Supply Chain Management (Subject) / Enabling Processes (Lesson)
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2. und 3. Vorlesung
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- 8 Kernkomponenten des SCM Customer Relationship Mananagement Customer Service Management Demand Managment Order Fulfillment Management Supplier Relationship Management Manufacturing Flow Management Product Development and Commercialization Returns Management
- Customer Relationship Management (CRM) Kundenbeziehungsmanagement - Planung, Steuerung und Kontrolle profitabler Kundenbeziehungen - langfristige Maximierung ihres Ertragswerts (Umsatzsteigerung Neukunden schwierig als Bestandskunden)
- Customer Service Management (CSM) Kundenservicemanagment - Planung, Steuerung und Kontrolle der Informationsflüsse zur Anbahnung und/oder Abwicklung eines Kundenauftrags - Ausrichtung der Gestaltung nach Wettbewerbsstrategie der SC
- Demand Management (DM) Nachfragemanagment: - Planung, Steuerung und Kontrolle der Nachfrageverläufe --> Langfristig stabiles Gleichgewicht zwischem dem Leistungspotenzial der SC und Kundenbedarfen
- Supplier Relationship Management (SRM) Lieferantenmanagement: - Planung, Steuerung und Kontrolle aller Aktivitäten zur Beeinflussung der Lieferanten im Sinne der Unternehmens- und SC-Ziele
- Manufacturing Flow Management (MFM) Produktionsprozessmanagement - Planung, Steuerung und Kontrolle der Fertigungsprozesse - Ziel: vom Kunden geforderte Niveau an Marktreaktivität und Kosteneffiziez erfüllen - Fertigungsstrategien mit unterschiedlichen Kundenentkopplungspunkten: Engineer-to-Order >> Make-to-Order >> Assemble-to-Order >> Make to Stock
- Order Fulfillment Management (OFM) Auftragserfüllungsmanagement - Planung, Steuerung und Kontrolle aller Aktivitäten zur Erfüllung der Kundenaufträge richtiges Gut, Menge, Zeit, Ort, Zustand und Kosten --> erfüllt
- Product Development and Commercialization (PDC) - Planung, Steuerung und Kontrolle der Entwicklung absatzfähiger Produkte zur Erneuerung der Erfolgspotenziale der SC - Entwicklungsphase des Produkts (Festlegung 80% späterer HK, 70% späterer Produktfehler) - Produktentwicklungen: Investitionen unter Unsicherheit (unternehmensübergreif. Ansatz) - Am Ende: neue SC
- Dynamic Capabilities Ansatz - Gewährleistung des Aufbaus neuer Erfolgspotenziale (Kreislauf: Erfolgspotenziale - Erfolg - Liquidität)
- Returns Management (Closed Loop SCM) Retourenmanagment: - Planung, Steuerung und Kontrolle der Retourenflüsse und damit assoziierte Informations- und Finanzflüsse - Erfassung sämtlicher Güterrückflüsse (Gesamter Produktlebenszyklus) - Kreislauf (closed loop)
- Ziel des Retourenmanagements und Verwertungshierachie Ziel: Gestaltung des Rückführungsprozesses --> größtmögliche Wertrealisierung aus Gut Verwertungshierarchie: - Vermeidung - Vorbereitung zur Wiederverwendung - Recycling - sonstige Verwertung (insbe. energetische Verwertung) - Beseitigung
- Total Quality Management Qualität als Systemziel Qualität: - orientiert an Kundenbedürfnisse - primär auf Herstellungsprozess - andauernder Prozess (kein Ende) - durch menschliches Handeln realisiert - setzt aktives Handeln voraus (Erarbeitung)
- Toyota Production System (TPS) spezielle Form von TQM Ziel: Hohe Produktivität bei hoher Produktqualität und pünktlicher Lieferung Prinzipien: - Jidoka - Just-in-Time
- Jidoka Qualität muss im Prozess durch frühzeitige Fehlerbehebung, -erkennung- und beseitigung entstehen - FMEA - Poka-Yoke - Produktionsstopps bei Abweichungen (Statistical Process Control) - Standardisierte Prozesse mittels Kaizen
- Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) Präventivmaßnahme zur Aufgabenpriorisierung (Systematische Risikoanalyse) 1. Schritt: Identifikation möglicher Fehlfunktionen 2. Schritt: Ursache und Schadensfolge identifizieren 3. Schritt: Maßnahme zur Fehlervermeidung bzw. Risikominimierung Risikoprioritätszahl: RPZ = A x B x E A: Auftrittswahrscheinlichkeit (1-10) B: Bedeutung des Fehlers (1-10) E: Entdeckungswahrscheinlichkeit (1-10)
- Poka Yoke Poka= unbeabsichtigter Fehler, Yoke= Verminderung - Prozessgestaltung: Fehlhandlungen keine Fehler im Produkt (Maßnahme: vorheriger Scan) - Laufende Überprüfung durch Kontakt- und Fixwertmethode - Kontaktmethode: Überprüfung des Zustands durch Sensoren - Fixwertmethode: Überprüfung der Teilarbeitsschritte durch mechanische Zähleinrichtungen
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- Statistical Process Controll - Kontinuierlicher Soll-Ist-Vergleich durch Stichproben - signifikante Abweichung = Produktionsstopp - Näherungsverfahren: t-Test
- Kaizen Kai= Veränderung, Zen= das Gute - Kontinuierliche Verbesserung in kleinen Schritten - Ergebnis: geschaffene Standards 5 Prinzipien: - Null-Fehler-Philosophie - Kundenorientierung - Wertschöpfung - MA im Mittelpunkt - Veränderungsbereitschaft
- Vendor Managed Inventory Voraussetzung: Gewährleistung der Verfügbarkeit der Bestandssysteme - Lieferant betreibt Kundenlager (Lagermanagement) Vorteile: - Lieferant hat verlässliche Nachfragedaten - Händler reduziert Bestandshaltung (Kapitalbindungskosten sinken)
- Efficient Consumer Response (ERC) - Kombination von Elementen JIT/JIS und VMI-Konzepten - Reorganisation des Distributionsprozesses: (Pull-Prinzip) - Strikte Orientierung der Nachschubsteuerung an tats. Kundennachfrage am Point of Sale - Übertrag der Verantwortung für den Versorgungsprozess auf Lieferanten
- Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR) - Weiterentwicklung ECR-Ansatz - Kombination von Einzelkonzepten - Strukturierung der zur Implementierung von CPRF relevanten Prozesse
- Collaborative Planning - gemeinsame lang- bis mittelfristige Planung der Wertschöpfungsaktivitäten (Einfluss in unternehm.spez. Kosten-, Leistungs- und Investitionsplanung) - Abstimmung der Leistungsprogramme
- Collaborative Forecasting - Gemeinsame Erstellung und Aktualisierung der Bestell- und Verkaufsprognosen - Kommunikation von Besonderheiten --> Vorbeugung der Fehlinterpretation des Nachfrageverlaufs - Berücksichtigung von Kapazitäten
- Collaborative Replenishment - Kooperatives Bestandsmanagement durch Einsatz der ECR-Prinzipien
