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Pflanzenzüchtung (Subject) / Fragenkatalog (Lesson)

WS 19/20

This lesson was created by wanzi.

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  • Was unterscheidet Heterosis von Heterosiszuwachs? Heterosis = Leistungsüberlegenheit der heterozygoten F1-Generation gegenüber der homozygoten Eltern-Generation Heterosiszuwachs= grenzt die verschiedenen Aspekte der Heterosis ab, wobei zum Ausdruck kommt, das nicht die vollständige Heterosis genutzt wird
  • Mit welchen Verfahren kann ein Pflanzenzüchter Hybride im großen Maßstab produzieren? - CMS (cytoplasmatisch männliche Sterilität) - Selbstinkompatibilität - Seed-Link
  • Welche Komponenten sind für das Seed-Link Verfahren notwendig? - gewebespezifischer Promoter: TA29 - RNAse aus Bacillus amyloliquefaciens: BARNASE - Inhibitor für BARNASE: BARSTAR
  • Führt eine Änderung des Paarungssystems (zb zunehmende Inzucht) zu einer Allelfrequenzänderung? Nein, aber zu einer Genomfrequenzänderung
  • Nennen Sie den Anteil genetisch verschiedener Gameten und Genotypen bei Selbstbefruchtung in Abhängigkeit von der Anzahl der spaltenden Loci!                    Anzahl versch Gameten      Anzahl versch Genotypen      Anzahl versch Homozyg.    Monohybride              2                                       3                                            2                  Dihybride                   4                                       9                                            4               Trihybride                   8                                       27                                          8           allgemein                    2n                                     3n                                           2n    
  • Was ist eine Genkarte? eine lineare Anordung der Gene eines Organismus
  • Nennen Sie die Haupttätigkeiten eines Pflanzenzüchters 1. Aufstellen eines Zuchtziels 2. Schaffung von Variabilität 3. Nutzung von Variabilität
  • Wie wird die extrachromosomale Vererbung in der Pflanzenzüchtung genutzt? Bei der Hybridzüchtung: zur Schaffung von männlich sterilen Pflanzen mittels CMS
  • Welche Abschnitte des Chromosoms zeigen ein reduziertes, welche ein erhöhtes Crossing-Over? Reduziert: Centromer (kleine Chromosomen) (gekoppelte Gene) Erhöht: Telomere (große Chromosomen) Hotspots
  • Wozu werden DH-Linien in der Pflanzenzüchtung verwendet? Wie werden diese erzeugt? - zur schnellen Herstellung von vollständig homozygoten Pflanzen - Aus Gameten entstandene haploide Pflanzen verdoppeln ihren Chromosomensatz entweder spontan oder induziert durch Colchizin
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  • Wie veränder sich der Anteil heterozygot besetzter Loci bei fortgesetzter Selbstung? - Anteil nimmt bei jeder Selbsung um die Hälfte ab
  • Wie ist der Inzuchtkoeffizient definiert? F = (H0 - Ht)/H0
  • Was ist Transgression? Nachkommen weisen eine höhere gentische Varianz auf als die Eltern
  • Wie kann Heterosis erklärt werden? Dominanzhypothese: Heterosis basiert auf einer Maskierung der ungünstigen rezessiven Allele in heterozygoten Individuen Epistasiehypothese: Wechselwirkungen zwischen Genloci Überdominanzhypothese: an vielen beteiligten Genloci herrscht Überdominanz, d>a
  • Welche allgemeinen Zuchtziele verfolgt ein Pflanzenzüchter? Was sind konkrete Zuchtziele? allgemein: 1. Senkung der spezifischen Produktionskosten                 2. Schaffung neuer Produkte konkret: 1. Schädlings-/Krankheitstolerante Pflanzen, um Ausgaben für PSM zu sparen                  Verbesserung der Nährstoffeffizienz um Dünger zu sparen               2. Qualitätsverbesserung, Innovationsführerschaft --> höherer Marktanteil, zb kernlose Melone
  • Wie lange schätzen sie die Dauer von Aufstellung eines Zuchtziels bis zur Realisierung? Von welchen Bedingungen hängt diese Dauer ab? - bei Annuellen: 7-15 Jahre - bei Wein, Obst: 20-30 Jahre - bei Forst: über 30 JAhre
  • Geben Sie die gentische Struktur je einer Landsorte von Selbst- und Fremdbefruchtern an Selbstbefruchter: homozygot, heterogen Fremdbefruchter: heterozygot, heterogen
  • Welche Gefahr besteht bei der sog. Genetischen Verarmung bzw. Generosion? = Verlust von Genvarianten - Verlust der Sortenvielfalt, Züchtungsmaterial
  • Was ist Inkompatibilität? Welche Arten der Inkompatibilität gibt es? Die Befruchtung durch den eigenen Pollen wird verhindert Sporophytisches System: Pollen wird von Narbe erkannt und die Befruchtung verhindert Gametophytisches System: Griffelgewebe verhindert Durchwachsen des Pollenkeimschlauchs
  • Welche Möglichkeiten kennen Sie, um ein Hybridsystem aufzubauen? - CMS - Selbstinkompatibilität - Seed-Link
  • Was ist Polyploidie? Mehrfacher Chromosomensatz (mehr als 2)
  • Welche Mutationen werden in der Pflanzenzüchtung genutzt? Genmutation (Punktmutation): nur einzelne Basen der DNA betroffen Chromosomenmutation: größere Abschnitte von Mutation betroffen --> Insertion, Deletion, Duplikation, Translokation, Inversion Genommutation: Veränderung in der Zahl der Chromosomen eines Organismus/ einer Zelle
  • Welchen Vorteil haben DH-Linien? -schnell vollständig homozygote Pflanzen - keine Kopplungsbrüche
  • Worin unterscheiden sich DH-Linien von Rekombinanten-Inzucht-Linien? DH-Linien sind vollständig homozygot, RI-Linien teilweise noch heterozygit Bei DH-Linien kommt es nicht zu Kopplungsbrüchen, bei RI-Linien schon DH-Linien besitzen große Chromosomenfragmente, RI-Linien kleine und ggf. viele
  • Welche Bedingungen müssen erfüllt sein damit das Hardy-Weinberg-Gleichgewicht gilt? - keine Allelfrequenzänderung (kein Drift, keine Mutation,Selektion und Migration) - Zufallspaarung
  • Wie verändert eine Änderung des Befruchtungssystems die Allelfrequenzen? Gar nicht, die Häufigkeit für ein Allel bleibt gleich
  • Welche Komponenten sind für ein CMS-Hybridsystem notwendig? - sterile CMS- Mutterlinie - MAintainer (mitochondriale DNA, die die männliche Sterilität erhält) - Restorer (Kerngene, die die Fertilität wieder herstellt
  • Wie funktioniert ein Hybridsystem, welches auf dem Inkompatibilitätssystem basiert? Pollen, die identische Allele zur weiblichen Blüte besitzen werden am Auskeimen gehindert (SPorophytisch) oder das Wachstum des Pollenschlachs (Gametophytisch) wird verhindert
  • Wie wird die Abweichung vom Hardy-Weinberg-Gleichgewicht bei mehr als einem Genort definiert? Es stellt sich auch ein Gleichgewicht ein, aber nicht schon nach der 1. Generation (p+q+r)2 = p2A1A1 + 2pqA1A2 + 2prA1A3 + q2A2A2 + 2qrA2A3 + r2A3A3
  • Wie kann die Heretabilität erhöht werden? - Anbau in Parzellen - mehrfache Wiederholungen - an mehreren Standorte
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  • Warum wird in der Selektion ein Unterschied gemacht, ob ein Merkmal vor oder nach der Blüte messbar ist? Wenn es NACH der Blüte messbar ist, erfolgt nur eine Auswahl der Mutter Wenn es VOR der Blüte messbar ist, sind mütterliche und väterliche Pflanzen von der Selektion betroffen
  • Was ist Epistasie und was Dominanz? Epistasie: Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Genloci Dominanz: Diferenzen innerhalb eines Genlokus
  • Was ist Heterosis? Was ist Heterosiszuwachs? Was ist die Hybridleistung? Heterosis = Leistungsüberlegenheit der heterozygoten F1-Generation gegenüber der homozygoten Elterngeneration Heterosiszuwachs = Abgrenzung der verschiednen Aspekte der Heterosis, die deutlich macht, dass Heterosis nicht vollständig genutzt wird Hybridleistung: Überlegenheit der Nachkommen über das Elternmittel durch Heterosis und Leistungssteigerung
  • Welche Beziehung besteht zwischen Heterosis und Inzuchtdepression? Nach dem Leistungsüberschuss der F1-Generation gegenüber der Eltern (=Heterosis) folgt bei weiterer züchterischer Nutzung dieser Hybridpflanzen eine Leistungsminderung(=Inzuchtdepression)
  • Was verstehen Sie unter genetischer Verwundbarkeit? erhöhtes Risiko für das großflächige Auftreten von Krankheiten
  • Welche Faktoren führen zu einer Allelfrequenzänderung? Drift Migration Mutation Selektion
  • Wie ist der Zusammenhang zwischen Zuchtwert, VA und deren Beziehungen zu a und d? Von welchen Größen ist Zuchtwert abhängig? Zuchtwert gibt an, welche Veränderungen die Genotypen in einer betrachteten Population bewirken und ist abhängig von den Allelfrequenzen (p und q) VA = Additiv genetische Varianz = Unterschiede zwischen den Zuchtwerten genotypische Werte a und d a = gibt Hälfte der MErkmalsunterschiede zwischen den beiden Homozygoten A1A1 und A2A2 an d = beschreibt die Abweichung, wenn die Merkmalsausprägung der Heterozygoten A1A2 nicht genau auf der Hälfte des Merkmalunterschieds der beiden Homozygoten liegt, also wenn die Allelkombination Dominanz aufweist Verhältnis a zu d: Wirkung der Dominanz d = 0 --> keine Dominanz d = a --> vollständige Dominanz 0 <d<a --> unvollständige Dominanz d>a --> Überdominanz