufällige Stichprobe, unabhängig von Einkommen, Bildung, über 9 Jahre Induzierte Stressreaktion: Händehalten – Stresslinderung durch direkten Kontakt UV – Stress 2 Stufen Bedrohung Sicherheit Bedrohung: 20 Prozent Wahrscheinlichkeit Stromstoß, Sicherheit: 0 Prozent UV-Unterstützung – Mit Partner – Fremd – Ohne -AV Hirnaktivität, erfasst durch Hirnschicht, Moderator: Qualität der Ehe Fazit: Hände halten mit Ehemann + fremden, geringere Hirnaktivität= geringere Bedrohung -Reduktion von Erregung im Hypothalamus, Regulierung Immunsystem                          -Ehemann am stärksten, je intensiver, je zufriedener die Ehe
  • Stereotyp + Vorteile von Attraktivität + Untersuchung Dion zum Attraktivitätsstereotyp -Vorteil physische Attraktivität: bessere Noten, sammeln mehr Geld bei Spendenaktionen, bekommen weniger harte Strafen, verdienen mehr, bekommen bereits als Säuglinge mehr Zuwendung etc Stereotyp: ‚was schön ist, ist auch gut‘ Häufigst zitiert: Dion 1972 -3 Personengruppen, 27 Adjektivskalen -attraktive Personen nicht nur sozial attraktiver wahrgenommen, als weniger attraktive, auch glücklicher + erfolgreicher -aber: Dermer + Thiel auch Nachweis: außergewöhnlich attraktiv egoistischer/eingebildeter beurteilt
  • 1) Metaanalyse zum Attraktivitätsstereotyp von Eagly, Ashmore, Makhijani & Longo -alle Studien bestätigen Stereotyp -Attraktivitätsstereotyp Männer + Frauen -Variieren im Inhaltsbereich Stereotyp bestätigt: soziale Kompetenz, Anpassung, Macht, intellekt. Kompetenz, allg. Bewertung Nicht-bestätigt: Integrität + Hilfe anderer
  • Metaanalyse zum Attraktivitätsstereotyp von Feingold +kulturvergleich merkmale USA - Korea a) -Attraktivität positiv korreliert: sexuelle Wärme, Fähigkeiten soz., Umgänglichkeit, Dominanz -negativ: Bescheidenheit, schwach mit Intelligenz b) Zusammenhang Attraktivität Persönlichkeitsvariablen: niedrig/null: Selbstwert, Intelligenz, Noten, positiv: gleichgeschlechtliche Freunde, globale sexuelle Erfahrung, Popularität c) physische Schönheit für Männer wichtiger als für Frauen kulturvergleichende Studie Unterschied USA –Korea (Wheeler + Kim) USA: Macht , Korea: Integrität/Einsatz für andere -kollektivistisch: Merkmale harmonischer Beziehungen, nicht dominanz etc
  • Komponenten physischer Attraktivität 1)Neugeborene Merkmale: größere, dominantere Stirn, größere Augen+ AUgenabstand, schmale Nase, größere Lippen 2)Reife Merkmale: höhere + breitere Backenknochen + schmalere Wangenknochen 3)Expressive Merkmale: Merkmale, die positive Emotionen signalisieren, Höhe der Augenbrauen, Pupillenweite, Breite + Höhe des Lächelns – sollte zu positiver Bewertung führen Außerdem: Durchschnittshypothese: Symmetrie bevorzugt -Männer: jüngere Partnerin-Frauen: älteren Partner, Frauen finanziell gesicherte Zukunft wichtiger -Gutes Aussehen für Männer wichtiger als für Frauen, Sanduhr-Dreieck-Fertilität Aber: Androgynität- Normen
  • Kontexteinfluss auf Attraktivität -Beispiele: Sperrstundeneffekt+Matchinghypothese Beziehungsstatus: Gebundene schätzen andere weniger attraktiv ein als Ungebundene ‚Sperrstundeneffekt‘ bei Ungebundenen größer als bei Gebundenen (Kurz vor Schluss vor allem anderes (wahrgenommenes) Geschlecht attraktiver Matching-Hypothese: Walster et al Ähnlichkeits-Anziehungs-Effekt: Wir mögen andere, die uns ähnlich sind -gleich und gleich gesellt sich gern vs. Gegensätze ziehen sich an -Beziehungen primär wenn soziale Merkmale beider Partner näherungsweise übereinstimmen z.B. Fähigkeiten/Fertigkeiten, Intelligenz (sein) Einkommen, Prestige, Attraktivität Kurzformel ‚romantic relationship‘ – soziale Erwünschtheit auf einem Niveau -Vergleichskriterien variieren, Dimensionen können sich gegenseitig kompensieren Belegt durch Feingold - Meta-Analyse Korrelation Attraktivitätsrate
  • Fehlattribution von Erregung ..? (Dutton + Aron) Liegt vor, wenn Menschen irrtümlicherweise einen Teil ihrer Erregung auf einen externen Stimulus attribuieren, der nicht der wirkliche Grund für ihre Erregung ist. -Stresshormone erzeugen, Bsp. Brücke -Männer die über wackelige Brücke gingen: ansclhießend bilder beschreiben- stärker sexualbetont + häufigeres anrufen der attraktiven Versuchsleiterperson
  • Was sind typische Flirtgesten ? + wie startet Flirt?  Signale der Liebe: biologische Grundlagen – Annäherung, Flirt, Affäre, Partnerschaft -Initialzündung zum Flirt 80Prozent Frau, Blickkontakt ‚Darting-Blicke‘ -Antwort Mann: Zuwenden Oberkörper, Blickkontakt behalten, Augenbrauen hochziehen -Flirtgesten zeigen Unterwerfung, z.B. Halsschlagader präsentieren bei Frauen Frau: submissive Gesten -Synchronisation Körpersprache, Beschwichtigungsverhalten, Nacken zeigen -Selbstberührungen (Haare, Gesicht, Oberkörper nach vorn neigen, Achsel präsentieren -autoerotische Gesten, häufiges Lachen etc Mann: -Raumgreifend Körper Zielperson zuwenden, Putzsignale, virtuelle Fusseln entfernen Haare streichen Lässig am Tresen
  • Welche 3Faktoren sind im Dreiecksmodell von Sternberg zur Grundlage interpersonellen beziehungen? a) Mögen: emotionale Nähe b)Vernarrtheit: nur Leidenschaft c) Leere Liebe: nur Festlegung emotionale Nähe + Leidenschaft + Festlegung = vollkommene Liebe dazwische: romantische Liebe, kameradschaftliche Liebe, alberne Liebe
  • wann wird affiliation angestrebt? -soziale Unterstützug -Aufgehoben sein in Gruppe um angst zu reduzieren -Vergleichsprozesse um Infos über sich selbst zu bekommen
  • Gruppen : Definition(en) Entitativität Merkmale Allport: Gruppe= Aggregat von 2 oder mehr Personen, die sich zusammengefunden haben, um eine bestimmte Aufgabe zu bewältigen, um über einen Vorschlag oder Gegenstand ihres Interesse zu beraten, oder um affektive Informationen auszutauschen, die von allgemeinen Interesse sind Kurt Lewin: Entscheidendes Merkmal ist die Interdependenz der Mitglieder einer Gruppe Entitativität & Interdependenz ist entscheidend Entitativität: (Einheit) Ausmaß indem eine Anzahl von Personen als miteinander verbundene, kohärente Einheit wahrgenommen wird. -Merkmale benannt, mit nur einem Merkmal werden Klassen beschrieben (Einwohner, …) -viele weitere Gruppendefinitionen (Wissen?) Konzept der Entitativität (Campbell) -Gruppenartigkeit: bestimmte Ansammlung Merkmale, evt. zu Wahrnehmung kohärente Einheit -3 Zentrale Merkmale a)gemeinsames Schicksal 2)Ausmaß Ähnlichkeit im Verhalten/Aussehen 3) Proximität (Nähe/Distanz) zwischen Personen Gruppenmerkmale (Lickel et al) -welche Arten von Gruppen unterscheiden sich anhand von welchen Merkmalen -wichtigster einzelner Prädiktor für Einstufung: Interaktionsniveau (korreliert positiv mit Entitativität)
  • Diskontinuitätseffekt nach FIske (Thema: Gruppen) Diskontinuitätseffekt / Fiske -wahrgenommener Wille beschreibt Gruppen als intentional agierende Entitäten.                      Gruppen werden wie Einzelpersonen wahrgenommen -Personen verhalten sich in Gruppen anders als in interpersonellen Dyaden                              -Effekt zeigt sich z.B. daran, dass Gruppen sich kompetitiver Verhalten als Einzelpersonen /auch Misstrauisch sind -nach Fiske: Diskontinuitätseffekt gesteuert von zwei Prozessen: Furcht & Machtgier -Gruppen maximieren ihre Vorteile gegenüber anderen Gruppen
  • Unterscheidungsmerkmale von Gruppen Primär: z.B: Familie, Freunde, Arbeitskollegen Sekundär: Reisegruppen, Freizeitgruppen, Sportgruppen Eigengruppe, Fremdgruppe, Bezugsgruppe: beinhalten Klassifikation über Orientierung & Zugehörigkeit an Gruppenmerkmalen Bezugsgruppen: können Eigengruppen + Fremdgruppen sein
  • Funktionen von Gruppen + Studie Hogg -Identifikation&Entitativität -Gruppen mit emotionaler Nähe – affiliationsbezogene Bedürfnisse; z.B. Verbundenheit, Trost -aufgabenbezogene Gruppen: utilitaristisch, leistungsbezogene Bedürfnisse, z.B. Erfolg -soziale Kategorien – Identitätsbezogene Bedürfnisse, Identitätsgefühl, Einzigartigkeit, Besonderheit Studie Identifikation & Entitativität /Hogg et. Al -warum identifizieren sich Menschen besonders mit einer entitativen Gruppe? -Menschen zu stark entitativen Gruppen hingezogen, besonders wenn Selbstunsicherheit hoch ist.                                                                                                                          -möglich: dies ein Grund, warum manche Menschen zu extremistischen Gruppen hingezogen →Soziale Unsicherheit kann zu einem höheren Maß an Selbstunsicherheit und somit zu einer höheren Anziehungskraft sehr entitativer Gruppen führen
  • Erklärungsansätze für soziale Erleichterung / soziale Hemmung (Gruppen) Erklärungsansätze für soz. Erleichterung / Hemmung: a) Triebtheorie – Angeboren, Zajonc, durch Erregung: Erleichterung dominanter Reaktionen, Hemmung nicht dominanter Reaktionen b) Cottrell: Bewertungsangst, erlernt. Anwesenheit löst nur Erregung aus, wenn Person Leistungsbewertungen erwarten c) Sanders: Aufmerksamkeitskonflikt; innerer Reaktionskonflikt, steigert Erregung, dies führ zu Erleichterung, dominanter/ Hemmung nicht-dominanter Reaktion Integration: heutige Sicht Bsp: soziale Erleichterung: Heimvorteil bei Teamsportarten
  • Motivationsverluste in Gruppen nennen + beschreiben Produktionsblockierung: Prozessverlust, der typisch ist für Brainstorming-Aufgaben bei Face-to-faceGruppen. Da in einer Gruppe zu einem Zeitpunkt nur eine Person sprechen kann, können die anderen Gruppenmitglieder in dieser Zeit ihre eigenen Ideen nicht äußern Soziales Faulenzen: Motivationsverlust in Gruppen, der bedeutet, dass Gruppenmitglieder ihre Anstrengungen verringern, wenn die individuellen Beiträge zur Gruppenleistung nicht identifizierbar sind. Entbehrlichkeitseffekt: Ist eine Verringerung der aufgabenbezogenen Anstrengung bei Gruppenmitgliedern, weil ihr individueller Beitrag nur einen geringen Einfluss auf die Gruppenleistung zu haben scheint. Trotteleffekt: Ist ein Motivationsverlust in Gruppen, der auftritt, wenn Gruppenmitglieder wahrnehmen oder erwarten, dass andere Gruppenmitglieder ihre Anstrengungen verringern. Um zu vermeiden, ausgenutzt zu werden, verringern sie ihre eigenen Anstrengungen.
  • Motivationsgewinne in Gruppen nennen + beschreiben Sozialer Wettbewerb: wenn sich die Gruppenmitglieder während Gruppenaufgaben, bei denen die individuellen Beiträge identifizierbar sind, gegenseitig ausstechen wollen. Soziale Kompensation: wenn stärkere Gruppenmitglieder ihre Anstrengungen erhöhen, um damit eine nicht optimale Leistung schwächerer Mitglieder auszugleichen. Köhlereffekt: Vorgang, dass schwächere Gruppenmitglieder sich mehr anstrengen, als sie es individuell täten, um zu vermeiden, dass sie für eine schwache Gruppenleistung verantwortlich sind.
  • Gruppensozialisation: Initiation - Eintritt, Erklärungsansatz Gruppensozialisation: Anstrengungen der Gruppe, neue Mitglieder an die bestehenden Gruppennormen und -praktiken zu assimilieren. Rollenübergang: Veränderung in der Beziehung zwischen einem Gruppenmitglied und einer Gruppe. Initiation: Der Rollenübergang beim Eintritt in eine Gruppe; häufig mit einem Ritual einhergehend. z.B. Begrüßungsrede, Konfirmation, Rituale (angenehm/unangenehm), in studentischen Verbindungen: erst quälende Aufgaben, Situationen, dann Aufnahme + Feier Erklärungsansatz: Dissonanztheorie, - erniedrigende Behandlung verhindert spätere Dissonanz, schafft starke Festlegung auf Gruppe Aronson & Mills –Initiation + Eintritt - ‚peinliche Gruppe‘-höhere Attraktivitätseinschätzung      Gegensätzlicher Befund –Lodewijkx & Syroit(1997) • Feldstudie,angehende Mitglieder Studentinnenverbindung • kein positiver Zusammenhang wer die Initiation als unangenehm einstufte, hatte weniger Sympathie für die Gruppe (Initiation mit Einsamkeit und Frustration verbunden) • Aber: zwei andere Funktionen – a)Aufbau positiver Beziehungen zwischen künftigen             Mitgliedern,             b) abschreckende Funktion
  • Gruppennormen - Definition + Extrembeispiel = Überzeugungssysteme: führen dazu, wie man sich verhalten sollte oder nicht, bringen gemeinsame Erwartungen der Mitglieder zu typischen/unerwünschten Verhaltensweisen zum Ausdruck, keine Gesetze -injunktiv /präskiptiv/deskriptiv -regulierende Funktion -Gruppenmitglieder neigen zur Konformität, durch Internalisierung / Reaktionen Gruppenmitglieder -anfällig für Gruppendenken/ Gruppenpolarisation Extrembeispiel: Peoples Temple 1978 – Eigengruppe vs. Fremdgruppe ‚Jonestown‘ aufgebaut, Indianapolis,USA, Sozialisation durch Gruppennormen, Loyalität
  • Gruppendenken + Gruppenpolarisierung Gruppendenken (Janis, 1982): Ein Syndrom, bei dem es zu schlechten Entscheidungen in Gruppen kommt, dabei streben die Mitglieder*innen einer kohäsiven Eigengruppe nach Einmütigkeit und zwar auf Kosten einer realistischen Bewertung alternativer Handlungsverläufe Gruppenpolarisierung: Tendenz, Entscheidungen zu fällen, die extremer sind als der Durchschnitt der anfänglichen Positionen der Gruppenmitglieder*innen, die Tendenz geht in die Richtung die die Gruppe bereits favorisierte
  • Definiere: Aggression, Gewalt, Direkte Aggression, Indirekte Aggression, Relationale Aggression, Instrumentelle Aggression, Feindselige Aggression Aggression (aggression): Jede Form von Verhalten, das darauf abzielt, einer anderen Person zu schaden oder sie zu verletzen, die motiviert ist, diese Behandlung zu vermeiden. Gewalt (violence): Verhalten mit Schädigungsabsicht, bei dem schwere körperliche Schädigungen zugefügt oder angedroht werden. Direkte Aggression (direct aggression): Aggressives Verhalten, das unmittelbar auf die Zielperson gerichtet ist, z. B. Schläge oder Beschimpfungen. Indirekte Aggression (indirect aggression): Aggressives Verhalten, das verdeckt ausgeführt wird, um die Zielperson in ihren sozialen Beziehungen zu schädigen, z. B. durch das Verbreiten von Gerüchten. Relationale Aggression (relational aggression): Verhalten mit der Absicht, die sozialen Beziehungen der Zielperson zu beschädigen, z. B. hinter ihrem Rücken abwertende Bemerkungen gegenüber Dritten zu machen Instrumentelle Aggression (instrumental aggression): Aggressives Verhalten, das als Mittel zum Zweck ausgeführt wird, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Feindselige Aggression (hostile aggression): Aggressives Verhalten, das durch das Bedürfnis motiviert ist, Ärger und feindselige Gefühle auszudrücken. Gewalt-Aggression, nicht jede Aggression auch Gewalt
  • Erfassen aggressiven Verhaltens - wie? Erfassen aggressiven Verhaltens: -ethische Problematik -Beobachtung -Medienanalyse, Polarisation -Selbstberichte, z.B. Fragebogen- Buss & Perry -Einschätzung durch Peers, wie sehen Bezugsperson -Laborexperiment, z.B. Hitze-Hypothese
  • Erklärungsansätze Aggression: was sind Biologische Ansätze? 1) A) Verhaltensforschung - Veranlagung: Tierstudien- Energie Aufbau- Konrad Lorenz – Dampfkesselmodell – nicht bestätigt, innere Triebquelle – spontane Entladung notwendig B) Verhaltensgenetik: Zwillingsstudien: sowohl genetische Anlage als auch Sozialisationserfahrung beeinflusst – gestützt durch Empirie C) Hormonhaushalt: Gruppenvergleiche : Testosteron hoch, mit Cortisol niedrig, erhöhte Aggressionsneigung, aber zusammenwirken Umweltfaktore
  • Psychologische Erklärungsansätze für Aggression: nur nennen (4) a) Frustration-Aggressionhypothese (Dollard, Miller) b) Kognitives neo-assozianistisches Modell + Erregungsübertragung c) Lerntheoretisches Modell d) Sozial-kognitive Ansätze
  • Erkläre die Frustrations-Aggressions-Hypothese Miller 'Vater der Hypothese', Berkowitz weiter daran gearbeitet, Waffeneffekt etc Frustrations-Aggressions-Hypothese (frustrationaggression hypothesis): Nimmt an, dass Frustration, also die Blockierung einer zielgerichteten Aktivität, die Wahrscheinlichkeit aggressiven Verhaltens erhöht Frustration als Auslöser unterschiedlicher Reaktionen, z.B: Aggression -Umwelt und Personenbedingungen bestimmten, ob es zu aggressiven Reaktion kommt Hemmend: Angst vor Bestrafung Aggressionsverschiebung: Tendenz auf Frustration mit Aggression zu reagieren, wenn Frustrationsquelle nicht erreichbar ist, Aggression gegenüber schwächerem, leichteren, unschuldigen Ziel Fördernd: aggressive Hinweisreize Waffeneffekt (weapons effect): Berkowitz & LePagBefund, dass Personen, die zuvor geärgert worden waren, in Gegenwart von Waffen mehr aggressives Verhalten zeigen als in Gegenwart neutraler Gegenstände. (mehr Stromstöße) Aggressive Hinweisreize (aggressive cues): Situative Hinweisreize mit aggressiver Bedeutung, die die Zugänglichkeit aggressiver Kognitionen erhöhen.
  • neo-assoziatiationistisches modell : Beschreiben 2B) neo-assoziatiationistisches modell: Frustration nur eine von mehreren möglichen Reizbedingungen, die eine negative affektive Erregung auslösen können. -nach Berkowitz -Andere unangenehme Stimuli, Schmerz/Lärm, können in gleicher Weise über die Auslösung von Ärger aggressive Reaktionen hervorrufen. -Modellannahme: aversive (unangenehme) Reize führt zu unspezifischen negativen Gefühlen -löst 2 unmittelbare Reaktionen: Angriff und Flucht („fight and flight“) -schneller/automatisierter Bewertungsprozess (kaum, gar nicht bewusst), Angriffsimpuls mit aggressiven Gedanken, Erinnerungen/Verhaltensreaktionen assoziiert, der Fluchtimpuls hingegen mit fluchtbezogenen Reaktionen - Reaktionen kanalisieren anfänglich undifferenzierten negativen Affekt in spezifischere emotionale Zustände von (rudimentärem) Ärger oder (rudimentärer) Furcht -In einem nachfolgenden, stärker elaborierten und kontrollierten Bewertungsprozess interpretiert die Person diese ursprünglichen oder rudimentären Gefühle. - werden zu situativen Gegebenheiten in Beziehung gesetzt, so dass Person einen spezifischeren + verfestigten emotionalen Zustand erreicht, nämlich Ärger oder Furcht -Zu diesem kognitiven Verarbeitungsprozess gehören auch die Bewertung potenzieller Handlungsergebnisse
  • Erregungsübertragung nach Zillmann erklären (Psycholog. Ansatz Aggression) Übertragung einer neutralen körperlichen Erregung auf eine Erregung, die sich aus einer Frustration ergibt, wodurch die Ärger-Erregung verstärkt und die Stärke der aggressiven Reaktion erhöht wird. Zillmann nahm an, dass Wirkung von Frustration als Auslöser aggressiven Verhaltens durch physiologische Erregung aus neutralen, nicht aggressionsbezogenen Quellen verstärkt werden kann -Wenn Personen durch körperliche Aktivität physiologisch erregt (z. B. Treppensteigen, Fahrradfahren), + Erregung noch vorhanden wenn Ärger auslösende Situation erleben (z. B. verbal angegriffen werden) - neutrale Erregung auf ärgerbasierte Erregung übertragen+ fälschlicherweise als Ärger interpretiert -Dadurch aggressive Reaktion auf Ärger verstärkt - Fehlattribution Erregung nur dann statt, wenn sich Person Ursache der ursprünglichen Erregung nicht mehr bewusst   -bei hoher Resterregung wirkt Provokation stärker, z.B. Faul bei Fußball
  • Was beinhalten die Lerntheorien zur Aggression (psych. Ansätze Erklärung Aggression) C) Lerntheorien: -direkte Verstärkung: Erfahrung positiver Konsequenzen einer aggressiven Handlung (z.B. Statusgewinn Bezugsgruppe), die Auftretenswahrscheinlichkeit aggressiver Handlung erhöht Modelllernen: Lernen durch Nachahmung, Beobachtung, dass eine andere Person für ihr Verhalten belohnt / bestraft wird -Bobo Doll Paradigma (Bandura Ross&Ross) -Modelllernen reicht aus, um Aggressionen zu fördern Kinder, die das aggressive Modell beobachtet hatten, zeigten mehr aggressives Verhalten gegenüber der Puppe als Kinder, die das nichtaggressive Modell beobachtet hatten – vor allem dann, wenn das Modell für sein aggressives Verhalten belohnt worden war. -auch Erklärung Konsum von Mediengewalt
  • Sozial-kognitive Ansätze zur psych. Erklärung von Aggression Skripts“ als Grundlage für aggressives Verhalten. Huesmann (1998) postulierte in seinem sozial-kognitiven Ansatz, dass Sozialverhalten im Allgemeinen und aggressives Verhalten im Speziellen durch abstrakte Repräsentationen angemessener Verhaltensweisen in unterschiedlichen Situationskontexten geformt wird -Skript: Abstrakte Repräsentation angemessener Verhaltensweisen in unterschiedlichen Situationskontexten geformt Aggressive Skripts (aggressive scripts): Kognitive Repräsentationen der Situationen und Formen, in denen man aggressives Verhalten zeigt – ob in einer bestimmten Situation ein aggressives Verhalten gezeigt werden soll oder nicht -Bedeutung: Gewalt in den Medien - Habituation-Normen, ...
  • Personale Bedingungsfaktoren aggressiven Verhaltens:  Persönlichkeitsmerkmal Aggressivität als mehrdimensionales konstrukt, vier Komponenten: körperliche Aggression, verbale Aggression, Ärger und Feindseligkeit  Feindseliger Attributionsstil: Tendenz einer Person, die einen Schaden verursacht hat, eine feindselige Absicht zu unterstellen, obwohl unklar ist, ober der Schaden ausversehen oder absichtlich herbei geführt wird  Geschlechterunterschiede: Männer als Täter bei Gewaltverbrechen überrepräsentiert, aber indirekte Gewalt kein Unterschied 
  • Situative Bedingungsfaktoren aggressiven Verhaltens..? -Alkohol: Aufmerksamkeitshypothese Aufmerksamkeitshypothese an, dass sich Alkohol indirekt über eine Einschränkung der Informationsverarbeitungskapazität auswirkt. Alkohol verringert die Aufmerksamkeitskapazität einer Person und verhindert so eine umfassende Einschätzung der situativen Hinweisreize (Giancola & Corman, 2007). Die daraus resultierende „Alkohol-Kurzsichtigkeit“ führt dazu, dass nur die hervorstechendsten Reize beachtet werden. -Hitze Ansatz der geografischen Regionen: Hitze als aversiver Reiz, ab kritischem Wert nicht mehr Vorher positiver Zusammenhang zwischen Temperatur und Aggressionen
  • 3 Ansätze zur Intervention + Prävention von Aggression nennen + beschreiben 3 Ansätze zur Intervention + Prävention 1) Katharsis: Abbau aggressiver Spannung durch symbolisches aggressives Verhalten – bringt nichts, sondern verstärkt sie 2) Bestrafung – nur wirksam, wenn mehrere Bedingungen erfüllt sind 3) Deeskalation durch Auslösen unvereinbarer Reaktionen -positive Affekte + Kognitionen zur Abschwächung negativer Reaktionen (z. B. prosoziale Videospiele, Musik, Krahé& Bieneck, 2012)
  • 1. Stereotype 2. Vorurteile 3. Rassismus 4. Diskriminierung ...definitionen Stereotyp (stereotype) Eine kognitive Struktur, die unser Wissen, unsere Überzeugungen und Erwartungen über eine soziale Gruppe von Menschen enthält. -positive / negative Menge von Überzeugungen über Merkmale einer Gruppe von Personen, variiert hinsichtlich Genauigkeit  Vorurteil (prejudice): Eine Einstellung bzw. Orientierung gegenüber einer Gruppe (bzw. ihren Mitgliedern), die sie direkt oder indirekt abwertet, oft aus Eigeninteresse oder zum Nutzen der eigenen Gruppe. Rassismus = Konzept, das in sozialpsychologischen Literatur ohne Begriff „Rasse“ auskommt -Gemeint: diskriminierendes Verhalten (= soziale Diskriminierung) gegenüber Personen/Gruppen, die einer anderen Ethnie (Rasse) angehören; stabile Eigenschaften werden zugeschrieben 2Varianten: a)offen, klassisch b)verdeckter, neuerer Rassismus Diskriminierung: ursprünglich trennen, unterscheiden, heute wenige Ausnahmen negativ besetzt - Herabsetzung, Benachteiligung gesellschaftlicher Gruppen, auch handelspolitische und wirtschaftliche Diskriminierung -Sozialpsychologie: individuelle Einstellungen+ negatives Verhalten sowie deren Entstehung, auch institutionelle (z.B. Auswahlverfahren), sprachliche Diskriminierung (z.B. generisches Maskulinum
  • 5 Merkmale / Wertung von Vorurteilen Merkmale+Wertung Vorurteile: -schlecht, -weitverbreitet -werden nicht akzeptiert, änderungsresistent, -tarnen sich
  • Einstellungs/Verhaltensrelation: LaPiere (1934 USA) beschreiben - Chinesen in 30er Jahren, starke Vorurteile gegenüber Asiaten in den USA - Bereisten 250Lokale, normaler Service, 1mal abgelehnt, Postalisch 90 Prozent abgelehnt,10 Unentschieden - Erklärung: normal sozial erwünschtes Verhalten, real differenzierter - Method. Mängel: unklar, wer Brief beantwortete + weißer Prof Begleitung Explizit: bewusst, reflektierte Einstellung, überwiegend vorurteilsfrei, soziale Erwünschtheit Implizit: Einstellungen sagen eher spontanes vorher, z.B. Freundlichkeit
  • Rassismus: auch erklären von Ethnozentrismus , Faschismus was meint moderner Rassismus? -Studie zur Wahrnehmung Rassismus = Konzept, das in sozialpsychologischen Literatur ohne Begriff „Rasse“ auskommt -Gemeint: diskriminierendes Verhalten (= soziale Diskriminierung) gegenüber Personen/Gruppen, die einer anderen Ethnie (Rasse) angehören; stabile Eigenschaften werden zugeschrieben 2Varianten: a)offen, klassisch b)verdeckter, neuerer Rassismus Ethnozentrismus: Tendenz, die Merkmale der Eigengruppe als überlegen im Vergleich zu denen der Fremdgruppe zu beurteilen, allgemein Fremdgruppen aus Perspektive einer Eigengruppe zu beurteile Faschismus (Brockhaus): Ideologie, u.a. extremer Nationalismus, Gewalt als politisches Mittel, ausgeprägter Antiparlamentarismus (bekämpft Demokratie, u.a. Rechtstaat, Pluralismus, Opposition; mythisiert Volksgemeinschaft) Bsp. Moderner Rassismus: -negieren/ Discrimination no longer a problem -wohlwollender, paternalistischer Rassismus, z.B. Studie Harber: Aufsätze: um nicht vorurteilsbehaftet zu erscheinen bessere Bewertung, Selbstimage-Schutz -Vergleichbare Befunde bei Sexismus Theorien des Modernen Rassismus: Ambivalenter Rassismus, Symbolischer Rassismus, Aversiver Rassismus, Moderner Rassismus, Subtiler Rassismus Gemeinsamkeiten: gesellschaftlich Norm im Vergleich zur Zeit des offenen Rassismus verändert – nicht mehr akzeptabel, aber individuelle Einstellungen weniger verändert (Antipathie); moderne Rassismen ermöglichen und legitimieren subtile Abwertung Unterschiede: Betonen Ursachen unterschiedlich Studie: Rasse beeinflusst Wahrnehmung und Reaktion - je stärker implizite Vorurteile desto eher wird der Ausdruck schwarzer Gesichter als zornig bewertet (Hugenberg & Bodenhausen, 2003) - Priming verzerrte Wahrnehmung: Gegenstände (z.B. Werkzeug) schneller als Waffe bewertet, wenn schwarze Gesichter statt weiße aktiviert waren (Payne, 2006, Judd et al.,04) - Gegenwart Waffen erhöht Aufmerksamkeit für Gesichter von African Americans+ erhöht Wahrscheinlichkeit, dass Polizisten stereotypisch gekleidet Schwarze (z.B. Mütze) als kriminell einstufen (Eberhardt, 2004) - unbewusste Assoziationen nicht allein durch kulturelles „Andersein“ ohne Vorurteile erklärbar – implizite Vorurteile korrelieren mit Reaktionen (s.o.)
  • Diskriminierung: Definition, welche Arten, Generisches Maskulinum erklären + Studienergebnisse Diskriminierung: ursprünglich trennen, unterscheiden, heute wenige Ausnahmen negativ besetzt - Herabsetzung, Benachteiligung gesellschaftlicher Gruppen, auch handelspolitische und wirtschaftliche Diskriminierung -Sozialpsychologie: individuelle Einstellungen+ negatives Verhalten sowie deren Entstehung, auch institutionelle (z.B. Auswahlverfahren), sprachliche Diskriminierung (z.B. generisches Maskulinum) Bsp: individuelles Verhalten, Studie Diskriminierung bei Wohnungssuche Carpusor & Loges, LA Ergebnis, Anteil positiver Antworten in Anhängigkeit des Absendernamens Generisches Maskulinum(Sabine Sczesny) Verwendung eines maskulinen Substantivs oder Pronomens, wenn das Geschlecht der bezeichneten Personen unbekannt/nicht relevant ist oder wenn männliche wie weibliche Personen gemeint sind. - Stahlberg & Sczesny, 2001, Ergebnisse: generische Maskulina – häufigere Angaben von Männern geschlechtsneutrale Formulierungen: Angaben ausgeglichen Beidnennung: Angaben ausgeglichener -Wortwahl im Fragebogen kann Ergebnisse beeinflussen – Frauen gaben bei generisch maskulinen Pronomen z. B. geringere Selbstwirksamkeitserwartung an als bei geschlechtsneutralen Pronomen Erklärungsansätze
  • Erkläre die autoritäre persönlichkeit als Persönlichkeitsansatz zu Vorurteilen -Adorno: Persönlichkeitssyndrom: einfaches denken, Unterwürfigkeit ggüber Autoritätsfiguren -Psychoanalytisch: autoritäre Erziehung, feindselige Impulse gegen Eltern auf Schwächere, verschieben Sündenbock -F-Skala: Unterskalen, z.B. autoritäre Aggression – heute nicht mehr angewandt -Altemeyer-Rechter Autoritarismus: Weiterentwicklung Adorno: soziale Umwelt, die Gehorsam, Konventionalismus&Aggression verstärkt= direktere Determinante; soziale Lernprozesse, insbesondere während der Adoleszenz; Einstellungen+ Normen Grundlage für rechten Autoritarismus; drei Subskalen: Unterwürfigkeit gegenüber Autoritäten, Konventionalismus, und autoritäre Aggression
  • Erkläre Persönlichkeitsansatz Voruteile: Soziale Dominanzorientierung und die THeorie der sozialen Dominanz soziale Dominanzorientierung: Merkmal mit unterschiedlichen Ausprägungen: Wunsch nach hierarchischen Gruppenbeziehungen, korreliert schwach mit autoritärer Persönlichkeit Theorie der sozialen Dominanz: Bildung gruppenbasierter Hierarchien als universelle Tendenz des Menschen, die meisten Gesellschaften sind daher hierarchisch organisiert (Ethnizität, Klasse,…) -hierarchische soziale Ordnung durch individuelle + institutionelle Diskriminierung aufrechterhalten, oft mithilfe „legitimierender Mythen“ gerechtfertigt, z. B. geistige Überlegenheit weißer Männer gegenüber Frauen und Schwarzen Ideologische Überzeugungen: Pratto et al., 1994: Skala zur sozialen Dominanzorientierung; Ausmaß, Menschen hierarchische Gruppenbeziehungen unterstützen/bzw. ablehnen Pettigrew (1958), sozialer Kontext: kulturvergleichende Studie Ergebnis: signifikanter Einfluss sozialer Normen/Wohnsituation (Siegel&Siegel), Rassismus im Norden USA geringer als im Süden ( kein Unterschied im Autoritarismus) + Südafrika Einfluss wahrgenommener Bedrohungen (Duckitt & Fischer, 2003) - Neuseeländische Studierende, AV: rechter Autoritarismus + soziale Dominanzorientierung - Ergebnis: Bedrohung der sozialen Umfeld erhöht Ausmaß rechten Autoritarismus, ebenso geringfügige Zunahme sozialer Dominanzorientierung -Autoritarismus reicht nicht aus, um rassistische Vorurteile zu erklären Fazit: Autoritarismus und soziale Dominanzorientierung kein stabiles Persönlichkeitsmerkmal, beeinflusst durch sozialen Kontext
  • Erkläre das duale Prozessmodell von Duckitt + Kollegen (Autoritarismus + soziale Dominanzorientierung) Autoritarismus und soziale Dominanzorientierung: zwei unabhängige Dimensionen soz. Einstellungen Unterschiedlich motiviert: Rechter Autoritarismus – Welt als gefährlich, bedrohlicher Ort; motiviert, soziale Kontrolle, Sicherheit und Kohäsion zu haben, gefördert durch reale Bedrohungen; besonders bei hoher Ausprägungen „sozialer Konformität Soziale Dominanzorientierung – Welt als rücksichtslos kompetitiver Dschungel; verstärkt in sozialen Kontexten mit ausgeprägter Ungleichheit und Konkurrenz; besonders bei kompromisslosen Personen Vorhersage von Vorurteilen gegenüber Gruppen ... rechter Autoritarismus – ... die Konventionen verletzen (z.B. Hausbesetzer)/ die soziale Konventionen verletzen soziale Dominanzorientierung – ... mit geringem Status (z.B. Behinderte, Frauen)/ in Hierarchie untergeordnet Fazit: die beiden Weltsichten relativ stabile Persönlichkeitsmerkmale, aber beeinflusst von sozialen Bedingungen, z.B. sozialen Normen
  • Stereotype als Bedrohung Stereotype als Bedrohung (Stereotyp-Threat) -Gefühl der Bedrohung, wenn eine Person eine Situation erlebt, in der sie befürchtet a) Aufgrund negativer stereotype beurteil zu werden bzw. b) durch ihr Verhalten negative Stereotype bzgl. Ihrer Gruppe unbeabsichtigt zu bestätigen -Wirkung auf schulische, akademische, berufliche Leistung, z.B. Anstreben einer Führungsposition -Bedrohungssituation erfordert Ressourcen (affektive, kognitive) zur Regulation, die die Ressourcen zur Lösung der gestellten Anforderungen reduzieren Auftreten am wahrscheinlichsten unter vier Bedingungen (s.Keller): 1)hoher Schwierigkeitsgrad der Leistungsanforderungen                                 2)Leistungsbewertung wird erwartet (diagnostische Situation) 3)relevantes Stereotyp muss salient + direkt auf Situation anwendbar sein                4)Identifikation mit dem Bereich, der getestet wird Kulturelles Stereotyp (z.B. Frauen können keine Mathematik) – Stereotyp-Bedrohung (Studentin könnte schlechte Statistikprüfung machen) Kommt             a) zur Leistungsminderung kulturelles Stereotyp (schreibt schlechte Klausur) Oder                b) De-Identifikation mit stereotypisierten Bereich („Statistik ist für meine zukünftige Tätigkeit unwichtig“) Beispiel-Stereotype als Bedrohung:  Medienwirkung (Davies et Al.), Frauen und Männer Werbebeiträge, Hälfte Beiträge hohlköpfige Frauen, ‚airheaded‘, Ergebnis in bedrohlicher Gruppe schnitten Frauen schlechter in einem Mathematiktest ab und gaben weniger Interesse an Mathematik/ weniger Interesse an wissenschaftlicher Karriere an, als Männer  Aktivierung negativer Stereotype beeinflusst sportliche Leistung (Stone et Al.): POC-Männer* beim Golf schlechter, wenn als Test sportlicher Intelligenz bezeichnet, Weiße Männer* bei Test natürlicher athletischer Begabung (‚weiße nicht springen‘ ‚schwarze nicht denken‘)  Mathematiktest: gleichstarkes abschneiden normal, bei priming Geschlechterunterschied zeigten Frauen dramatisch schlechtere Leistungen - Positive Einwirkungen genauso durch stereotype Mathematiktest mit Aktivierung asiatischer Identität besser